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DE10248197A1 - Vorrichtung und Verfahren zur Messung der Konzentration eines Stoffes - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zur Messung der Konzentration eines Stoffes Download PDF

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DE10248197A1
DE10248197A1 DE10248197A DE10248197A DE10248197A1 DE 10248197 A1 DE10248197 A1 DE 10248197A1 DE 10248197 A DE10248197 A DE 10248197A DE 10248197 A DE10248197 A DE 10248197A DE 10248197 A1 DE10248197 A1 DE 10248197A1
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DE
Germany
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detection substance
temperature
substance
concentration
measuring
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Ceased
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DE10248197A
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English (en)
Inventor
Christian Krummel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
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Publication date
Application filed by Robert Bosch GmbH filed Critical Robert Bosch GmbH
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Publication of DE10248197A1 publication Critical patent/DE10248197A1/de
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N27/00Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means
    • G01N27/02Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating impedance
    • G01N27/22Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating impedance by investigating capacitance
    • G01N27/223Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating impedance by investigating capacitance for determining moisture content, e.g. humidity

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  • Immunology (AREA)
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  • Investigating Or Analyzing Materials By The Use Of Electric Means (AREA)

Abstract

Es wird eine Vorrichtung an ein Verfahren vorgeschlagen, welches die Messung der Konzentration (200) eines Stoffes (45) mittels einer Detektionssubstanz (40) offenbart.

Description

  • Stand der Technik
  • Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung bzw. einem Verfahren zur Messung der Konzentration eines Stoffes nach der Gattung der neben geordneten Ansprüche. Zur Feuchtemessung sind verschiedene Verfahren je nach Anforderung gängig, beispielsweise die Messung mittels Absorptionsröhren, die Messung mittels Infrarot-Absorption und ähnliches. Nachteilig hierbei ist, dass bei verschiedenen Sensortypen hohe Kosten für Material bzw. Fertigung anfallen.
  • Vorteile der Erfindung
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung bzw. das erfindungsgemäße Verfahren mit den Merkmalen der nebengeordneten Ansprüche haben dem gegenüber den Vorteil, dass es möglich ist, solche Vorrichtungen bzw. solche Verfahren mit besonders geringen anfallenden Kosten vorzusehen. Zur Messung der Feuchte, beispielsweise eines Gasvolumens, wird erfindungsgemäß insbesondere zur Erzielung geringer Kosten, Sensoren bzw. erfindungsgemäße Vorrichtungen mit einem Polymer-Sensor gewählt. Hier wird auf einem Substrat eine spezielle Polymer-Schicht aufgebracht. Das Polymer ändert, abhängig vom relativen Feuchtegehalt, beispielsweise seine Kapazität bzw. Permittivität oder auch eine andere elektrisch messbare Eigenschaft. Diese Kapazität bzw. auch die andere elektrische Eigenschaft wird über eine Elektrodenstruktur aufgenommen und von der Ansteuerschaltung ausgewertet. Erfindungsgemäß vorteilhaft ist es, eine erfindungsgemäße Vorrichtung bzw. einen Feuchtesensor auf der Basis eines Polymers vorzuschlagen, wobei diese Vorrichtung einen Selbsttest oder sogar eine Selbstkalibration ermöglicht. Dies bedeutet, dass eine Aussage über die Funktionsfähigkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung von dieser gemacht werden kann, obwohl keine Angabe eines definieren bzw. bekannten Feuchtegehalts als Referenz vorliegt.
  • Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der in den nebengeordneten Ansprüchen angegebenen Vorrichtung bzw. dem Verfahren möglich. Besonders vorteilhaft ist, dass die Vorrichtung eine Temperatursensiereinrichtung im Bereich der Detektionssubstanz vorsieht. Dadurch ist es möglich, eine erfindungsgemäße Temperaturerhöhung bzw. eine Temperaturerniedrigung gezielt und kontrolliert durchzuführen. Weiterhin ist es von Vorteil, dass die Heizeinrichtung zur Temperatursensierung geeignet ist. Hierzu genügt lediglich das Vorsehen einer Heizeinrichtung, die gleichzeitig als Temperatursensiereinrichtung funktioniert, beispielsweise durch die Vorsehung eines elektrischen Widerstandes im Bereich der Detektionssubstanz. Dies hat weiterhin den Vorteil, dass die Temperaturmessung am Ort der Feuchtemessung stattfindet. Weiterhin ist es von Vorteil, dass eine durch die Heizeinrichtung bewirkte Temperaturveränderung der Detektionssubstanz vorgesehen ist. Hierdurch ist es möglich, bei einem definierten Temperatursprung in der Detektionssubstanz eine elektrisch messbare Eigenschaft in Abhängigkeit der Konzentration des Stoffes zu bestimmen. Weiterhin ist von Vorteil, dass die Temperaturveränderung eine Temperaturerhöhung und darüber hinaus die Temperaturveränderung nur von kurzer Dauer ist. Dadurch ist es mit einfachen Mitteln, beispielsweise mittels einer Widerstandseinrichtung, möglich, eine Temperaturveränderung zu bewirken. Weiterhin ist es dadurch möglich, die Temperaturveränderung der Detektionssubstanz von der Wechselwirkung der Detektionssubstanz mit dem zu detektierenden Stoff zu entkoppeln. Die Temperaturveränderung spielt sich dann beispielsweise in sehr viel kürzerer Zeit ab als die Einpendelung des Gleichgewichts der Konzentration des zu detektierenden Stoffes in der Detektionssubstanz. Weiterhin ist es von Vorteil, dass der Stoff Wasser bzw. Feuchtigkeit ist und dass die elektrisch messbare Eigenschaft eine Kapazität oder ein Widerstand ist. Dadurch wird es erfindungsgemäß möglich, mit einfachen Mitteln einen Feuchtesensor zu schaffen, welcher kapazitiv oder über Messungen des Widerstands einer Elektrodenanordnung ausgewertet wird. Weiterhin ist es von Vorteil, dass die Detektionssubstanz ein Polymer ist. Dadurch ist es mit besonders kostengünstigen Mitteln möglich, eine erfindungsgemäße Vorrichtung bzw. einen Feuchtesensor zu schaffen.
  • Zeichnungen
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
  • Es zeigen:
  • 1 den Zusammenhang zwischen der Konzentration eines Stoffes und der Temperatur,
  • 2 den Zusammenhang zwischen einer abgewandelten Darstellung der Konzentration des Stoffes und einer Messsignalveränderung,
  • 3 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Schnittdarstellung
  • 4 eine Vorstufe der erfindungsgemäßen Vorrichtung in Draufsicht
  • 5 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Draufsicht mit der Detektionssubstanz und
  • 6 ein Zeitablaufdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Beschreibung der Ausführungsbeispiele
  • In 1 ist ein Diagramm des Zusammenhangs zwischen einer Konzentration 200 in Abhängigkeit der Temperatur 100 dargestellt, wobei im folgenden Ausführungsbeispiel als Beispiel des Stoffes, dessen Konzentration zu bestimmen ist, Wasser herangezogen ist. Speziell soll mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung und dem erfindungsgemäßen Verfahren die Feuchte bzw. den Feuchtigkeitsgehalt in der Umgebung der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemessen werden, beispielsweise also in dem die erfindungsgemäße Vorrichtung umgebenden Volumen. Hierzu sind folgende Zusammenhänge zu berücksichtigen:
    Die in 1 auf der Ordinate angegebene Achse entspricht. in logarithmischem Maßstab, der Konzentration des Stoffes Wasser in einem Gas, beispielsweise in Luft. Die Konzentration des Wassers bzw. die Konzentration der Feuchtigkeit wird erfindungsgemäß auch als absolute Feuchte angegeben und in mol% ausgedrückt.
  • Hierbei bezeichnet die absolute Feuchte 200 das Verhältnis der Molekülanzahl, d.h. auf der Ordinate in 1 sind die mol % der Feuchte bzw. des Wassers an dem Gas angegeben. Die im Beispiel der 1 angegebene Abszisse bezeichnet eine Temperaturachse, wobei die Temperatur mit 100 bezeichnet ist. Weiterhin sind in 1 eine erste Kurve 94, eine zweite Kurve 95, eine dritte Kurve 96, eine vierte Kurve 97 und eine fünfte Kurve 98 dargestellt. Die erste Kurve 94 gibt an, welche absolute Feuchte bestehen muss, wenn bei einer vorgegebenen Temperatur die relative Feuchte 100 % betragen soll. Beispielsweise schneidet die erste Kurve 94 die 10 %-Linie der Konzentration 200 bei einer Temperatur von etwa 45°C. Dies besagt, dass bei 45°C und einer relativen Feuchte von 100 % eine absolute Feuchte von 10 mol % vorherrschen muss. Die zweite Kurve 95 ergibt den entsprechenden Zusammenhang für 80 % relativer Feuchte an. Die dritte Kurve 96 gibt den entsprechenden Zusammenhang für 60 % relativer Feuchte an und die vierte Kurve 97 gibt den entsprechenden Zusammenhang für eine relative Feuchte von 40 % an. Die fünfte Kurve 98 gibt den entsprechenden Zusammenhang für eine relative Feuchte von 20 % an.
  • Das Funktionsprinzip der erfindungsgemäßen Vorrichtung und des erfindungsgemäßen Verfahrens ist ebenfalls aus 1 ersichtlich. Ziel der vorliegenden Vorrichtung bzw. des vorliegenden Verfahrens ist es, die Konzentration eines Stoffes in einer Detektionssubstanz zu bestimmen. Hierzu wird eine erste Messung durchgeführt, welche unter Verhältnissen stattfindet, die in 1 mit einem ersten Punkt 90 bezeichnet sind, also bei einer Temperatur von ca. 25°C und einem absoluten Feuchtegehalt von 1,5 mol %. Hierbei stellt sich beispielsweise eine relative Feuchte von 40 % ein, weil der erste Punkt 90 auf der vierten Kurve 97 liegt. Wird die Detektionssubstanz erwärmt, d.h. bewegt man sich in 1 von dem ersten Punkt 90 zu einem zweiten Punkt 91, der derselben absoluten Feuchte von 1,5 mol % entspricht, jedoch bei 35°C liegt, so wird in diesem Fall eine relative Feuchte von 20 % gemessen, weil der zweite Punkt 91 auf der fünften Kurve 98 liegt. Es ist also beim ersten Punkt 90 eine erste Temperatur eingestellt und beim zweiten Punkt 91 eine zweite Temperatur eingestellt. Diese Temperaturen unterscheiden sich um eine Temperaturdifferenz, die im Folgenden auch mit dem Bezugszeichen 110 bezeichnet ist. Erfindungsgemäß ist es nun so, dass die Detektionssubstanz eine elektrisch messbare Eigenschaft aufweist, welche sich bei einer vorgegebenen ersten Temperatur zur Messung der Konzentration 200 in Abhängigkeit der relativen Feuchte, d.h. entsprechend der ersten bis fünften Kurve 94–98, ändert. Dies ist in 2 dargestellt. Auf der Abszisse ist, mit dem Bezugszeichen 201 bezeichnet, eine leicht veränderte Darstellung der Konzentration 200 dargestellt. Angegeben ist die Konzentration 200 in 2, nicht in der Einheit mol %, sondern in der Einheit Temperatur des Taupunktes. Dieser Wert lässt sich für das gegebene Beispiel (erster Punkt 90) durch Extrapolation der Verbindungslinie vom ersten Punkt 90 zum zweiten Punkt 91 bis zur ersten Kurve 94 gewinnen. Der Abszissenwert des Schnittpunktes einerseits der extrapolierten horizontalen Linie zwischen dem ersten Punkt 90 und dem zweiten Punkt 91 und andererseits der ersten Kurve 94 entspricht dem Taupunktwert. Die Ordinate 300 der 2 gibt an, wie sich die Messwerte der elektrisch messbaren Eigenschaft ändert, wenn die Temperatur der Detektionssubstanz um den Temperaturunterschied 110 verändert wird. Hierzu ist in 2 eine sechste Kurve 99 angegeben, welche den Zusammenhang der relativen Signaländerung zwischen dem ersten Messwert und dem zweiten Messwert bzw. dem ersten Wert und dem zweiten Wert in Abhängigkeit der Konzentration 200 bzw. der Taupunktstemperatur 201 angibt In 3 ist eine Querschnittsansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt. Auf einem Substrat 20 ist eine Schicht 34 vorgesehen, welche in einem Teilbereich eine dünne Membran 30 bildet. Im Bereich der Membran 30 befindet sich die Detektionssubstanz 40 sowie Elektroden 50 und eine Heizeinrichtung 60.
  • In 4 ist eine Vorstufe der erfindungsgemäßen Vorrichtung in Draufsicht dargestellt, wobei jedoch in 4 die Detektionssubstanz 40 nicht dargestellt ist, sondern lediglich die Membran 30, die Elektroden 50 und die Heizstruktur 60.
  • In 5 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung in Draufsicht dargestellt, wobei wiederum mittels des Bezugszeichens 30 die Membran und mittels des Bezugszeichens 40 die Detektionssubstanz bezeichnet ist.
  • In 3 ist weiterhin noch der Stoff 45 angedeutet, dessen Konzentration mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung messbar sein soll. Dieser Stoff 45 lagert sich insbesondere teilweise in die Detektionsschicht 40 ein und verändert dadurch ihre elektrisch messbare Eigenschaft wie beispielsweise die über die Elektroden 50 messbare Kapazität oder den Widerstand der Detektionssubstanz 40.
  • In G ist ein Zeitablaufdiagramm zur Darstellung der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt. Auf der Abszisse ist der zeitliche Verlauf 120 angegeben. Eine siebte Kurve 142 gibt den zeitlichen Verlauf der Temperatur zwischen der ersten Temperatur 101 und einer zweiten Temperatur 102 an. Die Temperaturachse 100 ist ebenfalls in 6 eingezeichnet. Im unteren Teil der 6 ist mit einer achten Kurve 141 der zeitliche Verlauf der gemessenen Werte der messbaren Eigenschaft. angegeben. Eine mit dem Bezugszeichen 150 versehene Achse, die als Pfeil dargestellt ist, ist zur Verdeutlichung der Achse der messbaren Eigenschaft in 6 dargestellt. Der Wert der messbaren Eigenschaft schwankt in 6 zwischen einem ersten Wert 151 und einem zweiten Wert 152. Bei einem in 6 mit dem Bezugszeichen T1 dargestellten Zeitpunkt wird die Heizeinrichtung 60 der erfindungsgemäßen Vorrichtung beheizt, d.h. beispielsweise mit Strom versorgt, so dass sich die Detektionssubstanz 40, ausgehend von ihrer ersten Temperatur 101 auf die zweite Temperatur 102 erwärmt. Als typischer Temperaturunterschied 110 ist erfindungsgemäß beispielsweise 10°C gewählt. Zu diesem Zeitpunkt T1 beginnt sich auch der Messwert der Messung der elektrisch messbaren Eigenschaft der Detektionssubstanz 40, ausgehend von dem ersten Wert 151 (bei Gleichgewichtsbedingungen) zu verändern. Der Wert der Messung der zu messenden Eigenschaft der Detektionssubstanz 40 steigt während der Zeit der Erwärmung der Detektionssubstanz auf die zweite Temperatur 102, d.h. während eines Zeitintervalls zwischen dem ersten Zeitpunkt T1 und einem zweiten Zeitpunkt T2 bis auf den zweiten Wert 152. Hierdurch ergibt sich ein Unterschied der Messwerte, der in der 6 mit dem Bezugszeichen 153 versehen ist. Dieser Unterschied ist erfindungsgemäß charakteristisch für die Konzentration des Stoffes 45 in der Detektionssubstanz 40. Im Anschluss an den zweiten Zeitpunkt T2 geht die achte Kurve wieder zum ersten Wert 151 zurück, jedoch mit einer größeren Zeitkonstante, d.h. in einer größeren Zeitspanne. Aus dem Kurvenverlauf der achten Kurve 141 ist erfindungsgemäß eine Aussage über die Absorptionseigenschaften der Detektionssubstanz 40 und damit über die Funktionsfähigkeit des Sensor ableitbar. Damit ist also ein Selbsttest des Sensors möglich. Ein Beispiel einer solchen Änderung der Werte 151, 152 in Abhängigkeit der Konzentration, hier am Beispiel der Feuchte veranschaulicht, ist in 2 dargestellt. Die Ordinate 300 gibt die relative Änderung des Messwertes der zu messenden elektrischen Eigenschaft, der in 6 mit dem Bezugszeichen 153 bezeichnet ist, dar.
  • Erfindungsgemäß ist die Detektionssubstanz insbesondere als Polymer vorgesehen. Das Polymer nimmt die Luftfeuchtigkeit aus der Umgebung auf und baut es in den Polymer-Verbund ein. Das Kapazitätssignal als Beispiel eines in 6 dargestellten und mit dem Bezugszeichen 141 versehenen Verlaufs der Messwerte der zu messenden Eigenschaft. ändert sich aufgrund der Polarität der eingebauten Wassermoleküle in das Polymer bzw. in die Detektionssubstanz 40. Hierbei können auch strukturelle Änderungen der Detektionssubstanz bzw. des Polymers 40 auftreten. Die Konzentration von Wasser im Polymer 40 stellt sich über ein Absorptions-/Desorptionsgleichgewicht ein. Der von der Vorrichtung aufgenommene Messwert, der in 6 als achte Kurve 141 dargestellt ist, ist daher abhängig vom relativen Feuchtegehalt der Umgebungsluft. Dieser hängt vom absoluten Feuchtegehalt und der Umgebungstemperatur ab, wie beispielsweise in 1 dargestellt ist. Ändert man nun die Temperatur des Sensors, d.h. die Temperatur der Detektionssubstanz, bei einem gleich bleibenden absoluten Feuchtegehalt der Umgebungsluft, so verschiebt sich das Absorptions-/Desorptionsgleichgewicht. Bei dieser Temperaturerhöhung wird sich beispielsweise der Feuchtegehalt im Polymer 40 verringern. Dieser Vorgang ist in 1 schematisch am Beispiel der Punkte 90, 91 dargestellt: Bei einer Temperatur von 25°C und einem absoluten Feuchtegehalt von 1,5 mol % am ersten Punkt 90 stellt sich eine relative Feuchte von 40 % ein. Bei einer Erhöhung der Temperatur auf 35°C und einem gleichbleibenden absoluten Feuchtegehalt von 1,5 mol % vermindert sich die relative Feuchte in der Detektionssubstanz 40 derart, dass lediglich eine relative Feuchte von 20 % gemessen wird, was dem zweiten Punkt 91 in 1 entspricht. Durch die unterschiedlichen Abstände der Iso-Konzentrationen, d.h. die unterschiedlichen Abstände der ersten bis fünften Kurve 94 bis 98, welche jeweils gleiche relative Feuchte angeben, lässt sich aus der Messabweichung zwischen entsprechend an anderen Orten vorgesehenen ersten und zweiten Punkten 90, 91 auf die Absolutkonzentration schließen. Damit kann festgestellt werden, ob sich die Konzentration im Polymer richtig einstellt, d.h. es kann ein Selbstcheck durchgeführt werden, und es kann ein Steigungsfehler in der Kennlinie der Vorrichtung bzw. des Feuchtesensors festgestellt werden.
  • Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, die Zeit zwischen dem ersten Zeitpunkt T1 und dem zweiten Zeitpunkt T2, wie in 6 dargestellt, möglichst gering zu halten. Führt man nämlich das in 6 dargestellte erfindungsgemäße Verfahren mit einer zu großen Zeitspanne zwischen dem ersten Zeitpunkt T1 und dem zweiten Zeitpunkt T2 durch, so hat man das Problem, dass sich durch die Temperaturänderung 110 auch die elektrischen Eigenschaften des Polymers bzw. der Detektionssubstanz 40 verändert. Zur Verbesserung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es daher sinnvoll, das elektrische Gleichgewicht bzw. das Temperaturgleichgewicht und das Absorptions-/Desorptionsgleichgewicht zu entkoppeln. Hierzu wird das sensitive Material, d.h. die Detektionssubstanz 40, auf ein Substrat 20 mit geringer thermischer Zeitkonstante aufgebracht. Dies ist erfindungsgemäß insbesondere dadurch realisiert, dass auf dem Substrat 20 eine Membranschicht 34 vorgesehen ist, welche in einem Teilbereich die Membran 30 bildet. Auf der Membran ist die Elektrodenstruktur 50 und die Heizeinrichtung 60 strukturiert. Weiterhin befindet sich im Membranbereich die Detektionssubstanz 40. Thermisch ist jedoch die gesamte Anordnung aus der Detektionssubstanz 40, Elektrodenstruktur 50 und der Heizeinrichtung 60 thermisch gegenüber dem Substrat entkoppelt. Hierdurch gelingt es, dass die Vorrichtung als solche eine geringe thermische Zeitkonstante, von beispielsweise unter 100 ms, aufweist. Da die Absorptionsprozesse bzw. die Diffusionsprozesse des Stoffes 45 in die Detektionssubstanz 40 hinein mit Zeitkonstanten im Bereich von 10 s ablaufen, können die beiden Prozesse entkoppelt werden.
  • Die Membranstruktur auf dem Substrat 20 ist erfindungsgemäß insbesondere in Siliziumtechnologie hergestellt. Auf der Membran 30 befindet sich eine Heizeinrichtung 60, die im Folgenden auch als Heizer 60 bezeichnet wird. Der Heizer 60 dient als Heizeinrichtung 60 dazu, die Temperatur um einen definierten Betrag zu erhöhen oder zu senken. Weiterhin dient der Heizer 60 erfindungsgemäß insbesondere auch als Temperatursensiereinrichtung. Hierdurch ist es mit einfachen Mitteln möglich, auch eine Messung der Temperatur, und zwar am Ort der Messung der Feuchte, durchzuführen. Der Einsatz der Heizeinrichtung 60 als Temperatursensiereinrichtung ist beispielsweise dadurch möglich, dass der elektrische Widerstand der Heizeinrichtung 60, welcher von der Temperatur abhängt, gemessen wird. Die Elektroden 50 im erfindungsgemäßen Membranbereich 30 dienen dazu, die Auswertung der erfindungsgemäßen Vorrichtung durchzuführen. Die Detektionssubstanz 40 wird nach der Strukturierung der Membran 30 und dem Aufbringen sowohl der Elektroden 50, als auch der Heizeinrichtung 60 auf die Membranstruktur aufgebracht. Dies wird erfindungsgemäß insbesondere in einem Back-End-Prozess durchgeführt.

Claims (11)

  1. Vorrichtung zur Messung der Konzentration (200) eines Stoffes (45) in einer Detektionssubstanz (40) wobei in Abhängigkeit der Konzentration (200) bei einer vorgegebenen ersten Temperatur (101) eine elektrisch messbare Eigenschaft der Detektionssubstanz (40) veränderlich ist, wobei die elektrisch messbare Eigenschaft mittels Elektroden (50) im Bereich der Detektionssubstanz (40) messbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Detektionssubstanz (40) eine Heizeinrichtung (60) vorgesehen ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Temperatursensiereinrichtung im Bereich der Detektionssubstanz (40) vorsieht.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung (60} zur Temperatursensierung geeignet ist.
  4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine durch die Heizeinrichtung (60) bewirkte Temperaturveränderung (110) der Detektionssubstanz (40) vorgesehen ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperaturveränderung (110) eine Temperaturerhöhung und/oder dass die Temperaturveränderung (110) nur von kurzer Dauer ist.
  6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stoff (45) Wasser bzw. Feuchtigkeit ist und dass die elektrisch messbare Eigenschaft eine Kapazität oder ein Widerstand ist.
  7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Detektionssubstanz (40) ein Polymer ist.
  8. Feuchtesensor mit einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche.
  9. Verfahren zur Messung der Konzentration eines Stoffes (45) mit einer Detektionssubstanz (40) mittels einer elektrisch messbaren Eigenschaft (150) der Detektionssubstanz (40), wobei eine erste Temperatur (101) der Detektionssubstanz (40) eingestellt und ein erster Wert (151) der messbaren Eigenschaft ermittelt wird und wobei eine zweite Temperatur (102) der Detektionssubstanz (40) eingestellt und ein zweiter Wert (152) der messbaren Eigenschaft (150) ermittelt sind.
  10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus der Differenz zwischen dem ersten Wert (151) und zwischen dem zweiten Wert (152) die Konzentration (200) des Stoffes (45) abgeleitet wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem Kurvenverlauf einer achten Kurve 141 eine Aussage über die Absorptionseigenschaften der Detektionssubstanz abgeleitet wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102014200310A1 (de) 2014-01-10 2014-08-21 Robert Bosch Gmbh Alterungskompensation eines kapazitiven Gassensors

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DE102014200310A1 (de) 2014-01-10 2014-08-21 Robert Bosch Gmbh Alterungskompensation eines kapazitiven Gassensors

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