DE1025129B - Verfahren zur Herstellung hochelastischer Formkoerper, vorzugsweise von Polsterkoerpern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung hochelastischer Formkoerper, vorzugsweise von PolsterkoerpernInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
- Verfahren zur Herstellung hochelastischer Formkörper, vorzugsweise von Polsterkörpern Es sind Polsterkörper, z. B. für Fahrzeugsitze, für Sitz-und Liegemöbel und ähnliche Anwendungsfälle gebräuchlich, die aus Schaumgummi, d. h. aus auf mechanischem Wege verschäumter und danach verfestigter Kautschukmilch (Latex) bestehen. Um eine brauchbare und genügend gleichmäßige Struktur des Fertigerzeugnisses zu erhalten, kann man das spezifische Gewicht des Fertigkörpers oder, anders ausgedrückt, den Anteil der Festmasse zur umschlossenen Luftmenge nur bis zu einem gewissen Grade verringern. Man führt aus diesem Grunde und weil die Ausgangsstoffe, insbesondere die Kautschukmilch, teuer sind, die Polsterkörper nicht massiv aus, sondern mit eingeformten Hohlräumen, zwischen denen Stege verschiedener Höhe verbleiben. Durch diese Anordnung sind die Federungseigenschaften des Polsters nicht überall gleichmäßig, und zur Herstellung der mit den Aussparungen versehenen Unterseite des Polsters benötigt man auch eine verhältnismäßig komplizierte und dadurch teure Form.
- Es ist auch die Verwendung von elastischen aufgeschäumten Kunststoffen auf der Basis von Polyurethankombinationen als Polsterwerkstoff bekannt. Versuche, aus verschäumten organischen Kunststoffen Polsterkörper als Formkörper herzustellen, unter Anwendung der Gestaltungen und Arbeitsmethoden, wie man sie bisher aus der Herstellung der Schaumgummipolster kannte, schlugen fehl, wobei insbesondere zu beobachten war, daß die so hergestellten Polsterkörper nicht die gewünschte Außenkontur mit ausreichender Genauigkeit besaßen und unerwünschte Schwartenbildungen erkennen ließen.
- Bekannt sind Polsterkörper mit Seitenwänden aus Schwammgummi und mit Deckwänden aus Schaumgummi, die durch Zwischenwände aus Schwammgummi in Hohlräume unterteilt sind, die mit Flocken aus federndem elastischem Material ausgefüllt sind.
- Die Herstellung dieser Formlcörper kann durch Zusammenkleben erfolgen.
- Bekannt sind auch Polsterkissen mit einem Kern aus Krollhaar und einer Deckschicht aus zelligem Gummi, wobei Kern und Deckschicht unter Verwendung eines Latexklebers miteinander vereinigt werden.
- Schließlich besteht ein bekanntes Verfahren zur Herstellung zusammengesetzter Polsterkörper darin. daß in eine Metallform Gummiemulsion eingestrichen, eine flüssigkeitsabstoßend imprägnierte Polsterfüllung aus Watte, Kapock, Seegras od. dgl. lagenweise oder ungeschichtet in die Form eingelegt und mit Gummiemulsion überdeckt wird, worauf die Form durch einen Deckel verschlossen und im Vulkanisationsofen erhitzt wird. Hierbei erhält der kombinierte Polsterkörper seine Fertiggestalt in der geschlossenen Vulkanisierform, und es besteht keinerlei Gewähr dafür. daß die Wandstärke der Hüllschicht auf den verschiedenen Seiten des Polsterkörpers einigermaßen gleichmäßig wird. Das Polster besitzt auch keinen inneren Zusammenhalt und ist nicht schiebefest.
- Im Gegensatz zu diesen bekannten Verfahren wird gemäß der Erfindung zunächst in einer Hohlform ein schalenförmiger Bauteil aus Schaumgummi hergestellt und dieser dann mit der Ansatzmasse zur Bildung des porösen elastischen Kunststoffes teilweise ausgegossen und nach deren Aufblähvorgang der entstandene Überschuß abgetrennt.
- Die Schaumgummihülle wird in der Zusammensetzung und nach den Verfahren, wie sie bisher bereits zur Herstellung von Schaumgummiartikeln üblich waren, hergestellt. Die Füllung dagegen besteht aus unter Gasbildung entstehenden Kondensationsprodukten von Isocyanaten mit Stoffen, die reaktionsfähige O H-Gruppen enthalten. Es werden z. B. Diisocyanate mitAlkydharzen inderWeise zusammengebracht, daß sie unter Gasabspaltung miteinander reagieren. Das abgespaltene Gas besorgt das Aufblähen der Masse. die nach der Verfestigung porös ist. Beim Aufblähen steigt die Kunststoffmasse an und füllt den schalenförmigen Bauteil aus Schaumgummi völlig aus, wobei sie sich auch in ausreichendem Maße mit dem Schaumgummiteil verbindet. Die Außenkonturen des Schaumgummiteiles entsprechen den gewünschten Außenkonturen des fertigen Formteiles an allen Seiten mit Ausnahme einer Seite. Als fortgelassene Seite wird möglichst eine Flachseite genommen, bei Polsterkörpern im allgemeinen die Unterseite. Es ist kaum möglich, die Ansatzmasse des Kunststoffes so genau zu bemessen und in ihrem Blähvermögen zu berechnen, daß der Hohlraum des Formkörpers in exakter AVeise ausgefüllt wird. Aus praktischen Erwägungen wird es sich vielmehr so ergeben, daß der Füllkörper über die gewünschte Begrenzungsebene hinauswächst. Dieser Überschuß wird abgeschnitten und kann verwertet werden durch Schnitzeln und den Gebrauch als Flockenfüllung od. dgl.
- Das erfindungsgemäße Verfahren ist einfach und führt zu sicheren Ergebnissen, wobei die vorgesehenen Wandstärken genau eingehalten werden. Die Formkorper erhalten ihre Fertiggestalt nicht in einer geschlossenen Vulkanisierform, sondern offen. Ein schlechtes Vulkanisierergebnis betrifft daher nur einen Vorkörper, und dieser kann bereits in einer Vorstufe ausgeschieden werden, ohne daß ein ganzer Polsterkörper als Fehlergebnis hergestellt wird. Auch die nach dem Verfahren hergestellten Formkörper haben mehrere Vorzüge. Der Gestehungspreis ist niedriger als bei Formkörpern, die ausschließlich aus Schaumgummi bestehen. Dies hat neben einem unterschiedlichen Einsatzpreis der Festmasse auch seine Ursache darin, daß man die elastischen Kunststoffe in einem viel höheren Grade, d. h. zu einem geringeren spezifischen Gewicht bzw. einem viel größeren Anteil von Luft oder Gaseinschlüssen verschäumen kann, wie dies bei der Kautschukmilch der Fall ist. Die Formkörper federn auch gleichmäßiger und sind mit einfacheren Hohlformen herstellbar, als sie bisher zur Herstellung von Schaumgummiformkörpern benötigt wurden. Ihr innerer Zusammenhalt und ihre Festigkeit sind vorzüglich.
- In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen Fig. 1 und 2 einen Querschnitt l) zv ;. einen Längsschnitt durch ein Sitzpolster.
- Mit 1 ist jeweils die Schaumgummischale hezeichnet.
- Es ist nicht notwendig, diese Schaumgunmischale sehr dick herzustellen. Es genügen-auch hei großeren Polstern-Wandstärken von etwa 15 bis 20 mm.
- Der Füllkörper 2 aus der porösen elastischen Kunststoffmasse ist an Ort und Stelle, d. h. in der dann umgekehrt gelagerten Schaumgummischale l erzeugt worden, indem die Ansatzmasse des Kunststoffes in die Schaumgummischale eingegossen kurde und dann unter Gasbildung reagierte, wobei sie über den Hohlraum der Schaumgummischalehinauswächst.Dieser Überschuß ist dann entlang der Begrenzungsebene 3 abgeschnitten worden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung hochelastischer Formkörper, vorzugsweise von Polsterkörpern, bei denen eine Außenhülle aus porigem Kautschuk hesteht, die mit einem andersartigen elastischen Stoff gefiillt ist. dadurch gekennzeichnet, dal3 zunächst in einer Hohlform ein schalenförmiger Bauteil (1) aus Schaumgummi hergestellt und mit der Ansatzmasse zur Bildung des porösen elastischen Kunststoffes teilweise ausgegossen und nach deren Aufhlähvorgang der entstandene, das Füllvolumen des Formkörpers übersteigende Überschuß abgetrennt wird.In Betracht gezogene Druckschriften : Deutsche Patentschriften Nr. 818097, 864143 ; französische Patentschrift Nr. 771512 ; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1636 028.
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| DE1025129B true DE1025129B (de) | 1958-02-27 |
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Citations (4)
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|---|---|---|---|---|
| FR771512A (fr) * | 1933-07-04 | 1934-10-10 | Procédé pour renforcer et armer les coussins ou autres objets compressibles en crin caoutchouté | |
| DE818097C (de) * | 1949-09-11 | 1951-10-22 | Bernhard Breu | Polstermatte |
| DE1636028U (de) * | 1950-12-30 | 1952-03-20 | Rolf Moroni | Polstergegenstaende aus elastischem werkstoff. |
| DE864143C (de) * | 1951-07-24 | 1953-01-22 | Lucia Kielkopf | Polster |
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1953
- 1953-07-15 DE DEC7893A patent/DE1025129B/de active Pending
Patent Citations (4)
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