DE10243660B4 - Verwendung einer Einspritzpumpe - Google Patents
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Abstract
Verwendung
einer handelsüblichen Einspritzpumpe
(5, 12) zum Aufbau eines Flüssigkeitsdruckes
vor einer Düse
(2) einer Vorrichtung zum Schneiden von Werkstücken (1).
Description
- Die Erfindung betrifft die Verwendung einer handelsüblichen Einspritzpumpe.
- Eine Einspritzpumpe ist beispielsweise aus der
EP 0 925 443 B1 bekannt. Es handelt sich dabei um eine Kolbenpumpe, insbesondere eine Radialkolbenpumpe vom Rollenstösseltyp zur Kraftstoffhochdruckversorgung bei Kraftstoffeinspritzsystemen von Brennkraftmaschinen. - Ferner ist beispielsweise aus der
DE 200 14 024 U1 bekannt, mittels einem Flüssigkeitsstrahl, insbesondere mittels Wasser, Werkstücke zu schneiden. Dazu wird die Flüssigkeit auf einen hohen Druck gebracht, wobei der Druck heute bei ca. 3000 bar liegt. Diese Flüssigkeit wird durch den Druck aus einer Düse mit einem sehr kleinen Durchmesser von bspw. etwa 0.15 mm herausgedrückt. Die Austrittsgeschwindigkeit eines derartigen Flüssigkeitsstrahls liegt bei etwa 700 m/s. Beim Auftreffen auf das Werkstück nach einer relativ kurzen Distanz dringt die Flüssigkeit infolge der in ihr vorhandenen kinetische Energie in einen harten Werkstoff, wie bspw. Stahl, Stein od. dgl. ein, so dass das daraus bestehende Werkstück geschnitten wird. - Besonders teuer bei derartigen Wasserstrahlschneidanlagen ist die Hochdruckpumpe, mittels welcher die Flüssigkeit auf den gewünschten hohen Druck von 3000 bar und darüber gebracht wird. Viele Werkstücke bestehen jedoch aus einem Werkstoff, der auch mit einem wesentlich geringerem Druck geschnitten werden kann. Bspw. genügt für das Schneiden von Leder oder Kunststoff ein Druck von 1400 bis 1700 bar. In diesen Fällen sind die bekannten Hochdruckpumpen überdimensioniert.
- Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für eine Einspritzpumpe der o.g. Art eine neue Verwendung vorzusehen.
- Lösung
- Zur Lösung dieser Aufgabe führt, dass die Einspritzpumpe zum Aufbau eines Flüssigkeitsdruckes vor einer Düse einer Vorrichtung zum Schneiden von Werkstücken verwendet wird.
- Bevorzugt handelt es sich dabei um eine handelsübliche Einspritzpumpe, wie sie in Kraftfahrzeugen Verwendung findet. In der Regel handelt es sich dabei um Radialkolbenpumpen bzw. Kolbenpumpen, wobei beide Arten auch im vorliegenden Fall Anwendung finden können. Wird eine Radialkolbenpumpe verwendet, so kann diese direkt mit der Düse verbunden werden, da sie selbst bei der Flüssigkeit einen relativen hohen Druck von ca. 1400 bar aufbauen kann.
- Werden dagegen Kolbenpumpen verwendet, so ist es erforderlich, dass zwischen Düse und Kolbenpumpe ein Druckspeicher zwischengeschaltet wird. Die Kolbenpumpe baut in dem Druckspeicher den notwendigen Druck auf.
- Fördern diese bekannten Einspritzpumpen nur Wasser als Flüssigkeit zur Düse, so besteht die grosse Gefahr, dass die Einspritzpumpen festfressen. Deshalb hat es sich als ratsam erwiesen, der Flüssigkeit einen Schmierstoff zuzusetzen, wobei der Schmierstoff bevorzugt ein Polymer oder eine Kombination verschiedener Polymere sein kann. Mit diesem Zusatz wird ein Festfressen der Pumpe vermieden.
- Der Schmierstoff nimmt im übrigen an der hohen Austrittsgeschwindigkeit des Flüssigkeitsstrahles aus der Düse teil, er weist aber eine höhere Dichte auf, als die Flüssigkeit. Dies bedeutet, dass er, aufgespalten in kleine Partikel oder Tröpfchen, wesentlich abrasiver ist, als die Flüssigkeit selbst. Hierdurch wird der Schneidvorgang beschleunigt. Als Schmierstoff wird bevorzugt ein Polymer oder eine Kombination verschiedener Polymere verwendet.
- Ein besonders grosser Vorteil der erfindungsgemässen Verwendung ist darin zu sehen, dass keine Steuerung notwendig ist. Es genügt ein Ein- und Ausschalter. Sowohl mittels der Radialkolbenpumpe, als auch mittels der Kolbenpumpen und dem nachgeschalteten Druckspeicher kann ein kontinuierlicher Betrieb der Vorrichtung erfolgen, ohne dass weitere Parameter für eine Steuerung notwendig sind.
- Figurenbeschreibung
- Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele, sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in
-
1 eine schematisch dargestellte Seitenansicht von Teilen einer erfindungsgemässen Vorrichtung zum Schneiden von Werkstoffen; -
2 eine schematisch dargestellte Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispieles einer Vorrichtung entsprechend1 . - Gemäss
1 soll ein Werkstück1 mittels eines Flüssigkeitsstrahls geschnitten oder aus diesem Werkstück1 mittels des Flüssigkeitsstrahls ein Teil herausgeschnitten werden. Dabei wird die Flüssigkeit aus einer Düse2 in einem feinen Strahl unter hohem Druck ausgebracht. - Die Düse
2 ist über eine Leitung3 mit einem Aggregat4 verbunden, in dem sich Elemente zum Aufbauen des erforderlichen hohen Druckes für die Flüssigkeit befinden. Bei dem Aggregat4.1 nach1 sind Einspritzpumpen5.1 vorgesehen, welche als Kolbenpumpen ausgebildet sind. Diesen Kolbenpumpen5.1 , von denen in1 drei gezeigt sind, ist ein Druckspeicher6 zugeordnet, in dem ein Druck aufgebaut werden kann. Der Druckspeicher6 steht mit der Leitung3 in Verbindung. - Jede Kolbenpumpe
5.1 besitzt einen Anschluss7 an einen Verteiler8 , der mit einer Zuleitung9 für die Flüssigkeit in Verbindung steht. - Die Funktionsweise der vorliegenden Erfindung ist folgende:
Um das Werkstück1 zu schneiden, wird dieses auf Abstützungen10 auf einem Arbeitstisch11 aufgelegt. Dieser Arbeitstisch11 und zusammen mit ihm auch das Werkstück1 ist in einer horizontalen Ebene in X- und Y-Richtung bewegbar. Die Steuerung erfolgt über ein entsprechendes Programm, je nach Wunsch, wie das Werkstück1 geschnitten werden soll. - Der Schneidvorgang selbst erfolgt durch eine Flüssigkeit, bevorzugt durch Wasser, die über die Zuleitung
9 und die Anschlüsse7 den Kolbenpumpen5.1 zugeführt wird. - Durch die Tätigkeit der Kolbenpumpen
5.1 wird in dem Druckspeicher6 ein entsprechender Druck aufgebaut, wobei die Kolbenpumpen einen Druck von bis zu 1700 bar aufbauen können. - Aus dem Druckspeicher
6 gelangt nun kontinuierlich mit hohem Druck beaufschlagte Flüssigkeit durch die Leitung3 zur Düse2 und aus der Düse2 in einem feinen Strahl auf das Werkstück1 , wodurch dieses geschnitten wird. - Das Ausführungsbeispiel gemäss
2 unterscheidet sich von demjenigen nach1 durch das Vorsehen einer Radialkolbenpumpe12 , die ebenfalls normalerweise dem Einspritzen von Kraftstoff in den Zylinder eines entsprechenden Motors dient. Da diese Radialkolbenpumpe12 die Flüssigkeit kontinuierlich unter hohem Druck, bspw. mit 1400 bis 1700 bar, fördert, benötigt sie keinen nachgeschalteten Druckspeicher, sondern kann direkt mit der Leitung3 zur Düse2 hin verbunden sein. Ferner ist sie direkt mit einem Anschluss7 für die Flüssigkeit verbunden.
Claims (3)
- Verwendung einer handelsüblichen Einspritzpumpe (
5 ,12 ) zum Aufbau eines Flüssigkeitsdruckes vor einer Düse (2 ) einer Vorrichtung zum Schneiden von Werkstücken (1 ). - Verwendung nach Anspruch 1, wobei die Flüssigkeit mit einem Schmierstoff versetzt wird.
- Verwendung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmierstoff aus einem Polymer oder einer Kombination verschiedener Polymere besteht.
Priority Applications (1)
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| DE2002143660 DE10243660B4 (de) | 2002-09-19 | 2002-09-19 | Verwendung einer Einspritzpumpe |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE2002143660 DE10243660B4 (de) | 2002-09-19 | 2002-09-19 | Verwendung einer Einspritzpumpe |
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