OFFENBARUNG
DER ERFINDUNG
Neue BreitstrahlTM-Technologien
sind Systeme und Verfahren, die ermöglichen, dass mehrdimensionale
(Fläche
oder Volumen) Echoortsdaten aus nicht mehr als einem Ultraschallstrahl
erzeugt werden. Diese Technologien umfassen das Erzeugen eines Ultraschallstrahls
und das Senden desselben in ein zu untersuchendes Material, das
Erzeugen von Echosignalen aus den resultierenden Echos, und das
Verarbeiten der Echosignale, um Echoortsdaten zu erzeugen, die in
zwei oder mehr Dimensionen verteilt sind.
Breitstrahltechnologien sind weniger
komplex als Ultraschallsysteme und -verfahren des Standes der Technik.
Breitstrahlsysteme und -verfahren sind beispielsweise nicht durch
die Verwendung von Sendelinien, Abtastlinien oder Empfangslinien
eingeschränkt,
und Breitstrahlsysteme und -verfahren können mehrdimensionale Echoortsdaten
aus nicht mehr als einem gesendeten Ultraschallstrahl erzeugen.
Die Abhängigkeit
von Sendelinien und Empfangslinien wird beseitigt, da die Breitstrahltechnologien
keine Annahme erfordern, dass Echoquellen entlang einer eindimensionalen
Linie wie z. B. der Sendestrahllinie 250 und/oder einer
Empfangslinie angeordnet sind. Breitstrahlsysteme und -verfahren erfordern
nicht, dass mehrere Strahlabtast- oder Abtastlinien ein zweidimensionales
Bild erzeugen. Im Gegensatz zum Stand der Technik können sich
die resultierenden Echoortsdaten auch aus einem einzelnen gesandten
Ultraschallstrahl ergeben, der über zwei
Dimensionen verteilt sein kann. Unter Verwendung von Breitstrahlsystemen
und -verfahren kann eine Mehrheit der empfangenen Echosignale zur
Bilderzeugung verwendet werden.
Im Gegensatz zu Ausführungsbeispielen
des Standes der Technik hängen
Breitstrahlsysteme und -verfahren nicht notwendigerweise von der
Form oder Breite eines gesandten Ultraschallstrahls ab, um die Auflösung der
Echoortsdaten festzulegen. Diese Unabhängigkeit entsteht, da Breitstrahlsysteme
keine Annahme beinhalten, dass ein gesandter Ultraschallstrahl durch
eine Sendelinie oder eine Spalte, die eine Sendelinie umgibt, angenähert wird. Im
Allgemeinen sind Ultraschallstrahlen (Breitstrahlen), die in Breitstrahlsystemen
und -verfahren verwendet werden, breiter als der im Stand der Technik verwendete
fein fokussierte Ultraschallstrahl 170.
Breitstrahlsysteme und -verfahren
verarbeiten Daten anders als der Stand der Technik. Breitstrahlsysteme
und -verfahren basieren auf mehrdimensionalen Entfaltungsalgorithmen,
die an Empfangswandlern empfangene Echos in Echoortsdaten umwandeln,
wodurch mehrdimensionale Echoortsdaten aus einem einzelnen gesandten
Ultraschallstrahl erzeugt werden. In einem Ausführungsbeispiel beeinflusst
ein Entfaltungsalgorithmus (Berechnung) beispielsweise eine Transformation
von zweidimensionalen (Zeit, Ultraschallwandler) Rohdaten in zweidimensionale
(X,Y-Position) Echoortsdaten. Die zweidimensionalen (Zeit, Ultraschallwandler)
Rohdaten werden wahlweise unter Verwendung eines einzelnen gesandten
Ultraschallstrahls und ohne Annahme einer Sendelinie oder einer
Empfangslinie erzeugt. Die zweidimensionalen Echoortsdaten sind über einen
Bereich verteilt, der mindestens zwei räumliche Dimensionen zur Darstellung
erfordert. Die in Breitstrahlsystemen und -verfahren enthaltene
Datenverarbeitung ist in der Lage, einen einzelnen übertragenen
Ultraschallstrahl zu verwenden, um ein zweidimensionales Bild zu
erzeugen, das zur Anzeige auf einer Anzeigevorrichtung ausgelegt
ist.
Breitstrahlsysteme und -verfahren
nutzen Steigerungen der Mikroprozessorleistung und Fortschritte
in den integrierten Schaltkreistechnologien. Derzeitige Mikroprozessoren
sind in der Lage, eine Breitstrahl-Datenanalyse mit einer Geschwindigkeit durchzuführen, die
schneller ist als die Geschwindigkeit, mit der einzelne Ultraschallstrahlen
unter Verwendung von Strahlformungstechnologien des Standes der
Technik gesandt und empfangen werden können. Obwohl Technologien des
Standes der Technik durch die Impulsrücklauf zeit und die Anzahl von
einzelnen Ultraschallstrahlen, die erforderlich sind, um einen Bereich
abzubilden, eingeschränkt sind,
wirken sich Ausführungsbeispiele
der Breitstrahlmethode auf weitergehende Fortschritte in der Rechentechnologie
aus. Breitstrahlsysteme und -verfahren erzielen Bilderzeugungsraten,
die nicht hauptsächlich
durch die Verwendung von schmal fokussierten Ultraschallstrahlen
begrenzt sind wie im Stand der Technik.
In einem herkömmlichen System, das auf eine
Tiefe von 200 mm abbildet, benötigen
beispielsweise 128 Sende/Empfangs-Zyklen 33,3 Millisekunden auf der Basis
einer Schallgeschwindigkeit von 1,54 mm/Mikrosekunde. Diese Geschwindigkeit
ergibt eine Bildrate von ungefähr
30 Vollbildern/Sekunde mit einer Bildauflösung über die Bildfläche senkrecht
zur Achse der Elementmatrix 105 von 128 Zeilen. Im Vergleich
kann unter Verwendung eines Ausführungsbeispiels
der Erfindung zum Abbilden derselben Tiefe eine ähnliche Auflösung unter
Verwendung von fünf
bis sieben Sende/Empfangs-Zyklen, die insgesamt 1,3 bis 1,8 Millisekunden
benötigen, erhalten
werden. Diese Zeiten begrenzen die resultierende Bildrate auf 769
bzw. 549 Vollbilder/Sekunde. In verschiedenen Ausführungsbeispielen
werden Bilder mit Bildauflösungen
von 128 Zeilen wie vorstehend in weniger als 25, 17, 10, 5 oder
2 Millisekunden erhalten.
Einige Ausführungsbeispiele der Breitstrahltechnologien
ergeben Bilder, die das Auftreten von unerwünschten zeitlichen Anomalien,
die mit Abtastprozessen des Standes der Technik verbunden sind, minimieren.
Die mehrdimensionalen Echoortsdaten, die von einem Breitstrahl-Ultraschallstrahl
abgeleitet werden, stellen einen Abschnitt des untersuchten Materials
während
des kurzen Zeitraums einer Impulsrücklaufzeit dar. Da diese Zeit
kürzer
ist als die Zeit, die erforderlich ist, um eine zweidimensionale (Mehrstrahl-)
Abtastung im Stand der Technik durchzuführen, wird die Wahrscheinlichkeit
einer relativen Bewegung zwischen den Wandlern und dem untersuchten
Material während
der Datenerfassung relativ zum Stand der Technik verringert.
Breitstrahlsysteme und -verfahren
hängen nicht
von der Näherung
des Standes der Technik ab, dass ein Ultraschallstrahl durch eine
Linie dargestellt werden kann, wie z. B. die Strahllinie 250.
Daher ist die Auflösung
der resultierenden Echoortsdaten keine Funktion des Abstands von
einem Brennpunkt, wie z. B. den Brennpunkten 230A–E des
Standes der Technik. Breitstrahlen sind typischerweise breiter und in
der Lage, Bereiche abzubilden, die größer sind als jeder der fokussierten
Strahlen des Standes der Technik.
Da jeder Breitstrahl in der Lage
ist, einen Bereich abzubilden, der größer ist als Ultraschallstrahlen
des Standes der Technik, wird die Anzahl von Ultraschallstrahlen,
die erforderlich ist, um einen speziellen Bereich abzubilden, relativ
zum Stand der Technik verringert. Da weniger Ultraschallstrahlen,
wie z. B. nur ein Ultraschallstrahl, erforderlich sind, können Breitstrahlsysteme
und -verfahren weniger Leistung verwenden, um ein zu untersuchendes
Material abzubilden, als Systeme des Standes der Technik. Die Verwendung
von weniger Leistung senkt die Menge an Energie, die in das zu untersuchende
Material eingeschossen wird, und senkt die Menge an Elektrizität, die zum
Erzeugen jedes Bildes erforderlich ist. Verringerte elektrische
Anforderungen können
Vorrichtungen, die eingebaute Leistungsquellen wie z. B. Batterien
verwenden, nutzen.
Ausführungsbeispiele der Breitstrahltechnologie
umfassen einen Prozess der FlächenformungTM zum Erzeugen, Empfangen und Analysieren
eines Ultraschallstrahls, wobei ein Satz von Echoortsdaten, die über einen
Bereich verteilt sind, der zwei räumliche Dimensionen zur Darstellung
erfordert, unter Verwendung von nicht mehr als einem Ultraschall
erzeugt werden. Die Empfangspunkte, an denen die Echoerfassung stattfindet
und Echoortsdaten erzeugt werden, können irgendwo im geprüften Bereich
liegen. Die Empfangspunkte liegen wahlweise entlang eines variablen
Gitters, dessen Granularität und
Regelmäßigkeit
mit der Position variieren. Weitere Ausführungsbeispiele der Breitstrahltechnologie umfassen
einen Prozess der VolumenformungTM ähnlich der
Flächenformung,
außer
dass drei räumliche
Dimensionen erforderlich sind, um die Echoortsdaten, die unter Verwendung
von nicht mehr als einem Ultraschall erzeugt werden, angemessen
darzustellen. Die Flächenformung
und Volumenformung werden wahlweise mit nicht-räumlichen Dimensionen wie z.
B. Zeit und Geschwindigkeit kombiniert, um Prozesse der mehrdimensionalen
FormungTM zu erzielen.
4 ist
ein Ablaufplan, der einen Überblick über ein
Breitstrahlverfahren gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der Erfindung zeigt und im Allgemeinen mit 400 bezeichnet
ist. Das Verfahren 400 beginnt mit einem Breitstrahl-Konstruktionsschritt 410,
das die Festlegung der Anzahl und Formen von Ultraschallstrahlen
(Breitstrahlen), die zum Abbilden einer Fläche oder eines Volumens erforderlich
sind, umfasst. Innerhalb dieses Schritts werden gewünschte Eigenschaften
von zumindest einem der festgelegten Breitstrahlen berechnet und
Parameter für
die Breitstrahlerzeugung werden festgelegt. Die gewünschten
Eigenschaften jedes Breitstrahls können Faktoren wie z. B. Position,
Richtung, Breite, Intensität,
Streuung oder dergleichen umfassen. Die Parameter können Spannungen,
Blendenfunktionen, Anregungsverzögerungen
und ähnliches
umfassen.
In einem Sendeschritt 420 wird
der in Schritt 410 konstruierte Breitstrahl erzeugt und
in ein zu untersuchendes Material gesendet. Der Sendeschritt 420 umfasst
die Erzeugung einer elektronischen Wellenform unter Verwendung von
beispielsweise einem digitalen oder analogen Wellenformgenerator. Diese
Wellenform wird mit mehreren Kanälen
gekoppelt, von denen jeder unter Verwendung von Vorrichtungen wie
z. B. einem Mehrkanal-Verzögerungsgenerator
und einem Mehrkanal-Leistungsverstärker unabhängig verzögert und
verstärkt
werden kann. Typischerweise werden die Verzögerungszeiten als Reaktion
auf die gewünschte
Form, Breite und Richtung des Breitstrahls ausgewählt. Die
verstärkten Wellenformen
regen Wandlerelemente 110 an, die bewirken, dass der Breitstrahl
in ein zu untersuchendes Material gesandt wird.
Ein Empfangsschritt 430 verwendet
die Wandlerelemente 110, um Echos zu erfassen, die durch
den gesandten Breitstrahl erzeugt werden. Die Wandlerelemente 110 erzeugen
elektronische Signale als Reaktion auf die erfassten Echos. Die
resultierenden elektronischen Signale (Analogkanaldaten) werden
wahlweise unter Verwendung eines analogen Filters gefiltert und
typischerweise mit einem Mehrkanal-A/D-Wandler digitalisiert, um
Digitalkanaldaten zu erzeugen. In einem Ausführungsbeispiel umfassen die
Kanaldaten vorzugsweise sowohl eine Amplituden- als auch Phaseninformation.
In einem Datenspeicherschritt 440 werden die Kanaldaten
in einem Kanaldatenpuffer gespeichert. Dieser Kanaldatenpuffer befindet
sich in einem Speicher wie z. B. einem RAM, magnetischen Medien,
optischen Medien oder dergleichen.
Ein Echoflächen-Berechnungsschritt 450 umfasst
die Verarbeitung der gespeicherten Kanaldaten unter Verwendung von
mehrdimensionalen Entfaltungsalgorithmen. Diese Algorithmen sind
mathematische Verfahren, die die Kanaldaten in mehrdimensionale
Echoortsdaten transformieren. Der Echoflächen-Berechnungsschritt 450 kann
die mehrdimensionalen Echoortsdaten ohne Verwendung der Sendelinien,
Empfangslinien oder Abtastlinien, die den Stand der Technik kennzeichnen,
erzeugen.
Das Verfahren 400 fährt mit
einem Echoortsdaten-Speicherschritt 460 fort,
in dem die resultierenden Echoortsdaten unter Verwendung einer Echoortsdatenmatrix
gespeichert werden, die ein vorgewähltes Koordinatensystem verwendet.
Die Echoortsdaten befinden sich typischerweise in einem Speicher
wie z. B. einem RAM, magnetischen Medien, optischen Medien oder
dergleichen.
In einem Schritt 465 prüft das Verfahren 400, ob
der Datenerfassungsprozess vollständig ist (z. B. die zum Erzeugen
des gewünschten
Bildes erforderlichen Daten erfasst wurden). Wenn der Datenerfassungsprozess
unvollständig
ist, kehrt das Verfahren zum Breitstrahl-Konstruktionsschritt 410 zurück, in dem
ein weiterer Breitstrahl konstruiert wird. Wenn in Schritt 465 der
Datenerfassungsprozess vollständig ist,
kann ein Bild in einem wahlweisen Bilderzeugungsschritt 470 erzeugt
und in einem wahlweisen Anzeigeschritt 480 auf einer Anzeigevorrichtung
wie z. B. einem Computermonitor angezeigt werden.
Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel schließt der Breitstrahl-Konstruktionsschritt 410 die Berechnung
von Kennwerten für
verschiedene Breitstrahlen ein. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Rückkehr zu
Schritt 410 zwischen den Schritten 465 und 420 optional.
Das Verfahren kann direkt vom Schritt 465 zum Sendeschritt 420 fortfahren,
da die gewünschten
Kennwerte für
den nächsten
Breitstrahl vor dem Schritt 410 vorausberechnet werden.
5 zeigt
ein Breitstrahlsystem gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der Erfindung, das im Allgemeinen mit 500 bezeichnet ist.
Ein Wellenformgenerator 510 wie z. B. ein programmierbarer
Impulssequenzgenerator oder dergleichen wird verwendet, um elektronische
Signale zu erzeugen, wie z. B. elektronische Impulse 210,
die später
verwendet werden, um einen Breitstrahl-Ultraschallstrahl zu erzeugen. Die
elektronischen Signale werden individuell durch eine Verzögerungsvorrichtung 515 in
verschiedenen Signalkanälen
mit einem Satz von Verzögerungen, die
dazu ausgelegt sind, einen Ultraschallstrahl mit den in Schritt 410 von 4 konstruierten Eigenschaften
zu erzeugen, verzögert.
Das Ausgangssignal der Verzögerungsvorrichtung 515 wird
mit einem Leistungsverstärker 520 wie
z. B. einem Leistungstransistor, Operationsverstärker, Hochgeschwindigkeits-FET
oder dergleichen gekoppelt, wo es verstärkt und durch einen Sende/Empfangs-Schalter 525 geleitet
wird. Der Sende/Empfangs-Schalter 525 umfasst wahlweise
einen Multiplexer 527, der dazu ausgelegt ist, Eingangskanäle mit Signalen,
die von der Verzögerungsvorrichtung 515 empfangen
werden, mit Ausgangskanälen
zur Übertragung
zu einer Wandlermatrix 530 zu koppeln, die analog zur Elementmatrix 105 des
Standes der Technik sein kann. Die Wandlermatrix 530 umfasst
Ultraschallwandlerelemente wie z. B. die Ultraschallwandlerelemente 110A–110H,
die durch Umwandeln von elektrischen Signalen, die vom Sende/Empfangs-Schalter 525 empfangen
werden, in Ultraschallimpulse einen Breitstrahl erzeugen.
Die Wandlermatrix 530 ist
dazu ausgelegt, den Breitstrahl in ein zu untersuchendes Material 535 zu
senden. Das Senden des Breitstrahls findet in Schritt 420 von 4 statt. Echos werden im
untersuchten Material 535 durch Wechselwirkungen zwischen
dem Breitstrahl und Ultraschall reflektierenden Gegenständen wie
z. B. Gewebe und Knochen erzeugt. Die Wandlermatrix 530 empfängt die
erzeugten Echos und erzeugt entsprechende elektrische Signale in
Schritt 430 von 4.
Diese elektrischen Signale, die typischerweise analoge elektrische
Signale sind, werden über
den Sende/Empfangs-Schalter 525 mit einem Verstärker 540 mit
variabler Verstärkung
wie z. B. einem spannungsgeregelten Operationsverstärker, einem
digital gesteuerten Verstärker, einer
Verstärkungstransistorschaltung
oder dergleichen gekoppelt.
Nach der Verstärkung werden die Signale über ein
wahlweises analoges Filter 545 zu einem A/D-Wandler 550 geleitet,
wo die verstärkten
Signale digitalisiert werden. Das analoge Filter 545 kann
irgendein analoges Filter sein, das auf dem Fachgebiet bekannt ist,
wie z. B. ein Bandpassfilter, ein Bandsperrfilter oder dergleichen.
Der A/D-Wandler 550 ist typischerweise ein kommerziell
erhältlicher Analog-Digital-Wandler oder dergleichen.
Die resultierenden digitalen Daten
werden in Schritt 440 (4)
in einem Kanaldaten-Speicherpuffer 555 gespeichert, wo
sie vom Signalprozessor 560 verarbeitet werden. Der Kanaldaten-Speicherpuffer 555 kann
sich in einem beliebigen auf dem Fachgebiet bekannten Speichersystem
befinden. Der Kanaldaten-Speicherpuffer 555 ist beispielsweise
wahlweise in einem elektronischen Speicher wie z. B. einem RAM oder
einem magnetischen oder optischen Speicher wie z. B. Plattenlaufwerken,
Kompaktplatten oder dergleichen angeordnet. Die vom Signalprozessor 560 durchgeführten Operationen umfassen
Echoflächenberechnungen
von Schritt 450 (4),
die die im Datenkanal-Speicherpuffer 555 gespeicherten
Zeitdomänendaten
in Echoortsdaten transformieren, wie z. B. Rohdaten oder erfasste
Daten, die in Schritt 460 (4)
in einem Echoortsdaten-Speicher 565 gespeichert werden.
Aus dem Echoortsdaten-Speicher 565 werden Daten wahlweise
zu einem zusätzlichen
Datenspeicher 570 übertragen
oder auf diese wird durch einen Bildwandler 575 zugegriffen.
Der Echoortsdaten-Speicher 565 und der zusätzliche
Datenspeicher 570 können
beliebige geeignete Speichervorrichtungen wie z. B. ein elektronischer
Speicher, magnetische oder optische Medien oder dergleichen sein.
Der Bildwandler 575 ist analog zu "Bildabtastwandlern"
des Standes der Technik, kann jedoch zusätzlich vielmehr Daten verarbeiten,
die unter Verwendung eines einzelnen Ultraschallstrahls erzeugt
werden, als Daten, die unter Verwendung einer "Abtastung" mit mehreren
Ultraschallstrahlen erzeugt werden. In Schritt 470 (4) kann der Bildwandler 575 Daten
verwenden, die im Echoortsdaten-Speicher 565, im zusätzlichen
Datenspeicher 570 oder beiden gespeichert sind, um Erkennungsdaten
oder Bilddaten zu erzeugen.
Der Bilderzeugungsprozess kann zu
Verfahren des Standes der Technik zur Bilderzeugung unter Verwendung
von Echoortsdaten, die durch Strahlformungsverfahren erzeugt werden,
analog sein. Beispielsweise wird eine spezielle Position im Echoortsdaten-Speicher 565 wahlweise
in eine spezielle Stelle auf einem Anzeigebildschirm abgebildet.
Die Intensität
und/oder Farbe einer Position innerhalb des Bildes kann die Intensität oder eine
andere Eigenschaft von Echos anzeigen, die innerhalb des untersuchten Materials 535 erfasst
werden. Dieses Bild wird in Schritt 480 ( 4) wahlweise auf einer Anzeige 580 wie
z. B. einem LCD-Schirm,
einem CRT-Schirm, einem Computermonitor, einer elektronischen Anzeige oder
dergleichen gezeigt.
Vom Bildwandler 575 verwendete
Daten können
sich aus einer Reihe von Ultraschallstrahlen oder alternativ aus
einem einzelnen Ultraschallstrahl ergeben. Daten im zusätzlichen
Datenspeicher 570 werden mit anderen Komponenten des Breitstrahlsystems 500 wie
z. B. dem Bildwandler 575, der Datenübertragungselektronik 585 und
der Benutzerschnittstellenelektronik 590 gekoppelt. Die
Komponenten des Breitstrahlsystems 500 werden durch eine
Steuerelektronik 595 über
Verbindungen, die in 5 nicht
gezeigt sind, gesteuert und koordiniert. Die Steuerelektronik 595 umfasst
Mikroprozessoren, DSPs und einen wahlweisen Computercode 596,
der dazu ausgelegt ist, Elemente des Breitstrahlsystems 500 zu
steuern und Verfahren der Erfindung wie z. B. den Breitstrahlprozess 400 auszuführen.
6 ist
ein Ablaufplan, der den Breitstrahl-Konstruktionsschritt 410 gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der Erfindung darstellt. In diesem Ausführungsbeispiel werden Berechnungen
unter Verwendung des Computercodes 596 durchgeführt und
können
beispielsweise mathematische Modelle der Ultraschallstrahlerzeugung,
-fortpflanzung und -rückstrahlung
umfassen. In einigen Fällen
werden Nachschlagetabellen verwendet, um den Berechnungsprozess
zu beschleunigen. Wenn ein Benutzer beispielsweise eine spezielle
Analysetiefe angegeben hat, wird wahlweise eine erwünschte Intensität aus einer
Nachschlagetabelle festgestellt. Der Breitstrahl-Konstruktionsschritt 410 beginnt
mit einem Abdeckungsfestlegungsschritt 610, in dem die
zu untersuchende Fläche
(oder das Volumen) innerhalb des untersuchten Materials 535 und
die Zeitdauer, über die
die Untersuchung stattfinden soll, festgelegt werden. Der Abdeckungsfestlegungsschritt 610 kann
auf Optionen, die von einem Benutzer ausgewählt werden, und auf die Anforderungen
der aktuellen Abbildungs- (Analyse-) Betriebsart reagieren. In einer Doppler-Abbildungsbetriebsart
kann der Benutzer beispielsweise eine kontinuierliche Überwachung und
einen Breitstrahl, der durch eine kontinuierliche Reihe von Ultraschallimpulsen
gekennzeichnet ist, auswählen.
In einem anderen Beispiel kann ein Benutzer wählen, einen Bereich innerhalb
des zu untersuchenden Materials 535 unter Verwendung eines eingeschränkten Blickfeldes
anzustrahlen. Die Wahl eines speziellen Blickfeldes wird wahlweise
verwendet, wenn eine Breite eines erzeugten Breitstrahls berechnet
wird. Breiten von Breitstrahlen können beispielsweise derart
ausgewählt
werden, dass eine ganze Zahl von Breitstrahlen mit einer Überlappung von
10% in ein gewähltes
Blickfeld passt.
Der Abdeckungsfestlegungsschritt 610 kann auch
eine Anzahl von Breitstrahlen festlegen, die zum Abbilden einer
Fläche
(oder eines Volumens) innerhalb des zu untersuchenden Materials 535 erforderlich
sind. In einem Ausführungsbeispiel
umfasst der Abdeckungsfestlegungsschritt 610 beispielsweise
eine Berechnung, die dazu ausgelegt ist, eine Abdeckung im fernen
Feld zu simulieren, die feststellt, dass eine Fläche am besten unter Verwendung
von drei Breitstrahlen, die unter Verwendung von Blockschaltverfahren
gegeneinander verschoben werden, abgebildet wird. In anderen Ausführungsbeispielen stellt
die Berechnung fest, dass eine Fläche am besten unter Verwendung
von einem, zwei oder mehr Breitstrahlen abgebildet wird. Wenn der
Benutzer eine Betriebsart ausgewählt
hat, die mehrere verschiedene Breitstrahlen, eine wiederholte Abbildung oder
eine kontinuierliche Überwachung
umfasst, wird der Abdeckungsfestlegungsschritt 610 wahlweise einmal
für jeden
Breitstrahl durchgeführt.
Dem Abdeckungsfestlegungsschritt 610 folgt ein
Eigenschaftsfestlegungsschritt 620, in dem weitere Eigenschaften
des (der) Breitstrahls (Breitstrahlen), der (die) im Abdeckungsfestlegungsschritt 610 festgelegt
wurde(n), festgelegt werden. Diese Eigenschaften umfassen, sind
jedoch nicht begrenzt auf Ultraschallfrequenzen, Richtung, Streuung,
Impulsform, Phasenbeziehungen, Blende, Intensität, Dauer, Wiederholungsrate
und/oder andere Eigenschaften eines Ultraschallstrahls. Die Eigenschaften
hängen typischerweise
von der Abbildungsanalyseart, die durchgeführt wird, von der erforderlichen
Auflösung und
von Optionen, die von einem Benutzer gewählt werden, ab. Eine Betriebsart
der kontinuierlichen Überwachung
kann beispielsweise einen Breitstrahl erfordern, der mit einer speziellen
Impulsrate erzeugt wird, eine hohe Auflösung kann die Verwendung von mehreren
Ultraschallfrequenzen erfordern, und ein Benutzer kann wählen, einen
schmalen Bereich zu untersuchen, der am besten durch einen Breitstrahl mit
geringer Streuung geprüft
wird. Zusätzlich
zu den vorstehend erörterten
Eigenschaften kann der Eigenschaftsfestlegungsschritt 620 die
Auswahl eines Koordinatensystems, mit dem die durch den Breitstrahl abgedeckte
Fläche
dargestellt werden soll, und eines Ursprungs dieses Koordinatensystems
umfassen. Ein solches Koordinatensystem kann verwendet werden, um
Echoortsdaten zu speichern. Die Auswahl eines Koordinatensystems
reagiert wahlweise auf die Form eines Breitstrahls. Beispiele von
möglichen
Koordinatensystemen sind in 7 dargestellt.
Der Abdeckungsfestlegungsschritt 610 und der
Eigenschaftsfestlegungsschritt 620 reagieren wahlweise
auf Anforderungen der Auflösung
und des dynamischen Bereichs. In einem Ausführungsbeispiel reagieren diese
Schritte beispielsweise auf eine Benutzereingabe, die ein Bild festlegt,
das auf eine spezielle Fläche
gezoomt wird. In einem weiteren Ausführungsbeispiel reagieren diese
Schritte auf eine Benutzereingabe, die eine höhere Bildauflösung für einen
Teil oder alles eines Bildes festlegt. In einem weiteren Ausführungsbeispiel
umfasst der Abdeckungsfestlegungsschritt 610 eine Festlegung,
dass ein einzelner Ultraschallstrahl erzeugt werden sollte, aber
dass beispielsweise zum Erhöhen
der Auflösung
die vom einzelnen Ultraschallstrahl erzeugten Echos durch mehrere
verschiedene Sätze
von Empfangswandlern in mehreren Sende/Empfangs-Zyklen erfasst werden
sollten.
Der Abdeckungsfestlegungsschritt 610 und der
Eigenschaftsfestlegungsschritt 620 reagieren wahlweise
auf eine Rückkopplung,
die in anderen Schritten der Erfindung erzeugt wird. In einem Ausführungsbeispiel
geben Echoortsdaten beispielsweise an, dass ein Bereich der abgedeckten
Fläche schlecht
abgebildet wird und dass die schlechte Abbildung durch eine stark
reflektierende Grenze verursacht wird, die zwischen dem schlecht
abgebildeten Bereich und dem nächsten
der Wandlerelemente 110 angeordnet ist. Als Reaktion auf
diese Rückkopplung umfassen
der Abdeckungsfestlegungsschritt 610 und der Eigenschaftsfestlegungsschritt 620 das
Definieren eines gelenkten Breitstrahls, der den Bereich von alternativen
Ultraschallwandlern prüft,
die nicht mit der reflektierenden Grenze und dem zu prüfenden Bereich
in einer Linie liegen.
Der Breitstrahl-Auswahlschritt 630 umfasst die
Auswahl eines Breitstrahls zum Senden. Der Breitstrahl wird aus
jenen ausgewählt,
die im Eigenschaftsfestlegungsschritt 620 definiert wurden.
Wenn mehrere Breitstrahlen im Eigenschaftsfestlegungsschritt 620 gekennzeichnet
wurden, dann wird der Breitstrahl-Auswahlschritt 630 wahlweise
vor dem nächsten
Stattfinden des Eigenschaftsfestlegungsschritts 620 mehr
als einmal ausgeführt.
In einem solchen Fall wird der Breitstrahl-Auswahlschritt 630 nach Schritt 465 von 4 wiederholt.
Der Breitstrahl-Konstruktionsschritt 410 endet
mit einem Anregungsberechnungsschritt 640. Der Anregungsberechnungsschritt 640 umfasst
das Festlegen der zweckmäßigen physikalischen
Parameter, die erforderlich sind, um den im Breitstrahl-Auswahlschritt 630 ausgewählten Breitstrahl zu
erzeugen. Diese physikalischen Parameter umfassen beispielsweise,
welche Wandlerelemente 110 anzuregen sind, elektronische
Impulsspannungen, Impulsverzögerungszeiten,
Einstellungen des Multiplexer 527 und/oder dergleichen.
In einem Ausführungsbeispiel
erfordert ein ausgewählter
Ultraschallstrahl mit einer speziellen gewünschten Form und Richtung beispielsweise
die Verwendung eines speziellen Satzes von Wandlerelementen 110,
die durch eine spezielle elektronische Wellenform angeregt werden,
die durch Amplituden, Frequenzen und Phasen gekennzeichnet ist,
wobei jedes des erforderlichen Satzes von Wandlerelementen 110 mit
einer geeigneten Verzögerung
angeregt wird. Die zweckmäßigen physikalischen
Parameter werden beispielsweise unter Verwendung eines mathematischen
Modells zum Berechnen einer Spannung, Wellenform und Verzögerung,
die zum Anregen eines speziellen Elements der Wandlerelemente 110 verwendet
werden, ermittelt. In einem Ausführungsbeispiel
reagiert die Spannung auf einen Abstand in das zu untersuchende
Material 535, von dem erwartet wird, dass der Breitstrahl
in dieses eindringt.
7A–7C zeigen
Ausführungsbeispiele (710A–710C)
eines Breitstrahls 710, der im Abdeckungsfestlegungsschritt 610 und
im Eigenschaftsfestlegungsschritt 620 festgelegt wurde. 7A zeigt den Breitstrahl 710A,
der unter Verwendung eines linearen Ausführungsbeispiels der Wandlermatrix 530 erzeugt
wird. Die Fläche
eines beschallten Bereichs, die im Allgemeinen mit 715A bezeichnet
ist, wird wahlweise durch ein radiales (θ, R) Koordinatensystem mit
einem Ursprung 720, der sich an der Oberfläche der
Wandlerelemente 110 befindet, dargestellt. Punkte innerhalb
des beschallten Bereichs 715 werden durch ihren Abstand
(R) von einem Ursprung 720 und ihre Winkelkoordinate (θ) relativ
zur Wandlermatrix 530 oder einer Achse wie z. B. einer
Achse 730 oder einer Achse 735 identifiziert.
In alternativen Ausführungsbeispielen
befindet sich der Brennpunkt des Breitstrahls 710B vielmehr
hinter der Wandlermatrix 530 als vor den Wandlerelementen 110,
wie in 2 dargestellt.
7B zeigt
den Breitstrahl 710B, der unter Verwendung eines gekrümmten Ausführungsbeispiels
der Wandlermatrix 530 erzeugt wird. Ein beschallter Bereich,
der im Allgemeinen mit 715B bezeichnet ist, wird wahlweise
durch ein radiales Koordinatensystem mit einem Ursprung 755 hinter
der Wandlermatrix 530 dargestellt. Dieser Ursprungsort sieht
eine Beschallung von mehr Fläche
nahe den Wandlerelementen 110 vor als ein Ursprungsort
näher an
der Wandlermatrix 530, wie in 7A dargestellt. Der Ort des Ursprungs 755 hinter
der Wandlermatrix 755 ist wahlweise von der Form der Wandlermatrix 755 unabhängig. Ausführungsbeispiele
der Erfindung umfassen auch, sind jedoch nicht begrenzt auf die
Positionierung des Ursprungs 755 und/oder eines Brennpunkts
hinter einem linearen Ausführungsbeispiel
der Wandlermatrix 530.
7C zeigt
den Breitstrahl 710C, der zu einem beschallten Bereich
führt,
der im Allgemeinen mit 715C bezeichnet ist. Der beschallte
Bereich 715C weist eine rechteckigere Form auf als jene,
die vom Breitstrahl 710A und Breitstrahl 710B erzeugt
werden, die in 7A bzw. 7B gezeigt sind. Der vom Breitstrahl 710C beschallte
Bereich kann aufgrund der rechteckigen Form des Bereichs vorzugsweise durch
ein kartesisches (x, y) Koordinatensystem 780 dargestellt
werden.
Im Gegensatz zum Stand der Technik,
in dem die maximale Intensität
in der Mitte eines Ultraschallstrahls zu finden ist, kann die maximale
Intensität
eines Breitstrahls wie z. B. des Breitstrahls 710B oder 710C an
anderen Punkten als entlang der Mitte des Strahls liegen. 7D zeigt ein Diagramm 790 einer
Ultraschallintensität
durch einen Querschnitt des Breitstrahls 710C, gemessen
in einem Abstand von der Wandlermatrix 530 von ungefähr gleich
1/2 der Breite der Strahlblende. Dieser Querschnitt ist durch eine
gestrichelte Linie 785 in 7C angegeben.
Unter einem gewissen Umstand stellt das Intensitätsprofil eines Breitstrahls
eine erwünschtere
Energieverteilung dar als jene, die im Stand der Technik zu finden
sind. Die durch das Diagramm 790 dargestellte Energieverteilung
ist beispielsweise gleichmäßiger über den
beschallten Bereich 715C verteilt als die Energieverteilung
innerhalb eines Breitstrahls des Standes der Technik in dem Bereich
eines Brennpunkts.
8 zeigt
Details eines Ausführungsbeispiels
des Sendeschritts 420 von 4.
In diesem Ausführungsbeispiel
umfasst Schritt 420 einen Wellenformerzeugungsschritt 810,
in dem der Wellenformgenerator 510 verwendet wird, um eine
elektrische Wellenform mit Eigenschaften zu erzeugen, die im Breitstrahl-Konstruktionsschritt 410 berechnet wurden.
Die erzeugte Wellenform umfasst wahlweise eine Vielzahl von Impulsen
mit veränderlicher
Frequenz oder Phase. In einem Signalverzögerungsschritt 820 wird
die erzeugte Wellenform in mehreren Signalkanälen reproduziert und unter
Verwendung der Verzögerungsvorrichtung 515 um
Zeiten verzögert,
die im Breitstrahl-Konstruktionsschritt 410 festgelegt
wurden. Die Wellenformen in jedem Signalkanal werden in einem Verstärkungsschritt 830 unter Verwendung
des Leistungsverstärkers 520 verstärkt. Die
verstärkten Wellenformen
werden über
den Multiplexer 527 in einem Multiplexschritt 840 gekoppelt. Der
Multiplexer 527 ist eingestellt, um die Wellenform in jedem
Signalkanal zu einem oder mehreren Elementen der Wandlerelemente 110 in
der Wandlermatrix 530 zu leiten. Im Schallerzeugungsschritt 850 bewirken
die geleiteten Wellenformen, dass die Wandlermatrix 530 den
Breitstrahl 710 erzeugt, der in das zu untersuchende Material 535 gerichtet
wird. Der Schallerzeugungsschritt 850 beendet den Sendeschritt 420.
9 zeigt
Details eines Ausführungsbeispiels
des Empfangsschritts 430 von 4,
in dem Echos erfasst und in digitale Daten umgewandelt werden. In
einem Schaltereinstellschritt 910 wird der Sende/Empfangs-Schalter 525 derart
eingestellt, dass Signale, die an den Wandlerelementen 110 erzeugt
werden, über
den Multiplexer 527 mit dem Verstärker 540 mit variabler
Verstärkung
gekoppelt werden. In einem Echoerfassungsschritt 920 werden Echos
von innerhalb des untersuchten Materials 535 durch Elemente
der Wandlerelemente 110 in der Wandlermatrix 530 erfasst.
Die Elemente der Wandlerelemente 110, die zur Erfassung
von Echos verwendet werden, sind wahlweise andere als die Elemente
der Wandlerelemente 110, die zum Senden des Breitstrahls 710 verwendet
werden. In verschiedenen Ausführungsbeispielen
sind diese zwei Sätze von
Wandlerelementen 110 in einer Anzahl von Arten ausgelegt.
Die Sätze
können
beispielsweise identisch, verschachtelt, teilweise entlang der Wandlermatrix 530 überlappt
oder nicht entlang der Wandlermatrix 530 überlappt
sein. Die elektronischen Signale, die sich aus den erfassten Echos
ergeben, werden mit dem Verstärker 540 mit
variabler Verstärkung
gekoppelt, da der Sende/Empfangs-Schalter 525 im Schaltereinstellschritt 910 eingestellt
wurde.
Die mit dem Verstärker 540 mit variabler
Verstärkung
gekoppelten elektronischen Signale werden in einem Schritt 930 zur
variablen Verstärkung
verstärkt.
Der Schritt 930 zur variablen Verstärkung umfasst wahlweise eine
Rückkopplung
auf der Basis von Daten, die unter Verwendung eines vorherigen Breitstrahls 710 erhalten
wurden. Die Rückkopplung sieht
eine adaptive Verarbeitung vor und kann verwendet werden, um das
Signal innerhalb jedes Kanals derart einzustellen, dass der dynamische
Bereich von nachfolgenden Datenverarbeitungsschritten maximiert
wird. Wenn die vorherige Ausführung des
Schritts 930 zur variablen Verstärkung beispielsweise zur Sättigung
eines speziellen Kanals führte, dann
wird bei einem Ausführungsbeispiel
die Verstärkung
in diesem Kanal wahlweise in einer folgenden Ausführung des
Schritts 930 zur variablen Verstärkung verringert. Die Verringerung
oder adaptive Eingangsverstärkung
wird bei der späteren
Datenverarbeitung, die nach der Digitalisierung des verstärkten Signals
stattfindet, kompensiert. In einem weiteren Ausführungsbeispiel wird festgestellt,
dass die Wandlerelemente 110 nahe der Mitte der Wandlermatrix 530 systematisch
stärker
auf Echos reagieren als die Wandlerelemente 110 nahe einer
Kante der Wandlermatrix 530. Der Schritt 930 zur
variablen Verstärkung
umfasst wahlweise die Kompensation dieser systematischen Differenz.
In einem wahlweisen analogen Filterschritt 940 werden
die elektronischen Signale, die im Schritt 930 zur variablen
Verstärkung
verstärkt
wurden, unter Verwendung eines analogen Filters 545 verarbeitet.
Diese Verarbeitung umfasst beispielsweise I/Q-Mischen, Entfernung
von ungewollten Frequenzen und Verschieben von Signalen in Frequenzbereiche,
die zur weiteren Datenverarbeitung geeigneter sind.
In einem Datenumwandlungsschritt 950 werden
die elektronischen Signale, die im analogen Filterschritt 940 wahlweise
gefiltert wurden, unter Verwendung des A/D-Wandlers 550 digitalisiert.
Die Erzeugung von digitalen Daten beendet den Empfangsschritt 430 (4). In verschiedenen Ausführungsbeispielen
findet der Datenumwandlungsschritt 950 zu abwechselnden
Zeiten innerhalb des Breitstrahlprozesses 400 statt. Nach
der Beendung des Empfangsschritts 430 werden die resultierenden
digitalen Daten im Datenspeicherschritt 440 (4) im Kanaldaten-Speicherpuffer 555 gespeichert.
10 zeigt
ein Ausführungsbeispiel
einer Kanaldatenmatrix 1000, die dazu ausgelegt ist, die
im Datenspeicherschritt 440 gespeicherten digitalen Daten
zu halten. Die Kanaldatenmatrix 1000 wird im Kanaldaten-Speicherpuffer 555 gespeichert.
Eine erste Achse 1010 der Kanaldatenmatrix 1000 ist
durch Echoempfangselemente der Wandlermatrix 530 indiziert.
Eine zweite Achse 1020 der Kanaldatenmatrix 1000 ist
in Zeitkanäle
unterteilt. An jeder Stelle in der Matrix gespeicherte Werte geben
die Intensität
und Phase von Echosignalen an, die durch ein spezielles Element
der Wandlermatrix 530 zu einem speziellen Zeitpunkt erfasst
werden.
Der Kanaldaten-Speicherpuffer 555 umfasst wahlweise
mehrere Kanaldatenmatrizes 1000. Außerdem kann die in der Kanaldatenmatrix 1000 gespeicherte
Information verwendet werden, um empfangene Signale zu mitteln oder
zu summieren. In verschiedenen Ausführungsbeispielen ist die Kanaldatenmatrix 1000 dazu
ausgelegt, mehrdimensionale Daten zu speichern. In einem Ausführungsbeispiel
ist die Wandlermatrix 530 beispielsweise eine zweidimensionale
Matrix von Wandlerelementen 110. In diesem Ausführungsbeispiel
umfasst die Kanaldatenmatrix 1000 zwei Achsen, die die
zwei Dimensionen der Wandlermatrix 530 darstellen, und
eine Achse, die die Zeitkanäle
darstellt.
Der Echoflächen-Berechnungsschritt 450 verwendet
die im Datenspeicherschritt 440 gespeicherten Daten, um
Echoortsdaten zu erzeugen, die die Positionen und Stärken von
Echoquellen innerhalb des untersuchten Materials 535 angeben.
Diese Erzeugung von Echoortsdaten umfasst eine Transformation von
mehrdimensionalen Zeitkanaldaten innerhalb der Kanaldatenmatrix 1000 in
mehrdimensionale Positions- (Echoorts-) Daten. In einem Ausführungsbeispiel
werden die zweidimensionalen Zeitkanaldaten beispielsweise in Echoortsdaten
transformiert, die durch zweidimensionale räumliche Koordinaten dargestellt
werden. Die Datentransformation des Echoflächen-Berechnungsschritts 450 wird
unter Verwendung einer Vielzahl von alternativen Transformationsalgorithmen
durchgeführt,
von welchen Beispiele hierin offenbart werden. Diese Transformationen
werden wahlweise verwendet, um zweidimensionale Echoortsdaten unter
Verwendung von Signalen zu erzeugen, die als Ergebnis eines einzelnen Breitstrahls 710 empfangen
werden. In einem alternativen Ausführungsbeispiel wird der Echoflächen-Berechnungsschritt 450 gegen
einen analogen Echovolumen-Berechnungsschritt mit einer zusätzlichen
räumlichen
Dimension ausgetauscht. Die Echovolumenberechnung umfasst die Erzeugung
von dreidimensionalen Echoortsdaten unter Verwendung von Signalen,
die als Ergebnis eines einzelnen Breitstrahls empfangen werden,
wobei der Breitstrahl ein dreidimensionales Volumen abdeckt.
11A und 11B zeigen zwei Ausführungsbeispiele
einer Echoortsdatenmatrix 1100, die im Echoortsdaten-Speicher 565 gespeichert
wird und dazu ausgelegt ist, Positionsdaten zu speichern, die sich
aus dem Echoflächen-Berechnungsschritt 450 ergeben.
Diese zwei Ausführungsbeispiele
verwenden verschiedene Koordinatensysteme. Wie nachstehend genauer
erörtert,
kann das effizientere Koordinatensystem unter anderen Faktoren von
der Form eines einzelnen Ultraschallstrahls 710 abhängen. In den
meisten Fällen überlagert
ein effizienteres Koordinatensystem eng die beschallte Fläche. Wie
in 7A–7C gezeigt,
wird die vom Breitstrahl 710A, vom Breitstrahl 710B und
vom Breitstrahl 710C beschallte Fläche beispielsweise jeweils
vorzugsweise durch verschiedene Koordinatensysteme mit verschiedenen
Ursprüngen
dargestellt. Die Verwendung eines effizienteren Koordinatensystems
kann die Abtastwirksamkeit und räumliche
Auflösung
erhöhen. Die
Auswahl eines bevorzugten Koordinatensystems und einer bevorzugten
Echoortsdatenmatrix 1100 kann auf die Form eines Ultraschallstrahls 710 wie
z. B. des Ultraschallstrahls reagieren und geschieht wahlweise in
den Schritten 410, 440 oder 450.
11A zeigt
ein Ausführungsbeispiel
der Echoortsdatenmatrix 1100 unter Verwendung eines kartesischen
Koordinatensystems mit einer ersten Achse 1110, die eine
X-Koordinate (Position) angibt, und einer zweiten Achse 1120,
die eine Y-Koordinate (Position) angibt. 11B zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel
der Echoortsdatenmatrix 1100 unter Verwendung eines radialen
Koordinatensystems mit einer ersten Achse 1110, die eine
Winkel-(θ)Koordinate
angibt, und einer zweiten Achse 1120, die eine Radiuskoordinate
angibt. Alternative Ausführungsbeispiele
der Echoortsdatenmatrix 1100 werden durch alternative Koordinatensysteme
dargestellt. Zusätzliche
Daten, die nicht dargestellt sind, werden wahlweise verwendet, um
die erste Achse 1110 und die zweite Achse 1120 mit
der Wandlermatrix 530 in Beziehung zu bringen. Die Echoortsdatenmatrix 1100 ist
beispielsweise wahlweise durch Vektoren gekennzeichnet, die den
Ursprung jedes Koordinatensystems mit einem speziellen Element von
Ultraschallwandlerelementen 110 in Beziehung bringen.
12A und 12B stellen dar, wie die
Verwendung eines Koordinatensystems effizienter sein kann als die
Verwendung eines anderen Koordinatensystems. 12A und 12B zeigen
die Ausführungsbeispiele
der Echoortsdatenmatrix 1100, die in 11A bzw. 11B dargestellt
sind, auf einen Ultraschallstrahl 1210 überlagert. Der Ultraschallstrahl 1210 ist
ein Ausführungsbeispiel
des Breitstrahls 710.
12A zeigt
ein kartesisches Koordinatensystem, das für die Zwecke der Erläuterung
elf "X"-Unterteilungen umfasst, die Datenintervallbereiche 1220 trennen.
Die Datenintervallbereiche 1220 sind gerade angemessen,
um das ferne Feld abzudecken, das im Allgemeinen mit 1230 bezeichnet
ist. Da der Abstand der Datenintervallbereiche 1220 in
der X-Dimension im nahen Feld gleich ist, das im Allgemeinen mit 1240 bezeichnet
ist, werden eine Anzahl von Datenintervallbereichen 1220 im
nahen Feld 1240 auf den Bereich abgebildet, der nicht vom
Ultraschallstrahl 1210 geprüft wird. Diese Datenintervallbereiche 1220,
die nicht auf den geprüften
Bereich abgebildet werden, stellen eine ineffiziente Abtastung des
untersuchten Materials 535 dar.
Im Gegensatz dazu zeigt 12B die Verwendung eines
radialen Koordinatensystems, um den vom Ultraschallstrahl 1210 beschallten
Bereich darzustellen. Im radialen Koordinatensystem variiert die
Größe der Datenintervallbereiche 1250 als
Funktion der "R"-Koordinate.
Datenpunkte in diesem Ausführungsbeispiel
der Echoortsdatenmatrix 1100 werden folglich effizienter
in den vom Ultraschallstrahl 1210 geprüften Bereich abgebildet als
beim Ausführungsbeispiel
der Echoortsdatenmatrix 1100, das in 12A dargestellt ist. Die Veränderung
der Größe des Datenintervallbereichs 1250 nimmt
effizient zu, da, wie in 12B gezeigt,
ein größerer Bruchteil von
Datenintervallbereichen 1250 innerhalb der Datenmatrix 1100 innerhalb
den vom Ultraschallstrahl 1210 abgedeckten Bereich fallen.
Die Granularität der Datenintervallbereiche ist
dynamisch. In einigen Ausführungsbeispielen stellt
die Echoortsdatenmatrix 1100 einen Nyquist-Abtastraum dar,
wobei die Dichte der Intervallbereiche 1250 derart verändert wird,
dass die Anzahl von Abtastwerten genau die Nyquist-Kriterien für eine unverzerrte
Abtastung über
einen ganzen interessierenden Bereich erfüllt. In einigen Ausführungsbeispielen
wird die Dichte der Intervallbereiche 1250 derart verändert, dass
die Auflösung
der resultierenden Echoortsdaten in einem speziellen Bereich größer ist.
In einem Ausführungsbeispiel
legt ein Benutzer beispielsweise einen speziellen Bereich fest,
in dem mehr Bilddetail erwünscht
ist. Als Reaktion verwenden Breitstrahlsysteme und -verfahren eine Echoortsdatenmatrix 1100 mit
größerer Dichte
von Intervallbereichen 1250 in diesem Bereich.
Einige Ausführungsbeispiele der vorliegenden
Erfindung umfassen eine Extrapolation und Interpolation zwischen
den Datenintervallbereichen 1250. In einem Ausführungsbeispiel
wird beispielsweise eine Interpolation im fernen Feld verwendet, bei
der jeder der Datenintervallbereiche 1250 eine größere Fläche darstellt,
um die Dichte der Echoortsdaten zu erhöhen. Wahlweise wird weniger
Interpolation im nahen Feld verwendet, in dem die Dichte der Datenintervallbereiche 1250 größer ist.
Die Auflösung (Abtastfrequenz) der im
Empfangsschritt 430 erzeugten Kanaldaten begrenzt grundsätzlich die
Auflösung
der resultierenden Echoortsdaten infolge des Nyquist-Theorems. Die Auflösung der
im Empfangsschritt 430 erzeugten Daten wird jedoch wahlweise
durch Signalmittelung oder Aufwärtsabtastungsverfahren
verbessert. Aufwärtsabtastungsverfahren
umfassen die Verwendung von zusätzlichen
Daten und umfassen wahlweise eine Rückkopplung, so dass zusätzliche
Daten in Bereichen erfasst werden, in denen eine verbesserte Auflösung am
nötigsten
ist.
13 bis 15 werden verwendet, um Ausführungsbeispiele
des Echoflächen-Berechnungsschritts 450 (4) zu zeigen. 13 zeigt die Fortpflanzung von Ultraschall
zwischen den Wandlerelementen 110A–1105 und Ultraschall
reflektierenden Gegenständen
innerhalb des untersuchten Materials 535. 14 zeigt Kanaldaten, die aus erfassten Echos
erzeugt werden. Und 15 zeigt
Echoortsdaten, die unter Verwendung der in 14 gezeigten Kanaldaten erzeugt werden.
In verschiedenen Ausführungsbeispielen des
Echoflächen-Berechnungsschritts 450 mit
Datentransformationsverfahren wird angenommen, dass der Hauptbeitrag
zu den erfassten Echos von jedem Ort innerhalb des untersuchten
Materials 535 das zu diesem Ort am nächsten liegende Element der
Wandlerelemente 110 ist. Dieses Element wird als Hauptbeitragselement
(MCE) bezeichnet. Typischerweise ist das Element der Wandlerelemente 110,
das zu einem Ort am nächsten
liegt, das MCE für
diesen speziellen Ort und irgendeinen Ultraschall reflektierenden
Gegenstand an diesem Ort. Die Identität des MCE kann jedoch auch
von der Richtung des Breitstrahls 710 und der Form der
Wandlermatrix 530 abhängen.
In einem solchen Fall kann das MCE nicht das am nächsten zu
diesem speziellen Ort liegende Wandlerelement 110 sein.
Die Datentransformationsverfahren des Echoflächen-Berechnungsschritts 450 (4) umfassen wahlweise die
Richtung des Breitstrahls 710, die Geometrie der Wandlermatrix 530, die
Rückkopplung
sowie andere Faktoren zum Ermitteln eines MCE, das nicht das nächste Element
der Wandlerelemente 110 zu einem Ultraschall reflektierenden
Gegenstand ist.
13A zeigt
Ultraschall 1305, der von einem einzelnen Wandlerelement 110G gesandt
wird. Der Ultraschall 1305 läuft durch das zu untersuchende
Material 535 (nicht dargestellt), bis er auf einen Ultraschall
reflektierenden Gegenstand 1310A auftrifft. Das Wandlerelement 110G ist
das nächste
der Wandlerelemente 110A–1105 zum
Ultraschall reflektierenden Gegenstand 1310A und wird folglich
als MCE für
den reflektierenden Gegenstand 1310A betrachtet. Am Ultraschall
reflektierenden Gegenstand 1310A erzeugt der Ultraschall 1305 Ultraschallechos 1315,
von denen Ultraschallechos 1315A–1315F dargestellt sind.
Die Ultraschallechos 1315 pflanzen sich zu den Wandlerelementen 110A–110S zurück aus,
wo sie erfasst werden.
Obwohl 13A den
Ultraschall 1305 von einem Wandlerelement 110G (dem
MCE) gesandt darstellt, wird in den meisten Ausführungsbeispielen der Ultraschall
von einer Vielzahl von Wandlerelementen 110A–1105 während der
Erzeugung des Breitstrahls 710 gesandt. 13B zeigt
Ultraschall 1330, der von einem einzelnen Wandlerelement 110Q erzeugt
wird, welches das MCE für
einen Ultraschall reflektierenden Gegenstand 1310B ist.
Echos 1340, von denen Ultraschallechos 1340A–1340F dargestellt
sind, die am reflektierenden Gegenstand 1310B erzeugt werden,
laufen zurück
zu den Wandlerelementen 110A–110S und werden von diesen
erfasst.
14 zeigt
ein Ausführungsbeispiel
der Kanaldatenmatrix 1000 mit Daten, die vom Ultraschall 1305 und
Ultraschall 1330, die in 13 gezeigt
sind, erzeugt werden. Jede der Spalten 1410A–1410S in der Kanaldatenmatrix 1000 stellt (ein)
Signal(e) dar, das (die) an einem der Wandlerelemente 110A–110S erfasst
wird (werden). Jede der Reihen 1420A–1420U in der Kanaldatenmatrix 1000 umfasst
das während
eines speziellen Zeitraums erfasste Signal. In 14 sind die Datenelemente 1430,
die Daten umfassen, die durch die Erfassung der Echos 1315 und 1340 erzeugt
werden, jene Datenelemente 1430, die eine Datenortslinie 1440A bzw.
eine Datenortslinie 1440B schneiden. Somit ergeben die
Ultraschallechos, die von einem reflektierenden Gegenstand erzeugt
werden, wie z. B. dem Ultraschall reflektierenden Gegenstand 1310 innerhalb
des untersuchten Materials 535, Daten, die entlang einer
Linie wie z. B. den Datenortslinien 1440A oder 1440B liegen.
Die Datenortslinien 1440A und 1440B können aus
ersten. Prinzipien der Physik und Geometrie unter Verwendung einer
bekannten Geometrie der Wandlermatrix 530 und der Geschwindigkeit
von Schall innerhalb des untersuchten Materials 535 berechnet
werden. Die Datenortslinien 1440A und 1440B schneiden
das MCE, das Wandlerelement 110G nicht, und typischerweise
auch kein anderes Wandlerelement 110. In der Praxis enthält das untersuchte
Material 535 zahlreiche Ultraschall reflektierende Gegenstände 1310 und
die Kanaldatenmatrix 1000 umfasst von jedem erzeugte Daten.
In Ausführungsbeispielen des Echoflächen-Berechnungsschritts 450 werden
die Echoortsdaten durch Summieren der Daten entlang einer Linie
wie z. B. der Datenortslinie 1440A, der Datenortslinie 1440B oder
dergleichen berechnet. Die Summierung von Daten entlang der Datenortslinie 1440B erzeugt
beispielsweise ein Ergebnis, das die Amplitude der Echos 1315 angibt,
die an der Position erzeugt werden, die vom Ultraschall reflektierenden
Gegenstand 1310B belegt ist und durch einen Datenintervallbereich
wie z. B. den Datenintervallbereich 1220 oder den Datenintervallbereich 1240 dargestellt
wird. Die Summe wird im darstellenden Datenintervallbereich gespeichert.
Eine ähnliche
Summierung wird wahlweise für
jeden Datenintervallbereich in der Echoortsdatenmatrix 1100 durchgeführt. Durch
mehrere Summierungen wird die Echoortsdatenmatrix 1100 mit
Echoortsdaten belegt, die Ultraschall reflektierende Gegenstände innerhalb
des untersuchten Materials 535 darstellen.
15 zeigt
ein Ausführungsbeispiel
der Echoortsdatenmatrix 1100 mit Echoortsdaten-Intervallbereichen 1520.
Jeder der Echoortsdaten-Intervallbereiche 1520 ist
einer eindeutigen Linie, wie z. B. der Datenortslinie 1440A,
in der Kanaldatenmatrix 1000 zugeordnet, wie in 14 gezeigt. Daten entlang
der eindeutigen Linie werden summiert, um die Amplitude der Echoerzeugung
zu berechnen, die an den physikalischen Stellen aufgetreten ist,
die durch jeden der Datenintervallbereiche 1520 dargestellt werden.
Diese Summierung wird wahlweise für alle Datenintervallbereiche 1520 durchgeführt und
kann somit verwendet werden, um die Echoortsdaten über die
gesamte Echoortsdatenmatrix 1100 zu berechnen.
16 zeigt
ein Datentransformationsverfahren, das in einem Ausführungsbeispiel
des Echoflächen-Berechnungsschritts 450 eingeschlossen
ist. Dieses Ausführungsbeispiel
umfasst einen Elementauswahlschritt 1610, in dem einer
der Echoortsdaten-Intervallbereiche 1520 innerhalb der
Echoortsdatenmatrix 1100 ausgewählt wird. Typischerweise wird die
Auswahl von jedem der Echoortsdaten-Intervallbereiche 1520 durch
Durchqueren der Echoortsdatenmatrix 1100 in einer systematischen
Weise durchgeführt.
Dem Elementauswahlschritt 1610 folgt ein Linienfeststellungsschritt 1620,
in dem die eindeutige Linie in der Kanaldatenmatrix 1100,
die den ausgewählten
Echoortsdaten-Intervallbereichen 1520 zugeordnet ist, festgestellt
wird. Die Feststellung wird durch Berechnen der Linie aus geometrischen
Prinzipien, unter Verwendung einer Nachschlagetabelle mit vorher
berechneten Linien oder dergleichen durchgeführt. Die Feststellung kann
vor oder während
des Echoflächen-Berechnungsschritts 450 stattfinden.
In verschiedenen Ausführungsbeispielen
findet die Feststellung vor oder während des Breitstrahl-Konstruktionsschritts 410 statt.
In alternativen Ausführungsbeispielen
findet die Feststellung während
der Schritte 420, 430 und/oder 440 (4) statt. Dem Linienfeststellungsschritt 1620 folgt
ein Datensummierschritt 1630, der das Summieren der Daten von
den Datenelementen 1430, die die im Linienfeststellungsschritt 1620 festgestellte
Linie schneiden, umfasst. In einem Ausführungsbeispiel umfasst der Datensummierschritt 1630 eine
einfache Addition von Daten. In alternativen Ausführungsbeispielen umfasst
der Datensummierschritt 1630 die Verwendung von Gewichtungsfunktionen,
eine Matrixverarbeitung, Extrapolation, Interpolation oder ähnliche mathematische
Verfahren. In einem Ausführungsbeispiel
wird der Datensummierschritt 1630 durch Firmware innerhalb
der Steuerelektronik 595 vereinfacht. In einem Ergebnisspeicherschritt 1640 wird
das Ergebnis der Summierung von Schritt 1630 in dem Datenelement
gespeichert, das im Elementauswahlschritt 1610 ausgewählt wurde.
Die Schritte 1610 bis 1640 werden
wahlweise für
alle Echoortsdaten-Intervallbereiche 1520 in der Echoortsdatenmatrix 1100 wiederholt. 15 zeigt zwei Sätze (1550 und 1560)
von Echoortsdaten-Intervallbereichen 1520 mit von Null
verschiedenen Werten, die sich aus der Summierung entlang der Datenortslinien 1440A und 1440B unter
Verwendung des in 16 gezeigten
Verfahrens ergeben. Jeder Satz (1550 und 1560)
von Echoortsdaten-Intervallbereichen 1520 umfasst
typischerweise Echoortsdaten-Intervallbereiche 1520 mit
unterschiedlichen von Null verschiedenen Werten. In verschiedenen
Ausführungsbeispielen
werden einer oder mehrere der Schritte 1610 bis 1640 als
parallele Prozesse durchgeführt.
Alternative Ausführungsbeispiele des Echoflächen-Berechnungsschritts 450 umfassen
alternative Verfahren zur Datentransformation. Diese Verfahren verwenden
beispielsweise Berechnungen, die in der Frequenzdomäne durchgeführt werden,
Verwendung von Phasenbeziehungen zwischen empfangenen Signalen,
Verwendung von Apodisationsfunktionen, um Beiträge jedes der Wandlerelemente 110 zu gewichten,
Rückkopplungsmechanismen,
Korrelationsanalyse und Betrachtung von anderen Sendewandlerelementen 110 als
dem MCE. Diese anderen Wandlerelemente 110 werden verwendet,
um sowohl die Qualität
als auch die Geschwindigkeit der Transformation von Kanaldaten in
Echoortsdaten zu verbessern.
In einem Ausführungsbeispiel umfasst der Echoflächen-Berechnungsschritt 450 die
Verwendung einer Apodisationsfunktion, um Beiträge jedes Wandlerelements 110 zu
gewichten. Die Gewichtung kann erwünscht sein, da jene Wandlerelemente 110, die
näher am
MCE liegen, stärkere
Echos von einem speziellen reflektierenden Gegenstand 1310 empfangen
als Wandlerelemente 110, die vom MCE weiter entfernt sind.
An einem MCE und den naheliegenden Wandlerelementen 110 erfassten
Signalen wird daher ein größeres Gewicht
gegeben als den weiter vom MCE entfernten Wandlerelementen 110.
17 zeigt
drei alternative Apodisationsfunktionen gemäß Ausführungsbeispielen der Erfindung.
Das Kurvenbild 1710 stellt diese drei alternativen Apodisationsfunktionen
dar, die mit 1720, 1730 und 1740 bezeichnet
sind. Wenn das Wandlerelement 110G beispielsweise das MCE
für eines
der Datenelemente 1430 ist, die im Elementauswahlschritt 1610 von 16 ausgewählt werden,
dann wird die Apodisationsfunktion 1720 im Datensummierschritt 1630 verwendet,
so dass die resultierende Summe einen größeren Beitrag von den Wandlerelementen 110 nahe
dem Wandlerelement 110G umfasst. Ebenso werden für Summierungen,
bei denen die Wandlerelemente 110K und 1105 das
MCE sind, die Apodisationsfunktionen, die durch die Linien 1730 und 1740 dargestellt
sind, wahlweise verwendet.
In alternativen Ausführungsbeispielen
wird der Echoflächen-Berechnungsschritt 450 zumindest teilweise
in der Frequenzdomäne
durchgeführt.
Daten werden unter Verwendung von invertierbaren Transformationen,
beispielsweise einer Sinustransformation, einer Fourier-Transformation,
einer Wellenlängentransformation
oder dergleichen umgewandelt.
In einigen Ausführungsbeispielen des Echoflächen-Berechnungsschritts 450 werden
Phasenbeziehungen zwischen empfangenen Signalen verwendet, um zwischen
jenen Signalen, die sich aus dem Ultraschall ergeben, der vom MCE
gesandt wird, und jenen Signalen, die sich von sekundären Beitragselementen
(SCEs) ergeben, zu unterscheiden. SCEs sind andere Wandlerelemente 110 als
das MCE, die zum Signal beitragen, das aus einem gegebenen Ultraschall
reflektierenden Gegenstand wie z. B. dem Ultraschall reflektierenden
Gegenstand 1310 entsteht.
18 zeigt
Ultraschall 1810 und 1305, der von den Wandlerelementen 110F und 110G gesandt wird
und auf den Ultraschall reflektierenden Gegenstand 1310A auftrifft.
Das Wandlerelement 110G wird als MCE für den Ultraschall reflektierenden
Gegenstand 1310A betrachtet, da es das nächste Element der
Wandlerelemente 110 ist. In alternativen Ausführungsbeispielen
wird ein eng gruppierter Satz von Wandlern gemeinsam als MCE behandelt.
Andere Wandlerelemente 110 wie z. B. das Wandlerelement 110F erzeugen
auch Ultraschall, der den reflektierenden Gegenstand 1310A erreichen
kann. In diesem Beispiel ist das Wandlerelement 110F ein
SCE. Ultraschall muss von diesen (SCE) Wandlerelementen 110 weiter
laufen als von den MCE-Wandlerelementen 110,
bevor er den Ultraschall reflektierenden Gegenstand 1310A erreicht.
Wie bei dem vom MCE erzeugten Ultraschall erzeugt der Ultraschall
von den SCEs Echos, wenn er auf den Ultraschall reflektierenden
Gegenstand 1310A auftrifft. Einige dieser Echos werden
an der Wandlermatrix 530 erfasst.
19 zeigt
Orte von Signalen, die durch das SCE-Wandlerelement 110F in der
Kanaldatenmatrix 1000 erzeugt werden. Diese Signale liegen entlang
einer Datenortslinie 1910 ähnlich der Datenortslinie 1440A,
jedoch zu einem geringfügig
späteren
Zeitpunkt. Die Zeitdifferenz zwischen den Datenortslinien 1440A und 1910 liegt
an der Differenz der Zeit, die erforderlich ist, damit der Ultraschall
vom Wandlerelement 110F und vom Wandlerelement 110G zum
Ultraschall reflektierenden Gegenstand 1310A läuft. Es
ist erwünscht,
Daten, die sich von SCEs ergeben, von Daten, die sich von einem
MCE ergeben, zu unterscheiden. Obwohl das Signal vom MCE typischerweise
stärker
ist als das Signal, das sich aus SCEs ergibt (aufgrund der längeren Strecke, den
der Ultraschall durchlaufen muss), wird das Signal von den SCEs
zusätzlich
durch eine Phasendifferenz unterschieden, die sich aus der Differenz
der durchlaufenen Strecke ergibt. Das Betrachten von Signalen nur
mit speziellen Phasen ermöglicht,
dass Signale, die sich von SCEs ergeben, durch Filterung getrennt
werden. In einem Ausführungsbeispiel
wird das SCE-Signal beispielsweise um mehr als 10 dB ausgefiltert
und in einigen Ausführungsbeispielen
um mehr als 38 dB.
In verschiedenen Ausführungsbeispielen werden
Daten, die sich von SCEs ergeben, verwendet, um die Ergebnisse zu
verbessern, die im Echoflächen-Berechnungsschritt 450 erhalten
werden. In einigen Ausführungsbeispielen
werden beispielsweise Daten, die sich von einem SCE ergeben, zu
Daten addiert, die sich von einem MCE ergeben. Somit werden Daten,
die entlang der Datenortslinie 1910 liegen, wie in 19 gezeigt, zu Daten addiert,
die entlang der Datenortslinie 1440A liegen. Die Daten,
die entlang der Datenortslinie 1910 liegen, umfassen Daten,
die sich aus Ultraschall ergeben, der am (SCE) Wandlerelement 110F erzeugt
wird, und vom reflektierenden Gegenstand 1310A zurückgestrahlt
wird. Nach einer Phaseneinstellung und Gewichtung können sich
diese Daten konstruktiv zu Daten addieren lassen, die entlang der
Datenortslinie 1440A liegen, und somit den Rauschabstand
der Echoortsdaten verbessern, welche die Anwesenheit des reflektierenden
Gegenstandes 1310A anzeigen. Typischerweise wird SCEs,
die am nächsten
zu einem MCE liegen, mehr Gewicht gegeben als SCEs, die weiter entfernt
liegen. Ein Ausführungsbeispiel
verwendet beispielsweise eine Chi-Quadrat-Gewichtungsverteilung, die am MCE zentriert
ist, um die Gewichtung von benachbarten SCEs festzulegen. In einem weiteren
Ausführungsbeispiel
reagiert die Gewichtungsverteilung auf Rückkopplungsalgorithmen, die
das Gewicht der SCEs verringern, deren Signal in der Kanaldatenmatrix 1000 mit
einem starken MCE-Signal überlappt.
In weiteren Ausführungsbeispielen wird das Signal,
das sich von einem SCE ergibt, vom Signal, das sich von einem MCE
ergibt, subtrahiert. Wenn beispielsweise ein großes MCE-Signal entlang der Datenortslinie 1440A,
wie in 19 gezeigt, erfasst wird,
dann wird ein entsprechend großes
SCE-Signal entlang der Datenortslinie 1910 erwartet. Da
das entsprechende SCE-Signal voraussagbar ist und ungefähre Werte
als Funktion des MCE-Signals berechnet werden können, können die berechneten Werte
von den in den Datenelementen 1430 gespeicherten Kanaldatenwerten
subtrahiert werden, bevor diese Datenwerte zum Berechnen von Werten
für andere Echoortsdaten-Intervallbereiche 1520 verwendet werden.
Die Betrachtung der Daten, die sich von SCEs ergeben, um Echoflächenberechnungen
zu verbessern, findet wahlweise als Teil des Datensummierschritts 1630 (16) statt.
Verschiedene Ausführungsbeispiele des Echoflächen-Berechnungsschritts 450 verwenden eine
Rückkopplung.
In einem Ausführungsbeispiel werden
berechnete Echoortsdaten beispielsweise in einer "umgekehrten" Datentransformation
unter Verwendung von Verfahren verarbeitet, die ein simuliertes
Echosignal (simulierte Kanaldaten) auf der Basis der berechneten
Echoortsdaten erzeugen. Diese umgekehrte Transformation erzeugt
eine Simulation der Kanaldaten, die erwartet werden würden, wenn
die Berechnung von Echoortsdaten optimal wäre. Die umgekehrte Transformation
wird wahlweise unter Verwendung von Strahldurchrechnungsverfahren, die
auf dem Fachgebiet bekannt sind, vorgebildet. Die simulierten Kanaldaten
werden mit den tatsächlichen
Echodaten verglichen, die in der Kanaldatenmatrix 1000 gespeichert
sind. Die Ähnlichkeit zwischen
diesen zwei Datensätzen
zeigt die Qualität
der Berechnung an, die verwendet wird, um die Echoortsdaten zu erzeugen.
In einem wahlweisen iterativen Prozess wird die Berechnung der Echoortsdaten
unter Verwendung von veränderlichen
Parametern, die auf diese Ähnlichkeit
reagieren, wiederholt. Diese Parameter können verschiedene Gewichtungsfaktoren,
Apodisationsfunktionen oder SCEs umfassen, die verarbeitet werden,
um die Ähnlichkeit zwischen
den Daten in der Kanaldatenmatrix 1000 und den simulierten
Echosignalen zu optimieren.
In anderen Ausführungsbeispielen umfasst die
Rückkopplung
die Verwendung von Echoortsdaten, um den Breitstrahl-Konstruktionsschritt 410 zu steuern.
In einem Ausführungsbeispiel
reagiert die Richtung eines in Schritt 410 konstruierten Ultraschallstrahls
beispielsweise auf den Ort von reflektierenden Grenzen in dem untersuchten
Material 535. In anderen Beispielen reagieren der Brennpunkt,
die Breite, die Frequenz, die Intensität oder die Anzahl von Strahlen,
die in Schritt 410 konstruiert wurden, auf die berechneten Echoortsdaten.
Verschiedene Ausführungsbeispiele des Echoflächen-Berechnungsschritts 450 umfassen
Datentransformationen, die eine Korrelationsanalyse verwenden. Korrelationsverfahren
sind auf dem Datenanalysefachgebiet bekannt und sind zum Verbessern
von Ähnlichkeiten
und Durchführen
von Vergleichen zwischen Daten nützlich.
Die Korrelation ist zum Vergleichen von Daten, die sich systematisch unterscheiden,
beispielsweise durch eine Phasenänderung,
besonders nützlich.
Eine Kreuzkorrelationsanalyse von zwei Datensätzen, die sich um einen konstanten
Grad entlang einer Koordinate unterscheiden, identifiziert die konstante
Differenz und die Ähnlichkeit
der Daten nach dem Berücksichtigen
dieser Differenz. Eine Autokorrelationsanalyse eines Datensatzes
veranschaulicht periodische oder wiederholte Signale innerhalb der
Daten.
20 zeigt
ein Ausführungsbeispiel
des Echoflächen-Berechnungsschritts 450,
der ein Kreuzkorrelationsverfahren umfasst, das verwendet wird,
um Komponenten von SCE-Daten zu identifizieren, die gut mit MCE-Daten
korrelieren. In einem Kreuzkorrelations-Berechnungsschritt 2010 werden Daten,
die entlang einer Linie wie z. B. der Datenortslinie 1440A (14) liegen, die einem MCE
zugeordnet ist, mit Daten, die entlang einer Linie wie z. B. der Datenortslinie 1910 (19) liegen, die einem SCE zugeordnet
ist, kreuzkorreliert. Jeder dieser Sätze von Daten wird wahlweise
unter Verwendung einer Funktion wie z. B. einer Apodisationsfunktion 1720 vorverarbeitet.
Die Kreuzkorrelation erzeugt einen Korrelationsdatensatz, der als
Funktion der Phasendifferenz als Funktion der Ähnlichkeit zwischen den zwei
Datensätzen
ausgedrückt
werden kann. In einem Phasendifferenz-Berechnungsschritt 2020 wird die
erwartete Phasendifferenz zwischen den MCE-Daten und den SCE-Daten auf der Basis
einer bekannten geometrischen Beziehung zwischen dem MCE und dem
SCE berechnet. In einem Nachschlageschritt 2030 wird diese
berechnete Phasendifferenz verwendet, um einen Ähnlichkeitswert im Korrelationsdatensatz,
der durch die Kreuzkorrelation erzeugt wird, bei dieser speziellen
Phasendifferenz im Korrelationsdatensatz nachzuschlagen.
Der Ähnlichkeitswert entsprechend
der im Phasendifferenzschritt 2020 berechneten Phasendifferenz
zeigt an, wie nützlich
die SCE-Daten bei der Verbesserung des Rauschabstands der MCE-Daten sein
können,
da ähnlichere
SCE-Daten sich wahrscheinlicher konstruktiv zu den MCE-Daten addieren lassen.
In einem Entscheidungsschritt 2040 wird der Ähnlichkeitswert
mit einer vorbestimmten Schwelle verglichen. Wenn der Ähnlichkeitswert
größer ist
als die Schwelle, dann werden die SCE-Daten zu den MCE-Daten in
einem Datenaddierschritt 2050 addiert. Wenn in Schritt
2040 festgestellt wird, dass, der Ähnlichkeitswert geringer ist
als die vorbestimmte Schwelle, stellt der Computercode 596 in
einem Entscheidungsschritt 2060 fest, ob eine weitere Analyse des
speziellen SCE-Datensatzes gerechtfertigt ist. Eine weitere Analyse
kann gerechtfertigt sein, wenn beispielsweise naheliegende SCEs
noch untersucht werden sollen oder wenn ein Benutzer eine zusätzliche
Verbesserung des Rauschabstandes angefordert hat. Wenn nicht, wird
die Analyse dieses speziellen SCE-Datensatzes beendet. Wenn Schritt
2060 feststellt, dass eine weitere Analyse gerechtfertigt ist, dann
wird der SCE-Datensatz in einem wahlweisen Filterschritt 2070 verarbeitet.
Die Verarbeitung in Schritt 2070 umfasst Filterung, Beschneidung
oder ähnliche
Mittel, die dazu ausgelegt sind, die Komponenten des SCE-Datensatzes,
die gut mit dem MCE-Datensatz korrelieren, zu verbessern. In einem Ausführungsbeispiel
wird beispielsweise eine alternative Funktion wie z. B. die Apodisationsfunktion 1740 auf
den SCE-Datensatz angewendet. Die in 20 gezeigten
Schritte werden wahlweise auf mehr als einen SCE-Datensatz angewendet.
Die unter Verwendung von alternativen
Ausführungsbeispielen
des Echoflächen-Berechnungsschritts 450 erzeugten
Echoortsdaten werden wahlweise verglichen und der Vergleich kann
verwendet werden, um die Konsistenz der Berechnungen zu ermitteln
oder eine Rückkopplung
vorzusehen. In einem Ausführungsbeispiel
umfassen beispielsweise zwei Wiederholungen des Echoflächen-Berechnungsschritts 450 die
Betrachtung von verschiedenen SCEs. Die Genauigkeit dieser Berechnungen wird
durch Vergleichen der Ergebnisse von jeder Wiederholung geprüft. Je näher die
Ergebnisse liegen, desto wahrscheinlicher erzeugt die Verwendung von
SCEs ein genaues Ergebnis. In einem weiteren Beispiel wird festgestellt,
dass die unter Verwendung von zwei verschiedenen Ausführungsbeispielen
des Echoflächen-Berechnungsschritts 450 berechneten Echoortsdaten
signifikant unterschiedlich sind. Diese Unterschiede werden als
Rückkopplung
verwendet, die sich auf andere Schritte in der Breitstrahltechnologie
auswirkt. Die Irreproduzierbarkeit von Echoortsdaten in einem speziellen
Bereich wird beispielsweise wahlweise verwendet, um eine Rückkopplung
für den
Breitstrahl-Konstruktionsschritt 410 vorzusehen, so dass
eine Eigenschaft (Intensität,
Frequenz, Richtung etc.) eines Breitstrahls, der diesen Bereich
prüft, modifiziert
wird.
In der Echoortsdatenmatrix 1100 gespeicherte
Daten werden wahlweise im Bilderzeugungsschritt 470 (4) verwendet, um Bilder
des untersuchten Materials 535 zu erzeugen, die für einen
Benutzer angezeigt werden können.
Diese Erzeugung und Anzeige wird unter Verwendung des Bildwandlers 575 bzw.
der Anzeige 580 durchgeführt. Da zweidimensionale Daten
aus einem einzelnen Ultraschallstrahl unter Verwendung von Breitstrahlverfahren
erzeugt werden können,
kann ein zweidimensionales Bild aus einem einzelnen Ultraschallstrahl
erzeugt werden. In verschiedenen Ausführungsbeispielen erhöht diese
Fähigkeit
die Bildrate relativ zu Verfahren des Standes der Technik, da ein
Bild in einer Zeit erzeugt wird, die vielmehr durch eine einzelne
Impulsrücklaufzeit
oder wahlweise die Rücklaufzeit
von einigen Impulsen (d. h. < 5, < 10, < 20, < 40 oder < 64) als die vielen
(d. h. > 100) Impulsrücklaufzeiten
des Standes der Technik begrenzt ist. Vorteile der Erzeugung eines
Bildes aus einem einzelnen Ultraschallstrahl umfassen möglicherweise
die Verringerung von Zittern im resultierenden Bild, da relativ
zum Stand der Technik weniger Zeit für eine relative Bewegung zwischen
der Wandlermatrix 530 und dem untersuchten Material 535 während des
Zeitraums, in dem Daten erfasst werden, besteht. Das Erzeugen eines
Bildes aus einem einzelnen Ultraschallstrahl kann auch die Menge
an Ultraschallenergie, die in das zu untersuchende Material 535 gerichtet
wird, und die Menge an elektrischer Leistung, die erforderlich ist,
um ein Bild zu erzeugen, verringern.
Aus der Beschreibung der verschiedenen Ausführungsbeispiele
des Prozesses und der Vorrichtung, die hierin dargelegt sind, ist
für einen üblichen
Fachmann ersichtlich, dass Veränderungen und
Zusätze
an den Ausführungsbeispielen
vorgenommen werden können,
ohne von den Prinzipien der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
Die Wandlerelemente 110 können beispielsweise gegen alternative
Ultraschallerzeugungselemente ausgetauscht werden und der Sende/Empfangs-Schalter 515 kann gegen
separate Sende- und Empfangsschalter ausgetauscht werden. Die Anzahl
von Wandlerelementen 110, die in den Figuren gezeigt ist,
soll keine Begrenzung bedeuten. Typische Ausführungsbeispiele umfassen eine
größere Anzahl
von Wandlerelementen 110. Ebenso ist die Auflösung der
gezeigten Datenmatrizes nur für
Erläuterungszwecke
ausgewählt. Typische
Ausführungsbeispiele
umfassen Datenmatrizes mit einer größeren Anzahl von Datenintervallbereichen.
Die Breitstrahltechnologie ist auf
Systeme anwendbar, die dazu ausgelegt sind, sowohl die Flächenformung
als auch die herkömmliche
Strahlformung zu verwenden. Einige Ausführungsbeispiele umfassen ein
Mittel zum Umschalten zwischen diesen zwei Methoden. Die Flächenformung
kann beispielsweise verwendet werden, um eine Fläche aufzunehmen, und herkömmliche
Strahlformungsverfahren können
verwendet werden, um Energie auf einen speziellen interessierenden
Bereich zu fokussieren. In einigen Ausführungsbeispielen mit zweidimensionalen
Wandlermatrizes wird die Flächenformung
gleichzeitig mit den herkömmlichen
Strahlformungsverfahren verwendet. Ein Satz von Wandlerelementen
kann beispielsweise zur Flächenformung verwendet
werden, während
ein anderer Satz von Wandlerelementen zur herkömmlichen Strahlformung verwendet
werden kann. In einem weiteren Beispiel kann die Flächenformung
verwendet werden, um Daten in einer räumlichen Dimension zu sammeln,
während
die herkömmliche
Strahlformung verwendet wird, um Daten in einer anderen räumlichen
Dimension zu sammeln. Ein Ultraschallstrahl kann zur Flächenformung
in einer Dimension und zur herkömmlichen
Strahlformung in einer anderen Dimension ausgelegt werden. In diesen
Beispielen wird mehr als ein Echoortsverfahren gleichzeitig durchgeführt, wobei
jedes Verfahren wahlweise einer speziellen räumlichen Dimension zugeordnet
ist.
Die Breitstrahltechnologie ist auf
ein beliebiges System anwendbar, das durch die Verwendung von phasenabgeglichenen
Matrizes begrenzt ist, um mit einem fokussierten Strahl eine Fläche oder
ein Volumen abzutasten. Diese Systeme können Schallsysteme wie z. B.
Sonar sowie elektromagnetische Systeme wie z. B. Radar umfassen.
Ausführungsbeispiele
der Breitstrahltechnologie werden mit zweidimensionalen Wandlermatrizes
verwendet. In diesen Ausführungsbeispielen
ersetzen Echovolumenberechnungen Echoflächenberechnungen und die Transformation
von Schritt 450 umfasst die Umwandlung einer dreidimensionalen (Wandler,
Wandler, Zeit) Matrix von Echodaten in eine dreidimensionale (x,
y, z) Echoortsdatenmatrix. In einem Ausführungsbeispiel wird ein einzelner
dreidimensionaler Ultraschallstrahl verwendet, um eine Volumenformung durchzuführen und
somit Echoortsdaten zu erzeugen, die ein Volumen im Raum abdecken.