DE10240742A1 - Vorrichtung und Verfahren zur Aufnahme und Abgabe von Untersuchungsmedium - Google Patents
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Abstract
Sollen riechende oder duftende Untersuchungsmedien auf ihren qualitativen und quantitativen Gehalt an Inhaltsstoffen untersucht werden, kommt die Analytik oftmals mit den üblichen Trennverfahren zum Einsatz. Unabdingbar für den schnellen Erhalt der Ergebnisse ist dabei, die Untersuchung bereits an den festen Untersuchungsmedien durchzuführen, da diese Herangehensweise aufwendige Handlingschritte, wie z. B. übliche zeitaufwendige Extraktionen mit Lösemitteln, erspart. In vielen Fällen ist der Einsatz kleinster Untersuchungsmedienmengen dem Einsatz großer Unersuchungsmedienmengen vorzuziehen. Um reproduzierbare Menge bzw. Massen des Untersuchungsmediums zu erhalten ist bisher die Wägung an Präzisionswaagen durchgeführt worden, mit dem Nachteil des Verlustes an flüchtigen Verbindungen durch das lange Handling an der Umgebungsluft. DOLLAR A Es wird eine Vorrichtung zur Aufnahme von pulverförmigen, wachsartigen und stark pastösen Untersuchungsmedien verschiedenster Herkunft im 2- bis 3-stelligen mug-Bereich und Abgabe dieser beschrieben. Des weiteren werden Verfahren zur Aufnahme von pulverförmigen, wachsartigen und stark pastösen Untersuchungsmedien beschrieben. Prinzip dabei ist die mit geringem zeitlichen Aufwand verbundene Aufnahme des Untersuchungsmediums in einem zur Umgebungsluft nahezu abgeschirmten Hochlcontainer (7) und die schnelle Abgabe des Untersuchungsmediums durch Niederdrücken des Ausschubstempels (2). DOLLAR A Analytik in der unterschiedlichsten Form von mehr oder weniger ...
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme von pulverförmigen, wachsartigen und stark pastösen Untersuchungsmedien verschiedenster Herkunft und Abgabe dieser zur Durchführung instrumenteller Analytik, hauptsächlich Trennverfahren mit entsprechender Detektion, des Untersuchungsmediums und Verfahren zur Aufnahme von pulverförmigen, wachsartigen und stark pastösen Untersuchungsmedien verschiedenster Herkunft sowohl manuell als auch automatisiert einsetzbar.
- Sollen riechende oder duftende Untersuchungsmedien auf ihren qualitativen und quantitativen Gehalt an Inhaltsstoffen, deren Zusammensetzung, das Profil der Substanzen hin untersucht werden oder ähnliche Fragestellungen geklärt werden, kommt die Analytik, bei flüchtigen und verflüchtigbaren Substanzen mit Hilfe von Trennverfahren gasförmiger Medien, zum Einsatz.
- Unabdingbar für den schnellen Erhalt der Ergebnisse ist dabei, die Untersuchung bereits an den festen Untersuchungsmedien durchzuführen, da diese Herangehensweise übliche aufwändige Handlingschritte wie z.B. zeitaufwändige Extraktionen mit Lösemitteln, um ein analysefähiges Medium zu erhalten, erspart. Feste Untersuchungsmedien werden dabei nach der Headspace-Methode untersucht, bei der die abgegebenen flüchtigen Substanzen, wenn nötig durch Temperatureinwirkung verstärkt, aus dem das Untersuchungsmedium umgebenden Raum, aus dem mit einem dichtschließenden Septum versehenen kleinen, im Verhältnis zur Untersuchungsmedienmenge großen Probengefäß, wenn notwendig mit Anreicherung der Substanzen, der chromatographischen Trennung zugeführt werden. Der Übergang der Substanzen aus dem festen Untersuchungsmedium in den das Untersuchungsmedium umgebenden Raum, in dem mit einem dichtschließenden Septum versehenen kleinen, im Verhältnis zur Untersuchungsmedienmenge großen Probengefäß, muss, wenn notwendig durch Temperatureinfluss angeregt, zu Gunsten des das Untersuchungsmedium umgebenden Raumes, in dem mit einem dichtschließenden Septum versehenen kleinen, im Verhältnis zur Untersuchungsmedienmenge großen Probengefäß, erfolgen. Feste Medien, die flüchtige Verbindungen enthalten, müssen so schnell wie möglich der Untersuchung zugeführt werden, um ein Verlust an Substanzen während der Vorbereitung zu verhindern. Schnelles, verlustfreies Handling bis zum Verschließen des für die Untersuchung erforderlichen mit einem dichtschließenden Septum versehenen kleinen, im Verhältnis zur Untersuchungsmedienmenge großen Probengefäßes ist unabdingbar.
- Analyseverfahren mit den entsprechenden Anreicherungstechniken sind so empfindlich, dass kleinste Untersuchungsmedienmengen ausreichen. Kleine Untersuchungsmedienmengen sind notwendig, um die Beeinflussung des Messergebnisses wie z.B. durch Oberflächenunterschiede, Unterschiede durch diffusionskontrollierte Abgabe der Substanzen in den das Untersuchungsmedium umgebenden Raum in einem mit einem dichtschließenden Septum versehenen kleinen, im Verhältnis zur Untersuchungsmedienmenge großen Probengefäß weitestgehend auszuschließen. Für die vollständige Entfernung und Überführung der Substanzen aus dem das Untersuchungsmedium umgebenden Raum, aus dem mit einem dichtschließenden Septum versehenen kleinen, im Verhältnis zur Untersuchungsmedienmenge großen Probengefäß in das Analysengerät, wenn notwendig in mehreren Schritten, sind ebenfalls kleine Untersuchungsmedienmengen erforderlich, da die vollständige Überführung von Substanzen aus dem das Untersuchungsmedium umgebenden Raum, aus dem mit einem dichtschließenden Septum versehenen kleinen, im Verhältnis zur Untersuchungsmedienmenge großen Probengefäß bei großen Untersuchungsmedienmengen deutlich aufwändiger ist und der Übergang der Substanzen aus dem festen Untersuchungsmedium in den das Untersuchungsmedium umgebenden Raum, in dem mit einem dichtschließenden Septum versehenen kleinen, im Verhältnis zur Untersuchungsmedienmenge großen Probengefäß, wenn notwendig durch Temperatureinfluss angeregt, wesentlich weniger zu Gunsten des das Untersuchungsmedium umgebenden Raumes, in dem mit einem dichtschließenden Septum versehenen kleinen, im Verhältnis zur Untersuchungsmedienmenge großen Probengefäß, erfolgt. Das Verhältnis der Untersuchungsmedienmenge zum dem das Untersuchungsmedium umgebenden Raum, in dem mit einem dichtschließenden Septum versehenen kleinen, im Verhältnis zur Untersuchungsmedienmenge großen Probengefäß ist bei großen Untersuchungsmedienmengen ungünstiger als bei kleinen Untersuchungsmedienmengen.
- Die exakte Abmessung der Untersuchungsmedienmenge ist Voraussetzung, um quantitative Auswertungen durchzuführen und Vergleiche möglich zu machen. Reproduzierbarkeit der Untersuchungsmedienmenge ist also unabdingbar. Im allgemeinen wird dazu die Wägung der Untersuchungsmedienmenge angewandt. Bei kleinen Untersuchungsmedienmengen können dabei nur Präzisionswaagen angewandt werden, mit dem Problem des, bei der Wägung von kleinen Untersuchungsmedienmengen auftretenden, mit der Gefahr von Verlusten, langen Kontaktes zur Umgebungsluft.
- Die hier vorgestellte Erfindung betrifft eine Vorrichtung und Verfahren, das die Überführung kleinster, im μg-Bereich liegende Untersuchungsmedienmengen in ein mit einem dichtschließenden Septum verschließbaren kleinen, im Verhältnis zur Untersuchungsmedienmenge großen Probengefäß in kürzester Zeit, ohne aufwändige Handlingschritte und ohne den bei der Wägung von kleinen Untersuchungsmedienmengen auftretenden, mit der Gefahr von Verlusten, langen Kontakt zur Umgebungsluft, möglich macht. Die Erfindung bietet eine Vorrichtung und Verfahren zur Aufnahme von pulverförmigen, wachsartigen und stark pastösen Untersuchungsmedien und Abgabe dieser zur Durchführung instrumenteller Analytik, hauptsächlich Trennverfahren mit entsprechender Detektion, des Untersuchungsmediums mit für die Untersuchungsmedienmenge im μg-Bereich und dem geringen Handlingaufwand hohen Präzision. Zudem wird das Untersuchungsmedium während des Handlings an der Umgebungsluft durch die Bauform und die Verwendung inerten Materials in einem zur Untersuchungsmedien menge hohen Grad von der Umgebungsluft getrennt und damit der Verlust an leichtflüchtigen Substanzen aus dem Untersuchungsmedium unterdrückt.
- Die in
1A dargestellte Vorrichtung zeigt eine Ausführungsform der Vorrichtung bereit zur Aufnahme des Untersuchungsmediums (Grundzustand),1B zeigt eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Betätigung des Mechanismus und Abgabe des Untersuchungsmediums. - Die Ausführungsform der Vorrichtung besteht aus einem niederdrückbaren Druckknopf (
1 ) verbunden mit einem, in einem, aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehendem, Hohlrohr (6 ) geführten, am unteren Ende planen, aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden, Ausschubstempel (2 ), der bei Niederdrücken des Druckkopfes (1 ) entlang der Führung des, aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden, Hohlrohres (6 ) zum unteren Ende des, aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehendem, Hohlrohres (6 ) geschoben wird und bei Beendigung des Niederdrückvorganges über das untere Ende des, aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden, Hohlrohres (6 ) heraussteht. Das untere Ende des, aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden, Hohlrohres (6 ) ist ein stumpfes Ende und besitzt keine Schneide. - In der Stellung der Ausführungsform der Vorrichtung bereit zur Aufnahme des Untersuchungsmediums wird der aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehende Ausschubstempel (
2 ) und der damit verbundene niederdrückbare Druckknopf (1 ) so in der Grundstellung gehalten, dass ein mit dem aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden Ausschubstempel (2 ) verbundener Anschlagring (3 ) durch eine Feder (4 ) in der oberen Position gehalten wird. - Der Anschlagring (
3 ) ist so mit dem aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden Ausschubstempel (2 ) verbunden, das dessen Position entlang des aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden Ausschubstempel (2 ) und den damit verbundenen niederdrückbaren Druckknopf (1 ) veränderbar gegeben ist. Die Variation der Position des Anschlagringes (3 ) entlang des aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden Ausschubstempels (2 ) führt zur Variation der Position des aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden Ausschubstempels (2 ) innerhalb des aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden Hohlrohres (6 ). - In der Stellung der Ausführungsform der Vorrichtung bereit zur Aufnahme des Untersuchungsmediums ergibt sich ein Hohlcontainer (
7 ) der durch die Innenseiten des aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden Hohlrohres (6 ) seitlich und durch das plane Ende des aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden Ausschubstempel (2 ) nach oben begrenzt und gegen die Umgebungsluft abgeschirmt ist. Die untere Seite des Hohlcontainers (7 ) ist offen und dient zum Befüllen des Hohlcontainers (7 ). - Die Variation der Position des Anschlagringes (
3 ) entlang des aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden Ausschubstempels (2 ) und damit die Variation des aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden Ausschubstempels (2 ) innerhalb des aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden Hohlrohres (6 ) führt zur Variation des Volumens des Hohlcontainers (7 ) und damit zur Variation der aufnehmbaren Untersuchungsmediumsmenge. - Das aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehende Hohlrohr (
6 ), der aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehende Ausschubstempel (2 ), der mit dem aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden Ausschubstempel (2 ) verbundene Anschlagring (3 ) und die Feder (4 ) sind in einem Gehäuse (5 ) untergebracht, das gleichzeitig als Gehäuse zum Handling der gesamten Vorrichtung genutzt wird. - Ausgehend von der Stellung der Ausführungsform der Vorrichtung bereit zur Aufnahme des Untersuchungsmediums wird das Untersuchungsmedium je nach Untersuchungsmediumeigenschaft nach verschiedenen Verfahren in den Hohlcontainer (
7 ) eingebracht. - Wachsartige sowie stark pastöse Untersuchungsmedien werden aufgenommen, indem die Vorrichtung im Grundzustand verwendet wird und das untere stumpfe Ende des aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden Hohlrohres (
6 ) soweit in das wachsartige oder stark pastöse Untersuchungsmedium eingedrückt wird, dass die Eindrücktiefe des aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden Hohlrohres (6 ) tiefer ist, als die Tiefe der durch das plane Ende des aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden Ausschubstempels (2 ) begrenzte Tiefe des Hohlcontainers (7 ) und anschließend das aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehende Hohlrohr (6 ) und damit der mit wachsartigem oder stark pastösem Untersuchungsmedium befüllte Hohlcontainer (7 ) aus dem Rest des wachsartigen oder stark pastösen Untersuchungsmediums gezogen wird. Damit ist eine vollständige Befüllung des Hohlcontainers (7 ) erreicht. - Pulverförmige Untersuchungsmedien werden aufgenommen, indem das untere stumpfe Ende des aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden Hohlrohres (
6 ) in ein mit einem dichtschließenden Septum versehenen Gefäß durch Durchstechen durch das dichtschließende Septum geführt wird und in die auf dem Boden des mit einem dichtschließenden Septum versehenen Gefäßes befindliche Untersuchungsmedium so getaucht wird, dass das untere stumpfe Ende des aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden Hohlrohres (6 ) auf dem Boden des mit einem dichtschließenden Septum versehenen Gefäßes mit Druck, der das aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehende Hohlrohr (6 ) weder biegt noch beschädigt, aufstößt, danach abwechselnd mehrmals zurückgezogen wird und mehrmals erneut in die auf dem Boden des mit einem dichtschließenden Septum versehenen Gefäßes befindliche Untersuchungsmedium so getaucht, dass das untere stumpfe Ende des aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden Hohlrohres (6 ) auf dem Boden des mit einem dichtschließenden Septum versehenen Gefäßes mit Druck, der das aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehende Hohlrohr (6 ) weder biegt noch beschädigt, aufstößt, wobei die Vorrichtung im Grundzustand verwendet wird und das untere stumpfe Ende des aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden Hohlrohres (6 ) in dem mit einem dichtschließenden Septum versehenen Gefäß verbleibt und erst nach Abschluss der Befüllung des Hohlcontainers (7 ) aus dem mit einem dichtschließenden Septum versehenen Gefäß entfernt wird. Mit dieser mehrmaligen abwechselnden Ausführung des Eintauchens und Aufstoßens mit Druck, der das aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehende Hohlrohr (6 ) weder biegt noch beschädigt, des unteren stumpfen Endes des aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden Hohlrohres (6 ) in das in einem mit einem dichtschließenden Septum versehenen Gefäß befindliche pulverförmige Untersuchungsmedium, wobei die reproduzierbare Befüllung bei wiederholter Aufnahme und Abgabe von pulverförmigem Untersuchungsmedium des Hohlcontainers mit pulverförmigem Untersuchungsmedium die Anzahl der mehrmaligen abwechselnden Ausführung bestimmt, wird eine vollständige Befüllung des Hohlcontainers (7 ) und eine reproduzierbare Verdichtung der Befüllung erreicht. - Das pulverförmige, wachsartige oder stark pastöse Untersuchungsmedium haftet, seitlich und nach oben von der Umgebungsluft abgeschirmt, nach der Befüllung durch Wechselwirkungen zwischen pulverförmigen, wachsartigen oder stark pastösen Untersuchungsmedium und der aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden Innenwandung des Hohlrohres (
6 ) sowie durch Wechselwirkungen innerhalb des pulverförmigen, wachsartigen oder stark pastösen Untersuchungsmediums, wie z.B. van-der-Waals-Kräfte, bis die Abgabe des pulverförmigen, wachsartigen oder stark pastösen Untersuchungsmediums aus dem Hohlcontainer (7 ) erfolgt. - Die Abgabe des pulverförmigen, wachsartigen oder stark pastösen Untersuchungsmediums aus dem Hohlcontainer (
7 ) erfolgt durch Niederdrücken des niederdrückbaren Druckknopfes (1 ) und damit die Verschiebung des mit dem niederdrückbaren Druckknopfes (1 ) verbundenen, in einem, aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehendem, Hohlrohr (6 ) geführten, am unteren Ende planen, aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden, Ausschubstempel (2 ), über das untere stumpfe Ende des, aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden, Hohlrohres (6 ) hinaus und des damit verbundenen vollständigen Herausschiebens des pulverförmigen, wachsartigen oder stark pastösen Untersuchungsmediums aus dem Hohlcontainer (7 ) und erfolgt unmittelbar nach der Aufnahme von pulverförmigen, wachsartigen oder stark pastösen Untersuchungsmedium. Nach loslassen des niederdrückbaren Druckknopfes (1 ) bringt die Federkraft der Feder (4 ) den in dem, aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehendem, Hohlrohr (6 ) geführten, am unteren Ende planen, aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material bestehenden, Ausschubstempel (2 ) wieder in die Stellung der Ausführungsform der Vorrichtung bereit zur Aufnahme des Untersuchungsmediums zurück. - Die Ablage des freigewordenen pulverförmigen, wachsartigen oder stark pastösen Untersuchungsmediums erfolgt ohne langen Luftkontakt in ein mit einem dichtschließenden Septum verschließbares Analysegefäß.
- Die Tab. 1 zeigt die erreichbare für die Untersuchungsmedienmenge im μg-Bereich und dem geringen Handlingaufwand hohen Präzision in Form der durch Wägung kontrollierten aufgenommenen und abgegebenen Untersuchungsmedienmenge, hier als pulverförmiges Untersuchungsmedium von durch Mahlung in Pulverform überführte getrocknete Kräuter, in μg und der durch die Mehrfachbestimmung errechneten relativen Standardabweichung (RSD) zur Abschätzung der Präzision. Zur genauen Massebestimmung von pulverförmigen, wachsartigen oder stark pastösen Untersuchungsmedien ist einmal eine Wägung je pulverförmigen, wachsartigen oder stark pastösen Untersuchungsmediums als Kalibrierung notwendig.
Claims (24)
- Vorrichtung zur Aufnahme und Abgabe von Untersuchungsmedium für die instrumentelle Analytik, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hohlcontainer (
7 ) für die Aufnahme des Untersuchungsmediums in kleinsten Mengen zur Verfügung steht und das Untersuchungsmedium aus dem Hohlcontainer (7 ) durch Herausdrücken abgebbar ist. - Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Untersuchungsmedium pulverförmig, wachsartig oder hoch pastös ist und im allgemeinen bei Raumtemperatur flüchtige Substanzen enthält.
- Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlcontainer (
7 ) durch ein in einem Hohlrohr (6 ) geführten Ausschubstempel (2 ) gebildet wird, indem sich das untere Ende des Ausschubstempels (2 ) im Grundzustand innerhalb, mit einem Abstand zum unteren Ende des Hohlrohres (6 ), des Hohlrohres (6 ) befindet. - Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlcontainer (
7 ) ein Volumen besitzt, dass die Aufnahme von Untersuchungsmedium im 2- bis 3-stelligen μg-Bereich durchführbar macht. - Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlcontainer (
7 ) in den Dimensionen Höhe und Durchmesser so beschaffen ist, dass pulverförmige, wachsartige und stark pastöse Untersuchungsmedien durch auftretende Wechselwirkungen zwischen Untersuchungsmedium und Wandung des Hohlcontainers (7 ) im Hohlcontainer (7 ) verbleiben können. - Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlcontainer (
7 ) seitlich und nach oben durch die Konstruktion des Hohlcontainers (7 ) gegenüber der Umgebungsluft abgetrennt ist. - Vorrichtung gemäß Anspruch 3 und Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtrennung gegenüber der Umgebungsluft seitlich durch das Hohlrohr (
6 ) und nach oben durch das Ende des Ausschubstempels (2 ) gebildet wird. - Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlrohr (
6 ) aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material besteht. - Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das untere Ende des Hohlrohres (
6 ) stumpf ist und weder Schneide noch andere Bearbeitungen aufweist. - Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlrohr (
6 ) eine Wandstärke besitzt, die dünner ist als der Innendurchmesser des Hohlrohres (6 ). - Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlrohr (
6 ) eine Wandstärke besitzt, die dick genug ist eine stabile Außenbegrenzung des Hohlcontainers (7 ) zu bilden. - Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausschubstempel (
2 ) aus inertem, nicht ad- bzw. absorbierendem Material besteht. - Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausschubstempel (
2 ) ein unteres planes Ende besitzt. - Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausschubstempel (
2 ) passend in dem Innenraum des Hohlrohres (6 ) geführt wird. - Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der im Hohlrohr (
6 ) geführte Ausschubstempel (2 ) durch eine Feder (4 ) in der Grundstellung gehalten wird. - Vorrichtung gemäß Anspruch 1, 3 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Volumen des Hohlcontainers (
7 ) variiert werden kann, indem der Abstand des im Hohlrohr (6 ) geführten Ausschubstempels (2 ) zum unteren Ende des Hohlrohres (6 ) in der durch die Feder (4 ) gehaltenen Grundstellung variiert werden kann. - Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine Druckbetätigung auf den Druckknopf (
1 ) und damit auf das an dem Druckknopf (1 ) befestigte Ende des Ausschubstempels (2 ) das untere Ende des Ausschubstempels (2 ) vollständig aus dem Hohlrohr (6 ) und darüber hinaus gedrückt wird und der Hohlcontainer (7 ) damit nicht mehr vorhanden ist. - Verfahren zur Aufnahme von wachsartigem und stark pastösem Untersuchungsmedium, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Vorrichtung im Grundzustand verwendet wird und der Hohlcontainer (
7 ) ohne Schneidwirkung mit dem stumpfen Ende des Hohlrohres (6 ) tiefer als die Tiefe des Hohlcontainers (7 ) in das wachsartige bzw. stark pastöse Untersuchungsmedium gedrückt wird und darauf wieder aus dem wachsartigen bzw. stark pastösen Untersuchungsmedium herausgezogen wird. - Verfahren gemäß Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass vor Herausziehen des Hohlcontainers (
7 ) aus dem wachsartigen bzw. stark pastösen Untersuchungsmedium eine kurze Drehbewegung von einer halben Umdrehung der ganzen Vorrichtung erfolgt. - Verfahren zur Aufnahme von pulverförmigem Untersuchungsmedium, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Vorrichtung im Grundzustand verwendet wird und das untere stumpfe Ende des Hohlrohres (
6 ) in ein Gefäß geführt wird und in das auf dem Boden des Gefäßes befindliche pulverförmige Untersuchungsmedium so getaucht wird, dass das untere stumpfe Ende des Hohlrohres (6 ) auf dem Boden des Gefäßes mit Druck, der das Hohlrohr (6 ) weder biegt noch beschädigt, aufstößt und danach zurückgezogen wird. - Verfahren gemäß Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Gefäß ein mit einem dichtschließenden Septum versehenes Gefäß ist und dass das untere stumpfe Ende des Hohlrohres (
6 ) durch Durchstechen durch das dichtschließende Septum in das Gefäß geführt wird. - Verfahren gemäß Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorgang des Eintauchens in das pulverförmige Untersuchungsmedium, des Aufstoßens auf den Gefäßboden und das Zurückziehen mehrmals durchgeführt wird und dabei das untere stumpfe Ende des Hohlrohres (
6 ) in dem mit einem dichtschließenden Septum versehenen Gefäß verbleibt und erst nach Abschluss einer reproduzierbaren Befüllung des Hohlcontainers (7 ) aus dem mit einem dichtschließenden Septum versehenen Gefäß entfernt wird. - Verfahren zur Abgabe von wachsartigem, stark pastösem und pulverförmigen Untersuchungsmedium, dadurch gekennzeichnet, dass das im Hohlcontainer (
7 ) befindliche Untersuchungsmedium durch Herunterdrücken des mit einem Druckknopf (1 ) verbundenen Ausschubstempels (2 ) über das stumpfe Ende des Hohlrohres (6 ) hinaus aus dem Hohlcontainer (7 ) gedrückt wird und an dem Bestimmungsort abgelegt wird. - Verfahren gemäß Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabe des Untersuchungsmediums unmittelbar nach der Aufnahme des Untersuchungsmediums erfolgt.
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