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Die Erfindung betrifft eine Pedaleinrichtung für Kraftfahrzeuge
durch welche die Wirkungsweise einzelner Fahrzeugkomponenten steuerbar
ist. Vielfach ist es erwünscht
ein Fahrzeug an unterschiedliche Fahrer leicht anpassen zu können. So
gibt es beispielsweise unterschiedliche Einstellungen der Rückspiegels,
die an einem Zählwerk
einstellbar sind. Sobald ein Fahrer den für ihn vorbestimmten Zählerstand
einstellt, werden die einzelnen Spiegel in die für ihn vorbestimmte Stellung
gefahren. Wegen der unterschiedlichen Körperlänge der einzelnen Fahrer ist
auch schon vorgeschlagen worden die einzelnen Pedale in ihrer Stellung
an den jeweiligen Fahrzeugführer
anzupassen. So ist beispielsweise in der
EP-OS 918273 ein Pedalwerk beschrieben,
bei dem die an einem Träger
aufgehängten
Pedale zusammen mit dem Träger
verschwenkt werden können.
Hierdurch ergeben sich aber erhebliche Beschränkungen hinsichtlich der Arbeitsweise
der einzelnen Pedale und der den Pedalen nachgeschalteten Einrichtungen,
da diese Arbeitsweisen jeweils an den im wesentlichen gleichförmigen Bewegungsverlauf
der einzelnen Pedale angepaßt
werden müssen.
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Aus der
DE-OS 2941 345 ist ein weiteres verstellbares
Pedalenwerk bekannt. Hierbei werden zwei auf einem Träger angeordnete
Pedalhebel gemeinsam mit dem Träger
verschwenkt. Gleichzeitig 1äßt sich
der Träger
zusammen mit den beiden Pedalen auf einer Graden gegenüber der
Trägerbefestigung
verschieben. Die sich ergebenden kinematischen Beziehungen sind
recht unklar, so daß gegen den
Einsatz dieser Konstruktion in großer Serie Bedenken bestehen.
Weiterhin ist ein Stellglied, z. B. eine Brembetätigung zum Steuern der Bremse
an dem Träger
selbst befestigt und gemeinsamen mit den Pedalen verschwenkbar.
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Aus der
US-PS 6324939 ist eine Pedaleinrichtung
bekannt, bei der sowohl das Bremspedal als auch das Gaspedal gemeinsam
verstellt werden können.
Hier zu werden zwei bewegliche Träger benötigt, die die gemeinsame Verstellung
von Gaspedal und Bremspedal bewirken. Ein erster Träger ist
in axialer Richtung verstellbar. Durch die Verstellung des ersten
Trägers
wird nicht nur das Bremspedal selbst sondern auch ein zweiter Träger geschwenkt,
an welchem das Gaspedal drehbar aufgehängt ist. Die in der genannten
US-Patentschrift beschriebene Konstruktion ist recht aufwendig.
Dazu sind sowohl der zweite Träger
als auch das Bremspedal an dem am ersten Träger aufgehängten Bereich mit Langlöchern versehen
so daß sich
eine Gleitführung
mit hohem konstruktiven Aufwand der zuletzt genannten Bauteile ergibt.
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In einer parallelen Patentanmeldung (P10541)
ist eine Pedaleinrichtung vorgeschlagen worden, bei der ein Stellglied
drehbar an dem Pedalhebel angelenkt ist, und um eine dritte Achse
drehbar ist. Das Ende des Pedalhebels ist wiederum in einem Träger aufgehängt, wobei
der Träger
um eine erste Achse in einem Halter schwenkbar ist. In dieser Anmeldung
wird weiterhin die Möglichkeit
beschrieben auch das Gaspedal drehbar am Träger aufzuhängen. Durch besondere Maßnahmen,
die in dieser Anmeldung beschrieben sind, ist es möglich bei
Einhaltung gewisser Regeln für
die Abstände
der Achsen zueinander bei Verschwenkung des Trägers um einen bestimmten Winkel
sowohl das Bremspedal als auch das Gaspedal um den gleichen Betrag
in den Fahrgastraum hinein zu verstellen. Der in der genannten Anmeldung
beschriebene Aufbau ist nur für
ein Gaspedal geeignet, welches mit Hilfe eines Gaszuges arbeitet.
Die Möglichkeit
in gleicher Weise auch ein Gaspedal zu verstellen, welches mit E-Gas
arbeitet, ist in dieser Anmeldung nicht beschrieben.
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Die vorliegende Erfindung geht daher
aus von einer Pedaleinrichtung der sich aus dem Oberbegriff des
Hauptanspruches ergebenden Gattung. Aufgabe der Erfindung ist es
eine derartige Pedaleinrichtung so abzuwandeln, daß der als
Gaspedal bezeichnete Pedalhebel einen beliebigen Meßwerte-Aufnehmer,
insbesondere einen Geber für
E-Gas betätigen kann.
Ein derartiger Geber ist in der Lage ein elektrisches Signal abzugeben,
welches der vom Fahrer gewünschten
Einstellung der Motorkraft entspricht. Ein derartiger Geber kann
beispielsweise einen auf ein Potentiometer einwirkenden Stellarm
besitzen, wobei die Lage des Arms ein elektrisches Ausgangssignal
des Gebers bestimmt, welches wiederum der vom Fahrer gewünschten
Motorkraft entspricht. Der Betätigung
des Stellarms wirkt eine mit der Verstellung ansteigende Rückstellkraft
entgegen um dem Fahrer ein Gefühl
für die
eingestellte Motorkraft zu geben und um schließlich das Gaspedal wieder zurück zu holen.
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Die Aufgabe wird durch die sich aus
den kennzeichnenden Teil des Hauptanspruches ergebende Merkmalskombination
gelöst.
Die Erfindung besteht im Prinzip also darin einerseits die in der
zuletzt genannten Patentanmeldung (P10541) geschilderte Arbeitsweise
der Verstellung der Pedalhebel für Bremse
und Gas nachzubilden. Zusätzlich
werden aber Maßnahmen
getroffen, um mittels des (Gas)-Pedalhebels den Meßwerte-Aufnehmer
insbesondere einen E-Gas-Geber mit Hilfe der Pedalplatte auf den
gewünschten
Meßwert
bzw. Geber-Wert einstellen zu können.
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Wie aus der zuletzt genannten parallelen
Anmeldung (P10541) ersichtlich geschieht dort die gewünschte Verstellung
des einstöckigen
Gas-Pedalhebels dadurch, daß dessen
oberes Ende durch den Gaszug gegenüber dem Fahrzeugkörper beziehungsweise
Halter festgehalten wird während
im mittleren Bereich des Gas-Pedals
durch das Verschwenken des Trägers
der Drehpunkt des Gas-Pedalhebels
im Träger
nach vorn geschwenkt wird, wodurch die am unteren Ende des Gas-Pedals
befindliche Pedalplatte nach vorn in den Fahrgastraum verschoben
wird.
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Die vorliegende erfindungsgemäße Pedaleinrichtung
sorgt nun zusätzlich
zu der bereits vorgeschlagenen Verstellung der Pedalplatte dafür, daß ein unten
am Pedalhebel drehbar angeordneter Ansatz verschwenkt werden kann.
Der Meßwert-Aufnehmer insbesondere
E-Gas-Geber läßt sich
nun hierdurch derart anordnen, daß die geänderte Winkelstellung zwischen
dem Pedalhebel und dem Ansatz von dem Geber gemessen werden kann
und so Maß für die von
dem Fahrer gewünschte
Motorkraft ist. Der gegenüber
dem Pedalhebel schwenkbaren Ansatz läßt sich als Teil des Pedalhebels
selbst auffassen, so daß man
von einem geteilten Pedalhebel sprechen kann. Während also in der zuletzt genannten
Anmeldung (P10541) der Pedalhebel um den Drehpunkt am Träger gedreht
wird und damit das obere Ende des Pedalhebels den Gaszug um einen entsprechenden
Betrag heraus zieht ist bei der vorliegenden Erfindung das obere
Ende des Pedalhebels nach seiner Verstellung gefesselt beziehungsweise fixiert
und durch die auf die Pedalplatte ausgeübte Kraft wird nur der Ansatz
des Pedalhebels gegenüber dem
restlichen Teil des Pedalhebels geschwenkt.
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Im Rahmen der Erfindung ist es nicht
notwendig, daß der
Meßwert-Aufnehmer eine Drehbewegung
sensiert, wie dies beispielsweise bei den üblichen E-Gas-Potentiometern
der Fall ist. Vielmehr kann bei geeigneter Befestigung und Anordnung
des Meßwert-Aufnehmers
dieser auch eine lineare Stellbewegung sensieren, etwa in dem am
Ende des Ansatzes (38) ein in der Zeichnung nicht dargestellter Meßstift angelenkt
ist, der bei einer Verschwenkung des Ansatzes sich im wesentlichen
in linearer Richtung bewegt, so daß hier die lineare Bewegung
des anderen Endes des Ansatzes gemessen werden kann. Dabei ist es
auch nicht zwingend notwendig wenn auch zweckmäßig, daß der Meßwert-Aufnehmer sich mit einem
seiner Enden an dem oberen Teil (18) des Gaspedals abstützt, dieses
Ende kann sich auch an einer anderen geeigneten Stelle wie beispielsweise
dem Vorsprung (17) abstützen.
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An sich ist es möglich den Ansatz an irgendeiner
Stelle des Pedalhebels anzulenken, soweit diese Stelle nicht oberhalb
des Drehpunktes des Pedalhebels im Träger liegt. Eine besonders einfache
Konstruktion ergibt sich aber durch die Verwendung der Merkmale
nach Anspruch 2 . Bei dieser Fortbildung der Erfindung fallen die
Drehachse des Pedalhebels und die Schwenkachse des Pedalansatzes
zusammen. Es genügt
ein einziger im Träger
befestigter Lagerstift, um den sowohl der Pedalhebel als auch der
Pedalansatz gedreht werden kann.
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Da beim Verstellen des Pedalhebels
der Träger
um die erste Achse (E) gedreht wird und somit der Drehpunkt des
Pedalhebels in dem Träger
einen Kreisbogen beschreibt, muß sichergestellt
werden das die Bewegung des Drehpunktes durch die Fesselung des
oberen Endes des Pedalhebels nicht behindert wird. Dies wird in
Fortbildung der Erfindung erreicht durch Anwendung der Merkmale
nach Anspruch 3. Dabei ist es nicht zwingend, daß der Pedalhebel an den Halter
gefesselt ist, es muß nur
sichergestellt werden, daß der
Haltepunkt gegenüber
dem Fahrzeugkörper
fixiert ist. Einzelheiten hierzu geben die in dem Anspruch 4 aufgeführten Merkmale
an.
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An sich ist es gleichgültig, ob
man für
die Änderung
des Ausgangssignal des E-Gas-Gebers dessen Stellglied festhält und dessen
Gehäuse
verdreht oder umgekehrt. Wesentlich ist nur die Relativbewegung
zwischen Gehäuse
und Stellglied. In Fortbildung der Erfindung wird aber die Merkmalskombination
nach Anspruch 5 empfohlen. Vorteilhaft dabei ist, daß das Gehäuse des
Gebers auf diese Weise möglichst
weit von der Pedalplatte entfernt angsordnet werden kann.
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Da der Pedalansatz gegenüber dem
(verstellten) Pedalhebel eine bestimmte Ausgangslage besitzen soll,
empfiehlt sich in Weiterbildung der Erfindung die Anwendung der
Merkmalskombination nach Anspruch 6. Dabei müssen Maßnahmen vorgesehen sein, die
den Ansatz nach einer Drehbewegung in seine Ausgangslage zurückzustellen
suchen. Hierzu können
mit Vorteil die Merkmale nach Anspruch 7 angewendet werden. Dabei
ist es möglich die
verwendete Feder außerhalb
des Gehäuses
des Gebers anzuordnen. Eine vereinfachte Montage ergibt sich allerdings
durch Anwendung der Merkmale nach Anspruch 8. Die Feder innerhalb
des Gehäuses hat
somit zwei Aufgaben. Zum einen stellt sie den Ansatz in seine Ausgangslage
zurück.
Zum anderen sorgt sie für
das notwendige Pedalgefühl.
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Die Erfindung ist nicht auf die Anwendung
für eine Pedaleinrichtung
mit Bremspedal und Gaspedal beschränkt. Die Erfindung kann viel
mehr analog für andere
Anwendungszwecke eingesetzt werden beispielsweise für ein Kupplungspedal
oder andere durch Fußkraft
betätigte
Pedaleinrichtungen zur Steuerung beliebiger Parameter.
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Die Befestigung der Pedaleinrichtung
erfolgte vorteilhaft an der Spritzwand des Fahrzeugs. Es kann alternativ
aber auch ein Querträger
vorgesehen sein, an dem die Pedaleinrichtung angeordnet wird. Im
Rahmen der Erfindung ist es möglich
die Pedaleinrichtung manuell zu verstellen. Es kann aber auch ein
Motorantrieb vorgesehen sein, der an dem Träger angreift und diesen um
einen vorgegebenen Betrag verschwenkt. Eine weitere Möglichkeit
besteht darin, die einem bestimmten Fahrer zugeordnete optimale
Einstellung in einem Speicher zu speichern. Diese Weise können mehrere
Fahrer des gleichen Fahrzeugs die ihnen zugeordneten Einstellungswerte
abrufen, so daß die
gewünschte
Einstellung der Pedaleinrichtung automatisch geschieht.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand zweier
Ausführungsbeispiele
beschrieben. Darin zeigt:
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1 in
symbolischer Darstellung eine Vorderansicht der Erfindung mit den
parallel zueinander versetzten einzelnen Schwenkachsen.
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2 in
symbolischer Darstellung eine Seitenansicht der Ausführungsbeispiele
nach 1 , wobei der Pedalhebel
für das
Gaspedal in zwei verschiedenen Ausgangsstellungen dargestellt ist.
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In
1 ist
ein Halter
4 angedeutet, der aus mehreren Blechen zusammengesetzt
sein kann. Der Halter
4 kann mit seinem die beiden Halterschenkel verbindenden
Bodenstück
an einer Spritzwand oder einen Querträger eines nicht dargestellten
Fahrzeugs befestigt sein. Ein Träger
3 ist
in dem Halter
4 drehbar gelagert. Die Drehung kann durch
einen an dem Träger
3 oben
angreifenden Motor geschehen. Einzelheiten hierzu lassen sich beispielsweise
der
DE-OS 10028591 entnehmen
deren Inhalt weitere Einzelheiten zu der vorliegenden Anmeldung
offenbart. Wie in
1 angedeutet,
kann der Halter
4 aus 2 aus zwei parallelen, senkrecht
von der Spritzwand abstehenden Blechen bestehen.
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Wie aus 1 ersichtlich, besteht der Träger 3 im
wesentlichen aus zwei miteinander starr verbundenen parallelen Blechen,
die wiederum parallel zu den beiden Blechen des Halters 4 ausgerichtet
sind. Der Träger 3 ist
schwenkbar in dem Halter 4 gelagert, wobei der Träger 3 gegenüber dem
Halter 4 um die erste Achse E schwenkbar ist. Die Drehung
geschieht dabei über
zwei miteinander fluchtende Lagerstifte 16. Greift also
ein Motor an dem oberen Trägerende 24 des
Trägers 3 an,
so wird der Träger 3 um eine
Schwenkachse E gedreht, die die Mittellinie für die Lagerstifte 16 bildet.
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Wie aus
1 und
2 ersichtlich
ist das obere Ende
13 eines Pedalhebels
12 mittels
eines Querbolzens
11 in dem Träger
3 drehbar gelagert.
Die Drehung erfolgte dabei um eine zweite Achse B. Wie aus
1 zu ersehen, stützt sich
der Pedalhebel
12 weiterhin noch an dem freien Ende einer
Betätigungstange
7 eines
nicht dargestellten Brems Kraft-Verstärkers in Höhe der dritten Achse A ab (wie
dies auch in der
DE-OS 10028591 näher beschrieben
ist). Im Ausgangszustand ist somit Winkellage des Pedalhebels
12 durch
die Lage der beiden Drehachsen B, und A zueinder vorgegeben.
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Wird nun beispielsweise der Träger 3 in 3 und damit die Achse B in 2 entgegen den Uhrzeigersinn
nach links verschwenkt (in 1 also aus
der Betrachtungsebene nach unten), so schwenkt auch die Pedalplatte 1 um
die Achse A entgegen dem Uhrzeigersinn nach rechts (in 1 aus der Betrachtungsebene
nach oben) und damit in Richtung zu den Füßen 3es Fahrers hin.
Dadurch, daß die
Schwenkachse B sehr weit oben Liegt, der Schwenkhebel 12 relativ
lang ist und die dritte Achse A erfindungsgemäß weit nach oben verlegt ist,
legt die Pedalplatte 1 bei einem kleinen Winkel schon einen
recht großen
laeg zurück
.
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Für
die Pedaleinrichtung günstig
ist es, daß die
Hebellänge
zwischen der Pedalplatte 1 und der dritten Achse A möglichst
groß ist,
damit sich für
die Drehbewegung der Pedalplatte 1 um die Achse A ein möglichst
großer
Radius ergibt. Aus 3 ist ersichtlich,
wie bei einer Drehung des Trägers 3 um
die erste Achse E die Lage der zweiten Achse B von B1 nach B2 aber
insbesondere auch die Lage der dritten Achse A von A1 nach A2 verschoben
wird. Ein erkennt aus 3, daß das Stellglied 7 je
nach Drehlage des Trägers 3 jeweils
eine andere Winkelstellung ^einnimmt. Mit; anderen Worten, macht
man das Stellglied nur in seiner Längsrichtung verschiebbar so
hat das Verschwenken des Trägers
und damit des Pedalhebels hat einen Einfluß auf die Lage des Angriffspunkts
A der Betätigungsstange 7 an
dem Pedalhebel 12 (der auf der Achse A1 bleibt). Um hier eine
Beschädigung
des Stellgliedes 7 zu vermeiden ist es anbei nicht verschwenkbaren
Stellglied notwendig ein gekrümmtes
Langloch vorzusehen, welches die Punkte A1 und A2 umfaßt. In vorderster Weiterbildung
der Erfindung ist aus 3 eine andere
Lösung
ersichtlich. Hierbei ist das Stellglied 7 um einen Kugelkopf 25 in
dem nicht dargestellten Bremskraftverstärker schwenkbar. Dabei sollen
A1 und A2 möglichst
auf einem Kreis um den Kugelkopf 25 liegen.
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Gegenüber der
DE-OS 10028591 unterscheidet sich
der Gegenstand der parallelen Anmeldung (P10541) noch durch einen
Vorsprung
17, der am Träger
3 nach
unten vorsteht. An diesen Vorsprungs
17 ist mittels eines
Drehstiftes
22 ein Gashebel
18 drehbar gelagert.
Vergleichbar mit der Anlage am Punkt A von dem Pedalhebel
12 wird
das obere Ende des Gashebels
18 bei der parallelen Anmeldung
(P10541) durch einen Seilzug
20 festgehalten, so daß bei Ausübung einer
Druckkraft auf die Pedal-Platte
23 der Gashebel um den
Drehstift
22 und damit die Mittelachse D des Drehstiftes
22 gedreht wird.
Man erkennt, daß bei
einem Verschwenken des Trägers
3 wie
in
3 der parallelen Anmeldung gezeigt
das obere Ende des Gashebels
18 durch den Seilzug
20 festgehalten
wird, so daß der
Lagerstift
22 zusammen mit dem Vorsprungs nach vorn verschwenkt
wird, wobei der Gashebel
18 sich (wegen des Festhaltens
des oberen Endes des Gashebels
18 durch den Seilzug) um
den Drehstift
22 dreht. Wie weiter oben schon beschriebenen
lassen sich die einzelnen Achsen von Gashebels
18 und Bremshebel
12 derart
anordnen, daß bei
einem Verschwenken des Trägers
3 die
Pedalplatte
1 und
23 um die gleichen Beträge nach
vorn verschwenkt werden.
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Da die vorliegende Erfindung sich
zur Aufgabe gemacht hat, mit Hilfe der Pedalplatte 23 einen Meßwert-Aufnehmer
insbesondere E-Gas-Geber 30 betätigen zu
können,
steht kein Gaszug wie beim Gegenstand der zuletzt genannten parallelen
Patentanmeldung (P10541) zur Verfügung, durch welchen das Gaspedal 18 beim
Verstellen des Trägers 3 an
seinem oberen Ende festgehalten werden könnte. Um aber den Gashebels 18 beim
Verschwenken des Trägers 3 um
die Achse E dennoch um die Achse D schwenken zu können wird
erfindungsgemäß der Seilzug
quasi durch eine Fesselung vorzugsweise einen Schwenkhebel 32 ersetzt.
Dieser Schwenkhebel kann beispielsweise durch Gelenke 33,34 mit
dem oberen Ende des Gashebels 18 beziehungsweise dem Halter 4 oder
einen anderen gegenüber
dem Fahrzeug festen Punkt verbunden sein. Eine andere Möglichkeit
besteht darin, den Schwenkhebel 32 durch ein Seil oder
Kabel zu ersetzen.
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Wird nun der Träger 3 um einen gewissen Winkel
W (siehe 2) um die Achse
E geschwenkt, so wandert der Drehstift 22.1 in die Lage 22.2.
Dementsprechend kommt das Gelenk 34.1 in die Lage 34.2 und
die Pedalplatte 23.1 in die Lage 23.2. Damit ist
sichergestellt, daß die
Verstellung der Pedalplatte 23 auch dann möglich ist,
wenn kein Gaszug am oberen Ende 35 des Gaspedals 18 angreift.
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Bei der zuletzt beschriebenen parallelen
Anmeldung P10541 ist der Gashebel 18 einstückig und damit
in sich starr. Da er durch durch den Schwenkhebel 32 und
den Lagerstift 22 an zwei Punkten festgelegt ist muß bei der
vorliegenden Erfindung dafür gesorgt
werden, daß die
Pedalplatte 23 bewegt werden kann um so einen E, Gas-Geber
betätigen
zu können.
Hierzu wird der Gashebels 18 mit einem Ansatz 38 versehen
der mittels des Lagerstiftes 22 gegenüber dem Gashebel 28 drehbar
ist. Dabei ist das Gehäuse 36 des
Gebers 30 mit dem Gaspedals 18 und ein Stellglied
des Gebers mit dem Ansatz 38 verbunden. Wird nun der Ansatz 38 gegenüber dem Gashebel 18 bewegt ändert sich
auch die Lage des Stellgliedes gegenüber dem Gehäuse 36, so daß ein der
von dem Fahrer gewünschten
Motorkraft entsprechendes Ausgangssignal von dem Geber abgegeben
werden kann. Der Geber ist weiterhin noch mit einer Feder versehen,
welche den Ansatz 38 beim Nachlassen der auf die Pedalplatte 23 ausgeübten Kraft
in seine Ausgangslage zurückstellt
und gleichzeitig für
das gewünschte
Pedalgefühl
beim Betätigen
der Pedalplatte sorgt.
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Die Erfindung beschränkt sich
nicht auf die in den Figuren dargestellte ins einzelne gehende Ausgestaltung
der einzelnen Schaltungsbauteile. So kann beispielsweise der Träger 3 und
auch der Halter 4 jeweils durch ein einzelnes Blech dargestellt
sein. In 1 kann unter
Umständen
auf die Verwendung einer Gabel 14 am offenen Ende der Betätigungstange 7 verzichtet
werden solange nur sichergestellt ist, dass die Betätigungstange 7 mit
ihrem offenen Ende in Höhe
der Drehachse A angreift. Der genannte Angriffspunkt A der Betätigungsstange 7 an
dem Pedalhebel 12 ist auch nicht als geometrischer einzelner Punkt
zu verstehen.
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Zusammenfassend läßt sich die Erfindung wie folgt
beschreiben: Verstellbare Pedalmodule ermöglichen eine fahrerbezogene
Einstellung der Betätigungspedale
für große und kleine
Fahrer. Neben der Verbesserung der ergonomischen Bedingungen (Erreichbarkeit
der Instrumente und Schalter) und des Komforts wird vor allem eine
Verbesserung der sicherheitstechnischen Bedingungen erreicht. Ein
zu kurzer Abstand des Fahrers zum Lenkrad und damit zum Airbag wird
vermieden. Typische Verletzungen durch den Airbag können damit
minimiert werden.
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Zu diesem Thema sind verschiedene
Lösungen
vorgeschlagen worden. Die Verstellung des Gaspedals mittels eines
schwenkbaren Trägers mit
integriertem Hebel ist in der parallelen Anmeldung (P10541) vorgeschlagen
worden.
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Weiterhin ist ein verstellbares Pedalmodul
im US Patent Nr. 6,324,939 B1 von Cicotte beschrieben. Der bei diesem
Patent verwendete Verstellmechanismus des Gaspedals erfolgt über eine
Gleitschiene und einen separaten Hebel, der dabei in Langlöchern verschoben
wird.
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Beide Ausführungsformen beschreiben ein mechanisches
Gaspedal, das einen Gaszug betätigt. Die
Lagerung des Gaspedals erfolgt auf einer separaten Achse (D). Bei
Betätigung
des Pedals findet eine Drehbewegung um diesen Punkt statt, der Gaszug
wird vom oberen Ende des Pedals betätigt.
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Bei der Verwendung eines elektrischen
Gaspedals wird der Fahrerwunsch durch einen Sensor ermittelt, beispielsweise
ein Drehpotentiometer. Im Falle einer Anbindung des Fahrpedals bzw.
des Sensors direkt an den Hebel des Brackets, kann die analoge Verstellung
des Gaspedals zum Bremspedal mit diesen Mitteln nicht mehr erreicht
werden. Die Betätigungsplatte
des Gaspedals würde
sich zwangsläufig
um den Drehpunkt des Trägers
bewegen.
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Mit der vorliegenden Anmeldung ist
eine Lösung
beschrieben, die eine Verstellung des Gaspedals analog zum Bremspedal
ermöglicht.
Dazu muß das
Gaspedal über
eine geeignete Verbindung zur Spritzwand oder zum festen Teil des
Pedalbockes, die die bisherige Anbindung durch den Gaszug simuliert,
beeinflusst werden. Im vorliegenden Beispiel wird das Gaspedal an
der Aufhängung
im Punkt D, 22 geteilt, der obere Teil des Gaspedals 18 wird
mittels eines gelenkig angeordneten Hebels 32 Betätigungsplatte 23 nicht
zwangsläufig
nur um deren Drehpunkte E im Pedalbock (Halter 4) bewegt,
sondern je nach Ausbildung des oberen Gaspedalteiles 18 und
des zusätzlichen
Hebels 38 ist eine zusätzliche
Verdrehung im Punkt D, 22 möglich. Die Sensierung kann
zwischen dem oberen und unteren Teil des Gaspedals (18, 38)
erfolgen. Dies hat gegenüber
der Sensierung zum Gaspedalträger
den Vorteil, das nicht für
jede Gaspedalstellung ein neuer Nullpunkt initialisiert werden muss.
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Die vorliegende Erfindung ermöglicht die Verstellung
des Gaspedals analog zum Bremsbedal (gleicher Verstellweg, gleiche
Verstellrichtung).