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DE10241616B3 - Vorrichtung zur Behandlung von Tinnitus - Google Patents

Vorrichtung zur Behandlung von Tinnitus Download PDF

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DE10241616B3
DE10241616B3 DE2002141616 DE10241616A DE10241616B3 DE 10241616 B3 DE10241616 B3 DE 10241616B3 DE 2002141616 DE2002141616 DE 2002141616 DE 10241616 A DE10241616 A DE 10241616A DE 10241616 B3 DE10241616 B3 DE 10241616B3
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F11/00Methods or devices for treatment of the ears or hearing sense; Non-electric hearing aids; Methods or devices for enabling ear patients to achieve auditory perception through physiological senses other than hearing sense; Protective devices for the ears, carried on the body or in the hand

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Behandlung von Tinnitus durch Verändern des im Ohr wirksamen Drucks, wobei der mittels Unterdruck erzeugte Entlastungseffekt des Trommelfells wirksam unterstützt werden kann, wenn der Druck in dem Innenraum des Behandlungsgerätes und damit der auf das Trommelfell wirkende Druck zwischen einem niedrigeren Anfangs- und einem höheren Enddruck alterniert. Der Anfangsdruck bewirkt den bekannten Entlastungseffekt des Trommelfells, während der höhere Enddruck eine durchblutungsfördernde Wirkung auf die Kapillaren im Innenohr ausübt. Die durchblutungsfördernde Wirkung beseitigt etwa vorhandene Gefäßverschlüsse und macht unter Umständen eine parallel erforderliche Therapie mit durchblutungsfördernden Medikamenten entbehrlich.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Behandlung von Tinnitus durch Verändern des im Ohr wirksamen Drucks.
  • Unter Tinnitus versteht man die konstante oder immer wiederkehrende subjektive Wahrnehmung eines Tones oder Geräusches; d.h. dieses wird im Gegensatz zu den objektivierbaren Ohrgeräuschen vom Untersucher nicht mitgehört. Der Tinnitus-äußert sich als vielgestaltige Töne oder Geräusche, z.B. pfeifende, klingelnde, rauschende, brummende, sägende, sind beschrieben worden. Diese Geräusche bzw. Töne können kontinuierlich, unterbrochen, abschwellend und in ihrer Frequenz modulierend vorkommen.
  • Tinnitus tritt in jedem Lebensalter auf, wobei 5 – 7 % der Erwachsenen an einem mehr oder minder starkem Tinnitus leiden. Wegen der zunehmenden Lärmbelastung bei Jungendlichen klagen heute bereits mehr als 5 % der Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis zum 30. Lebensjahr über die Symptome eines Tinnitus.
  • Eine der Hauptursachen für Tinnitus ist Stress. Ein Stressreiz löst im Organismus eine Fülle von Reaktionen aus, u. a. die vermehrte Ausschüttung des Stresshormons Kortisol. Das Kortisol verengt die Blutgefäße und verschlechtert die Fließeigenschaften des Blutes. Das kommt u. a. dadurch zustande, dass sich die Blutplättchen zu Verbänden zusammenschließen. Das ist eine Vorform der Gerinnung und kann in kleinen Gefäßen, wie zum Beispiel im Innenohr, zu Gefäßverschlüssen führen. Diese Gefäßverschlüsse bedeuten eine Funktionsminderung bzw. einen Funktionsverlust des entsprechenden Organs. Sie können zu einem Hörverlust, aber auch zum Tinnitus führen.
  • Die Therapie erfolgt mittels durchblutungsfördernder Infusionen oder Glucocorticoiden i.V., wobei die Erfolge umso besser sind, je kürzer der Tinnitus besteht. Eine Behandlungsmethode aus den USA (Tinnitus Retraining Therapie) zeigte dort gute Erfolge, in Deutschland sind ärztliche und psychologische Betreuung der Patienten jedoch vorrangig.
  • Darüber hinaus sind zahlreiche Geräte zur Behandlung von Tinnitus bekannt geworden.
  • Zur ersten Gruppe der Behandlungsgeräte gehören die sogenannten Tinnitus-Masker, die im Wesentlichen aus einem Tongenerator bestehen, der ein Tonsignal gleicher Frequenz und Amplitude, wie das des Tinnitustones erzeugt, aber mit einer Phasendifferenz von 180°. Die Phasendifferenz bewirkt, dass sich die Schwingung des Tinnitustones und des Tonsignals gegenseitig auslöschen, zumindest jedoch der vom Gehörwahrgenommene Tinnituston erheblich abgeschwächt wird. Beispiele derartiger Vorrichtungen sind in der DE 201 10 947 U1 und der DE 44 31 493 A1 . beschrieben.
  • Aus der DE 297 18 503 U1 ist darüber hinaus ein Tinnitus-Masker bekannt, bei dem der Schallgenerator Geräuschspektren oder Tonfolgen mit einer bestimmten Impulsdauer und einem bestimmten Impulsabstand erzeugt. Dieser weiter entwickelte Tinnitus-Masker beruht auf der Erkenntnis, dass bei Verwendung eines gepulsten Tones bzw. eines gepulsten Geräusches oder Rauschens bei bestimmten Patiententypen bessere therapeutische Ergebnisse erzielt werden, als bei den herkömmlichen Tinnitus-Maskern mit Dauertonsignalen.
  • Aus der DE 100 65 592 A1 geht ein Gerät zur Behandlung von Tinnitus hervor, dass durch Einwirkung von Wärme und Kälte im Wechsel eine Auflösung eines nach Ansicht des Verfassers dem Tinnitus zugrundeliegenden Gefäßverharrungszustandes bewirken soll. Das ähnlich einem Kopfhörer ausgestaltete Gerät weist zwei Muscheln auf, in denen sich die Wärme- und Kälteelemente befinden, die durch entsprechende Vorrichtungen abwechselnd auf die Haut aufbringbar sind.
  • Aus der DE 298 21 635 U1 ist ein Gerät zur Erzeugung eines Magnetfeldes zur Behandlung von an Tinnitus erkrankten Patienten bekannt geworden, dass aus zwei Permanentmagneten besteht, die durch einen Motor innerhalb eines Gehäuses in rotierende Bewegungen gebracht werden. Das Gehäuse wird an die Kopf-Ohrseite gehalten, wobei die rotierenden Permanentmagnete sich im Abstand von 5. mm zu der Stirnfläche des Gehäuses bewegen und das Magnetfeld in dem zu behandelnden Ohr wirkt.
  • Schließlich ist aus der DE 196 18 585 A1 ein in den Gehörgang einführbarer Ohrstöpsel bekannt geworden, der in Verbindung mit mindestens einer Pumpe einen Unterdruck zwischen Trommelfell und dem Ohrstöpsel erzeugt. Der Ohrstöpsel saugt sich durch den zwischen dem Ohrstöpsel und dem Trommelfell entstehenden Unterdruck in den Gehörgang fest. Der künstlich erzeugte Unterdruck entlastet das Trommelfell, was zur Behandlung dieser Krankheit dienen soll.
  • Aus der DE 296 05 369 U1 ist eine therapeutische Vorrichtung zur Behandlung von Tinnitus bekannt, die eine mit einem Saugmittel verbundene Unterdruckeinrichtung aufweist. Das Saugmittel wird auf die Kopfhaut aufgesetzt, um lokal die Durchblutung anzuregen und zu fördern. Hierdurch sollen die für eine Tinnitus erkrankung verantwortlichen Durchblutungsstörungen im Ohrmuschelbereich beseitigt werden. Die Intensität des Unterdrucks kann mittels eines Programms innerhalb einer Bandbreite variiert werden.
  • Aus der DE 690 24 408 T2 ist eine Vorrichtung zur Unterdrückung von. Tinnitus bekannt, bei der ein Körper in den Gehörgang einer Person eingestzt wird, wobei die Vorrichtung geeignet ist einen Druck im äußeren Gehörgang zu erzeugen. Zur Behandlung des Tinnitus ist eine zeitliche Variation des im Ohr wirksamen Drucks vorgesehen.
  • Die Vielzahl unterschiedlicher Behandlungsmethoden – und geräte erklärt sich u. a. daraus, dass die Ursachen für Tinnitus nicht vollständig erforscht sind. Bei der Behandlung ist man daher auf Erfahrung und Versuche angewiesen, wobei die einzelnen Methoden und/oder Behandlungsgeräte abhängig vom Patienten und der Andauer des Krankheitsbildes unterschiedliche Ergebnisse zeitigen.
  • Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein alternatives Gerät zur Behandlung von Tinnitus vorzuschlagen, das entsprechend der DE 196 18 585 A1 den im Ohr wirksamen Druck verändert.
  • Diese Aufgabe wird bei einem Gerät zur Behandlung von Tinnitus dadurch gelöst, dass das Gerät einen mit einem gasförmigen Medium gefüllten Innenraum zur Aufnahme zumindest des Kopfes einer zu behandelnden Person aufweist, dass der Innenraum mit mindestens einer Strömungsmaschine zur Veränderung des Innenraumdrucks gegenüber dem Atmosphärendruck verbunden ist, dass das Gerät eine Durchtrittsöffnung in den Innenraum für den Hals oder Rumpf der zu behandelnden Person aufweist, dass an der Durchtrittsöffnung ein Verschluss angeordnet ist, der den Innenraum gegen die Atmosphäre abdichtet und dass in dem Innenraum mindestens eine Atemluftleitung mit einem Mundstück- und/oder einer Maske angeordnet ist, wobei jede zumindest teilweise flexible Atemluftleitung aus dem Innenraum herausgeführt ist.
  • Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass der mittels Unterdruck erzeugte Entlastungseffekt des Trommelfells wirksam unterstützt werden kann, wenn der Drink in dem Innenraum und damit der auf das Trommelfell wirkende Druck zwischen einem niedrigeren Anfangs- und einem höheren Enddruck alterniert. Der Anfangsdruck bewirkt den im Stand der Technik bereits beschriebenen Entlastungseffekt des Trommelfells, während der höhere Enddruck eine durchblutungsfördernde Wirkung auf die Kapillaren im Innenohr ausübt. Die durchblutungsfördernde Wirkung beseitigt etwa vorhandene Gefäßverschlüsse und macht unter Umständen eine parallel erforderliche Therapie mit durchblutungsfördernden Medikamenten entbehrlich. Gleichzeitig bewirkt der alternierende Druck eine Entspannung des Trommelfells und des Ohrbereichs und damit eine Entkrampfung der Gefäße. Darüber hinaus wird der alternierende Druck von dem Patienten als angenehmer empfunden, als einpermanenter Unterdruck. Dies ist insbesondere auf die durch den Wechseldruck hervorgerufene Massagewirkung zurückzuführen.
  • Gute Behandlungserfolge werden erzielt, wenn die Steuerung die Strömungsmaschine derart steuert, dass der Endruck niedriger als der Atmosphärendruck ist oder höchstens dem Atmosphärendruck entspricht. Der Anfangsdruck kann beispielsweise um 35 mbar – 80 mbar niedriger als der Atmosphärendruck sein.
  • Eine noch größere Schwankungsbreite des Drucks im Rahmen der zulässigen Grenzwerte für den Anfangs- und den Enddruck lässt sich erzielen, wenn der Anfangsdruck niedriger und der Enddruck höher als der Atmosphärendruck ist. Durch diese Maßnahme lässt sich die durchblutungsfördernde Wirkung des Behandlungsgerätes. erhöhen. Der Anfangsdruck kann beispiels weise um 25 mbar – 80 mbar niedriger und der Endruck um 20 mbar – 60 mbar höher als der Atmosphärendruck sein.
  • Die Zeitspanne, in der der Druck in dem Innenraum zwischen dem Anfangs- und Enddruck alterniert, sollte über die Steuerung im Bereich von 2 sek. – 30 sek. einstellbar sein. Diese Intervalldauer ist ausreichend, um Missempfindungen bei der Behandlung zu vermeiden. Außerdem ermöglicht diese Intervalldauer eine individuelle Anpassung an den Atemrhytmus.
  • Das Einbringen des Kopfes und/oder des Kopfes und eines Teils des Rumpfes, in den Innenraum des Behandlungsgerätes wird erleichtert, wenn dass das Gerät ein zweiteiliges Gehäuse aufweist, dessen gelenkig miteinander verbundene Teile unter Ausbildung des Innenraums in eine Geschlossenstellung und durch Auseinanderbewegen in eine Öffnungsstellung bringbar sind und sich die Durchtrittsöffnung in der Geschlossenstellung über beide Gehäuseteile erstreckt. Nach Einlegen des Kopfes in den Innenraum werden die beiden Teile des Gehäuses in die Geschlossenstellung geschwenkt, bis die an der Durchtrittsöffnung angebrachte elastische Dichtung am Hals oder dem Rumpf der zu behandelnden Position zur Anlage kommt. Die Verwendung von Dichtmanschetten ist jedoch insoweit problematisch, als sie nur geringe Toleranzen im Rumpf- bzw. Halsumfang des Patienten zulassen.
  • Um den Innenraum unabhängig vom Durchmesser des Halses oder des Rumpfes des Patienten gasdicht gegen die Atmosphäre zu verschließen, wird in einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ein flexibler, weitestgehend gasundurchlässiger Schlauch als Verschluss vorgeschlagen. Der Schlauch kann beispielsweise aus luftdichtem Gewebe bestehen. Dieser Schlauch wird über den Rumpf oder den Hals gezogen und alsdann durch Drehen verzwirbelt. Das Verzwirbeln des Schlauchs bewirkt, dass sich das Schlauchgewebe fest an den Rumpf bzw. Hals anlegt, unabhängig von Durchmesser und anatomischer Form von Hals und/oder Rumpf.
  • Das Verdrehen des Schlauches lässt sich dadurch erleichtern,. dass an der der Durchtrittsöffnung abgewandten Seite des Schlauchs ein grifffester Ring angeordnet ist.
  • Der Komfort für den Patienten wird verbessert, wenn der Innenraum des Behandlungsgerätes zumindest im Bereich der Kopfauflage gepolstert ist.
  • Insbesondere für Patienten, die unter Platzangst leiden ist es hilfreich, wenn der Innenraum des Behandlungsgerätes zumindest eine Lichtöffnung, insbesondere aus durchsichtigem Material, aufweist. Diese Lichtöffnung sollte vorzugsweise gegenüber der Kopfauflage angeordnet sein, so dass der Patient freie Sicht aus der Lichtöffnung hat. Alternativ besteht die Möglichkeit, das der gesamte Innenraum von durchsichtigem Material umgeben wird, beispielsweise Plexiglas.
  • Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Figur näher erläutert:
  • Das insgesamt mit 1 bezeichnete Gerät besteht aus einem Gehäuse 2 mit einem Innenraum 3 zur Aufnahme des Kopfes sowie eines Teils der Rumpfes eines Patienten 4.
  • Der Innenraum 3 ist über eine Rohrleitung 5 mit einem Verdichter 6 verbunden, der sowohl im Druck- als auch Saugbetrieb arbeiten kann.
  • Eine mit dem Verdichter 6 verbundene Steuerung 7 bestimmt die Verdichterdrehzahl sowie dessen Drehrichtung. Arbeitet der Verdichter 6 im Saugbetrieb, wird der Druck im Innenraum des Gehäuses unter den Atmosphärendruck abgesenkt (Unterdruck), wobei die Drehzahl des Verdichters die Höhe des Unterdrucks bestimmt. Arbeitet der Verdichter 6 im Druckbetrieb, wird der Druck im Innenraum des Gerätes gegenüber dem Atmosphärendruck angehoben (Überdruck), wobei die Drehzahl des Verdichters die ` Höhe des Überdrucks bestimmt.
  • Stirnseitig weist das Gehäuse 2 eine Durchtrittsöffnung 8 in den Innenraum 3 auf, deren Durchmesser so groß ist, dass der Kopf und der Oberkörper des Patienten problemlos hindurchpasst. Zur Aufnahme der Arme des Patienten befinden sich an den Seitenwänden des Behandlungsgerätes gasdichte Säcke 17a, 17b aus textilem Material, die dem Patienten eine ausreichende Bewegungsfreiheit während der Behandlung ermöglichen.
  • Für die Behandlung ist es erforderlich, dass der Innenraum 3 gasdicht gegen die Atmosphäre abgedichtet wird, sobald sich der Patient 4 mit dem Kopf und einem Teil des Oberkörpers in dem Innenraum befindet. Die Abdichtung erfolgt über einen Verschluss 9, der von einem gasundurchlässigen Schlauch 11 gebildet wird, an dessen der Durchtrittsöffnung 8 abgewandten Seite ein grifffester Ring 12 angeordnet ist.
  • An der Oberseite des Gehäuses 2 ist ein Fenster 13 sowie ein Rohrstück 14 erkennbar. Das Rohrstück 14 ist Bestandteil einer im. Innenraum 3 als flexibler Schlauch ausgebildeten Atemluftleitung 15. Endseitig mündet der flexible Schlauch in ein Mundstück 16. Alternativ ist es möglich, dass die Atemluftleitung 15 in eine Mund- und Nase des Patienten 4 abdeckende Maske mündet. Hierdurch kann sicher verhindert werden, dass der Patient während der Behandlung versehentlich auf eine Nasenatmung übergeht. Außerdem ist durch Verwendung einer Maske die Abfuhr verbrauchter Luft aus dem Innenraum 3 gewährleistet.
  • Das Behandlungsgerät arbeitet wie folgt:
    Vor Inbetriebnahme des Verdichters 6 mittels der Steuerung 7, an der auch die Bedienelemente des Behandlungsgerätes angeordnet sind, wird zunächst der Innenraum 3 gegen die Atmosphäre abgedichtet, in dem der Schlauch 11 mittels des grifffesten Ringes 12 gedreht wird. Hierdurch verzwirbelt sich der Schlauch und legt sich an den Rumpf des Patienten 4 an.
  • Anschließend wird der Verdichter 6 eingeschaltet, der zunächst einen Unterdruck in den Innenraum 3 erzeugt. Der Unterdruck hat einen Wert zwischen 35 mbar- 80 mbar unterhalb des Atmosphärendrucks.
  • Sodann ändert die Steuerung 7 die Drehrichtung des Verdichters 6 und der Druck in dem Innenraum steigt allmählich auf einen Endruck, der um 20 mbar- 60 mbar höher als der Atmosphärendruck ist. Dieser Wechsel zwischen dem niedrigeren Anfangs- und dem höheren Enddruck vollzieht sich in einer Zeitspanne von 20 sek. – 120 sek., die über die Änderung der Verdichterdrehzahl mittels der Steuerung 7 einstellbar ist.
  • Sobald der Enddruck erreicht ist, wird die Drehrichtung des Verdichters erneut umgekehrt und der Druck im Innenraum 2 wieder auf den Anfangsdruck abgesenkt. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt.
  • Selbstverständlich liegt es im Rahmen der Erfindung, die Steuerung 7 in einen Regelkreis einzubinden, der einen im Innenraum 3 angeordneten Druckfühler aufweist. Schließlich liegt es im Rahmen der Erfindung mittels der Steuerung 7 Druckprofile für den Wechsel zwischen Anfangs- und Enddruck vorzugeben.
  • 1
    Gerät
    2
    Gehäuse
    3
    Innenraum
    4
    Patient
    5
    Rohrleitung
    6
    Verdichter
    7
    Steuerung
    8
    Durchtrittsöffnung
    9
    Verschluss
    10
    11
    Schlauch
    12
    Ring
    13
    Fenster
    14
    Rohrstück
    15
    Atemluftleitung
    16
    Mundstück
    17a,b
    Säcke

Claims (13)

  1. Gerät zur Behandlung von Tinnitus durch Verändern des im Ohr wirksamen Drucks, dadurch gekennzeichnet, – dass das Gerät (1) einen mit einem gasförmigen Medium gefüllten Innenraum (3) zur Aufnahme zumindest des Kopfes einer zu behandelnden Person (4) aufweist dass der Innenraum (3) mit mindestens einer Strömungsmaschine (6) zur Veränderung des Innenraumdrucks gegenüber dem Atmosphärendruck verbunden ist, – dass das Gerät (1) eine Durchtrittsöffnung (8) in den Innenraum (3) für den Hals oder Rumpf der zu behandelnden Person (4) aufweist, – dass an der Durchtrittsöffnung (8) ein Verschluss (11) angeordnet ist, der den Innenraum (3) gegen die Atmosphäre abdichtet und – dass in dem Innenraum (3) mindestens eine Atemluftleitung (15) mit einem Mundstück (16) –und/oder einer Maske angeordnet ist, wobei jede zumindest teilweise flexible Atemluftleitung (15) aus dem Innenraum (3) herausgeführt ist.
  2. Gerät zur Behandlung von Tinnitus nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungsmaschine (6) eine Steuerung (7) zugeordnet ist, die die, Strömungsmaschine derart steuert, dass. der Druck in dem Innenraum (3) zwischen einem niedrigeren Anfangs- und einem höheren Enddruck alterniert.
  3. Gerät zur Behandlung von Tinnitus nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Enddruck niedriger als der Atmosphärendruck ist oder dem Atmosphärendruck entspricht.
  4. Gerät zur Behandlung von Tinnitus nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Anfangsdruck um 35 bis 80 mbar niedriger als der Atmosphärendruck ist.
  5. Gerät zur Behandlung von Tinnitus nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Anfangsdruck, höher als der Atmosphärendruck ist oder dem Atmosphärendruck entspricht.
  6. Gerät zur Behandlung von Tinnitus nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Anfangsdruck niedriger und der Enddruck höher als der Atmosphärendruck ist.
  7. Gerät zur Behandlung von Tinnitus nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Anfangsruck um 35 bis 80 mbar niedriger als der Atmosphärendruck ist und der Enddruck um 20 bis 60 mbar höher als der Atmosphärendruck ist.
  8. Gerät zur Behandlung von Tinnitus nach einem, der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitspanne in der der Druck in dem Innenraum (3) zwischen dem Anfangs- und Enddruck alterniert im Bereich von 2 bis 30 Sekunden einstellbar ist
  9. Gerät zur Behandlung von Tinnitus nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, – dass das Gerät (1) ein zweiteiliges Gehäuse aufweist, dessen gelenkig miteinander verbundene Teile unter Ausbildung des Innenraums (3) in eine Geschlossenstellung und durch Auseinanderbewegen in eine Öffnungsstellung bringbar sind und – dass sich die Durchtrittsöffnung (8) in der Geschlossenstellung über beide Gehäuseteile erstreckt.
  10. Gerät zur Behandlung von Tinnitus nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss (9) als flexibler, weitestgehend gasundurchlässiger Schlauch (11) ausgebildet ist.
  11. Gerät zur Behandlung von Tinnitus nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass an der der Durchtrittsöffnung (8) abgewandten Seite des Schlauchs (11) ein grifffester Ring (12) angeordnet ist.
  12. Gerät zur Behandlung von Tinnitus nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenraum (3) zumindest teilweise gepolstert ist.
  13. Gerät zur Behandlung von Tinnitus nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenraum (3) zumindest eine Lichtöffnung (13), insbesondere aus durchsichtigem Material aufweist.
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