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Durchführungsbauelement, Filterschaltung mit
dem Durchführungsbauelement
und Schirmwand für
geschirmte Räume
Die Erfindung betrifft ein elektrisches Durchführungsbauelement, das einen
Kondensator enthält.
Ferner betrifft die Erfindung eine Filterschaltung mit dem Durchführungsbauelement. Ferner
betrifft die Erfindung eine Schirmwand für geschirmte Räume.
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Es sind Durchführungsbauelemente aus der Druckschrift
DE 198 35 843 C2 bekannt,
bei denen eine Durchführung
in einem HFdichten Gehäuse
vorgesehen ist und bei denen ein Kondensator direkt mit der Durchführung und
mit dem Gehäuse
verbunden ist, um hochfrequente, durch die Durchführung laufende
Störungen
gegen die mit dem Gehäuse
verbundene Erde abzuleiten. Solche Durchführungskondensatoren zur Entstörung von
Netzleitungen haben den Nachteil, daß, bedingt durch die Kapazität des Kondensators,
auch ein Blindstrom erzeugt wird, der dann über die Erdung des Gehäuses abgeleitet
werden muß.
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Der Blindstrom wird erzeugt durch
die dauernd beziehungsweise quasi dauernd auf der Durchführung anliegende
Nutzfrequenz, die beispielsweise der Netzfrequenz im Bereich von
50 Hz entspricht.
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Dadurch kann ein solches Bauteil
nur eingeschränkt
eingesetzt werden, da zum Beispiel der Betrieb von Fehlerstromschutzschaltern
vor solchen Durchführungskondensatoren
nicht möglich
ist oder einschlägige
Sicherheitsnormen deren Einsatz verbieten.
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Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
Durchführungsbauelement
anzugeben, bei dem das Auftreten von Blindströmen im Bereich des Gehäuses vermindert
ist.
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Diese Aufgabe wird gelöst durch
ein Durchführungsbauelement
gemäß Patentanspruch
1. Vorteilhafte Ausführungen
des Durchführungsbauelements,
eine Filterschaltung mit dem Durchführungsbauelement sowie eine
Schirmwand für
geschirmte Räume
sind den weiteren Ansprüchen
zu entnehmen.
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Es wird ein Durchführungsbauelement
angegeben, das mit einem Gehäuse
versehen ist. Ferner ist das Bauelement mit einer durch das Gehäuse geführten Durchführung versehen.
Die Durchführung
ist elektrisch leitend und tritt vorzugsweise an einer Stelle des
Gehäuse
in das Gehäuse
ein und tritt an der der Eintrittsstelle gegenüberliegenden Stelle des Gehäuses wieder
aus dem Gehäuse
aus. Vorteilhafterweise verläuft
die Durchführung
geradlinig durch das Gehäuse
hindurch.
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Es ist ferner eine Reihenschaltung
aus zwei Kondensatoren vorgesehen. Die Reihenschaltung ist zwischen
der Durchführung
und dem Gehäuse
des Bauelements geschaltet. Am Mittelabgriff der Reihenschaltung
ist ein Leiter kontaktiert, der aus dem Gehäuse herausgeführt ist.
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Das Durchführungsbauelement hat den Vorteil,
daß durch
den beschriebenen Aufbau der Reihenschaltung aus zwei Kondensatoren
und dem Mittelabgriff eine Frequenzweiche realisiert werden kann.
Durch geeignete Wahl der Kapazitäten
der beiden Kondensatoren gelingt es, Frequenzen, die im Bereich
der Nutzfrequenz liegen, über
den Mittelabgriff der Reihenschaltung abzuleiten, während Frequenzen,
die im Bereich der Störfrequenzen
liegen, über
beide Kondensatoren auf das Gehäuse
abgeleitet werden können.
Das Auftreten hoher Blindströme im
Gehäuse,
welche im allgemeinen durch die Nutzfrequenz, welche beispielsweise
im Bereich von 50 Hz liegt, erzeugt werden, kann durch Ableiten
dieser Frequenzen durch den Leiter vermindert werden.
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Es wird darüber hinaus eine Filterschaltung angegeben
mit einem Bauelement der soeben beschriebenen Art, wobei die Durch führung mit
einer Phase, der Leiter mit einem Null-Leiter und das Gehäuse mit
einer Erde leitend verbunden ist. Die Durchführung ist also mit der Phase
verbunden, während
der Leiter, der zur Ableitung der über dem ersten Kondensator
liegenden Signale gedacht ist, auf dem Potential des Nulleiters
der Schaltung liegt. Daher kann der vorwiegend durch die Nutzfrequenzen
hervorgerufene Blindstrom über
den Nulleiter abgeleitet werden, wodurch eine Belastung der Erdung
vermindert wird.
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Da wiederum die auftretende Spannung
zwischen Nulleiter und der Erdung sehr niedrig ist (im Idealfall
0V), entstehen dementsprechend sehr niedrige Ableitströme, die
sogar bis hin zur völligen
Ableitstromfreiheit reichen können.
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Das beschriebene Bauelement kann
sehr universell eingesetzt werden, sowohl in einphasigen als auch
in – dann
in entsprechender Vielzahl – mehrphasigen
Filtern. Dadurch sinkt die Teilevielfalt bei der Herstellung von
EMV-Filtern.
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Es ist vorteilhaft, wenn die Kapazität des Kondensators,
der direkt mit dem Gehäuse
verbunden ist, kleiner ist als die Kapazität des Kondensators, der direkt
mit der Durchführung
verbunden ist. Dadurch gelingt es, die niederfrequenten Nutzströme über den
Mittelabgriff abzuleiten, während
hochfrequente Störungen über das
Gehäuse
des Durchführungsbauelement
abgeleitet werden können.
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Desweiteren kann es zur Realisierung
einer einfach herzustellenden, symmetrischen Bauweise, die darüber hinaus
auch noch kompakt ist, vorgesehen sein, daß die Kondensatoren Wickelkondensatoren
sind, deren Wickel um die Durchführung
herum angeordnet sind.
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Es können darüber hinaus zwei Wickelkondensatoren
konzentrisch zueinander angeordnet sein. Alternativ dazu können auch
zwei Wickelkondensatoren nebeneinander auf der Durchführung angeordnet
sein.
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Es ist darüber hinaus vorteilhaft, wenn
das Bauelement eine oder mehrere Induktivitäten enthält, die mit den Kondensatoren
im Bauelement verschaltet sind.
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Beispielsweise kann eine Induktivität in Reihe
zur Durchführung
geschaltet sein. Darüber
hinaus kommt es auch in Betracht, eine Induktivität in Reihe zum
Leiter zu schalten.
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Darüber hinaus ist ein Bauelement
vorteilhaft, das eine weitere Reihenschaltung von zwei Kondensatoren
umfaßt,
die zwischen der Durchführung
und dem Gehäuse
geschaltet ist, und bei der zwischen den Verbindungspunkten der
Reihenschaltungen mit der Durchführung
eine Induktivität
geschaltet ist, und bei der zwischen den Mittelabgriffen der Reihenschaltungen
eine weitere Induktivität
geschaltet ist. Dadurch gelingt die Realisierung eines n-Filters,
welches den Vorteil noch besserer Filtereigenschaften aufweist.
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Eine Induktivität kann vorteilhaft durch einen um
die Durchführung
und gegebenenfalls um den Leiter herum angeordneten Ringkern gebildet
sein. Ein solcher Aufbau hat den Vorteil, daß für die Induktivität wenig
Platz beansprucht wird.
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Es wird darüber hinaus eine Schirmwand
für ein
geschirmtes Volumen angegeben, an der ein Bauelement der oben beschriebenen
Art durch Verschraubung des Gehäuses
mit der Wand auf der geschirmten Seite der Wand befestigt ist. Beispielsweise
kommt in diesem Zusammenhang eine Anwendung in Magneto-Resonanz-Räumen (Kernspintomographie)
in Betracht, wobei in diese Räume
Strom für
die Beleuchtung und für
Steckdosen durch die Schirmwand geführt werden müssen. Jede
Phase kann dabei durch ein beschriebenes Durchführungsbauelement gegenüber hochfrequenten
Störungen abgesichert
werden.
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Beim Einsatz in Filterschaltungen
oder Geräten
kann das Durchführungsbauelement
zur Erhöhung
der Stromtragfähigkeit
auch in Parallelschaltung betrieben werden.
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Beim Einsatz in Filterschaltungen
oder Geräten
mit mehrphasiger Stromzuführung
kann für
jeden Phasenanschluß ein
oder mehrere Durchführungsbauelemente
verwendet werden. Dadurch wird ein Modularaufbau realisiert, der
die Teilevielfalt reduziert und die Flexibilität beim Einsatz der Bauelemente
erhöht.
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Desweiteren kann die mechanische
Gestaltung des Durchführungsbauelements
so ausgeführt werden,
daß es
kompatibel zu bekannten Durchführungsbauelementen
nach dem oben beschriebenen Stand der Technik ist. Dadurch wird
die Umrüstung von
Geräten
auf das hier beschriebene Durchführungsbauelement
ohne weiteren Aufwand nachträglich
ermöglicht.
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Im folgenden wird die Erfindung anhand
von Ausführungsbeispielen
und den dazugehörigen
Figuren näher
erläutert.
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1 zeigt
ein Durchführungsbauelement teils
in einem Längsschnitt,
teils in einer Draufsicht.
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2 zeigt
ein Ersatzschaltbild für
ein Bauelement nach 1.
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3 zeigt
ein Durchführungsbauelement, teils
in einem Längsschnitt,
teils in einer Draufsicht.
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4 zeigt
ein Ersatzschaltbild für
ein Bauelement nach 3.
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5 zeigt
ein Ersatzschaltbild für
ein Durchführungsbauelement,
das als n-Filter ausgeführt
ist.
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6 zeigt
eine Filterschaltung mit zwei Durchführungsbauelement.
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7 zeigt
eine Anordnung von Durchführungsbauelementen
für den
Einsatz bei geschirmten Räumen.
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8 zeigt
ein Ersatzschaltbild für
die Anordnung von Durchführungsbauelementen
gemäß 7.
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1 zeigt
ein Durchführungsbauelement, bei
dem rotationssymmetrisch um eine Durchführung 2 ein Gehäuse 1 angeordnet
ist. Die Durchführung 2 hat
die Form eines massiven metallischen Bolzens, der stellenweise mit
einem Gewinde versehen ist. Mit Gewinde versehene Abschnitte des
Bolzens 2 sind mit Muttern 16 versehen. Mit Hilfe
dieser Muttern 16 kann das Bauelement in einem Filteraufbau
angeschlossen werden.
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Das Gehäuse 1 besteht aus
Metall, zum Beispiel Messing, Kupfer oder Stahl, vorzugsweise aus Aluminium,
und dient der hochfrequenten Abschirmung des Bauelements nach außen. Ferner
ist das Gehäuse 1 an
einer Engstelle des Gehäuses 1 nach innen
mit einer Abdichtung 15a gegen Feuchte abgedichtet, welche
zum Beispiel eine Vergußmasse
oder ein PU-Kleber sein kann.
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Das Gehäuse 1 hat die Form
eines zur linken Seite hin offenen Topfes, wobei die linke offene
Seite durch eine Vergußmasse 15 gegenüber Feuchte
verschlossen ist.
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Das Gehäuse 1 ist in einem
verjüngten
Abschnitt mit einem Gewinde versehen, auf das eine Mutter 17 geschraubt
ist. Mittels der Mutter 17 kann das Durchführungsbauelement
in einem Filteraufbau montiert werden.
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Darüber hinaus ist das Gehäuse 1 dicht
gegenüber
Feuchtigkeit und weiteren klimatischen Beeinflussungen.
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Im Innern des Gehäuses 1 sind zwei Kondensatoren
C1 und C2 angeordnet. Es handelt sich hierbei um Wickelkondensatoren,
die konzentrisch zueinander und zur Durchführung 2 angeordnet
sind. Über
ein Verbindungselement 18, welches beispielsweise ein metallisches
Blech sein kann, sind die Kondensatoren C1, C2 elektrisch leitend
miteinander verbunden. Der Kondensator C1 ist darüber hinaus
mit der Durchführung 2 elektrisch
leitend verbunden. Der Kondensator C2 ist auf der gegenüberliegenden
Seite mit dem Gehäuse 1 elektrisch
leitend verbunden. Mit dem Mittelabgriff 51 zwischen den
beiden Kondensatoren Cl, C2 ist ein Leiter 4 verbunden,
der elektrisch leitend ist und der aus dem Gehäuse 1 nach außen herausgeführt ist.
Die äußere Beschaltung
des Durchführungsbauelements
ist gegeben durch das linke Ende der Durchführung, Anschluß A1 sowie
das rechte Ende der Durchführung,
Anschluß A2.
Darüber
hinaus gibt es noch den Anschluß B,
der durch den aus dem Gehäuse 1 herausgeführten Leiter 4 gebildet
ist. Ein weiterer Anschluß E
wird gebildet durch das Gehäuse 1.
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Unter Bezugnahme auf die Anschlüsse A1, A2,
B, E in 1 und auf die
Kondensatoren Cl, C2 in 1 wird
in 2 das Ersatzschaltbild
zu dem in 1 dargestellten
Bauelement gezeigt. Es ist gezeigt die elektrisch leitende Verbindung,
die gebildet wird durch die Durchführung 2 und die die
Anschlüsse
A1, A2 miteinander verbindet. Es ist ferner gezeigt eine erste Reihenschaltung 3 von
Kondensatoren Cl, C2. Die Reihenschaltung 3 ist am Verbindungspunkt P1
mit der Durchführung 2 elektrisch
leitend verbunden. Die Reihenschaltung 3 ist auf der P1
gegenüberliegenden
Seite mit dem Anschluß E
verbunden. Der Mittelabgriff 51 zwischen den beiden Kondensatoren
C1, C2 ist mit dem Leiter 4 verbunden, der außerhalb
des Gehäuses
den Anschluß B
bildet. Mittels des Verbindungselements 18 sind die beiden
Kondensatoren C1, C2 elektrisch leitend zur Bildung einer Reihenschaltung
miteinander verbunden. Geeignete Kapazitäten für die Kondensatoren C1, C2
sind zum Beispiel: C1 = 4 μF;
C2 = 0,5 μF.
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Der Kondensator C1 ist mit seiner
Kapazität von
4 μF dafür geeignet,
eine kleine Impedanz für
die Nutzfrequenzen, die beispielsweise bei 50 Hz liegen, zu bilden.
Der Kondensator C2 ist mit seiner Kapazität von 0,5 μF dafür geeignet, für die Nutzfrequenz eine
hohe Impedanz zu bilden. Gleichzeitig wird durch den Anschluß B der
Kondensator C2 auf einem niedrigen Spannungspotential gehalten,
weswegen die Nutzfrequenz nicht zum Anschluß E sondern bevorzugt zum Anschluß B abgeleitet
wird. Dadurch kann erreicht werden, daß der Anschluß E nur
in sehr geringem Umfang mit Blindströmen, die von der Nutzfrequenz
herrühren,
belastet wird.
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Darüber hinaus ist der Kondensator
C1 beziehungsweise die Reihenschaltung der Kondensatoren C1 und
C2 dazu geeignet, für
ein EMV (Elektromagnetische Verträglichkeit)-Störsignal
in einem Frequenzbereich von 1 MHz eine sehr kleine Impedanz zu
bilden, da in der Reihenschaltung der Kapazitäten die Gesamtkapazität von der
sehr kleinen Kapazität C2
dominiert wird. Dadurch kann das Störsignal sehr leicht gegen Anschluß E abgeleitet
werden, und der Anschluß B
erhält
nur einen sehr geringen Anteil des Störsignals.
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3 zeigt
ein Durchführungsbauelement
in analoger Weise wie 1,
mit dem Unterschied, daß zur
Bildung von zwei Induktivitäten
noch ein Ringkern 7 innerhalb des Gehäuses 1 angeordnet
ist. Der Ringkern 7 ist mittels Vergußmasse fixiert und nach außen hin
abgedichtet. Der Ringkern 4 besteht vorzugsweise aus Carbonyleisen
und ist vorzugsweise weichmagnetisch. Durch den Ringkern 7 werden
Induktivitäten
für alle
im Inneren des Ringkerns 7 verlaufende elektrische Leiter
gebildet. Es wird also eine Induktivität gebildet durch die Durchführung 2 in
Verbindung mit dem Ringkern 7. Es wird ferner eine Induktivität gebildet
durch den Leiter 4 in Verbindung mit dem Ringkern 7.
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In analoger Weise zu 2 ist auch in 4 ein Reihenschaltbild für das in 3 dargestellte Bauelement
ge zeigt. Die Anschlüsse
A1, A2 werden miteinander verbunden durch die Durchführung 2.
In Reihe zur Durchführung 2 ist
eine erste Induktivität L1
geschaltet. Diese Induktivität
L1 wird gebildet durch die Durchführung 2 zusammen mit
dem Ringkern 7 aus 3.
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Es ist darüber hinaus eine Schaltung von Kondensatoren
C1, C2 gezeigt, die in analoger Weise zu der in der 2 dargestellten Weise mit den Anschlüssen A1,
A2, B und E verschaltet ist. Zusätzlich
zu der in 2 gezeigten
Schaltung gibt es noch eine Induktivität L2, die in Reihe zum Leiter 4 gebildet ist.
Die Induktivität
L2 ist dabei geschaltet zwischen dem Mittelabgriff 51 zwischen
den Kondensatoren C1, C2 und dem Anschluß B. Durch die in 4 dargestellte Schaltung
wird eine LC-Filterschaltung realisiert, die eine bessere Dämpfung aufweist,
als eine Schaltung gemäß 2.
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Eine weitere Ausführungsform des Durchführungsfilters,
diesmal nur im Hinblick auf das Schaltbild, ist in 5 gezeigt. Dabei ist analog zu 2 und 4 eine Verbindung der Anschlüsse A1,
A2 durch eine Durchführung 2 realisiert.
Es gibt ferner eine erste Reihenschaltung 3 von Kondensatoren
C1, C2 sowie eine zweite Reihenschaltung 6 von Kondensatoren
C3, C4. Jede der Reihenschaltungen 3, 6 ist an
einem Verbindungspunkt P1 beziehungsweise P2 mit der Durchführung 2 elektrisch
leitend verbunden. Den Verbindungspunkten P1, P2 ist in Reihe zur
Durchführung 2 eine
Induktivität
L1 geschaltet. Die Induktivität
L1 kann beispielsweise ausgeführt
sein wie in der in 3 beschriebenen
Art und Weise.
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Darüber hinaus ist eine weitere
Induktivität L2
vorgesehen, die in Reihe zur Verbindung zwischen den Mittelabgriffen 51, 52 der
Reihenschaltungen 3, 6 geschaltet ist. Die Induktivität L2 kann
ausgeführt
sein entsprechend der in 3 dargestellten Art
und Weise durch Durchführen
des Leiters 4 durch einen Ringkern 7. An den gegenüberliegenden
Seiten der Verbindungspunkte P1, P2 liegenden Anschlüsse der
Reihen schaltungen 3, 6 sind jeweils mit Anschluß E verbunden.
Die Mittelabgriffe 51, 52 sind mittels der Induktivität L2 miteinander
verbunden, wobei der Mittelabgriff 51 über den Leiter 4 mit
dem äußeren Anschluß B verbunden
ist.
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Durch die in 5 dargestellte Schaltung wird ein n-Filter
realisiert, das besonders gute Filtereigenschaften zur Entstörungen von
elektromagnetischen Störungen
bei Filterschaltungen erlaubt.
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Die Nutzfrequenz liegt im Bereich
von 50 Hz, während
die Störfrequenzen
im Bereich von > 1
MHz liegen. Geeignete Werte für
C1, C2, C3, C4 und L1 und L2, um bei den Frequenzen 50 Hz/1
MHz eine geeignete Frequenzweiche beziehungsweise ein geeignetes
n-Filter gemäß 4 beziehungsweise 5 zu erhalten, liegen bei
folgenden Werten: C1 = C3 = 4 μF;
C2 = C4 = 0,5 μF;
L1 = L3 = 360 nH.
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6 zeigt
ein Netzleitungsfilter, das zur Entstörung von Netzleitungen verwendet
werden kann. Das Netzleitungsfilter aus 6 zeichnet sich durch eine hohe Stördämpfung aus.
Das Netzleitungsfilter ist mit einer Phase PL1 versehen, die jeweils
an der Primär-
beziehungsweise an der Sekundärseite
des Filters angeschlossen werden kann. Darüber hinaus ist das Filter mit
einem Anschluß für einen
Null-Leiter N versehen. Darüber
hinaus ist das Filter mit einem Anschluß für die Erde versehen. Jeweils
auf der Primär-
und auf der Sekundärseite
ist in Reihe zur Phase PL1 ein Durchführungsbauelement 8, 9 geschaltet,
wodurch eine wirksame Entstörung der
PL1 erzielt werden kann. Der aus den Durchführungsbauelementen 8, 9 herausgeführte Leiter 4 ist mit
dem Null-Leiter N elektrisch leitend verbunden. Ferner ist jeweils
das Gehäuse 1 der
Durchführungsbauelemente 8, 9 mit
einer Schirmung des Filters verbunden, welche wiederum mit der Erde
verbunden ist. Das Ausführungsbeispiel
aus 6 zeigt den Einsatz
des Durchführungsbauelements
in einem einphasigen Netzleitungsfilter mit hoher Sperrdämpfung.
Bei der Schaltung gemäß 6 wer den die hochfrequenten
Signale (EMv-Störungen) über die beiden
Kondensatoren der jeweiligen Durchführungsbauelemente 8, 9 niederinduktiv
zum Gehäuse 1 beziehungsweise
zur Erde abgeleitet. Niederfrequente Ableitströme werden dagegen über Leiter 4 in das
elektrische System beziehungsweise zum Null-Leiter N zurückgeführt.
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7 zeigt
den Einsatz von Durchführungsbauelementen 11, 12, 13, 14 bei
der Einführung
von Stromversorgungen in Magneto-Resonanz-Räumen, wie sie beispielsweise
für die
Anwendung in der Kernspintomographie verwendet werden. Dabei ist eine
Schirmwand 10 vorgesehen, die elektrisch leitfähig ist
und die beispielsweise aus Aluminium besteht. Die Schirmwand 10 ist
verbunden mit einer Erde. Vier Durchführungsbauelemente 11, 12, 13 sowie ein
Durchführungselement 14,
die gemäß dem Beispiel
aus 1 aufgebaut sein
können
sind durch Verschraubung mit Muttern 1711, 1712, 1713, 1714, die
der Mutter 17 aus 1 entsprechen,
mit der Schirmwand 10 verschraubt. Jedes Durchführungsbauelement
bildet auf seiner rechten Seite einen Anschluß für eine Phase PLl, PL2, PL3
beziehungsweise für
einen Null-Leiter N. Hierfür
sind Muttern 1611, 1612, 1613 und 1614 vorgesehen,
an denen elektrische Kontaktierungen zu den Durchführungen
der Durchführungsbauelemente
hergestellt werden können.
Entsprechend sind auf der der Eingangsseite gegenüberliegenden
Seite Durchführungsbauelemente 11, 12, 13, 14 weitere
Muttern zur Herstellung von Kontaktierungen angeordnet. Die Verschraubung
der Durchführungsbauelemente 11, 12, 13, 14 ist
dabei auf der geschirmten Seite durchgeführt. Jedes Durchführungsbauelement 11, 12, 13 ist
mit Leitern 411, 412, 413 versehen, die
zu einem Leiter 400 zusammengefaßt werden und die mit der Durchführung des
Durchführungsbauelements 14 durch
Verschrauben mittels Muttern verbunden und damit mit dem Null-Leiter
N verbunden sind. Die Schirmwand für ein geschirmtes Volumen kann
aber auch für
geschirmte Geräte
verwendet werden.
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7 zeigt
den Einsatz des Durchführungsbauelements
in einem mehrphasigen System, wobei identische beziehungsweise gleichartige
Durchführungsbauelemente
für jede
Phase zum Einsatz gelangen können,
wodurch die Teilevielfalt reduziert werden kann.
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8 zeigt
ein elektrisches Schaltbild, das durch den in 7 gezeigten Aufbau realisiert wird. Dabei
sind jeweils Phasen PLl, PL2, PL3 durch Durchführungen miteinander verbunden.
Es sind ferner jeweils Reihenschaltungen 311, 312, 313 von Kondensatoren
gezeigt, die einerseits hochfrequente Störungen gegen eine Erde ableiten
können,
und bei denen jeweils an einem Mittelabgriff die niederfrequenten
Räume zum
Null-Leiter N zurückgeführt werden
können.
Ferner ist gezeigt, daß das
unterste Durchführungsbauelement,
welches dem Durchführungsbauelement 14 in 7 entspricht, nur einen einzigen
Kondensator 314 aufweist, der mit der Durchführung und
mit der Erde verbunden ist.
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Die vorliegende Erfindung beschränkt sich nicht
auf Filter für
EMV-Störungen
im Bereich von 1 GHz, sondern kann für Störungen aller Art verwendet werden,
bei denen eine niederfrequente Nutzfrequenz und eine hochfrequente
Störfrequenz
beziehungsweise eine niederfrequente Störfrequenz und eine hochfrequente
Nutzfrequenz voneinander getrennt werden sollen.
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- 1
- Gehäuse
- 2
- Durchführung
- 3,6
- Reihenschaltung
- 4
- Leiter
- 51,52
- Mittelabgriffe
- 7
- Ringkern
- 8,9
- Durchführungsbauelement
- 10
- Schirmwand
-
-
- 11,12,13,14
- Durchführungsbauelement
- 15a
- Abdichtung
- 15
- Vergußmasse
- 16,17
- Mutter
- 18
- Verbindungselement
- 1711,1712,1713,1714
- Mutter
- 1611,1612,1613,1614
- Mutter
- 411,412,413,400
- Leiter
- PL1,PL2,PL3
- Phase
- 311,312,313
- Reihenschaltungen
- 314
- Kondensator
- A1,A2
- Anschluß
- B
- Anschluß
- E
- Anschluß
-
-
- N
- Null-Leiter
- PL
- Phase
- C1,C2,
C3, C4
- Kondensator
- P1,P2
- Verbindungspunkt
- L1,L2
- Induktivität