DE1024059B - Gaszufuehrung mit rechtwinklig gekroepften hohlen Zufuehrungsleitungen zu sich drehenden Reaktionstrommeln - Google Patents
Gaszufuehrung mit rechtwinklig gekroepften hohlen Zufuehrungsleitungen zu sich drehenden ReaktionstrommelnInfo
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Description
- Gaszuführung mit rechtwinklig gekröpften hohlen Zuführungsleitungen zu sich drehenden Reaktionstrommeln Bei Reaktionsapparaten wird des öfteren die Aufgabe gestellt, darin befindliche Materialien umzuwälzen und gleichzeitig Gas einzuleiten, was bis dahin mit Trommeln bewerkstelligt wrude, die langsam drehen und bei denen das einzuleitende Gas durch die Trommelachsen hindurch mittels Stopfbüchsen eingeführt bzw. wieder abgeleitet wird, wie dies z. B. die französische Patentschrift l 043 710 veranschaulicht. Nachteilig bei diesen Einrichtungen ist, daß das Material im allgemeinen nur den untersten Raum der Trommel einnimmt und unter dem Einnuß der Drehbewegung auf der Innenseite des Mantels rutscht, ohne sich dabei stark umzuwälzen. Dem darüber hinwegstreichenden Gas aber bietet das Material nur eine in der Größe unveränderliche Rechtecksnäche, so daß die Berührung zwischen Gas und sonstigem Material auch nur auf diese Fläche beschränkt bleibt und dementsprechend auch die Reaktionsfähigkeat verhältnismäßig gering ist. Außerdem ist nachteilig, daß das Gas verhältnismäßig rasch vom Einlaß zum Auslaß über die Materialobern. äche hinwegstreicht und damit zunächst eine der Reaktion nachteilige geringe Verweilzeit in dem Apparat hat, und zudem wird von der Oberfläche leicht ein. Teil des Materials als Staub mitgerissen und durch den Auslaß hinausbefördert, wodurch die Ausbeute verringert wird und die anschließenden Gasrohrleitungen sich verstopfen.
- Es ist nun mõglich, die Durchmischung des Gutes und die dem Gas dargebotene Oberfläch, wesentlich zu vergrößern, ind, em man im Inneren der Trommel Schaufeln, Rippen oder Nocken anordnet, die das Material umwälzen, seitlich mit hochnehmen und durch den Gasraum hindurchfallen lassen. Hierdurch wird dieReaktionsfähigkeit zwar tatsächlich wesentlich verbessert, die Staubbildung aber so sehr vermehrt, daß der ganze Vorteil wieder verlorengeht.
- Die Ernndung beseitigt die aufgezeichneten Mängel und ist dadruch gekennzeichnet, daß die Gaszuführung unter Verwendung einer im Inneren der Trommel abgekröpften Leitun unter die Oberfläche des in der Trommel befindlichen materials geführt wird, so daß die eingeführten Gase genötigt sind,, das Material selbst zu durchdringen, ohne indessen von diesem nennenswerte Mengen mitzureißen. Die in. Frage stehende Einrichtung ist in Abb. 1 bis 3 gezeigt und hierin bedeutet 1 die als Reaktionskammer dienende drehbare Trommel mit ihren beiden Sch, ildzapfen 2, welch letztere abnehmbar eingerichtet sein können und mittels Laufscheiben 3 auf Walzen 5 gelagert sind, die auf dem Maschinengestell 6 befestigt sind.
- Es ist indessen auch eine normale Lagerung möglich in Gleitlagern, welche die Zapfen vont 2 in sich aufnehmen. Auf alle Fälle sind diese Zapfen verhältnis- mäßig stark und hohl und bergen in ihrem Inneren Stopfbüchsen 4 zwecks Druchfürhung und Abdichtung der Rohre 7 und 12, mittels deren das zur Reaktion dienende Gas ein-und wieder abgeführt wird. Dieses Rohr 7 hat im Inneren der Trommel 1 einen seitlich abgekröpften Arm 8, der nach abermaliger Kröpfung in den Arm 9 übergeht, welcher innerhalb des mit 11 bezeichnetenMaterialsgelegen ist. Der hohle Arm 9, der als Verlängerung der Rohre 7 und 8 dient, ist an seinem Ende geschlossen, besitzt aber zahlreiche Löcher 10, durch welche das Gas in das Trommelinnere eintreten kann, dabeiaber das Material 11 durchströmen muß. Als Abzug dient das bereits erwähnte Rohr 12, welches ebenfalls abgebogen sein kann, das mit 12'bezeichnet ist. 13 zeigt das Gaszuleitungsrohr von außen her und 14 ein Verbindungsstiick, welches ebenfalls eine Stopfbüchse 15 besitzt und in beliebiger Wise im Raum oder am MaschinengesteH 6 befestigt wird, beispielsweise durch eine Arm 16. Das durch die Rohre 8 und 9 verlängerte Rohr 7 ist außerhalb der Trommel mit einer beliebigen Feststellvorrichtung ausgerüstet, welche es zuverlässig daran verhindert, die Drehbewegung der Trommel 1 mitzumachen ; z. B. eine Kurbel 17 mit einer beliebigen Feststellvorrichtung 18, die in. einem feststehenden Bogen 19 mit Rasten oder Löchern 20 in beliebigen Lagen festgesetzt werden kann. In der gezeichneten Lage der Teile 17 und 18 befindet sich der Arm 9 in tiefster Stellung ; man kann ihm aber auch durch Verdrehen der Kurbel 17 andere Lagen geben, welche ihn näher an die Oberfläche von 11 bringen oder auch völlig ausschwenken, z. B. wenn die Kurbel die Lage 17'und 18'einnimmt.
- Die Wirkungsweise der Einrichtung ist d. ie folgende : Die Trommel 1 ist mit dem zu verarbeitenden Material 11 gefällt und, dreht sich langsam, wobei je nach Art der durchzuführenden Reaktion Wärme von außen zugeführt werden oder eine sonstige Maßnahme getroffen sein, kann. Das einzuleitende Gas kommt von der Rohrleitung 13 her, tritt bei 14 in das s Rohr 7 ein und gelangt durch eine Stopfbüchse 4 hindurch in den hohlen Arm 8 und-von da in den hohlen Arm 9, wobei es durch die Lächer 10 austritt, die Material-Schicht 11 durcbdringt und durch 12 wirder nanch außen abzieht, wobei es sich ganz oder teilweise verbraucht hat. Auch Abgase oder Dampf werden durch 12 abgeleitet. Der hohle Arm 9 kann nach seinem geschlossenen Ende zu verjüngt sein, damit das Austreten des Gases aus den Öffnungen 10 über die ganze, Lange'des Armes hin gleichmäßig vonstatten, geht.
- Die Bohrungen 10 werden zweckmäßigerweise so bemessen, daß dals s eingeleitete Gas verhältnismäßig langsam entweicht und bei seinem Durchgang durch da, Material möglichst nichts mitreßt, vor allem aber an derOberflächekeineStaubaufwirbelungverursacht. Die Löcher 10 sind möglichst so ! auszuführen, wie in den Abb. 2 und 3 als Beispiele vergrößert dargestellt, damit von dem Material 11 möglichst nichts in das Rohr 9 hieinfällt bzw. daß durch Herausschwenken der Arme 8 und 9 aus dem Material heraus s um 180° alles etwa in 9 hineingefallene Material leicht wieder herausfallen kann in den Raum der Trommel l. Es empfiehlt sich dabei, den Querschnitt des hohlen Armes 8 schmal, vielleicht sogar stromlinienförmigauszubilden,umeinestarkeMaterialbewegung an der Oberfläche zu vermeiden. Hingegen kann der Arm 9 in der Breite noch zusätzlich vermehrt oder mit Querarmen versehen werden, wenn man die innere Durchmischung des Materials 11 noch verstärken will. Außerdem kann man d) ie Wirkung der Materialumwälzung und der Druchströmung mit Gas in weiten Grenzen dadurch verändern, daß man vermittels der Kurbel 17 mit Feststellvorrichtung 18 und Rastenbogen 19 unterschiedliche Lagen der Arme 8 und 9 einstellt, wobei die Gasausströmöftnungen 10 näher oder weiter entfernt von der Materialoberfläche 11 stehen. Wenn die Trommel 1 entleert werden soll, wird das Rohr 7 mit den daran befindlichen Armen 8 und 9 um 180° geschwenkt, wobei die Arme ganz aus dem Wege sind und, wie bereitserwähnt, darin angesammeltes Material wirder herausfallen kan Das Rohr 12 kann bis zur Lage 12'nach oben abgebogen sein, damit es möglichst keinen Staub aufnimmt, oder man kann es mit einer davor gesetzten Haube oder einer Prallscheibe gegen Staubaufnahme schützen.
- Die Vorteile der beschriebenen Einrichtung sind aus den vorangehenden Erläuterungen schon weitgehend ersichtlich. Zunächst einmal führt der Gasstrom nicht geradlinig durch die Trommel 1 hindurch.
- Er wird also keinen Staub von der Materialoberfläche mitreißen und erhält eine der Reaktion zuträglache längere Verweilzeit im Inneren der Trommel. Durch die unter die matera. lschicht verlegte Gaseinführung g wird erreicht, daß das Gas nicht nur wesentlich inniger mit dem sonstigen Material in Berührung kommt, sondern außerdem, daß die Berührungsoberflache ungleich vergrößert ist gegenüber anderen be- kannten Ausführungen. Außerdem ist, wie erwähnt, dieser Faktor einstellbar, indem man dem Arm 9 verschiedene Höhenlagen verleiht. Es kommt hinzu, daß der feststehende Arm 9 durch die Drehbewegung der Trommel eine Mischwirkung auf das Gut ausübt, wodurch nicht immer ein und dieselbe Materialschicht vom Gas berührt wird. sondern. die ganze Charge gleichmäßig und über die ganze Dauer der Reaktion hin. Es ist ferner zu erwähnen, daß dieser Rühr-und Mischvorgang sich im Inneren des Materials vollzieht und infolgedessen keine zusätzliche Staubbildung verursacht. Die Oberfläche der Charge 11 bleibt während der ganzen Arbeitszeit praktisch unverändert. wenngleich, die zugehörigen Teilchen ständig wechseln. Sofern andere \indien oder Wärme zugeführt werden, gilt für diese das gleiche, denn auch ihnen kommt die Materialdurchmischung und die abwechselnde Berührung aller einzelnen Teilchen in gleichem alaise zugute.
- Schließlich ist noch als besonderer Vorteil anzusehen, daß die Einrichtung durch große Einfachheit keine nennenswerten Mehrosten verusacht, vor allem aber daß keinerlei zusätzliche Aufwendungen für Wartung entstehen.
- Abschließend kann geltend gemacht werden, daß ein und dieselbe Trommel I mit einer größeren Füllung 11 versehen werden kann, weil das Material stark durchgerührt wird, und bei aufwärts gebogenem Rohr 12 kann man ohne weiteres auch über die Mittelachse hinaus füllen.
- PATENTANSPRÜCIIE 1. Gaszufiihrung mit rechtwinklig gekröpften hohlen Zuführungsleitungen zu sich drehenden Reaktionstrommeln, dadurch gekennzeichnet, daß als Verlängerung des durch die Drehachse der Trommel geführten Einführungsrohres (7) für das Gas zweimal rechtwinklig gekröpfte hohle Arme (8) und (9) und in letzteren Ausströmöffnungen (10) vorgesehen sind, wobei die erste Kröpfung nach unten geführt ist.
Claims (1)
- 2. Gaszuführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Halten der Arme (8) und (9) in ihrer jeweiligen Lage ein kurbelartiger Arm (17) mit Feststellvorrichtung (18) und einem Rasten-oder Loclikranz (19) und (20) vorgesehen ist.3. Gaszuführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dag der Querschnitt des Armes (8) schmal, länglich oder stromlinienförmig ausgebildet ist und der Arm (9) ebenfalls einen länglichen Querschnitt aufweist oder mit seitlichen Armen versehen ist.4. Gaszuführung nach Anspruch 1, dadurch, gekennzeichnet, daß der Arm (9) nach seinem verschlossenen Ende zu verjüngt ist.5. Gaszuführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Offnungen (10) an ihrem Austrittsende verengt sind.In Betracht gezogene Druckschriften : Französische Patentschrift Nr. 1 043 710.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEF17924A DE1024059B (de) | 1955-07-13 | 1955-07-13 | Gaszufuehrung mit rechtwinklig gekroepften hohlen Zufuehrungsleitungen zu sich drehenden Reaktionstrommeln |
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| DEF17924A DE1024059B (de) | 1955-07-13 | 1955-07-13 | Gaszufuehrung mit rechtwinklig gekroepften hohlen Zufuehrungsleitungen zu sich drehenden Reaktionstrommeln |
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| DE1024059B true DE1024059B (de) | 1958-02-13 |
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| DE (1) | DE1024059B (de) |
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-
1955
- 1955-07-13 DE DEF17924A patent/DE1024059B/de active Pending
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