DE10248764B4 - Hörgerätegehäuse und Verfahren zu dessen Herstellung, sowie Hörgerät - Google Patents
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Abstract
Hörgerätegehäuse mit
einem ersten und einem zweiten Gehäuseabschnitt (1,2), die jeweils an einer vorgegebenen Stelle miteinander verbindbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste und der zweite Gehäuseabschnitt (1,2) einteilig gefertigt und durch einen knickbaren Verbindungsabschnitt (3) verbunden sind.
einem ersten und einem zweiten Gehäuseabschnitt (1,2), die jeweils an einer vorgegebenen Stelle miteinander verbindbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste und der zweite Gehäuseabschnitt (1,2) einteilig gefertigt und durch einen knickbaren Verbindungsabschnitt (3) verbunden sind.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Hörgerätegehäuse mit einem ersten und einem zweiten Gehäuseabschnitt, die jeweils an einer vorgegebenen Stelle miteinander verbindbar sind. Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Hörgerätegehäuses durch eine Kunststoffspritzgusstechnik.
- Die Gehäuse von sogenannten Hinter-dem-Ohr-Hörgeräten bestehen in aller Regel aus zwei Gehäusehälften. Diese werden üblicherweise durch Kunststoffspritzgussverfahren hergestellt. Neben den beiden Gehäusehälften beziehungsweise -schalen ist vielfach als weiteres Kunststoffteil ein Batteriefach vorgesehen, das an das Gehäuse nachträglich anzubringen ist.
- Bei einem gegenwärtigen Herstellungsprozess werden die Gehäuseschalen als einzelne Komponenten gefertigt und anschließend paarweise zusammengeführt. Für den weiteren Fertigungsprozess müssen die Gehäuseschalen die gleiche Charge paarweise durchlaufen, damit die Einzelkomponenten eines Gehäuses nicht unterschiedlichen Fertigungsbedingungen ausgesetzt. sind, die durch Schwankungen des Fertigungsprozesses hervorgerufen werden. Derartige Schwankungen können durchaus zu unterschiedlichen Materialeigenschaften führen, wie Steifigkeit, Dämpfung und Farbe. Die Koordination der zwei und mehr Einzelteile des Hörgerätegehäuses während des Fertigungsprozesses bedeutet einen verhältnismäßig hohen Logistikaufwand.
- Bei der weiteren Fertigung des Hörgeräts werden elektronische Komponenten in die Gehäuseschalen eingelegt und die Gehäuseschalen anschließend miteinander verschraubt. Auch dies stellt einen relativ aufwändigen Prozess dar.
- In diesem Zusammenhang ist aus der deutschen Patentschrift
DE 199 30 935 C1 ein HdO-Hörgerät mit Frontplatte bekannt. Das Hörgerät weist die Außenkontur der Gehäuseschale auf, wobei die Frontplatte mit dieser Gehäuseschale vorzugsweise lösbar verbunden ist. Dies kann beispielsweise durch eine Schnappverbindung, gegebenenfalls jedoch auch durch eine Schraubverbindung erfolgen, so dass eine schnelle Entfernbarkeit des Technikmoduls in Form der Frontplatte erfolgen kann und entsprechende Reparaturen oder Anpassungen auf einfache und schnelle Weise durchgeführt werden können. - Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, den Herstellungsprozess eines Hörgeräts und eines Hörgerätegehäuses zu vereinfachen.
- Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein Hörgerätegehäuse mit einem ersten und einem zweiten Gehäuseabschnitt, die jeweils an einer vorgegebenen Stelle miteinander verbindbar sind, wobei der erste und der zweite Gehäuseabschnitt einteilig gefertigt und durch einen knickbaren Verbindungsabschnitt verbunden sind.
- Darüber hinaus wird die oben genannte Aufgabe gemäß der vorliegenden Erfindung auch gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung eines Hörgerätegehäuses durch eine Kunststoffspritzgusstechnik, wobei mehrere Abschnitte des Hörgerätegehäuses in einem Teil gespritzt werden, so wie durch ein entsprechendes Hörgerät.
- In vorteilhafter Weise ist damit nicht nur die Vorfertigung des Hörgerätegehäuses, sondern auch die Endmontage des Hörgeräts deutlich zu vereinfachen. Dies ist dadurch gewährleistet, dass die wesentlichen Komponenten, vor allem die Gehäuseschalen und das Batteriefach, aus einem Teil hergestellt und somit ein paarweises Durchschleusen der Gehäuseschalen durch den Fertigungsprozess vermieden werden kann. Damit ergeben sich deutliche Einsparungen in der Fertigungslogistik.
- Ferner hat dieses einteilige Herstellen der Gehäuseabschnitte den Vorteil, dass die einzelnen Gehäuseabschnitte keinen Schwankungen in den Materialeigenschaften unterliegen.
- Da mindestens ein Paar der Gehäuseabschnitte einteilig ausgeführt ist, kann die Endmontage des Hörgeräts rascher durchgeführt werden. Durch den knickbaren Verbindungsabschnitt entfallen an dieser Stelle etwaige Fügeelemente, wie z.B. Schraubösen, für die ein verhältnismäßig großer Bauraum vorzusehen ist. Damit lässt sich das Hörgerät kompakter gestalten.
- Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
- Die vorliegende Erfindung wird nun anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert, in denen zeigen:
-
1 eine Draufsicht und eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Gehäuseschale; -
2 eine Draufsicht auf erfindungsgemäße Gehäuseabschnitte; -
3 eine 3D-Ansicht auf die Gehäuseabschnitte eines Hörgeräts; und -
4 eine 3D-Ansicht auf ein fertig montiertes Hörgerät. - Die nachfolgend näher beschriebenen Ausführungsbeispiele stellen bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung dar.
- In
1 ist die Draufsicht auf eine einteilige Gehäuseschale eines Hörgeräts dargestellt. Zwei Gehäusehälften1 und2 werden durch einen Verbindungsabschnitt3 , der eine Sollknickstelle aufweist, zusammengehalten. An der Unterseite der Ge häusehälfte1 ist ein weiterer Gehäuseabschnitt4 , z.B. für ein Batteriefach, angebracht. Der weitere Gehäuseabschnitt4 ist mit der Gehäusehälfte1 ebenfalls durch einen Verbindungsabschnitt5 einteilig verbunden. Durch das Herstellungs-Verfahren können damit sämtliche Gehäuseabschnitte1 ,2 und4 in einem Fertigungsschritt hergestellt werden. - An der Außenseite der Gehäusehälfte beziehungsweise des Gehäuseabschnitts
2 ist ein Schnappelement6 angebracht, das auch als Fügeklipp bezeichnet werden kann. Das Schnappelement6 dient dazu, eine Schnappverbindung zwischen den Gehäusehälften1 und2 herzustellen. Hierfür sind die beiden Gehäusehälften1 und2 lediglich gegeneinander zu drücken und eine aufwändige Fügetechnik wie beispielsweise Schrauben kann vermieden werden. - Eine Schnittansicht A-A zeigt einen Querschnitt durch die beiden Gehäusehälften
1 und2 sowie den Verbindungsabschnitt3 . Deutlich ist hier die Sollknickstelle zu erkennen, die in dem Verbindungsabschnitt3 angeordnet ist. Sie ermöglicht, dass die beiden Gehäusehälften1 und2 zusammengeklappt und an dieser Stelle fest miteinander verbunden bleiben. -
2 zeigt eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. In diesem Fall sind die Gehäusehälften11 und12 durch Spritzstege13 in einem Spritzgussrahmen14 gehalten. Einteilig mit dem Rahmen14 ist weiterhin ein Gehäuseabschnitt15 für ein Batteriefach verbunden. - Die Gehäuseabschnitte
11 ,12 und15 sind in dem dargestellten Fertigungszustand noch einteilig miteinander verbunden, so dass sie den weiteren Fertigungsprozess ohne hohen Logistikaufwand miteinander durchlaufen können. Vor der Montage des Hörgeräts werden die Gehäuseabschnitte11 ,12 und15 aus den Stegen13 und dem Rahmen14 gebrochen. - Der Gehäuseabschnitt
15 für das Batteriefach kann trotz dieser einteiligen Verbindung mit den übrigen Gehäuseabschnitten11 und12 aus einem anderen Material als diese gefertigt werden. So kann beispielsweise die Form dieses Gehäuseabschnitts15 mit einem anderen Kunststoff gefüllt werden, als die Formen der Gehäuseabschnitte11 und12 . Des Weiteren ist es auch möglich, den Gehäuseabschnitt15 während des weiteren Fertigungsprozesses unabhängig von den beiden Gehäuseabschnitten11 und12 mit weiteren Materialien zu versehen, so dass allein dieser Gehäuseabschnitt15 schließlich aus einem Kombi-Material besteht. Die räumliche Trennung der einzelnen Gehäuseabschnitte erleichtert allgemein die Durchführung unterschiedlicher Verfahrensschritte an den einzelnen Gehäuseabschnitten. -
3 zeigt eine 3D-Ansicht eines noch offenen Hörgerätegehäuses. Die Gehäusehälften1 und2 sind an der Unterseite mit einem Folienscharnier3 , das den Verbindungsabschnitt darstellt, verbunden. In die Gehäuseschale1 ist bereits ein Mikrofon20 , ein Verstärker21 und eine Batterie22 eingelegt. Ein nach dem Zusammenklicken der Gehäusehälften1 und2 in die Oberseite des Gehäuses einschiebbarer Tragehaken30 ist in3 ebenfalls dargestellt. - Das komplett montierte Hörgerät ohne Anschluss, Schlauch und Ohrpassstück ist in
4 dargestellt. Es sind die beiden Gehäusehälften1 und2 sowie der auf das Gehäuse aufgeschobene Tragehaken30 zu erkennen. Das Batteriefach ist mit einem Deckel7 verschlossen, der mit den einteilig miteinander verbundenen Gehäusehälften1 und2 hergestellt sein kann. -
- 1
- Gehäuseabschnitt
- 2
- Gehäuseabschnitt
- 3,5
- Verbindungsabschnitt, Folienscharnier
- 6
- Schnappelement
- 7
- Deckel
- 11
- Gehäuseabschnitt
- 12
- Gehäuseabschnitt
- 13
- Spritzsteg
- 14
- Spritzgussrahmen
- 15
- Gehäuseabschnitt
- 20
- Mikrofon
- 21
- Verstärker
- 22
- Batterie
- 30
- Tragehaken
Claims (9)
- Hörgerätegehäuse mit einem ersten und einem zweiten Gehäuseabschnitt (
1 ,2 ), die jeweils an einer vorgegebenen Stelle miteinander verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der zweite Gehäuseabschnitt (1 ,2 ) einteilig gefertigt und durch einen knickbaren Verbindungsabschnitt (3 ) verbunden sind. - Hörgerätegehäuse nach Anspruch 1, wobei der erste oder zweite Gehäuseabschnitt (
1 ,2 ) ein Schnappelement (6 ) aufweist, mit dem zwischen beiden Gehäuseabschnitten (1 ,2 ) eine Schnappverbindung herstellbar ist. - Hörgerätegehäuse nach Anspruch 1 oder 2, das weiterhin einen dritten Gehäuseabschnitt (
4 ) aufweist, der mit dem ersten oder zweiten Gehäuseabschnitt (1 ,2 ) verbindbar ist. - Hörgerätegehäuse nach Anspruch 3, wobei der dritte Gehäuseabschnitt (
4 ) einteilig mit dem ersten und/oder zweiten Gehäuseabschnitt (1 ,2 ) verbunden ist und hierfür einen knickbaren Verbindungsabschnitt (5 ) besitzt. - Hörgerätegehäuse nach Anspruch 3, wobei der dritte Gehäuseabschnitt (
4 ) aus einem anderen Material besteht als der erste und zweite Gehäuseabschnitt (1 ,2 ) und der dritte Gehäuseabschnitt (4 ) mit den beiden anderen Gehäuseabschnitten (1 ,2 ) mittels einer Schnappverbindung (5 ) verbindbar ist. - Hörgerät mit einem Hörgerätegehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 5.
- Verfahren zur Herstellung eines Hörgerätegehäuses durch eine Kunststoffspritzgusstechnik, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Abschnitte (
1 ,2 ) des Hörgerätegehäuses in einem Teil gespritzt werden. - Verfahren nach Anspruch 7, wobei ein Gehäuseabschnitt (
4 ) aus einem anderen Material besteht als ein weiterer Gehäuseabschnitt (1 ,2 ). - Verfahren nach Anspruch 7 oder 8 mit weiterhin den Schritten: Knicken der durch die Kunststoffspritzgusstechnik hergestellten Spritzgussteile an einem oder mehreren Verbindungsabschnitten (
3 ), Einlegen elektronischer Komponenten (20 ,21 ,22 ) in Gehäuseabschnitte (1 ,2 ) der Spritzgussteile und Zusammenschnappen der Gehäuseabschnitte (1 ,2 ).
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE10248764A DE10248764B4 (de) | 2002-10-18 | 2002-10-18 | Hörgerätegehäuse und Verfahren zu dessen Herstellung, sowie Hörgerät |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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Family
ID=32087031
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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|---|---|
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Citations (5)
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| DE4230308C1 (en) * | 1992-09-10 | 1993-05-19 | Siemens Ag, 8000 Muenchen, De | Hearing aid carried behind ear - has stirrup formed on housing frame carrying electrical and electromechanical components |
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-
2002
- 2002-10-18 DE DE10248764A patent/DE10248764B4/de not_active Expired - Fee Related
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|---|---|
| DE10248764A1 (de) | 2004-05-06 |
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