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Stand der
Technik
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Gebräuchliche Bauweisen für Tüme sind – (Ein-)Rohrtürme, vorzugsweise
aus Stahl oder Beton, auch konisch, oft mit kreisförmigen bzw.
vieleckigem Fundament, und – Fachwerktürme, bei
denen meist durch eine breite Aufstandsfläche ein großer Hebelarm genutzt wird,
die Eckstützen
einzeln gegründet
werden und die Momentübertragung
durch axiale Stabkräfte
erfolgt. Dadurch, daß die
Stäbe jeweils
im Winkel zueinander angeordnet werden, können auch horizontale Kräfte übertragen
werden.
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Rohrtürme, deren Lasten unterhalb
eines Übergangsstücks auf
drei gleiche und gleichmäßig angeordnete,
einzeln gegründete
Rohrtürme
verteilt werden, wurden u.a. für
Mobilfunkmasten (Fiehne, Präsentation
einer Diplomarbeit) und für
Offshore-Winenergieanlagen
(IMS: Voruntersuchung zur Gründung
einer 5 MW-Offshore-WEA in 2001, Blatt Referenzprojekte) beschrieben.
Bekannt sind auch Abstützungen
eines vertikalen Rohrturms mit zwei schrägen, seperat gegründeten Abstützungen.
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In früherer Anmeldung dieses Erfinders
wurde ein Gittermast-Monopfahl beschrieben, bei dem sich ein vergleichsweise
enger Fachwerksabschnitt oberhalb eines (Fundament-) Rohres (
DE 101 17 113 ) bzw. zwischen
zwei Rohrabschnitten (Anspruch 7 der
DE
101 17 113 ) befindet, und mit dem vorzugsweise bei Offshore-Windkraftanlagen
die Wellenlasten gemindert werden sollen.
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Beschrieben wurde von selben Erfinder
auch die Möglichkeit
eines exzentrischen Gittermast-Monopfahls, bei dem eine Stütze rohrförmig ist,
und einen größeren Durchmesser
aufweist als die anderen Elemente des Fachwerks in derselben Höhe (PCT/DE
02/02336 Anspruch 9), um insbesondere Drehmomente um eine vertikale
Achse besser als mit schmalen Fachwerkelementen übertragen zu können, und
der mögliche
Einsatz von Vollprofilstahl. In den Zeichnungen ist der "Fachwerkbereich" dort jeweils mit
diagonalen Aussteifungen abgebildet worden.
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Erfindung
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Diese Bauform wird nun gemäß anliegenden Ansprüchen in
einigen Aspekten weiter fortgeführt.
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Ziel ist gegenüber einem einfachen bzw. konifizierten
Rohrturm die Reduzierung der Wellenkräfte durch geringe Durchmesser
in dem maßgeblichen Bereich.
Dabei wird ein konstruktiver. Mehraufwand in diesem Turmabschnitt
in Kauf genommen, der sich jedoch durch geringeren Aufwand im Fundamentbereich
ausgleicht.
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Im Vergleich zu einem voll ausgebildeten
Gittermast sind die Ziele
- – die Reduzierung des Aufwands
für Verstrebungen
und deren Anschlüsse,
- – weniger
den Wellen ausgesetzte Elemente, und
- – die
Beschränkung
von Streßkonzentrationen
an Stabanschlüssen
durch
Beschränkung
der Fachwerkwirkung auf die wesentlichen Bauwerkslasten (Kippmomente
und eingeschränkt
Gewicht) und auf den wesentlichen Bereich (Bereiche der Dauerlast
durch kleinere Wellen und der Wellenkämme der Extremwellen) sowie durch
geeignete Ausprägung
der Anschlüsse.
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In bevorzugter Ausführung dieser
Erfindung besteht der Turm bei offshore-Windenergieanlagen oberhalb der Extremwellen
bis zur Gondel und ebenfalls von einigen Metern unterhalb des Ruhewasserspiegels
bis in den Meeresboden hinein aus einem Rohrturm bzw. leicht konifiziertem
Turm, im unteren Teil auch als Monopfahl zu bezeichnen. In einem
Abschnitt des Turmes in Nähe
der Wasseroberfläche
ist der Rohrturm unterbrochen, weil sein großer Durchmesser zu viele Wellenlasten
aufnehmen würde.
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Ein fachwerkartiger bzw. aufgelöster Bereich kommt
erfindungsgemäß und vorzugsweise
dadurch zustande, daß der
Rohrturm konisch verjüngt
wird, und sich dadurch weitgehend kontinuierlich zu einer "Hauptstütze" mit mittlerem Durchmesser
fortentwickelt. Auf der anderen Seite weitet sich die Hauptstütze wieder
zu dem Rohrtum auf. Neben der Hauptstütze sind in gleicher Höhe in der
einfachsten Bauweise nur zwei weitere, aufrecht stehende Tragelemente bzw.
Stäbe mit
kleinerem Durchmesser (im folgenden als Verstrebungen bezeichnet)
vorhanden. Diese Verstrebungen sind nahe des Übergangs von großem Rohrturm
zu konischem Bereich mit dem restlichen Tragwerk verbunden.
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Auf diagonal verlaufende Aussteifungen,
wie sie in üblichen
Fachwerktürmen
der Übertragung
der Horizontalkäfte
und der Momente um die vertikale Achse dienen, wird verzichtet.
Dieser Verzicht liegt gerade deshalb nahe, weil diese Lasten bei
Offshore-WKA ein beträchtliches
Ausmaß erreichen, und
daher größeren Aufwand
für Verstrebungen
verursachen würden,
der durch die Kraftabführung
in dem Hauptturm vermieden wird. Die drei Tragelemente stehen vorzugsweise
parallel zueinander senkrecht, abgesehen von einer Konusfom der Hauptstütze, wie
sie erfindungsgemäß wenigstens an
den Enden der Hauptstütze
vorhanden ist.
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Möglich
wären auch ähnliche
Ausprägungen mit
mehr als drei Tragelementen, mit mehr als einer "Hauptstütze" oder mit geneigten Verstrebungen bzw.
Nebenstützen.
Derartige Anordnungen können mit ähnlicher
Funktionsweise und Ausprägung
im Detail konstruiert werden; weil sie aber grundsätzlich weniger
wirtschaftlich erscheinen, werden sie in den nachfolgenden Beschreibungen
nicht mehr ausdrücklich
erwähnt,
sondern durch die Beschreibung der bevorzugten Bauweise mit drei
vertikalen Elementen repräsentiert.
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In dem System mit einer Hauptstütze und
daneben den beiden schlankeren Nebenstützen bzw. Verstrebungen kann
der Anschluß zwischen
den oben und unten anschließenden,
bevorzugt rohrförmigen
Turmabschnitten und den Verstrebungen wegen dem geringen Flächenträgheitsmoment
dieser Verstrebungen aus statischer Sicht näherungsweise wie eine gelenkige
Verbindung behandelt werden, auch wenn eine feste (Schweiß-) Verbindung
vorliegt.
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Dieses System kann Vertikalkräfte und
Kippmomente (Momente um horizontale Achsen) in beliebigen Kipprichtungen
mittels axialer, gegensätzlich gerichteter
Druck- und Zugspannungen in den drei Stützen aufnehmen. Horizontalkräfte, wie
sie bei Windkraftanlagen in starkem Maße durch den Schub des Windes
entstehen, werden in konventionellen Fachwerktürmen durch die paarweise, im
Winkel zueinander angeordneten Tragelemente aufgenommen, und dabei
in axial zu den Stäben
verlaufende Kräfte
umgewandelt.
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In dem auf drei Elemente reduzierten
Fachwerk können
die Horizontalkräfte
im wesentlichen nur von der Hauptstütze aufgenommen werden, die wegen
ihrem größeren Durchmesser
eine größere Biegesteifigkeit
als die beiden Verstrebungen aufweist. Entsprechend der Länge der
Hauptstütze
erzeugt die oben eingeleitete Horizontalkraft bei Kraftübertragung
zum unteren Ende ein Kippmoment in der Hauptstütze, das wiederum auf die unteren
Turmteile weiterzuleiten ist. Dieses Kippmoment erzeugt Zug- und
Druckspannungen an entgegengesetzten Seiten der Hauptstütze, die
sich insbesondere mit den axial von oben in die Hauptstütze eingeleiteten Spannungen
und weiteren Spannungen überlagern. Wegen
der geringeren Länge
der Hauptstütze
im Vergleich zum gesamten Turm reicht für die Übertragung dieses Kippmoments
ein geringerer Durchmesser aus, als er für einem Rohrturm mit Krafteinleitung in
Nabenhöhe
erforderlich wäre.
Durch den geringeren Durchmesser bleibt auch der Angriff von Wellenkräften gegen
diese Hauptstütze
begrenzt. Die geringe Zahl von drei Tragelementen trägt ebenfalls
zur Lastminderung und zur Kostensenkung bei, und erleichtert den
Anschluß an
den vorzugsweise als Rohrtum auszuführenden oberen und unteren
Teil der Tragkonstruktion.
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In weiteren Ausführungsmöglichkeiten kann unterhalb
dieses minimal fachwerkartigen Turmbereichs auch eine tripodförmige oder
andere Gründung
angeordnet werden, z.B. mit einem kurzen Rohrturmabschnitt zwischen
Fachwerk und Tripod. Ebenfalls denkbar wäre ein symmetrischer Aufbau mit
mittiger Hauptstütze
und mehrseitig darum angeordneten Verstrebungen, die dann auch als
Spannseile ohne Druckbelastung ausgeführt werden könnten; grundsätzlich wird
aber ein asymmetrischer Aufbau mit seitlicher Hauptstütze zu bevorzugen
sein.
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Da die Verstrebungen wegen ihrem
geringen Durchmesser und ihrer großen Schlankheit nur begrenzt
in der Lage sind, Biegemomenten in Folge seitlich angreifender Wellenkräfte zu widerstehen, könnten sie
in ihrem mittleren Bereich seitlich von der Hauptstütze gehalten
werden. Dies erfolgt im Falle eines einzigen Halteniveaus vorzugsweise
nicht exakt mittig, sondern außermittig,
um der Entstehung einer entgegengesetzten Biegung in den beiden
Hälften
einer Verstrebung bzw. einer Biegeschwingung zweiter Ordnung entgegenzuwirken.
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Um an der Verbindungsstelle keine
unerwünschten
Streßkonzentrationen
zu provozieren, kann es vorteilhaft sein, eine in vertikaler Richtung bewegliche
bzw. entlang der Verstrebungen gleitende Verbindung auszuführen, so
daß die
Verstrebungen seitlich gehalten werden, ohne daß an dieser Stelle Vertikalkräfte und
damit Kippmomente von der Hauptstütze auf die (beiden vertikalen
Haupt-) Verstrebungen übertragen
würden
(Anspruch 4). Falls dagegen eine Schweißverbindung mit den Verstrebungen
erfolgt, kann evtl, durch eine sehr flache, in vertikaler Richtung
wenig biegesteife Gestaltung dieser Verbindung erreicht werden,
daß sich
wenig Momente übertragen.
Vorzugsweise sollte jedoch keine Schweißverbindung mit den (Haupt-)
Verstrebungen erfolgen.
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Zur Dämpfung sogenannter Vortex-Schwingungen,
wie sie an schlanken Stäben
und hier vor allem an den Verstrebungen in einem bewegten Medium
entstehen, werden unter anderem schraubenförmig gewendelte Applikationen
(englisch strakes) eingesetzt. Würden
diese fest mit einem Stab verbunden, ergäbe sich der Nachteil, daß sie nicht
wie die Stäbe
durch die axial wirkenden Kräfte
auf Dehnung und Druck belastet werden. Daher können sie eine Streßkonzentration
an ihrer Befestigungsstelle an dem Stab verursachen, auch wenn die
unmittelbar von den Applikationen auf den Stab ausgeübten Kräfte gering
sind. Dies wird erfindungsgemäß dadurch vermieden,
daß die
Applikationen an einem gesonderten Bauteil befestigt werden, das
den Stab vorzugsweise zylinderförmig
umschließt.
Bei einer Ausführung
mit seitlicher Halterung kann diese Halterung auch dieses Bauteil
oder unmittelbar die schwingungsdämpfenden Applikationen halten
(Anspruch 5).
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Eine seitliche Abspannung oberhalb
des Fachwerkbereichs kann Horizontalkräfte aufnehmen und somit von
dem Fachwerkbereich fernhalten (Anspruch 6). Eine zu starre Abspannung
könnte
jedoch auch zu vermehrten Horizontalkräften in diesem Bereich führen, so
daß diese
Lösung
vor allem für
nachgiebige Seilabspannungen und bei Übertragung eines Teils des
Kippmoments in den Boden in Betracht käme.
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Eine mögliche Ausprägung sieht
vor, daß die Endbereiche
der Verstrebungen (kleineren Stützen) abgeflacht
sind, und sich von außen
an die Hauptstütze,
bzw. an die Stelle des Rohrturms, an dem die konusartige Verjüngung zur
Hauptstütze
beginnt, anschmiegen, um so die Kraftübertragung auf eine gewisse
Strecke entlang des Umfangs zu verteilen (Anspruch 7). Im Querschnitt
hat der Endbereich einer Verstrebung dann die Form eines Bogens,
ebenso wie das jeweils benachbarte Segment der Hauptstütze. Der
Anschlußbereich
des Rohrturms, der hier die Kräfte
der beiden konzentrisch angeordneten Bögen aufnimmt, könnte verstärkt sein,
und einen gewissen Abstand zwischen den beiden Bögen herstellen, um Streßkonzentrationen
bei gegensätzlicher
Lastrichtung in den beiden Bögen
zu vermeiden.
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Die sich dadurch einstellende Verstärkung der
Wandstärke
des Rohrturms könnte
genutzt werden, um hier auch gleich eine Verschraubung mit Flansch
anzuordnen. Möglich
wäre ein
einzelnes Anschrauben der Elemente des Fachwerkbereichs, vorzugsweise
jedoch ein Verschweißen
derselben mit einem zylindrischen Übergangsstück, das dann einen Flansch
zum nächsten
Rohrturmsegment besitzt.
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Da sich durch die gegensätzliche
Kraftrichtung der Verstrebungen eine unerwünschte Abfolge unterschiedlich
belasteter Stahlbereiche an der Stelle ergeben könnte, an dem die seitlichen
Ausläufer der
Endbereiche benachbarter Verstrebungen an dem Rohrturm bzw. Übergangsstück enden,
kann es zweckmäßig sein,
an dieser Stelle eine Aussparung in dem Übergangsbereich zwischen Rohrturm
und Kunus zu lassen (Anspruch 8). Das gleiche gilt am jeweils anderen
Rand dieser Anschlußbereiche.
Da ein Loch in einer sonst geschlossenen Abfolge Rohrturm-Konus-Hauptstütze für die Kraftübertragung nicht
allzu nachteilig ist, jedenfalls weniger nachteilig als etwa der
Verzicht auf ein Profil mit geschlossenem Umfang, ist der durch
das Loch entstehenden Nachteil durch die reduzierte Streßkonzentration mehr
als ausgeglichen. Andererseits könnte
auch eine Überlappung
der Anschlüsse
beider Verstrebungen erfolgen.
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Eine weitere Möglichkeit ist es, daß innerhalb des
Rohrturm-Konus-Übergangsbereichs
Löcher ausgespart
sind, aus denen sich je eine Verstrebung ähnlich einer Nase herausentwickelt
(Anspruch 9). Die Verstrebung ist dann auf der Rohrturm-Seite des Loches
an diesen angeschweißt.
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Bei Windkraftanlagen ist mit windbedingten Horizontallasten
vorzugsweise in Nähe
der Nabenhöhe
zu rechnen. Dies würde
es ermöglichen,
die vorzugsweise drei Stützen
des Fachwerkbereichs nach unten aufzuspreizen, so daß sie neben
den vertikalen Zug- und Druckkräften,
mit denen sie das Kippmoment nach unten weitergeben, in ihrer Achsrichtung
gleichzeitig auch horizontale Kraftkomponenten übertragen. Da besonders die
Nabenhöhe und
der Abstand der drei Stützen
das Verhältnis
von Horizontalkraft und den das Kippmoment erzeugenden Vertikalkäften bestimmen,
könnte
die Neigung der drei Stützen
so gewählt
werden, daß im
allgemeinen bzw. bei den auslegungsmaßgeblichen Extremlasten das
System dieser drei Stützen
die Horizontalkraft überwiegend
axial aufnimmt (Anspruch 10).
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Allerdings ist das Verhältnis zwischen
Kippmoment und Horizontalkraft bzw. die mittlere Krafteinleitungshöhe je nach
Betriebszustand und Windfeld unterschiedlich, so daß vorstehendes
Ziel nur eingeschränkt
erreicht werden kann. Weiterhin wird in verschiedenen Betriebszuständen eine Übertragung
von Horizontalkräften
durch die Hauptstütze
erforderlich sein, und daraus die Entstehung von Biegemomenten in
der Hauptstütze
resultieren. Durch geschickte Auslegung kann jedoch für den wichtigsten
Betriebszustand die Momententstehung in der Hauptstütze, bzw.
in Teilen derselben, beschränkt werden.
Bei offshore-Windenergieanlagen könnten insbesondere die betriebsbedingten
Ermüdungslasten
aus dem Wind auslegungsbestimmend sein. Da diese Kräfte recht
hoch angreifen, und damit recht große Axialkräfte in den Stützen (Hauptstütze und Verstrebungen)
zur Lastabtragung benötigen,
kann eine geringe Neigung der Stützen
ausreichend sein.
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Soweit sich die drei Stützen dabei
mehr voneinander entfernen, als es durch eine etwaige Differenz
des Durchmessers von unterem und oberem Rohrturm vorgeprägt ist,
müßte ein
unten anschließender Übergangsbereich
die Stützen
wieder zusammenbringen.
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Vorzugsweise die Hauptstütze könnte sich dabei
weiter von den Verstrebungen bzw. anderen Stützen entfernen, auch aus der
Projektion der Hullfläche
des Rohrturms hinaus, und erst nach einer Knickstelle bzw. einem
Umlenkpunkt wieder diesen annähern
(Anspruch 11). Damit könnte
die Hauptstütze
evtl. über
eine größere Strecke
schlank mit geringer Momentlast ausgeführt werden. Durch den größeren Abstand
können
auch Wechselwirkungen der Wellen durch mehrere sehr nahe nebeneinander
gelegene Rohren beschränkt
werden.
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Kommt der Wellengang bzw. die Strömung meistens
aus derselben Richtung, so kann eine Lösung mit zwei Stützen, darnter
eine ovale Hauptstütze
mit der Schmalseite parallel zur Hauptwellenrichtung, gewährleisten,
daß sich
die Wellenkräfte
reduzieren, und gut über
die Längsseite
der ovalen Stütze abgetragen
werden, daß aber
andererseits die Konstruktion auch senkrecht dazu steif genug ist,
um insbesondere Windkräfte
aus unterschiedlichen Richtungen abzutragen.
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Im zweckmäßiger Ausführung wird man den aufgelösten Bereich
so anordnen, daß im
unteren Bereich der überwiegende
Teil der kleineren, alltäglichen
Wellen, die für
die Materialermüdung
maßgeblich
sind, und im oberen Bereich die Kronen der größten Wellen, die die Auslegung
nach Extremlasten bestimmen, den aufgelösten Bereich des Turmes treffen
und somit zwischen den Stäben
hindurch strömen
können.
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Gegebenenfalls könnten auch zwei aufgelöste Bereiche übereinander
angeordnet werden, die jeweils auf eine dieser Bemessungslasten
abgestimmt sind. Auch wenn diese aufgelösten Bereiche unmittelbar aufeinander
folgen, würde
dies eine geeignete Momentübertragung
von der oberen Hauptstütze
auf das System der parallelen unteren Tragelemente erfordern. Eine
derartige Momentübertragung
bzw. eine Übertragung
momentbildender Vertikalkräfte
von der Hauptstütze
zu den übrigen
Elementen könnte
mit zusätzlichen
Schrägverstrebungen
zustande kommen, an die sich oben und unten jeweils ein Bereich
mit vorzugsweise nur drei parallelen Elementen (Hauptstütze und
zwei Verstrebungen) anschließen
würde.
Alternativ wäre
eine weitgehende Aufweitung der Hauptstütze und ein Übergang ähnlich dem Übergang
vom Fachwerkbereich zum Rohrturm, nur mit beidseitigem Fachwerk,
möglich.
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Die Hauptstütze des Gittermastbereichs stellt
einen zweiseitig eingespannten Stab dar, der seitlich durch Wellenkräfte belastet
wird. Das Biegemoment in einem derartigen Stab hat ein Maximum in der
Mitte und an den beiden Enden. Dies ermöglicht es, den Übergang
zwischen ausgeprägten
Konen an den Enden und einem mehr zylindrischen Mittelteil an eine
Stelle mit geringer Belastung durch diese Biegemomente zu legen.
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Die abgeflachten Endbereiche der
Verstrebungen können
eine hydrodynamisch ungünstige Bogenform
haben; daher kann es sinnvoll sein, diese durch zusätzliche
Verkleidungen zu einer ovalen Form zu ergänzen.
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Als typische Dimensionen könnten sich
bei Offshore-Windkraftanlagen etwa 4 bis 8 m Durchmesser des Rohrturmbereichs,
1,50 m bis 3 m Durchmesser der rohrförmigen Hauptstütze und
0,25 m bis 1 m Durchmesser der daneben angeordneten, stabartigen
Verstrebungen bei einer Gesamtlänge
des aufgelösten
Bereichs von etwa 15 m bis 20 m ergeben. Der gesamte Stahlquerschnitt
in den Verstrebungen und der Hauptstütze kann in ähnlicher
Größe liegen.
Da der Stahl bei der Hauptstütze
zur besseren Momentaufname über
einen größeren Umfang
verteilt wird, wird dort die Wandstärke eher geringer sein. Besonders
für die
Hauptstütze
bietet sich auch Stahlbeton an.
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Die Verstrebungen könnten z.B.
aus einem Rohling geschmiedet werden. Diese könnten insgesamt durch Schmiedevorgänge an den
Enden abgeflacht werden, oder auch in den Endbereichen der Länge nach
aufgesägt
werden, so daß leichter
verformbare Teilquerschnitte entstehen, die dann einzeln zum Radius
des Rohrturms geführt
werden können.
Umgekehrt wäre
auch eine Herstellung der Verstrebungen aus mehreren Einzelstäben, Blechen, Seilen
oder Fasern möglich,
die im mittleren Teil der Verstrebung gebündelt und evtl. mit einer Füllmasse verbunden
werden. Die bessere Formbarkeit dieses Materials könnte auch
zum Einsatz von faserverstärktem
Kunststoff in diesem Bereich führen,
was auch gewisse Korrosionsprobleme im Spritzwasserbereich vermeiden
würde.
Im Falle einer rohrförmigen
Verstrebung könnte
diese in Nähe
ihrer Anschlußstelle
zunächst
in eine Nierenform übergehen, die
sich dann zu einem Bogen weiter abflacht.
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Weitere Ausführungsdetails ergeben sich aus
den Ansprüchen.
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Zeichnungen
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1 zeigt
die Ansicht mit Rohrabschnitten (1, 2) im oberen
und unteren Teil des Turms, der verjüngten Hauptstütze (3),
die mit konischen Übergangsstücken (4, 5)
aus dem Rohrturm (1, 2) entwickelt wird, und einer
sichtbaren Verstrebung (6, dahinter verdeckt 7), die an
den Enden abgeflacht und verbreitert ist. Die Zeichnung der Zusammenfassung zeigt
dieselbe Situation, ergänzt
um eine Windturbine (8) am oberen Ende, die Darstellung
der Wasseroberfläche
(9) und einen Monopfahl (10) im Erdreich (11).
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2 zeigt
einen horizontalen Schnitt durch einen Turm mit Hauptstütze (3)
und zwei Verstrebungen (6, 7), 3 einen Schnitt mit ovaler Hauptstütze (8)
und nur einem weiteren Tragelement und Andeutung der vorherrschenden
Wellenrichtung (Pfeil 9).
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4 zeigt
einen Querschnitt durch den Verbindungsbereich des Rohrtums (1,
oben mit angedeutetem Flansch) mit der konisch aufgeweiteten Wand
der Hauptstütze
(3) und einen Verstrebung (6).
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5 zeigt
als Querschnitt die Detailausprägung
einer seitlichen Halterung der durchlaufenden und als Vollstab ausgeführten Verstrebung
(6), die von einem Rohr (12) umfaßt wird,
an das ein spiralförmiger
Schwingungsdämpfer
(13) befestigt ist, und das mit einer kurzen Halterung
(14) an der rohrförmigen
Hauptstütze
(3) befestigt ist.
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6 zeigt
eine Bauweise gemäß Anspruch 9,
bei der sich die Hauptstütze
schräg
ist und sich etwas aus dem Bereich des Rohrturms heraus entwickelt.
Die Ansichten in 1 und 6 sind gegenüber praxisnahen
Proportionen etwas gestaucht dargestellt.
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7 zeigt
die Ansicht eines Verbindungsbereichs mit einem Loch (15)
zwischen den Bereichen, an denen die Endbereiche beider Verstrebungen
(6, 7) mit dem Rohrturm (1) und mit dem
konusartig aufgeweiteten Übergangsbereich
(4) der Hauptstütze
(3) befestigt sind (Anspruch 7, Querschnitt wie 4).
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8 zeigt
einen Verbindungbereich, bei dem eine Verstrebung (6) in
einem Loch (16) in der Verbindung Rohrturm (1) – Hauptstütze (3)
aus dem Rohrturm entwickelt wird (Anspruch 9), 9 einen dazu gehörigen Querschnitt (gestrichelt:
sichtbare Linien hinter der Zeichenebene)