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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung
zum Aufbereiten von faserigem Gut zur Weiterverarbeitung, insbesondere
einen Verteiler – sogenannten Hopper – für die Aufbereitung
von geschnittenem Tabak bei der Herstellung von Zigaretten, wobei
der Tabak in einen geschlossenen Behälter des Verteilers eingeführt und
in diesem durch Auflockern, Beseitigen von (Tabak-)Klumpen und Sichten
zur Bildung eines Tabakstrangs mit Hilfe eines Dosiersystems behandelt
wird.
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Verteiler bzw. Hopper sind Bestandteil
einer Zigarettenherstellmaschine (Maker). Der geschnittene und anderweitig
behandelte Tabak wird im Bereich einer (oberen) Schleuse in den
Verteiler eingeführt, gelangt über einen
Vorverteiler in den Bereich des Dosiersystems. Dieses besteht im
Wesentlichen aus einer in besonderer Weise ausgebildeten Dosierwalze,
der der Tabak in einem gleichmäßigen Tabakfluss zugeführt wird.
Bei Stand der Technik wird im Anschluss an dieses so oder ähnlich ausgebildete
Dosiersystem eine Sichtung des Tabaks vorgenommen zur Beseitigung
von Bestandteilen mit höherem
Eigengewicht, insbesondere Rippen, Stängel und Fremdteile. Danach
wird der Tabak einem Strangförderer
zugeführt,
der einen exakt bemessenen Tabakstrang abtransportiert zur Bildung
von Zigaretten.
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Der Erfindung liegt die Erkenntnis
zugrund, dass eine optimale bzw. vollständige Sichtung des Tabaks zur
Beseitigung von Bestandteilen mit höherem Eigengewicht für die Arbeitsweise
des Verteilers/Hoppers und für
die Qualität
des hergestellten Tabakstrangs wichtig sind. Der Erfindung liegt
demnach die Aufgabe zugrunde, einen Verteiler vor allem hinsichtlich
der Sichtung des Tabaks weiterzuentwickeln und zu verbessern.
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Zur Lösung dieser Aufgabe ist die
erfindungsgemäße Vorrichtung
dadurch gekennzeichnet, dass der Tabak durch einen oder mehrere
Sichter hindurchleitbar ist, wobei der oder die Sichter dem Dosiersystem
in Förderrichtung
des Tabaks vorgeordnet sind.
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Erfindungsgemäß wird demnach der Tabak überwiegend
oder ausschließlich
in einem Bereich vor dem Dosiersystem gesichtet, so dass von Stängeln, Rippen
und Fremdteilen befreiter Tabak dem Dosiersystem zugeführt wird.
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Eine Besonderheit der Erfindung besteht
darin, dass mindestens ein Sichter dem Verteiler insgesamt vorgeordnet
ist, derart, dass der ankommende Tabak zunächst durch den Sichter hindurchgeleitet und
danach von Bestandteilen mit höherem
Eigengewicht befreiter Tabak in den Verteiler bzw. in eine Schleuse
desselben eingeleitet wird.
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Der Sichter kann in verschiedener
Weise ausgebildet sein. Eine Besonderheit ist der Einsatz eines
Kegelsichters, vor allem bei Positionierung des Sichters außerhalb
des Verteilers oder vor dessen Schleuse. Diesem Vorschlag liegt
die Erkenntnis zugrunde, dass Kegelsichter mit überraschenden Vorteilen auch
für die
Sichtung von faserigen Gütern,
wie geschnittenem Tabak, eingesetzt werden können. Der gesichtete Tabak
wird dabei unmittelbar durch die dem Sichter zugeführte Blas-
bzw. Druckluft in den Verteiler bzw. in dessen Schleuse eingeleitet.
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Alternativ kann ein Sichter auch
innerhalb des Verteilers positioniert werden, und zwar vorzugsweise
in der Ausführung
mit zick-zack-förmiger
Sichtstrecke (Zick-Zack-Sichter). Vorteilhaft ist die Positionierung
mindestens eines Sichters im Anschluss an einen Vorverteiler, der
aus mehreren drehenden Organen zum Auflockern des Tabaks besteht.
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Eine weitere Besonderheit ist die
Gestaltung einer Förderstrecke
für den
Tabak im Anschluss an den Sichter, nämlich für die Zuführung zum Dosiersystem.
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Weitere Merkmale der Erfindung werden nachfolgend
anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es
zeigt:
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1 einen
Verteiler in Seitenansicht,
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2 eine
Einzelheit des Verteilers gemäß 1, nämlich einen Sichter im Vertikalschnitt
II-II der 1,
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3 den
Verteiler gemäß 1 im Vertikalschnitt in
der Schnittebene III-III der 1,
bei vergrößertem Maßstab,
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4 eine
andere Ausführungsform
eines Verteilers im Vertikalschnitt,
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5 eine
Einzelheit V des Verteilers gemäß 4 in vergrößertem Maßstab,
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6 eine
dritte Ausführungsform
eines Verteilers im Vertikalschnitt,
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7 eine
Einzelheit VII des Verteilers gemäß 6 in vergrößertem Maßstab.
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Die in den Zeichnungen dargestellten
Verteiler bzw. Hopper dienen zur Aufbereitung von geschnittenem
Tabak. Dieser wird in einem oberen Bereich in den Verteiler eingeführt, nämlich in
eine Schleuse 10. Aus dieser wird der Tabak an einen Vorverteiler 11 übergeben.
In dessen Bereich findet eine Auflockerung des Tabaks statt. Danach
wird der Tabak auf unterschiedliche Weise einem Dosiersystem 12 zugeführt. In
dessen Bereich wird ein weitgehend regelmäßiger Tabakstrom 13 erzeugt,
der in Aufwärtsrichtung
einem Organ zur Erzeugung eines fortlaufenden Tabakstrangs zugeführt, nämlich einem Saugband 14.
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Ein wichtiger Bestandteil des Verteilers
ist ein Sichter 15. Dieses Organ trennt Bestandteile des Tabaks
mit höherem
Eigengewicht, insbesondere Rippen, Stängel, aber auch Fremdteile
wie Metallteile, Steine etc., vom Tabak. Bei den vorliegenden Verteilern
ist ein Sichter 15 jeweils in Förderrichtung des Tabaks vor
dem Dosiersystem 12 angeordnet, so dass gesichteter Tabak
dem Dosiersystem 12 zugeführt wird.
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Eine Besonderheit ist der Verteiler
gemäß 1 bis 3. Bei diesem ist der Sichter dem Verteiler bzw.
der Schleuse 10 vorgeordnet. Konkret ist der Sichter 15 als
separates Organ neben dem Verteiler positioniert, und zwar in einem
einen Sichtergehäuse 16.
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Dieses ist mit dem Verteiler, nämlich einem Verteilergehäuse 17 verbunden.
Die so entstehende Einheit ist auf einem gemeinsamen Maschinengestell 18 angeordnet.
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Der anderweitig vorbehandelte, geschnittene Tabak
wird dem Sichter 15 zugeführt. Zu diesem Zweck tritt
eine Zuführleitung 19 bzw.
ein Zuführrohr von
oben her in vertikaler Richtung in den Sichter 15 ein.
Der innerhalb des Sichters 15 bearbeitete Tabak wird im
oberen Bereich des Sichters 15 bzw. des Sichtergehäuses 16 über eine
Verbindungsleitung 20, nämlich ein horizontal gerichtetes
Rohr, in den Verteiler, und zwar in dessen Schleuse 10 eingeführt.
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Der Sichter 15 gemäß Ausführungsbeispiel der 1 bis 3 ist in besonderer Weise ausgebildet,
nämlich
als (abgewandelter) Kegelsichter. Dieser besteht aus einem aufrechten,
vorzugsweise mittig innehalb des Sichtergehäuses 16 positionierten Leitkörper 21 und
einer im Abstand von diesem angeordneten Leitwandung 22.
Zwischen Leitkörper 21 und
Leitwandung 22 wird ein aufrechter Sichtkanal 23 gebildet,
dessen Form durch die Konturen des Leitkörpers 21 einerseits
und der äußeren Leitwandung 22 andererseits
bestimmt ist. Bei dem vorliegenden besonderen Ausführungsbeispiel
ist der Leitkörper 21 kegelförmig ausgebildet,
besteht nämlich aus
zwei übereinander
liegenden Doppelkegeln, die im Bereich einer Querschnittsverengung 24 zu
einer Einheit bzw. zu einem gemeinsamen Leitkörper 21 miteinander
verbunden sind. Dieser ist oben spitz zulaufend und unten mit einem
abgestumpften Ende 25 versehen.
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Der Leitkörper 21 ist mittig
innerhalb des Sichtergehäuses 16 positioniert
und von der Leitwandung 22 derart umgeben, dass ein – im Horizontalschnitt
gesehen – ringförmiger Sichtkanal 23 gebildet ist,
dessen wirksame Querabmessung über
die Höhe annähernd gleich
ist, und zwar auf Grund Anpassung der Leitwandung 22 an
die Konturen des Leitkörpers 21.
Die Leitwandung 22 verläuft
parallel und mit konstantem Abstand von dem Leitkörper 21.
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Der Tabak wird über die zentrisch zum Leitkörper 21 und
oberhalb desselben angeordnete Zuführleitung 19 in den
Sichter 15 eingeführt.
Der Tabak bewegt sich auf Grund des Eigengewichts im Bereich des
Sichtkanals 23 abwärts,
und zwar entlang der Mantelfläche
des Leitkörpers 21.
Der abwärts
gerichteten Bewegung des Tabaks tritt eine von unten zugeführte Luftströmung entgegen. Über eine
Luftleitung 26 wird Luft bei erhöhtem Druck in den unteren Bereich
des Sichters 15 bzw. des Sichtergehäuses 16 eingeführt. Die
Luftleitung 26 mündet
in einer unteren Kammer 27 und tritt in Aufwärtsrichtung
in das Sichtergehäuse 16 ein.
Der untere Bereich der Leitwandung 22 ist luftdurchlässig ausgebildet,
nämlich als
schräggerichtetes
bzw. kegelförmiges
Sieb 28. Über
diesen siebartigen unteren Bereich der Leitwandung 22 tritt
die Luft in einer aufwärt
gerichteten Strömung
in den Sichtkanal 23 ein und der Abwärtsbewegung des Tabaks entgegen.
Der leichte, geschnittene Tabak wird dadurch in Aufwärtsrichtung zurückgedrängt, während auszusondernde
Stücke 29 mit
höherem
Eigengewicht (Stängel,
Rippen, Fremdteile) gegen den Luftstrom nach unten absinken. Am
unteren Ende des Sichtkanals 23 befindet sich ein Ableitorgan
für die
Stücke 29,
nämlich
ein Zellrad 30 mit Ableitung 32.
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Der von den auszusondernden Stücken 29 befreite
Tabak gelangt in einen Bereich oberhalb des Leitkörpers 21,
nämlich
in eine Sammelkammer 31 mit erweitertem Querschnitt. Oberhalb
derselben schließt
die Verbindungsleitung 20 an zur Übergabe des gesichteten Tabaks
an den eigentlichen Verteiler. Der Verteiler ist bei diesem Ausführungsbeispiel
in besonderer Weise gestaltet durch das Fehlen eines Sichters innerhalb
des Verteilers bzw. innerhalb des Verteilergehäuses 17. In der im
oberen Bereich gebildeten Schleuse 10 herrscht Unterdruck,
so dass in Verbindung mit der Luftströmung im Sichter 15 der Tabak
aus der Sammelkammer 31 über die Verbindungsleitung 20 in
die Schleuse 10 gelangt. Der Tabak wird portions- bzw.
chargenweise dem Sichter 15 und damit dem Verteiler zugeführt. Die
im Sichter 15 behandelte Tabakportion wird in der Schleuse 10 gesammelt
und dann dem eigentlichen Verteiler zugeführt. Die Schleuse 10 weist
eine untere, verschließbare Öffnung auf.
Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
besteht ein Schleusenboden aus zwei schwenkbaren Klappen 33.
Diese werden zum Öffnen
der Schleuse 10 nach unten verschwenkt. Dadurch gelangt
der Gesamtinhalt der Schleuse 10 in den Bereich des Vorverteilers 11.
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Der Tabak wird im Vorverteiler durch
eine schräggerichtete
Führungswand 34 Arbeitsorganen zugeführt. Es
handelt sich dabei um (drei) Stachelwalzen 35, 36, 37,
die auf Grund der Anordnung und Größe den freien Durchfluss des
Tabaks nach unten in den Bereich eines trichterförmigen Sammelbehälters 38 steuern.
Die Stachelwalzen 35...37 sind mit radial gerichteten
Stacheln versehen, die auf Grund ihrer Ausgestaltung und Anordnung
ein Auflockern des Tabaks, aber auch ein Führen des Tabakstroms bewirken.
Es wird erreicht, dass der Tabak in einem aufgelockerten Tabakfluss
in den nach unten sich verjüngenden
Sammelbehälter 38 unterhalb
des Vorverteilers 11 gelangt. Die Stachelwalzen 35...37 sind dabei
so angeordnet, dass eine im Durchmesser größere Stachelwalze 37 und
eine kleinere Stachelwalze 36 einander gegenüberliegen
und durch wechselseitigen Eingriff von Stacheln eine Barriere für den Tabak
bilden. Dieser kann lediglich nach Maßgabe der Drehbewegungen der
Stachelwalzen 36, 37 nach unten gelangen. Eine
weitere Stachelwalze 35 befindet sich in einem Bereich
oberhalb der Stachelwalze 36 und dient der Zuförderung
des Tabaks derart, dass dieser überwiegend
zur größeren Stachelwalze 37 geleitet
wird. Die besonders vorteilhafte Drehrichtung der Stachelwalzen 35, 36, 37 ist
jeweils durch Richtungspfeil in 3 gekennzeichnet.
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Im oberen Bereich trichterförmigen Sammelbehälters, jedenfalls
unterhalb des Vorverteilers 11, ist ein Zuförderer – Förderschnecke 39 – angeordnet, der Überschusstabak
aus dem Bereich des Tabakstrangs zurückführt in den Sammelbehälter 38.
Die Führungswand 34 ist
so gestaltet, dass sie der Kontur der Stachelwalze 37 des
Vorverteilers 11 folgt und unter Bildung einer Querschnittsverengung 40 im oberen
Bereich des Sammelbehälters 38 endet.
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Aus dem Sammelbehälter 38 wird der Tabak aufwärts gefördert, und
zwar durch einen Steilförderer 41.
Es handelt sich dabei um einen Endlosförderer, der schräggerichtete
Mitnehmer 42 aufweist zum Erfassen jeweils einer Tabakmenge
im Bereich eines aufwärtsbewegten
Fördertrums 43.
Dieser ist gegenüber
einer vertikalen Stellung schwach geneigt, und zwar mit einer Schrägstellung
von etwa 6°.
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Der Förderer, nämlich Steilförderer 41,
wird über
Umlenkwalzen in eine abwärtsgerichtete
Förderstrecke
umgelenkt. In diesem Bereich wird der Tabak an das Dosiersystem 12 übergeben.
Der Tabak gelangt dabei in einen im Wesentlichen aufrechten Schacht 44,
der den Tabak einer Dosierwalze 45, nämlich einer Stachelwalze, zuführt. Im
oberen Eingangsbereich des Schachts 44 befindet sich ein
Organ zum Abnehmen des Tabaks vom Steilförderer 41. Es handelt
sich dabei um eine Vereinzelungswalze 46, die den Tabak
aus den kammartig ausgebildeten Mitnehmern 42 herauskämmt.
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Im Bereich des Dosiersystems 12 bzw.
der Dosierwalze 45 wird der gleichförmige Tabakstrom 13 erzeugt,
der über
einen aufrechten Förderer,
nämlich
einen Saugschacht 47, an das Saugband 14 herangeführt wird.
Am unteren Ende des Saugschachts 47 ist ein Abförderorgan
angeordnet, nämlich
eine quergerichtete Förderschnecke 48.
Diese hat die Aufgabe, bei einem Maschinenstopp Tabak abzufördern, der
sich in diesem Bereich befindet.
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Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß 4, 5 ist der Sichter 15 innerhalb
des Verteilers bzw. innerhalb des entsprechend ausgebildeten Verteilergehäuses 17 untergebracht,
und zwar im Anschluss an den Vorverteiler 11. Der ankommende
Tabak gelangt unmittelbar in die Schleuse 10 über eine
Zuführleitung 49.
Unterhalb der Schleuse 10 befindet sich der Vorverteiler 11 in
der beschriebenen Ausführung. Der
aus diesem Vorverteiler 11 austretende Tabak wird von einem
Querförderer 50 aufgenommen,
nämlich
einem endlosen Fördergurt.
Der Querförderer 50 bzw.
dessen Obertrum ist in Förderrichtung
schwach ansteigend, also unter einem spitzen Winkel gerichtet. Der
Querförderer 50 führt zu einer
Eintrittsöffnung 51 in
den Sichter 15.
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Mit dem Querförderer 50 arbeitet
ein Dosierorgan zusammen, und zwar ein Dosierförderer 52, der als
endloser Gurt oberhalb des Querförderers 50 positioniert
ist, unter einem Winkel zum Querförderer 50. Ein der
Eintrittsöffnung 51 zugekehrtes
Umlenkende bzw. eine Umlenkwalze 53 des Dosierförderers 52 bildet
gegenüber
dem Querförderer 50 einen Dosierspalt
für den
Durchtritt des Tabaks zum Sichter 15. Der Dosierspalt ist
verstellbar, und zwar durch Verstellung des Dosierförderers 52.
Dessen Umlenkwalze 54 – von
der Eintrittsöffnung 51 entfernt
liegend – ist
ortsfest gelagert, während
die gegenüberliegende
Umlenkwalze 53 in Aufwärts-
und Abwärtsrichtung
verstellbar ist. Der Dosierförderer 52 ist demnach
um die Umlenkwalze 54 schwenkbar unter Veränderung
des mit dem Querförderer 50 definierten
Dosierspalts.
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Im Bereich der Eintrittsöffnung 51 zum
Sichter 15 ist als Förder-
und Verteilungsorgan eine Stachelwalze 55 angeordnet.
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Der Sichter 15 ist in besonderer
Weise ausgebildet, nämlich
als Zick-Zack-Sichter. Ein aufrechter Sichtkanal 56 ist
mehrfach abgewinkelt, also zick-zack-förmig ausgebildet. Zwei parallele
Führungswände 57, 58 definieren
einen Sichtkanal 56 mit wechselnder Strömungsrichtung. Der Tabak gelangt über die
Eintrittsöffnung 51 im
Bereich eines schräggerichteten
Schenkels der Führungswand 58 in
den Sichter 15 bzw. Sichtkanal 56. Dem unter Eigengewicht
abwärts
gleitenden Tabak tritt von unten her ein Luftstrom entgegen, der
unter Aussonderung von Stücken 29 mit
höherem
Eigengewicht den Tabak nach oben zurückfördert, und zwar über die
Eintrittsöffnung 51 hinaus
in den Bereich eines (kreisförmigen)
Umlenkkanals 59. Es entsteht in diesem Bereich ein Tabakstrom 60 frei
von Stücken 29.
Dieser Tabakstrom 60 wird dem Dosiersystem 12 zugeführt.
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Die von unten in den Sichtkanal 56 eingeführte Luft
wird durch ein Gebläse
bzw. durch einen Lüfter 61 erzeugt
(Querstrom-Lüfter).
Dieser befindet sich in einem aufrechten Luftkanal 62,
der mit dem Sichtkanal 56 ein geschlossenes Kanalsystem
bildet. Die Blasluft wird durch den Lüfter 61 über einen
bogenförmig
umgelenkten Kanalschenkel 63 von unten in den Sichtkanal 56 eingeführt und
erzeugt dort die bereits beschriebene Sichtwirkung in Verbindung
mit einer aufwärts
gerichteten Förderung
des Tabaks.
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Ein oberer Bereich des Luftkanals 62 führt zu einem
Luftanschluss bzw. zu einer luftdurchlässigen, insbesondere als Sieb
ausgebildeten Trommel 64. Diese ist drehbar und konzentrisch
in dem kreisförmigen
Umlenkkanal 58 positioniert. Die Trommel 64 ist in
Förderrichtung
des Tabaks bzw. des Tabakstroms 60 drehend angetrieben.
Die Luft wird durch den Lüfter 61 über den
Sichtkanal 56 in die luftdurchlässige Trommel 64 gesaugt
und sodann über
den Luftkanal 62 und den Kanalschenkel 63 unten
in den Sichtkanal 56 eingeführt.
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Der verhältnismäßig leichte Tabak wird nach Verlassen
des Sichtkanals 56 auf Grund der gleichgerichteten Luftströmung an
einer kreisförmigen Wandung
des Umlenkkanals 59 entlanggeführt. Der Tabakstrom 60 liegt
dabei auf Grund von Fliehkräften an
der Wandung des Umlenkkanals 59 an. In einem nach unten
gerichteten Bereich desselben ist die insgesamt luftdurchlässige Trommel 64 durch
ein feststehendes Innensegment 65 gegen Luftdurchtritt
abgedichtet, so dass in diesem Bereich geringerer Fliehkräfte eine
Anlage des Tabakstroms 60 an der Trommel 64 vermieden
wird.
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Der Tabak bzw. Tabakstrom 50 gelangt
im Anschluss an den Umlenkkanal 59 in den Bereich einer
Zellradschleuse 66 als Förder- und Abdichtorgan gegenüber dem
Unterdruckbereich des Sichters 15. Der Tabak wird durch
die Zellradschleuse 66 an einen Schrägkanal 67 übergeben,
der zu der am Eingang des Schachts 44 angeordneten Vereinzelungswalze 46 führt. Damit
gelangt der Tabak in den Bereich des Dosiersystems 12,
welches hier in gleicher Weise ausgebildet ist wie bei dem Ausführungsbeispiel
der 3.
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Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß 6 und 7 ist der Sichter 15 ebenfalls
innerhalb des Verteilers bzw. innerhalb des Verteilergehäuses 17 untergebracht.
Der Tabak wird – wie
bei dem Beispiel der 4 – unmittelbar
der Schleuse 10 zugeführt und
von dieser an den Vorverteiler 11 übergeben. Von hier gelangt
der Tabak in den Bereich des unterhalb des Vorverteilers 11 angeordneten
Sammelbehälters 38.
Diesem wird der Tabak durch einen Aufwärtsförderer 68 – in Aufbau
und Funktion dem Steilförderer 41 der 3 vergleichbar – nahezu über die gesamte
Höhe des
Verteilers transportiert. Im Anschluss an eine obere Umlenkung des
Aufwärtsförderers 68 bzw.
eines Fördertrums 69 wird
der Tabak in einen abwärts
gerichteten, aufrechten bzw. vertikalen Transportschacht 70 übergeben.
Die sichere Abnahme des Tabaks vom Aufwärtsförderer 68 wird durch eine
Vereinzelungswalze 71 bewirkt, die den Tabak aus den Mitnehmern 42 des
Aufwärtsförderers 68 auskämmt.
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Der Transportschacht 70 führt in Vertikalrichtung
unmittelbar zum Sichter 15 bzw. der Sichter 15 schließt an den
Transportschacht 70 an. Der Sichter 15 ist auch
bei diesem Ausführungsbeispiel
als Zick-Zack-Sichter ausgebildet mit einem entsprechenden Sichtkanal 56,
der von abgewinkelten, parallelen Führungswänden 57, 58 begrenzt
ist. Am oberen Eintrittsende des Sichtkanals 56 ist auch
hier eine Bearbeitungswalze 72 angeordnet, die einerseits eine
Auflockerung des Tabaks bewirkt und andererseits den Bereich des
Sichters mit erhöhtem
Luftdruck gegenüber
dem vorhergehenden Bereich – Transportschacht – abgrenzt.
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Dem Sichtkanal 56 wird von
unten her Luft zugeführt,
die nach oben strömt
und innerhalb des Sichtkanals 56 den Tabak aufwärts fördert, die
Stücke 29 aber
wegen des höheren
Eigengewichts nach unten sinken lässt. Dort erfolgt ein Abtransport
mittels quergerichteter Schnecke 73. Die Luftströmung wird im
unteren Bereich, unmittelbar benachbart zum unteren Ende des Sichtkanals 56 erzeugt,
und zwar durch einen Lüfter 74.
Dieser ist in einem Gehäuse als
Teil eines aufrechten Luftkanals 75 angeordnet. Am oberen
Ende dieses Luftkanals 75 ist wiederum eine luftdurchlässige Trommel 64 gelagert,
die in Pfeilrichtung drehend angetrieben ist. Es entsteht so auch
bei diesem Ausführungsbeispiel
ein Luftumlauf. Die in den Sichter bzw. Sichtkanal 56 unten
eingeführte
Luft transportiert den Tabak in den Bereich der Trommel 64.
Hier legt sich der Tabak an den Außenmantel der luftdurchlässigen Trommel 64 an
und wird durch diese transportiert zur Übergabe an einen Zwischenkanal 76.
An diesem wiederum schließt
das im Prinzip bereits beschriebene Dosiersystem 12 an
mit Vereinzelungswalze 46 und Schacht 44.
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Bei diesem Ausführungsbeispiel findet eine Vorsichtung
des Tabaks statt. In einem in Förderrichtung
dem Sichter 15 vorgeordneten Bereich, nämlich im Transportschacht 70,
wird seitlich Luft eingeführt. Hierzu
ist neben dem Transportschacht 70 eine Luftdüse 77 angeordnet
und so gerichtet, dass Luft in Querrichtung (Pfeil in 7) in den Transportschacht 70 und
damit in den Tabakstrom gerichtet wird.
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Gegenüberliegend zur Luftdüse 77 ist
ein Abzweigkanal 78 gebildet. Die Mündung desselben bildet eine
Austrittsöffnung
des Transportschachts 70. Die Luft der Luftdüse 77 führt einen
Teil des Tabaks durch Querströmung
aus dem Transportschacht 70 in den Abzweigkanal 78.
Dieser führt
in einen Sammelbereich und wird mit dem aus dem Sichter 15 zugeführten Tabak
vereinigt, und zwar auf den Mantel der Trommel 64.
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Oberhalb der Trommel 64 ist
eine luftdurchlässige
Abgrenzung angebracht, nämlich
ein schräggerichtetes
Trennsieb 79. Dieses verhindert den Durchtritt von Tabak
in den oberen Bereich des Sichtergehäuses 16.
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Die gezeigten Ausführungsbeispiele
mit in besonderer Weise gestalteten Sichtern ermöglicht eine höchst wirksame
Trennung der unerwünschten Bestandteile
aus dem Tabak durch eine kompakte Bauweise und hohem Wirkungsgrad.
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- 10
- Schleuse
- 11
- Vorverteiler
- 12
- Dosiersystem
- 13
- Tabakstrom
- 14
- Saugband
- 15
- Sichter
- 16
- Sichtergehäuse
- 17
- Verteilergehäuse
- 18
- Maschinengestell
- 19
- Zuführleitung
- 20
- Verbindungsleitung
- 21
- Leitkörper
- 22
- Leitwandung
- 23
- Sichtkanal
- 24
- Querschnittsverengung
- 25
- Ende
- 26
- Luftleitung
- 27
- Kammer
- 28
- Sieb
- 29
- Stück
- 30
- Zellrad
- 31
- Sammelkammer
- 32
- Ableitung
- 33
- Klappe
- 34
- Führungswand
- 35
- Stachelwalze
- 36
- Stachelwalze
- 37
- Stachelwalze
- 38
- Sammelbehälter
- 39
- Förderschnecke
- 40
- Querschnittsverengung
- 41
- Steilförderer
- 42
- Mitnehmen
- 43
- Fördertrum
- 44
- Schacht
- 45
- Dosierwalze
- 46
- Vereinzelungswalze
- 47
- Saugschacht
- 48
- Förderschnecke
- 49
- Zuführleitung
- 50
- Querförderer
- 51
- Eintrittsöffnung
- 52
- Dosierförderer
- 53
- Umlenkwalze
- 54
- Umlenkwalze
- 55
- Stachelwalze
- 56
- Sichtkanal
- 57
- Führungswand
- 58
- Führungswand
- 59
- Umlenkkanal
- 60
- Tabakstrom
- 61
- Lüfter
- 62
- Luftkanal
- 63
- Kanalschenkel
- 64
- Trommel
- 65
- Innensegment
- 66
- Zellradschleuse
- 67
- Schrägkanal
- 68
- Aufwärtsförderer
- 69
- Fördertrum
- 70
- Transportschacht
- 71
- Vereinzelungswalze
- 72
- Bearbeitungswalze
- 73
- Schnecke
- 74
- Lüfter
- 75
- Luftkanal
- 76
- Zwischenkanal
- 77
- Luftdüse
- 78
- Abzweigkanal
- 79
- Trennsieb