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Die Erfindung betrifft eine Biegemaschine umfassend
ein Maschinengestell, eine Oberwange und eine Unterwange, die beide
am Maschinengestell gehalten und relativ zueinander bewegbar sind, eine
am Maschinengestell gehaltene und relativ zu diesem sowie zur Oberwange
und Unterwange bewegbare Biegewange mit einem Biegewangenträger und
einem am Biegewangenträger über eine
durch eine Steuerung ansteuerbare Bombiereinrichtung abgestützten Biegewangenwerkzeug.
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Derartige Biegemaschinen sind aus
dem Stand der Technik bekannt.
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Bei diesen erfolgt die Einstellung
der Bombiereinrichtung in manueller Art und Weise, wobei die geeignete
Einstellung der Bombiereinrichtung für eine bestimmte Biegeoperation
durch eine Versuchsreihe festzustellen ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Biegemaschine der gattungsgemäßen Art
derart zu verbessern, daß die
Einstellung der Bombiereinrichtung schneller und präziser möglich ist.
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Diese Aufgabe wird bei einer Biegemaschine der
eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Bombiereinrichtung
mit einer während
einer Biegeoperation betreibbaren Stelleinrichtung versehen ist,
daß mit
der Steuerung die Stelleinrichtung auch während einer Biegeoperation
ansteuerbar ist, daß mindestens
ein der Steuerung zugeordneter Sensor vorgesehen ist, mit welchem
von der Steuerung eine Einstellung der Bombiereinrichtung durch
die Stelleinrichtung ermittelbar ist und daß für eine bestimmte Biegeoperation
durch die Steuerung mindestens ein Einstellparameter für die Bombiereinrichtung
bestimmbar ist, bei welchem das Biegewangenwerkzeug bei Beendigung
dieser Biegeoperation im wesentlichen durchbiegungsfrei ausgerichtet
ist.
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Der Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung ist
darin zu sehen, daß bei
dieser die Möglichkeit
besteht, einerseits über
die Steuerung die Bombiereinrichtung während einer Biegeoperation
einzustellen und andererseits die Steuerung die Möglichkeit
hat, für
eine bestimmte Biegeoperation mindestens einen Einstellparameter
für die
Bombiereinrichtung zu bestimmen, bei welchem das Biegewangenwerkzeug bei
Beendigung dieser Biegeoperation im wesentlichen durchbiegungsfrei
ausgerichtet ist.
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Damit ist es zumindest möglich, die
Bombiereinrichtung auch während
einer Biegeoperation so einzustellen, daß bei Beendigung der Biegeoperation das
Biegewangenwerkzeug durchbiegungsfrei ausgerichtet ist und somit
das vom Biegewangenwerkzeug gebogene Werkstück auch nach Beendigung die
der durchbiegungsfreien Ausrichtung des Biegewangenwerkzeugs entsprechende
präzise
Umbiegung auch aufweist.
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Die Zahl der Einstellparameter kann
bei der erfindungsgemäßen Lösung unterschiedlich
sein.
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Die einfachste Lösung sieht vor, daß der mindestens
eine Einstellparameter ein einziger Einstellparameter ist, nämlich der
maximale, während
der bestimmten Biegeoperation auftretende Einstellparameter.
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Eine präzisere, insbesondere einzelnen
Biegebereichen während
des Verlaufs der Biegeoperation angepaßte Einstellung der Bombiereinrichtung
ist dann möglich,
wenn die Bombiereinrichtung während der
bestimmten Biegeoperation entsprechend einer Vielzahl von Einstellparametern
einstellbar ist.
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Beispielsweise werden von der Steuerung die
exakt den bei der Biegeoperation durchlaufenden Biegezuständen entsprechenden
Einstellparameter eingestellt.
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Prinzipiell wäre es denkbar, den Einstellparameter
dadurch zu bestimmen, daß ausgehend
von Werkstückdaten
und Daten der Biegeoperation der Einstellparameter aus einer in
der Steuerung abgelegten Tabelle bestimmt wird. Eine derartige Vorgehensweise
bringt stets Ungenauigkeiten mit sich.
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Die eingangs genannte Aufgabe wird
alternativ oder ergänzend
zu den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Lösung erfindungsgemäß auch dadurch
gelöst,
daß mit der
Steuerung der mindestens eine Einstellparameter für eine bestimmte
Biegeoperation während
der Durchführung
dieser Biegeoperation durch eine Messung ermittelbar ist.
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Das Ermitteln des mindestens einen
Einstellparameters durch eine Messung ist in unterschiedlichster
Weise denkbar.
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Beispielsweise wäre es denkbar, die geradlinige
Ausrichtung des Biegewangenwerkzeugs durch eine Messung während der
Durchführung
der Biegeoperation zu erfassen und die Bombiereinrichtung stets
so einzustellen, daß die
geradlinige Ausrichtung des Biegewangenwerkzeugs erhalten bleibt.
In diesem Fall werden die Einstellparameter seitens der Steuerung
durch die stets erfolgende Nachstellung der Bombiereinrichtung so,
daß das
Biegewangenwerkzeug gerade gerichtet bleibt, ermittelt und gleichzeitig
mit er Ermittlung dieser Einstellparameter erfolgt eine entsprechende
Einstellung der Bombiereinrichtung.
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Eine alternative Lösung hierzu
sieht vor, daß die
Steuerung zum Ermitteln des mindestens einen Einstellparameters
die Durchbiegung des Biegewangenträgers mittels mindestens eines
Sensors im Rahmen einer Messung umfaßt.
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Das Ermitteln der Durchbiegung des
Biegewangenträgers
hat den Vorteil, daß damit
keinerlei Messung im Bereich des Biegewangenwerkzeugs und insbesondere
keinerlei Messung der Geraderichtung des Biegewangenwerkzeugs während der
Biegeoperation erforderlich ist, so daß sich bei dieser Lösung der
mindestens eine Einstellparameter während der Biegeoperation besonders
günstig
erfassen läßt.
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Hinsichtlich der Art der Erfassung
der Durchbiegung des Biegewangenträgers sind die unterschiedlichsten
Möglichkeiten
denkbar.
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Beispielsweise wäre es denkbar, an mehreren
Stellen des Biegewangenträgers
die Durchbiegung desselben zu erfassen.
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Aus Gründen der Einfachheit hat es
sich jedoch als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn der mindestens
eine Sensor die Durchbiegung des Biegewangenträgers an einer einzigen Stelle
desselben erfaßt.
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Die Erfassung der Durchbiegung des
Biegewangenträgers
wäre beispielsweise über einen
Dehnungsmeßstreifen
möglich,
der an der sich dehnenden Seite des Biegewangenträgers angeordnet
werden könnte.
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Aus Gründen der Einfachheit hat es
sich jedoch als günstig
erwiesen, wenn der mindestens eine Sensor die Durchbiegung des Biegewangenträgers gegenüber einer
Referenzposition erfaßt,
so daß die Festlegung
der Nullposition, die bei einem Dehnungsmeßstreifen problematisch ist,
entfallen kann.
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Hinsichtlich der Vorgabe der Referenzposition
sind unterschiedlichste Lösungen
denkbar.
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So wäre es beispielsweise denkbar,
die Referenzposition durch einen Lichtstrahl vorzugeben.
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Eine besonders einfache Lösung sieht
jedoch vor, daß die
Referenzposition durch ein Referenzelement vorgegeben ist.
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Ein derartiges Referenzelement kann
in unterschiedlichster Art und Weise vorgesehen sein. Eine günstige Lösung sieht
vor, daß das
Referenzelement ein sich parallel zum Biegewangenträger erstreckter
Referenzträger
ist.
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Bezüglich der Arbeitsweise des
Sensors sind im Fall eines Referenzelements ebenfalls mehrere Varianten
denkbar. Besonders günstig
ist es, wenn der mindestens eine Sensor eine relative Lageänderung
des Biegewangenträgers
gegenüber
dem Referenzträger
erfaßt.
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Die Durchbiegung des Biegewangenträgers kann
nun in unterschiedlichster Art und Weise mit dem zu ermittelnden
Einstellparameter verknüpft werden.
Eine aufgrund der Einfachheit besonders günstige Lösung sieht vor, daß die Steuerung
ausgehend von der Durchbiegung des Biegewangenträgers und eines Verstellverhaltens
der Bombiereinrichtung den Einstellparameter für die Bombiereinrichtung ermittelt.
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Hinsichtlich der Art und Weise, wie
die Einstellung der Bombiereinrichtung mit dem Sensor erfaßt werden
soll, wurden im Zusammenhang mit der bisherigen Erläuterung
der Erfindung keinerlei nähere
Angaben gemacht. So sieht eine vorteilhafte Lösung vor, daß die Steuerung
die Einstellung der Bombiereinrichtung mittels mindestens eines
der Bombiereinrichtung zugeordneten Stellungssensors erfaßt.
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Vorzugsweise ist dabei der Stellungssensor endseitig
der Bombiereinrichtung angeordnet.
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Besonders günstig ist es dabei, wenn jeweils an
beiden Enden der Bombiereinrichtung ein Stellungssensor angeordnet
ist, um deren Einstellung besonders exakt zu ermitteln.
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Hinsichtlich der Einstellung der
Bombiereinrichtung wurden im Zusammenhang mit der bisherigen Erläuterung
der einzelnen Ausführungsbeispiele keine
näheren
Angaben gemacht.
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So ist es beispielsweise denkbar,
daß die Bombiereinrichtung
mittels der Steuerung während einer
Biegeoperation entsprechend dem Einstellparameter einstellbar ist,
wobei entweder der Einstellparameter auch während der Biegeoperation ermittelt
werden kann oder der Einstellparameter bereits vor Durchführung der
Biegeoperation ermittelt wurde.
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Diese Lösung hat den Vorteil, daß sich die Einstellung
der Bombiereinrichtung zumindest näherungsweise so realisieren
läßt, daß die Bombiereinrichtung
ebenfalls näherungsweise
ein gerade gerichtetes Biegewangenwerkzeug bei der Biegeoperation
zur Verfügung
stellt.
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Wie bereits eingangs dargelegt, ist
es prinzipiell im Rahmen der erfindungsgemäßen Lösung ausreichend, wenn die
Bombiereinrichtung bei Beendigung der Biegeoperation so eingestellt
ist, daß das Biegewangenwerkzeug
im wesentlichen geradegerichtet ist, da damit bis zum Ende der Biegeoperation eventuelle
in Ungenauigkeiten durch eine temporäre Durchbiegung des Biegewangenwerkzeugs
während der
Biegeoperation ausgeglichen werden können.
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Besonders günstig ist es jedoch, wenn die Steuerung
durch Ansteuern der Stelleinrichtung die Bombiereinrichtung entsprechend
der sich während der
Durchführung
der Biegeoperation zu einzelnen Zeiten einstellenden Durchbiegung
des Biegewangenträgers
einstellen.
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Besonders günstig ist es, wenn die Bombiereinrichtung
mittels der Steuerung während
des Erfassens des Einstellparameters entsprechend dem Einstellparameter
einstellbar ist, so daß eine
direkte Umsetzung des erfaßten
Einstellparameters in die Einstellung der Bombiereinrichtung erfolgt.
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Beispielsweise ist eine derartige
Umsetzung des erfaßten
Einstellparameters in die Einstellung der Bombiereinrichtung auch
dann möglich,
wenn das Festlegen des Einstellparameters durch eine Messung der
Geraderichtung der Bombiereinrichtung erfolgt.
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Selbstverständlich ist dies aber auch möglich, wenn
die Erfassung des Einstellparameters über die Erfassung der Durchbiegung
des Biegewangenträgers
erfolgt.
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Alternativ dazu besteht, insbesondere
wenn auch vor der Biegeoperation die Ermittlung des Einstellparameters
erfolgt ist, die Möglichkeit,
daß die Bombiereinrichtung
vor Durchführung
der bestimmten Biegeoperation auf den mindestens einen Einstellparameter
einstellbar ist.
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Besonders günstig ist eine Lösung, bei
welcher die Bombiereinrichtung in jedem Betriebszustand entsprechend
dem Einstellparameter einstellbar ist.
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Im Zusammenhang mit der bisherigen
Beschreibung der einzelnen Funktionen der Steuerung wurde dargelegt,
daß die
Steuerung für
die Durchführung
einer bestimmten Biegeoperation den Einstellparameter für diese
bestimmte Biegeoperation während
der Durchführung
derselben ermittelt.
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Dies bedeutet jedoch nicht zwingend,
daß stets
bei jeder Durchführung
der bestimmten Biegeoperation der zumindest eine Einstellparameter
jeweils erneut ermittelt werden muß.
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So ist es beispielsweise denkbar,
daß die Steuerung
vor Durchführung
einer weiteren der bestimmten Biegeoperationen den mindestens einen Einstellparameter
zumindest ungefähr
ermittelt.
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Das heißt, daß der mindestens eine Einstellparameter
im Verlauf der Durchführung
einer bestimmten Biegeoperation ermittelt werden kann, dieser ermittelte
Einstellparameter aber nicht nur für die Einstellung der Bombiereinrichtung
bei dieser einen bestimmten Biegeoperation Verwendung findet, sondern
auch bei weiteren der bestimmten Biegeoperationen, also beispielsweise
bei der Herstellung weiterer identischer Teile mit wiederholter
Durchführung der
bestimmten Biegeoperation, Verwendung finden kann.
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Mit dieser Lösung läßt sich bei dieser weiteren
der bestimmten Biegeoperation beispielsweise der in der vorangehenden
bestimmten Biegeoperation ermittelte mindestens eine Einstellparameter
zumindest zur schnelleren Einstellung der Bombiereinrichtung einsetzen,
da bereits aus der ungefähren Bekanntheit
des Einstellparameters die Einstellung der Bombiereinrichtung auf
diesen ungefähren
Wert eingeleitet werden kann und somit die Messung in einem derartigen
Fall lediglich noch Abweichungen von dem ungefähren Wert ausgleichen und durch
ergänzende
Aussteuerung der Bombiereinrichtung ausgleichen müßte.
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Noch vorteilhafter ist es jedoch,
wenn die Steuerung vor Durchführung
einer weiteren der bestimmten Biegeoperationen den mindestens einen Einstellparameter
im wesentlichen genau ermittelt, da in diesem Fall bei Erfassung
des mindestens einen Einstellparameters im Zuge einer Biegeoperation
bei den weiteren Biegeoperationen derselbe mindestens eine Einstellparameter
eingesetzt werden könnte.
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Dennoch könnte selbst bei im wesentlichen exakter
Ermittlung des mindestens einen Einstellparameters nach wie vor
noch eine Messung und Überprüfung der
Einstellung erfolgen.
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Als besonders günstig hat es sich erwiesen, wenn
die Bombiereinrichtung mittels der Steuerung vor Durchführung der
bestimmten Biegeoperation voreinstellbar ist.
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Mit einer derartigen Voreinstellung
läßt sich eine
Reihe von Vorteilen erreichen. Ein Vorteil wäre, daß durch die Voreinstellung
zumindest auf einen Teilwert des mindestens einen Einstellparameters
die Ansprechzeit der Bombiereinrichtung für die Einstellung verringert
und somit die Einstellung des Einstellparameters schneller und präziser erfolgen
kann.
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Ein anderer Vorteil ist darin zu
sehen, daß die
Möglichkeit
besteht, jeweils bei einer der bestimmten Biegeoperationen, nämlich der
ersten der bestimmten Biegeoperationen, die Ermittlung der Einstellparameter
durchzuführen
und mit diesen Einstellparametern alle weiteren der bestimmten Biegeoperationen
durchzuführen.
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Bei einer Voreinstellung besteht
die Möglichkeit,
zumindest auf einen Teilwert des vermuteten Einstellparameters einzustellen,
wobei dieser Teilwert kleiner angenommen werden kann als der vermutete
Einstellparameter.
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Um, insbesondere bei kraftintensiven
Biegeoperationen, die Einstellung der Bombiereinrichtung zu erleichtern
und somit auch deren Einstellgeschwindigkeit und Einstellpräzision zu
verbessern, ist vorzugsweise vorgesehen, daß die Bombiereinrichtung mittels
der Steuerung auf einen über
einem vermuteten Einstellparameter liegenden Wert voreinstellbar
ist und dann auf den Einstellwert während der Biegeoperation absenkbar
ist.
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Diese Voreinstellung des Einstellparameters über den
vermuteten Einstellparameter hinaus, das heißt auf über diesem liegende Werte,
hat den Vorteil, daß damit
die Möglichkeit
besteht, während
der Biegeoperation die auf die Bombiereinrichtung wirkenden Biegekräfte zusätzlich zur
von der Stelleinrichtung erzeugten Kraft dazu einzusetzen, die Bombiereinrichtung
zu verschieben, nämlich
in Richtung niedrigerer Werte der Einstellparameter, das heißt von höherer Bombierung
in Richtung niedrigerer Bombierung, so daß damit kleinere Einstellkräfte erforderlich
sind und auch die Bombiereinrichtung schneller eingestellt werden
kann.
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Dabei ist die dann bei Beginn der
Biegeoperation zu starke Bombierung nicht nachteilig, sofern sichergestellt
ist, daß am
Ende des Biegevorgangs die der Durchbiegung des Biegewangenträgers entsprechende
Bombierung eingestellt ist.
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Hinsichtlich der Bestimmung eines
derartigen vermuteten Einstellparameters sind die unterschiedlichsten
Lösungen
denkbar. So sieht eine besonders günstige Lösung vor, daß der vermutete
Einstellparameter durch die Steuerung derart ermittelbar ist, daß der nach
Durchlaufen eines Teils eines einer Biegeoperation zugeordneten
Biegewinkels ermittelte tatsächliche
Einstellparameter herangezogen wird.
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Besonders vorteilhaft ist es, wenn
der einmal für
eine Biegeoperation festgelegte mindestens eine Einstellparameter
bei einer weiteren der bestimmten Biegeoperationen weiterhin von
der Steuerung als Einstellparameter verwendet wird, da in diesem
Fall nur bei einer oder wenigen der bestimmten Biegeoperationen
die tatsächliche
Ermittlung des Einstellparameters, beispielsweise durch Messen,
erfolgt, und dieser eine Einstellparameter dann bei allen weiteren der
bestimmten Biegeoperationen eingesetzt werden kann, und der Zeitaufwand
für die
Messung zur Bestimmung des Einstellparameters eingespart werden kann.
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Beispielsweise wäre es bei dieser Lösung denkbar,
eine der bestimmten Biegeoperationen langsam durchzuführen und
während
dieser den mindestens einen Einstellparameter zu ermitteln, um dann
die weiteren der bestimmten Biegeoperationen sehr schnell durchzuführen, da
bei diesen bereits der mindestens eine Einstellparameter ermittelt
ist und stets weiterhin verwendet werden kann.
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Weitere Merkmale und Vorteile der
Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung sowie der
zeichnerischen Darstellung eines Ausführungsbeispiels.
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In der Zeichnung zeigen:
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1 eine
Frontansicht einer erfindungsgemäßen Biegemaschine
mit angedeuteter Bombiereinrichtung;
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2 einen
Schnitt längs
Linie 2-2 in 1;
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3 eine
vergrößerte Darstellung
einer Biegewange der erfindungsgemäßen Biegemaschine mit teilweise
aufgebrochenen Bereichen zum Erkennen der Bombiereinrichtung und
eines Referenzträgers;
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4 eine
Darstellung ähnlich 3 mit im wesentlichen erkennbarer
Bombiereinrichtung;
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5 eine
vergrößerte Darstellung
eines Bereichs A in 4 und
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in 6a: eine Darstellung einer
Durchbiegung eines Biegewangenträgers
bei einer erfindungsgemäßen Biegemaschine
im Verlauf einer Biegeoperation bis zu einem maximalen Biegewinkel;
in 6b: eine Darstellung der
Einstellparameter für die
Einstellung der Bombiereinrichtung über dem Biegewinkel bei unterschiedlichen
Betriebsmodi.
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Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Biegemaschine,
dargestellt in 1, umfaßt ein Maschinengestell 10 mit
seitlichen Ständern 12 und 14,
zwischen denen, wie in 1 und 2 dargestellt, sich eine
Oberwange 16 und eine Unterwange 18 erstrecken.
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Beispielsweise ist die Unterwange 18 an
den Ständern 12 und 14 fest
angeordnet und die Oberwange 16 relativ zur Unterwange 18 beweglich.
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Ferner trägt die Oberwange ein Oberwangenwerkzeug 20 und
die Unterwange ein Unterwangenwerkzeug 22, zwischen denen
ein Werkstück 24 aus
Flachmaterial, beispielsweise ein Blech so einspannbar ist, daß von diesem
ein über
das Oberwangenwerkzeug 20 und das Unterwangenwerkzeug 22 überstehender
Lappen 26 aus einer durch das Unterwangenwerkzeug 22 und
das Oberwangenwerkzeug 20 festgelegten Einspannebene 28 heraus
biegbar ist.
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Hierzu ist die Biegemaschine mit
einer Biegewange 30 versehen, die sich zwischen endseitig derselben
angeordneten Biegewangenhaltern 32 erstreckt und mit diesen
Biegewangenhaltern 32 um eine Schwenkachse 34 schwenkbar
ist, wobei die Schwenkachse 34 vorzugsweise über der
Einspannebene 28 und parallel zu dieser liegt.
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Die Biegewange 30 wirkt
dabei mit einem Biegewangenwerkzeug 36 auf den umzubiegenden Lappen 26 des
Werkstücks 24 ein,
wobei das Biegewangenwerkzeug 36 sich über eine Bombiereinrichtung 40 an
einem Biegewangenträger 42 der
Biegewange 30 abstützt,
und der Biegewangenträger 42 dazu
vorgesehen ist, die auf das Biegewangenwerkzeug 36 einwirkenden
Kräfte
aufzunehmen und dadurch das Biegewangenwerkzeug 36 formstabil
zu halten.
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Im Idealfall würde das Biegewangenwerkzeug 36 derart
formstabil gehalten, daß dieses
sich mit seiner Biegekante 44 exakt parallel zu der Schwenkachse 34,
erstreckt, unabhängig
von den auf das Biegewangenwerkzeug 36 wirkenden Reaktionskräften beim
Biegen des Werkstücks 24.
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Da die Biegewange 30 sich
zwischen den seitlichen Ständern 12, 14 über große Längen erstreckt,
erfolgt je nach Art des zu biegenden Werkstücks 24 – insbesondere
Werkstoff, Werkstückdicke und
Werkstücklänge -, der
Position des zu biegenden Werkstücks 24 sowie
dem zu biegenden Winkel eine mehr oder weniger starke Durchbiegung
des Biegewangenträgers 42 und
somit eine entsprechende Durchbiegung des Biegewangenwerkzeugs 36,
sofern dem nicht mit der Bombiereinrichtung 40 entgegengewirkt
wird. Die Bombiereinrichtung 40, über welche sich das Biegewangenwerkzeug 36 am
Biegewangenträger 42 abstützt ist
dabei so ausgebildet, daß sie,
wie sich aus 3 und 4 ergibt, die Möglichkeit
eröffnet,
das Biegewangenwerkzeug 36 relativ zum Biegewangenträger 42 entgegengesetzt
zu dessen Durchbiegung zu verbiegen und damit die Durchbiegung des
die Biegekräfte
aufnehmenden Biegewangenträgers 42 so
zu kompensieren, daß sich
die Biegekante 44 des Biegewangenwerkzeugs 36 im wesentlichen
wieder parallel zur Schwenkachse 34, die gleichzeitig die
Biegelinie darstellt, erstreckt.
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Hierzu ist, wie in 3 und 4 dargestellt,
die Bombiereinrichtung 40 mit aufeinanderfolgend angeordneten
Keilpaaren 461 bis 46n versehen, die jeweils einen unteren,
fest auf dem Biegewangenträger 42 sitzenden
Keilkörper 48a und
einen oberen auf diesem sitzenden Keilkörper 48b umfassen,
die mit ihren einander zugewandten Keilflächen 50a bzw. 50b gleitend
aneinander anliegen.
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Ferner variiert bei unterschiedlichen
Keilpaaren 461 bis 46N der Keilwinkel der Keilflächen 50a, b und
zwar derart, daß der
Keilwinkel bei den jeweils außen
liegenden Keilpaaren 461 und 46n am geringsten ist und stetig zu einer
Mittellinie 52 hin zunimmt, so daß bei dem oder den mittigen
Keilpaaren 46x die Neigung der
Keilflächen 50a, b am
größten ist.
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Ferner sind die oberen Keilkörper 48b1 bis 48n in
einer Längsrichtung 54 der
Bombiereinrichtung 40, die gleichzeitig auch einer Längsrichtung
der Biegewange 30 entspricht, gegenüber den unteren Keilkörpern 48a1 bis 48an sowie
einer zwischen dem Biegewangenwerkzeug 36 und den oberen
Keilkörpern 48b1 bis 48bn angeordneten
Biegewangenwerkzeugaufnahme 56 verschiebbar, wobei jeweils
in der Längsrichtung 54 aufeinanderfolgende
obere Keilkörper 48b aneinander
anliegen, so daß alle
oberen Keilkörper 48b gleichzeitig
und um denselben Weg in der Längsrichtung 54 verschiebbar
sind.
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Durch den unterschiedlichen Neigungswinkel
der Keilflächen 50a, b der
Keilpaare 461 bis 46n bewirkt eine Verschiebung der oberen
Keilkörper 48b nahe
der Mittellinie 52 der Bombiereinrichtung 40 eine
stärkere
Durchbiegung des Biegewangenwerkzeugs 36 in Richtung von
dem Biegewangenträger 42 weg
als im Bereich der äußeren Keilpaare 461 und 46n ,
wie dies in 4 dargestellt
ist.
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Durch eine derartige Einstellbarkeit
der Bombiereinrichtung 40 besteht die Möglichkeit, unterschiedlich
starke Durchbiegungen des Biegewangenträgers 42 in Richtung
von der Schwenkachse 34 weg in entsprechender Weise unterschiedlich
stark durch die Bombiereinrichtung 40 zu kompensieren, so
daß sich
näherungsweise
die Biegekante 44 so einstellen läßt, daß sie sich näherungsweise
parallel zur Schwenkachse 34 und somit auch zur Biegelinie erstreckt.
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Damit besteht die Möglichkeit,
abhängig
von den bei unterschiedlichen Biegeoperationen auftretenden Biegekräften die
Durchbiegung des Biegewangenträgers 42 im
wesentlichen zu kompensieren.
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Zum Verstellen der Bombiereinrichtung 40 ist eine
als Ganzes mit 60 bezeichnete Stelleinrichtung vorgesehen, welche
den jeweils endseitigen Keilpaaren 461 und 46n zugeordnete Hydraulikzylinder 62 und 64 umfaßt, die über Druckkörper 66 und 68 den jeweiligen
oberen Keilkörper 48b1 bzw. 48bn beaufschlagen,
wobei jeweils einer der Hydraulikzylinder 62 oder 64 wirksam
ist.
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Sollen beispielsweise die oberen
Keilkörper 48b in
Richtung des Hydraulikzylinders 64 verschoben werden, so
ist der Hydraulikzylinder 62 wirksam, sollen die oberen
Keilkörper 48b in
Richtung des Hydraulikzylinders 62 verschoben werden, so
ist der Hydraulikzylinder 64 wirksam.
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Zum Ansteuern und Betreiben der beiden Hydraulikzylinder 62 und 64 ist
die Stelleinrichtung 60 noch mit einer Hydraulikansteuerung 70 versehen, über welche
die beiden Hydraulikzylinder 62 und 64 mit Hydraulikmedium
gesteuert beaufschlagbar sind.
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Die Hydraulikansteuerung 70 korrespondiert mit
einer Steuerung 72 für
die Biegemaschine.
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Um einen korrekten Einstellparameter
für die Bombiereinrichtung 40 ermitteln
zu können,
ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
die Steuerung 72 in der Lage, die Durchbiegung des Biegewangenträgers 42 zu
erfassen.
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Vorzugsweise ist der Biegewangenträger 42 als
Hohlkörper
ausgebildet, so daß sich
in dem Biegewangenträger 42 ein
Referenzträger 80 anordnen läßt, der
sich ebenfalls in der Längsrichtung 54 des Biegewangenträgers 42 im
wesentlichen über
dessen Länge
erstreckt und im Bereich seiner beiden Enden 82 und 84 an
dem Biegewangenträger 42 nahe
dessen mit den Biegewangenhaltern 32 verbundenen Endbereichen 86, 88 gehalten
ist.
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Der Referenzträger 80 verläuft dabei
innerhalb des Biegewangenträgers 42 derart,
daß er
keinerlei Belastungen unterworfen ist und somit sich auch nicht
mit dem Biegewangenträger 42 bei
Belastung desselben während
einer Biegeoperation durchbiegen kann.
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Der Referenzträger 80 stellt somit
eine geometrische Referenz dar, gegenüber welcher die Durchbiegung
des Biegewangenträgers 42 ermittelbar
ist.
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Hierzu ist vorzugsweise im Bereich
nahe der Mittellinie 52 im Biegewangenträger 42 ein
mit diesem verbundener erster Sensor 90 vorgesehen, welcher
beispielsweise über
einen Haltewinkel 92 mit dem Biegewangenträger 42 verbunden
ist.
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Der erste Sensor 90 erfaßt dabei
einen Abstand zwischen diesem und einer Unterkante 94 des Referenzträgers 80,
wobei dieser Abstand bei zunehmender Durchbiegung des Biegewangenträgers 42 zunehmend
größer wird,
so daß der
von dem ersten Sensor 90 erfaßte Abstand von der Unterkante 94 der
maximalen Durchbiegung des Biegewangenträgers 42 entspricht.
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Der mit der Steuerung 72 verbundene
erste Sensor 90 liefert somit ein Maß für die maximale Durchbiegung
des Biegewangenträgers 42 bei
Einwirkung von Biegekräften
auf das Biegewangenwerkzeug 36.
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Entsprechend der von dem ersten Sensor 90 gemessenen
maximalen Durchbiegung ist die Steuerung 72 in der Lage,
Einstellparameter E für
die Bombiereinrichtung 40 zu ermitteln und die Hydraulikansteuerung 70 entsprechend
anzusteuern, so daß der geeignete
Hydraulikzylinder 62 oder 64 mit Hydraulikmedium
beaufschlagt wird.
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Um erkennen zu können, in welchem Maß eine Verschiebung
der oberen Keilkörper 48b durch die
Hydraulikzylinder 62 oder 64 erfolgt, sind den
jeweils äußersten
oberen Keilkörpern 48b1 und 48bn zweite
Sensoren 100 zugeordnet, die jeweils eine Position des äußersten
oberen Keilkörpers 48b1 bzw. 48bn relativ
zu einem Fixpunkt 102 ermitteln, welcher ortsfest relativ
zum Biegewangenträger 42,
vorzugsweise einem Endbereich 86 bzw. 88 desselben
angeordnet ist.
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Mittels der zweiten Sensoren 100 besteht
somit für
die Steuerung 72 die Möglichkeit
zu erkennen, ob die Stelleinrichtung 60 die Bombiereinrichtung 40 entsprechend
dem vorgegebenen Einstellparameter E verstellt hat.
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Die Zuordnung des jeweils für die Einstellung der
Bombiereinrichtung 40 erforderlichen Einstellparameters
E zu der entsprechenden Durchbiegung D des Biegewangenträgers 42 kann
dabei im Rahmen eines Eichvorgangs, in welchem jeweils die gerade Richtung
des Biegewangenwerkzeugs 36 bei unterschiedlicher Belastung
erreicht wird, festgelegt und in der Steuerung 72 in Form
einer Tabelle abgelegt werden.
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Somit ist die Steuerung in der Lage,
bei sich einstellenden unterschiedlichen Durchbiegungen D des Biegewangenträgers 42 entsprechende
Einstellparameter E für
die Bombiereinrichtung 40 zu ermitteln, bei welchen die
Bombiereinrichtung 40 derart auf das Biegewangenwerkzeug 36 einwirkt,
daß dieses
mit der Biegekante 44 im wesentlichen geradlinig und parallel
zur Schwenkachse 34 und somit parallel zur Biegelinie verläuft.
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Die Einstellung der Bombiereinrichtung 40 kann
dabei in unterschiedlichen Betriebsmodi erfolgen, wie in 6 dargestellt.
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In 6a ist
dabei die Durchbiegung D des Biegewangenträgers 42 in Abhängigkeit
von einem Biegewinkel W, das heißt einem Schwenkwinkel um die
Schwenkachse 34, dargestellt.
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Daraus ergibt sich, daß beim Biegen
bis zu einem Winkel von beispielsweise 90°, die Durchbiegung D zunächst in
einem ersten Biegewinkelbereich B1 ungefähr linear mit dem Biegewinkel
W ansteigt und dann beispielsweise bei einem Biegewinkel W von ungefähr 4° in einen
zweiten Biegebereich B2 übergeht,
in welchem mit zunehmendem Biegewinkel W nur noch ein geringer ungefähr linearer
Anstieg der Durchbiegung D des Biegewangenträgers 42 mit zunehmendem
Biegewinkel W erfolgt.
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Der Übergang vom Biegebereich B1
zum Biegebereich B2 hängt
damit zusammen, daß dann, wenn
die Fließgrenze
des Materials des Werkstücks 24 überschritten
ist, die auf das Biegewangenwerkzeug 36 wirkenden Kräfte nur
noch geringfügig
mit zunehmendem Biegewinkel W zunehmen.
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Entsprechend dem Verlauf der Durchbiegung
D über
dem Biegewinkel W kann nunmehr die Steuerung 72 unterschiedliche
Einstellparameter vorgeben.
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Wie in 6b durch
die Kurve 0 dargestellt, kann in einem ersten Betriebsmodus
der Einstellparameter E exakt dem Verlauf der Durchbiegung D folgend
durch die Steuerung 72 eingestellt werden, sofern die Stelleinrichtung 60 mit
ausreichend großer Geschwindigkeit
arbeitet, um bei einem schnellen Durchlaufen des Biegewinkels W
eine entsprechend schnelle Nachstellung der Bombiereinrichtung 40 zu erreichen.
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Da dies in vielen Fällen schwer
möglich
ist, erfolgt bei einem zweiten Betriebsmodus zumindest während des
Biegebereichs B1 die Einstellung des Einstellparameters E mit einer
gewissen Verzögerung,
oder einem gewissen Schleppfehler, wie dies durch die Kurve 1 in 6b dargestellt ist, so daß der Einstellparameter
E die der Durchbiegung D im Biegebereich B2 entsprechenden Werte
erst ab einem Biegewinkel W von ungefähr 5° erreicht, dann aber bis zum
Erreichen des maximalen Biegewinkels W der Einstellparameter E der
Durchbiegung D folgt.
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Ein derartiger Schleppfehler hat
für die
Präzision
des Biegevorgangs keine gravierend nachteiligen Auswirkungen, sofern
die der Durchbiegung D des Biegewangenträgers 42 entsprechenden
Einstellparameter E bis zum Ende der Biegeoperation erreicht werden,
da trotzdem bei Beendigung der Biegeoperation das Biegewangenwerkzeug 36 hinsichtlich
seiner Durchbiegung korrigiert ist und somit auch der umgebogene
Lappen 26 am Ende der Biegeoperation derart gebogen ist,
wie wenn der Einstellparameter E exakt gleichlaufend mit der Durchbiegung
D des Biegewangenträgers 42 eingestellt
worden wäre.
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Eine Vorgabe des Einstellparameters
E im ersten Betriebsmodus entsprechend der Kurve 0 oder
im zweiten Betriebsmodus der Kurve 1 in 6b erfolgt üblicherweise dann, wenn die
bestimmte Biegeoperation von der Biegemaschine zum ersten Mal durchgeführt wurde,
da in einem derartigen Fall üblicherweise
die Steuerung 72 keinerlei Anhaltswerte für die sich
einstellende Durchbiegung D des Biegewangenträgers 42 vorliegen
hat.
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In der Regel werden jedoch bei den
erfindungsgemäßen Biegemaschinen
Biegeoperationen nicht nur einmalig durchgeführt, sondern dieselbe bestimmte
Biegeoperation wird mehrmals hintereinander jeweils an einem neuen
Werkstück 24 durchgeführt.
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In diesem Fall liegen der Steuerung 72 bereits
aufgrund der vorangegangenen Biegeoperationen Maximalwerte für den Einstellparameter
E bei dieser Biegeoperation vor.
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Aus diesem Grund kann in einem dritten
Betriebsmodus – wie
in 6b durch die Kurve 2 dargestellt – die Steuerung 72 vor
Beginn der Biegeoperation bereits eine Voreinstellung der Bombiereinrichtung 40 mit
einem Einstellparameter E vornehmen, welcher unterhalb des Maximalwertes
liegt. Dieser Einstellparameter E wird so lange als konstanter Wert
beibehalten, bis aufgrund der Durchbiegung D des Biegewangenträgers 42 dieser
Einstellparameter E erreicht ist und nachfolgend bei weiterer Erhöhung der
Durchbiegung D angepaßt,
wobei diesbezüglich ebenfalls
noch ein Schleppfehler auftreten kann, der sich jedoch im Biegebereich
B2 rasch verringert, so daß gegen
Ende der Biegeoperation der Einstellparameter E der sich einstellenden
Durchbiegung des Biegewangenträgers 42 entspricht.
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Da bei Auftreten großer Biegekräfte die Nachstellung
der Bombiereinrichtung 40 dergestalt, daß die Bombierung
im Verlauf der Biegeoperation sukzessive zunimmt, das heißt, daß sich im
Bereich der Mittellinie 52 der Abstand zwischen dem Biegewangenträger 42 und
dem Biegewangenwerkzeug 36 zunehmend vergrößert, eine
hohe Kraft seitens der Stelleinrichtung 60 benötigt, ist
bei einem vierten Betriebsmodus, dargestellt durch die Kurve 3 in 6b, vorgesehen, daß die Bombiereinrichtung 40 durch
einen Einstellparameter E so voreingestellt wird, daß die Bombierung
größer als
die notwendige Bombierung ist. Beginnend mit der Biegeoperation wird
dann die Bombierung der Bombiereinrichtung 40 zurückgenommen,
bis zu einem der Durchbiegung D des Biegewangenträgers 42 entsprechenden
Wert und gegebenenfalls noch im Biegebereich B2 geringfügig nachgestellt.
Diese Lösung
hat den großen
Vorteil, daß die
im Biegebereich B1 erforderlichen großen Kräfte für die Nachstellung der Bombierung
der Bombiereinrichtung 40 vermieden werden können, ohne
daß die
Präzision
der Biegeoperation leidet, da am Ende der Biegeoperation nach wie
vor der Einstellparameter E der Durchbiegung D des Biegewangenträgers 42 entspricht.
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Sofern die Größenordnung des am Ende der Biegeoperation
vorliegenden Einstellparameters E der Steuerung bekannt ist, kann
die Einstellung des Einstellparamters E auch bei einem erstmaligen
Biegen eines Werkstücks 24 entsprechend
einer bestimmten Biegeoperation entsprechend dem dritten und vierten
Betriebsmodus, das heißt
entsprechend der Kurve 2 bzw. 3 der 6b, erfolgen.
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Ist der Steuerung 72 der
Endwert des einzustellenden Einstellparameters E aus einer vorausgegangenen
Biegeoperation bekannt, so kann auch bei nachfolgenden Biegeoperationen
auf die Ermittlung der Durchbiegung D des Biegewangenträgers 42 vollständig verzichtet
werden und der bei einer ersten Biegeoperation ermittelte Endwert
des Einstellparameters E bei den nachfolgenden Biegeoperationen fest
eingestellt werden, wie dies in einem fünften Betriebsmodus, in 6b dargestellt durch die
Kurve 4 erkennbar ist.