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Die Erfindung betrifft die Verwendung
bestimmter Flavonoid-Derivate zur Herstellung von Zubereitungen
geeignet zur Prophylaxe und/oder Therapie von Ekzemen und Zubereitungen,
die solche Flavonoid-Derivate enthalten.
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In den Industrienationen ist das
atopische Ekzem laut http://vavivo.lifeline.de (BertelsmannSpringer Medizin
Online GmbH) eine häufige
Erkrankung. Studien haben gezeigt, dass an einem beliebigen Stichtag etwa
2,5 % der europäischen
Gesamtbevölkerung
an juckenden Hautveränderungen
leiden, die durch ein atopisches Ekzem bedingt sind.
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Laut ROCHE Lexikon Medizin, 3. Auflage
sind Ekzeme akute, subakute oder chronische Erkrankung der Oberhaut
mit flächenhaften,
gegenüber
gesunder Haut nicht deutlich abgegrenzten, z.B. als Knötchen-, Bläschen- und Schuppenbildung
mit anfänglichen
und begleitenden Hautrötungen
(Erythem), evtl. mit Verhornungen (Ekzem callosum), und auch mit
Beteiligung tieferer Hautschichten (der Begriff Ekzem ist vom Begriff Dermatitis
nicht eindeutig abgrenzbar und wird im angelsächsischen Sprachraum häufig durch
diesen ersetzt). Übersteigerte
Immunantwort, Abnutzungserscheinungen und Störungen der Haut und ihrer – auf Schweiß- und Talgdrüsentätigkeit
beruhenden – Schutzhüllen ("Barrieren")
sowie Befall mit Erregern (Bakterien, Pilze) können fördernd oder auslösend wirken;
Sonderformen sind das endogene oder konstitutionelle Ekzem (Ekzem atopicum),
das mikrobielle Ekzem (durch Bakterien und Pilze als Ekzematogene)
und das seborrhoische Ekzem (Ekzem seborrhoicum).
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Das atopische Ekzem (Ekzem atopicum;
endogenes Ekzem, essentielles Ekzem, Dermatitis atopica) ist ein
Ekzem infolge anlagebedingter, "konstitutioneller" Überempfindlichkeit
(Atopie), wobei ein bestimmtes Ekzematogen oft nicht feststellbar
ist. Die Hautmanifestationen der "atopischen Diathese" sind hinsichtlich
Reaktionsort und -art vom Lebensalter abhängig: beim Säugling als
Gesichtsekzem (Milchschorf, Säuglingsekzem),
beim Schulkind und Erwachsenen als Neurodermitis, beim Erwachsenen
auch mit eher verstreuten Herden mit Papeln (Prurigo) an Rumpf und
Gliedmaßen;
auch sehr dezente Formen, z.B. Dermatitis sicca; oft von Asthma
oder Rhinokonjunktivitis begleitet.
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Derartige entzündliche Hautveränderungen
werden im allgemeinen mit einem schwach oder mittelstark wirksamen
Glukokortikoid-Präparat
behandelt, um der Entstehung chronischer Hautveränderungen entgegenzuwirken.
Plötzliches
Absetzen des Glukokortikoids kann jedoch zu Problemen führen, da
dies das Wiederaufflammen der Entzündungsreaktion begünstigen
kann. Weiter können
Glukokortikoidhaltige Salben bzw. Cremes nur kurzfristig eingesetzt
werden, da die Haut bei Anwendung über einige Wochen dünner werden kann.
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Aufgrund dieser Nachteile besteht
Bedarf nach alternativen oder unterstützenden Wirkstoffen, zur Prophylaxe
und/oder Therapie von Ekzemen, insbesondere atopischen Ekzemen.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung
war es daher, geeignete Wirkstoffe zu Verfügung zu stellen.
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In der älteren Internationalen Patentanmeldung
PCT/EP 02/01200 werden
Verbindungen der Formel I
worin
Z
1 bis
Z
4 und
Z
6 bis
Z
10 jeweils unabhängig voneinander H, OH, CH
3COO, Alkoxy, Hydroxyalkoxy, Mono- oder Oligoglykosidreste
bedeuten und wobei die Alkoxy- und Hydroxyalkoxygruppen verzweigt
und unverzweigt sein und 1 bis 18 C-Atome aufweisen können,
Z
5 ein
Mono- oder Oligoglykosidrest ist, wobei an diesen Glykosidrest jeweils über eine
Gruppe -O- mindestens ein Rest gebunden ist, der ausgewählt ist
aus
worin X, X
1,
X
2 und X
3 jeweils
unabhängig
voneinander OH, CH
3COO, einen Alkoxyrest
mit 1 bis 8 C-Atomen oder einen Monoglykosidrest bedeuten, n 0,
1, 2 oder 3, m 0 oder 1, k 0, 1, 2, 3 oder 4 und M H, Na oder K
ist, und
worin ein oder mehrere Wasserstoffatome in den OH-Gruppen
der in den Substituenten Z
1 bis Z
10 genannten Glykosidreste jeweils unabhängig voneinander
auch durch Acetyl oder durch Alkylreste mit 1 bis 8 C-Atomen ersetzt
sein können
und wobei an ein oder mehrere Hydroxygruppen der in den Substituenten
Z
1 bis Z
10 genannten
Reste jeweils unabhängig
voneinander auch Sulfat oder Phosphat gebunden sein kann, beschrieben. Diese
Verbindungen eignen sich zum Einsatz in kosmetischen und pharmazeutischen
Zubereitungen. Insbesondere wird in der
PCT/EP 02/01200 die Eignung
dieser Verbindungen zur Verwendung als UV-Filter, sowie die Verwendung
als Wirkstoff zum Schutz gegen oxidativen Stress und zur Vermeidung
der Hautalterung beschrieben. weiter wird beschrieben, dass diese
Verbindungen anti-allergische, antiinflammatorische, entzündungshemmende
und anti-irritative Eigenschaften zeigen und somit zur Behandlung
oder vorbeugenden Behandlung von Allergien, Entzündungen und Irritationen, insbesondere
der Haut, verwendet werden können.
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Überraschend
wurde nun gefunden, dass diese Verbindungen sich hervorragend zur
Behandlung von Ekzemen eignen.
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Ein erster Gegenstand der vorliegenden
Erfindung ist daher die Verwendung von Verbindungen der Formel I
oder ihrer Salze
worin
Z
1 bis
Z
4 und
Z
6 bis
Z
10 jeweils unabhängig voneinander H, OH, CH
3COO, Alkoxy, Hydroxyalkoxy, Mono- oder Oligoglykosidreste
bedeuten und wobei die Alkoxy- und Hydroxyalkoxygruppen verzweigt
und unverzweigt sein und 1 bis 18 C-Atome aufweisen können,
Z
5 ein
Mono- oder Oligoglykosidrest ist, wobei an diesen Glykosidrest jeweils über eine
Gruppe -O- mindestens ein Rest gebunden ist, der ausgewählt ist
aus
worin X, X
1,
X
2 und X
3 jeweils
unabhängig
voneinander OH, CH
3COO, einen Alkoxyrest
mit 1 bis 8 C-Atomen oder einen Monoglykosidrest bedeuten, n 0,
1, 2 oder 3, m 0 oder 1, k 0, 1, 2, 3 oder 4 und M H, Na oder K
ist, und
worin ein oder mehrere Wasserstoffatome in den OH-Gruppen
der in den Substituenten Z
1 bis Z
10 genannten Glykosidreste jeweils unabhängig voneinander
auch durch Acetyl oder durch Alkylreste mit 1 bis 8 C-Atomen ersetzt
sein können
und wobei an ein oder mehrere Hydroxygruppen der in den Substituenten
Z
1 bis Z
10 genannten
Reste jeweils unabhängig
voneinander auch Sulfat oder Phosphat gebunden sein kann, zur Herstellung
einer Zubereitung zur Prophylaxe und/oder Therapie von Ekzemen.
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Unter Zubereitung wird dabei im Sinne
der vorliegenden Erfindung eine kosmetische, dermatologische oder
pharmazeutische Formulierung verstanden, die sich zur topischen
Anwendung eignet. Typische Zubereitungen enthalten dabei übliche,
hautvertragliche und entsprechend des Verwendungszweckes getestete
Träger
und ggf. weitere Hilfsmittel und Wirkstoffe.
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Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden
Anmeldung ist eine Zubereitung zur topischen Anwendung enthaltend
- a) mindestens eine Verbindung der Formel I,
wie oben beschrieben,
- b) einen hautverträglichen
Trägers
- c) optional einen oder mehrere weitere Wirkstoffe mit hautpflegender
und/oder entzündungshemmender Wirkung.
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Bevorzugte Zubereitungen enthalten
dabei mindestens einen entzündungshemmenden
Wirkstoff c), der vorzugsweise ausgewählt ist aus den Glukokortikoiden
oder Tacrolimus handelt.
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Tacrolimus wurde aus dem Pilz Streptomyces
tsukukaensis isoliert und zeigt immunsuppresive Wirkung.
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Geeignete Glukokortikoide sind beispielsweise
Prednison, Cloprednol, Triamcinolon, Methylprednisolon, Dexamethason,
Betamethason, Desoximetason, Clobetasonbutyrat, Halcinonid, Clobetasolpropionat, Prednisolon,
Hydrocortisonbutyrat, Betamethasondipropionat, Fluocinolonacetonid,
Fluocinolonacetonid, Betamethasonvalerat, Hydrocortison (Cortisol),
Cortisonacetat, Prednicarbat Diflucortolonvalerat, Triamcinolonacetonid,
Fluocinolonacetonid, Fluocortolon und Fluocortolon-21-hexanoat.
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Derartige Zubereitungen, die eine
Wirkstoffkombination aus mindestens einer Verbindung der Formel I
und mindestens einem der oben angegebenen weiteren Wirkstoffen enthalten,
zeigen eine besonders starke entzündungshemmende Wirkung.
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Insbesondere hat sich gezeigt, dass
die Verbindungen der Formel I und die erfindungsgemäßen Zubereitungen
sich besonders vorteilhaft in der Behandlung atopischer Ekzeme,
wie insbesondere Milchschorf, Neurodermitis, Prurigo und Dermatitis
sicca einsetzen lassen.
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Dabei hat sch gezeigt, dass die Verbindungen
der Formel I
- – die akuten Symptome stark
vermindern können,
- – die
Häufigkeit
des Auftretens von akuten Symptomen reduzieren können,
- – allgemein
zur Verbesserung des Hautbildes beitragen.
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Bekannte Verbindungen der Formel
I sind z.B. Kaempferol 3-(6''-galloylglucosid)
sowie Kaempferol 3-(6''-p-coumarylglucosid), welches auch als Tilirosid
bezeichnet wird.
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In der
DE 195 44 905 A1 wird z.B.
ein Verfahren zur Herstellung von Pflanzenextrakten enthaltend Tilirosid
beschrieben sowie die Verwendung der Pflanzenextrakte in Arzneimitteln
und Lebensmittelprodukten.
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In der
DE 199 22 287 A1 wird Tilirosid
als ein Ausgangsflavonoid zur Herstellung von Tilirosidestern, deren
Säureeinheit
3 bis 30 C-Atome enthält,
beschrieben. Diese Ester werden in Kosmetika verwendet. In der
DE 199 22 287 A1 werden
jedoch keine Zubereitungen enthaltend Tilirosid beschrieben.
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Die Zubereitungen enthaltend eine
oder mehrere Verbindungen der Formel I eignen sich auch zum Schutz
menschlicher Haut bzw. zum Schutz von Körperzellen gegen oxidativen
Stress, d.h. z.B. gegen Schädigungen
durch Radikale, wie sie z.B. durch Sonneneinstrahlung, Wärme oder
andere Einflüsse
erzeugt werden. Die Zubereitungen enthaltend eine oder mehrere Verbindungen
der Formel I sind insbesondere zur Verringerung der Hautalterung
geeignet.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung
ist somit auch die Verwendung von einer oder mehreren Verbindungen
der Formel I als Wirkstoff zum Schutz gegen oxidativen Stress. Ein
weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist zudem die Verwendung
von einer oder mehreren Verbindungen der Formel I zur Vermeidung
der Hautalterung.
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Die Verbindungen der Formel I besitzen
anti-allergische, antiinflammatorische, entzündungshemmende und anti-irritative
Eigenschaften und können
somit zur Behandlung oder vorbeugenden Behandlung von Allergien,
Entzündungen
und Irritationen, insbesondere der Haut, verwendet werden. Ein weiterer
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher die Verwendung von
einer oder mehreren Verbindungen der Formel I als Wirkstoff mit
anti-allergischer, anti-inflammatorischer, entzündungshemmender und anti-irritativer
Wirkung.
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Weisen die erfindungsgemäß einzusetzenden
Verbindungen freie Hydroxy-Gruppen auf, so zeigen sie neben den
beschriebenen Eigenschaften zusätzlich
eine Wirkung als Antioxidans und/oder Radikalfänger. Bevorzugt sind daher
auch Zubereitungen mit Lichtschutzeigenschaften enthaltend zumindest
eine Verbindung der Formel I, die dadurch gekennzeichnet ist, dass
mindestens einer der Reste R1 bis R3 steht für
OH, wobei vorzugsweise mindestens einer der Reste R1 oder
R2 für
OH steht.
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Damit die Verbindungen der Formel
I ihre positive Wirkung als Radikalfänger auf die Haut besonders gut
entwickeln können,
kann es bevorzugt sein die Verbindungen der Formel I in tiefere
Hautschichten eindringen zu lassen. Dazu stehen mehrere Möglichkeiten
zur Verfügung.
Zum einen können
die Verbindungen der Formel I eine ausreichende Lipophilie aufweisen,
um durch die äußere Hautschicht
in epidermale Schichten vordringen zu können. Als weitere Möglichkeit
können
in der Zubereitung auch entsprechende Transportmittel, beispielsweise
Liposomen, vorgesehen sein, die einen Transport der Verbindungen
der Formel I durch die äußeren Hautschichten
ermöglichen.
Schließlich
ist auch ein systemischer Transport der Verbindungen der Formel
I denkbar. Die Zubereitung wird dann beispielsweise so gestaltet,
dass sie für
eine orale Gabe geeignet ist.
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Allgemein wirken die Substanzen der
Formel I als Radikalfänger.
Solche Radikale werden nicht nur durch Sonnenlicht erzeugt, sondern
werden unter verschiedenen Bedingungen gebildet. Beispiele sind
Anoxie, die den Elektronenfluß stromauf
der Cytochromoxidasen blockiert und die Bildung von Superoxidradikalarionen
bedingt; Entzündungen,
die unter anderem mit der Bildung von Superoxidanionen durch die
Membran-NADPH-Oxidase
der Leukozyten einhergehen, die jedoch auch mit der Bildung (durch
Disproportionierung in Gegenwart von Eisen (II)-ionen) der Hydroxyradikale
und anderer reaktiver Spezies, die normalerweise beim Phänomen einer
Phagocytose beteiligt sind, einhergehen; sowie Lipidautooxidation
die im Allgemeinen durch ein Hydroxylradikal initiiert wird und
lipidische Alkoxyradikale und Hydroperoxide liefert.
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Es wird vermutet, dass bevorzugte
Verbindungen der Formel I auch als Enzymhemmer wirken. Sie hemmen
vermutlich Histidindecarboxylase, Proteinkinasen, Elastase, Aldosereduktase
sowie Hyaluronidase, und ermöglichen
daher, die Unversehrtheit der Grundsubstanz vaskulärer Hüllen aufrecht
zu erhalten. Ferner hemmen sie vermutlich nicht spezifisch Katechol-O-methyltransferase,
wodurch die Menge der verfügbaren Katecholamine
und dadurch die Gefäßfestigkeit
erhöht
wird. Weiter hemmen sie AMP-Phosphodiesterase, wodurch die Substanzen
ein Potential zur Hemmung der Thrombozytenaggregation aufweisen.
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Aufgrund dieser Eigenschaften eignen
sich die erfindungsgemäßen Zubereitungen
allgemein zur Immunprotektion und zum Schutz der DNA und RNA. Insbesondere
eignen sich die Zubereitungen dabei zum Schutz von DNA und RNA vor
oxidativen Angriffen, vor Radikalen und vor Schädigung durch Strahlung, insbesondere
UV-Strahlung. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Zubereitungen
ist der Zellschutz, insbesondere der Schutz von Langerhans-Zellen
vor Schäden
durch die oben genannten Einflüsse.
Alle diese Verwendungen bzw. die Verwendung der Verbindungen der
Formel I zur Herstellung entsprechend einsetzbarer Zubereitungen
sind ausdrücklich
auch Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
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Insbesondere eignen sich bevorzugte
erfindungsgemäße Zusammensetzungen
auch zur Behandlung von Hautkrankheiten, die mit einer Störung der
Keratinisierung verbunden sind, die die Differenzierung und Zellprolif-eration
betrifft, insbesondere zur Behandlung der Akne vulgaris, Akne comedonicá, der
polymorphen Akne, der Akne rosaceae, der nodulären Akne, der Akne conglobata,
der alters-bedingten Aknen, der als Nebenwirkung auftretenden Aknen,
wie der Akne solaris, der medikamenten-bedingten Akne oder der Akne
professionalis, zur Behandlung anderer Störungen der Keratinisierung,
insbesondere der Ichtyosen, der ichtyosi-formen Zustände, der
Darrier-Krankheit, der Keratosis palmoplantaris, der Leukoplasien,
der leukoplasiformen Zustände,
der Haut- und Schleimhaut-flechten (Buccal) (Lichen), zur Behandlung
anderer Hauterkrankungen, die mit einer Störung der Keratinisierung zusammenhängen und
eine entzündliche
und/oder immunoallergische Komponente haben und insbesondere aller
Formen der Psoriasis, die die Haut, die Schleimhäute und die Finger und Zehennägel betreffen,
und des psoriatischen Rheumas und der Hautatopien, wie Ekzemen oder der
respiratorischen Atopie oder auch der Hypertrophie des Zahnfleisches,
wobei die Verbindungen ferner bei einigen Entzündungen verwendet werden können, die
nicht mit einer Störung
der Keratinisierung zusammenhängen,
zur Behandlung aller gutartigen oder bösartigen Wucherungen der Dermis
oder Epidermis, die gegebenenfalls viralen Ursprungs sind, wie Verruca
vulgaris. Veruca plana, Epidermodysplasia verruciformis, orale Papillomatose,
Papillomatosis florida, und der Wucherungen, die durch UV-Strahlung
hervorgerufen werden können,
insbesondere des Epithelioma basocellulare und Epithelioma spinocellulare,
zur Behandlung anderer Hautkrankheiten, wie der Dermatitis bullosa
und der das Kollagen betreffenden Krankheiten, zur Behandlung bestimmter
Augenkrankheiten, insbesondere der Hornhaut-erkran-kungen, zur Behebung
oder Bekämpfung der
lichtbedingten und der mit dem Älterwerden
zusammenhängenden
Hautalterung, zur Verminderung der Pigmentierungen und der Keratosis
actinica und zur Behandlung aller Krankheiten, die mit der normalen
Alterung oder der licht-bedingten Alterung zusammenhängen, zur
Vorbeugung vor oder der Heilung von Wunden/Narben der Atrophien
der Epidermis und/oder Dermis, die durch lokal oder systemisch angewendete
Corticosteroide hervorgerufen werden und aller sonstigen Arten der
Hautatrophie, zur Vorbeugung vor oder Behandlung von Störungen der
Wundheilung, zur Vermeidung oder Behebung von Schwangerschaftsstreifen oder
auch zur Förderung
der Wundheilung, zur Bekämpfung
von Störungen
der Talgproduktion, wie Hypersebhorrhö bei Akne oder der einfachen
Seborrhö,
zur Bekämpfung
von oder Vorbeugung von krebsartigen Zuständen oder vor präkanzerogenen
Zuständen,
insbesondere der promyelozytären
Leukämien,
zur Behandlung von Entzündungserkrankungen,
wie Arthritis, zur Behandlung aller virusbedingten Erkrankungen
der Haut oder anderer Bereiche des Körpers, zur Vorbeugung vor oder
Behandlung der Alopecie, zur Behandlung von Hautkrankheiten oder
Krankheiten anderer Körperbereiche
mit einer immuno-logischen Komponente, zur Behandlung von Herz-/Kreislauf-Erkran-kungen,
wie Arteriosklerose oder Bluthochdruck, sowie des Insulin-unabhängigen Diabetes,
zur Behandlung von Hautproblemen, die durch UV-Strahlung hervorgerufen
werden.
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Desweiteren besitzen Verbindungen
der Formel I wie z.B. Tilirosid nur eine schwach ausgeprägte Eigenfarbe.
Die schwach ausgeprägte
Eigenfarbe ist z.B. dann von großem Vorteil, wenn in den Produkten
eine Eigenfarbe der Inhaltsstoffe aus ästhetischen Gründen unerwünscht ist.
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In den Verbindungen der Formel I
sind die Alkoxygruppen vorzugsweise linear und besitzen 1 bis 12 und
vorzugsweise 1 bis 8 C-Atome. Diese Gruppen entsprechen somit den
Formeln -O-(CH2)m-H,
wobei m 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8 und insbesondere 1 bis 5 bedeutet.
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In den Verbindungen der Formel I
sind die Hydroxyalkoxygruppen vorzugsweise linear und besitzen 2 bis
12 und vorzugsweise 2 bis 8 C-Atome.
Diese Gruppen entsprechen somit den Formeln -O-(CH2)n-OH, wobei n 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8, insbesondere
2 bis 5 und außerordentlich
bevorzugt 2 bedeutet.
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Falls einer oder mehrere der Reste
Z1 bis Z4 und Z6 bis Z10 in den
Verbindungen der Formel I einen Mono- oder Oligoglykosidrest bedeuten,
so ist dieser Glykosidrest über
ein Sauerstoffatom direkt an den entsprechenden Benzolring in Formel
I gebunden. Die Mono- oder Oligoglykosidreste sind vorzugsweise
aus 1 bis 3 Glykosideinheiten aufgebaut. Vorzugsweise sind diese
Einheiten ausgewählt
aus der Gruppe der Hexosylreste insbesondere der Rhamnosylreste
und Glucosylreste. Aber auch andere Hexosylreste, beispielsweise Allosyl,
Altrosyl, Galactosyl, Gulosyl, Idosyl, Mannosyl und Talosyl sind
gegebenenfalls vorteilhaft zu verwenden. Es kann auch erfindungsgemäß vorteilhaft
sein, Pentosylreste zu verwenden.
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Die in dem Rest Z5 der
Verbindungen der Formel I enthaltenen Mono- oder Oligoglykosidreste
sind über
ein Sauerstoffatom an die Gruppe "B" der Formel I gebunden und vorzugsweise
aus 1 bis 3 Glykosideinheiten aufgebaut. Die bei den Resten Z1 bis Z4 und Z6 bis Z10 bevorzugten
Einheiten sind auch für
den in Rest Z5 enthaltenen Mono- oder Oligoglykosidrest
bevorzugt. Insbesondere bevorzugt ist der in dem Rest Z5 enthaltene
Mono- oder Oligoglykosidrest ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus den Resten von Glucose, Rhamnose und Rutinose.
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Falls X, X1,
X2 und/oder X3 in
den Verbindungen der Formel I einen Monoglykosidrest bedeuten, sind diese
Glykosidreste jeweils über
ein Sauerstoffatom an den entsprechenden Benzolring gebunden. Die
bei den Resten Z1 bis Z4 und
Z6 bis Z10 bevorzugten
Einheiten sind auch für
diesen Monoglykosidrest bevorzugt. Falls X, X1,
X2 und/oder X3 einen
Monoglykosidrest bedeuten, ist der Glucoserest besonders bevorzugt.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung, insbesondere wenn die Wasserlöslichkeit der Verbindungen
der Formel I gesteigert werden soll, ist an eine oder an mehrere
Hydroxygruppen der in den Substituenten Z1 bis
Z10 genannten Reste eine polare Gruppe gebunden,
z.B. jeweils unabhängig
voneinander eine Sulfat- oder Phosphatgruppe. Geeignete Gegenionen
sind beispielsweise die Ionen der Alkali- oder Erdalkalimetalle,
wobei diese z.B. aus Natrium oder Kalium ausgewählt sind.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung sind diejenigen Verbindungen der Formel I bevorzugt,
in denen die in dem Substituenten Z5 enthaltenen
Reste mit aromatischer Komponente über eine Estergruppe -OOC-
an den ebenfalls im Rest Z5 enthaltenen
Mono- oder Oligoglykosidrest
gebunden sind.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung leiten sich Teilformeln der Formel I von den Verbindungen
der nachstehenden Gruppe ab: Rutin, Trishydroxyethylrutin (Troxerutin),
Isoquercetin, Trishydroxyethylisoquercetin (Troxeisoquercetin) und
Astragalin sowie deren Sulfate und Phosphate.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
sind die in den erfindungsgemässen
Zubereitungen enthaltenen Verbindungen der Formel I ausgewählt aus
den Verbindungen der Formel IA
worin
R
1,
R
2 und R
3 jeweils
unabhängig
voneinander OH, CH
3COO, einen Alkoxyrest
mit 1 bis 8 C-Atomen oder einen Monoglykosidrest bedeuten,
R
4 ein Mono- oder Diglykosidrest ist, wobei
an den Glykosidrest jeweils über
eine Gruppe -O- mindestens eine Gruppe ausgewählt aus
gebunden ist, wobei R
5, R
6 und R
7 jeweils unabhängig voneinander N sein können oder
die Bedeutung der Reste R
1 bis R
3 besitzen, und worin ein oder mehrere Wasserstoffatome
in den OH-Gruppen des oder der Glykosidreste jeweils unabhängig voneinander
auch durch Acetyl oder durch Alkylreste mit 1 bis 8 C-Atomen ersetzt
sein können
und wobei an ein oder mehrere Hydroxygruppen der Verbindungen der
Formel IA jeweils unabhängig
voneinander auch Sulfat oder Phosphat gebunden sein kann.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Rest R2 in den Verbindungen der
Formel IA ausgewählt aus
OH, CH3COO oder einem Alkoxyrest mit 1 bis
8 C-Atomen.
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In den Verbindungen der Formel IA
können
alle OH-Gruppen des Mono- oder
Diglykosidrests von R
4 mit einer Gruppe
der Formel
verestert sein. Vorzugsweise
sind jedoch nur ein oder zwei der von diesen Resten abgeleiteten
Reste an den Glykosidrest gebunden.
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Wenn R4 ein
Mono- oder Diglykosidrest ist, in dem ein oder mehrere Wasserstoffatome
der OH-Gruppen durch Acetyl oder durch Alkylreste ersetzt sind,
dann sind vorzugsweise alle OH-Gruppen, für die der Ersatz möglich ist,
durch Acetyl oder durch Alkyl ersetzt.
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Unter den in den Verbindungen der
Formel IA genannten Alkoxyresten mit 1 bis 8 C-Atomen ist die Methoxygruppe
bevorzugt. Unter den in den Verbindungen der Formel IA genannten
Alkylresten mit 1 bis 8 C-Atomen ist die Methylgruppe bevorzugt.
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Die in den Verbindungen der Formel
IA genannten Mono- und Diglykosidreste sind vorzugsweise aus Glucoseeinheiten
aufgebaut.
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Im folgenden werden bevorzugte Verbindungen
IA1 bis IA13 ausgewählt
aus den Verbindungen der Formel IA angegeben:
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In den oben aufgeführten Verbindungen
der Formeln IA1 bis IA13 bedeuten Me Methyl und Ac Acetyl.
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Unter den Verbindungen der Formel
IA sind insbesondere die Verbindungen der Formeln IA1 und IA2 bevorzugt.
Ganz ausserordentlich bevorzugt ist die Verbindung der Formel IA1,
also Tilirosid.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
sind die in den erfindungsgemässen
Zubereitungen enthaltenen Verbindungen der Formel I ausgewählt aus
den Verbindungen, worin
Z
1 bis Z
4 und Z
6 bis Z
10 jeweils unabhängig voneinander N, OH, Alkoxy,
Hydroxyalkoxy, Mono- oder Oligoglykosidreste bedeuten und wobei
die Alkoxy- und Hydroxyalkoxygruppen verzweigt und unverzweigt sein
und 1 bis 18 C-Atome aufweisen können,
Z
5,
n, m, k und M die in Anspruch 1 genannten Bedeutungen besitzen,
aber die in dem Substituenten Z
5 enthaltenen
Reste X, X
1, X
2 und
X
3 jeweils unabhängig voneinander OH, einen
Alkoxyrest mit 1 bis 8 C-Atomen oder einen Monoglykosidrest bedeuten,
und
worin ein oder mehrere Wasserstoffatome in den OH-Gruppen der in
den Substituenten Z
1 bis Z
10 genannten
Glykosidreste jeweils unabhängig
voneinander auch durch Alkylreste mit 1 bis 8 C-Atomen ersetzt sein können und
wobei an ein oder mehrere Hydroxygruppen der in den Substituenten
Z
1 bis Z
10 genannten
Reste jeweils unabhängig
voneinander auch Sulfat oder Phosphat gebunden sein kann.
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In diesen Verbindungen der Formel
I bedeuten Z1 bis Z4 und
Z6 bis Z10 vorzugsweise
jeweils unabhängig
voneinander H, OH, Alkoxy oder Hydroxyalkoxy.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
sind die in den erfindungsgemässen
Zubereitungen enthaltenen Verbindungen der Formel IA ausgewählt aus
den Verbindungen, worin
R
1, R
2 und R
3 jeweils
unabhängig
voneinander OH, einen Alkoxyrest mit 1 bis 8 C-Atomen oder einen
Monoglykosidrest bedeuten,
R
4 ein Mono-
oder Diglykosidrest ist, wobei an den Glykosidrest jeweils über eine
Gruppe -O- mindestens eine Gruppe ausgewählt aus
gebunden ist, wobei R
5, R
6 und R
1 jeweils unabhängig voneinander H, OH, einen
Alkoxyrest mit 1 bis 8 C-Atomen oder einen Monoglykosidrest bedeuten,
und
worin ein oder mehrere Wasserstoffatome in den OH-Gruppen
des oder der Glykosidreste jeweils unabhängig voneinander auch durch
Alkylreste mit 1 bis 8 C-Atomen ersetzt sein können und wobei an ein oder
mehrere Hydroxygruppen der Verbindungen der Formel IA jeweils unabhängig voneinander
auch Sulfat oder Phosphat gebunden sein kann.
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In diesen Verbindungen der Formel
IA bedeuten R1 bis R3 vorzugsweise
jeweils unabhängig
voneinander OH oder einen Alkoxyrest mit 1 bis 8 C-Atomen.
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Einige Verbindungen der Formel 1
wie z.B. Tilirosid können
aus Pflanzen gewonnen werden, z.B. aus den Pflanzen der Gattung
Althaea, Aristolochia, Helianthemum, Lindera, Magnolia, Platanus,
Potentilla, Quercus, Rosa, Sida, Sorbus und/oder Tilia. Diese Verbindungen
können
entweder in isolierter Form oder auch in nicht isolierter Form weiterverarbeitet
werden, also z.B. in Form eines Extrakts oder in Form eines aufgereinigten
Extrakts oder auch in Form der aus dem Pflanzenextrakt hergestellten
Reinsubstanz in Zubereitungen eingearbeitet werden. Unter den genannten
Gattungen sind folgende Arten bevorzugt: Althaea officinalis, Althaea rosea,
Aristolochia heterophylla, Helianthemum glomeratum, Lindera megaphylla,
Magnolia salicifolia, Platanus acerifolia, Platanus occidentalis,
Potentilla anserina, Quercus pubescens, Quercus suber, Quercus laurifolia,
Quercus ilex, Quercus imbricaria, Quercus virginiana, Rosa pomifera,
Sida rhombifolia, Sida poeppigiana, Sida cordifolia, Sida glaziovii,
Sorbus pendula, Tilia argenta und Tilia cordata.
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Wenn die erfindungsgemäße Zubereitung
Tilirosid enthält,
ist diese Verbindung in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
in der Form eines Pflanzenextrakts, eines aufgereinigten Pflanzenextrakts
oder in Form der aus dem Pflanzenextrakt hergestellten Reinsubstanz
zur Herstellung der Zubereitung verwendet worden. In derartigen
Zubereitungen enthält
der Pflanzenextrakt beispielsweise 1 bis 100 Gew.% Tilirosid. In einer
Ausführungsform
enthält
der Pflanzenextrakt vorzugsweise 5 bis 90 Gew.% Tilirosid. In einer
weiteren Ausführungsform
enthält
der Pflanzenextrakt vorzugsweise 30 bis 100 Gew.%, besonders bevorzugt
60 bis 100 Gew.% und insbesondere bevorzugt 90 bis 100 Gew.% Tilirosid.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Pflanzenextrakt
durch Extraktion der Pflanze Sida glaziovii gewonnen worden.
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Bei allen erfindungsgemäßen Verwendungen,
in denen Tilirosid zum Einsatz kommt, kann Tilirosid z.B. in Form
einer synthetisch gewonnenen Substanz, in Form eines Pflanzenextrakts,
eines aufgereinigten Pflanzenextrakts oder als Einzelsubstanz bzw.
in Form einer aus dem Pflanzenextrakt gewonnenen Reinsubstanz verwendet
werden. In einer bevorzugten Ausführungsform wird Tilirosid hierbei
in der Form eines Pflanzenextrakts, eines aufgereinigten Pflanzenextrakts
oder in Form der aus dem Pflanzenextrakt hergestellten Reinsubstanz
verwendet.
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Die Verbindungen der Formel I können nach
Methoden, die dem Fachmann wohl bekannt und in der Literatur beschrieben
sind (z.B. in Standard-Werken wie Houben-Weyl, Methoden der organischen
Chemie, Georg-Thieme-Verlag, Stuttgart), gewonnen oder hergestellt
werden.
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Beispielsweise kommt Tilirosid in
Pflanzen vor und kann durch Extraktion gewonnen werden. Die Herstellung
der Pflanzenextrakte erfolgt durch übliche Methoden der Extraktion
der Pflanzen bzw. Pflanzenteile. Geeignete Extraktionsverfahren
können
sein: Mazeration, Remazeration, Digestion, Bewegungsmazeration, Wirbelextraktion,
Ultraschallextraktion, Gegenstromextraktion, Perkolation, Reperkolation,
Evakolation, Diakolation oder Festflüssig-Extraktion unter kontinuierlichem
Rückfluss,
die in einem Soxhlet-Extraktor durchgeführt wird.
-
Als Lösungsmittel für die Extraktion
kann beispielsweise Wasser oder ein Alkohol verwendet werden.
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Es ist dem allgemeinen Wissen des
Fachmanns zuzurechnen, wie diese Extraktionen im Einzelnen durchgeführt werden
und die erhaltenen Rohextrakte durch allgemein geläufige Methoden
aufgereinigt werden können.
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Ein möglicher Syntheseweg für Tilirosid
ist z.B. auch in B. Vermes, H. Wagner, Stud. Org. Chem. (Amsterdam)
(1982), Volume date 1981, 11 (Flavonoids, Bioflavonoids), 161–167 und
in B. Vermes, V.M. Chari, H. Wagner, Helv. Chim. Acta (1981), 64(4),
1964–1967
beschrieben.
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Die Synthese von Tilirosid ist in
Schema 1 wiedergegeben. 4',7-Dibenzylkaempferol
(1) [H. Wagner, H. Danninger, O. Seligmann, M. Nógrádi, L. Farkas, N. Farnsworth,
Chem. Ber. 103 (1978) 3768] wird in Gegenwart von Ag2CO3 und Pyridin mit 2,3,4-Tri-O-acetyl-6-O-chloroacetyl-ß-D-glucopyranosylbromid
(2) zu Verbindung 3 umgesetzt. Die Verbindung 2 kann nach der in
D.Y. Gagniere, P.J.A. Wottero, Carbohydrate Res. 28 (1973) 1965
beschriebenen Methode hergestellt werden. Die katalytische Debenzylierung
und anschließende vorsichtige
Acetylierung der Verbindung 3 liefert Verbindung 4 aus der nach
Entfernung der Chloracetyl-Gruppe mit Thioharnstoff Verbindung 5
erhalten werden kann. In dieser Verbindung ist lediglich eine Hydroxylgruppe
frei, sodaß die
Veresterung der Verbindung 5 selektiv verlaufen kann. Die Veresterung
mit dem Säurechlorid p-Acetylcoumaroylchlorid
6 kann in einer Mischung aus Pyridin und Dichloromethan durchgeführt werden.
Damit die Veresterung vollständig
abläuft
ist ein Überschuß an Säurechlorid
und eine lange Reaktionszeit (ca. 96h) bei Raumtemperatur notwendig.
Der letzte Schritt, die selektive Verseifung der 7 Acetylgruppen
in Verbindung 7, kann nach der in G. Zemplen, Chem. Ber. 59 (1926)
1258 beschriebenen Methode durchgeführt werden. Hierbei wird unter
Verwendung einer katalytischen Menge an NaOCH3 und
einer kalkulierten Menge an Methanol gearbeitet.
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Andere Verbindungen der Formel I
können
durch routinemäßige Abwandlung
der in Schema 1 gezeigten Synthese erhalten werden. Hierbei werden
je nach Zielmolekül
andere Edukte, d.h. andere gegebenenfalls geschützte Flavonoide, Zuckerkomponenten
und Reste, die an die Zuckerkomponente angehängt werden sollen, verwendet.
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Die Veresterung glykosidischer OH-Gruppen
mit aromatischen Sulfonsäure-Einheiten
kann beispielsweise nach der in A.B. Foster et al., J. Chem. Soc.
(1954) 3625–3629
beschriebenen Methode erfolgen. Hiernach kann die Zuckerkomponente
z.B. mit einem entsprechenden aromatischen Sulfonsäurechlorid
in Pyridin zur Reaktion gebracht werden.
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Die Veretherung glykosidischer OH-Gruppen
mit aromatischen Resten kann beispielsweise nach der in P. Beraud
et al., Tetrahedron Let. 30(3) (1989) 325–326 beschriebenen Methode
erfolgen. Bei dieser Mitsunobu-Reaktion
findet die Veretherung beispielsweise derart statt, dass die Zuckerkomponente
zusammen mit Triphenylphosphin PPh3 in Pyridin
gelöst
und mit einer entsprechenden Phenolkomponente und Diethylazodicarboxylat
zur Reaktion gebracht wird.
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Die Veretherung glykosidischer OH-Gruppen
mit Resten gesättigter
Kohlenwasserstoffe kann beispielsweise nach der in M. Goebel et
al., Tetrahedron 53(9) (1997) 3123–3134 beschriebenen Methode
erfolgen. Die Veretherung findet z.B. derart statt, dass die Zuckerkomponente
in trockenem Dimethylformamid unter Inertgas vorsichtig mit Natriumhydrid
versetzt und danach mit einem geeigneten Alkylierungsreagenz wie z.B.
einem entsprechenden Bromid vorsichtig umgesetzt wird.
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Der Anteil der Verbindungen der Formel
I in der Zubereitung beträgt
vorzugsweise von 0,001 bis 20 Gew.%, besonders bevorzugt von 0,01
bis 10 Gew.% und insbesondere bevorzugt von 0,05 bis 5 Gew.% bezogen auf
die gesamte Zubereitung. Ganz außerordentlich bevorzugt beträgt der Anteil
der Verbindungen der Formel I in der Zubereitung von 0,05 bis 2
Gew.% bezogen auf die gesamte Zubereitung.
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Die schützende Wirkung gegen oxidativen
Stress bzw. gegen die Einwirkung von Radikalen kann weiter verbessert
werden, wenn die Zubereitung ein oder mehrere weitere Antioxidantien
enthält.
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Es gibt viele aus der Fachliteratur
bekannte und bewährte
Substanzen, die verwendet werden können, z.B. Aminosäuren (z.B.
Glycin, Histidin, Tyrosin, Tryptophan) und deren Derivate, Imidazole,
(z.B. Urocaninsäure)
und deren Derivate, Peptide wie D,L-Carnosin, D-Carnosin, L-Carnosin
und deren Derivate (z.B. Anserin), Carotinoide, Carotine (z.B. α-Carotin, β-Carotin,
Lycopin) und deren Derivate, Chlorogensäure und deren Derivate, Liponsäure und
deren Derivate (z.B. Dihydroliponsäure), Aurothioglucose, Propylthiouracil
und andere Thiole (z.B. Thioredoxin, Glutathion, Cystein, Cystin,
Cystamin und deren Glycosyl-, N-Acetyl-, Methyl-, Ethyl-, Propyl-,
Amyl-, Butyl- und Lauryl-, Palmitoyl-, Oleyl-, γ-Linoleyl, Cholesteryl- und
Glycerylester) sowie deren Salze, Diaurylthiodipropionat, Distearylthiodipropionat,
Thiodipropiosäure
und deren Derivate (Ester, Ether, Peptide, Lipide, Nukleotide, Nukleoside
und Salze) sowie Sulfoximinverbindungen (z.B. Buthioninsulfoximine,
Homocysteinsulfoximin, Buthioninsulfone, Penta-, Hexa-, Heptathioninsulfoximin)
in sehr geringen verträglichen
Dosierungen (z.B. pmol bis μmol/kg),
ferner (Metall-) Chelatoren, (z.B. α-Hydroxyfettsäuren, Palmitinsäure, Phytinsäure, Lactoferrin), α-Hydroxysäuren (z.B.
Citronensäure,
Milchsäure, Äpfelsäure), Huminsäure, Gallensäure, Gallenextrakte,
Bilirubin, Biliverdin, EDTA, EGTA und deren Derivate, ungesättigte Fettsäuren und
deren Derivate, Vitamin C und Derivate (z.B. Ascorbylpalmitat, Magnesium-Ascorbylphosphat,
Ascorbylacetat), Tocopherole und Derivate (z.B. Vitamin-E-acetat),
Vitamin A und Derivate (z.B. Vitamin-A-palmitat) sowie Koniferylbenzoat
des Benzoeharzes, Rutinsäure
und deren Derivate, α-Glycosylrutin,
Ferulasäure,
Furfurylidenglucitol, Carnosin, Butylhydroxytoluol, Butylhydroxyanisol,
Nordohydroguajaretsäure,
Trihydroxybutyrophenon, Quercitin, Harnsäure und deren Derivate, Mannose
und deren Derivate, Zink und dessen Derivate (z.B. ZnO, ZnSO4), Selen und dessen Derivate (z.B. Selenmethionin),
Stilbene und deren Derivate (z.B. Stilbenoxid, trans-Stilbenoxid).
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Mischungen von Antioxidantien sind
ebenfalls zur Verwendung in den erfindungsgemäßen Zubereitungen geeignet.
Bekannte und käufliche
Mischungen sind beispielsweise Mischungen enthaltend als aktive
Inhaltsstoffe Lecithin, L-(+)-Ascorbylpalmitat und Zitronensäure (z.B.
Oxynex® AP),
natürliche
Tocopherole, L-(+)-Ascorbylpalmitat, L-(+)-Ascorbinsäure und Zitronensäure (z.B.
Oxynex® K
LIQUID), Tocopherolextrakte aus natürlichen Quellen, L-(+)-Ascorbylpalmitat,
L-(+)-Ascorbinsäure
und Zitronensäure
(z.B. Oxynex® L
LIQUID), DL-α-Tocopherol,
L-(+)-Ascorbylpalmitat, Zitronensäure und Lecithin (z.B. Oxynex® LM)
oder Butylhydroxytoluol (BHT), L-(+)-Ascorbylpalmitat und Zitronensäure (z.B.
Oxynex® 2004),
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Der Anteil des einen oder der mehreren
Antioxidantien in der Zubereitung beträgt vorzugsweise von 0,001 bis
5 Gew.%, besonders bevorzugt von 0,01 bis 2 Gew.% bezogen auf die
gesamte Zubereitung.
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Die schützende Wirkung der erfindungsgemäßen Zubereitungen
gegen UV-Strahlung und/oder oxidativen Stress kann auch verbessert
werden, wenn die Zubereitung neben den Verbindungen der Formel I
ein oder mehrere Verbindungen ausgewählt aus Flavonoiden und Coumaranonen
enthält.
Als Flavonoide werden die Glykoside von Flavanonen, Flavonen, 3-Hydroxyflavonen
(= Flavonolen), Auronen, Isoflavonen und Rotenoiden aufgefaßt [Römpp Chemie
Lexikon, Band 9, 1993]. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung werden hierunter
jedoch auch die Aglykone, d.h. die zuckerfreien Bestandteile, und
die Derivate der Flavonoide und der Aglykone verstanden. Weiterhin
wird im Rahmen der vorliegenden Endung unter dem Begriff Flavonoid auch
Anthocyanidin (Cyanidin) verstanden. Im Rahmen der vorliegenden
Erfindung werden unter Coumaranonen auch deren Derivate verstanden.
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Bevorzugte Flavonoide leiten sich
von Flavanonen, Flavonen, 3-Hydroxyflavonen, Auronen und Isoflavonen,
insbesondere von Flavanonen, Flavonen, 3-Hydroxyflavonen und Auronen,
ab.
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Die Flavonoide sind vorzugsweise
ausgewählt
aus folgenden Verbindungen: 4,6,3',4'-Tetrahydroxyauron, Quercetin,
Rutin, Isoquercetin, Eriodictyol, Taxifolin, Luteolin, Trishydroxyethylquercetin
(Troxequercetin), Trishydroxyethylrutin (Troxerutin), Trishydroxyethylisoquercetin
(Troxeisoquercetin), Trishydroxyethylluteolin (Troxeluteolin) sowie
deren Sulfaten und Phosphaten. Unter den Flavonoiden sind insbesondere
Rutin und Troxerutin bevorzugt. Ganz außerordentlich bevorzugt ist
Troxerutin.
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Unter den Coumaranonen ist 4,6,3',4'-Tetrahydroxybenzylcoumaranon-3
bevorzugt.
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Der Anteil der einen oder mehreren
Verbindungen ausgewählt
aus Flavonoiden und Coumaranonen in der Zubereitung beträgt vorzugsweise
von 0,001 bis 5 Gew.%, besonders bevorzugt von 0,01 bis 2 Gew.% bezogen
auf die gesamte Zubereitung.
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Die erfindungsgemäßen Zubereitungen können als
weitere Inhaltsstoffe Vitamine enthalten. Bevorzugt sind Vitamine
und Vitamin-Derivate ausgewählt
aus Vitamin A, Vitamin-A-Propionat, Vitamin-A-Palmitat, Vitamin-A-Acetat,
Retinol, Vitamin B, Thiaminchloridhydrochlorid (Vitamin B1), Riboflavin (Vitamin B2),
Nicotinsäureamid,
Vitamin C (Ascorbinsäure),
Vitamin D, Ergocalciferol (Vitamin D2),
Vitamin E, DL-α-Tocopherol,
Tocopherol-E-Acetat, Tocopherolhydrogensuccinat, Vitamin K1, Esculin (Vitamin P-Wirkstoff), Thiamin
(Vitamin B1), Nicotinsäure (Niacin), Pyridoxin, Pyridoxal,
Pyridoxamin, (Vitamin B6), Panthothensäure, Biotin,
Folsäure und
Cobalamin (Vitamin B12) in den erfindungsgemäßen Zubereitungen
enthalten, insbesondere bevorzugt Vitamin-A-Palmitat, Vitamin C,
DL-α-Tocopherol,
Tocopherol-E-Acetat, Nicotinsäure,
Pantothensäure
und Biotin.
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Die erfindungsgemäßen Zubereitungen können weiter
als Inhaltsstoff auch Ectoin [(S)-1,4,5,6-Tetrahydro-2-methyl-4-pyrimidincarbonsäure] enthalten
und bewirken dann einen Schutz von Zellen der Haut, insbesondere
einen Schutz der Langerhanszellen. Besonders vorteilhaft sind Zubereitungen
enthaltend Tilirosid und Ectoin.
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Durch die Zugabe von 1-(2-Hydroxyaryl)-alkan-1-on-oximen
(wie z.B. in der
EP 0 149 242 beschrieben)
und vorzugsweise von 2-Hydroxy-5-methyl-laurophenonoxim
erhält
die erfindungsgemäße Zubereitung eine
vorteilhafte anti-inflammatorische Wirkung. Besonders vorteilhaft
sind Zubereitungen enthaltend Tilirosid und 2-Hydroxy-5-methyllaurophenonoxim,
worin die genannten Substanzen in einem Gewichtsverhältnis von 1:10
bis 10:1 enthalten sind. Anwendungsformen derartiger Zubereitungen
sind z.B. After-Sun-Präparate.
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Weiterhin sind auch erfindungsgemäße Zubereitungen
bevorzugt, die Tilirosid und 4,6,3',4'-Tetrahydroxybenzylcoumaranon-3
enthalten. In diesen Zubereitungen sind die genannten Substanzen
in einem Gewichtsverhältnis
von 1 : 10 bis 10 : 1 enthalten.
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In die erfindungsgemäßen Zubereitungen
können
auch weitere Wirkstoffe eingearbeitet werden, z.B.
- – Hydroxyectoin
[(S,S)-1,4,5,6-Tetrahydro-5-hydroxy-2-methyl-4-pyrimidincarbonsäure]
- – Wirkstoffe,
die zur Wundbehandlung dienen können,
wie z.B. Allantoin
- – Insekt-Repellentien
wie z.B. 3-[N-n-butyl-N-acetyl]-aminopropionsäureethylester [CAS-Nr. 52304-36-6]
- – Sorbit
für die
Hautpflege [z.B. Karion®F flüssig oder Karion®FP
flüssig]
- – Biotin
- – anti-ageing-Produkte
wie z.B. Mischungen enthaltend Hydroxyprolin oder Derivate von Hydroxyprolin, z.B.
Mischungen enthaltend Lecithin, Hydroxyprolindipalmitat, Sitosterol,
Linolsäure,
Tocopherol, Natriumascorbat, Mannit, Phenoxyethanol, Methylparaben,
Ethylparaben, Propylparaben, Butylparaben, Wasser [z.B. RonaCareTM ASC III®] oder
z.B. Mischungen enthaltend Lecithin, hydroxyliertes Lecithin, L-Hydroxyprolin,
Dinatrium Rutinyldisulfat, Phenoxyethanol, Mannit, Magnesiumascorbylphosphat,
Methylparaben, Ethylparaben, Propylparaben, Butylparaben, Sitosterol,
Tocopherol, Natriumascorbat, Wasser [z.B. RonaCareTM VTA]
- – Bisabolol.
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Die Verbindungen der Formel I können in
der üblichen
Weise in Zubereitungen eingearbeitet werden. Geeignet sind Zubereitungen
für eine äußerliche
Anwendung, beispielsweise als Creme, Lotion, Gel, oder als Lösung, die
auf die Haut aufgesprüht
werden kann. Dabei ist es bevorzugt, wenn die Zubereitung mindestens eine Öl- und mindestens
eine Wasser-Phase
enthält.
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Als Anwendungsform der erfindungsgemäßen Zubereitungen
seien z.B. genannt: Lösungen,
Emulsionen, PIT-Emulsionen, Suspensionen, Pasten, Salben, Gele,
Cremes, Seifen, tensidhaltige Reinigungspräparate, Lotionen, Öle, Puder,
Sprays und Aerosole. Weitere Anwendungsformen sind z.B. Sticks,
Shampoos und Duschbäder.
Zusätzlich
zu den Verbindungen der Formel I können der Zubereitung beliebige übliche Trägerstoffe,
Hilfsstoffe und gegebenenfalls weitere Wirkstoffe zugesetzt werden.
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Vorzuziehende Hilfsstoffe stammen
aus der Gruppe der Konservierungsstoffe, Antioxidantien, Stabilisatoren,
Lösungsvermittler,
Vitamine, Färbemittel,
Geruchsverbesserer, Filmbildner, Verdickungsmittel, Feuchthaltemittel.
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Lösungen
und Emulsionen können
die üblichen
Trägerstoffe
wie Lösungsmittel,
Lösungsvermittler
und Emulgatoren, z.B. Wasser, Ethanol, Isopropanol, Ethylcarbonat,
Ethylacetat, Benzylalkohol, Benzylbenzoat, Propylenglykol, 1,3-Butylglykol, Öle, insbesondere
Baumwollsaatöl,
Erdnußöl, Maiskeimöl, Olivenöl, Rizinusöl und Sesamöl, Glycerinfettsäureester,
Polyethylenglykole und Fettsäureester
des Sorbitans oder Gemische dieser Stoffe enthalten.
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Die Emulsionen können in verschiedenen Formen
vorliegen. So können
sie z.B. eine Emulsion oder Mikroemulsion vom Typ Wasser-in-Öl (W/O),
oder vom Typ Öl-in-Wasser
(O/W), oder eine multiple Emulsion, beispielsweise vom Typ Wasser-in-Öl-in-Wasser
(W/O/W), darstellen.
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Die Zubereitungen können auch
als emulgatorfreie, disperse Zubereitungen, vorliegen. Sie können beispielsweise
Hydrodispersionen oder Pikkering-Emulsionen darstellen.
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Die Zubereitungen können auch
als PIT-Emulsionen oder als Hydrogele vorliegen. Die Zubereitungen können auch
Liposomen, die beispielsweise Wirkstoffe umschliessen, enthalten.
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Suspensionen können die üblichen Trägerstoffe wie flüssige Verdünnungsmittel,
z.B. Wasser, Ethanol oder Propylenglykol, Suspendiermittel, z.B.
ethoxylierte Isostearylalkohole, Polyoxyethylensorbitester und Polyoxyethylensorbitanester,
mikrokristalline Cellulose, Aluminiummetahydroxid, Bentonit, Agar-Agar
und Traganth oder Gemische dieser Stoffe enthalten.
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Pasten, Salben, Gele und Cremes können die üblichen
Trägerstoffe
enthalten, z.B. tierische und pflanzliche Fette, Wachse, Paraffine,
Stärke,
Traganth, Cellulosederivate, Polyethylenglykole, Silicone, Bentonite,
Kieselsäure,
Talkum und Zinkoxid oder Gemische dieser Stoffe.
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Seifen können die üblichen Trägerstoffe wie Alkalisalze von
Fettsäuren,
Salze von Fettsäurehalbestern,
Fettsäureeiweißhydrolysaten,
Isothionate, Lanolin, Fettalkohol, Pflanzenöle, Pflanzenextrakte, Glycerin, Zucker
oder Gemische dieser Stoffe enthalten.
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Tensidhaltige Reinigungsprodukte
können
die üblichen
Trägerstoffe
wie Salze von Fettalkoholsulfaten, Fettalkoholethersulfaten, Sulfobernsteinsäurehalbestern,
Fettsäureeiweißhydrolysaten,
Isothionate, Imidazoliniumderivate, Methyltaurate, Sarkosinate,
Fettsäureamidethersulfate,
Alkylamidobetaine, Fettalkohole, Fettsäureglyceride, Fettsäurediethanolamide,
pflanzliche und synthetische Öle,
Lanolinderivate, ethoxylierte Glycerinfettsäureester oder Gemische dieser
Stoffe enthalten.
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Gesichts- und Körperöle können die üblichen Trägerstoffe wie synthetische Öle wie Fettsäureester, Fettalkohole,
Silikonöle,
natürliche Öle wie Pflanzenöle und ölige Pflanzenauszüge, Paraffinöle, Lanolinöle oder
Gemische dieser Stoffe enthalten.
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Puder und Sprays können die üblichen
Trägerstoffe
enthalten, z.B. Milchzucker, Talkum, Kieselsäure, Aluminiumhydroxid, Calciumsilikat
und Polyamid-Pulver oder Gemische dieser Stoffe. Sprays können zusätzlich die üblichen
Treibmittel, z.B. Chlorfluorkohlenwasserstoffe, Propan/Butan oder
Dimethylether, enthalten.
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Alle Verbindungen oder Komponenten,
die in den Zubereitungen verwendet werden können, sind entweder bekannt
und käuflich
erwerbbar oder können
nach bekannten Verfahren synthetisiert werden.
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Die Zubereitung kann Adjuvanzien
enthalten, welche in dieser Art von Zubereitungen üblicherweise verwendet
werden, wie z.B. Verdickungsmittel, weichmachende Mittel, Befeuchtungsmittel,
grenzflächenaktive Mittel,
Emulgatoren, Konservierungsmittel, Mittel gegen Schaumbildung, Parfüms, Wachse,
Lanolin, Treibmittel, Farbstoffe und/oder Pigmente, welche das Mittel
selbst oder die Haut färben,
und andere in der Kosmetik oder Dermatologie gewöhnlich verwendete Ingredienzien.
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Man kann als Dispersions- bzw. Solubilisierungsmittel
ein Öl,
Wachs oder sonstigen Fettkörper,
einen niedrigen Monoalkohol oder ein niedriges Polyol oder Mischungen
davon verwenden. Zu den besonders bevorzugten Monoalkoholen oder
Polyolen zählen
Ethanol, i-Propanol, Propylenglycol, Glycerin und Sorbit.
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Eine bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung ist eine Emulsion, welche als Schutzcreme oder -milch
vorliegt und außer
einer oder mehrerer Verbindungen der Formel I Fettalkohole, Fettsäuren, Fettsäureester,
insbesondere Triglyceride von Fettsäuren, Lanolin, natürliche oder
synthetische Öle
oder Wachse und Emulgatoren in Anwesenheit von Wasser umfaßt.
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Weitere bevorzugte Ausführungsformen
stellen ölige
Lotionen auf Basis von natürlichen
oder synthetischen Ölen
und Wachsen, Lanolin, Fettsäureestern,
insbesondere Triglyceriden von Fettsäuren, oder öligalkoholische Lotionen auf
Basis eines Niedrigalkohols, wie Ethanol, oder eines Glycols, wie
Propylenglykol, und/oder eines Polyols, wie Glycerin, und Ölen, Wachsen
und Fettsäureestern,
wie Triglyceriden von Fettsäuren,
dar.
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Festen Stifte bestehen aus natürlichen
oder synthetischen Wachsen und Ölen,
Fettalkoholen, Fettsäuren,
Fettsäureestern,
Lanolin und anderen Fettkörpern.
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Ist eine Zubereitung als Aerosol
konfektioniert, verwendet man in der Regel die üblichen Treibmittel, wie Alkane,
Fluoralkane und Chlorfluoralkane.
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Die erfindungsgemäßen Zubereitungen können mit
Hilfe von Techniken hergestellt werden, die dem Fachmann wohl bekannt
sind.
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Ferner wirken die Verbindungen der
Formel I auch stabilisierend auf die Zubereitung. Bei der Verwendung
in entsprechenden Produkten bleiben diese daher auch länger stabil
und verändern
ihr Aussehen nicht. Insbesondere bleibt auch bei längerdauernder
Anwendung bzw. längerer
Lagerung die Wirksamkeit der Inhaltsstoffe, z.B. Vitamine, erhalten.
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Die Verbindungen der Formel I können zusammen
mit mindestens einem festen, flüssigen
und/oder halbflüssigen
Träger-
oder Hilfsstoff und gegebenenfalls in Kombination mit einem oder
mehreren weiteren Wirkstoffen in eine geeignete Dosierungsform gebracht
werden.
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Die Zubereitungen können als
Arzneimittel in der Human- oder Veterinärmedizin verwendet werden. Als
Trägerstoffe
kommen auch organische oder anorganische Substanzen in Frage, die
sich für
die enterale (z.B. orale), parenterale oder topische Applikation
eignen und mit den Verbindungen der Formel I, insbesondere der Formel
IA, nicht reagieren, beispielsweise Wasser, pflanzliche Öle, Benzylalkohole,
Alkylenglykole, Polyethylenglykole, Glycerintriacetat, Gelatine,
Kohlehydrate wie Lactose oder Stärke,
Magnesiumstearat, Talk, Vaseline. Zur oralen Anwendung dienen insbesondere
Tabletten, Pillen, Dragees, Kapseln, Pulver, Granulate, Sirupe,
Säfte oder
Tropfen, zur rektalen Anwendung Suppositorien, zur parenteralen
Anwendung Lösungen,
vorzugsweise ölige
oder wässrige
Lösungen,
ferner Suspensionen, Emulsionen oder Implantate, für die topische
Anwendung Salben, Cremes oder Puder. Die Verbindungen der Formel
I, insbesondere der Formel IA, können
auch lyophilisiert und die erhaltenen Lyophilisate z.B. zur Herstellung
von Injektionspräparaten verwendet
werden. Die angegebenen Zubereitungen können sterilisiert sein und/oder
Hilfsstoffe wie Gleit-, Konservierungs-, Stabilisierungs- und/oder Netzmittel,
Emulgatoren, Salze zur Beeinflussung des osmotischen Druckes, Puffersubstanzen,
Farb-, Geschmacks- und/oder mehrere weitere Wirkstoffe enthalten,
z.B. ein oder mehrere Vitamine.
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Dabei werden die Verbindungen der
Formel I, insbesondere der Formel IA, in der Regel vorzugsweise in
Dosierungen zwischen etwa 1 und 500 mg, insbesondere zwischen 5
und 100 mg pro Dosierungseinheit verabreicht. Die tägliche Dosierung
liegt vorzugsweise zwischen etwa 0,02 und 10 mg/kg Körpergewicht.
Die spezielle Dosis für
jeden Patienten hängt
jedoch von den verschiedensten Faktoren ab, beispielsweise von der Wirksamkeit
der eingesetzten speziellen Verbindung, vom Alter, Körpergewicht,
allgemeinen Gesundheitszustand, Geschlecht, von der Kost, vom Verabreichungszeitpunkt
und -weg, von der Ausscheidungsgeschwindigkeit, Arzneistoffkombination
und Schwere der jeweiligen Erkrankung, welcher die Therapie gilt.
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Die pharmazeutischen Zubereitungen
enthaltend eine oder mehrere Verbindungen der Formel I, insbesondere
der Formel IA, können
mit Hilfe von Techniken hergestellt werden, die dem Fachmann wohl
bekannt sind.
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Auch ohne weitere Ausführungen
wird davon ausgegangen, dass ein Fachmann die obige Beschreibung
in weitestem Umfang nutzen kann. Die bevorzugten Ausführungsformen
sind deswegen lediglich als beschreibende, keinesfalls als in irgendeiner
Weise limitierende Offenbarung aufzufassen.
-
Die vollständige Offenbarung aller vor-
und nachstehend aufgeführten
Anmeldungen und Veröffentlichungen
sind durch Bezugnahme in diese Anmeldung eingeführt.
-
Die folgenden Beispiele sollen die
vorliegende Erfindung verdeutlichen. Sie sind jedoch keinesfalls
als limitierend zu betrachten.
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Alle Verbindungen oder Komponenten,
die in den Zubereitungen verwendet werden können, sind entweder bekannt
und käuflich
erhältlich
oder können
nach bekannten Methoden synthetisiert werden.
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Die INCI-Namen der verwendeten Rohstoffe
sind wie folgt (die INCI-Namen
werden definitionsgemäß in Englischer
Sprache angegeben):
| Rohstoff | INCI-Name |
| Abil WE 09 | Polyglyceryl-4-Isostearate, Cetyl Dimethicone
Copolyol, Hexyl Laurate |
| Antaron V-220 | PVP/Eicosene Copolymer |
| Arlacel 80 | Sorbitan Oleate |
| Arlacel 165 V | Glyceryl Stearate, PEG-100 Stearate |
| Avocadoöl | Persea Gratissima |
| Bienenwachs | Beeswax |
| BiobaseTM EP | Glyceryl Stearate, Cetearyl Alcohol, Sodium
Stearoyl Lactylate, Lecithin |
| Carbopol ETD 2050 | Carbomer |
| Cetiol V | Decyl Oleate |
| Cetylalkohol | Cetyl Alcohol |
| Cetylisononanoat | Cetyl Isononanoate |
| Cutina HR | Hydrogenated Castor Oil |
| Dimeticon | Dimethicone |
| Eusolex®232 | Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid |
| Eusolex® 2292 | Octyl Methoxycinnamate, BHT |
| Eusolex® 6300 | 4-Methylbenzylidene Camphor |
| Eusolex 8300 | 4-Methylbenzylidene |
| Eusolex® 9020 | Butyl Methoxydibenzoylmethane |
| Eusolex®HMS | Homosalate |
| Eusolex T-Aqua | Aqua (Water), Titanium Dioxide, Alumina,
Sodium Metaphosphate, Phenoxyethanol, Sodium Methylparaben |
| Eutanol G | Octyldodecanol |
| Germaben II | Propylene Glycol, Diazolidinyl Urea, Methylparaben,
Propylparaben |
| Rohstoff | INCI-Name |
| Germaben II-E | Propylene Glycol, Diazolidinyl Urea, Methylparaben,
Propylparaben |
| Glycerin | Glycerin |
| Glycerin (87%) | Glycerin |
| Glycerin (87% reinst) | Glycerin |
| Glycerin, wasserfrei | Glycerin |
| Hetester PHA | Propylene Glycol Isoceteth-3 Acetate |
| Hexyllaurat | Hexyl Laurate |
| Imwitor 960 K Schuppen | Glyceryl Stearate SE |
| Isolan PDI | Diisostearoyl Polyglyceryl-3-Diisostearat |
| Isopropylmyristat | Isopropyl Myristate |
| Isopropylpalmitat | Isopropyl Palmitate |
| Jojobaöl | Buxus Chinensis (Jojoba Oil) |
| Karion F flüssig | Sorbitol |
| Keltrol RD | Xanthan Gum |
| Magnesiumsulfat | Magnesium Sulfate |
| Magnesiumsulfat-Heptahydrat | Magnesium Sulfate |
| Methyl-4-hydroxybenzoat | Methylparaben |
| Miglyol 812 | Caprylic/Capric Triglyceride |
| Miglyol 812 N | Caprylic/Capric Triglyceride |
| Miglyol 812, Neutralöl | Caprylic/Capric Triglyceride |
| Mirasil CM5 | Cyclomethicone |
| Mirasil DM 350 | Dimethicone |
| Montanov 68 | Cetearyl Alcohol, Cetearyl Glucoside |
| Natriumchlorid | Sodium Chloride |
| Natronlauge, 10%ig | Sodium Hydroxide |
| Rohstoff | INCI-Name |
| Oxynex®K | PEG-8, Tocopherol, Ascorbyl Palmitate, Ascorbic
Acid, Citric Acid |
| Panthenol-D | Panthenol |
| Paracera M | Microwax |
| Paraffinöl,
fl. | Mineral Oil |
| Parfümöl TND-2417 | Parfum |
| Pemulen TR-1 | Acrylates/C10-30 Alkyl
Acrylate Crosspolymer |
| Pemulen® TR-2 | Acrylates/C10-30 Alkyl
Acrylate Crosspolymer |
| Performa® V
825 | Synthetic Wax |
| Polyglyceryl-2-Dipolyhydroxystearat | Polyglyceryl-2 Dipolyhydroxystearate |
| Prisorine 2021 | Isopropyl Isostearate |
| Propandiol-1,2 | Propylene Glycol |
| Propyl-4-hydroxybenzoat | Propylparaben |
| Rhodicare S | Xanthan Gum |
| RonaCareTM ASC III | Aqua, Lecithin, Dipalmitoyl Hydroxyproline,
Phenoxyethanol, Tall Oil Sterol, Linoleic Acid, Tocopherol, Sodium
Ascorbate, Mannitol, Methylparaben, Ethylparaben, Propylparaben,
Butylparaben |
| RonaCareTM Bisabolol | Bisabolol |
| RonaCareTM Ectoin | Ectoin |
| RonaCareTM LPO | Lauryl p-Cresol Ketoxime |
| RonaCareTM Tocopherolacetat | Tocopheryl Acetate |
| Sepigel 305 | Polyacrylamide, C13-14 Isoparaffin,
Laureth-7 |
| Rohstoff | INCI-Name |
| SFE 839 | Cyclopentasiloxane, Dimethicone/ Vinyldimethicone
Crosspolymer |
| Shea Butter | Shea Butter |
| Steareth-2 | Steareth-2 |
| Steareth-10 | Steareth-10 |
| Stearinsäure | Stearic Acid |
| DL-α-Tocopherolacetat | Tocopherol Acetate |
| Triethanolamin | Triethanolamine |
| Triethanolamin reinst | Triethanolamine |
| Wasser, demineralisiert | Aqua (Water) |
| Zinkstearat | Zinc Stearate |
-
Beispiele Beispiel
A
-
Herstellung von sulfatisiertem
Tilirosid, Natriumsalz
-
29,7 g Tilirosid (50 mmol) werden
unter Rühren
mit 200 ml Wasser und 19,4 g 32%iger Natronlauge (155,2 mmol) versetzt.
Anschließend
wird 19,9 g Pyridinsulfon (125 mmol) zugegeben und der pH-Wert durch Zugabe
von 32%iger Natronlauge auf pH-Wert 8 eingestellt. Der Reaktionsansatz
wird 12 h unter N2 gerührt, danach filtriert und das
Filtrat unter vermindertem Druck auf 50 g eingeengt (T = 60 °C; p = 100
mbar).
-
Zu dem eingeengten Filtrat werden
250 ml Methanol innerhalb von 1 h zugetropft und der ausgefallene Feststoff
(Natriumsulfat) abfiltriert. Nach dem Trocknen wird sulfatisiertes
Tilirosid, Natriumsalz erhalten.
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Beispiel 1
-
Lotion
(W/O) zum Auftragen auf die Haut
| | Gew.% |
| A Polyglyceryl-2-dipolyhydroxystearat | 5,0 |
| Bienenwachs | 0,5 |
| Zinkstearat | 0,5 |
| Hexyllaurat | 9,0 |
| Cetylisononanoat | 6,0 |
| Shea Butter | 0,5 |
| DL-a-Tocopherolacetat | 1,0 |
| Tilirosid | 0,5 |
| B Glycerin | 5,0 |
| Magnesiumsulfat-Heptahydrat | 1,0 |
| Konservierungsmittel | q.s. |
| Wasser, demineralisiert | ad 100 |
-
Herstellung
-
Phase A wird auf 75°C und Phase
B auf 80°C
erwärmt.
Unter Rühren
wird Phase B langsam zu Phase A gegeben. Nach dem Homogenisieren
wird unter Rühren
abgekühlt.
Bei einer Temperatur von 40°C
werden Parfümstoffe
zugegeben.
-
Als Konservierungsmittel werden verwendet:
0,05
% Propyl-4-hydroxybenzoat
0,15 % Methyl-4-hydroxybenzoat
-
Beispiel 2
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Lotion
(W/O) zum Auftragen auf die Haut
| | Gew.% |
| A Polyglyceryl-2-dipolyhydroxystearat | 5,0 |
| Bienenwachs | 0,5 |
| Zinkstearat | 0,5 |
| Hexyllaurat | 9,0 |
| Cetylisononanoat | 6,0 |
| Shea
Butter | 0,5 |
| DL-α-Tocopherolacetat | 1,0 |
| B sulfatisiertes
Tilirosid, Natriumsalz (Beispiel A) | 1,0 |
| Glycerin | 5,0 |
| Magnesiumsulfat-Heptahydrat | 1,0 |
| Konservierungsmittel | q.s. |
| Wasser,
demineralisiert | ad
100 |
-
Herstellung
-
Phase A wird auf 75°C und Phase
B auf 80°C
erwärmt.
Unter Rühren
wird Phase B langsam zu Phase A gegeben. Nach dem Homogenisieren
wird unter Rühren
abgekühlt.
Bei einer Temperatur von 40°C
werden Parfümstoffe
zugegeben.
-
Als Konservierungsmittel werden verwendet:
0,05
% Propyl-4-hydroxybenzoat
0,15 % Methyl-4-hydroxybenzoat
-
Beispiel 3
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Lotion
(W/O) zum Auftragen auf die Haut
| | Gew.% |
| A 4,6,3',4'-Tetrahydroxybenzylcoumaranon-3 | 1,0 |
| Polyglyceryl-2-Dipolyhydroxystearat | 5,0 |
| Bienenwachs | 0,5 |
| Zinkstearat | 0,5 |
| Hexyllaurat | 9,0 |
| Cetylisononanoat | 6,0 |
| Shea Butter | 0,5 |
| DL-α-Tocopherolacetat | 1,0 |
| Tilirosid | 1,0 |
| B Glycerin | 5,0 |
| Magnesiumsulfat-Heptahydrat | 1,0 |
| Konservierungsmittel | q.s. |
| Wasser, demineralisiert | ad 100 |
-
Herstellung
-
Phase A wird auf 75°C und Phase
B auf 80°C
erwärmt.
Unter Rühren
wird Phase B langsam zu Phase A gegeben. Nach dem Homogenisieren
wird unter Rühren
abgekühlt.
Bei einer Temperatur von 40°C
werden Parfümstoffe
zugegeben.
-
Als Konservierungsmittel werden verwendet:
0,05
% Propyl-4-hydroxybenzoat
0,15 % Methyl-4-hydroxybenzoat
-
Beispiel 4
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Aus folgenden Komponenten wird eine
Creme (O/W), enthaltend Ectoin, hergestellt:
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Herstellung
-
Zunächst werden die Phasen A und
B getrennt auf 75°C
erwärmt.
Danach wird Phase A unter Rühren langsam
zu Phase B gegeben und solange gerührt, bis eine homogene Mischung
entsteht. Nach Homogenisierung der Emulsion wird unter Rühren auf
30°C abgekühlt. Anschließend wird
auf 35°C
erwärmt,
die Phase C zugegeben und bis zur Homogenität gerührt.
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Bezugsquellen
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- (1) Merck KGaA
- (2) Rhodia
- (3) Uniqema
- (4) ISP
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Beispiel 5
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Topische
Zusammensetzung als W/O-Emulsion
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Herstellung
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Die Phasen A und B werden auf 75°C erwärmt. Phase
B wird unter Rühren
zu Phase A gegeben. Anschließend
wird das Gemisch bei 9000upm 2 Min. mit dem Turrax homogenisiert.
Das erhaltene Gemisch wird auf 30 bis 35°C abgekühlt, und C wird eingerührt.
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Bezugsquellen
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- (1) Merck KGaA
- (2) Goldschmidt AG
- (3) ISP
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Behandlung von
Neurodermitis
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Als Basiscreme für die im folgenden beschriebenen
Versuche wurde NiveaTM Creme (Beiersdorf
AG, Hamburg) verwendet. (Inhaltsstoffe: Aqua, Paraffinum liquidum,
Cera Microcristallina, Glycerin, Lanolin Alcohol (Eucerit®),
Paraffin, Magnesium Sulfate Decyl Oleate, Octyldodecanol, Aluminum
Stearates, Panthenol, Citric Acid, Magnesium Stearate, Parfum.)
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Beispiel 1:
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Eine weibliche Testperson (31) leidet
seit ihrer Geburt an chronischer Neurodermitis, die mit PrednisolonTM therapiert wird. Im akuten Stadium wurde
Basiscreme mit 1 % Tilirosidzusatz 2 mal täglich für drei Tage auf die erkrankten
Hautstellen dünn
aufgetragen. Alle akuten Symptome bildeten sich innerhalb von 2
Tagen vollständig
zurück
und innerhalb von fünf
Wochen trat auch kein neuer Schub auf. Identische Beobachtungen wurden
bei Rezidiven gemacht und dauern seitdem ohne Wirkungsverlust an.
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Beispiel 2:
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Eine weibliche Testperson (42) leidet
an Neurodermitis. Behandlung mit Basiscreme (1 % Tilirosidzusatz)
zeigte im Vergleich mit Tilirosid freier Basiscreme eine deutliche
Besserung des Hautbildes. Die Rötungen
bildeten sich mit Tilirosid haltiger Basiscreme vollständig zurück.