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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Emissionssteuergerät zum Entfernen
von schädlichen
Komponenten, Partikeln und dergleichen aus einem Abgas eines Verbrennungsmotors.
Genauer gesagt bezieht sich die Erfindung auf Emissionssteuergerät eines Verbrennungsmotors,
das einen Katalysator hat, der Reduktionsreaktionen von NOx in einem
Abgassystem des Motors beschleunigt, und auf ein Steuerverfahren
für ein
Emissionssteuergerät
eines Verbrennungsmotors.
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Normalerweise
ist in Verbrennungsmotoren, die betrieben werden, indem ein Luft-Kraftstoff-Gemisch
mit einem hohen Luft-Kraftstoff-Verhältnis (magere Kraftstoffumgebung)
für ein
Verbrennungsmotor in einem breiten Betriebsbereich geliefert wird,
wie beispielsweise Dieselmotoren und dergleichen, ein NOx-Katalysator
mit einer Funktion zum Steuern von im Abgas befindlichen Stickoxiden
(NOx) in einem Abgaskanal vorgesehen. Ein typischer NOx-Katalysator,
der bei einem derartigen Motor aufgegriffen wird, wird hergestellt,
indem beispielsweise eine Wabenstruktur (Stütze) aus einem porösen keramischen Material
mit einem NOx-Absorptionsmittel, das eine Fähigkeit zum Absorbieren und
Speichern von NOx bei Vorhandensein von Sauerstoff hat, und ein
Edelmetallkatalysator, der eine Fähigkeit zum Oxidieren von Kohlenwasserstoffen
(HC) hat, eingebaut wird.
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Der
NOx-Katalysator hat eine Eigenschaft zum Absorbieren von NOx während eines
Zustandes, bei dem die Sauerstoffkonzentration im Abgas hoch ist
(das Luft-Kraftstoff-Verhältnis des
Abgases ist an der mageren Seite eines stöchiometrischen Zustandes).
Wenn HC, CO und dergleichen im Abgas vorhanden sind und wenn NOx
aus dem NOx-Katalysator in das Abgas abgegeben wird, beschleunigt der Edelmetallkatalysator
die Oxidation von HC und CO, wodurch Oxidations-Reduktions-Reaktionen
zwischen dem als Oxidationskomponenten dienenden NOx und HC und
CO, die als Reduktionskomponenten dienen, bewirkt werden. Das heißt HC und
CO werden zu CO2 und H2O
oxidiert und NOx wird zu N2 reduziert.
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Jedoch
wird selbst bei hoher Sauerstoffkonzentrationen im Abgas der NOx-Katalysator
unfähig, NOx
zu absorbieren, wenn der NOx-Katalysator eine vorbestimmte Grenzmenge
an NOx absorbiert hat. Daher wird bei einem typischen Verbrennungsmotor, der
einen derartigen NOx-Katalysator in einem Abgaskanal aufweist, ein
Reduktionsmittel wie beispielsweise Dieselkraftstoff oder dergleichen
in den Abgaskanal stromaufwärtig
von dem NOx-Katalysator geliefert, bevor die in dem NOx-Katalysator
gespeicherte Menge NOx eine Grenzmenge erreicht. Die Lieferung des
Reduktionsmittels bewirkt, dass das in dem NOx-Katalysator absorbierte
NOx von diesem abgegeben wird und das abgegebene NOx reduziert wird,
wodurch die NOx-Absorptionsfähigkeit
des NOx-Katalysators wieder hergestellt wird. Im Allgemeinen wird
diese Steuerung (Wiederherstellsteuerung) bei vorbestimmten Intervallen
wiederholt.
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Jedoch
enthält
ein gewöhnlicher
Kraftstoff eines Verbrennungsmotors Schwefelkomponenten, so dass
das Abgas Schwefeloxide (SOx), die von den Schwefelkomponenten des
Kraftstoffs herrühren,
zusätzlich
zu NOx enthält.
In dem Abgas befindliches SOx wird in dem NOx-Katalysator bei einer
höheren Effizienz
als NOx absorbiert. Darüber
hinaus wird das in dem NOx-Katalysator absorbierte SOx nicht ohne weiteres
von dem Katalysator selbst unter einer Bedingung abgegeben, die
für das
Abgeben von NOx von dem Katalysator ausreichend ist (eine Bedingung,
bei der die Sauerstoffkonzentration in dem Abgas unterhalb eines
vorbestimmten Wertes ist). Daher lagert sich während des fortgesetzten Motorbetriebs
SOx aus dem Abgas in dem NOx-Katalysator ab,
was eine S-Vergiftung bewirkt.
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Eine
bekannte Maßnahme
zum Verhindern oder Mindern der S-Vergiftung ist eine Steuerung, bei die
Temperatur des NOx-Katalysator
erhöht
wird (beispielsweise auf oder über
600°C) und
das Luftkraft-Stoff-Verhältnis
des Abgases auf ein stöchiometrisches
Luftkraft-Stoff-Verhältnis
oder auf ein Luftkraft-Stoff-Verhältnis eingestellt wird, das
geringfügig zu
einer fetten Seite von dem stöchiometrischen
Luftkraft-Stoff-Verhältnis
eingestellt ist (nachstehend ist diese als eine ”S-Vergiftungs-Wiederherstellungssteuerung” bezeichnet)
(beispielsweise ist diese in der offengelegten Japanischen Patentanmeldung
JP 2001-227 333 A beschrieben).
Auf Grund des Ausführens
der S-Vergiftungs-Wiederherstellsteuerung zersetzen
und entfernen die Reduktionskomponenten im Abgas, dessen Luftkraft-Stoff-Verhältnis auf das
stöchiometrische
Luftkraft-Stoff-Verhältnis oder auf
ein geringfügig
fettes Luftkraft-Stoff-Verhältnis eingestellt
worden ist, das in dem Katalysator abgelagerte SOx.
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Um
in dem NOx-Katalysator abgelagertes SOx und Partikel effizient zu
zersetzen und zu entfernen, ist es erforderlich, die folgenden beiden
Bedingungen zu erfüllen:
- (1) Dass die Temperatur des NOx-Katalysators oberhalb
eines vorbestimmten Wertes, beispielsweise 600°C ist; und
- (2) Dass der NOx-Katalysator mit einer großen Menge an Reduktionskomponenten
beliefert wird. Daher ist es bei einem Ausführen der SO-Vergiftungswiederherstellsteuerung
eine normale Praxis, eine Steuerprozedur aufzugreifen, bei der, nach
dem die Temperatur des NOx-Katalysators auf oder über einen
vorbestimmten Wert (beispielsweise 600°C) durch ein bestimmtes Verfahren
erhöht
worden ist, eine große
Menge an Reduktionskomponenten in das Abgas stromaufwärtig von
dem NOx-Katalysator geliefert wird.
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Wenn
jedoch die Reduktionskomponenten in dem Abgas das in dem NOx-Katalysator
abgelagerte SOx und dergleichen zersetzen, wird durch die Reaktionen
der Reduktionskomponenten Wärme
erzeugt, so dass die Erwärmung
des Katalysators fortgesetzt wird. Somit kann die Katalysatortemperatur
außerordentlich
ansteigen.
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Die
Druckschrift
DE 199
10 664 A1 offenbart ein Verfahren zum De-Sulfatieren eines
NOx-Speicherkatalysators. Dabei wird als ein Parameter die Temperatur
des Katalysators berücksichtigt.
Hierbei soll eine Mindesttemperatur erreicht werden, um ein De-Sulfatieren
des NOx-Speicherkatalysators überhaupt
zu ermöglichen.
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Die
Druckschrift
DE 199
23 498 A1 offenbart ein Verfahren zum Steuern einer Regeneration
eines NOx-Speicherkatalysators.
Auch hier soll zum Zwecke des Entschwefelns eine Mindestabgastemperatur
erreicht werden.
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Die
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Emissionssteuergerät und ein
Steuerverfahren für
dieses Gerätes
zu schaffen, die ein Überhitzen
eines im Abgassystem des Verbrennungsmotors vorgesehenen NOx-Katalysators
zum Zeitpunkt des Ausführens
einer Steuerung, die im NOx-Katalysator abgelagertes SOx und dergleichen
zersetzt und freigibt, vermeiden.
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Diese
Aufgabe wird im Hinblick auf das Emissionssteuergerät durch
ein Gerät
mit den in Anspruch 1 aufgezeigten Merkmalen gelöst. Im Hinblick auf das Steuerverfahren
wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den in Anspruch 10 aufgezeigten Merkmalen
gelöst.
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Vorteilhafte
Weiterbildungen sind Gegenstand der weiteren Ansprüche.
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D.
h. bei der vorliegenden Erfindung ist eine solche Reduktionsmittelliefereinrichtung
vorgesehen, durch die eine Lieferung von Reduktionsmittel zu dem
NOx-Katalysator der Speicher-Reduktions-Art eine vorbestimmte Zeitspanne Δt2 lang angehalten wird, um so ein Überhitzen
des NOx-Katalysators
der Speicher-Reduktions-Art zu verhindern.
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Dadurch
ist es möglich,
den in dem NOx-Katalysator abgelagerten SOx effizient freizugeben
und die Temperaturzunahme des Katalysators innerhalb eines geeigneten
Bereiches zu halten. Dies ist der Bereich R, siehe z. B. 2D.
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Die
Erfindung ist im Hinblick auf die vorstehend erwähnten Umstände gemacht worden. Es ist eine
Aufgabe der Erfindung, in geeigneter Weise ein Überhitzen eines NOx-Katalysators,
der in einem Abgassystem des Verbrennungsmotors vorgesehen ist, zum
Zeitpunkt des Ausführens
einer Steuerung zu setzen und entfernen von SOx und dergleichen,
das in dem NOx-Katalysator
abgelagert ist, zu vermeiden, und ein Steuerverfahren des Gerätes zu schaffen.
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Um
die vorstehend erwähnte
Aufgabe zu lösen,
schafft die vorliegende Erfindung ein Emissionssteuergerät mit dem
Merkmal von Anspruch 1. Vorteilhafte Weiterentwicklungen sind Gegenstand
der weiteren Ansprüche.
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Das
in der vorstehend beschriebenen Weise aufgebaute Emissionssteuergerät der Erfindung
stellt die Wärmebilanz
des Katalysators, der sich entsprechend mit einer vorbestimmten
Ansprechverzögerung
von einem Betrieb zum Liefern des Reduktionsmittels ändert, durch
ein in unterbrochener Weise erfolgendes Liefern des Reduktionsmittels
ein, um so das Überhitzen
des Katalysators zu verhindern, dass beispielsweise durch ein Überregeln
(overshoot) bewirkt wird. Daher erleichtert das Emissionssteuergerät das Beibehalten
der Temperatur des Katalysators innerhalb eines optimalen Bereiches.
Die vorstehend erwähnte
in unterbrochener Weise erfolgende Lieferung bedeutet, dass für den Zweck
des Freigebens von SOx die Lieferung des Reduktionsmittels nicht fortgesetzt
wird, sondern angehalten wird und dann erneut startet, so dass die
Katalysatortemperatur gleich wie oder geringer als eine Temperatur
ist, bei der keine Wärmeverschlechterung
des Katalysator auftritt, und das Anhalten und erneute Starten des Lieferns
von Kraftstoff wird wiederholt und bedeutet nicht, dass die bei
dieser Gelegenheit benötigte
Menge an Reduktionsmitteln vorgesehen wird, indem ein Einspritzvorgang
häufig
ausgeführt
wird.
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Vorzugsweise
hat das Emissionssteuergerät der
vorliegenden Erfindung, das in der vorstehend beschriebenen Weise
aufgebaut ist, des Weiteren eine Erwärmungseinrichtung zum Vorsehen
eines Zustandes, bei dem die Temperatur des Katalysators oberhalb
eines vorbestimmten Wertes ist, als eine Voraussetzung zum Erwärmen des
NOx-Katalysators der Speicher-Reduktions-Art. Es ist möglich, einen
Aufbau aufzugreifen, bei dem die Reduktionsmittel-Liefereinrichtung
außerdem
die Funktion der Erwärmungsausrichtung
ausführt.
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Die
vorstehend dargelegten und weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile
der Erfindung gehen aus der nachstehend dargelegten Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsbeispiele
unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen vor, in denen gleiche Bezugszeichen zum Wiedergeben
von gleichen Elementen verwendet worden sind.
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1 zeigt
eine schematische Aufbaudarstellung eines Dieselmotorsystems gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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Die 2A bis 2D zeigen
beispielartige Zeitablaufdiagramme von Übergängen der von einem NOx-Katalysator abgegebenen
Mengen an SOx und der Temperatur des NOx-Katalysators während des
Ausführens
einer S-Vergiftungs-Wiederherstellsteuerung
bei dem Ausführungsbeispiel
auf der Grundlage einer gemeinsamen Zeitachse.
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3 zeigt
ein Flussdiagramm einer Ausführungsprozedur
einer Temperaturerhöhungssteuerung
bei dem Ausführungsbeispiel.
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4 zeigt
ein Flussdiagramm einer Ausführungsprozedur
einer Reduktionskomponenten-Liefersteuerung bei dem Ausführungsbeispiel.
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5 zeigt
ein Flussdiagramm einer Ausführungsprozedur
einer bei einem anderen Ausführungsbeispiel
der Erfindung angewendeten Reduktionskomponenten-Liefersteuerung.
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Ein
erstes Ausführungsbeispiel
ist nachstehend beschrieben, bei dem das Emissionssteuergerät des Verbrennungsmotors
der vorliegenden Erfindung bei einem Dieselmotorsystem angewendet
ist.
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Unter
Bezugnahme auf 1 ist ein Verbrennungsmotor
(der nachstehend als ”Motor” bezeichnet
ist) 1 ein Vier-Zylinder-Reihen-Dieselmotor-System,
das ein Kraftstoffliefersystem 10, eine Verbrennungskammer 20,
ein Einlasssystem 30, ein Abgassystem 40 und dergleichen
als Hauptkomponenten hat.
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Das
Kraftstoffliefersystem 10 hat eine Lieferpumpe 11,
eine Common-Rail 12, Kraftstoffeinspritzventile 13,
ein Verschlußventil 14,
ein Messventil 16, ein Reduktionmittelverteilventil 17,
einen Motorkraftstoffkanal P1, einen zusätzlichen Kraftstoffkanal 22, und
dergleichen.
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Die
Lieferpumpe 11 beaufschlagt den von einem (nicht gezeigten)
Kraftstofftank gepumpten Kraftstoff mit Druck und liefert den unter
hohem Druck stehenden Kraftstoff zu der Common-Rail 12 über den
Motorkraftstoffkanal P1. Die Common-Rail 12 hat eine Funktion
als eine Druckspeicherkammer, die den von der Lieferpumpe 11 gelieferten
unter hohem Druck stehenden Kraftstoff bei einem vorbestimmten Druck
hält (Druckspeicherung).
Die Common-Rail 12 verteilt den mit Druck beaufschlagten Kraftstoff
zu den Kraftstoffeinspritzventilen 13. Jedes Kraftstoffeinspritzventil 13 ist
ein elektromagnetisches Ventil mit einem darin befindlichen (nicht
gezeigten) elektromagnetischen Solenoid und wird in geeigneter Weise
geöffnet,
um Kraftstoff direkt in eine entsprechende Verbrennungskammer von
Verbrennungskammern 20 einzuspritzen.
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Die
Lieferpumpe 12 liefert einen Teil des von dem Kraftstofftank
gepumpten Kraftstoffes zu dem Reduktionsmittelverteilventil 17 über den
zusätzlichen
Kraftstoffkanal P2. Das Verschlussventil 14 und das Messventil 16 sind
in dem zusätzlichen
Kraftstoffkanal P2 nacheinander in dieser Reihenfolge von der Seite
der Lieferpumpe 11 zu der Seite des Reduktionsmittelverteilventils 17 angeordnet.
Das Verschlussventil 14 verschließt den zusätzlichen Kraftstoffkanal P2,
um die Lieferung von Kraftstoff im Falle eines Notfalls anzuhalten.
Das Messventil 16 steuert den Druck des Kraftstoffes PG,
der zu dem Reduktionsmittelverteilventil 17 geliefert wird.
In ähnlicher Weise
wie die Kraftstoffeinspritzventile 13 ist das Reduktionsmittelverteilventil 17 ein
elektromagnetisches Ventil mit einem (nicht gezeigten) elektromagnetischen
Solenoid in ihm. Das Reduktionsmittelverteilventil 17 liefert
Kraftstoff, der als ein Reduktionsmittel dient, in einer geeigneten
Menge und bei einer geeigneten zeitlichen Abstimmung in das Abgassystem 40 stromaufwärtig von
einem Katalysatorgehäuse 42.
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Das
Einlasssystem 30 bildet einen Kanal für die Einlassluft, die in die
Verbrennungskammern 20 zu liefern ist (Einlasskanal). Das
Abgassystem 40 bildet einen Kanal für das Abgas, das von den Verbrennungskammern 20 abgegeben
wird (Abgaskanal).
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Der
Motor 1 ist mit einem bekannten Turbolader 50 ausgerüstet. Der
Turbolader 50 hat Drehelemente 52, 55,
die durch eine Welle 51 miteinander verbunden sind. Von
den beiden Drehelementen ist ein Drehelement (Turbinenrad) 52 dem
Abgas in dem Abgassystem 50 ausgesetzt, und das andere
Drehelement (Kompressorrad) 53 ist der Einlassluft in dem Einlasssystem 30 ausgesetzt.
Mit den vorstehend beschriebenen Aufbau führt der Turbolader 50 einen im
Allgemeinen sogenannten Turboladebetrieb aus, bei dem das Kompressorrad 53 gedreht
wird, um den Einlassdruck unter Verwendung von den Abgasströmen (Abgasdruck)
zu erhöhen,
die das Turbinenrad 52 empfängt.
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In
dem Einlasssystem 30 kühlt
eine für
den Turbolader 50 vorgesehene Zwischenkühleinrichtung 31 zwangsweise
die Einlassluft, die durch das Turboladen erwärmt worden ist. Ein Drosselventil 32 ist
stromabwärtig
von der Zwischenkühleinrichtung 31 vorgesehen.
Das Drosselventil 32 ist ein elektronisch gesteuertes Öffnungs-Schließ-Ventil,
dessen Öffnungsgrad
kontinuierlich eingestellt werden kann. Das Drosselventil 32 hat
eine Funktion zum Ändern der
Strömungsbahnfläche der
Einlassluft, um die Liefermenge an Einlassluft (die Strömungsmenge
der Einlassluft) unter einer vorbestimmten Bedingung einzustellen.
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Der
Motor 1 ist mit einem Abgasrezirkulationskanal (EGR-Kanal) 60 versehen,
der sich zwischen einem Ort (Einlassystem 30) stromaufwärtig der
Verbrennungskammern 20 und einem Ort (das Abgassystem 40)
stromabwärtig
der Verbrennungskammern 20 erstreckt. Der EGR-Kanal 60 hat
eine Funktion dahingehend, dass er einen Teil des Abgases zu dem
Einlassystem 30 in geeigneter Weise zurückkehren läßt. Der EGR-Kanal 60 ist
mit einem EGR-Ventil 61 versehen, das in einer schrittlosen oder
kontinuierlichen Weise über
eine elektronische Steuerung so geöffnet und geschlossen wird,
dass die Strömungsmenge
an Abgas (EGR-Gas) durch den Kanal eingestellt wird, und ist mit
einer EGR-Kühleinrichtung 62 zum
Kühlen
des Abgases versehen, das durch den EGR-Kanal 60 strömt (zurückkehrt).
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In
dem Abgassystem 40 ist das Katalysatorgehäuse 42,
das einen NOx-Katalysator der Speicher-Reduktions-Art (der nachstehend
einfach als ”NOx-Katalysator” bezeichnet
ist) enthält,
stromabwärtig
von einem Verbindungsort zwischen dem Abgassystem 42 und
dem EGR-Kanal 60 vorgesehen.
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Die
verschiedenen Sensoren sind an verschiedenen Orten in dem Motor 1 montiert
und geben Signale im Hinblick auf die Umgebungsbedingungen an den
Orten, der Betriebszustand des Motors 1 und dergleichen
aus.
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Das
heißt
ein Common-Rail-Drucksensor 70 gibt ein Erfassungssignal
entsprechend dem Druck des Kraftstoffes aus, der in der Common-Rail 12 gespeichert
ist. Ein Kraftstoffdrucksensor 71 gibt ein Erfassungssignal
entsprechend dem Druck (Kraftstoffdruck) PG des Kraftstoffes aus,
der in das Reduktionsverteilventil 17 über das Messventil 16 von
dem Kraftstoff eingeleitet wird, der durch den zusätzlichen Kraftstoffkanal
Ps strömt.
Ein Luftströmungsmesser 72 gibt
ein Erfassungssignal entsprechend der Strömungsmenge (Einlassmenge) GN
an Luft (Einlassluft) aus, die in das Einlasssystem 30 eingeleitet
wird. Ein Sensor 73 für
das Luftkraft-Stoff-Verhältnis (A/F-Sensor)
gibt ein Erfassungssignal aus, das sich kontinuierlich in Übereinstimmung
mit der Konzentration von Sauerstoff in dem Abgas in dem Abgassystem 40 stromaufwärtig von
dem Katalysatorgehäuse 42 ändert. Ein
Abgastemperatursensor 74 ist an einem Abgaseinlassort an
dem Katalysatorgehäuse 42 in
dem Abgassystem 40 montiert und gibt ein Erfassungssignal
entsprechend der Temperatur (Abgastemperatur) Tex des Abgases an
diesem Ort aus. Ein NOx-Sensor 75 gibt ein Erfassungssignal
aus, das sich kontinuierlich in Übereinstimmung
mit der Konzentration an NOx an dem Abgas ändert, das durch das Abgassystem
stromabwärtig
von dem Katalysatorgehäuse 42 strömt.
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Ein
Gaspedalpositionssensor 76 ist an einem (nicht gezeigten)
Gaspedal des Motors 1 angebracht und gibt ein Erfassungssignal
entsprechend dem Betrag des Niederdrückens ACC des Pedals aus. Ein
Kurbelwinkelsensor 77 gibt ein Erfassungssignal (ein Impulssignal)
bei jedem vorbestimmten Drehwinkel einer Ausgabewelle (Kurbelwelle)
des Motors 1 aus. Diese Sensoren 70 bis 77 sind
mit einer elektronischen Steuereinheit (ECU) 90 elektrisch verbunden.
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Die
ECU 90 hat eine Zentralrecheneinheit (CPU) 91,
einen Festspeicher (ROM) 92, einen wahlfreien Zugriffsspeicher
(RAM) 93, einen Sicherungs-RAM 94, ein Zeitzählglied 95 und
dergleichen. Die ECU 90 hat eine Logikoperationsschaltung,
die ausgebildet ist, indem die Bauteile 91 bis 95,
eine externe Eingabeschaltung 96, die einen A/D-Wandler hat,
und eine externe Ausgabeschaltung 97 über einen bidirektionalen Bus 98 verbunden
sind.
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Die
in der vorstehend beschriebenen Weise aufgebaute ECU 90 gibt
Erfassungssignale von den verschiedenen Sensoren über die
externe Eingabeschaltung 96 ein und auf der Grundlage dieser
Signale führt
sie verschiedene Steuerungen in Bezug auf den Betriebszustand des
Motors 1 aus, die eine Steuerung in Bezug auf den Öffnungs-Schließ-Vorgang der
Kraftstoffeinspritzventile 13, das Einstellen des Öffnungsgrades
des EGR-Ventils 61, das Einstellen des Öffnungsgrades des Drosselventils 32 und
dergleichen umfassen.
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Von
den vorstehend beschriebenen Bauelementen des Motors 1 ist
das in dem Abgassystem 40 vorgesehene Katalysatorgehäuse 42 nachstehend detailliert
unter Bezugnahme auf seinen Aufbau und seine Funktion beschrieben.
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In
dem Katalysatorgehäuse 42 ist
ein NOx-Katalysator der Speicher-Reduktions-Art (der nachstehend
als ”NOx-Katalysator” bezeichnet
ist) enthalten.
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Der
NOx-Katalysator wird ausgebildet durch Verwendung von beispielsweise
einer Wabenstruktur (Partikelfilter), die hauptsächlich aus Aluminiumoxid (Al2O3) als eine Stütze hergestellt
ist, und indem die Oberflächen
des Partikelfilters (Stütze)
mit einem Alkalimetall wie beispielsweise Kalium (K), Natrium (Na),
Lithium (Li), Cäsium
(Cs) und dergleichen, einem Alkalierdmetall wie beispielsweise Barium
(Ba), Kalzium (Ca), und dergleichen, einem Seltenerdmetall, wie
bespielsweise Lanthan (La), Yttrium (Y) und dergleichen und einem
Edelmetall wie beispielsweise Platin (Pt) oder dergleichen beladen
werden, das als ein Oxidationskatalysator (Edelmetallkatalysator) dient.
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Das
NOx-Absorptionsmittel hat eine Eigenschaft zum Absorbieren und Speichern
von NOx während
eines Zustands, bei dem die Sauerstoffkonzentration in dem Abgas
(das Luftkraft-Stoff-Verhältnis
des Abgases) hoch ist (an der mageren Seite ist), und zum Freigeben
von NOx während
eines Zustandes, bei dem die Sauerstoffkonzentration in dem Abgas
gering ist. Wenn HC, CO und dergleichen in dem Abgas beim Freigeben
von NOx in das Abgas vorhanden sind, beschleunigt der Edelmetallkatalysator die
Oxidation von HC und CO, wodurch Oxidations-Reduktions-Reaktionen
zwischen dem als Oxidationskomponente dienenden NOx und den als
Reduktionskomponenten dienenden HC und CO bewirkt werden. Das heißt HC und
CO werden zu CO2 und H2O
oxidiert und NOx wird zu N2 reduziert.
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Jedoch
wird selbst während
des Zustands, bei dem die Sauerstoffkonzentration in dem Abgas hoch
ist, der NOx- Katalysator
unfähig,
NOx zu absorbieren, wenn der NOx-Katalysator
eine vorbestimmte Grenzmenge an NOx absorbiert hat. Bei dem Motor 1 wird
ein Reduktionsmittel (bei diesem Ausführungsbeispiel ist dies Kraftstoff)
in den Abgaskanal stromaufwärts
von dem Katalysatorgehäuse 42 geliefert, bevor
die in dem im Katalysatorgehäuse 42 untergebrachten
NOx-Katalysator gespeicherte Menge an NOx eine Grenzmenge erreicht.
In dieser Weise wird das in dem NOx-Katalysator gespeicherte NOx
freigegeben und durch die Reduktion entfernt, so dass die NOx-Absorbierfähigkeit
des NOx-Katalysator wieder
hergestellt wird. Diese Steuerung wird bei vorbestimmten Intervallen
wiederholt.
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Darüber hinaus
entfernt der Partikelfilter, der die Stütze des NOx-Absorptionsmittels
und des Edelmetallkatalysators bildet, Partikel wie beispielsweise Ruß und dergleichen
und schädliche
Komponenten wie beispielweise NOx und dergleichen aus dem Abgas
auf der Basis des folgenden Mechanismus.
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Der
NOx-Katalysator wiederholt die Absorption, das Freigeben und Entfernen
von NOx in Übereinstimmung
mit der Konzentration an Sauerstoff und der Menge an Reduktionskomponenten,
die im Abgas vorhanden sind, auf Grund der Kooperation mit dem NOx-Absorptionsmittel
und dem Edelmetall, das in dem NOx-Katalysator vorgesehen ist, wie
es vorstehend beschrieben ist. Der NOx-Katalysator hat eine Eigenschaft
zum unterstützenden
Erzeugen von Aktivsauerstoff bei dem Prozess des Entfernens von NOx,
wie dies vorstehend beschrieben ist. Wenn das Abgas durch den Partikelfilter
tritt, werden in dem Abgas vorhandene Partikel wie beispielsweise
Ruß und dergleichen
durch den Stützaufbau
(das poröse
Material) eingefangen. Es sollte hierbei beachtet werden, dass aktiver
Sauerstoff, der durch den NOx-Katalysator erzeugt worden ist, ein
sehr hohes Reaktionsvermögen
(Aktivität)
als ein Oxidiermittel hat. Daher reagieren von den eingefangenen
Partikeln die Partikel, die an den oder in der Nähe der Oberflächen des NOx-Katalysators
abgelagert sind, schnell mit dem aktiven Sauerstoff (ohne Leuchtflammen
zu erzeugen), und werden somit entfernt.
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Die
ECU 90 führt
eine Kraftstoffeinspritzsteuerung auf der Grundlage des Betriebszustandes
des Motors 1 aus, der von dem Erfassungssignalen von den
verschiedenen Sensoren bestimmt wird. Bei diesem Ausführungsbeispiel
bezieht sich die Kraftstoffeinspritzsteuerung auf eine Reihe an
Prozessen zum Einstellen von Parametern wie beispielsweise die Kraftstoffeinspritzmenge
Q, die Einspritzzeit, das Einspritzmuster und dergleichen und zum
Ausführen von Öffnungs-Schließ-Vorgängen der
einzelnen Kraftstoffeinspritzventile 13 auf der Grundlage
der eingestellten Parameter in Bezug auf das Ausführen der
Kraftstoffeinspritzung in die Verbrennungskammern 20 über die
Kraftstoffeinspritzventile 13.
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Die
ECU 90 führt
wiederholt die vorstehend beschriebenen Reihen an Prozessen zu jedem
vorbestimmten Zeitpunkt während
des Betriebs des Motors 1 aus. Die Kraftstoffeinspritzmenge
Q und die Einspritzzeit werden grundsätzlich unter Bezugnahme auf
eine voreingestellte Tabelle, die nicht gezeigt ist, auf der Grundlage
des Niederdrückbetrags
ACC des Gaspedals, der Motordrehzahl NE (ein Parameter, der aus
dem Impulssignal von dem Kurbelwinkelssensor berechnet werden) bestimmt.
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Unter
Bezugnahme auf das Einstellen eines Kraftstoffeinspritzmusters führt die
ECU 90 eine Hauptkraftstoffeinspritzung in jeden Zylinder
in der Nähe
des Kompressions-OT (oberer Totpunkt bei der Kompression) aus, wodurch
eine Motorabgabeleistung vorgesehen wird. Darüber hinaus führt die
ECU 90 eine Kraftstoffeinspritzung vor einer Hauptkraftstoffeinspritzung
(die nachstehend als ”Piloteinspritzung” bezeichnet
ist) und eine Kraftstoffeinspritzung, die einer Haupteinspritzung
folgt (die nachstehend als eine ”Nacheinspritzung” bezeichnet ist),
als eine Nebeneinspritzung bei einer geeignet gewählten Zeitabstimmung
und in Bezug auf geeignet gewählte Zylinder
aus.
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Nachstehend
ist die Piloteinspritzung beschrieben.
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Im
Allgemeinen erreicht bei diesen Motoren die Verbrennungstemperatur
eine Temperatur, die eine Selbstzündung des Kraftstoffes während einer späteren Zeit
des Kompressionshubes herbeiführt. Wenn
die für
die Verbrennung zu liefernde Menge an Kraftstoff in einer Verbrennungskammer
mit einem Mal eingespritzt wird – insbesondere dann, wenn der Zustand
des Motorbetriebs bei einem mittleren bis hohen Lastbereich ist – verbrennt
der Kraftstoff explosionsartig mit Geräuschen. Wenn jedoch eine Piloteinspritzung
ausgeführt
wird, dient der vor der Haupteinspritzung gelieferte Kraftstoff
als eine Wärmequelle
(Pilotflamme). Die Wärmequelle
dehnt sich allmählich
in der Verbrennungskammer aus und erreicht eine Verbrennung. Daher
ist der Verbrennungszustand des Kraftstoffes in der Verbrennungskammer
relativ langsam. Darüber
hinaus verringert die Piloteinspritzung die Zündverzögerungszeit. Daher wird das
bei dem Motorbetrieb mit sich gebrachte Geräusch verringert und die in
dem Abgas vorhandene Menge an NOx wird außerdem verringert.
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Nachstehend
ist das Nacheinspritzen beschrieben.
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Der
in eine Verbrennungskammer 20 durch eine Nacheinspritzung
gelieferte Kraftstoff wird zu leichtem HC in dem Verbrennungsgas
reformiert und wird in das Abgassystem 14 abgegeben. Das
heißt auf
Grund der Nacheinspritzung wird leichtes HC, das als ein Reduktionsmittel
dient, in das Abgassystem 40 zugefügt, wodurch die Konzentration
an Reduktionskomponenten in dem Abgas zunimmt. Die in das Abgassystem 40 hinzugefügten Reduktionskomponenten
reagieren an dem NOx-Katalysator in dem Katalysatorgehäuse 42 mit
dem NOx, das in dem NOx- Katalysator
freigegeben wird, und anderen in dem Abgas vorhanden Oxidierungskomponenten. Die
somit erzeugte Reaktionswärme
erhöht
die Temperatur des NOx-Katalysators.
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Nachstehend
ist die EGR-Steuerung allgemein beschrieben.
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Die
ECU 90 führt
eine EGR-Steuerung auf der Grundlage des Motors 1 aus,
der von den Erfassungssignalen von den verschiedenen Sensoren bestimmt
wird. Bei diesem Ausführungsbeispiel
bezieht sich die EGR-Steuerung auf einen Prozess zum Betreiben des
elektronisch gesteuerten Öffnungs-Schließ-Ventils
(EGR-Ventil) 61 derart, dass die Strömungsmenge des Gases durch
den EGR-Kanal das heißt
die Strömungsmenge
des Abgases eingestellt wird, das von dem Abgassystem 40 zu
dem Einlasssystem 30 zurückkehrt.
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Der Öffnungsbetrag
des EGR-Ventils 61, der als ein Zielwert (nachstehend ist
dieser als ein ”Zielbetrag
der Ventilöffnung” beschrieben)
dient, wird grundsätzlich
unter Bezugnahme auf eine voreingestellte Tabelle (die nicht gezeigt
ist) auf der Grundlage der Betriebszustände des Motors 1 wie
beispielsweise die Motorlast, die Motordrehzahl und dergleichen
bestimmt. Das Abgassystem 40 bringt den Zielbetrag der
Ventilöffnung
bei jeder vorbestimmten Zeit während
des Betriebs des Motors auf den neuesten Stand und gibt anschließend ein
Befehlssignal zu der Antriebsschaltung des EGR-Ventils 61 derart
aus, dass der tatsächliche
Betrag der Ventilöffnung
des EGR-Ventils 61 dem auf den neuesten Stand gebrachten
Zielbetrag der Ventilöffnung
gleich wird.
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Nachstehend
ist die Niedrigtemperaturverbrennung auf der Grundlage der EGR-Steuerung
beschrieben.
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Wenn
ein Teil des Abgases zu dem Einlasssystem 30 auf Grund
des vorstehend beschriebenen Prozesses rezirkuliert, nimmt die Menge
an Inertgaskomponenten, die in der für die Verbrennung gelieferten
Luft-Kraftstoff-Gemisch vorhanden sind, in Übereinstimmung mit der Rezirkulationsmenge
zu. Als ein Ergebnis wird unter einer vorbestimmten Bedingung die
in dem Abgas vorhandene Menge an NOx verringert und im Wesentlichen
wird kein Rauch erzeugt.
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Auf
Grund der Ausführung
der Niedrigtemperaturverbrennung nimmt die Menge an unverbranntem
HC (Reduktionskomponente) in dem Abgas zu. Als ein Ergebnis wird
leichtes HC, das als ein Reduktionsmittel dient, in das Abgassystem 40 hinzugefügt, wodurch
die Konzentration an Reaktionsmitteln in dem Abgas zunimmt.
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Nachstehend
ist die Kraftstoffverteilungssteuerung beschrieben.
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Die
direkte Verteilung des Kraftstoffs (Reduktionsmittel) in das Abgassystem 40 über das
Reduktionsmittelverteilungsventil 17 erhöht außerdem die Reduktionsmittelkonzentration
in dem Abgas wie in dem Fall der Nacheinspritzung, so dass die Temperatur
des NOx-Katalysators
ansteigt. Der durch das Reduktionsmittelverteilungsventil 17 hinzugefügte Kraftstoff
kann einen hochmolekularen Zustand beibehalten und in dem Abgas
ungleichmäßig im Vergleich
zu dem durch das Nacheinspritzen gelieferten Kraftstoff verteilt
werden. Darüber
hinaus erfreut sich das Hinzufügen
von Kraftstoff durch das Reduktionsmittelverteilungsventil 17 an
einem höheren
Freiheitsgrad bei der Kraftstoffmenge, die in einem Mal hinzugefügt werden
kann, und der Hinzuführzeit
als bei dem Hinzufügen
des Kraftstoffes durch das Nacheinführen.
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Nachstehend
ist die S-Vergiftungs-Wiederherstellsteuerung insgesamt beschrieben.
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Die
Piloteinspritzung, die Nacheinspritzung, die Niedrigtemperaturverbrennung
und die Kraftstoffverteilungssteuerung bewirken eine Zunahme der Menge
an Reduktionskomponenten in dem Abgas. Daher kann durch ein wiederholtes
Ausführen
von geeigneten Steuerungen bei vorbestimmten Intervallen der in
dem NOx-Katalysator gespeicherte NOx freigegeben werden und reduziert
werden, so dass die NOx-Absorptionsfähigkeit des NOx-Katalysators wieder
hergestellt wird.
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Darüber hinaus
führt die
ECU 90 eine Steuerung zum Liefern einer hohen Menge an
Reduktionskomponenten zu dem NOx-Katalysator
auf, nachdem der NOx-Katalysator auf eine oder über eine vorbestimmte Temperatur
(beispielsweise ungefähr
600°C) erwärmt worden
ist, um SOx und dergleichen zu entfernen, die sich allmählich in
dem NOx-Katalysator bei dem andauernden Betrieb des Motors 1 ablagern (Nachstehend
ist dies als eine ”S-Vergiftungs-Wiederherstellsteuerung” beschrieben).
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Das
Ausführen
der S-Vergiftungs-Wiederherstellsteuerung ermöglicht ein Liefern einer großen Menge
an Reduktionsmitteln zu dem NOx-Katalysator, um die Ablagerung an
SOx in dem Katalysator bei einer Hochtemperaturbedingung zu zersetzen
und zu entfernen. Als ein Teil der S-Vergiftungssteuerung führt die
ECU 90 entweder die Piloteinspritzung, die Nacheinspritzung,
die Niedrigtemperaturverbrennung oder die Kraftstoffverteilungssteuerung
aus, um den NOx-Katalysator auf eine vorbestimmte Temperatur zu
erwärmen.
Danach führt
die ECU 90 eine Steuerung aus, beispielsweise um eine Menge
an Kraftstoff (Reduktionskomponente), die größer als die Menge an Kraftstoff
ist, die zum Freigeben und für die
Reduktion des in dem NOx-Katalysator gespeicherten NOx erforderlich
ist, zu dem Abgassystem 40 stromaufwärtig von dem NOx-Katalysator über das Reduktionsmittelverteilungsventil 17 zu
liefern (nachstehend ist dies als eine ”Reduktionskomponentenliefersteuerung” beschrieben.
-
Gemäß der S-Vergiftungswiederherstellsteuerung
wird eine große
Menge an Reduktionskomponenten zu dem Abgassystem stromaufwärtig von dem
NOx-Katalysator geliefert, nachdem beispielsweise eine Bedingung
erfüllt
ist, bei der die Temperatur des NOx-Katalysators bei oder über 600°C gehalten
wird, wie dies vorstehend beschrieben ist. Doch haben die in einer
großen
Menge in das Abgassystem gelieferten Reduktionskomponenten eine
Eigenschaft dahingehend, dass die Reduktionskomponenten eine Funktion
zum Zersetzen von Ablagerungen an SOx und dergleichen in dem NOx-Katalysator
bei einer Hochtemperaturbedingung ausführen und die Temperatur des
NOx-Katalysators weiter erhöhen. Wenn
daher eine große
Menge an Reduktionskomponenten in das Abgassystem stromaufwärtig von NOx-Katalysator
bei einer normalen Motorbetriebsbedingung geliefert wird, ergibt
sich die Frage des Überhitzens
des NOx-Katalysators.
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Folglich
wird bei dem Motor 1 das Überhitzen des NOx-Katalysators verhindert,
während
in dem NOx-Katalysator abgelagertes SOx wirkungsvoll freigeben wird,
indem die Lieferung des Kraftstoffs und das Anhalten von dieser über das
Reduktionsmittelverteilungsventil 17 wiederholt wird, nachdem
die Reduktionskomponentenliefersteuerung gestartet worden ist.
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Die 2A bis 2D zeigen
beispielartige Zeitablaufdiagramm auf der Grundlage einer gemeinsamen
Zeitachse, wobei die Übergänge des
Ventilöffnungsbefehlssignals
an das Reduktionsmittelverteilungsventil 17 (siehe 2A),
die Sauerstoffkonzentration in dem Abgas stromaufwärtig von
dem NOx-Katalysator (siehe 2B), die
von dem NOx-Katalysator
freigegebene Menge an SOx (siehe 2C) und
die Temperatur des NOx-Katalysators (siehe 2D), die
nach dem Erfüllen
der Bedingung beobachtet wird, bei der die ”Temperatur des NOx-Katalysators
bei oder über
600°C gehalten wird”, während des
Ausführens
der S-Vergiftungswiederherstellung
gemäß dem Ausführungsbeispiel gezeigt
sind. Der Referenzwert CO der Sauerstoffkonzentration in 2B entspricht
der Konzentration an Sauerstoff in dem Abgas, die als ein Ergebnis
der Verbrennung eines Gasgemisches mit stöchiometrischem Luft-Kraftstoff-Verhältnis erzeugt
wird. Eine Zunahme der Sauerstoffkonzentration in dem Abgas bedeutet
eine Abnahme der Konzentration an Reduktionskomponenten in dem Abgas
und eine Abnahme der Sauerstoffkonzentration in dem Abgas bedeutet
eine Zunahme der Konzentration der Reduktionskomponenten in dem
Abgas (siehe 2B). In 2D entspricht
die Temperatur T1 einer Temperatur eines unteren Grenzwertes (bei
diesem Ausführungsbeispiel
600°C),
bei der ein effizientes Freigeben von SOx von dem NOx-Katalysator
ermöglicht ist,
und die Temperatur T2 entspricht der Temperatur eines oberen Grenzwertes,
bei der die Gefahr nicht auftritt, dass die Funktion des NOx-Katalysators durch
das Überhitzen
verschlechtert wird.
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Wenn
eine Aufforderung zum Freigeben des in dem NOx-Katalysators abgelagerten SOx vorhanden
ist und die Bedingung, dass die Temperatur des NOx-Katalysators
bei oder über
600°C gehalten
ist, erfüllt
ist, gibt die ECU 90 ein Befehlssignal zum Öffnen des
Reduktionsmittelverteilventils 17 aus (nachstehend ist
dies als ”Ventilöffnungsbefehlssignal” bezeichnet),
um so das Verteilen von Kraftstoff in das Abgassystem 40 über das
Reduktionsmittelverteilventil 17 (zum Zeitpunkt T1) zu
starten, wie dies in 3A gezeigt ist.
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Für das Ausführen des
Verteilens des Kraftstoffs gibt die ECU 90 in unterbrochener
Weise das Ventilöffnungsbefehlssignal über eine
vorbestimmte Zeitspanne (nachstehend ist diese als ”Lieferzeitspanne” bezeichnet) Δt1 aus, um
so in unterbrochener Weise zerstäubten
Kraftstoff über
das Reduktionsmittelverteilventil 17 einzuspritzen. Danach
hält die
ECU 19 das Ausgeben des Ventilöffnungsbefehlssignals an (siehe
Zeitpunkt t2), um so das Überhitzen
des NOx- Katalysators
zu vermindern. Nach einer vorbestimmten Zeitspanne (nachstehend
ist diese als ”Anhaltezeitspanne” bezeichnet) Δt2 startet die
ECU 90 erneut das Einspritzen von Kraftstoff. Grundsätzlich wird,
wenn die S-Vergiftungs-Wiederherstellsteuerung
(die Reduktionskomponentenliefersteuerung) gestartet wird, das Liefern
und Anhalten des Kraftstoffs wiederholt in der vorstehend beschriebenen
Weise ausgeführt,
bis der SOx und dergleichen, die sich in dem NOx-Katalysator abgelagert haben,
freigegeben sind und die Funktion des Katalysators in ausreichender
Weise wiederhergestellt worden ist.
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Bei
Beginn der Lieferung des Kraftstoffs über das Reduktionsmittelverteilventil 17 (zum
Zeitpunkt t1) nimmt die Sauerstoffkonzentration in dem Abgas ab
und wird dann niedriger als der Referenzwert CO (siehe 2B).
Im Wesentlichen gleichzeitig mit dem Öffnungsvorgang des Reduktionsmittelverteilventils 17 und
einer entsprechenden Abnahme der Sauerstoffkonzentration nimmt die
von dem NOx-Katalysator
freigegebene Menge an SOx zu. Bei Anhalten der Lieferung des Kraftstoffs über das
Reduktionsmittelverteilventil 17 (zum Zeitpunkt t2) nimmt
die Sauerstoffkonzentration in dem Abgas zu und wird dann größer als
der Referenzwert CO (siehe 2B). Die von
dem NOx-Katalysator freigegebene Menge an SOx nimmt (siehe 2C)
im Wesentlichen gleichzeitig mit dem Schließvorgang des Reduktionsmittelverteilventils 17 und
einer entsprechenden Zunahme der Sauerstoffkonzentration gleichzeitig
ab. Somit ändert
sich die Konzentration an Sauerstoff in dem Abgas und die von dem
NOx-Katalysator freigegebene Menge an SOx im Wesentlichen gleichzeitig
mit dem Öffnungs-Schließ-Vorgang des Reduktionsmittelverteilventils 17.
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Die
Temperatur des NOx-Katalysators nimmt auf Grund des Starts der Lieferung
an Kraftstoff über das
Reduktionsmittelverteilventil 17 zu und fällt auf Grund
des Anhaltens der Lieferung des Kraftstoffs über das Reduktionsmittelverteilventil 17 ab.
Jedoch sind das Ansprechverhalten und die Folgeeigenschaft des Änderns der
Temperatur des NOx-Katalysators erheblich geringer als jene der Änderung
der Sauerstoffkonzentration in dem Abgas oder der Änderung
der Menge SOx, die von dem NOx-Katalysator freigegeben wird. Das
Ansprechverhalten und die Folgeeigenschaften der Temperatur des
NOx-Katalysators in Bezug auf den Öffungs-Schließvorgang
des Reduktionsmittelverteilventils 17 wird durch Parameter
wie beispielsweise die physikalischen und chemischen Eigenschaften
(beispielsweise Wärmekapazität) des NOx-Katalysators, den
Eigenschaften (beispielsweise Temperatur, Strömungsmenge und dergleichen)
des Abgases, das in den Katalysator strömt, und dergleichen bestimmt.
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Daher
werden bei der S-Vergiftungs-Wiederherstellsteuerung von diesem
Ausführungsbeispiel eine
optimale Lieferzeitspanne Δt1
und eine optimale Anhaltezeitspanne Δt2, die in das Ansprechverhalten und
in die Folgeeigenschaften der Temperatur des NOx-Katalysators in
Bezug auf den Öffnungs-Schließ-Vorgang
des Reduktionsmittelverteilventils 17 zerlegt sind (Faktoren
bilden), auf der Grundlage der physikalischen oder chemischen Eigenschaften
des NOx-Katalysators oder den Eigenschaften des Abgases, die zum
Zeitpunkt des Ausführens
der vorstehend erwähnten
Steuerung auftreten, eingestellt. Durch diesen Steueraufbau wird
es möglich,
den in dem NOx-Katalysator
abgelagerten SOx effizient freizugeben und die Temperaturzunahme
des Katalysators innerhalb eines geeigneten Bereiches R zu halten
(siehe 2D).
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Nachstehend
ist eine spezifische Ausführprozedur
der S-Vergiftungswiederherstellsteuerung beschrieben.
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Der
spezifische Vorgangsinhalt der S-Vergiftungs-Wiederherstellsteuerung (SOx-Vergiftuns-Wiederherstellsteuerung)
gemäß dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel
ist nachstehend beschrieben. Die S-Vergiftungs-Wiederherstellsteuerung
mit einer Steuerung zum Erwerben des NOx-Katalysators auf eine vorbestimmte
Temperatur (nachstehend ist diese als ”Erhöhungssteuerung” bezeichnet)
und eine Steuerung zum Liefern einer großen Menge an Reduktionskomponenten
zu dem NOx-Katalysator unter einer Bedingung, bei der die Temperatur
des NOx-Katalysators
oberhalb einer vorbestimmten Temperatur auf Grund der Temperaturerhöhungssteuerung
ist (nachstehend ist diese als ”Reduktionskomponenten-Liefersteuerung” bezeichnet).
Das heißt
die ECU 90 führt
die Temperaturerhöhungssteuerung
und die Reduktionskomponenten-Liefersteuerung
als Teile der S-Vergiftungs-Wiederherstellsteuerung
aus.
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3 zeigt
ein Flussdiagramm einer Ausführprozedur
(Routine) der Temperaturerhöhungssteuerung.
Diese Routine wird durch die ECU 90 zu jedem vorbestimmten
Zeitpunkt während
des Betriebs des Motors 1 ausgeführt.
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Wenn
ein Ausführen
der Routine beginnt, bestimmt die ECU 90 bei Schritt S101,
ob eine Aufforderung zum Ausführen
der SOx-Vergiftungswiederherstellsteuerung vorhanden ist, das heißt ob die S-Vergiftung
des NOx-Katalysators sich entwickelt hat. Beispielsweise wenn eine
vorbestimmte Zeitspanne nach dem vorherigen Ausführen der S-Vergiftungs-Wiederherstellsteuerung
abgelaufen ist oder wenn erkannt wird, dass die NOx-Entfernungsfunktion
des NOx-Katalysators sich auf der Grundlage der Historie des Erfassungssignal
von dem NOx-Sensor 75 verschlechtert hat, bestimmt die
ECU 90, dass eine Aufforderung zum Erwärmen des NOx-Katalysators vor
dem Liefern einer großen
Menge an Reduktionskomponenten zu dem NOx-Katalysator ergeht.
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Wenn
die Bestimmung bei Schritt S101 negativ ausfällt, verläßt die ECU 90 vorübergehend
die Routine. Wenn andererseits die Bestimmung bei Schritt S101 positiv
ausfällt,
geht die ECU 90 zu Schritt S102 weiter, bei dem die ECU 90 die
Temperatur des NOx-Katalysators auf eine oder über eine vorbestimmte Temperatur
(beispielsweise 600°C)
erhöht
und den Temperaturzustand des Katalysators beibehält. Das
heißt
die ECU 90 erhöht
die Temperatur des NOx-Katalysators auf oder über 600°C (oder hält die Katalysatortemperatur
bei einer derartigen Höhe)
durch ein Ausführen
von entweder der Piloteinspritzung, der Nacheinspritzung, der Niedrigtemperaturverbrennung
oder der Kraftstoffverteilungssteuerung. Nach dem Schritt S102 verläßt die ECU 90 vorübergehend
die Routine.
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4 zeigt
ein Flussdiagramm einer Ausführprozedur
(Routine) der Reuduktionskomponenten-Liefersteuerung, die in Verbindung
mit der Temperaturerhöhungssteuerung
ausgeführt
wird, als ein Teil der S-Vergiftungs-Wiederherstellsteuerung. Diese Routine
wird auch durch die ECU 90 bei jedem vorbestimmten Zeitpunkt
während
des Betriebs des Motors ausgeführt.
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Beim
Eintreten in die Routine bestimmt die ECU 90 bei Schritt
S201, ob eine Aufforderung zum Ausführen der S-Vergiftungs-Wiederherstellsteuerung
vorhanden ist. Wenn die Bestimmung positiv ausfällt, geht die ECU 90 zu
Schritt S102 weiter. Wenn andererseits die Bestimmung negativ ausfällt, verläßt die ECU 90 vorübergehend
die Routine. Die bestätigte
Bestimmung bei Schritt S201 bedeutet, dass die Temperatur des NOx-Katalysators
zunimmt oder bei oder oberhalb von 600°C auf Grund der Temperaturerhöhungssteuerung
gehalten wird.
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Wenn
bei Schritt S201 eine bestätigende
Bestimmung erfolgt, bestimmt die ECU 90 bei dem Schritt
S202, ob die Temperatur des NOx-Katalysators gleich wie oder größer als
600°C geworden
ist. Die Temperatur des NOx-Katalysators kann beispielsweise auf
der Grundlage der Historie der Abgastemperatur TEX abgeschätzt werden.
Wenn die Bestimmung bei Schritt S202 positiv oder bestätigend ausfällt, geht
die ECU 90 zu Schritt S203 weiter. Wenn die Bestimmung
bei Schritt S202 negativ ausfällt,
verläßt die ECU 90 vorübergehend
die Routine.
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Bei
dem Schritt S203 erkennt die ECU 90 die gegenwärtige Abgastemperatur
TEX.
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Bei
dem Schritt S204 stellt die ECU 90 eine Lieferzeitspanne Δt1 (siehe 2A)
auf der Grundlage der Abgastemperatur TEX und der Temperatur NOx-Katalysators
(abgeschätzter
Wert) unter Bezugnahme auf eine (nicht gezeigte) Tabelle ein. Dann führt die
ECU 90 die Lieferung von Kraftstoff zu dem Abgassystem 40 über das
Reduktionsmittelverteilventil 17 über die gegenwärtig eingestellte
Lieferzeitspanne Δt1
aus (siehe Schritt S305).
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Bei
Schritt S206 überprüft die ECU 90,
ob das Freigeben des in dem NOx-Katalysator abgelagerten SOx vollendet
ist. Wenn bestimmt wird, dass das Freigeben des SOx nicht vollendet
ist, stellt die ECU 90 eine vorbestimmte Anhaltezeitspanne Δt2 bei Schritt
S07 ein. Nach dem Ablauf der vorbestimmten Zeitspanne Δt2 (siehe
Schritt S208) stellt die ECU 90 eine neue Lieferzeitspanne Δt1 bei der nächsten Routine
ein und führt
das Liefern des Kraftstoffs erneut aus.
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Wenn
andererseits bei dem Schritt S206 bestimmt wird, dass das Freigeben
von SOx vollendet ist, erkennt die ECU 90, dass die gegenwärtige S-Vergiftungs-Wiederherstellsteuerung
vollendet ist (diese Erkennung wird bei der Bestimmung von Schritt
S201 bei der nächsten
Routine wiedergegeben), und verläßt dann
vorübergehend
die Routine.
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Da
dieser Steueraufbau bei dem Motor 1 zum Ausführen der
S-Vergiftungs-Wiederherstellsteuerung
angewendet wird, wird der in dem NOx-Katalysator während des
Betriebs des Motors 1 sich allmählich abgelagerte SOx in wirkungsvoller Weise
zersetzt und entfernt, um so die Emissionssteuerfunktion des NOx-Katalysator
wiederherzustellen, indem kontinuierlich Reduktionskomponenten zu dem
in den NOx-Katalysator
strömenden
Abgas unter einer Bedingung geliefert werden, bei der die Temperatur
des NOx- Katalysators
oberhalb eines vorbestimmten Wertes (beispielsweise 600°C) ist.
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Die
kontinuierliche Lieferung von Reduktionskomponenten führt wahrscheinlich
ein Überhitzen des
NOx-Katalysators herbei. Obwohl das Verhalten der Temperatur des
NOx-Katalysators
grundsätzlich durch
die Wärmebilanz
des NOx-Katalysators
und den physikalisch oder chemischen Eigenschaften des NOx-Katalysators
bestimmt wird, ergibt sich eine Ansprechverzögerung, bevor der Reduzierkomponenten-Liefervorgang
durch die Reduzierkomponenten-Liefereinrichtung die Temperatur des
NOx-Katalysators beeinflusst. Selbst wenn daher der Betrieb der
Reduktionskomponenten-Liefereinrichtung bei einer vorbestimmten
Zeit auf der Grundlage der bei dem vorbestimmten Zeitpunkt erfassten
Temperatur des NOx-Katalysators
gesteuert wird, wird nach dem Ablauf einer vorbestimmten Zeitspanne
der Betrieb der Reduktionskomponente-Liefereinrichtung bei der Temperatur
des NOx-Katalysators wiedergegeben. Das heißt es ist sehr schwierig, die
Temperatur des NOx-Katalysators innerhalb eines erwünschten
Bereiches durch das vorstehend beschriebene Steuerverfahren zu halten.
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In
dieser Hinsicht ist der Steueraufbau gemäß diesem Ausführungsbeispiel
dazu in der Lage, das in dem NOx-Katalysator
abgelagerte SOx und dergleichen effizient zu entfernen und ein Überhitzen des
NOx-Katalysators zu verhindern durch ein Wiedergeben einer Ansprechverzögerung in
der vorstehend erwähnten
Weise bei der Temperatursteuerung des NOx-Katalysators.
-
Daher
wird der Funktionsverlust des NOx-Katalysators auf Grund des Überhitzens
verhindert, so dass die Funktion des NOx-Katalysators eine lange
Zeitspanne lang andauert.
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Bei
diesem Ausführungsbeispiel
greift die Reduktionskomponenten-Liefersteuerung ein Verfahren zum Verteilen
von Kraftstoff in das Abgassystem 40 über das Reduktionsmittelverteilventil 17 als ein
Verfahren zum kontinuierlichen Liefern von Reduktionskomponenten
in das Abgas auf, das in den NOx-Katalysator strömt. Jedoch ist dieses Verfahren nicht
einschränkend.
Beispielsweise kann die Lieferung von Reduktionskomponenten in das
in den NOx-Katalysator
strömende
Abgas durch ein Ausführen
der Nacheinspritzung oder dergleichen verwirklicht werden.
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Nachstehend
sind andere Ausführungsbeispiele
beschrieben.
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Gemäß dem vorstehend
dargelegten Ausführungsbeispiel
wird für
das Ausführen
der Reduktionskomponenten-Liefersteuerung die Lieferzeitspanne Δt1 in Verbindung
mit dem Zeitpunkt zum Starten des Lieferns von Kraftstoff über das
Reduktionsmittelverteilventil 17 (beispielsweise der Zeitpunkt
t1 in 2) eingestellt, und die Anhaltezeitspanne Δt2 wird in
Verbindung mit dem Zeitpunkt des Motors von der Lieferung des Kraftstoffs
eingestellt (beispielsweise zum Zeitpunkt t2 in 2).
Neben dem Anwenden des vorstehend beschriebenen Steueraufbaus ist
es möglich,
eine Steuerlogik hinzuzufügen
zum geeigneten Erhöhen
oder Verringern der anfänglich
eingestellten Lieferzeitspanne Δt1
unter Bezugnahme auf Parameter, die sich auf den Betriebszustand
des Motors 1 beziehen, während des Ausführens der
Lieferung von Kraftstoff (während
der Lieferzeitspanne Δt1),
oder eine Steuerlogik hinzuzufügen
zum geeigneten Erhöhen
oder Verringern der anfänglich
eingestellten Anhaltezeitspanne Δt2
unter Bezugnahme auf Parameter, die sich auf den Betriebszustand
des Motors 1 beziehen, während eines Anhaltens des Lieferns
von Kraftstoffs (während
der Anhaltezeitspanne Δt2).
Das heißt
als eine Korrektureinrichtung für
die Menge an Reduktionsmittel wird die in der vorstehend erwähnten Weise
gelieferte Menge an Reduktionsmittel durch das Einstellen der Lieferzeitspanne Δt1 korrigiert,
während
der das Reduktionsmittel geliefert wird. In diesem Fall ist es möglich, beispielsweise
einen Aufbau aufzugreifen, bei dem eine Zeitkonstante der Temperatur
des NOx-Katalysators (Steuerobjekt in Bezug auf die Lieferung (Eingabe)
von Reduktionsmittel zuvor gespeichert worden ist oder in geeigneter
Weise berechnet oder erlernt wird, und die vorstehend erwähnte Zeit wird
auf der Grundlage der Zeitkonstante eingestellt (korrigiert).
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Beispielsweise
zeigt 5 eine beispielartige Steuerroutine, die angewendet
werden kann, um die Lieferzeitspanne Δt1 während des Ausführens der
Lieferung an Kraftstoff (während
der Lieferzeitspanne Δt1)
zu erhöhen
oder zu verringern oder die anfänglich
eingestellte Zeitspanne θt1
beziehungsweise Δt2
während
eines Anhalten der Lieferung von Kraftstoff (während der Anhaltezeitspanne Δt2) zu erhöhen oder
zu verringern, um die Reduktionskomponenten-Liefersteuerung auszuführen.
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Diese
Routine wird durch die ECU 90 bei jedem vorbestimmten Zeitpunkt
während
des Betrieb des Motors an Stelle der vorstehend beschriebenen Ausführprozedur
der Reduktionskomponente-Liefersteuerung (siehe 4)
ausgeführt.
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Beim
Eintreten in die Routine bestimmt die ECU 90 bei dem Schritt
S301, ob eine Aufforderung zum Ausführen der SOx-Vergiftungs-Wiederherstellsteuerung
vorliegt. Wenn die Bestimmung bestätigend ist, geht die ECU 90 zu
Schritt S302 weiter. Wenn die Bestimmung negativ ausfällt, verläßt die ECU 90 vorübergehend
die Routine. Die bestätigende
Bestimmung bei Schritt S301 bedeutet, dass die Temperatur des NOx-Katalysators
auf Grund der Temperaturerhöhungssteuerung
zugenommen hat oder bei oder oberhalb von 600°C gehalten wird.
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Wenn
die Bestimmung bei Schritt S301 bestätigend ausfällt, bestimmt die ECU 90 bei
dem Schritt S302, ob die Temperatur des NOx-Katalysators gleich
wie oder höher
als 600°C
geworden ist. Die Temperatur des NOx-Katalysators kann beispielsweise
auf der Grundlage der Abgastemperatur TEX abgeschätzt werden.
Wenn die Bestimmung bei Schritt S302 bestätigend ausfällt, geht die ECU 90 zu Schritt
S303 weiter. Wenn die Bestimmung negativ ausfällt, verläßt die ECU 90 vorübergehend
die Routine.
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Bei
Schritt S303 führt
die ECU 90 eine Erkennung in Bezug auf den gegenwärtigen Steuerprozess
aus (eine Erkennung dahingehend, ob die Steuerung während der
Lieferzeitspanne Δt1
oder der Anhaltezeitspanne Δt2
ist, und eine Erkennung in Bezug auf die abgelaufene Zeit, die dem
Eintreten in die Lieferzeitspanne Δt1 oder die Anhaltezeitspanne Δt2 folgt).
Beispielsweise vollführt
die ECU 90 eine Erkennung dahingehend, dass die Steuerung
innerhalb der Lieferzeitspanne Δt1
ist und drei Sekunden seit dem Eintreten in die Lieferzeitspanne Δt1 verstrichen sind,
oder eine Erkennung dahingehend, dass die Steuerung innerhalb der
Anhaltezeitspanne Δt2
ist und 5 Sekunden seit dem Eintreten in die Anhaltezeitspanne Δt2 verstrichen
sind.
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Anschließend erlangt
bei Schritt S304 die ECU 90 die Informationen, die benötigt werden,
um die Lieferzeitspanne Δt1
oder die Anhaltezeitspanne Δt2
auf den neuesten Stand zu bringen. Änderungen der Abgastemperatur
TEX oder der Temperatur des NOx-Katalysators entsprechen den vorstehend
erwähnten
Informationen, die benötigt
werden, um die Zeitspanne Δt1
und Δt2
auf den neuesten Stand zu bringen.
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Bei
dem Schritt S305 stellt die ECU 90 die Lieferzeitspanne Δt1 oder die
Anhaltezeitspanne Δt2 auf
der Grundlage der bei Schritt S304 erlangten Informationen ein oder
bringt diese auf den neuesten Stand.
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Schließlich führt die
ECU 90 einen geeigneten Prozess (Schritt S306) beispielsweise
eines Startens der Lieferung an Kraftstoff über das Reduktionsmittelverteilventil 17 oder
eines Forsetzens des Ausführens
der Lieferung von Kraftstoff oder des Anhaltens der Lieferung von
Kraftstoff oder eines Fortsetzens des Anhaltens der Lieferung des
Kraftstoffes oder eines Vollendens der Reduktionskomponenten-Liefersteuerung
auf der Grundlage der Lieferzeitspanne Δt1 oder der Anhaltezeitspanne Δt2 aus, die bei
Schritt S305 eingestellt worden sind oder auf den neuesten Stand
gebracht worden sind. Danach verläßt die ECU 90 vorübergehend
die Routine.
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Durch
das Anwenden des vorstehend beschriebenen Steueraufbaus ist es möglich, die
Genauigkeit der Reduktionskomponenten-Liefersteuerung gemäß diesem
Ausführungsbeispiel
weiter zu verbessern. Das heißt
es wird möglich,
den Vorteil des Entfernens von SOx und dergleichen, die sich in den
NOx-Katalysator abgelagert haben, weiter zu verbessern und das Überhitzen
des NOx-Katalysators
zu verhindern, indem die Ansprechverzögerung der Temperatur des NOx-Katalysators
in Bezug auf den Öffnungs-Schließ-Vorgang
des Reduktionsmittelverteilventils 17 bei der Temperatursteuerung NOx-Katalysators
wiedergespiegelt wird.
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Nachstehend
sind die Vorteile der Erfindung beschrieben.
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Wie
dies aus der vorstehend dargelegten Beschreibung hervorgeht, stellt
die Erfindung die Wärmebilanz
des NOx-Katalysators
der Speicher-Reduktions-Art, die sich entsprechend mit einer vorbestimmten
Ansprechverzögerung ändert, von
dem Betrieb zum Liefern eines Reduktionsmittels ein, und erleichtert
das Halten der Temperatur des NOx-Katalysators innerhalb eines optimalen
Bereiches.
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Darüber hinaus
wird es möglich,
die Ansprechverzögerung
der Wärmebilanz
(Temperatur) des Katalysators in Bezug auf den Reduktionsmittellieferbetrieb
bei der Temperatursteuerung des Katalysators mit einer hohen Genauigkeit
wiederzugeben. Daher wird es möglich,
das Überhitzen
des Katalysators mit einer erhöhten
Zuverlässigkeit
zu verhindern, während
ein Entfernen von in dem Katalysator abgelagerten SOx und dergleichen
(SOx-Vergiftungs-Wiederherstellung) in effizienter Weise ausgeführt wird. Daher
wird eine stabile Emissionssteuerfunktion des NOx-Katalysators eine
lange Zeitspanne lang sichergestellt.
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Die
ECU 90 für
eine Gesamtsteuerung des Betriebszustandes des Motors 1 führt eine
Steuerung zum Liefern einer großen
Menge an Kraftstoff in das Abgassystem 40 stromaufwärtig von
dem NOx-Katalysator über
ein Reduktionsmittelverteilventil 17 nach dem Erfüllen einer
Bedingung aus, dass die Temperatur des NOx-Katalysators bei oder
oberhalb 600°C gehalten
wird. Durch diese Steuerung wird das SOx, das in dem NOx-Katalysator
sich abgelagert hat, freigegeben und zersetzt. Für diese Steuerung werden eine
optimale Kraftstofflieferzeitspanne oder eine optimale Kraftstofflieferungsanhaltezeitspanne,
die im Hinblick auf das Ansprechverhalten der Temperatur des NOx-Katalysators
in Bezug auf den Öffnungs-Schließ-Vorgang
des Reduktionsmittelverteilventils 17 Faktoren darstellen,
auf der Grundlage einer Eigenschaft des NOx-Katalysators und einer
Eigenschaft des Abgases eingestellt, die zum Zeitpunkt des Ausführens der
Steuerung auftritt. Dieser Steueraufbau verhindert in zuverlässiger Weise
ein Überhitzen
des NOx-Katalysators, der in effizienter Weise das SOx freigibt,
das sich in dem NOx-Katalysator abgelagert hat.