DE10246725A1 - Kraftstofffördereinheit - Google Patents
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Abstract
Bei einer Kraftstofffördereinheit (3) hat ein Pumpenhalter (10) zur Begrenzung der Übertragung von Körperschall von einer Kraftstoffpumpe (5) auf einen Schwalltopf (2) mehrere Blechstreifen (13, 14). Die Blechstreifen (13, 14) lassen sich kostengünstig fertigen und auf die jeweilige Kraftstoffpumpe (5) anpassen. Die Kraftstofffördereinheit (3) lässt sich hierdurch besonders kostengünstig fertigen.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Kraftstofffördereinheit, welche zur Anordnung in einem Kraftstoffbehälter eines Kraftfahrzeuges vorgesehen ist, mit einer Kraftstoffpumpe und mit einem im Kraftstoffbehälter zu befestigenden Pumpenhalter zur Halterung der Kraftstoffpumpe.
- Solche Kraftstofffördereinheiten werden in heutigen Kraftfahrzeugen häufig eingesetzt und sind aus der Praxis bekannt. Der Pumpenhalter der bekannten Kraftstofffördereinheit ist als Kunststoffteil im Spritzgussverfahren gefertigt und hat mehrere federnde Elemente zur Vermeidung der Übertragung von störendem Körperschall von der Kraftstoffpumpe auf angrenzende Bauteile des Kraftstoffbehälters. Der Pumpenhalter ist meist mit einem im Kraftstoffbehälter angeordneten Schwalltopf verklippst.
- Nachteilig bei der bekannten Kraftstofffördereinheit ist, dass der Pumpenhalter ein schwierig zu fertigendes Bauteil ist. Hierfür ist zudem ein kostenintensives Spritzgusswerkzeug erforderlich.
- Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Kraftstofffördereinheit der eingangs genannten Art so zu gestalten, dass sie besonders kostengünstig herstellbar ist und die Übertragung von Körperschall von der Kraftstoffpumpe weitgehend vermieden wird.
- Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Pumpenhalter zumindest in einem mittleren Bereich aus Metall zur akustischen Entkoppelung der Kraftstoffpumpe von angrenzenden Bauteilen gefertigt ist.
- Durch diese Gestaltung wird die Übertragung des Körperschalls von dem aus Metall gefertigten Bereich behindert. Der aus Metall gefertigte Bereich lässt sich einfach, beispielsweise aus einfach zu fertigenden Serienbauteilen oder aus Standardbauteilen, wie beispielsweise Federelementen zusammenstellen. Damit wird die Bereitstellung von aufwändigen, speziell für die jeweilige Kraftstoffpumpe und die jeweiligen angrenzenden Bauteile angepassten Spritzgussformen vermieden. Der aus Metall gefertigte Bereich lässt sich zudem mit geringem Aufwand, beispielsweise durch einfache Versuche, auf neue Kraftstoffpumpen anpassen. Damit lässt sich die erfindungsgemäße Kraftstofffördereinheit besonders kostengünstig fertigen, ohne dass im Vergleich zu der bekannten Kraftstofffördereinheit eine verstärkte Übertragung von Körperschall eintritt.
- Der Pumpenhalter lässt sich gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung besonders kostengünstig fertigen, wenn er in seinem mittleren Bereich einen Blechstreifen hat.
- Eine vorgesehene Elastizität des Pumpenhalters lässt sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung einfach sicherstellen, wenn der Blechstreifen Wellungen aufweist. Hierdurch vermag der Blechstreifen zudem die Kraftstoffpumpe beispielsweise gegen den Boden des Schwalltopfes vorzuspannen.
- Zur weiteren Unterdrückung der Übertragung von Körperschall trägt es gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung bei, wenn der aus Metall gefertigte Bereich Einschnürungen und/oder Verbreiterungen hat.
- Zur weiteren Unterdrückung der Übertragung von Körperschall trägt es gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung bei, wenn der aus Metall gefertigte Bereich unterschiedliche Wandstärken aufweist.
- Vibrationen der Kraftstoffpumpe werden gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung zuverlässig von dem Pumpenhalter gedämpft, wenn eine Resonanzfrequenz des aus Metall gefertigten Bereichs des Pumpenhalters außerhalb der Eigenfrequenz der Kraftstoffpumpe liegt.
- Zur Vereinfachung der Montage der erfindungsgemäßen Kraftstofffördereinheit trägt es bei, wenn der Pumpenhalter zumindest einen Haltering zur Befestigung an einem angrenzenden Bauteil und von dem Haltering sternförmig abstehende Blechstreifen hat. Der Haltering kann beispielsweise an dem Schwalltopf oder der Kraftstoffpumpe befestigt sein. Vorzugsweise hat der Pumpenhalter jeweils einen Haltering an dem Schwalltopf und der Kraftstoffpumpe, wobei die Halteringe über die Blechstreifen miteinander verbunden sind.
- Zur weiteren Vereinfachung der Montage der erfindungsgemäßen Kraftstofffördereinheit trägt es bei, wenn der Haltering und die Blechstreifen einstückig gefertigt sind.
- Der Aufwand zur Anpassung des Pumpenhalters für unterschiedliche Kraftstoffpumpen und unterschiedliche Kraftstoffbehälter lässt sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung besonders gering halten, wenn der Haltering aus Kunststoff gefertigt ist und die Blechstreifen in entsprechende Nuten des Halterings eingepresst sind.
- Der Pumpenhalter weist gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung quer zur Längsachse einer Antriebswelle der Kraftstoffpumpe eine besonders geringe Steifheit auf, wenn der aus Metall gefertigte Bereich des Pumpenhalters im Wesentlichen parallel zur Längsachse einer Antriebswelle der Kraftstoffpumpe angeordnet ist. Die Kraftstoffpumpe vermag sich seitlich, beispielsweise durch eine Unwucht der Antriebswelle zu bewegen, ohne dass Schwingungen auf angrenzende Bauteile des Kraftstoffbehälters übertragen werden. Hier durch lässt sich die Kraftstoffpumpe zur Montage einfach in einen Schwalltopf einhängen.
- Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Diese zeigt in
-
l schematisch eine erfindungsgemäße Kraftstofffördereinheit, -
2 einen Längsschnitt eines Blechstreifens der erfindungsgemäßen Kraftstofffördereinheit aus1 , -
3 eine Ansicht auf einen Blechstreifen der erfindungsgemäßen Kraftstofffördereinheit aus1 . -
1 zeigt einen gegen einen Boden eines Kraftstoffbehälters1 eines Kraftfahrzeuges vorgespannte Schwalltopf2 mit einer Kraftstofffördereinheit3 . Die Kraftstofffördereinheit3 weist eine von einem Elektromotor4 angetriebene Kraftstoffpumpe5 auf. Die Kraftstoffpumpe5 und der Elektromotor4 sind in einem gemeinsamen Gehäuse6 angeordnet und über eine Antriebswelle7 miteinander verbunden. Die Kraftstoffpumpe5 saugt Kraftstoff aus dem Schwalltopf2 an und fördert diesen zu einem mit einer nicht dargestellten Vorlaufleitung verbindbaren Anschluss8 der Kraftstofffördereinheit3 . Auf dem Schwalltopf2 ist ein Deckel9 aufgeklippst. Der Deckel9 ist mit einem Pumpenhalter10 verbunden. Der Pumpenhalter10 weist einen an dem Deckel9 und dem Gehäuse6 der Kraftstoffpumpe5 befestigten Haltering11 ,12 auf und hat in seinem mittleren Bereich Blechstreifen13 ,14 zur Verbindung der Halteringe11 ,12 . Die Halteringe11 ,12 sind hier aus Kunststoff gefertigt. - Die Blechstreifen
13 ,14 erstrecken sich im Wesentlichen parallel zu der Antriebswelle7 der Kraftstoffpumpe5 und sind in Nuten15 ,16 der Halteringe11 ,12 eingepresst. In der Zeichnung sind zwei Blechstreifen13 ,14 dargestellt. Vorzugsweise hat der Pumpenhalter10 drei um 120° zueinander versetzt angeordnete Blechstreifen13 ,14 . Alternativ zu der dargestellten Verbindung der Blechstreifen13 ,14 mit den Halteringen11 ,12 können die Blechstreifen13 ,14 und die Halteringe11 ,12 einstückig aus Metall gefertigt sein. Solche Bauteile lassen sich im Stanzverfahren und Tiefziehverfahren einfach fertigen. Einer der Blechstreifen14 weist Wellungen17 auf und ist damit in seiner Längsrichtung elastisch gestaltet. Die Blechstreifen13 ,14 unterdrücken weitgehend die Übertragung von Körperschall der Kraftstoffpumpe5 auf den Schwalltopf2 . -
2 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Blechstreifen18 im Längsschnitt, bei dem beispielsweise durch Prägen unterschiedliche Wandstärken erzeugt wurden.3 zeigt eine Ansicht auf eine weitere Ausführungsform eines Blechstreifens19 mit einer Einschnürung20 und einer Verbreiterung21 . Der Blechstreifen19 ist einstückig mit einem zur Befestigung an der Kraftstoffpumpe5 aus1 vorgesehenen Haltering22 gefertigt. Durch die Gestaltungen der Blechstreifen18 ,19 nach den2 und3 wird die Übertragung von Körperschall von der in1 dargestellten Kraftstoffpumpe5 auf den Schwalltopf2 behindert.
Claims (10)
- Kraftstofffördereinheit, welche zur Anordnung in einem Kraftstoffbehälter eines Kraftfahrzeuges vorgesehen ist, mit einer Kraftstoffpumpe und mit einem im Kraftstoffbehälter zu befestigenden Pumpenhalter zur Halterung der Kraftstoffpumpe, dadurch gekennzeichnet, dass der Pumpenhalter (
10 ) zumindest in einem mittleren Bereich aus Metall zur akustischen Entkoppelung der Kraftstoffpumpe (5 ) von angrenzenden Bauteilen gefertigt ist. - Kraftstofffördereinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Pumpenhalter (
10 ) in seinem mittleren Bereich einen Blechstreifen (13 ,14 ,18 ,19 ) hat. - Kraftstofffördereinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Blechstreifen (
14 ) Wellungen (17 ) aufweist. - Kraftstofffördereinheit nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der aus Metall gefertigte Bereich Einschnürungen (
20 ) und/oder Verbreiterungen (21 ) hat. - Kraftstofffördereinheit nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der aus Metall gefertigte Bereich unterschiedliche Wandstärken aufweist.
- Kraftstofffördereinheit nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Resonanzfrequenz des aus Metall gefertigten Bereichs des Pumpenhalters (
10 ) außerhalb der Eigenfrequenz der Kraftstoffpumpe (5 ) liegt. - Kraftstofffördereinheit nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Pumpenhalter (
10 ) zumindest einen Haltering (11 ,12 ,22 ) zur Befestigung an einem angrenzenden Bauteil und von dem Haltering (11 ,12 ,22 ) sternförmig abstehende Blechstreifen (13 ,14 ,19 ) hat. - Kraftstofffördereinheit nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltering (
22 ) und die Blechstreifen (19 ) einstückig gefertigt sind. - Kraftstofffördereinheit nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltering (
11 ,12 ) aus Kunststoff gefertigt ist und die Blechstreifen (13 ,14 ) in entsprechende Nuten (15 ,16 ) des Halterings (11 ,12 ) eingepresst sind. - Kraftstofffördereinheit nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der aus Metall gefertigte Bereich des Pumpenhalters (
10 ) im Wesentlichen parallel zur Längsachse einer Antriebswelle (7 ) der Kraftstoffpumpe (5 ) angeordnet ist.
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