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DE10240114B4 - Verfahren zur Reduzierung eines Defektpegels nach dem chemisch mechanischen Polieren eines Kupfer enthaltenden Substrats durch Spülen des Substrats mit einer oxidierenden Lösung - Google Patents

Verfahren zur Reduzierung eines Defektpegels nach dem chemisch mechanischen Polieren eines Kupfer enthaltenden Substrats durch Spülen des Substrats mit einer oxidierenden Lösung Download PDF

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DE10240114B4 DE10240114A DE10240114A DE10240114B4 DE 10240114 B4 DE10240114 B4 DE 10240114B4 DE 10240114 A DE10240114 A DE 10240114A DE 10240114 A DE10240114 A DE 10240114A DE 10240114 B4 DE10240114 B4 DE 10240114B4
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Abstract

Verfahren zum Einebnen einer Kupfer enthaltenden Oberfläche eines Substrats, wobei das Verfahren umfasst:
chemisch mechanisches Polieren der Oberfläche, um überschüssiges Kupfer zu entfernen; und
Spülen des Substrats mit einem oxidierenden Mittel, wobei das oxidierende Mittel Wasserstoffperoxid in einer Lösung mit einer Konzentration von 1,0–5,0 Gew.-% aufweist, und wobei Spülen des Substrats mit dem oxidierenden Mittel das Bereitstellen des oxidierenden Mittels bei einer erhöhten Temperatur von 45–65°C umfasst, um auf den freigelegten Kupferbereichen eine durchgehende Kupferoxidschicht zu bilden, und wobei das Spülen des Substrats als ein abschließender Nass-Behandlungsschritt in einer CMP-Station ausgeführt wird.

Description

  • GEBIET DER VORLIEGENDEN ERFINDUNG
  • Im Allgemeinen richtet sich die vorliegende Erfindung an die Herstellung von Mikrostrukturen, etwa von integrierten Schaltungen, und richtet sich insbesondere an das chemisch mechanische Polieren von Kupfer enthaltenden Materialschichten, etwa von Metallisierungsschichten in technisch äußerst fortschrittlichen integrierten Schaltungen.
  • BESCHREIBUNG DES STANDS DER TECHNIK
  • Bei der Herstellung von Mikrostrukturen, etwa von integrierten Schaltungen, werden diverse Materialschichten auf einem Substrat abgeschieden und durch Fotolithografie, Ätzen und Ionenimplantation und dergleichen strukturiert, um eine riesige Anzahl einzelner Strukturelemente, etwa Schaltungselemente, in der Form von Transistoren, Kondensatoren, Widerständen und dergleichen zu schaffen. Aufgrund der ständig abnehmenden Strukturgrößen der einzelnen Strukturelemente wurden fortschrittliche Fotolithografie- und Ätztechniken entwickelt, die das Auflösen kritischer Dimensionen, d. h. minimaler Strukturgrößen, deutlich unterhalb der Wellenlänge der für das Übertragen von Bildern von einer Maskenschicht auf das Substrat verwendeten Strahlung zulassen. Da diese fortschrittlichen Abbildungstechniken äußerst sensitiv für darunter liegende Materialschichten und für die Oberflächentopografie sind, ist es häufig notwendig, das Substrat einzuebnen, um eine im Wesentlichen ebene Oberfläche für das Aufbringen weiterer zu strukturierender Materialschichten bereit zu stellen. Dies gilt insbesondere für sogenannte Metallisierungsschichten, die in integrierten Schaltungen notwendig sind, um die einzelnen Schaltungselemente elektrisch zu verbinden. Abhängig von den Strukturgrößen der Schaltungselemente und deren Anzahl sind typischerweise mehrere Metallisierungsschichten, die aufeinander gestapelt und elektrisch durch sogenannte Kontaktlöcher verbunden sind, erforderlich, um die komplexe Funktion aktueller integrierter Schaltungen herzustellen.
  • Es ist daher eine übliche Praxis bei der Herstellung gestapelter Metallisierungsschichten, die Substratoberfläche vor dem Ausbilden einer nachfolgenden Metallisierungsschicht einzuebnen.
  • Das chemisch mechanische Polieren (CMP) hat sich als eine zuverlässige Prozesstechnik für diesen Zweck erwiesen. Beim chemisch mechanischen Polieren eines Substrats wird zusätzlich zur mechanischen Entfernung von Material eine Schleifmittellösung zugeführt, die typischerweise ein oder mehrere chemische Mittel enthält, die chemisch mit dem Material bzw. Materialien reagieren, wobei dann die Reaktionsprodukte wirksamer durch das mechanische Polieren entfernt werden können. Ferner werden die Relativbewegung zwischen dem Substrat und einem Polierkissen sowie die Kraft, mit der das Substrat gegen das Polierkissen gedrückt werden, und die Zusammensetzung der Schleifmittellösung gesteuert, um die gewünschte Abtragsrate zu erreichen.
  • In jüngster Zeit hat das chemisch mechanische Polieren an Bedeutung zugenommen, da Aluminium zunehmend durch Kupfer in modernsten integrierten Schaltungen ersetzt wird, die Strukturgrößen im Bereich deutlich unter einem Mikrometer aufweisen. Für minimale Strukturgrößen von 0,25 μm und darunter, ist die Arbeitsgeschwindigkeit der integrierten Schaltungen nicht mehr durch die Schaltgeschwindigkeit der einzelnen Transistorelemente sondern im Wesentlichen durch die sogenannte Verbindungsleitungsverzögerung bestimmt, d. h. durch die RC-Zeitkonstante, die durch die parasitären Kapazitäten zwischen benachbarten Verbindungsleitungen und den entsprechend hohen Widerständen dieser Metallleitungen hervorgerufen werden.
  • Eine steigende Anzahl einzelner Schaltungselemente pro Einheitsfläche erfordert, dass die Anzahl der Verbindungsleitungen noch schneller anwächst, während die Abmessungen der einzelnen Leitungen, d. h. deren Querschnittsfläche, reduziert wird. Eine größere Anzahl von Verbindungsleitungen mit reduzierter Querschnittsfläche bedeutet jedoch eine höhere parasitäre Kapazität zwischen benachbarten Leitungen in Verbindung mit einem anwachsenden Widerstand dieser Leitungen. Daher verwenden Halbleiterhersteller zunehmend Kupfer als die Metallisierungsleitung, wobei möglicherweise damit einhergehend ein Material mit kleinem ε als Dielektrikum verwendet wird, um die parasitären RC-Zeitkonstanten durch die besseren Eigenschaften von Kupfer im Vergleich zu Aluminium hinsichtlich der elektrischen Leitfähigkeit und der Widerstandsfähigkeit gegenüber Elektromigration zu verringern.
  • Zusätzlich zu den vielen Problemen, die bei der Verarbeitung von Kupfer in einer Halbleiterfabrik beteiligt sind, stellt es sich heraus, dass Kupfer nicht sehr effizient in großen Mengen durch gut etablierte Abscheideverfahren, etwa die chemische Dampfabscheidung und die Sputter-Abscheidung aufgebracht werden kann. Ferner kann Kupfer nicht in effizienter Weise durch konventionelle anisotrope Ätzverfahren strukturiert werden. Daher wird anstatt des Aufbringens von Kupfer als eine ganzflächige Schicht und Strukturieren von Metallleitungen, das sogenannte Damaszener-Verfahren als eine Standard-Prozesstechnik angewendet. In der Damaszener-Technik werden Gräben und Kontaktlöcher in einer dielektrischen Schicht gebildet und anschließend wird das Metall, d. h. das Kupfer, in die Gräben und Kontaktlöcher eingefüllt, wobei ein gewisser Betrag an Überfüllung vorzusehen ist, um die Gräben und Löcher zuverlässig zu füllen. Vor dem Abscheiden des Kupfers, das typischerweise durch einen Plattierungsprozess bewerkstelligt wird, etwa durch Elektroplattieren oder stromloses Plattieren, muss eine Barrierenschicht vorgesehen werden, um das Heraus-Diffundieren von Kupfer in das benachbarte Dielektrikum zu minimieren. Anschließend wird eine dünne Kupfersaatschicht für gewöhnlich unter Verwendung der Sputter-Abscheidung aufgebracht, um den nachfolgenden Plattierungsprozess in Gang zu setzen. Nach der Abscheidung des Kupfervolumenmaterials muss das überschüssige Metall, einschließlich der dünnen Barrierenschicht und der Saatschicht zuverlässig entfernt werden, um Kupfergräben und Kontaktlöcher zu erhalten, die elektrisch zueinander isoliert sind. Das überschüssige Material wird durch chemisch mechanisches Polieren abgetragen, wobei das Abtragen des Kupfervolumenmaterials in einer ersten Polierphase und das Entfernen von Kupfer, des Barrierenmaterials und zu einem gewissen Grad des Dielektrikums, während der letzten Phase des Polierprozesses erforderlich ist. Typischerweise wird der Poliervorgang in mindestens zwei Schritten ausgeführt, die eine unterschiedliche Chemie für die Schleifmittellösungen sowie unterschiedliche Parametereinstellungen für die Geschwindigkeit der Relativbewegung und/oder der auf das Substrat während dieser unterschiedlichen Polierschritte angewendeten Andruckskraft erfordern.
  • Typischerweise werden Schleifstoffe zu der Schleifmittellösung für den ersten Schritt des CMP-Prozesses hinzugefügt, um eine gewünschte hohe Abtragsrate für das Kup fervolumenmaterial zu erhalten, wohingegen in der abschließenden Phase der Schritt des Entfernens komplexer ist, da typischerweise zwei oder mehrere Materialien gleichzeitig poliert werden müssen, d. h. Kupfer, das Barrierenmaterial und das Dielektrikum. Im Fall eines herkömmlichen Dielektrikums, etwa von Siliciumdioxid, sind das Dielektrikum und typischerweise das Barrierenmaterial deutlich härter als das Kupfer, so dass das Kupfer schneller als die anderen Materialien abgetragen wird. Des Weiteren muss ein gewisses Maß an "Nachlauf-Polierung" angewendet werden, um die vollständige Entfernung leitenden Materials auf Oberflächenbereichen des dielektrischen Materials sicherzustellen, um damit Leckströme zwischen benachbarten Leitungen zu minimieren. Das vollständige Entfernen des leitenden Materials über ein Substrat hinweg mit einem Durchmesser von 200 mm oder in späteren Generationen von 300 mm ist jedoch eine herausfordernde Aufgabe und führt notwendigerweise zu einem gewissen Maß an Einkerbung und Erosion der Metallisierungsstruktur, wie dies detaillierter in 1 gezeigt ist.
  • 1 zeigt schematisch eine Querschnittsansicht eines Teils einer typischen Damaszener-Struktur 100. Die Struktur 100 umfasst ein Substrat 101, das Schaltungselemente (nicht gezeigt) und möglicherweise eine oder mehrere Metallisierungsschichten (nicht gezeigt) aufweisen kann. Auf dem Substrat 101 ist eine dielektrische Schicht 102, beispielsweise mit Siliciumdioxid und/oder Siliciumnitrid und dergleichen, gebildet. Mehrere schmale Gräben 105 und ein weiter Graben 103, der mit einem Kontaktloch 104 verbunden ist, sind in der dielektrischen Schicht 102 gebildet. Die Gräben 105, 103 und das Kontaktloch 104 sind von einer Barrierenschicht 106, die beispielsweise Tantalnitrid aufweist, bedeckt und sind mit Kupfer gefüllt. Die Struktur 100 kann durch gut etablierte Fotolithografie- und Ätzverfahren in Kombination mit Sputter-Abscheidung und Elektroplattierung, wie dies zuvor erläutert ist, gebildet werden. Die Struktur 100 ist nach dem Entfernen des überschüssigen Materials durch chemisch mechanisches Polieren gezeigt. Wie zuvor angemerkt ist, muss während der abschließenden Phase des Polierprozesses ein gewisses Maß an Nachlauf-Polierung vorgesehen werden, um zuverlässig leitendes Material außerhalb der Gräben 105 und 103 zu entfernen. Dies führt jedoch zu einem erhöhten Verlust an Kupfer in den Gräben 105 und insbesondere in dem weiten Graben 103, wie dies durch 108 angedeutet ist, und was für gewöhnlich als Einkerbung bezeichnet wird. Des Weiteren geht der Polier-Prozess einher mit einem Verlust an Dielektrikum, wie dies durch 107 angedeutet und im Allgemeinen als Erosion be zeichnet ist, wobei das Maß an Einkerbung und Erosion ferner auch von dem speziellen Muster abhängt, das zu Polieren ist, wie dies durch 109 gekennzeichnet ist, so dass der Betrag an Erosion, d. h. der Verlust an Dielektrikum, zwischen den engen Gräben 105 größer ist als in den restlichen dielektrischen Bereichen.
  • Obwohl ein gewisses Maß an Einkerbung hinsichtlich der elektrischen Isolierung zwischen benachbarten Gräben wünschenswert sein kann, muss eine weitergehende Einkerbung vermieden werden, da ein ungebührlicher Kupferverlust in den Gräben 103 und 105 zu einer verkleinerten Querschnittsfläche und damit zu einer beeinträchtigten Leitfähigkeit während des Betriebs des Bauteils führt. Es ist daher zu einer gängigen Praxis geworden, spezielle Mittel zu der Schleifmittellösung hinzuzufügen, um die Poliergleichförmigkeit zu verbessern, indem beispielsweise sogenannte Inhibitoren zur Vermeidung des Ätzens, d. h. der chemischen Reaktion, an den Gräben 103, zu verhindern, solange benachbarte Kupfergebiete mit einer größeren Höhe während des Abtrags des Kupfervolumenmaterials, poliert werden. Daher kann die Damaszener-Struktur 100 zusätzlich zu den typischen CMP-Defekten, etwa von Teilchen, ferner Schleifmittelreste oder Niederschläge oft in Form organischer Verbindungen nach Beendigung des CMP-Prozesses aufweisen.
  • Daher können spezielle Additive in die Schleifmittellösung im abschließenden Schritt eingeführt werden oder können sogar in einer abschließenden Spülung der Struktur 100 eingesetzt werden, um diese Defekte zu entfernen. Es können dennoch Additive in Form von organischen Verbindungen auf dem Substrat verbleiben und können ein Ablösen der weiteren Schichten, die auf der Damaszener-Struktur 100 abzuscheiden sind, bewirken. Ein weiteres Problem beim chemisch mechanischen Polieren der Struktur 100 besteht in der Korrosion von Kupfer, die durch die in die letzte Schleifmittellösung oder bei einer anschließenden Spülungsbehandlung eingeführten Additive noch verstärkt werden kann. Eindringende bzw. Grübchen bildende Korrosion stellt jedoch eine ernsthafte Beeinträchtigung der Zuverlässigkeit dar, da das Abscheiden nachfolgender Schichten beeinträchtigt und die elektrischen Eigenschaften der Kupferleitungen verschlechtert werden.
  • Die Patentanmeldung US 2002/0115284 A1 offenbart die Verwendung einer Wasserstoffperoxidlösung zum Reinigen einer Kupfer-Damascenerstruktur, um CMP- Rückstände zu entfernen, wobei die Prozesstemperatur in einem Bereich von 30–40°C gehalten wird, um das Kupfer nicht allzu sehr zu korrodieren.
  • Die Patentanmeldung US 2002/0155681 A1 offenbart ein Verfahren zum Entfernen von Verunreinigen von Substratoberflächen, z. B. von Kupferoberflächen, nach einem CMP, wobei eine wässrige Lösung verwendet werden kann, die Ozon in einer Konzentration von 10 bis 200 ppm und Wasserstoffperoxid mit der 2–4-fachen Konzentration aufweist.
  • Die Patentanmeldung JP 2001-308053 A offenbart ein Verfahren zum Reinigen von Kupferleitungen mit Wasser, das 0,1–0,6 Gew.-% Wasserstoffperoxid enthält, um Leitungen bereitzustellen, die frei von metallischen Verunreinigungen sind.
  • Die nach dem CMP sehr reaktionsfreudige Kupferoberfläche kann durch die offenbarten Verfahren jedoch nicht ausreichend vor eindringender bzw. Grübchen bildender Korrosion geschützt werden.
  • Angesicht der zuvor erläuterten Probleme ist es daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Prozesssequenz bereit zu stellen, die eine eindringende bzw. Grübchen bildende Korrosion der Kupferoberfläche nach dem CMP verhindert oder zumindest weiter reduziert.
  • ÜBERBLICK ÜBER DIE ERFINDUNG
  • Im Allgemeinen richtet sich die vorliegende Erfindung an ein Verfahren zum Verringern der Kupferkontamination durch Additive, die Korrosion und/oder die Herstellung anschließender Schichten negativ beeinflussen, wobei diese Additive während der Behandlung oder dem Spülen des Substrats, beispielsweise während und nach dem chemisch mechanischen Poliervorgang, eingeführt werden. Dazu wird vor dem Trocknen des Substrats für die weitere Verarbeitung eine Spülbehandlung durchgeführt mit einem oxidierenden Mittel, so dass organische Kontaminationsstoffe entfernt werden können, und die Kupferoberfläche wird in konsistenter Weise über die Strukturmuster und über das gesamte Substrat hinweg oxidiert. Folglich ist die Verwendung organischer Additive, etwa von Korrosionsinhibitoren, Oberflächenreaktionsmitteln und Komplexen chemischen Mitteln, die momentan in fortschrittlichen CMP-Prozessen als notwendig erachtet werden, dennoch möglich, ohne ungebührlich nachfolgende Prozesse nachteilig zu beeinflussen. Somit kann die Defektrate deutlich reduziert werden, wobei die oxidierte Kupferoberfläche eine zuverlässigere Basis für nachfolgende Abscheideprozesse liefert, da das Entfernen einer zusammenhängenden Oxidoberfläche ein deutlich zuverlässigerer und reproduzierbarerer Prozess als das Entfernen korrodierter Oberflächenbereiche ist.
  • Insbesondere wird die Aufgabe der vorliegenden Erfindung durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 gelöst.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Weitere Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind in den angefügten Patentansprüchen definiert und gehen aus der folgenden detaillierten Beschreibung hervor, wenn diese mit Bezug zu den begleitenden Zeichnungen studiert wird; es zeigen:
  • 1 eine schematische Querschnittsansicht eines Teils einer Damaszener-Struktur nach Abschluss eines konventionellen CMP-Prozesses; und
  • 2 schematisch eine CMP-Station in vereinfachter Weise, die zum Ausführen der vorliegenden Erfindung geeignet ist.
  • Detaillierte Beschreibung
  • Obwohl die vorliegende Erfindung mit Bezug zu den Ausführungsformen beschrieben ist, wie sie in der folgenden detaillierten Beschreibung sowie in den Zeichnungen gezeigt sind, sollte es selbstverständlich sein, dass die folgende detaillierte Beschreibung sowie die Zeichnungen nicht beabsichtigen, die vorliegende Erfindung auf die speziellen anschaulichen offenbarten Ausführungsformen einzuschränken, sondern die beschriebenen anschaulichen Ausführungsformen stellen lediglich beispielhaft die diversen Aspekte der vorliegenden Erfindung dar, deren Schutzbereich durch die angefügten Patentansprüche definiert ist.
  • Es sollte beachtet werden, dass in den folgenden anschaulichen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung auf einen chemisch mechanischen Poliervorgang als einem typischen Beispiel einer "Nass"-Behandlung eines Metall enthaltenden Substrats Bezug genommen wird, wobei die Verwendung organischer Additive zur Erzielung einer verbesserten Wirkung der Nass-Behandlung erforderlich ist. Das Prinzip der vorliegenden Erfindung kann jedoch auch auf beliebige Nass- chemische Ätztechniken und dergleichen angewendet werden, die für das Verarbeiten von Kupfer enthaltenden Substraten in Betracht gezogen werden.
  • 2 zeigt schematisch in sehr vereinfachter Weise eine CMP-Station 200, die zum Ausführen der vorliegenden Erfindung geeignet sein kann. Die CMP-Station 200 umfasst drei CMP-Einheiten 210, 220 und 230, die unabhängig voneinander arbeiten können. Jede der CMP-Einheiten 210, 220 und 230 umfasst einen Polierkopf mit einem geeigneten Antriebsmittel. Die Polierköpfe 201 sind so ausgebildet, um ein zu polierendes Substrat 240 aufzunehmen, in Position zu halten und zu transportieren. Ferner umfassen die CMP-Einheiten 210, 220 und 230 jeweils einen Polierteller mit einem darauf vorgesehenen Polierkissen 202 und einem Kissenkonditionierer 203 sowie einen Flüssigkeitsapplikator 204 zum Zuführen eines benötigten Fluids, etwa einer Schleifmittellösung, zu dem Polierkissen 202. Es sollte beachtet werden, dass die CMP-Station 200 äußerst komplex ist und für gewöhnlich diverse Antriebsmittel zum Antreiben der Polierkissen 202 relativ zu den Polierköpfen 201, wie dies durch die entsprechenden Pfeile angedeutet ist, aufweisen. Ferner sind der Polierkopf 201 und das zugehörige Antriebsmittel so gestaltet, um den Substrattransport von einer CMP-Einheit zu einer weiteren zu bewerkstelligen, so dass ein Substrat der Reihe nach von den CMP-Stationen 210, 220 und 230 prozessiert wird. Ferner sind die Polierköpfe 201 typischerweise so gestaltet, um das Ausüben einer spezifizierten Andruckskraft auf ein daran angebrachtes Substrat zu ermöglichen, oder in modernen CMP-Anlagen ermöglichen es die Polierköpfe 201, dass unterschiedliche Andruckskräfte auf unterschiedliche Substratbereiche ausgeübt werden.
  • Während des Betriebs wird ein Substrat 240 mit Kupfer enthaltenden Oberflächenbereichen, die zu polieren sind, etwa eine Damaszener-Struktur, wie sie zuvor mit Bezug zu 1 beschrieben ist, zu der CMP-Einheit 210 zugeführt. Prozessparameter, etwa die Größe der Relativgeschwindigkeit zwischen dem Polierkissen 202 und dem Polierkopf 201, die ausgeübte Andruckskraft, die Art der durch den Flüssigkeitsapplikator 204 zugeführten Schleifmittellösung, der Polierzeit und dergleichen, werden entsprechend dem spezifizierten Prozessrezept eingestellt. Wie zuvor angemerkt wurde, werden typischerweise zumindest zwei Polierschritte ausgeführt, um überschüssiges Material von einer Metallisierungsschicht, etwa der Damaszener-Struktur 100, zu entfernen. Nach Abschluss der ersten Phase des CMP-Prozesses wird das Substrat 240 zu der CMP-Einheit 220 transportiert, um einen weiteren Polierschritt entsprechend dem spezifizierten Prozessrezept unterworfen zu werden. Wenn der in der Prozesseinheit 220 ausgeführte Schritt der letzte Prozess in der Poliersequenz ist, wird typischerweise die Schleifmittellösungszusammensetzung so gewählt, um die Einkerbung von Kupfergräben, etwa der Gräben 105, 103, zu minimieren und um die Korrosion der freigelegten Kupferoberflächen zu reduzieren. Wie zuvor erläutert ist, werden typischerweise ein oder mehrere organische Additive hinzugefügt, die in anschließenden Spülbehandlungen nicht vollständig entfernbar sind. Abhängig von dem Prozessrezept kann das Substrat 240 zu der CMP-Einheit 230 transportiert werden, um eine Spülbehandlung auszuführen, um damit Partikel und/oder Additive von der Substratoberfläche zu entfernen. Im Gegensatz zu konventionellen Prozessrezepten wird in einer erfindungsgemäßen Ausführungsform eine Spülbehandlung in der CMP-Einheit 230 ausgeführt, wobei zumindest in einer abschließenden Phase der Spülbehandlung ein oxidierendes Mittel durch den Flüssigkeitsapplikator 204 zugeführt wird, so dass zusätzlich zum Entfernen der organischen Verbindungen die freigelegten Kupferoberflächen in konsistenter Weise oxidiert werden, so dass damit die Oberflächenbereiche des Kupfers passiviert werden und im Wesentlichen eindringende Korrosion des Kupfers vermieden wird. In einer Ausführungsform wird eine Wasserstoffperoxidlösung mit 1,0–5,0 Gew.-% Wasserstoffperoxid in deionisiertem Wasser zu dem Polierkissen 202 zugeführt.
  • Eine Behandlung im Bereich von ungefähr 10–30 Sekunden bei Anwendung der Wasserstoffperoxidlösung stellt eine im Wesentlichen vollständige Oxidation der freigelegten Kupferbereiche etwa der Oberflächenbereiche der Gräben 105, 103 der Struktur 100, sicher. Üblicherweise wird eine Andruckskraft, die auf das Substrat 240 während dem Spülen des Substrats mit der Wasserstoffperoxidlösung ausgeübt wird, verringert im Vergleich zu der Andruckskraft, die während der Poliersequenz ausgeübt wird. Typischerweise wird eine Andruckskraft, die auf das Substrat 240 während des Spülens ausgeübt wird, im Bereich von ungefähr 100 Newton bis 1000 Newton gehalten. Nach Abschluss des Spülzyklus wird das Substrat 240 von der CMP-Station 200 entfernt und wird getrocknet, so dass das Substrat 240 für weitere Prozesse, etwa das Abscheiden weiterer Materialschichten, freigegeben wird. Aufgrund der im Wesentlichen vollständig oxidierten Kupferoberflächenbereiche kann eine eindringende bzw. Grübchen bildende Korrosion im Wesentlichen vermieden werden und die Wirksamkeit der nachfolgenden trockenen Reinigungsprozesse, die zum Bereitstellen einer im Wesentlichen reinen Kupferoberfläche erforderlich sind, ist deutlich verbessert, da eine zusammenhängende Kupferoxidschicht zuverlässiger abgetragen werden kann, als lokale Bereiche mit eindringender Korrosion. Somit kann die Bauteilzuverlässigkeit deutlich verbessert werden, indem die Beeinträchtigung der Leitfähigkeit der Kupferleitungen und das Ablösen nachfolgender abgeschiedener Materialschichten reduziert wird.
  • Gegebenfalls wird der pH-Wert der Spüllösung mit dem Wasserstoffperoxid auf ungefähr 4 oder höher eingestellt, um das Ausbilden einer äußerst passivierenden Kupferoxidschicht auf freigelegten Kupferoberflächenbereichen zu fördern.
  • In einer Ausführungsform kann es hinsichtlich einer reduzierten Prozesszeit vorteilhaft sein, die Spüllösung bei erhöhter Temperatur im Bereich von ungefähr 40–65°C bereit zu stellen. Somit kann eine Spülzeit von ungefähr 5–15 Sekunden ausreichend sein, um im Wesentlichen vollständig die freigelegten Kupferoberflächenbereiche zu oxidieren. Die Entfernung von Partikeln und das weitere Spülen können vor und/oder nach dem Spülen mit einem oxidierenden Mittel entsprechend den Prozesserfordernissen ausgeführt werden.
  • Es gilt also, dass die vorliegende Erfindung es ermöglicht, effektiv organische Verbindungen zu entfernen, die in konventioneller Weise zur Kupferkontamination in anschließenden Abscheideprozessen führen, während gleichzeitig die freigelegten Kupferoberflächenbereiche oxidiert werden. Durch Bereitstellen einer im Wesentlichen vollständig oxidierten Kupferoberfläche können daher anschließende Abscheidesequenzen, die vorhergehende Reinigungsprozesse zum Bereitstellen einer reinen Kupferoberfläche benötigen, in effizienterer und zuverlässigerer Weise ausgeführt werden. Somit ist die Bauteilleistungsfähigkeit und die Zuverlässigkeit deutlich erhöht.
  • Weitere Modifikationen und Variationen der vorliegenden Erfindung werden für den Fachmann angesichts dieser Beschreibung offenkundig. Folglich ist diese Beschreibung als lediglich anschaulich und für die Zwecke gedacht, dem Fachmann die allgemeine Art und Weise des Ausführens der vorliegenden Erfindung zu vermitteln. Selbstverständlich sind die hierin gezeigten und beschriebenen Formen der Erfindung als die gegenwärtig bevorzugten Ausführungsformen zu betrachten.

Claims (2)

  1. Verfahren zum Einebnen einer Kupfer enthaltenden Oberfläche eines Substrats, wobei das Verfahren umfasst: chemisch mechanisches Polieren der Oberfläche, um überschüssiges Kupfer zu entfernen; und Spülen des Substrats mit einem oxidierenden Mittel, wobei das oxidierende Mittel Wasserstoffperoxid in einer Lösung mit einer Konzentration von 1,0–5,0 Gew.-% aufweist, und wobei Spülen des Substrats mit dem oxidierenden Mittel das Bereitstellen des oxidierenden Mittels bei einer erhöhten Temperatur von 45–65°C umfasst, um auf den freigelegten Kupferbereichen eine durchgehende Kupferoxidschicht zu bilden, und wobei das Spülen des Substrats als ein abschließender Nass-Behandlungsschritt in einer CMP-Station ausgeführt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei Spülen des Substrats mit einem oxidierenden Mittel für eine Zeitdauer von 5–30 Sekunden ausgeführt wird.
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