DE10242195A1 - Einstellschraube und ein zu deren Betätigung bestimmtes Werkzeug - Google Patents
Einstellschraube und ein zu deren Betätigung bestimmtes Werkzeug Download PDFInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine mit einem Exzenter ausgestattete, insbesondere zur Sturz- oder Spureinstellung eines Kraftfahrzeuges bestimmte Einstellschraube (6) mit einem Gewindeabschnitt (9). Um eine problemlose Betätigung auch unter sehr eingeschränkten Platzverhältnissen zu ermöglichen, wird vorgeschlagen, an dem Gewindeabschnitt (9) eine zur formschlüssigen Aufnahme eines Werkzeugs (12) ausgeführte Ausformung (11), beispielsweise eine Innensechskantaufnahme, anzuordnen. Hierdurch kann die Drehbewegung der Einstellschraube (6) und einer die Einstellschraube (6) fixierenden Mutter (7) von derselben Seite eines Halteelementes (8) erfolgen. Ein hierzu bestimmtes Werkzeug (12) mit zwei relativ zueinander drehbeweglichen Funktionselementen (13, 14) ermöglicht die zeitgleiche Betätigung der Ausformung (11) sowie der Mutter (7) und erleichtert dadurch zusätzlich die Handhabung der Einstellschraube (6).
Description
- Die Erfindung betrifft eine mit einem Exzenter ausgestattete, insbesondere zur Sturz- oder Spureinstellung eines Kraftfahrzeuges bestimmte Einstellschraube mit einem Gewindeabschnitt. Weiterhin betrifft die Erfindung ein zur Betätigung der Einstellschraube bestimmtes Werkzeug.
- Eine solche Einstellschraube ist in der Praxis durch offenkundige Vorbenutzung bekannt und zählt dadurch zum Stand der Technik. Die bekannte Einstellschraube ist dabei mit einer Exzenterscheibe, die mit dem Schraubenkopf unlösbar verbunden ist, ausgestattet. Eine Drehung des Schraubenkopfes führt daher zu einer Auslenkung des mit der Exzenterscheibe verbundenen Funktionselementes für die Sturz- oder Spureinstellung des Kraftfahrzeuges. Sobald die gewünschte Sollposition erreicht ist, wird die Einstellschraube in der jeweiligen Position mittels einer an dem Gewindeabschnitt drehbaren Mutter kraftschlüssig fixiert, indem die Exzenterscheibe gegen ein unbewegliches Halteelement angepresst wird.
- Die gewünschte Fixierung der Einstellschraube während des Herstellungsprozesses ist vergleichsweise unproblematisch. Hingegen hat es sich gezeigt, dass die Betätigung für spätere Reparatur- oder Servicearbeiten oftmals durch die eingeschränkte Zugänglichkeit wesentlich erschwert ist, weil zugleich mit einem Werkzeug der Schraubenkopf und die auf der gegenüberliegenden Seite des Halteelementes angeordnete Mutter betätigt werden müssen. Daher ist es häufig erforderlich, andere Bauelemente des Kraftfahrzeuges zu entfernen, um dadurch die Zugänglichkeit zu verbessern.
- Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Einstellschraube der eingangs genannten Art derart auszuführen, dass deren Betätigung zu Einstellzwecken wesentlich vereinfacht wird. Insbesondere soll die problemlose Betätigung auch unter sehr eingeschränkten Platzverhältnissen deutlich verbessert werden. Weiterhin soll ein zur Betätigung der Einstellschraube bestimmtes Werkzeug geschaffen werden, mit dem eine solche Einstellschraube mit geringem Aufwand betätigbar ist.
- Die erstgenannte Aufgabe wird gelöst mit einer Einstellschraube gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Die Unteransprüche betreffen besonders zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung.
- Erfindungsgemäß ist also eine Einstellschraube vorgesehen, bei der an dem Gewindeabschnitt eine zur farmschlüssigen Aufnahme eines Werkzeugs ausgeführte Ausformung angeordnet ist. Mittels der Ausformung kann die Einstellschraube nicht nur an ihrem Schraubenkopf, sondern auch mittels eines geeigneten Werkzeuges an der Ausformung um ihre Achse gedreht und somit die gewünschte Sollposition an dem gewindeseitigen Abschnitt eingestellt werden, Zugleich kann von dieser Seite auch die Mutter zur Fixierung der Einstellschraube der gewählten Position betätigt werden, so dass eine Zugänglichkeit der Einstellschraube an lediglich einer Seite des Halteelementes erforderlich ist. Die problemlose Betätigung wird daher auch unter sehr eingeschränkten Platzverhältnissen deutlich verbessert oder überhaupt erst ermöglicht.
- Die Ausformung könnte eine quer zur Längsachse der Einstellschraube angeordnete Durchbrechung, beispielsweise eine Bohrung aufweisen. Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird hingegen auch dadurch erreicht, dass die Ausformung als eine Aussparung für ein handelsübliches Werkzeug ausgeführt ist. Hierdurch wird der praktische Einsatz wesentlich erleichtert, wenn die Ausformung auf handelsübliche Werkzeuge, beispielsweise einen Gabelschlüssel, abgestimmt ist. Eine gegebenenfalls erforderliche Sturz- oder Spureinstellung eines Kraftfahrzeuges kann somit zur Wiederherstellung der Fahrbereitschaft auch unmittelbar vor Ort vorgenommen werden.
- Die Ausformung kann grundsätzlich an einer beliebigen, dem Gewindeabschnitt zugewandten Seite der Einstellschraube angeordnet sein. Besonders zweckmäßig ist es hingegen, wenn die Ausformung an einer Stirnfläche des Gewindeabschnittes angeordnet ist. Hierdurch wird ein gegenüber bekannten Einstellschrauben unveränderter Gewindeabschnitt realisiert, der über seine gesamte Länge uneingeschränkt nutzbar ist. Die Einstellbarkeit wird daher nicht eingeschränkt.
- Besonders günstig ist auch eine Abwandlung der erfindungsgemäßen Einstellschraube, bei welcher die Ausformung als eine Innensechskantaufnahme oder Innenvielzahnaufnahme ausgeführt ist. Die Einstellschraube weist dabei einen bis an die Stirnfläche heranreichenden Gewindeabschnitt auf, so dass die Baulänge der Einstellschraube auch durch die Ausformung nicht vergrößert wird. Zudem ist die dabei in die Stirnfläche eingelassene Innensechskant- oder Innenvielzahnaufnahme gegenüber einer möglichen Beschädigung in optimaler Weise geschützt angeordnet.
- Eine andere, ebenfalls zur einfachen Handhabung der Einstellschraube besonders gut geeignete Weiterbildung wird dann erreicht, wenn die Ausformung einen Außensechskant oder Außenvierkant aufweist und dadurch auch die Übertragung vergleichsweise großer Einstellkräfte gestattet.
- Die zweitgenannte Aufgabe, ein zur Betätigung der Einstellschraube bestimmtes Werkzeug zu schaffen, wird erfindungsgemäß mit zwei relativ zueinander drehbeweglichen Funktionselementen, gelöst, wobei das erste Funktionselement zur formschlüssigen Aufnahme der Ausformung und das zweite Funktionselement zur formschlüssigen Aufnahme einer zur Fsxierung der Einstellschraube auf dem Gewindeabschnitt drehbeweglichen Mutter ausgeführt ist.
- Hierdurch wird mit den beiden Funktionselementen durch lediglich ein einziges Werkzeug die Betätigung der Ausformung und der Mutter ermöglicht. Die Betätigung und die Positionierung wird dadurch wesentlich vereinfacht. Die beiden Funktionselemente könnten elektromotorisch oder hydraulisch betätigbar ausgeführt sein.
- Eine besonders einfache Abwandlung des erfindungsgemäßen Werkzeuges wird hingegen dadurch erreicht, dass den beiden Funktionselementen jeweils ein manuell betätigbarer Hebel zugeordnet ist. Die beiden Hebel können mit geringem Aufwand derart gegeneinander verschwenkt werden, dass mittels des ersten Funktionselementes die Einstellschraube in der ausgewählten Position gehalten und zugleich die Mutter mittels des zweiten Funktionselementes zu deren Fixierung festgezogen werden kann.
- Dabei ist es besonders praxisnah, wenn die beiden Funktionselemente bezogen auf die Längsachse der Einstellschraube relativ zueinander axial beweglich sind, um so die axiale Verlagerung der Mutter bei der Fixierung der Einstellschraube ausgleichen zu können, ohne hierzu den Eingriff des Werkzeuges lösen zu müssen.
- Hierzu eignet sich eine Abwandlung besonders gut, bei der das erste Funktionselement mittels eines Federelementes gegenüber der Ausformung vorspannbar ist und daher mittels der Federkraft das erste Funktionselement an der Ausformung zuverlässig festgelegt ist.
- Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Diese zeigt in
-
1 eine erfindungsgemäße Einstellschraube mit einem Außensechskant; -
2 eine Abwandlung einer Einstellschraube mit einem Innensechskant; -
3 ein zur Betätigung der Einstellschraube bestimmtes Werkzeug. -
1 zeigt eine erfindungsgemäße insbesondere zur Sturz- oder Spurkorrektur eines nicht weiter dargestellten Kraftfahrzeuges bestimmte Einstellschraube1 in einer Seitenansicht. Die Einstellschraube1 ist mit einem Exzenter2 ausgestattet, der bei einer Drehung der Einstellschraube1 zu einer Auslenkung eines nicht gezeigten Funktionselementes einer Kraftfahrzeughinterachse führt. An einem einem Schraubenkopf3 gegenüberliegenden Gewindeabschnitt4 der Einstellschraube1 ist eine als Außensechskant ausgeführte Ausformung5 angeordnet, die der Aufnahme eines in3 gezeigten Werkzeuges12 dient. Die Einstellschraube1 ist daher wahlweise durch eine Drehbewegung des Schraubenkopfes3 als auch der Ausformung5 positionierbar, wodurch der Einstellvorgang wesentlich erleichtert wird. - Eine Abwandlung einer Einstellschraube
6 zeigt2 in einer Seitenansicht. Die Einstellschraube6 ist dabei in einer Einbauposition dargestellt, in welcher diese mittels einer Mutter7 gegenüber einem Halteelement8 kraftschlüssig festgelegt ist. Die Einstellschraube6 hat einen Gewindeabschnitt9 , dessen Stirnfläche10 mit einer als Innensechskant ausgeführten Ausformung11 ausgestattet ist. Die Mutter7 und die Ausformung11 ermöglichen daher eine Einstellung und Fixierung der Einstellschraube6 von derselben Seite des Halteelementes B. Der Gewindeabschnitt9 wird dabei von der Ausformung11 nicht eingeschränkt, so dass sich die Einstellschraube6 insbesondere auch zum Austausch bereits vorhandener Einstellschrauben eignet. - Ein zur Betätigung der in
2 gezeigten Einstellschraube6 bestimmtes Werkzeug12 zeigt die3 in einer geschnittenen Seitenansicht. Das Werkzeug12 hat zwei relativ zueinander drehbewegliche Funktionselemente13 ,14 , wobei das erste Funktionselement13 zur formschlüssigen Aufnahme der in2 gezeigten Ausformung11 und das zweite Funktionselement14 zur formschlüssigen Aufnahme der zur Fixierung der Einstellschraube6 auf dem Gewindeabschnitt9 drehbeweglichen Mutter7 ausgeführt ist. Beiden Funktionselementen13 ,14 ist jeweils ein zur Handbetätigung ausgeführter Hebel15 ,16 zugeordnet, um so eine einfache manuelle Betätigung zu ermöglichen. Das erste Funktionselement13 ist zusätzlich gegenüber dem zweiten Funktionselement14 axial verschieblich geführt und mittels eines Federelementes17 gegenüber der in2 gezeigten Ausformung11 vorspannbar, um auf diese Weise einen zuverlässigen Eingriff des Funktionselementes13 an der Ausformung11 sicherzustellen. -
- 1
- Einstellschraube
- 2
- Exzenter
- 3
- Schraubenkopf
- 4
- Gewindeabschnitt
- 5
- Ausformung
- 6
- Einstellschraube
- 7
- Mutter
- 8
- Halteelement
- 9
- Gewindeabschnitt
- 10
- Stirnfläche
- 11
- Ausformung
- 12
- Werkzeug
- 13
- Funktionselement
- 14
- Funktionselement
- 15
- Hebel
- 16
- Hebel
- 17
- Federelement
Claims (9)
- Eine mit einem Exzenter (
2 ) ausgestattete, insbesondere zur Sturz- oder Spureinstellung eines Kraftfahrzeuges bestimmte Einstellschraube (1 ,6 ) mit einem Gewindeabschnitt (4 ,9 ), dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gewindeabschnitt (4 ,9 ) eine zur formschlüssigen Aufnahme eines Werkzeugs (12 ) ausgeführte Ausformung (5 ,11 ) angeordnet ist. - Einstellschraube (
6 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausformung (11 ) als eine Aussparung für ein handelsübliches Werkzeug ausgeführt ist. - Einstellschraube (
6 ) nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausformung (11 ) an einer Stirnfläche (10 ) des Gewindeabschnittes (9 ) angeordnet ist. - Einstellschraube (
6 ) nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausformung (11 ) als eine Innensechskantaufnahme oder Innenvielzahnaufnahme ausgeführt ist. - Einstellschraube (
1 ) nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausformung (5 ) einen Außensechskant oder Außenvierkant aufweist. - Ein zur Betätigung einer Einstellschraube (
1 ,6 ) bestimmtes Werkzeug (12 ) mit zwei relativ zueinander drehbeweglichen Funktionselementen (13 ,14 ), wobei das erste Funktionselement (13 ) zur formschlüssigen Aufnahme der Ausformung (5 ,11 ) und das zweite Funktionselement (14 ) zur formschlüssigen Aufnahme einer zur Fixierung der Einstellschraube (1 ,6 ) auf dem Gewindeabschnitt (4 ,9 ) drehbeweglichen Mutter (7 ) ausgeführt ist. - Werkzeug nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass den beiden Funktionselementen jeweils ein manuell betätigbarer Hebel zugeordnet ist.
- Werkzeug (
12 ) nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, die beiden Funktionselemente (13 ,14 ) bezogen auf die Längsachse der Einstellschraube (1 ,6 ) relativ zueinander axial beweglich sind. - Werkzeug (
12 ) nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Funktionselement (13 ) mittels eines Federelementes (17 ) gegenüber der Ausformung (11 ) vorspannbar ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE10242195A DE10242195A1 (de) | 2002-09-10 | 2002-09-10 | Einstellschraube und ein zu deren Betätigung bestimmtes Werkzeug |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE10242195A DE10242195A1 (de) | 2002-09-10 | 2002-09-10 | Einstellschraube und ein zu deren Betätigung bestimmtes Werkzeug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10242195A1 true DE10242195A1 (de) | 2004-03-18 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE10242195A Withdrawn DE10242195A1 (de) | 2002-09-10 | 2002-09-10 | Einstellschraube und ein zu deren Betätigung bestimmtes Werkzeug |
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| Date | Code | Title | Description |
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Effective date: 20110401 |