DE1024399B - Zylinderschloss mit einem an der Aussenseite der Tuer angeordneten Schliesszylinder mit Stiftzuhaltungen und einer an der Innenseite der Tuer angeordneten Betaetigungsvorrichtung zum Kuppeln des Schliesszylinders mit dem Schliessglied - Google Patents
Zylinderschloss mit einem an der Aussenseite der Tuer angeordneten Schliesszylinder mit Stiftzuhaltungen und einer an der Innenseite der Tuer angeordneten Betaetigungsvorrichtung zum Kuppeln des Schliesszylinders mit dem SchliessgliedInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung geht von einem Zylinderschloß aus, das aus einem an der Außenseite der Tür angeordneten
Schließzylinder mit Stiftzuhaltungen und einer an der Innenseite der Tür angeordneten, mittels Mitnehmers
zum Kuppeln des Schließzylinders mit dem Schließglied in den Bereich der Schließzylinderschlüsselspitze
hineinragenden, das Schließglied aufweisenden Betätigungsvorrichtung besteht, und beschäftigt sich mit
der an sich bekannten Aufgabe, bei einem solchen Zylinderschloß Mittel vorzusehen, um das Schloß von
der Schlüsselseite her auch dann betätigen zu können, wenn die türinnenseitige Betätigungsvorrichtung aus
ihrer Nullage verstellt ist. Zwecks textlicher Kürzung soll im nachstehenden der an der Türaußenseite angeordnete
Schließzylinder mit Stiftzuhaltungen kurz als Schlüsselzylinder und die an der Türinnenseite angeordnete
Betätigungsvorrichtung als Knaufzylinder bezeichnet werden, wobei an Stelle des Knaufs selbstverständlich
auch ein Knebel oder ein anderes Organ als Handgriff dienen kann.
Eine bekannte Lösung der vorstehend erwähnten Aufgabe besteht in der Anbringung eines elastischen
Kupplungsgliedes zwischen dem inneren Ende des Knaufzylinders und dem Schließglied, das bei aus der
Ruhestellung verstelltem Knaufzylinder zunächst vom eindringenden Schlüssel unter Spannung gesetzt wird
und nach einer Teildrehung des Schließzylinders die Kupplung selbsttätig bewirkt.
Es sind bereits Buntbartschlösser bekannt, bei denen der Schlüssel ständig in der Tür stecken bleibt
und mit seiner Spitze in ein an der anderen Seite der Tür befestigtes Zylinderschloß eingreift, dessen
Schließglied mit einem in den Drehbereich der Schlüsselspitze hineinragenden Mitnehmervorsprung
in Verbindung steht. Bei dieser bekannten Schloßtype besteht trotz spezieller baulicher Vorkehrungen keine
Sicherheit, daß der Mitnehmervorsprung nicht ungewollt oder böswillig in die Verlängerung des
Schlüsselkanals im Zylinder eingebracht und dadurch die Einführung des Schlüssels in die zur Einordnung
der Stiftzuhaltungen erforderlichen Stellung verhindert wird.
Die vorliegende Erfindung löst diese Aufgabe mit einfachen und sicheren Mitteln. Sie betrifft demgemäß
ein Zylinderschloß, bestehend aus einem an der Außenseite der Tür angeordneten Schließzylinder mit
Stiftzuhaltungen und einer an der Innenseite der Tür angeordneten, mittels Mitnehmers zum Kuppeln des
Schließzylinders mit dem Schließglied in den Bereich der Schließzylinderschlüsselspitze hineinragenden, das
Scliließglied aufweisenden Betätigungsvorrichtung, und kennzeichnet sich dadurch, daß bei einem
Zylinderschloß, bestehend aus in einem gemeinsamen Gehäuse gelagerten, durch Fortsätze der Zylinder mit-Zylinders
chloß mit einem an der
Außenseite der Tür angeordneten
Schließzylinder mit Stiftzuhaltungen
und einer an der Innenseite der Tür
angeordneten Betätigungsvorrichtung
zum Kuppeln des Schließzylinders
mit dem Schließglied
Anmelder:
Zeiss Ikon Aktiengesellschaft,
Stuttgart, Dornhaldenstr. 5
Stuttgart, Dornhaldenstr. 5
Hans Karl Kiack, Berlin-Lichterfelde West,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
einander klauenartig verklammerten Schließ- und Knaufzylinder, zwei Mitnehmerkörper zwischen einander
benachbarten Arbeitsflächen einen Schlitz bilden und daß eine Rückstellvorrichtung aus einer durch
Feder belasteten Kugel im Gehäuse und einer herzkurvenförmigen Aussparung im Knaufzylinder, deren
tiefster Punkt der Ruhestellung des Knaufzylinders entspricht, vorgesehen ist, wobei der Schlitz so angeordnet
ist, daß die Schlüsselspitze bei in Ruhestellung befindlichem Schließglied in den Schlitz eindringen
kann und die äußeren Grenzflächen der beiden Mitnehmerkörper sich innerhalb des Winkelbereichs
befinden,, in dem die Rückstellvorrichtung zum selbsttätigen Rückführen des Knaufzylinders in die Ruhestellung
wirksam ist.
Da sich der die Kupplung von Schlüsselzylinder und Schließglied bewirkende Teil der Schlüsselspitze
grundsätzlich außerhalb der Schloßzylinderachse befindet, stellen die Mitnehmerkörper in ihrer Grundform
außeraxial angeordnete Anschläge dar, deren radiale Begrenzungsflächen mit den Flanken der
Schlüsselspitze zusammenwirken und in Umfangsrichtung mehr oder weniger auseinanderstehen können.
Wenn die Mitnehmerkörper nicht zufällig so stehen, daß der zwischen ihnen befindliche Schlitz in der Einführungsbahn
des Schlüssels steht, kann der Schlüssel eingeführt und zusammen mit dem Schlüsselzylinder
in der einen oder anderen Richtung gedreht werden, bis die in Drehrichtung vordere Flanke der Schlüsselspitze eine Arbeitsfläche der Mitnehmerkörper berührt
70S 879/77
und das Schließglied mitnimmt. Wenn die Mitnehmerkörper
in Richtung auf die eindringende Schlüsselspitze hin spitz zusammenlaufende Arbeitsflächen aufweisen,
kann der Schlüssel in praktisch jeder beliebigen Stellung des Schließgliedes oder Knaufzylinders
vollständig eingeführt werden, da die eindringende Schlüsselspitze, insbesondere wenn auch sie etwas angeschärft
ist, auf der einen oder anderen schrägen Arbeitsfläche der Mitnehmerkörper entlanggleiten
Stellkräfte ohne Beschädigungsgefahr übertragen zu können.
Es ist offensichtlich, daß die Erfindung auch bei sogenannten Doppelzylinderschlössern, bei denen beide
Zylinder mit Stiftzuhaltungen versehen sind, angewendet werden kann, sofern ein Zylinder, z. B. durch den
eingeführten Schlüssel, entsperrt ist. Der in der Beschreibung und den Ansprüchen verwendete Ausdruck
»Knaufzvlinder« ist also in diesem erweiterten Sinne
kann. Um diese die Schlüsseleinführung gewähr- io auszulegen.
leistende Ruhestellung der Mitnehmerkörper zu erzwingen, wird, wie vorstehend erwähnt, eine Rückstellvorrichtung
vorgesehen, die aus einer durch Feder belasteten Kugel im Gehäuse und einer herzkurven
förmigen Aussparung im Knaufzvlinder, deren tiefster 15 durch das Gehäuse mit
nach
In der nachstehenden Beschreibung und den Zeichnungen ist die Erfindung in einigen Ausführungsformen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Knaufzylinderschloß im Längsschnitt
Kupplungsorganen
schnitt,
schnitt,
Fig. 2 dasselbe Schloß mit um praktisch 90° gegenüber der Lage nach Fig. 1 verstelltem Knaufzvlinder,
Fig. 3 eine Teildarstellung der Klauenorgane in
Punkt der Ruhestellung des Knaufzylinders entspricht, besteht. Rückstellvorrichtungen, die zur Erfüllung
dieses Erfindungszweckes geeignet sind, sind an sich bekannt. Von der Patentinhaberin selbst wurde bereits
eine Ausführungsform offenbart, bei der das äußere 20 im Längsschnit durch das Gehäuse,
Ende des Zylinderschaftes abgeflacht ist und unter Spannung zwischen zwei Federn liegt, die im Griffende
des Knaufzylinders gelagert sind, und die beiden Zylinder in zwei bevorzugten Ruhelagen gegeneinander
hält. Bei entsprechender Abänderung ließe sich diese 25 Flachfederrückstelleinrichtung auch für den Zweck
der vorliegenden Erfindung verwenden.
Die Mitnehmerkörper können entweder mit dem Schließglied selbst oder mit dem an das Schließglied
starr angeschlossenen Knaufzylinder materialeinheitlich oder starr verbunden sein. Die Mitnehmerkörper
lassen sich aber auch bei Schloßkonstruktionen verwenden, bei denen die Verbindung zwischen Knaufzylinder
und Schließglied nicht starr, sondern formschlüssig ist.
Eine baulich einfache und daher zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß die
mit den Schlüsselflanken zusammenwirkenden Arbeitsflächen
an dem dem Schlüsselzylinder gegenübereingelegten Zylindern und der Erfindung, im Längs-
vergrößertem Maßstabe und im Längsschnitt in der Zeichnuugsebene der Fig. 1.
Fig. 3 a eine Aufsicht auf die innere Stirnseite des Schlüsselzylinders,
Fig. 3b eine Aufsicht auf die innere Stirnseite des Knaufzylinders,
Fig. 4 eine Teildarstellung der beiden miteinander verbundenen Zylinder nebst eingeführtem Schlüssel
unter Fortlassung des Schließgliedes, in vergrößertem Maßstabe und in Aufsicht auf die Fig. 1,
Fig. 4 a einen Querschnitt längs der Linie E-F der Fig. 4.
Fig. 5 eine Teildarstellung des Schlosses entsprechend Fig. 1 mit eingeführtem Schlüssel, jedoch
mit um 180° verdrehtem Knaufzvlinder und unter Fortlassung des Schließgliedes, in vergrößertem Maßstabe,
Fig. 5 a einen Querschnitt längs der Linie G-H stehenden Stirnteil des Knaufzylinders ausgebildet 40 der Fig. 5,
sind. Dies kann durch spanlose oder spanabhebende Fig. 6 eine Teildarstellung einer abgeänderten Aus-
Verformung geschehen. Ein weiterer Vorteil besteht
darin, daß der die Arbeitsflächen tragende Stirnteii
des Knaufzylinders so ausgestaltet werden kann, dal;! er gleichzeitig als Verbindungsorgan zwischen den
beiden Schließzylindern dienen kann, um ein gewaltsames Auseinanderziehen der beiden Zylinder unter
Verbiegen oder gar Zerbrechen des Verbindungssteges des Gehäuses zu verhindern. Dieser Erfindungsgedanke
ist Gegenstand eines besonderen Patents.
Bei der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Rückstellvorrichtung wirkt die Herzkurve über einen sehr
weitwinkligen Sektor und gibt insbesondere die Möglichkeit, die Arbeitsflächen der Mitnehmerkörper um
praktisch 180° auseinanderzulegen und bei baulicher Verbindung mit dem Stirnteil des Knaufzylinders
gleichzeitig eine Halteklaue mit größtmöglichem Winkelbereich wirksam werden zu lassen.
Um die Schlüsselspitze von den für die Betätigung des Schließgliedes erforderlichen, auf sie deformierend
wirkenden Kräften zu entlasten, kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung ein nur in axialer Richtung
verschiebbar im Knaufzvlinder gelagerter, federbelasteter Kupplungshaken vorgesehen sein, der bei
abgezogenem Schlüssel in einer Ringnut des Schlüsselzylinderhalses
umzulaufen vermag und durch den eingeführten Schlüssel in einen Mitnehmerschlitz im
Halsflansch des Schlüsselzylinders eingeschoben wird. Dieser Kupplungshaken kann entsprechend stark ausführungsform
eines Knaufzylinderschlosses nach der Erfindung mit axial beweglichem Kupplungsglied bei
eingeführtem Schlüssel, im Längsschnitt entsprechend Fig. 1,
Fig. 6a eine Teildarstellung entsprechend Fig. 6 mit abgezogenem Schlüssel und entsprechend verlagertem Kupplungsglied,
Fig. 7 eine Aufsicht auf die Teildarstellung nach Fig. 6 und
Fig. 7 a einen Querschnitt längs der Linie J-K der Fig. 7.
In allen Figuren wurden gleiche oder wirkungsgleiche Bauelemente mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Das dargestellte Knaufzylinderschloß ist von üblichem Grundaufbau und besteht aus dem Zylindergehäuse
1, dem Schlüsselzylinder 2 und dem Knaufzvlinder 3. Im Joch des Gehäuses ist die Stulp-.schraubenbohrung
4 vorgesehen, die eine Schwächung der Knickfestigkeit des Gehäuses mit sich bringt. Der
Schlüsselzylinder 2 ist mit den üblichen Stiftzuhaltungen 5 und dem Schlüssekanal 6 für dien- Schlüssel 7
ausgerüstet. Der Knaufzvlinder 3 besteht im wesentlichen aus vollem Material und ist außen mit einem
Vierkant oder Gewindeansatz 8 zum Anbringen des Handgriffes 9, z. B. eines Knaufs oder Knebels usw.,
versehen.
Auf ihren einander gegenüberliegenden Enden sind
geführt und seitlich genau geführt sein, um die Ver- 70 die beiden Zylinder mit ineinandergreifenden Halte-
klauen versehen. Wie insbesondere aus den Fig. 3, 3 a und 3 b ersichtlich ist, besteht die innere oder
Vaterklaue aus einem abgesetzten, mit Ringansatz 10 und Hinterdrehung 11 versehenen Teil des Schlüsselzylinders
2 und die äußere oder Mutterklaue aus einer Bohrung im Knauf zylinder 3, die einen einwärts gerichteten
Ringansatz 12 und eine durch Hinterdrehen erzeugte Erweiterung 13 aufweist. Die Dimensionen
der Teile 10, 11, 12 und 13 sind derart aufeinander abgestimmt, daß sie beim Zusammenfügen der beiden
Zylinder 2 und 3 mit geringem Spiel einander umgreifen.
Nach dem Zusammenfügen werden die beiden Zylinder mit dem Knaufzylinder 3 voran von der
Schlüsselseite her in das Gehäuse und durch die in den Gehäuseschlitz eingefügte Schließnase 14 hindurch
'eingeschoben, bis der Knopfflansch 15 des Schlüsselzylinders 2 an die entsprechende Stirnwandausdrehung
des Gehäuses anschlägt. Dann wird die Schließnase in an sich bekannter Weise mittels Stift
16 am Knaufzylinder 3 befestigt und der Knauf 9 auf den aus dem Gehäuse herausragenden Ansatz 8 aufgesteckt
oder aufgeschraubt, bis seine Stirnfläche die Gehäusestirnseite berührt, und mittels Stift 17 od. dgl.
festgelegt.
Die axiale Lage der beiden Zylinder 2 und 3 im Gehäuse 1 ist also>
durch den Knopfflansch 15, die Schließnase 14 nebst Stift 16 und durch die Stirnfläche
des Knaufs 9 fixiert.
Wie aus den Fig. 3, 3 a und insbesondere 3 b erkennbar
ist, erstreckt sich die Mutterklaue nur über praktisch den halben Knaufzylinder 3 und besitzt
fernerhin einen Radialschlitz 20 von praktisch Schlüsselbreite. Diese Ausgestaltung dient mehreren
Zwecken. Durch die weite, etwa 180° umfassende Aussparung kann die Vaterklaue 10; 11 radial in die
Mutterklaue 12, 13 eingeführt werden, was den Zusammenbau des Schlosses erleichtert. Die Grenzflächen
22 und 23 der Mutterklauen-Aussparung und die Seitenflächen des Radialschlitzes 20 wirken als Mitnehmerkörper-Arbeitsflächen
für die Schlüsselspitze im S imine der Erfindung, wie an späterer Stelle beschrieben
werden soll.
Um den Knaufzylinder 3 in der Ruhestellung zu halten bzw. aus einer Verstellage von +90° selbsttätig
in sie zurückzubringen, ist eine Rückstellvorrichtung nach Art der bekannten Kugelrasten vorgesehen.
Die Eigenart der dargestellten Rückstellvorrichtung besteht darin, daß die durch die radiale
Wendelfeder 26 belastete Kugel 18 mit einer herzkurvenförmigen Aussparung 19 im Knaufzylinder 3
zusammenwirkt, deren tiefster Punkt, wie insbesondere aus Fig. 1 a ersichtlich ist, der Ruhestellung des
Knaufzylinders entspricht. Durch die besonders gestaltete Rückstellvorrichtung wird der Knaufzylinder
aus jeder Lage, die nicht über die in Fig. 2a dargestellte Lage hinausgeht, nach dem Loslassen selbsttätig
in die in Fig. 1 a dargestellte Schließlage zurückgeführt.
LTm in dieser Schließ- bzw. Ruhestellung den
Schlüssel vollständig und in richtiger Zuordnung zu den Zuhaltungen 5 in den Schlüsselkanal 6 einführen
zu können, .ist der vorerwähnte Radialschlitz 20 in der Mutterklaue 12, 13 derart angeordnet, daß die
Schlüsselspitze in ihn eindringen und dadurch zwecks Schloßbetätigung den Schließzylinder 2 und den
Knauf zylinder 3 formschlüssig kuppeln kann (siehe Fig. 3 a, 4 und 4 a).
Wenn der Knaufzylinder gegenüber dieser Ruhestellung nach links oder rechts um nicht mehr als
90° verdreht ist, befindet sich eine der beiden Hälften des Ringansatzes 12 der Mutterklaue im Arbeitsweg
des Schlüssels und verhindert dessen vollständige Einführung. Diese Sperrstellung wird aber bei freigegebenem
Knauf durch die früher beschriebene Rückstellvorrichtung 18, 19, 26 selbsttätig aufgehoben.
Wenn der Knaufzylinder um mehr als etwa 90° nach links oder rechts aus der Ruhestellung verdreht
ist, ist die Rückstellvorrichtung unwirksam, weil die Rastkugel 18 nicht mehr mit dem wirksamen Teil der
Herzkurve in Berührung steht, und der Knauf bleibt beim Loslassen in der erteilten Drehlage. Trotzdem
kann der Schlüssel aber vollständig eingeführt und unter Mitnahme des Schlüsselzylinders 2 gedreht werden,
weil die Ringansatzteile 12 des Knaufzylinders 3 aus seinem Arbeitsweg herausgedreht sind. In den
Fig. 5 und 5 a ist der Knaufzylinder 3 um 180"' gegenüber seiner Ruhestellung versetzt dargestellt. In dieser
Stellung befindet sich der von der Mutterklaue freie Raum 21 (s. Fig. 3, 3 a) im Bereich des Arbeitsweges des Schlüssels 7. Der Schlüssel 7 findet also
beim Einführen keinen axialen Widerstand und kann zusammen mit dem Schlüsselzylinder 2 gedreht werden,
bis er an einer der beiden Arbeitsflächen 22 bzw.
23 der Alutterklaue anschlägt und beim Weiterdrehen
durch Formschluß an einer dieser Arbeitsflächen den Knaufzylinder 3 und das mit ihm verstiftete Schließglied
14 zwecks Türöffnens mitnimmt.
Bei der Ausführungsform nach den Fig 6, 6 a, 7 und 7 a ist im Bereich des Radialschlitzes 20 ein
Kupplungsorgan 24 vorgesehen, das in einer Längsnut des Knaufzylinders. 3 nur in axialer Richtung verschiebbar
gelagert ist und durch eine Feder 35 in Richtung auf den Schlüsselzylinder 2 zu gedrängt
wird. Das Kupplungsorgan 24 besitzt einen hakenförmigen Kopf, der bei abgezogenem Schlüssel, d. h.
in vorgeschobener Stellung bei gesperrtem Schloß, in der Ringnut 11 der Vaterklaue am Schlüsselzylinder
2 frei umzulaufen vermag (s. Fig. 6aj, bei in Ruhestellung befindlichem Knaufzylinder 3 jedoch von
dem eingeführten Schlüssel 7 in einen Radialschlitz im Halsflansch 10 des Schlüsselzylinders eingeschoben
wird (s. Fig. 7 und 7 a). Dadurch wird der Schlüsselzylinder 2 mit dem Knaufzylinder 3 und dadurch
weiterhin mit dem Schließglied 14 gekuppelt, wobei die drehenden Verstellkräfte vom Kupplungshaken
24 aufgenommen werden. Die Schlüsselspitze wird also im Regelfalle der Schloßbetätigung, wenn sich
also der Knaufzylinder in Ruhestellung befindet, nicht auf Scherung beansprucht, sondern hat nur den Kupplungshaken
24 axial zu verlagern. Nur in dem seltenen Ausnahmefall, daß der Knaufzylinder über den Rückstellbereich
hinaus verdreht ist, muß die Schlüsselspitze mit einem der beiden Mitnehmerkörper-Arbeitsflächen
22 bzw. 23 am Ringansatz 12 des Knaufzylinders 3 zusammenarbeiten.
Claims (2)
1. Zylinderschloß, bestehend aus einem an der Außenseite der Tür angeordneten Schließzylinder
mit Stiftzuhaltungen und einer an der Innenseite der Tür angeordneten, mittels Mitnehmers zum
Kuppeln des Schließzylinders mit dem Schließglied in den Bereich der Schließzylinderschlüsselspitze
hineinragenden, das Schließglied aufweisenden Betätigungsvorrichtung, dadurch gekennzeichnet,
daß bei einem Zylinderschloß, bestehend aus in einem gemeinsamen Gehäuse (1) gelagerten, durch
Fortsätze der Zylinder miteinander klauenartig verklammerten Schließ- und Knaufzylinder, zwei
Mitnehmerkörper (12) zwischen einander benachbarten Arbeitsflächen einen Schlitz (20) bilden und
daß eine Rückstellvorrichtung aus einer durch Feder (26) belasteten Kugel (18) im Gehäuse und
einer herzkurvenförmigen Aussparung (19) im Knaufzylinder (3), deren tiefster Punkt der Ruhestellung
des Knaufzylinders entspricht, vorgesehen ist, wobei der Schlitz (20) so angeordnet ist,
daß die Schlüsselspitze bei in Ruhestellung befindlichem Schließglied in den Schlitz eindringen kann
und die äußeren Grenzflächen (22, 23) der beiden Mitnehmerkörper sich innerhalb des Winkelbe-
reichs befinden, in dem die Rückstellvorrichtung (26, 18, 19) zum selbsttätigen Rückführen des
Knauf zylinders (3) in die Ruhestellung wirksam ist.
2. Schloß nachAnspruchi, gekennzeichnet durch
einen nur in axialer Richtung verschiebbar im Knaufzylinder gelagerten, federbelasteten Kupplungshaken,
der bei abgezogenem Schlüssel in einer Ringnut des Schlüsselzylinderhalses umzulaufen
vermag und durch den eingeführten Schlüssel in einen Mitnehmerschlitz im Halsflansch des
Schlüsselzylinders einführbar ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 305 377, 341 216.
Deutsche Patentschriften Nr. 305 377, 341 216.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 70S 879/77 2.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ4295A DE1024399B (de) | 1954-07-08 | 1954-07-08 | Zylinderschloss mit einem an der Aussenseite der Tuer angeordneten Schliesszylinder mit Stiftzuhaltungen und einer an der Innenseite der Tuer angeordneten Betaetigungsvorrichtung zum Kuppeln des Schliesszylinders mit dem Schliessglied |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1024399B true DE1024399B (de) | 1958-02-13 |
Family
ID=7619077
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEZ4295A Pending DE1024399B (de) | 1954-07-08 | 1954-07-08 | Zylinderschloss mit einem an der Aussenseite der Tuer angeordneten Schliesszylinder mit Stiftzuhaltungen und einer an der Innenseite der Tuer angeordneten Betaetigungsvorrichtung zum Kuppeln des Schliesszylinders mit dem Schliessglied |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Cited By (4)
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| DE1098398B (de) | 1956-03-01 | 1961-01-26 | C Ed Schulte Ag Schloss U Meta | Einbaudoppelzylinder fuer Einsteckschloesser |
| DE8700172U1 (de) * | 1987-01-03 | 1987-04-30 | BKS GmbH, 5620 Velbert | Profilzylinder mit Drehbetätigungsgriff |
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1954
- 1954-07-08 DE DEZ4295A patent/DE1024399B/de active Pending
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