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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf eine Schaltungsanordnung und ein Verfahren zur Restwelligkeitsreduzierung
bei einer LED- Anordnung („LED-
Array").
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Als LED- Anordnungen (LED: lichtemittierende
Diode) gelten vorliegend grundsätzlich
alle denkbaren LED- Verschaltungen wie z.B. zwei oder mehr parallel
zueinander verschaltete LED-Ketten,
in denen jeweils mindestens ein LED- Bauelement angeordnet ist,
wobei bei zwei oder mehr LED- Bauelementen, diese seriell miteinander
verschaltet sind. Aber auch eine LED-Kette, in der mindestens ein LED- Bauelement
angeordnet ist, wobei bei zwei oder mehr LED- Bauelementen, diese
seriell miteinander verschaltet sind, ist mit dem Begriff „LED- Anordnung" umfasst.
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Um bei LED- Anordnungen eine möglichst günstige Kostensituation
zu erhalten, werden bei Ampelanwendungen nur so viele LEDs wie unbedingt
notwendig eingesetzt. Das heißt
herkömmlicherweise
beschränken
sich die LEDs auf die für
die Ampelanwendung sichtbaren LEDs.
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Um die geforderten Ansprechzeiten
einhalten zu können – d. h.
um das Umschalten von einem Betriebszustand zu einem anderen gewährleisten
zu können
-, kann die Bestromung der LEDs nicht mit Gleichstrom erfolgen,
da in herkömmlicher
Weise dazu ein großer
Kondensator notwendig wäre.
Dieser Kondensator würde
zur Nichteinhaltung der Ansprechzeiten führen. Es kommt zu Schwingungen
im System. Diese Restwelligkeit (Oszillation um einen Mittelwert)
ist dabei so groß,
dass die Stromstärke durch
die LED- Anordnung z. B. im Peak (Spitzenwert) nahezu den doppelten
Wert des mittleren Stromes aufweist.
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Auf Grund der Abhängigkeit der LED- Lebensdauer
von der in der LED umgesetzten Leistung hat also diese Restwelligkeit
eine sehr negative Auswirkung auf die Lebensdauer einer solchen
LED- Anordnung. D.h. die Restwelligkeit bewirkt eine zusätzliche
umgesetzte Leistung, welche die LED-Lebensdauer verringert.
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Gemäß dem Stand der Technik ist
eine hohe Restwelligkeit stets vorhanden, da gemäß dem Stand der Technik dieses
Problem nicht gelöst
wird. Auf herkömmliche
Weise wird zur Einhaltung der Lebensdaueranforderungen eine entsprechend
hohe Anzahl an LEDs eingesetzt. Dabei ergibt sich allerdings eine
ungünstige
Kostensituation.
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Auf herkömmliche Weise ist mit einem
Kondensator oder einer Spule das Problem der Restwelligkeit nur
sehr schwer in den Griff zu bekommen, denn dazu sind umständliche
Schaltungen mit aktiven Schaltern notwendig, wobei die Zuverlässigkeit des
Gesamtsystems eingeschränkt
ist.
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Herkömmmliche Leistungsversorgungsschaltungen
(power supplies) für
Ampelsignalgeber verwenden zum Einstellen der erforderlichen Stromstärke MOSFETs,
FETs oder Transistoren mit entsprechender Verschaltung. Bei Netzteilen
finden Transformatoren Anwendung, die die an einer Ampel anliegende
Spannung auf für
LED- Lichtquellen kompatible Spannungen umwandeln. In Deutschland wird
eine Spannung von 230 Volt Wechselstrom auf eine Spannung von ca.
15 Volt Gleichstrom transformiert. Es liegt hier herkömmlicherweise
eine hohe Restwelligkeit vor.
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Herkömmlicherweise ist immer ein
Einstell- Widerstand vorgesehen, der die von den Leistungsversorgungsschaltungen
abgegebene Stromstärke direkt
beeinflußt.
Dieser Einstell- Widerstand wird vorteilhafterweise auf die Platine
der LED- Lichtquelle (LED- Anordnung) ausgelagert, da dann für unterschiedliche
LED- Lichtquellen, die auch unterschiedliche Stromstärken erfordern,
nur eine Leistungsversorgung (power supply) notwendig ist. In Abhängigkeit
von der an dem Einstell- Widerstand anliegenden Spannung fließt über diesen
Einstell-Widerstand
ein entsprechender Einstell- Strom zur Einstellung der Leistungsversorgungsschaltung.
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Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung bei
Ampelanwendungen, insbesondere bei einer LED- Anordnung, das Auftreten
von Restwelligkeiten zu vermeiden. Zudem sollen lediglich kostengünstige Bauelemente
Verwendung finden. Ebenso soll die Anzahl der erforderlichen LEDs
auf das Notwendige beschränkt
sein. Es soll ebenso die Bestromung der LEDs mit Wechselstrom ausgeführt sein.
Zudem soll die Einhaltung der geforderten Ansprechzeiten realisiert
werden.
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Die Aufgabe wird durch eine Schaltungsanordnung
mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 und durch ein
Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruches 16 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den Ansprüchen 2 bis
15 sowie 20 bis 24 angegeben.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung
kann die Helligkeit bzw. die Lichtausgangsleistung (Lichtoutput)
bzw. die Lichtstärke
einer LED- Lichtquelle bzw. LED- Anordnung direkt zur Veränderung
des eingangs genannten Einstell- Widerstandes bzw. des Einstell-
Stroms genutzt werden. Damit funktioniert der Einstell- Widerstand
als Steuer- Widerstand bzw. der Einstell-Strom als Steuer- Strom. Wenn dieser Steuer-
Widerstand bzw. Steuer- Strom beim Erreichen einer bestimmten Mindestlichtstärke sehr schnell
seinen Wert verändert,
so kann dieser Rückkoppeleffekt
zur Reduzierung der Welligkeit genutzt werden, ohne dass dazu große teure
Kondensatoren notwendig sind. Gleichzeitig wird auch die Mindestlichtstärke entsprechend
den Anforderungen sicher eingehalten und die Lebensdauer in doppelter
Weise erhöht.
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Dies geschieht erstens durch Reduzierung der
Restwelligkeit und zweitens dadurch, dass es nicht mehr wie auf
herkömmliche Weise
notwendig ist, LEDs mit einem weit über den Mindestanforderungen
liegenden Lichtstärkewert
herzustellen und auszuliefern, um zum Lebensende die Mindestlichtstärke noch
einhalten zu können.
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Weitere Merkmale, Vorzüge und Zweckmäßigkeiten
der Erfindung werden nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben.
Es zeigen:
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1 zeigt
ein Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
für eine
Ampelanwendung mit einer LED- Anordnung.
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2 zeigt
eine LED- Anordnung (LED- Array) unter Verwendung einer vorteilhaften
Stromverteilungsschaltung für
die LED- Anordnung.
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3 zeigt
eine LED- Anordnung (LED- Array) unter Verwendung einer weiteren
vorteilhaften Stromverteilungsschaltung für die LED- Anordnung.
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Im Ausführungsbeispiel gemäß 1 sind eine Vielzahl von
LED- Ketten, die parallel geschaltet sind, mit einer Leistungsversorgungsschaltung
LVS verbunden. Die Leistungsversorgungsschaltung LVS ist mit einem
Transformator und einer Leistungsfaktor- Korrekturschaltung Teil
eines an ein Stromnetz angeschlossenen Netztteils.
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Eine der LED- Ketten ist als Referenzkette RK
ausgebildet und gibt ihr Licht auf einen Photoempfänger PE1
ab. Der Photoempfänger
PE1 ist in Serienschaltung mit einem Widerstand Rc Verbunden, so
dass über
diesen eine der empfangenen Lichtstärke proportionale Spannung
URG abfällt.
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Die Spannung URG wird
einem Schalttransistor MOSFET bzw. T1 zugeführt, der in einer Serienschaltung
mit einem Widerstand RSD und einer Zenerdiode ZDSD verschaltet
ist .
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Die Source/Drain- Anschlüsse des
Schalttransistors T1 sind mit Eingangsanschlüssen eines Optokopplers OK
verbunden. Da die Serienschaltung des Schalttransistors T1, die
Serienschaltungen des Photoempfängers
PE1 und der Referenzkette parallel geschaltet mit den Versorgungsanschlüssen der Leistungsversorgungsschaltung
LVS verbunden sind, kann am Ausgang des Optokopplers OK ein der Lichtstärke der
LED- Kette entsprechendes Signal abgenommen werden.
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Mittels einer elektronischen Vorrichtung
EV nach 1 erfolgt eine
Gegenkopplung zur Regelung der von der LED- Anordnung emittierten
Lichtstärke
auf eine vorgegebene Solllichtstärke.
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Gemäß 1 wird durch die elektronische Vorrichtung
EV die von der LED- Lichtquelle emittierte Lichtstärke an einer
Referenzkette RK erfasst. Diese weist zu den anderen LEDs der LED-
Anordnung baugleiche LEDs auf, durch die, insbesondere im Normalbetrieb,
derselbe Strom getrieben wird, wie durch jede andere Kette der LED-
Lichtquelle. Die Referenzkette RK unterliegt denselben Alterungserscheinungen
wie die gesamte LED- Anordnung. Die Lichtstärke an der Referenzkette RK
dient als Referenzlichtstärke
für die
gesamte LED- Lichtquelle. Zur Reduzierung von äußeren Einflüssen ist die Referenzkette
RK vorteilhafterweise von der durch die Umgebung emittierten Lichtstärke abgeschirmt.
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Die Referenzlichtstärke wird
mittels eines Photoempfängers
PE1, insbesondere einer Photodiode, bevorzugt mittels einer PIN-
Photodiode (I: intrinsic) detektiert. Eine PIN-Photodiode kann im Vergleich zu einer
einfachen Photodiode noch kleinere Lichtstärken messen und Signale mit
höherer
Frequenz erfassen. Der Photoempfänger
PE1 kann alternativ bzw. kumulativ auch ein Phototransistor, ein Phototyristor,
ein Phototriac und/oder ein Photo-Schmitt-Trigger sein.
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Der Photostrom durch die Photodiode
PE1 fließt über einen
Widerstand RG (G: Gate) zu einem Anschluss
einer Leistungsversorgungsschaltung LVS der LED- Anordnung. Die
Spannung am Widerstand RG ist also proportional
zur auf die Photodiode PE1 auftreffenden Lichtstärke. Diese Spannung steuert
ein elektronisches Schaltelement (den Schalttransistor T1) z.B.
in der Form eines MOSFET- Transistors, der bei genügend hoher
Steuerspannung (Gatespannung) leitend wird. VMOSFETs eignen sich,
wenn große
Leistungen geschaltet werden müssen.
Das elektronische Schaltelement kann auch ein bipolarer Transistor
sein.
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Der FET ist mit seiner Source(S)-
Drain(Dr)- Strecke parallel zu einem Photosender (z.B. zu einer Sendediode
SD) eines Optokopplers OK geschaltet. Die Gate- Source- Spannung
wird über
den Widerstand RG aufgebaut bzw. liegt an
diesem an.
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Als FET- Transistoren können alle
Arten, insbesondere Isolierschicht bzw. Sperrschicht- FETs verwendet
werden. Besonders vorteilhaft ist die Verwendung von MOSFETs (metal-oxide
semiconductor- FETs).
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Es sind insbesondere sowohl selbstsperrende
n- Kanal als auch selbstsperrende p- Kanal MOSFET- Transistoren
verwendbar. Die Verschaltung muss dann entsprechend angepasst sein.
n- Kanal-FETs lassen
sich durch p- Kanal- FETs ersetzen, wenn die zugehörige Schaltung
von der Kathode zur Anode gespiegelt wird.
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1 zeigt
einen selbstsperrenden n- Kanal MOSFET als elektronisches Schaltelement.
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Der Photosender des Optokopplers
OK kann eine Sendediode SD in Form einer IRED oder einer LED sein.
Die Sendediode SD ist über
eine zur Sendediode SD entgegengesetzt gepolte Zenerdiode ZDSD mit einem elektrischen Anschluss und über einen
Widerstand RSD mit einem weiteren elektrischen Anschluss
der Leistungsversorgungsschaltung LVS verbunden.
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Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach 1 ist das elektronische
Schaltelement, der selbstsperrende MOSFET, parallel zum Photosender des
Optokopplers OK geschaltet. Je nach Höhe der Spannung am Widerstand
RG, die proportional zur auf die Photodiode
PE1 auftreffenden Lichtstärke
ist, sperrt oder leitet der MOSFET. Ist die Referenzlichtstärke kleiner
als die Solllichtstärke,
so sperrt der MOSFET. Liegt die Referenzlichtstärke über der Solllichtstärke, so
leitet der MOSFET.
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Indem der leitende Transistor (MOSFET)
die Sendediode SD des Optokopplers OK überbrückt und damit Strom von der
Sendediode SD des Optokopplers OK abzieht, steigt der „Widerstand" des Photoempfängers PEO
K des Optokopplers
an bzw. es verringert sich dessen Ausgangsstrom IA.
Der Photoempfänger
PEO
K ist vorteilhafterweise
als Phototransistor bereitgestellt. Er kann aber alternativ oder
kumulativ auch eine Photodiode, ein Phototyristor, ein Phototriac
und/oder ein Photo- Schmitt- Trigger sein.
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Das Sinken des Ausgangsstroms IA steuert die Leistungsversorgungsschaltung
LVS der LED- Anordnung derart, dass die der LED- Anordnung zugeführte elektrische
Leistung P durch Senken der Versorgungsspannung und/oder des Versorgungsstromes
reduziert wird. Eine Verringerung der abgegebenen elektrischen Leistung
P kann ebenso durch eine Korrektur des Leistungsfaktors ausgeführt sein.
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Die durch die LED- Anordnung emittierte Lichtstärke wird
folglich reduziert.
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Der Ausgangsstrom IA des
Optokopplers verändert
sich also von einem sehr großen
Wert (bzw. von einem sehr kleinen Wert des Widerstandes des Phototransistors
PEOK), wenn die auf die (PIN-) Photodiode
PE1 auftreffende Lichtstärke
unterhalb des geforderten Wertes liegt, zu sehr kleinen Werten, wenn
die auf die (PIN-) Photodiode PE1 auftreffende geforderte Licht stärke geringfügig überschritten
wird. Der Widerstand des Phototransistors PEoK verändert sich
umgekehrt zu sehr großen
Werten.
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Aufgrund der durch die elektronische
Vorrichtung EV erfolgenden Gegenkopplung zur Regelung der von der
LED- Anordnung emittierten Lichtstärke auf eine vorgegebene Solllichtstärke funktioniert
die elektronische Vorrichtung EV bei Unterschreiten der Solllichtstärke in „entgegengesetzter Richtung". D.h. ein Absinken
der Lichtstärke
unterhalb der Solllichtstärke
verringert die Steuerspannung am Widerstand RG derart,
dass der MOSFET sperrt und die Sendediode SD des Optokopplers durch
das elektronische Schaltelement MOSFET bestromt geschaltet wird.
Damit erhöht
sich der Ausgangsstrom IA des Photoempfängers PEO
K des Optokopplers
OK. Der erhöhte
Ausgangsstrom führt
als Information für
die Leistungsversorgungsschaltung LVS zu einer Erhöhung der
der LED- Anordnung zugeführten
elektrischen Leistung P.
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Die durch die LED- Anordnung emittierte Lichtstärke wird
folglich erhöht.
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Das Ausgangssignal des Optokopplers
OK in Form seines Ausgangsstroms IA übernimmt
die Steuerung der Leistungsversorgungsschaltung LVS (power-supply)
der LED- Anordnung, welche bei einem hohen Ausgangsstrom IA insbesondere den Strom durch die LED- Anordnung
auf eine hohe Stromstärke
einstellt, und bei einem niedrigen Ausgangsstrom IA insbesondere
den Strom durch die LED- Anordnung auf einen minimalen Wert, der ebenfalls
vorgegeben ist, reduziert. Die Änderung der
Leistungsabgabe an die LED- Anordnung kann auch über eine Änderung der an die LED- Anordnung angelegten
Wechselspannung bzw. durch eine Änderung
des Leistungsfaktors erfolgen.
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Da in diesem System für die Stromregulierung
keine Kondensatoren oder Spulen eingesetzt sind, kann das System
innerhalb der Frequenz der Restwelligkeit reagieren und sich aussteuern.
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In 1 finden
sich insbesondere robuste Bauelemente wie Widerstände R, Dioden
D, Leuchtdioden LEDs, ein MOSFET-Transistor,
eine Zeneediode ZDSD und ein Optokoppler
OK sowie Photoempfänger
PE1 bzw. PEOK und eine Sendediode SD. Der Ausgangsstrom
IA des Optokopplers wird im Netzteil weiter
verarbeitet. Das Netzteil umfasst eine Leistungsfaktor-Korrektureinrichtung,
einen Transformator zur Umwandlung in die benötigte Wechselspannungshöhe und eine
Strom/Spannungsbzw. Leistungs- Versorgungsschaltung LVS zur Abgabe
elektrischer Leistung P an die LED- Anordnung. Das Netzteil versorgt
die LED- Anordnung mit Wechselspannung bzw. Wechselstrom und ist
an das elektrische Leistungsnetz angeschlossen.
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Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel wird
eine Gegenkopplung der durch die LED- Anordnung emittierten Lichtstärke zur
Leistungsabgabe an die LED- Anordnung ebenso durch eine elektronische
Vorrichtung EV ermöglicht,
bei der der elektronische Schalter bzw. das elektronische Schaltelement
in Form eines MOSFETs zu dem Photosender (z.B. Sendediode SD) des
Optokopplers OK in Serie geschaltet ist und selbstleitend ist. Der
MOSFET kann einen n- Kanal oder einen p- Kanal aufweisen. Damit
emittiert die Sendediode SD ebenso, wenn die Steuerspannung zwischen
Gate und Source am MOSFET zu gering ist.
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Erfindungsgemäß werden auch die an den genannten
Schaltungsanordnungen ausgeführten Arbeitsverfahren
beansprucht.
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Gemäß weiteren bevorzugten Ausführungsbeispielen
der vorliegenden Erfindung sind die LED- Ketten derart entsprechend 2 und 3 verschaltet, dass eine für die LED-
Anordnung vorgesehene Stromaufteilung auch bei Veränderung
der Durchlassspannung in den einzelnen Ketten, beispielsweise bei
einem Kurzschluss eines LED- Bauteiles, aufrecht erhalten wird.
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Bei einer Verknüpfung der Stromverteilungsschaltung
gemäß der 2 mit der Schaltung nach 1 liegen die Anoden der
LEDs an einem Anschluß der
Leistungsversorgungsschaltung LVS der Schaltungsanordnung und die
Emitter bipolarer Transistoren über
Widerstände
Rx2 an einem anderen Anschluß der
Leistungsversorgungsschaltung LVS der Schaltungsanordnung.
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Bei einer Verknüpfung der Stromverteilungsschaltung
gemäß der 3 mit der Schaltung nach 1 liegen ebenso die Kathoden
der LEDs an einem Anschluß der
Leistungsversorgungsschaltung LVS der Schaltungsanordnung und die
Emitter bipolarer Transistoren über
Widerstände
Rx2 an einem anderen Anschluß der
Leistungsversorgungsschaltung LVS der Schaltungsanordnung.
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Die Stromverteilungsschaltung und
die LED- Ketten liegen in Serie. Alle LED- Ketten mit Regelungsanordnungen
liegen parallel zur elektronischen Vorrichtung EV zur Gegenkopplung
der von der LED- Anordnung emittierten Lichtstärke zur Leistungsabgabe der
Leistungsversorgungsschaltung LVS an die LED- Anordnung.
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Zur Funktionsweise der vorteilhaften
Stromverteilungschaltung in einer LED- Anordnung gemäß 2 und 3: Es werden den LED- Ketten x jeweils
eine Kombination eines Transistors Tx mit einem Widerstand Rx2 im
Emitterzweig zur Aufrechterhaltung einer vorgesehenen Stromaufteilung
auf die einzelnen LED- Ketten x in Serie geschaltet. Dabei bezeichnet
x einen Laufindex von 1 bis zur Höchstzahl der LED- Ketten.
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Der Widerstand Rx2 beeinflusst die
Stromverteilung in den einzelnen LED- Ketten. Dabei ist der Widerstandswert
Rx2 umgekehrt proportional zum dazugehörigen Kollektorstrom.
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Eine entsprechende Ansteuerschaltung
beaufschlagt die Basisanschlüsse
Bx der Transistoren Tx mit einem vorbestimmten Strom. Je eine Ansteuerschaltung,
ein Bipolartransistor und ein Emitterwiderstand bilden eine Stromquelle,
die den Strom in dem jeweiligen Zweig bestimmt. Diese Stromquelle bildet
jeweils eine Regelungsanordnung.
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Zudem sind alle Basisanschlüsse Bx der Transistoren
Tx auf das gleiche Potential gesetzt.
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Die Beaufschlagung durch die Ansteuerschaltung
erfolgt dadurch, dass eine die Basisanschlüsse Bx der Transistoren Tx
mit einem vorbestimmten Strom beaufschlagende Einrichtung, als Serienschaltung
aus einer Diode Dx und einem elektrischen Widerstand Rx1 bereitgestellt
ist.
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Die Dioden Dx und die Widerstände Rx1
ermöglichen
die Bereitstellung einer für
die Funktion der elektrischen Regelungsanordnung notwendigen Stromversorgung
der jeweiligen Transistor- Basis. Als Differenz zwischen der Versorgungsspannung, der
Durchlassspannung einer LED- Kette und der gemeinsamen Basisspannung
der Transistoren liegt an der Ansteuerschaltung eines Transistors
seine entsprechende Kollektor- Basis- Spannung an. Eine Veränderung
in der Durchlassspannung einer LED-Kette (z.B. durch Kurzschluss einer
LED) wird durch eine entsprechende Veränderung der zugehörigen Kollektor-
Basis-Spannung abgefangen,
so dass sich der Kollektorstrom nicht bzw. nur sehr gering ändert. Dieser
ist umgekehrt proportional zum dazugehörigen Emitterwiderstand Rx2.
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Zudem verhindern die Dioden Dx einen Stromfluß von einem
LED-Zweig in einen
anderen.
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Eine vorteilhaftes LED- Anordnung,
umfasst mindestens zwei parallel zueinander verschaltete LED- Ketten
(Kette x), in denen jeweils mindestens eine LED (2) angeordnet,
wobei zu jeder LED- Kette (x) jeweils eine Regelungsanordnung (x)
zur Regelung einer vorgesehenen Stromaufteilung auf die einzelnen
LED- Ketten in Serie geschaltet ist.
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Da diese Ausführungsform entweder auf npn-
oder pnp- Transistoren beruht, sind folgende zwei Varianten möglich: Es
ist besonders vorteilhaft, wenn die jeweilige Regelungsanordnung
einen bipolaren Transistor (Tx) enthält, dessen Kollektoranschluss
(Cx) jeweils mit der Kathodenseite der zugehörigen LED-Kette verbunden ist
und dessen Emitteranschluß (Ex)
jeweils über
einen elektrischen Widerstand (Rx2) unmittelbar oder mittelbar mit
einem Anschluß der
Leistungsversorgungsschaltung (LVS) der Schaltungsanordnung verbunden
ist, wobei die Basisanschlüsse
(Bx) der Transistoren (Tx) zur Symmetrisierung der Stromverteilung
miteinander elektrisch leitend verbunden sind, und wobei eine Ansteuerschaltung
die Basisanschlüsse
(Bx) der Transistoren (Tx) mit einem vorbestimmten Strom beaufschlagt.
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Ebenso vorteilhaft ist eine Schaltungsanordnung
für eine
LED-Anordnung, wobei
die jeweilige Regeleinrichtung einen bipolaren Transistor (Tx) enthält, dessen
Kollektoranschluss (Cx) jeweils mit der Anodenseite der zugehörigen LED-
Kette verbunden ist und dessen Emitteranschluß (Ex) jeweils über einen
elektrischen Widerstand (Rx2) unmittelbar oder mittelbar mit einem
Anschluß der
Leistungsversorgungsschaltung (LVS) der Schaltungsanordnung verbunden
ist, wobei die Basisanschlüsse
(Bx) der Transistoren (Tx) zur Symmetrisierung der Stromverteilung
miteinander elektrisch leitend verbunden sind, und wobei eine Ansteuereinrichtung
die Basisanschlüsse
(Bx) der Transistoren (Tx) mit einem vorbestimmten Strom beaufschlagt.
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Die Dioden Dx und die Widerstände Rx1
ermöglichen
die Bereitstellung einer für
die Funktion der elektrischen Regelungsanordnung notwendigen Stromversorgung
der jeweiligen Transistor- Basis. Als Differenz zwischen der Versorgungsspannung, der
Durchlassspannung einer LED- Kette und der gemeinsamen Basisspannung
liegt an der Ansteuerschaltung die entsprechende Kollektor- Basis-
Spannung an. Eine Veränderung
in der Durchlassspannung einer LED- Kette (z.B. durch Kurzschluss
einer LED) wird durch eine entsprechende Veränderung der zugehörigen Kollektor-
Basis- Spannung abgefangen, so dass sich der Kollektorstrom und
damit der entsprechende Kettenstrom nicht bzw. nur sehr wenig ändert. Dieser
ist umgekehrt proportional zum dazugehörigen Emitterwiderstand Rx2.
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Zudem verhindern die Dioden Dx einen Stromfluß von einem
LED-Zweig in einen
anderen.
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Fällt
in einer LED- Kette eine LED durch Kurzschluss aus, so verringert
sich die Durchlassspannung der LED- Kette, die aber durch die dazugehörige Regelungsanordnung
kompensiert wird, indem sich die Kollektor- Basis- Spannung am zugehörigen Transistor
erhöht.
Da bei Veränderungen
in der Durchlassspannung einer LED- Kette über die elektrischen Widerstände Rxl
nur der Basisstrom der Transistoren Tx fließt (ca. Faktor 100..250 kleiner
als der Kollektorstrom), können
die Rx1 so dimensioniert werden, dass eine sehr kleine Veränderung
der Stromstärke
durch Rx1 (im Bereich < 1
mA) bereits eine große Änderung
des Spannungsabfalls an dem Rx1 bewirkt, wodurch die unterschiedlichen
Durchlassspannungen in den einzelnen LED-Ketten ausgeglichen werden können. Die
Summe aus Durchlassspannung der LED- Kette und der Kollektor- Basisspannung
des dazugehörigen
Transistors entspricht der Differenz zwischen der Versorgungsspannung
und dem Basispotential der Transistoren, da auch alle Basisanschlüsse weiterhin
gleiches Potential aufweisen. Die jeweiligen Kollektorströme der LED-
Ketten bleiben damit ebenso annähernd
konstant.
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Fällt
in einer LED- Kette eine LED aufgrund von Durchbrennen ("open contact" oder Kontaktunterbrechung)
aus, so fließt
durch die defekte Kette kein Strom mehr. Die Spannung zwischen Kollektor und
Basis des zugehörigen
Transistors Tx bricht zusammen. An der Basis des Transistors der
defekten Kette muss nach wie vor das Potential anliegen wie an den
Basiseingängen
der restlichen Transistoren. Dies wird durch die gemeinsame elektrische
Verbindung der Transistorbasen erreicht, über die entsprechende Ausgleichsströme fließen können. Die
intakten LED- Ketten übernehmen
zunächst
die Ausgleichsströme.
Diese zusätzlichen
Teilströme
fließen dann über die
jeweiligen Dx und Rx1 und über
die gemeinsame elektrische Verbindung der Transistorbasen in die
Basis des nunmehr als Diode betriebenen Transistors der ausgefallenen
Kette und durch seinen Emitterwiderstand Rx2. Durch die Zusammenschaltung
aller Basiseingänge
auf gleichem Potential erhalten auch die verbleibenden intakten
Ketten den Strom weiterhin entsprechend der durch die Dimensionierung
der Emitter- Widerstände
Rx2 vorgegebenen Verteilung. Dabei sind die Emitter- Widerstandswerte
Rx2 umgekehrt proportional zum Emitterstrom, der sich als Summe
aus Basis- und Kollektorstrom ergibt.
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Mit den vorteilhaften Stromverteilungsschaltungen
können
im Falle der Veränderung
von Durchlassspannungen in LED- Ketten die Kettenströme und damit
die von den LED- Ketten emittierten Lichtstärken stabilisiert werden.
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Die Beschreibung der Erfindung an
Hand der Ausführungsbeispiele
ist selbstverständlich
nicht als Beschränkung
der Erfindung auf diese zu verstehen.