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Die Erfindung betrifft einen mit
akustischen Volumenwellen arbeitenden Resonator, insbesondere einen
Bulk Acoustiv Wave Resonator oder Thin Film Acoustiv Wave Resonator
(BAW-Resonator oder
FBAR-Resonator) sowie ein einen oder mehrere solcher Resonatoren
enthaltendes Bauelement mit hermetischer Verkapselung.
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Solche Resonatoren sind insbesondere
für Bandpaßfilter
in der modernen Filtertechnologie geeignet und können z. B. in den Geräten der
mobilen Kommunikation eingesetzt werden.
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Ein mit akustischen Volumenwellen
arbeitender Resonator weist eine piezoelektrische Schicht auf, die
zwischen zwei Metallschichten (Elektroden) angeordnet ist. Die Schichten
werden auf einem Substrat übereinanderfolgend
abgeschieden und dabei so strukturiert, daß mehrere Resonatoren entstehen, die
z.B. über
ihre entsprechend strukturierten Elektroden elektrisch miteinander
verbunden sind und zusammen zum Beispiel eine Filterschaltung realisieren
können.
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Um die akustische Energie der Volumenwelle
im Resonator speichern zu können
bzw. um zu verhindern, daß akustische
Energie in das Substrat, auf dem der Resonator angeordnet ist, entweicht,
wird unter dem Resonator entweder ein akustischer Spiegel angeordnet
oder ein Luftspalt vorgesehen. Ein akustischer Spiegel besteht zumindest
aus zwei, vorzugsweise aber mehr Schichten, die alternierend aus Materialien
mit hoher und niedriger akustischer Impedanz bestehen. Material
und Dicke dieser Schichten sind dabei so gewählt, daß für die gewählte Resonanzfrequenz des Resonators
alle Schichtdicken im Bereich einer viertel Wellenlänge (oder
ungeradzahliger Vielfacher einer Viertelwellenlänge) der in dem jeweiligen
Schichtmaterial ausbreitungsfähigen akustischen
Welle bei dieser Frequenz sind. Unter diesen Bedingungen wird der
theoretische Idealfall maximaler konstruktiver Interferenz der an
den Grenzschichten reflektierten akustischen Wellen optimal angenähert und
so das Entweiche akustischer Energie aus dem Resonator verhindert.
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Den gleichen Zweck erfüllt auch
ein Luftspalt, da der große
Impedanzsprung zwischen der obersten (bzw. untersten) Schicht des
Resonators und der Luft ausreichend ist, um die akustische Welle
nahezu vollständig
zu reflektieren.
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Ein mit akustischen Volumenwellen
arbeitender Resonator bzw. ein Bauelement, welches solche Resonatoren
aufweist, ist ebenso wie ein Oberflächenwellenbauelement (Surface
Acoustic Wave oder SAW Bauelement) empfindlich gegen Massenbelastung
oder Schädigung
durch kontaminierende Substanzen auf der Oberfläche der Resonatoren. Üblicherweise
werden daher für
solche FBAR-Resonatoren und Bauelemente aus der Halbleitertechnik
bekannte Bauelementgehäuse
verwendet, in die die Bauelemente eingebaut, beispielsweise eingeklebt werden.
Solche beispielsweise aus Keramik oder Metall bestehenden Gehäuse sind
insbesondere zweiteilig und bestehen beispielsweise aus einer Wanne
und einem Deckel oder einem Träger
und einer Kappe, wobei die beiden Gehäuseteile nach dem Einsetzen
des Bauelements miteinander verklebt, verschweißt oder verlötet werden
können.
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Solche Gehäusetechnologien erfordern jedoch
einen hohen Verfahrens- und Kostenaufwand und können wegen erforderlicher Mindestmaße z.B. bezüglich Wanddicken
mit der aus technologischen und wirtschaftlichen Gründen geforderten
Miniaturisierung der Bauelemente nicht Schritt halten. In der
US 6087198 wird daher vorgeschlagen,
die Verpackung durch eine äußere Versiegelung
mittels einer Kunststoffmasse zu ersetzen. Um zu verhindern, daß diese
Kunststoffversiegelung eine negative Einwirkung auf die akustischen
Eigenschaften des Resonators hat, wird zwischen dem Resonator und
der Versiegelung ein akustischer Spiegel vorgesehen. Auch aus der
US 5872493 wird eine über dem
Bauelement aufgebrachte Versiegelung beschrieben, die zumindest
eine Passivierungsschicht umfaßt,
die aus SiO
2, einem Epoxidharz oder einer
beliebigen Glob Top Zusammensetzung besteht. Auch hier wird eine
akustische Beeinträchtigung
des Resonators durch einen dazwischen geschobenen akustischen Spiegel
von zumindest drei Spiegelschichten verhindert.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ist es, eine Verkapselung für
einen FBAR-Resonator bzw. ein daraus aufgebautes Bauelement anzugeben,
die eine ausreichend hermetische Versiegelung bei gleichzeitig ausreichend
mechanischem Schutz gewährleistet
und die einfacher als bekannte Lösungen aufgebaut
ist.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen
Resonator mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
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Vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung sind weiteren Ansprüchen
zu entnehmen.
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Die Erfindung schlägt vor, über einem
herkömmlich
aufgebauten Resonator einen akustischen Spiegel vorzusehen, der
eine dielektrische und eine Metallschicht umfaßt. Die dielektrische Schicht
ist dabei so ausgebildet, daß sie
gleichzeitig eine hermetische Versiegelung für den oder die Resonatoren
darstellt. Die die zweite Schicht des akustischen Spiegels bildende
Metallschicht kann beim erfindungsgemäßen Bauelement in vorteilhafter
Weise zur elektromagnetischen Abschirmung dienen. Im Vergleich zu den
bekannten Lösungen
wird beim erfindungsgemäßen Resonator
eine Versiegelung bereits mit einem speziell aufgebauten akustischen
Spiegel erreicht, ohne daß über dem
akustischen Spiegel weitere Verkapselungsschichten angeordnet werden müssen.
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Die dielektrische Schicht ist so
ausgewählt, daß sie alleine
die ausreichende hermetische Versiegelung des Resonators bzw.
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eines daraus aufgebauten Bauelements
gewährleistet.
Ein erfindungsgemäßer Resonator
ist daher wesentlich einfacher aufgebaut, ist daher kostengünstiger
und einfacher herzustellen und weist ein geringeres Bauelementvolumen
als bekannte Bauelemente auf.
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Eine vorteilhafte akustische Spiegelwirkung wird
erzielt, wenn die Schichtdicken von dielektrischer Schicht und Metallschicht
in Abhängigkeit
vom verwendeten Material so ausgewählt werden, daß deren
Dicke etwa einem Viertel der Wellenlänge (oder einem ungeradzahligen
Vielfachen einer Viertelwellenlänge)
der in dem entsprechenden Material ausbreitungsfähigen akustischen Volumenwelle
entspricht.
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Weiterhin wird die Reflexion des
akustischen Spiegels durch einen möglichst großen Unterschied der akustischen
Impedanz der beiden Spiegelschichten beeinflußt. In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird daher vorgeschlagen, für die dielektrische Schicht
eine organische Schicht und insbesondere ein sogenanntes Low-k-Dielektrikum zu
verwenden. Derartige Materialien sind als Dielektrika auf elektronischen
Bauelementen bekannt und werden hier erstmals als funktioneller
Bestandteil für mit
akustischen Wellen arbeitende Bauelemente vorgeschlagen. Diese Low-k-Dielektrika
zeichnen sich durch eine außergewöhnlich niedrige
akustische Impedanz aus und haben zudem meist außergewöhnlich gute Isolations- und
Versiegelungseigenschaften, die sie für die erfindungsgemäße versiegelnde Spiegelschicht
besonders geeignet machen.
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Die erfindungsgemäße Aufgabe wird bereits mit
einem akustischen Spiegel erreicht, der zwei geeignete Spiegelschichten
(dielektrische Schicht und Metallschicht) von niedriger bzw. hoher
akustischer Impedanz aufweist. Soll die Verkapselung zusätzlich noch
eine hohe mechanische Festigkeit aufweisen, wird in. einer erfindungsgemäßen Weiterbildung
vorgeschlagen, über
dem akustischen Spiegel zumindest eine weitere Schicht oder ein
weiteres Schichtenpaar so anzuordnen, daß sich eine alternierende Abfolge
von Schichten relativ niedriger akustischer Impedanz und von Schichten
relativ hoher akustischer Impedanz ergibt. Da bereits mit den ersten
beiden Schichten, also der dielektrischen Schicht und der Metallschicht
bei geeignetem Impedanzunterschied eine ausreichend hohe akustische
Reflexion erhalten werden kann, ist für weitere darüber anzuordnende
akustische Spiegelschichten sowohl Auswahl des Materials als auch
die genaue Schichtdicke weniger kritisch als für die beiden ersten Schichten. Für die weiteren
darüber
aufzubringenden Einzelschichten oder Schichtenpaare kommen daher
auch andere und insbesondere kostengünstigere Materialien in Frage,
die für
den aus dielektrischer Schicht und Metallschicht bestehenden akustischen
Spiegel selbst weniger oder nicht geeignet wären.
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Die Erfindung kann mit einem einzelnen
Resonator verwirklicht werden. Da übliche Verwendungen von mit
akustischen Volumenwellen arbeitenden Resonatoren üblicherweise
Filterschaltungen sind, kann mit der Erfindung auch eine aus mehreren
miteinander verschalteten Resonatoren bestehende Schaltung verkapselt
werden. Eine solche Schaltung wird üblicherweise aus einem gemeinsamen Schichtaufbau
strukturiert, der zumindest eine erste Elektrode, eine piezoelektrische
Schicht und eine zweite Elektrode umfaßt. Durch geeignete Strukturierungsschritte
der Elektrodenschichten und gegebenenfalls auch der piezoelektrischen
Schicht wird eine geeignete Verschaltung der einzelnen Resonatoren erreicht,
die beispielsweise eine Ladder type-Schaltung oder eine Lattice-Schaltung
darstellen kann. Eine solche Schaltung kann eine beliebige Anzahl von
Resonatoren umfassen. Für
eine einfache Filterwirkung sind bei einer Ladder-Type Struktur
wenigstens zwei Resonatoren erforderlich. Um die Selektivität des Filters
zu erhöhen,
kann die Struktur um weitere Resonatoren ergänzt werden. Die aus dem gemeinsamen
Schichtaufbau strukturierten, miteinander verschalteten Resonatoren
werden gemeinsam mit dielektrischer und Metallschicht überdeckt.
Zur Vermeidung einer kapazitiven Verkopplung der Resonatoren über die
Metallschicht und ggf. weitere darüber aufgebrachte elektrisch
leitende Schichten können
diese zwischen den Resonatoren elektrisch aufgetrennt sein.
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Der Schichtaufbau wird mittels Dünnschichtverfahren
durch Über-
und Nacheinanderabscheiden der einzelnen Schichten auf einen Wafer,
ggf. unter Dazwischenanordnen eines akustischen Spiegels oder anderer
Anpaß-
und wachstumsvermittelnden Schichten erzeugt. Ein solcher Wafer
kann aus herkömmlichen
Substratmaterialen bestehen, insbesondere aus Silizium, Galliumarsenid,
Glas, Keramik oder beliebigen anderen als Trägermaterial geeigneten Stoffen.
Aufgrund der geringen Größen erfindungsgemäßer Resonatoren
oder aus mehreren Resonatoren hergestellter Bauelemente können auf
einem Wafer eine Vielzahl von Bauelementen gleichzeitig und parallel
aus einem gemeinsamen Schichtaufbau hergestellt werden. Dabei ist
es dann auch möglich,
die dielektrische und die Metallschicht ganzflächig über allen auf einem Wafer hergestellten Bauelementen
abzuscheiden. Möglich
und vorteilhaft ist es weiterhin, auf dem Wafer zusätzliche
aktive oder passive Schaltungselemente anzuordnen und integriert
mit den Resonatoren zu verschalten. Auch solche aktiven und passiven
Schaltungselemente können
mit der erfindungsgemäßen Versiegelung, bestehend
aus der dielektrischen Schicht und der Metallschicht, gemeinsam
abgedeckt werden.
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Nach dem Aufbringen und ggf. Strukturieren der
letzten Schicht werden die Bauelemente vereinzelt, beispielsweise
durch einen Sägeprozeß durch den
gesamten Schichtaufbau einschließlich des Substrates. Dabei
stellt es keinen Nachteil dar, daß die dielektrische Schicht
an den Schnittkanten der einzelnen Bauelemente freigelegt wird,
da die versiegelte Wirkung ausschließlich von der dielektrischen Schicht
zur Verfügung
gestellt wird. Die Metallschicht dient ausschließlich als Schicht hoher akustischer Impedanz
für den
akustischen Spiegel und kann bei geeigneter elektrischer Anbindung
als elektromagnetische Abschirmschicht dienen.
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Wie bereits erwähnt, können auf dem Wafer Schaltungen
verwirklicht werden, die neben den Resonatoren aktive und passive
Schaltungselemente umfassen, insbesondere Mikrostreifenleitungen,
Induktivitäten,
Kapazitäten,
Transistoren, Dioden und Widerstände.
Mit Hilfe der Resonatoren und der zusätzlichen Schaltungselemente
können
Schaltungen hergestellt werden, beispielsweise ein Hochfrequenzschalter,
eine Anpaß-Schaltung, ein Antennenschalter,
ein Diodenschalter, ein Transistorschalter, ein Hochpaßfilter,
ein Tiefpaßfilter,
ein Bandpaßfilter, ein
frequenzabstimmbaes Filter, ein Bandsperrfilter, ein Leistungsverstärker, ein
Vorverstärker,
ein LNA, ein Diplexer, ein Duplexer, ein Koppler, ein Richtungskoppler,
ein Speicherelement, ein BALUN, ein Mischer oder ein Oszillator.
Für die
anderen Schaltungs- und Anpaßelemente
wird zwar kein akustischer Spiegel benötigt, doch dient auch hier
die ganzflächig
aufgebrachte dielektrische Schicht als Versiegelungsschicht und
die Metallschicht als elektromagnetische Abschirmung für die Schaltungselemente.
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Wünschenswerte
und erreichbare Eigenschaft für
die dielektrische Schicht ist eine gut reproduzierbare und in der
Schichtdicke kontrollierbare Abscheidbarkeit in einem Dünnschichtverfahren. Weiterhin
wünschenswert
und vorteilhaft ist eine niedrige Dielektrizitätskonstante, eine geringe Wasserdurchlässigkeit,
eine geringe Wasseraufnahme und insbesondere eine niedrige akustische
Impedanz.
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Besonders vorteilhaft werden alle
diese Eigenschaften in einem Benzocyclobuten verwirklicht. Benzocyclobutene
sind aus der Halbleiterindustrie und beispielsweise unter dem Namen
Cycloten® bekannt
und werden insbesondere als Zwischenschichten, als Dielektrika und
als Versiegelungsschichten bei mikroelektronischen Schaltungen eingesetzt. Vorteilhaft
sind insbesondere die niedrige Dielektrizitätskonstante und die guten Schichteigenschaften, insbesondere
die hohe Schichthomogenität,
die sich mit einem Benzocyclobuten erreichen läßt.
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Benzocyclobutene können vielfältig substituiert
sein, um gewünschte
Materialeigenschaften zu betonen oder zu verstärken. Sie polymerisieren unter Wärmeeinwirkung
zu teilaromatischen polycyclischen Systemen, die chemisch nahezu
inert sind. Benzocyclobutene können
mit hoher Schichtdickengenauigkeit im Dünnschichtverfahren aufgebracht werden,
so daß die
Herstellung einer möglichst
genau lambda-viertel-dicken dielektrischen Schicht für ein erfindungsgemäßes Bauelement
besonders einfach möglich
ist. Die elastischen Eigenschaften des Dielektrikums können sich
derart auswirken, daß Schichtstress,
der sich an den Grenzflächen
zu darunter liegenden Schichten oder zu darüber abgeschiedenen Schichten
durch unterschiedliche thermische Ausdehnungskoeffizienten der Schichten
aufbauen kann, teilweise oder ganz kompensiert wird. Dielektrika
auf der Basis verketteter stabiler Polymere werden z.B. in der Halbleiterindustrie
bei der Herstellung integrierter optischer Bauelemente als sogenannte
Stress-Compensation-Layer eingesetzt. Neben Benzocyclobuten sind
weitere Low-k-Dielektrika bekannt,
die eine niedrige akustische Impedanz aufweisen und erfindungsgemäß für die dielektrische Schicht
und die Schichten relativ niedriger akustischer Impedanz eingesetzt
werden können. Low-k-Dielektrika
sind beispielsweise Aerogele, poröse Silikate, Organosilikate,
ein von kondensierten Silsesquioxanen abgeleitetes Siloxan, eine
polyaromatische Verbindung oder vernetztes Polyphenylen.
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Werden diese Materialien für die dielektrische
Schicht eingesetzt, so ist es gemäß einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung auch möglich,
die dielektrische Schicht über
den Resonatoren und den ggf. vorhandenen zusätzlichen Schaltungselementen zunächst zu
planarisieren. Dabei wird eine eingeebnete Oberfläche der
dielektrischen Schicht erhalten, was aber in Konsequenz bedeutet,
daß über den
einzelnen Resonatoren, über
dem Wafer oder über
anderen Schaltungselementen unterschiedliche Schichtdicken an dielektri scher Schicht erhalten werden. Erfindungsgemäß wird das
Bauelement so planarisiert, daß die über den
Resonatoren verbleibende Schichtdicke der dielektrischen Schicht
etwa einer λ-Viertelschicht
(oder einem ungeradzahligen Vielfachen von λ-Viertelschicht) entspricht.
Eine planarisierte Oberfläche
der dielektrischen Schicht hat den weiteren Vorteil, daß das weitere
Aufbringen zusätzlicher
Schichten wesentlich erleichtert ist und insbesondere eine höhere Schichtdickenhomogenität, eine
bessere Haftung und eine Materialeinsparung erreicht wird. Mit einer über mehreren
Resonatoren und ggf. weiteren Schaltungselementen aufgebrachten
planaren Schicht ergibt sich außerdem
eine mechanisch belastbare Oberfläche, auf der es möglich ist,
weitere Strukturen aufzubringen, beispielsweise eine weitere Metallisierungsebene,
elektrische Anschlußflächen, beispielsweise
lötbare
Anschlußflächen, die
das Aufbringen von Bumps erlauben, mit denen das Bauelement in Flip-Chip-Technik
mit einer Leiterplatte, einem Modulsubstrat oder einer äußeren Schaltungsumgebung
verbunden werden kann.
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Im folgenden wird die Erfindung anhand
von Ausführungsbeispielen
und den dazugehörigen schematischen
Figuren näher
erläutert.
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1 zeigt
einen auf einem Substrat aufbrachten Resonator mit einem akustischen
Spiegel.
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2 zeigt
einen über
einem Luftspalt aufgebrachten Resonator.
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3 zeigt
eine Verkapselung für
einen Resonator.
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4 zeigt
einen Resonator mit einer Glob Top-Versiegelung.
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5 zeigt
einen erfindungsgemäßen Resonator.
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6 zeigt
zwei erfindungsgemäße Resonatoren.
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7 zeigt
zwei erfindungsgemäße Resonatoren
mit einer planarisierten dielektrischen Schicht.
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8 zeigt
die Anordnung mit einem durchgehenden unteren akustischen Spiegel.
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9 zeigt
ein erfindungsgemäßes Bauelement
mit einem weiteren Schichtenpaar über der Metallschicht.
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10 zeigt
ein erfindungsgemäßes Bauelement,
bei dem ein weiteres Schaltungselement integriert ist.
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11 zeigt
das simulierte Durchlaßverhalten
eines aus erfindungsgemäßen Resonatoren
aufgebauten Duplexers mit einer gemeinsamen Verkapselung
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1 zeigt
im schematischen Querschnitt einen an sich bekannten FBAR-Resonator,
der auf einem beliebigen Substrat SU als Dünnschichtaufbau SA verwirklicht
ist. Direkt über
dem Substrat, ggf. über
Anpassungsschichten, ist ein akustischer Spiegel A5 vorgesehen.
Dieser umfaßt
zumindest zwei, vorzugsweise drei und mehr als λ-Viertel-Schichten mit alternierend
hoher und niedriger Impedanz. Über dem
akustischen Spiegel AS ist der eigentliche Resonator, bestehend
aus einer ersten Elektrodenschicht ES1, einer piezoelektrischen
Schicht PS und einer zweiten Elektrodenschicht ES2 aufgebaut.
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2 zeigt
eine alternative Möglichkeit,
einen FBAR-Resonator
ohne akustischen Spiegel zu fertigen. In diesem Fall besteht der
Schichtaufbau aus mit einer Elektrodenschicht ES1, einer piezoelektrischen
Schicht PS und einer zweiten Elektrodenschicht ES2. Nach dem Fertigen
des Schichtaufbaus SA wird das Substrat im Bereich des Resonators
gedünnt,
wobei entweder eine dünne
Membran M verbleibt, oder wobei das Substrat vollständig entfernt wird
und im Bereich des Resonators die untere Elektrodenschicht ES1 freigelegt
wird.
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3 zeigt
in schematischer Querschnittsdarstellung eine bekannte Methode zur
hermetischen Verkapselung eines FBAR-Resonators. Der herkömmliche, beispielsweise in 1 oder 2 aufgebaute Schichtaufbau SA wird hier
mit einer kappenförmigen
Abdeckung AD so abgedeckt, daß über dem
Schichtaufbau SA ein Luftspalt LS verbleibt, damit keine Dämpfung der
akustischen Schwingung erfolgen kann. Die Abdeckung AD kann mit
dem Substrat SU verklebt, verlötet
oder anderweitig befestigt werden.
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4 zeigt
im schematischen Querschnitt eine weitere aus der bereits genannten
US 6087198B bekannte
Möglichkeit
zur Versiegelung eines FBAR-Resonators. Über dem herkömmlichen Schichtaufbau
41 ist
ein zumindest drei Schichten umfassender akustischer Spiegel
48 angeordnet. Der
einzelne Resonator wird anschließend mit einer Glob Top Masse,
beispielsweise einem flüssig
aufbringbaren Epoxidharz abgedeckt, welches anschließend gehärtet wird.
Mit der Glob Top Abdeckung dieses einzelnen Resonators soll dieser
gegen Umwelteinflüsse
geschützt
werden.
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5 zeigt
anhand eines schematischen Querschnitts auszugsweise ein erfindungsgemäßes Bauelement.
Dieses umfaßt
einen Schichtaufbau SA, der den Resonator und ggf. den akustischen
Spiegel enthält,
und über
einem Substrat SU aufgebracht ist. Erfindungsgemäß ist nun der gesamte in dem Schichtaufbau
SA verwirklichte Resonator mit einer dielektrischen Schicht DS abgedeckt,
deren Dicke etwa einem Viertel (oder einem ungeradzahligen Vielfachen
davon) der Wellenlänge
der darin ausbreitungsfähigen
akustischen Welle entspricht. Die dielektrische Schicht DS dient
dabei gleichzeitig zur Versiegelung des Bauelements und ist vorzugsweise aus
einem organischen Low-k-Dielektrikum aufgebaut.
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Darüber ist eine Metallschicht
MS angeordnet, deren Dicke ebenfalls einer Viertel-Wellenlänge (oder
einem ungeradzahli gen Vielfachen davon) bei der Arbeitsfrequenz
des Resonators entspricht. Das Metall ist insbesondere unter dem
Gesichtspunkt einer maximalen akustischen Impedanz ausgewählt. Besonders
geeignet für
die Metallschicht sind daher die Metalle Wolfram, Molybdän oder Gold.
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6 zeigt
anhand eines schematischen Querschnitts ein mehrere Resonatoren
umfassendes Bauelement. In der Figur sind zwei Resonatoren R1, R2
aus einem Schichtaufbau strukturiert und auf einem Substrat SU angeordnet.
Ganzflächig
ist darüber
eine dielektrische Schicht in eine Dicke D1 aufgebracht, die einer
Viertelwellenlänge
entspricht. Die dielektrische Schicht wird vorzugsweise konform
aufgebracht und folgt daher der Topologie der Resonatoren R1 und
R2. Dabei ist es nicht erforderlich, daß die dielektrische Schicht
DS überall
die gleiche Schichtdicke D1 aufweist, die lediglich über den
Resonatoren einzuhalten ist.
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Ganzflächig über der dielektrischen Schicht DS
ist eine Metallschicht MS angeordnet, die ebenfalls zumindest über den
Resonatoren eine Schichtdicke D2 aufweist, die einer Viertelwellenlänge der Resonatorarbeitsfrequenz
entspricht. Aus der Figur ist klar ersichtlich, daß die Resonatoren
R1, R2 vollständig
von der dielektrischen Schicht bedeckt sind, die außerhalb
der Resonatoren mit dem Substrat SU abschließen kann. Aufgrund der versiegelnder
Eigenschaften der dielektrischen Schicht, insbesondere deren geringer
Wasseraufnahme und geringer Wasserdurchlässigkeit und deren Dichtheit
gegenüber
Gasen mit hohem Molekülvolumen
und Flüssigkeiten,
die das vernetzte oder verkettete Polymernetz nicht zu durchdringen
vermögen,
ist der Resonator optimal gegen Umwelteinflüsse geschützt. Mit der Metallschicht
ist er weiterhin auch mechanisch geschützt und wird durch mechanische
Einwirkung auch in seinen akustischen Eigenschaften nicht beeinträchtigt.
Dies eröffnet
die Möglichkeit, über der Metallschicht
weitere Schichten, Strukturen, Metallisierungsebenen oder Lötverbindungen
vorzusehen. Gleichzeitig sorgt die Metallschicht MS für eine elektromagnetische
Abschirmung der Resonatoren. Dies ist insbesondere bei der Verwendung
der Resonatoren in Filterschaltungen für Front-end-Module in der mobilen
Kommunikation und dort insbesondere im Empfangsteil von Vorteil.
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Bezüglich der für die Erfindung wichtigen Schichtdicken
D1 und D2 ist die gewünschte
Arbeitsfrequenz des Resonators entscheidend. Werden die Resonatoren
etwa in HF-Filtern für
den 2 Gigahertz-Bereich eingesetzt, so ergibt sich beispielsweise
für Benzocyclobuten
als dielektrische Schicht DS eine einer Viertelwellenlänge entsprechende Schichtdicke
D1 von ca. 200 nm. Dieser Wert liegt gut innerhalb der Schichtdicke,
die beispielsweise mit BCB (Benzocyclobuten) bezüglich Schichtdickengenauigkeit
beherrschbar sind. Bezüglich
der Schichtdicke D2 der Metallschicht MS ergibt sich beispielsweise
für Wolfram
eine Schichtdicke zwischen 650 und 700 nm, die ebenfalls technisch
beherrschbar und genau einstellbar ist. Sind aus technologischen Gründen höhere Schichtdicken
für die
dielektrische Schicht DS und/oder für die Metallschicht MS erwünscht (z.B.
zur besseren Kantenbedeckung von Bauteilen oder zum Erzielen einer
höheren
Dichtheit), so kann für
die jeweiligen Schgichtdicken auf ungeradzahlige Vielfache der Viertelwellenlängen ausgewichen
werden. Statt 200nm BCB (entspricht etwa einer einer Lambdaviertelschicht
bei einer Frequenz von 2 GHz) können
auch 600nm BCB (etwa eine 3λ/4
Schicht bei einer Frequenz von 2 GHz) abgeschieden werden. Die durch
diese Maßnahme
erzielten technologischen Vorteile (etwa eine bessere Kantenbedeckung
durch erhöhte
Konformität)
sind gegenüber
möglichen
Nachteilen in der akustischen Performance (ggf. höhere Einfügedämpfung durch erhöhter viskose
Verluste in dickeren Schichten) genau abzuwägen.
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Die erfindungsgemäß erstmals vorgeschlagene Schichtkombination
eines Low-k-Dielektrikums und einer Hochimpedanz-Metallschicht hat den weiteren Vorteil,
daß zwei
Schichten ausreichend sind, einen hohen Anteil (mehr als 95%) der
akustischen Energie an den Grenzflächen dieser beiden Schichten in
den Resonator zurück
zu reflektieren. Durch die geringe Anzahl von nur zwei Spiegelschichten
erhält
der Spiegel eine hohe Bandbreite. Dies bedeutet, daß innerhalb
der Spiegelbandbreite liegende Frequenzanteile gleichmäßig gut
reflektiert werden können.
Genauer heißt
dies, daß beispielsweise
die Schichtkombination BCB/W als akustischer Reflektor bei Frequenzen
um 2 GHz für
alle solchen Resonatoren gleich gut geeignet ist, deren Frequenzen
nicht mehr als etwa +/–7%
von einer gegebenen Frequenz abweichen, auch wenn für die entsprechenden
akustischen Wellenlängen λ die Dicken
der Spiegelschichtennicht exakt mit dem theoretischen Idealwert λ/4 überienstimmen.
Alternativ kann bei gleichen Frequenzen auf diese Weise eine Schichtdickentoleranz von
+/– 7%
in Kauf genommen werden, ohne daß dies die Reflektivität des Schichtenpaares
unzulässig vermindern
würde.
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Die geringe Anzahl von nur zwei Schichten zur
Erzeugung eines akustischen Spiegels mit hoher Reflexion und hoher
Bandbreite ist insbesondere auf die niedrige akustische Impedanz
des Low-k-Dielektrikums zurück
zu führen,
die ungefähr
eine Größenordnung
niedriger ist als für
bisherige Spiegelschichten mit niedriger Impedanz und insbesondere
als für das
bisher verwendete SiOz. Die hohe Spiegelbandbreite erlaubt Schichtdickenschwankung
von +/– 7%. Dies
entspricht bei einer 200 nm Schichtdicke für BCB einer einzuhaltenden
Präzision
von +/– 14
nm. Dies ist einfach einzuhalten, da nach dem Stand der Technik
BCB mit Schichtdickengenauigkeit von +/– 0,5% erzeugt werden kann.
Für die
Abscheidung der Metallschicht MS können noch höhere Schichtdickengenauigkeiten
erreicht werden. Darüber
hinaus ist es möglich,
neben der Schichtdicke λ-Viertel
die Schichtdicken auf ungerade Vielfache von λ-Viertel zu erhöhen. Dies
kann beispielsweise für
die Metallschicht sinnvoll sein, um eine mechanisch feste und beispielsweise
lötbare
Oberfläche
zu schaffen. Die Aufdickung der Metallschicht ist außerdem unproblematisch,
da ein großer
Teil der akustischen Welle bereits an der Grenzfläche vom
Resonator R bzw. vom Schichtaufbau SA zur dielektrischen Schicht
DS stattfin det. Da somit ein nur geringer Teil der akustischen Energie überhaupt
in die Metallschicht MS eindringen kann, ist eine Verminderung der
Reflexion aufgrund einer nicht exakt auf λ-Viertel eingestellten Schichtdicke D2
deutlich weniger kritisch, so daß beispielsweise eine 50%ige
Schichtdickengenauigkeit für
die Metallschicht MS ausreichend ist. Dies ist wichtig, da Schichtdickentoleranzen
meist nur prozentual zur Schichtdicke einzuhalten sind, für einen akustischen
Spiegel aber die absolute Toleranz bzw. Abweichung maßgeblich
ist.
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7 zeigt
im schematischen Querschnitt eine weitere Ausführungsform der Erfindung. Auch hier
ist ein aus mehreren Resonatoren R1, R2 bestehendes Bauelement dargestellt,
welches als Schichtaufbau auf einem Substrat SU erzeugt ist. Im Unterschied
zu der in 6 dargestellten
Ausführung
wird hier die dielektrische Schicht DS ebenfalls ganzflächig aufgebracht,
aber anschließend
planarisiert. Damit hat die dielektrische Schicht unterschiedliche
Schichtdicken, da die freien Räume
zwischen den Resonatoren R1, R2 ebenfalls mit dem Material der dielektrischen
Schicht DS gefüllt
sind. Bei geeigneter Materialbemessung, geeignetem oder kontrolliertem
Verfahren ist es möglich,
auch bei der Planarisierung der dielektrischen Schicht über den
Resonatoren R1, R2 eine Dicke D1 auf den gewünschten Wert von λ-Viertel
einzustellen. Über
einer solchen planarisierten dielektrischen Schicht DS ist das Aufbringen
weiterer Schichten und insbesondere der Metallschicht MS erleichtert.
Ein Standardverfahren, dielektrische Schichten wie beispielsweise
BCB zu plananrisieren, ist chemisch-mechanisches Polieren (CMP)
der Oberfläche.
Hierbei kann auch die erforderliche Spiegelschichtdicke eingestellt
werden, ohne die Rauhigkeit des Dielektrikums wesentlich zu erhöhen, es
entstehen dabei nur sub-nm-Rauhigkeiten.
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8 zeigt
eine weitere Ausführungsform der
Erfindung, bei der ein einziger akustischer Spiegel AS für eine Reihe
von Resonatoren R1, R2 verwendet werden kann. In einer gängigen Filterschaltung,
beispielsweise einer Ladder-type-Schaltung wird beispielsweise zwischen
seriell angeordneten Resonatoren und den in parallelen Zweigen angeordneten
Resonatoren unterschieden, wobei der Unterschied neben der Anordnung
in der Schaltung auch in einer unterschiedlich eingestellten Resonanzfrequenz
besteht. Neben einem breitbandigen akustischen Spiegel AS, der in
Form von dielektrischer Schicht DS und der Metallschicht MS erfindungsgemäß über den
Resonatoren aufgebracht ist, kann ein ähnlicher breitbandiger Spiegel
auch zwischen Substrat und den Resonatoren vorgesehen sein. Für das Erreichen
einer Breitbandigkeit bei einer Schichtkombination aus Low-k-Dielektrikum
und Hochimpedanz-Metallschicht genügen auch hier zwei Spiegelschichten,
um eine hohe Reflexion von mehr als 95% zu gewährleisten. Die Breitbandigkeit
des akustischen Spiegels wird hier genutzt, um für unterschiedliche Frequenzen
paralleler und serieller Resonatoren die gleiche Reflektivität zur Verfügung zu
stellen.
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9 zeigt
im schematischen Querschnitt eine weitere Ausgestaltung der Erfindung,
bei der über
der Metallschicht weitere Schichten abgeschieden sind. Insbesondere
können
diese Schichten weitere Niederimpedanzschichten NI und einer Hochimpedanzschicht
HI in alternierender Abfolge sein. Da jedoch bereits die Kombination
dielektrische Schicht/Metallschicht ausreichend Reflexion für die akustische
Welle im Bereich der Resonanzfrequenz besitzt, ist die akustische
Impedanz der weiteren Schichten LI, HI von nur geringfügiger Bedeutung. Vorzugsweise
wird jedoch direkt über
der Metallschicht eine Schicht mit niedrigerer Impedanz erzeugt.
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10 zeigt
im schematischen Querschnitt ein um ein zusätzliches Schaltungselement
SE erweitertes Bauelement, welches ebenfalls vollständig mit
der dielektrischen Schicht und der Metallschicht verkapselt ist.
Das weitere Schaltungselement SE kann eine aktive Schaltungskomponente,
beispielsweise ein integrierter Schaltkreis (Integrated Circuit, IC)
sein. Außerdem
kann das Schaltungselement SE auch eine passive Komponente sein,
beispielsweise ein aus einer Metallisierung strukturiertes induktives, kapazitives
oder Widerstandselement. Dieses Schaltungselement SE kann mit den
Resonatoren R1, R2 verschaltet sein und beispielsweise eine Anpaß-Schaltung bilden.
Durch die erfindungsgemäße Verkapselung
ist es möglich,
beliebige Schaltungselemente vorzusehen und gemeinsam zu verkapseln, und
daher auch beliebige Schaltungen mit den Resonatoren R1, R2 zu erzeugen.
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In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird
erfindungsgemäß eine Duplexerschaltung
erzeugt, die für
den Mobilfunkstandard UMTS geeignet ist. Sowohl RX- als TX-Filter
sind aus FBAR-Resonatoren
aufgebaut, die aus dem gleichen Schichtaufbau SA durch Strukturierung
herausgebildet sein können. Die
erforderlichen unterschiedlichen Resonanzfrequenzen werden durch
zusätzlichen
Schichtauftrag, durch zusätzliche
Trennschichten oder durch strukturierenden Schichtabtrag auf die
erforderliche Schichtdicke eingestellt. Die dielektrische Schicht wird
mit einer Dicke von 220 nm als λ-Viertel-Spiegelschicht über alle
seriellen und parallelen Resonatoren aufgebracht. Die akustische
Impedanz von BCB liegt dabei bei einem Wert von 1,7 × 106 kg/smz. Als Hochimpedanzschicht bzw. als
Metallschicht wird eine Wolframschicht in einer Dicke von ca. 680
nm aufgebracht. Deren Impedanz liegt dann bei 94 × 106 kg/sm2. Aufgrund
der nur geringen Sensitivität
der Reflexion auf die Schichtdicke der Metallschicht werden gleiche
Ergebnisse auch mit einer Schichtdicke von bis zu 1 μm erreicht.
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Unter allen Resonatoren kann ein
gemeinsamer akustischer Spiegel vorgesehen sein. Um eine kapazitive
Kopplung zwischen einzelnen Resonatoren zu vermeiden, können in
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung die elektrisch leitenden Spiegelschichten, insbesondere
also die Metallschicht und die aus Metall bestehenden Schichten des
akustischen Spiegels unterhalb der Resonatoren schon beim Aufbringen
der Schichten durch einen geeigneten Strukturierungsschritt zwischen
den kapazitiv zu entkoppelnden Resonatoren aufgetrennt werden.
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11 zeigt
das simulierte Durchlaßverhalten
(Beiträge
der komplexen Transmissionsfunktionen S(Ant,Rx) und S(Ant,Tx) der
komplexen 3-Tor-Duplexer-Streumatrix) eines auf diese Weise erfindungsgemäß aus FBAR-Resonatoren
aufgebauten Duplexers mit einer gemeinsamen Verkapselung. Es zeigt
sich, daß mit
dem erfindungsgemäßen Aufbau
sowohl für
RX- als auch TX-Filter
typische Anforderungen an das Durchlaßverhalten eines UMTS Duplexers
gut erfüllt
werden.
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In den Figuren nicht dargestellt
ist die elektrische Verschaltung der Resonatoren, die durch entsprechende
Strukturierung der Elektrodenschicht E1, E2 (siehe z. B. 1 und 2) entsprechend einer gewünschten
Verschaltung, beispielsweise einer Ladder-type-Schaltung erreicht
werden kann. Die Elektrodenschichten ES können außerdem so strukturiert werden,
daß elektrische
Anschlußflächen außerhalb des
von den Resonatoren beanspruchten Bereichs auf der Oberfläche des
Substrats SU erzeugt werden können.
Diese Anschlußflächen können anschließend entweder
von oben oder von unten zugänglich gemacht
werden. Von oben her ist dazu ein Entfernen von dielektrischer Schicht
und Metallschicht und ggf. weiter darüber aufgebrachter Schichten
erforderlich. Möglich
ist es auch, eine Durchkontaktierung durch die genannten Schichten
vorzusehen und diese beispielsweise vollständig mit einem leitfähigen Material
auszufüllen.
Zur Kontaktierung von unten her können im Substrat Durchkontaktierungen
vorgesehen sein. Möglich
ist es auch, von oben freigelegte Anschlußflächen durch Anlöten von
Bonddrähten
zu kontaktieren. Möglich
ist es auch, eine integrierte Verdrahtung vorzusehen, die die Anschlußflächen mit
einer Metallisierungsstruktur verbindet, die elektrisch isoliert
gegen die Metallschicht über
der Metallschicht MS angeordnet ist. In dieser Metallisierungsebene
können
die genannten elektrischen Verbindungen, beispielsweise Verbindungen über Bonddrähte oder
direkte Verbindung mit Flip Chip-Bonden vorgenommen werden. Das
Flip Chip-Bonden ist auch mit Anschlußflächen bzw. über Anschlußflächen möglich, die direkt auf der Substratoberfläche vorgesehen
sind und über
denen dielektrische Schicht DS und Metallschicht MS entfernt sind.
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Der Übersichtlichkeit halber wurde
die Erfindung nur anhand weniger Ausführungsbeispiele exakt dargestellt.
Die Erfindung ist jedoch nicht auf die dargestellten Beispiele beschränkt und
kann weiter variiert werden. Solche Variationen sind insbesondere
bezüglich
zusätzlicher
Schichten oder Strukturen, unterschiedliche Anzahl und Anordnung
von Resonatoren nebeneinander oder übereinander zu sogenannten
SCF Filtern oder CRF Filtern und/oder zusätzlichen Schaltungselementen
SE, die ggf. auch oberhalb der Metallschicht MS vorgesehen sein
können.
Auch die mit der Erfindung realisierbaren zu verkapselnden Schaltungen
sind nicht auf die angeführten
Beispiele beschränkt.