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Die Erfindung betrifft eine mehrstufige
Drossel für
eine Strömung
eines bei einem hohen Druckgefälle
fließenden
Mediums mit mehreren zwischen einem Einlauf und einem Auslauf angeordneten, nacheinander
durchströmten
Drosselstufen, von denen mindestens eine ein Regelkegel/Regelsitzanordnung
aufweist.
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Es sind mehrstufige Drosseln mit
an den kaskadierten Stufen jeweils zueinander fest eingestelltem
Druckgefälleverhältnis bekannt,
wobei das Druckgefälle
zwischen den einzelnen Drosselstufen üblicherweise durch entsprechend
ausgelegte Kegelwinkel gemäß einem
vorgegebenen Druckverteilungsprofil eingestellt ist. Beispielsweise
sind aus der
DE 44
22 749 A1 mehrstufige Regelventile in Pumpenschutzarmaturen
bekannt, die zum Beispiel zur Steuerung eines Bypassstromes eingesetzt
werden. Hierbei wird ein Stellkörper
mit für
die einzelnen Drosselstufen darauf fest angebrachten Stellkegeln durch
den Druck des durchfließenden
Mediums axial verstellt, wodurch das Druckgefälle der einzelnen Drosselstufen
entsprechend verändert
wird. Nachteilig hierbei ist, dass sich bei den stromabliegenden Drosselstufen
erhebliche Abweichungen von einer optimalen Druckverteilung ergeben.
Somit ist ein sogenannter Kavitationsverschleiß in den letzten Drosselstufen
nicht auszuschließen.
In der Praxis bringen deshalb mehr als vier Drosselstufen keine
Reduzierung des Verschleißproblems.
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Ein weiterer Nachteil liegt darin,
dass nur der Sitz einer Drosselstufe exakt schließt. Dort
liegt im geschlossenen Zustand der gesamte Hochdruck an, was insbesondere
bei Beginn des Öffnens
zu Abrasion führt.
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In der
DE 195 05 383 C1 ist weiterhin
ein Mehrwegeventil für
zwei Stromwege beschrieben, das in den einzelnen Stromwegen je eine
Stelldrossel enthält,
an denen der gesamte Betriebsdruck abfällt. Die Kegelsitze werden
durch Federkraft schließend gegen
die Kegel gepreßt,
und eine extern aufgebrachte Steuerkraft verstellt die Steuerkegel
gegen eine Federkraft, so daß die
jeweils AUF-zustellenden Drosseln durch Nachrücken ihrer Kegelsitze bis zu einem
Anschlag langsam öffnen
und langsam schließen.
Eine Stelldrosselkaskade gibt es nicht und demgemäß keine
Druckverteilung auf einzelne Drosselstufen.
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Die Aufgabe der Erfindung ist es,
die eingangs bezeichnete mehrstufige Drossel so zu verbessern, daß sich das
gesamte Druckgefälle
zwischen dem Ein- und dem Auslauf auf die einzelnen Drosselstufen
selbsttätig
intern so geregelt verteilt, dass bei jeder jeweiligen Drosseleinstellung
ein vorgegebenes Druckverteilungsprofil besteht und daß auch in
der Schließstellung
die einzelnen Drosselstufen in ihren Sitzen exakt schließend das
Druckverteilungsprofil herstellen, so daß Kavitationsschäden vermieden
werden.
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Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass mindestens
eine der Regelkegel/Regelsitzanordnungen unabhängig von den übrigen verschieblich
einstellbar ist und mit einer Stellzylinder/ Stellkolbenanordnung
schließend
wirkend verbunden ist, deren Hubraum über einen Steuerkanal mit dem
Einlauf drückend
oder mit dem Auslauf saugend hydraulisch verbunden ist, und dass
zusammen mit einem Druckgefälle
zwischen der betreffenden Drosselstufe und einem ihrem Hubraum zugeführten hydraulischen Druck
eine betreffende Kolbenfläche
gemäß einem vorgegebenen
Drosselstufen-Druckgefälle dimensioniert
ist.
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In einem Ausführungsbeispiel sind bei einem vierstufigen
Regelventil alle Drosselkegel aller Drosselstufen unabhängig voneinander
axial verschiebbar. Die Regelkegel aller Drosselstufen sind so ausgelegt,
dass ein dichtes Schließen
der jeweiligen Drosselstufe möglich
ist. Je nach zugeführter
bzw. abgenommener Menge des durchströmenden Mediums stellen sich
alle Regelkegel so ein, dass das Druckgefälle in den einzelnen Drosselstufen
einem vorgegebenen Druckprofil entspricht. Alle Regelkegel sind
mit einem Stellkolben verbunden. In einer weiteren Ausführung sind
die Regelkegel einstöckig mit
einem Stellkolben ausgeführt.
In Abhängigkeit vom
Druckgefälle
einer Drosselstufe zum Zulauf- bzw. Ablaufdruck wird an den Kolbenflächen des Stellkolbens
eine Gegenkraft zur Strömungskraft
erzeugt, welche auf den Regelkegel eine Verstellkraft ausübt und ihn
in die erforderliche Drosselstellung verstellt. Das Druckgefälle, das
sich in dieser Stufe einstellen soll, ist durch die Geometrie konstruktiv festgelegt.
Stimmt das theoretisch vorgegebene Druckgefälle mit dem Druckgefälle in dieser
Drosselstufe überein,
so ist die Korrekturkraft gleich Null. Treten Abweichungen durch
nicht erfassbare Strömungseffekte
auf, so sorgen die Regelkräfte
für eine Korrektur.
Diese Regelkräfte
verschieben den Regelkegel dieser Drosselstufe innerhalb einer konstruktiv festgelegten
Strecke axial soweit, bis dass das festgelegte Druckgefälle erreicht
ist. Da dies auch für
den geschlossenen Zustand wirksam ist, sind konstruktiv alle Regelkegel
als dicht schließende
Kegelsitzverbindungen mit definierter Sitzpressung realisiert.
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In diesem Ausführungsbeispiel sind alle Regelkegel
mit integriertem Stellkolben auf einem zentralen Führungskörper axial
verschiebbar angeordnet. Die Stellkolben werden von weiteren Führungskörpern, die
auf dem zentralen Führungskörper fest angebracht
sind zu einem Teil umfasst und bilden mit den Stellkolbenflächen und
dem zentralen Führungskörper jeweils
einen Hubraum. Der zentrale Führungskörper besitzt
zwei Steuerkanäle,
von denen einer mit dem Zulaufdruck im Einlauf der Stelldrossel und
der andere mit dem Ablaufdruck im Ablauf der Stelldrossel verbunden
ist. Die Hubräume
der Drosselstufen mit dem hohen Eingangsdruck sind mit dem Ablaufdruck,
die der niedrigeren Drosselstufen mit dem Zulaufdruck bzw. mit dem
Druck der höheren Drosselstufen
verbunden. Dies ist erforderlich, um bei allen Drosselstufen die
erforderlichen Stellkräfte besonders
vorteilhaft mit möglichst
einheitlichen Bauelementen aufzubringen.
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Ein weiteres Ausführungsbeispiel einer vierstufigen
Stelldrossel ist besonders vorteilhaft und kostengünstig mit
modularen Scheiben ausgeführt. Hierbei
sind wechselweise Führungsmodule und
Regelsitzmodule hintereinander angeordnet. Die Führungsmodule und die Regelsitzmodule
weisen außen radial
angeordnete Öffnungen
auf, die im zusammengebauten Zustand die jeweiligen Steuerkanäle bilden.
Das Führungsmodul
bildet den Hubraum für
den Stellkolben des Regelkegels und hat jeweils eine Steueröffnung zu
einem Steuerkanal. Die Regelkegel besitzen weitere Führungskörper, mit
denen sie in weiteren Führungsmodulen
geführt
werden.
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Durch diese vorteilhafte modulare
Aufbauweise entfällt
ein zentraler Führungskörper.
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In einem weiteren Ausführungsbeispiel
ist ein vierstufiges Regelventil dargestellt, welches in einer Pumpenschutzarmatur
zur Steuerung des Bypassstromes eingesetzt wird. Hierbei sind drei
Stellkegel und ein einzelner Regelkegel auf einem Führungskörper angeordnet
der alle vier Kegel gemeinsam verstellt. Der Regelkegel befindet
sich in der vierten Drosselstufe und ist unabhängig von den anderen Stellkegeln
verstellbar. Die Stellkräfte
des Regelkegels werden in Abhängigkeit
vom Druckgefälle dieser
vierten Drosselstufe und vom Ablaufdruck erzeugt. Der gemeinsame
Führungskörper besitzt
einen zentralen Steuerkanal, der hier jedoch nur mit dem Ablaufdruck
verbunden ist und über
eine Steueröffnung
mit dem Hubraum des Regelkegels in Verbindung steht.
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Diese Ausführung zeichnet sich besonders dadurch
als vorteilhaft aus, dass die Abmessungen des gesamten Regelventiles
nicht verändert
sind und trotzdem mindestens zwei Drosselstufen dicht schließen.
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Der Regelkegel ist im Inneren als
Differenzkolben/ Differenzzylinder ausgebildet. Die Differenzfläche des
Stellkolbendurchmessers und des Führungskörperdurchmessers erzeugt in
Verbindung mit dem Druckgefälle
dieser Drosselstufe zum Ablaufdruck eine Gegenkraft zur Strömungskraft,
welche den Regelkegel verstellt. Diese Verstellung ist auch im geschlossenen
Zustand wirksam, somit ist konstruktiv eine zweite dicht schließende Kegelsitzverbindung
mit definierter Sitzpressung vorteilhaft realisierbar.
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Eine andere Ausführungsform einer vierstufigen
Stelldrossel ist so ausgelegt, dass die Regelkegel der zweiten und
vierten Drosselstufe axial verstellbar sind, wobei in der ersten
und dritten Drosselstufe Stellkegel vorhanden sind. Diese Stellkegel werden
durch einen zentralen Stellkörper
direkt betätigt
und geben- insbesonders der Stellkegel der ersten Stufe- die Durchströmmenge vor.
Die verschiebbaren Regelkegel der Drosselstufen zwei und vier sind
axial verschiebbar und im Inneren als Differenzkolben/ Differenzzylinder
ausgebildet. Zusammen mit der geometrischen Ausführung des zentralen Stellkörpers werden
somit Hubräume
erzeugt. Diese Hubräume
sind über
Steueröffnungen
mit einem zentralen Steuerkanal innerhalb des zentralen Stellkörpers verbunden.
Der Steuerkanal ist in dieser Ausführungsform mit dem Einlaufdruck
der Stelldrossel beaufschlagt. Auch hier ist die Verstellung der
Regelkegel im geschlossenen Zustand wirksam, somit sind konstruktiv
diese Kegelsitzverbindungen mit definierter Sitzpressung realisierbar.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung
werden in den Zeichnungen anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben.
Es zeigt:
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1 einen
Axialschnitt einer erfindungsgemäßen Stelldrossel
gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel;
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2 einen
Axialschnitt einer erfindungsgemäßen Stelldrossel
in modularer Bauweise gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel;
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3 einen
Axialschnitt einer erfindungsgemäßen Stelldrossel
mit einem Regelkegel gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel;
und
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4 einen
Axialschnitt einer erfindungsgemäßen Stelldrossel
gemäß einem
vierten Ausführungsbeispiel,
welches zwei Regelkegel aufweist.
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In 1 wird
ein Ausführungsbeispiel
einer vierstufigen Stelldrossel 1 dargestellt. Mit den
Pfeilen ist die Durchflussrichtung des Mediums von einem Einlauf 2 zu
einem Auslauf 3 gekennzeichnet. Die Stelldrossel 1 besitzt
einen Außenmantel,
der vorzugsweise aus zylinderförmigen
Distanzzargen 15 gebildet wird, und der zwischen zwei Distanzscheiben 6, 7 angeordnet
ist. Die Distanzscheiben 6, 7 weisen Durchlauföffnungen 8, 9 auf
und bilden jeweils einen Anschluss zu einem einlaufseitigen Flansch 4 und
einem auslaufseitigen Flansch 5. Gleichzeitig bilden die
Distanzscheiben 6, 7 eine Halterung für einen
in der Längsachse
der Stelldrossel 1 durchgehenden Führungskörper 10, der in nicht
dargestellter Weise mit den Distanzscheiben 6, 7 fest und
druckdicht verbunden ist.
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Der Führungskörper 10 weist Steuerkanäle 11, 12 auf,
die jeweils nur zu einer Seite geöffnet sind, wobei der Steuerkanal 11 zur
Einlaufseite offen und der Steuerkanal 12 zur Auslaufseite
offen ist. Somit ist der Steuerkanal 11 mit dem einlaufseitigen
Druck des Mediums und der Steuerkanal 12 mit dem auslaufseitigen
Druck des Mediums beaufschlagt.
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Zwischen den Distanzzargen 15 sind
zylinderförmige
Distanzteile 20, die Durchlauföffnungen 21 aufweisen,
und Regelsitze 16, 17 mittels Dichtungen 22 eingesetzt.
Die Stelldrossel 1 ist zwischen den Flanschen 4, 5 mittels
nicht gezeigter Befestigungsmittel fest und druckdicht angeordnet.
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Die Regelsitze 16, 17, 18, 19 sind
ringförmig mit
einer durchgehenden Öffnung
ausgebildet, die einseitig einen Einlaufkonus und auslaufseitig
eine umlaufende Dichtfläche 32 aufweist.
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Die Dichtflächen 32 korrespondieren
zu Dichtflächen 31,
die Bestandteil von Regelkegeln 26, 28 sind. Die
Dichtflächen 31, 32 sind
beispielsweise als dicht schließende
Kegelsitzverbindungen mit einer definierten Sitzpressung ausgestaltet.
Die Regelkegel 26, 28 bestehen jeweils aus einem
Kegelansatz und einem Stellkolben 27, 29 die zusammen
in vorteilhafter Weise einstöckig
ausgebildet sind. Sie weisen eine durchgehende Öffnung mit einem Querschnitt,
der dem des Führungskörpers 10 entspricht, in
ihrer Längsachse
auf, womit sie auf dem Führungskörper 10 axial
beweglich aufgebracht und mittels Dichtung 30 abgedichtet
sind.
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Die Stellkolben 27 sind
jeweils von einem Führungskörper 23 umschlossen
und gegen diesen mittels Dichtung 25 abgedichtet.
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Die Führungskörper 23 besitzen eine
durchgehende Öffnung
in ihrer Längsachse.
Diese Öffnung entspricht
in ihrem Querschnitt in einem bestimmten Bereich der Längsachse
dem Querschnitt des Führungskörpers 10.
In diesem Bereich ist der Führungskörper 23 in
nicht dargestellter Weise auf dem Führungskörper 10 fest und mit
einer Dichtung 24 dicht aufgebracht. Der weitere Verlauf
der Durchgangsöffnung
des Führungskörpers 23 weist
einen größeren Querschnitt
korrespondierend zum Stellkolben 27 auf. Stellkolben 27 und
Führungskörper 23 bilden
somit einen Hubraum 42, innerhalb dessen der Stellkolben 27 axial
verschiebbar ist. Die Stellkolben können auch mit einer Fase 54 versehen
sein.
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Die so gebildeten Hubräume 42 sind
jeweils über
Steueröffnungen 13, 14 mit
den Steuerkanälen 11, 12 verbunden.
Die Kolbenflächen
der Stellkolben 27, 29 innerhalb der Hubräume 42 erzeugen
in Verbindung mit dem Druckgefälle,
welches am Regelkegel 26, 28 zwischen Einlauf-
und Ablaufdruck entsteht, eine Gegenkraft zur Strömungskraft,
welche den Regelkegel 26, 28 mit dem Stellkolben 27, 29 in eine
geeignete Drosselstellung axial verstellt.
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In diesem Ausführungsbeispiel werden die ersten
zwei Regelkegel 26 einlaufseitig mit ihren Stellkolben 27 in
den jeweiligen Hubräumen 42 über die
Steueröffnungen 14 und
den Steuerkanal 12 mit dem auslaufseitigem Druck beaufschlagt.
Sie werden gegen die Strömungsrichtung
ziehend verstellt. Die auslaufseitig gelegenen Regelkolben 28 mit
ihren Stellkolben 29 sind spiegelbildlich zu den Regelkegeln 26 angeordnet
und werden gegen die Strömungsrichtung
drückend
verstellt. Ihre Stellkolben 29 sind in den jeweiligen Hubräumen 42 über die
Steueröffnungen 13 und
den Steuerkanal 11 mit dem einlaufseitigen Druck verbunden.
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Der oben beschriebene Regelvorgang
trifft für
jeden Regelkegel 26, 28 mit den zugehörigen Stellkolben 27, 29 zu.
Diese Regelvorgänge
geschehen unabhängig
voneinander. Die Regelsitze 16, 17, 18, 19 und
die dazugehörigen
Regelkegel 26, 28 stellen jeweils eine Drosselstufe
dar. Der Druck der sich in diesen Drosselstufen einstellen soll,
ist durch die Geometrie der Bauteile konstruktiv festgelegt. Stimmt
der theoretisch vorgegebene Druck mit dem Druck in dieser Stufe überein,
so erfolgt keine Verstellung des jeweiligen Regelkegels 26, 28 mit
den zugehörigen
Stellkolben 27, 29.
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Die Hubräume 42 der einlaufseitigen
Drosselstufen sind mit dem Ablaufdruck, die der auslaufseitigen
Druckstufen mit dem Einlaufdruck beaufschlagt. Dieses ist besonders
vorteilhaft, da somit bei allen Drosselstufen die erforderlichen
Stellkräfte
mit möglichst
einheitlichen Bauelementen ermöglicht werden.
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Ein weiteres Ausführungsbeispiel einer vierstufigen
Stelldrossel 1 zeigt 2.
Hierbei ist der Aufbau der einzelnen Drosselstufen in besonders vorteilhafter
Weise mit modularen Scheiben ausgeführt. Die Anordnung der modularen
Scheiben erfolgt zwischen einem Flansch 4 im Einlauf 2 und
einem Flansch 5 im Auslauf 3 mit nicht dargestellten
Befestigungsmitteln.
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Eine Drosselstufe wird jeweils aus
drei modularen Scheiben gebildet, wobei ein Regelsitzmodul 34 von
zwei Führungsmodulen 33, 33', 33" umgeben wird.
Das Regelsitzmodul 34 besitzt wie in der Beschreibung von 1 aufgeführt eine umlaufende Dichtfläche 32,
die jeweils zu einer Dichtfläche 31 der jeweiligen
Regelkegel 26', 28' korrespondiert.
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Die Regelkegel 26', 28' sind ebenfalls
einstöckig
mit ihren Stellkolben 27', 29' ausgeführt. Auf
der gegenüberliegenden
Seite des jeweiligen Stellkolbens 27', 29' ist in gleicher Längsachse
des Regelkegels ein vorzugsweise zylinderförmiger Führungskörper 37 angeordnet.
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Die Führungsmodule 33, 33', 33" weisen radial
angeordnete Durchlauföffnungen 51 auf.
Im Zentrum der Scheibenmitte des Führungsmodules 33 ist der
Hubraum 42 angeordnet, welcher in dieser Ausführung in
der ersten Drosselstufe den Stellkolben 27' des Regelkegels 26' aufnimmt. In
auslaufseitiger Verlängerung
des Regelkegels 26' ist
der Führungskörper 37 angeordnet.
Dieser wird von dem nächsten Führungsmodul 33' mittels einer
Durchgangsbohrung gelagert, wobei der Führungskörper 37 in den Hubraum 42 des
zweiten Führungsmoduls 33' hineinragt.
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Die Abdichtung der Stellkolben 27', 29' gegenüber dem
Hubraum 42 erfolgt in dieser Ausführung mittels einer Dichtung 35,
die sich auf dem Stellkolben 27', 29' in einer entsprechenden Nut befindet. Die
Führungskörper 37 werden
gegenüber
den Führungsmodulen 33', 33" mittels einer
Dichtung 36 abgedichtet.
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Die Hubräume 42 sind durch
entsprechende Steueröffnungen 13, 14 mit
den jeweiligen Steuerkanälen 11, 12 verbunden.
Die Steuerkanäle 11, 12 sind radial
gegenüberliegend
im Randbereich der modularen Scheiben angeordnet. Die Verbindung
der Steuerkanäle 11, 12 mit
dem Einlauf 2 bzw. Auslauf 3 erfolgt innerhalb
der jeweiligen Flansche 4, 5 durch entsprechend
angeordnete Öffnungen,
so dass sie im zusammengebauten Zustand der Stelldrossel 1 mit
den einzelnen Öffnungen
der modularen Scheiben 33, 34 den jeweiligen Steuerkanal 11, 12 bilden.
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Die Funktion der einzelnen Drosselstufen
ist bereits unter 1 erläutert.
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Die Führungsmodule 33, 33', 33" können entweder
in zwei bzw. in drei verschiedenen Ausführungen ausgebildet sein. Hierbei
zeigt das Führungsmodul 33 eine
Ausführung
mit einem geschlossenen Hubraum 42, wobei das Führungsmodul 33' einen Hubraum 42 mit
einer Öffnung
zur Lagerung des Führungskörpers 37 zeigt,
und das Führungsmodul 33" anstelle eines
Hubraums 42 nur eine Öffnung zum
Lagern und Führen
der Führungskörper 37 aufweist.
Es ist denkbar, dass alle Führungsmodule
aus dem Führungsmodul 33' bestehen können, wobei das
mittlere Führungsmodul 33" jedoch zusätzlich benötigt wird.
Die nicht benötigten Öffnungen
der Hubräume 42 zur
Lagerung der Führungskörper 37 an
den Ein- und Auslaufseiten sind in diesem Falle durch geeignete
Mittel druckdicht verschlossen, welches in 2 an der Verbindungslinie des Führungsmodules 33' und des Auslaufflansches 5 auf
der Mittellinie angedeutet ist.
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Zur Gewährleistung eines besonders
kompakten vorteilhaften Aufbaues der Stelldrossel 1 können die
Stellkolben 27', 29' mit Öffnungen 53 ausgebildet
sein, die eine unabhängige
Bewegung in Längsrichtung
von Führungskörpern 37 und
Stellkolben 27', 29' ungehindert
ermöglichen,
wie in 2 dargestellt
ist.
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3 zeigt
ein vierstufiges Regelventil, welches in diesem Falle als Stelldrossel 1 in
einer Pumpenschutzarmatur zur Steuerung des Bypassstromes eingesetzt
ist. Ein axial beweglicher Stellkörper 52 ist fest mit
drei Stellkegeln 38 verbunden. Diese drei Stellkegel 38 bilden
zusammen mit Durchlauföffnungen 39 des
Gehäuses
der Stelldrossel 1 drei Drosselstufen. Eine vierte Drosselstufe
wird durch einen Regelsitz 40 und einen Regelkegel 41 gebildet. Der
Regelkegel 41 ist auf dem Ende des Stellkörpers 52 axial
verschiebbar. Hierbei ist ein Hubraum 42 ausgebildet, der über eine
Steueröffnung 50 mit
einem Steuerkanal 44 verbunden ist, wobei Regelkegel 41 und
Stellkolben einstöckig
ausgeführt
sind. Der Steuerkanal 44 befindet sich im hinteren Ende des
Stellkörpers 52,
der hier als ein Führungskörper 43 für den Regelkegel 41 ausgebildet
ist und diesem eine axiale Bewegung in bestimmten Grenzen ermöglicht.
Hierbei ist der Hubraum 42 mit dem Auslaufdruck über den
Steuerkanal 44 beaufschlagt. Nimmt der Auslaufdruck infolge
einer größeren Strömungsgeschwindigkeit
ab, so wird der Regelkegel 41 gegen die Strömungsrichtung
verstellt, bis der festgelegte Druck dieser vierten Drosselstufe
erreicht ist.
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Das Medium strömt durch den Einlauf 2 durch
die vier Drosselstufen weiter durch Auslauföffnungen einer Führungs-
und Lochplatte 45 in den Auslauf 3. Die Führungs-
und Lochplatte 45 dient gleichzeitig als Lagerung für den Führungskörper 43 des
Stellkörpers 52.
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In diesem Ausführungsbeispiel wird nur der Regelkegel 41 durch
Regelkräfte
innerhalb einer konstruktiv festgelegten Strecke axial soweit verschoben,
bis der festgelegte Druck dieser vierten Drosselstufe erreicht ist.
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Ein weiteres Ausführungsbeispiel einer vierstufigen
Stelldrossel 1 zeigt 4.
Hierbei sind zwei Regelkegel 41 und zwei Stellkegel 38 hintereinander auf
einem Stellkörper 52 angeordnet,
der innerhalb der Stelldrossel 1 in einer Führungs- und Lochplatte 45 gelagert
und axial beweglich ist. Die Stellkegel 38 sind fest und
dicht mit dem Führungskörper 10 verbunden.
Die zwei Regelkegel 41 sind unabhängig voneinander und unabhängig von
den Stellkegeln 38 axial in bestimmten Grenzen verstellbar.
Die Regelkegel 41 und die Stellkegel 38 bilden
zusammen mit den Regelsitzen 16, 17, 18, 19 vier
Drosselstufen.
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Der Stellkörper 52 weist einen
Steuerkanal 11 auf, der im Einlauf 2 über eine
Queröffnung 49 mit dem
Einlaufdruck beaufschlagt wird. Der Stellkörper 52 ist im Bereich
der Regelkegel 41 abgestuft und besitzt an diesen Stellen
jeweils Steueröffnungen 50. Die
Abstufungen des Stellkörpers 52 im
Bereich der Regelkegel 41 bilden zusammen mit den Regelkegeln 41 jeweils
einen Hubraum 42, der mit dem Einlaufdruck über den
Steuerkanal 11 und die zugehörigen Steueröffnungen 50 beaufschlagt
wird. Der Regelkegel 41 besitzt einen integrierten Stellkolben.
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Die Regelkegel 41 sind somit
axial gegenüber
dem Führungskörper 10 in
gewissen Grenzen verschiebbar und über Dichtungen 47, 48 gegenüber dem
Führungskörper 10 abgedichtet.
In vorteilhafter Weise werden hier die Regelsitze 16, 17, 18, 19 mittels Distanzringen 46 innerhalb
eines Gehäuses
in einfachster Weise zusammengesteckt, wobei das Gehäuse aus
zwei Teilen besteht, die nachträglich zusammengeschweißt oder
miteinander in ähnlicher Weise
befestigt werden. Die Funktion ist bereits in den vorhergehenden
Figuren beschrieben.
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Die geregelte Verstellung der Regelkegel 26, 26', 28, 28' ist auch im
geschlossenen Zustand der anderen Drosselstufen möglich. Somit
sind konstruktiv weitere dicht schließende Kegelsitzverbindungen mit
definierter Sitzpressung realisierbar. Eine Begrenzung der Verstellwege
der Regelkegel 26, 26', 28, 28' erfolgt durch
die jeweiligen Dichtflächen 31, 32 und
durch Anschlag der Regelkegel 26, 26', 28, 28' an den Führungskörpern 23 und
Führungsmodulen 33, 33', 33" . Die Regelkegel 41 werden
ebenfalls durch die Dichtflächen,
durch Absätze
auf dem Führungskörper 52 (4) sowie durch Anschlag
an der Führungs- und Lochplatte 45 in
ihrem Verstellweg begrenzt.
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- 1
- Stelldrossel
- 2
- Einlauf
- 3
- Auslauf
- 4
- Flansch
- 5
- Flansch
- 6
- Distanzscheibe
- 7
- Distanzscheibe
- 8
- Durchlauföffnung
- 9
- Durchlauföffnung
- 10
- Führungskörper
- 11
- Steuerkanal
(Einlauf druck)
- 12
- Steuerkanal
(Auslaufdruck)
- 13
- Steueröffnung
- 14
- Steueröffnung
- 15
- Distanzzarge
- 16
- Regelsitz
(Stufe 1)
-
-
- 17
- Regelsitz
(Stufe 2)
- 18
- Regelsitz
(Stufe 3)
- 19
- Regelsitz
(Stufe 4)
- 20
- Distanzteil
- 21
- Durchlauföffnung
- 22
- Dichtung
- 23
- Führungskörper
- 24
- Dichtung
- 25
- Dichtung
- 26,26'
- Regelkegel
- 27,27'
-
-
- Stellkolben
- 28,28'
- Regelkegel
- 29,29'
- Stellkolben
- 30
- Dichtung
- 31
- Dichtfläche (Regelkegel)
- 32
- Dichtfläche (Regelsitz)
- 33,33',33"
- Führungsmodul
- 34
- Regelsitzmodul
- 35
- Dichtung
- 36
- Dichtung
- 37
- Führungskörper
- 38
- Stellkegel
- 39
- Durchlauföffnung
- 40
- Regelsitz
- 41
- Regelkegel
- 42
- Hubraum
- 43
- Führungskörper
- 44
- Steuerkanal
- 45
- Führungs-
und Lochplatte
- 46
- Distanzbuchse
- 47
- Dichtung
- 48
- Dichtung
- 49
- Queröffnung
- 50
- Steueröffnung
- 51
- Durchlauföffnung
- 52
- Stellkörper
- 53
- Öffnung
- 54
- Fase