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DE10237981A1 - Stent - Google Patents

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Publication number
DE10237981A1
DE10237981A1 DE2002137981 DE10237981A DE10237981A1 DE 10237981 A1 DE10237981 A1 DE 10237981A1 DE 2002137981 DE2002137981 DE 2002137981 DE 10237981 A DE10237981 A DE 10237981A DE 10237981 A1 DE10237981 A1 DE 10237981A1
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DE
Germany
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stent
filament
spiral
stent according
rotation
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE2002137981
Other languages
English (en)
Inventor
Ernst Peter Strecker
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Strecker Ernst Peter Prof Drmed
Original Assignee
Strecker Ernst Peter Prof Drmed
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Filing date
Publication date
Application filed by Strecker Ernst Peter Prof Drmed filed Critical Strecker Ernst Peter Prof Drmed
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Priority to DE20312722U priority patent/DE20312722U1/de
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F2/00Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
    • A61F2/82Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
    • A61F2/86Stents in a form characterised by the wire-like elements; Stents in the form characterised by a net-like or mesh-like structure
    • A61F2/88Stents in a form characterised by the wire-like elements; Stents in the form characterised by a net-like or mesh-like structure the wire-like elements formed as helical or spiral coils
    • A61F2/885Stents in a form characterised by the wire-like elements; Stents in the form characterised by a net-like or mesh-like structure the wire-like elements formed as helical or spiral coils comprising a coil including a plurality of spiral or helical sections with alternate directions around a central axis
    • AHUMAN NECESSITIES
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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Stent (1) zur Behandlung pathologischer Körpergefäße (2). Die Besonderheit des erfindungsgemäßen Stents (1) besteht darin, dass mittels eines Filaments (4), das in vorgebbaren Abständen seinen Drehsinn unter Ausbildung von Schlaufen (6) ändert und hierdurch ein Stent (1) mit einem Spiralwendel geschaffen ist, der eine variabel zu gestaltende Offenseite aufweist. Die Verwendung eines einzigen Filaments (4) erleichtert die Implantation durch den Katheter (3), wobei die erwähnte Offenseite hinsichtlich der jeweils wünschenswerten Flexibilität oder Stabilität des Stents (1) erhebliche Variationsmöglichkeiten eröffnet.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Stent zur Behandlung pathologischer Körpergefäße, der mittels einer Implantationsvorrichtung in ein Körpergefäß einführbar ist, und erst am Implantationsort nach erfolgter Implantation seine bestimmungsgemäße Form annimmt.
  • Ein derartiger Stent ist beispielsweise aus der DE 197 03 482 A1 vorbekannt.
  • Bei diesem vorbekannten Stent liegt die Besonderheit darin, dass einerseits eine hinreichende Stabilität des Stents unten gleichzeitigen Wahrung der benötigten Flexibilität dadurch erreicht wird, dass dieser Stent im Wesentlichen aus zwei Stentfilamenten aufgebaut ist, die dieser in Form zweier gegenläufiger Wendel aufbauen. Diese Filamente bestehen dabei aus einem Material hoher Elastizität und/oder mit entsprechenden Thermo-Memory-Eigenschaften, die beide für sich oder miteinander bewirken, dass der Stent erst am Implantationsort entweder in Folge seiner Thermo-Memory-Eigenschaft oder seiner Elastizität in eine vorbestimmte Formgebung springt. Dabei können die beiden Wendel aus einem einzigen Filamentdraht bestehen, der etwa am distalen Ende des Stents einen Knick, einen Bogen oder eine Schlaufe aufweist um von einem ersten in einen zweiten gegenläufigen Wendel überzugehen. Die Besonderheit der Lösung mit den beiden gegenläufigen Wendeln besteht darin, dass einerseits bei der Verwendung von zwei Wendeln die Stabilität erhöht ist, während gleichzeitig durch die Zwischenräume der Wendel für eine hinreichende Nährstoffversorgung des durch den Stent eröffneten Körpergefäßes sichergestellt ist. Die Verwendung von zwei Wendeln bietet darüber hinaus eine Reihe weiterer Vorteile, da die Wendel in Abhängigkeit vom jeweiligen Anwendungsfall abschnittweise oder insgesamt unterschiedlich gestaltet werden können. Beispielsweise können die Steigungen der einzelnen Wendelschlaufen über die Gesamtlänge des Stents so konstruiert werden, dass sie beispielsweise Krümmungen von Körpergefäßen aufnehmen.
  • In der DE 197 03 482 A1 ist überdies die vorteilhafte Verwendung von Thermo-Memory-Drähten ausführlich erläutert. Im Wesentlichen liegt der Vorteil eines Thermo-Memory-Drahtes darin, dass dieser bei Temperaturen zwischen 400° und 500° Celsius in eine vorbestimmte Form gebracht werden kann. Diese Form verliert sich jedoch bei einer entsprechenden Abkühlung des Thermo-Memory-Drahtes, der dabei jegliche Form und Elastizität verliert und dann als langgestreckter Draht freibeweglich und biegsam wird. Dieser Draht kann dann einfach durch einen entsprechenden Katheter implantiert werden und nimmt erst am Implantationsort infolge der Erwärmung auf die Körpertemperatur die vorstehend erläuterte, vorgeprägte Form wieder ein.
  • Das Problem eines derart aus zwei Filamenten gebildeten Stents besteht darin, dass aufgrund der Schaffung eines Doppelwendels sich ein relativ weiter Implantationsdurchmesser ergibt, der zumindest gegenüber den Ein-Wendel-Stent zum Tei1 erheblich vergrößert ist. Die Vorteile der vorstehend erläuterten Doppelwendel-Lösung werden somit mit einer erschwerten Implantation durch den Katheder hindurch erkauft.
  • Die aus dem Stand der Technik bekannte alternative Lösung mit nur einem geschlossenen Wendel sind jedoch ebenfalls nachteilig, weil sich die Wendel im Körpergefäß bei der Implantation zum Teil verschlingen oder verdrehen können und somit die bestimmungsgemäße Positionierung am Implantationsort erschwert ist. Außerdem können sich die Wendeln unerwünscht und unbeeinflusst durch die innewohnende Federspannung beim Austritt am distalen Katheterende in einer der Implantationsrichtung entgegengesetzten Richtung bewegen.
  • Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich derartige Stents auch verdrehen oder sogar Schleifen ausbilden können, die den Blutfluss in dem zu behandelnden Gefäß erschweren oder sogar unterbrechen können.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Stent hinreichender Stabilität zur Eröffnung eines Körpergefäßes zu schaffen, der gleichzeitig soviel Flexibilität bietet, dass er unproblematisch an den gewünschten Implantationsort verbracht und dort in seiner bestimmungsgemäßen Position positioniert werden kann. Zudem soll der erfindungsgemäße Stent in bisher schlecht zugänglichen Gefäßbereichen, wie etwa der Hirngefäße, implantiert werden können.
  • Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird mittels eines Stents gemäß dem Hauptanspruch gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den abhängigen Unteransprüche 2 bis 19.
  • Dadurch, dass der Stent zur Behandlung pathologischer Körpergefäße nur von einem Filament gebildet ist, kann der Durchmesser des zu implantierenden Katheters wesentlich kleiner ausfallen, als bei einer Lösung mit zwei Filamenten mit Ausbildung gegenläufige Wendel. Gleichzeitig kann die Flexibilität dieses Filaments durch die, sich durch den wechselnden Drehsinn ergebenden Wendel des Stents gewahrt bleiben.
  • Die Ausbildung einer durch den Wechsel des Drehsinns der Wendel geöffneten Spirale ist möglich, einerseits durch einen Rufbau eines stabilen Stents und andererseits durch die Wahl der Offenseiten eines hinreichend flexiblen Stents um die Implantation zu erleichtern bzw. sich an Körpergefäßkrümmungen in optimaler Weise anzuschmiegen.
  • Konstruktiv ausgestaltet wird der Stent in Spiralform mit Offenseite mittels eines einzigen Filaments, dessen Drehsinn sich vorzugsweise innerhalb eines jeden Wendels in der Ausbildung einer Schlaufe ändert.
  • Dabei kann aufgrund einer speziellen Ausgestaltung der Drehsinn der Filamente sich in jeweils gleichen Abständen nach der Ausbildung eines zumindest annähernd vollständig geschlossenen Wendelkreises ändern.
  • Hierdurch ergibt sich eine Offenseite des implantierten Stents entlang einer gedachten Linie, die zumindest annähernd parallel zur Längserstreckung des Stents läuft.
  • In alternativer Ausgestaltung kann sich der Drehsinn des Filaments in veränderlichen Abständen ändern.
  • In vorteilhafter Ausgestaltung dieser Lösung verläuft dann die entlang einer gedachten geraden Linien verlaufende Offenseite in einem Winkel zu Längserstreckung des Stents.
  • In abermaliger Weiterbildung des Stents können sich auch die Kurvenradien, der zum Wechsel des Drehsinns vorgesehenen Schlaufen der Filamente im Verlauf des Stents ändern. Dadurch werden die Zwischenräume zwischen den Filamentstrebungen dabei variiert, so dass beispielsweise besonders durchblutungsbedürftige Körperpartien besser durchblutet werden.
  • Alternativ können die Kurvenradien der Filamente auch so gewählt werden, dass die Filamente zumindest abschnittsweise unmittelbar aneinander anliegen. Durch dieses Anliegen kann die Steifigkeit des Stents zumindest abschnittsweise erhöht sein.
  • In alternativer Ausgestaltung kann der Wechsel des Drehsinns der Filamente auch derart gestaltet werden, dass die Schlaufen zum Wechsel des Drehsinns derart aneinander liegen, dass sich ein Offenbereich bestimmter Größe am Stent ergibt.
  • Ein derartiger Offenbereich kann mit Vorteil für die Ausbildung eines Stentanschlusses oder einer Stentverzwei gung genutzt werden. Die Verzweigung von derartigen Stents als solche ist beispielsweise in Form der sogenannten „kissing Stents" bekannt. Hierdurch können Stents auch im Bereich von Gefäßabzweigungen eingesetzt werden.
  • Stents können entweder aus einem einzelnen, superelastischen Monofilament oder aus einem Bündel derartiger Filamente gefertigt sein.
  • Der Filamentdraht als solcher ist vorteilhafter Weise bandförmig mit einem Rechteckquerschnitt gefertigt.
  • Die zum Wechsel des Drehsinns innerhalb der Wendel erforderliche Schlaufenbildung kann bereits bei der Filamentfertigung berücksichtigt sein, in dem die potentiellen Schlaufenbereiche mit einer geringeren Materialstärke ausgebildet sind, als das Restfilament. Der Übergang zwischen den Zonen der Materialschwächung und den übrigen Filamenten kann dabei gestuft oder fließend gestaltet sein.
  • In vorteilhafter Ausgestaltung sind die Schlaufenbereiche, also die materialgeschwächten Zonen aus dünnen Metalldrahtstücken oder aus Kunststoff gefertigt.
  • Insgesamt sollten die Filamente rohrförmig mit einem inneren Lumen versehen sein. Der Filamentmantel als solcher kann entweder als permeable Membran oder mit Auslässen versähen sein, um durch das Lumen des Filaments eine periodische, zeitlich begrenzte oder zeitlich unbegrenzte Medikamentenabgabe zu ermöglichen. Dabei können die Medikamente entweder von vornherein, also herstellerseitig, in das Filament eingebracht sein oder durch Injektion von außen bedarfsweise zugeführt werden.
  • Zusätzlich können die Filamente mit radiologischen Markierungen versehen sein, die dazu dienen, die lagerichtige Implantation des Stents zu unterstützen.
  • Der Stent als solcher kann aus einem oder mehreren miteinander verbundenen Filamenten, die ihrerseits wiederum ein Monofilament oder ein Bündel darstellen können, bestehen. Die Verbindung von mehreren Filamenten zum Aufbau eines Stents ermöglicht es, Stents mit unterschiedlicher Wendelgestaltung miteinander zu kombinieren. Der Vorteil dieses aus mehreren Filamenten mit unterschiedlichen Wendeln aufgebauten Stents ist dessen erhöhte Dichtigkeit, wobei lediglich parallele und etwa gleichlange Filamentdrähte durch den Katheder implantiert werden müssen und somit der Durchmesser nicht unnötig erhöht ist, wie etwa bei einer sonstigen Lösung mit mehreren Spiralwendel.
  • Zusätzlich können die Filamente in sich derart vorgespannt sein, dass sich eine wellenförmige Struktur der Filamente zusätzlich zu deren Vorzugsrichtung ergibt. Diese Kräuselstruktur führt zu einer weiteren Erhöhung der Dichtigkeit des Stents, die in Einzelfällen angezeigt sein kann. Außerdem kann die Haltbarkeit bzw. die Stützwirkung des Stents hierdurch erhöht sein.
  • In vorteilhafter Ausgestaltung sind die Filamentenden jeweils derart vorgeprägt, dass sie am Implantationsort nach außen weisen, also möglichst aus dem von dem Stent umschlossenen Volumen heraus ragen und somit nicht dem Blutfluss entgegenstehen oder Ansatzpunkte für mögliche Thrombosebildungen darstellen.
  • Es zeigen
  • 1: einen Stent mit einer geöffneten Spirale in einer transparenten Prinzipdarstellung,
  • 2: den in 1 gezeigten Stent in einer Seitenansicht,
  • 3: den in den 1 und 2 gezeigten Stent in einer Abwicklung,
  • 4: einen Stent mit einer abweichenden Wendelgestaltung in einer Seitenansicht,
  • 5: eine abermals alternative Ausgestaltung des Stents mit benachbarten Schlaufen der Wendel in einer Seitenansicht,
  • 6: eine weitere Ausgestaltung des Stents mit aneinander anliegenden Schlaufen der Wendel,
  • 7: einen weiteren Stent miteinander kreuzenden Schlaufen der Wendel in einer Seitenansicht,
  • 8: einen Stent mit einem Offenbereich in einer Seitendarstellung,
  • 9: a) einen implantierten Stent in einer Querschnittsdarstellung,
  • b) eine Querschnittdarstellung eines Stents mit anderem Aufbau,
  • c) einen abermals anders aufgebauten Stent in einer weiteren Querschnittsdarstellung,
  • 10: einen Stent in einer Abwicklung und Detailansicht zum Filamentaufbau,
  • a) Teilansicht von einem Filament gebildeten Schlaufe des Wendels,
  • b) eine weitere Detailansicht einer Schlaufe eines Wendels,
  • 11: einen Stent mit einem Filament mit Kunststoffeinsetzung zur Schlaufenbildung in einer Abwicklung,
  • 12: einen Stent mit perforiertem Filament in einer Abwicklung,
  • 13: zwei miteinander verbundene Filamente zum Aufbau eines Stents in einer Prinzipskizze,
  • 14: einen Stent mit einer wellenförmigen Filamentaufbau in einer Querschnittsdarstellung,
  • 15: a) einen Stent in einer Querschnittdarstellung mit außenseitig überstehendem Filamentende und
  • b) einen Ausschnitt eines Stents mit außenseitig überstehendem Filamentende in einer Querschnittdarstellung
  • Der in 1 gezeigte Stent 1 zur Eröffnung eines pathologischen Körpergefäßes 2 besteht im Wesentlichen aus einem, über einen Katheter 3 eingeführtes Filament 4. Das Filament 4 springt aufgrund seiner Elastizität oder seiner Thermo-Memory-Eigenschaften am Implantationsort, also in dem pathologischen Körpergefäß 2 in eine wendelförmige Struktur und bildet somit eine geöffnete Spirale mit Wendeln 5. Dabei wird der Drehsinn eines jeden Wendels 5 vor dem Beschreiben einer vollständigen Umdrehung durch das Filament 4 unter Ausbildung einer Schlaufe 6 umgekehrt. Hierdurch bildet sich gemäß der Darstellung in 2 eine Spirale mit einer in 2 dem Betrachter zugewandten Offenseite aus, wobei die Öffnung im Wesentlichen entlang einer gedachten Linie 7 parallel zu einer strichpunktierten Zentralachse 10 des Stents 1 verläuft.
  • Wie aus der Darstellung in 3 ersichtlich, wird der Stent 1 im Wesentlichen durch ein einziges Filament 4 gebildet, dass auch ein Filamentbündel sein kann, das gemäß der Ausführung, gemäß den 1 und 2 in gleichbleibenden Abständen unter Ausbildung einer Schlaufe 6 den Drehsinn ändert und sich in dreidimensionaler Hinsicht zu einer beidseits geöffneten Spirale am Implantationsort ausbildet.
  • In alternativer Ausgestaltung gemäß 4 können die Schlaufen 6 mit zunehmender Länge des Stents 1 bzw. mit zunehmender Entfernung von einem distalen Ende 11 des Katheters 3 mit zunehmenden oder abnehmenden Abstand in das Filament 4 eingeprägt sein. Hierdurch ist die gedachte Linie 7 entlang der Öffnung des Stents 1 nicht mehr parallel der strichpunktierten Zentralachse 10, sondern vielmehr in einem Winkel hierzu verlaufend angeordnet.
  • Der unterschiedliche Verlauf der Offenseite, kann beispielsweise in Anhängigkeit vom Implantationsort bzw. von dem jeweiligen pathologischen Körpergefäß gewählt werden.
  • In einer anderen Ausgestaltung gemäß 5 sind die Schlaufen 6 des Stents 1 einander benachbart angeordnet, wobei die Schlaufen 6 sich im Bereich der Offenseite überlappen. Ein derartiger Stent 1 weist auch im Bereich der Offenseite gegenüber den vorstehenden Ausführungen eine erhöhte Stabilität und Festigkeit auf und kann beispielsweise in Verbindung mit im Wesentlichen, gerade verlaufenden Körpergefäße 2, die eine erhöhte Stabilität benötigen, eingesetzt werden.
  • Bei der in 6 gezeigten Ausführung liegen die Schlaufen 6 unmittelbar aneinander. Auch dies erhöht die Steifigkeit des Stents in diesem Bereich.
  • Gemäß der Darstellung der 7 können die Schlaufen 6 auch einander überlappend bzw. kreuzend ausgebildet sein, um durch diese Verhakung bzw. gegenseitige Unterstützung die Stabilität des Stents 1 weiter zu erhöhen.
  • In der Ausgestaltung nach 8 sind die Abstände der Schlaufen 6 des Stents 1 so bemessen, dass sich ein Offenbereich 12 in vorbestimmten Abmessungen ergibt. Ein derartiger Offenbereich kann zum Beispiel zum Anschluss eines weiteren Stents oder Körpergefäßes dienen. Eine derartige Stentausführung ist beispielsweise in Verbindung mit Gefäßaufzweigungen von Vorteil.
  • Die vorstehend erläuterten unterschiedlichen Gestaltungen der Offenseite bzw. der Lage der Schlaufen 6 des Stents 1 werden noch einmal in einer Übersichtsdarstellung in 9 bzw. den 9a, b und c erläutert. Für den Fall, dass die Schlaufen 6 entlang einer gedachten Linie 7, aber nicht einander überlappend angeordnet sind, ergibt sich an der Offenseite eine entlang der gedachten Linie 7 laufende Öffnung des Stents 1 innerhalb des Körpergefäßes 2, die beispielsweise eine entsprechende Krümmung des Körpergefäßes 2 berücksichtigen kann.
  • Im Fall, dass sich die Schlaufen 6 des Stents 1 im Öffnungsbereich des Stents 1 überlappen, ergibt sich auch an der Offenseite ein Überlappungsbereich des Stents 1 insgesamt, wie aus 9b ersichtlich.
  • Bei entsprechend geschickter Schlaufenanordnung gemäß 9c kann sogar ein Offenbereich 12 eröffnet sein, um beispielsweise auch Gefäßverzweigungen, wie in 9c dargestellt, behandeln zu können bzw. auch hierfür ein Stent zur Behandlung dieses pathologischen Körpergefäßes in diesen Bereich anbieten zu können.
  • Gemäß der in 10 dargestellten Abwicklung und den hierzu gehörigen Detailansichten in den 10a und 10b kann das zur Ausbildung des Stents 1 vorgesehene Filament 4 im Bereich der Schlaufen 6 mit einer Materialschwächung versehen sein. Die Materialschwächung im Ort der Schlaufen 6 unterstützt die Schlaufenbildung in diesem Bereich. Dabei kann der Übergang von einer gewöhnlichen Filamentstärke zu dem Bereich der Materialschwächung im Bereich der Schlaufen 6 mittels einer oder mehrerer Stufen gemäß der Darstellung in 10b erfolgen. In alternativer Ausgestaltung gemäß 11 können die Filamente auch mit speziellen Kunststoff- oder Metalleinsätzen 13, vorzugsweise mit entsprechend vorgeprägter Schlaufenform versehen sein, die die Schlaufenausbildung unterstützen.
  • Üblicherweise ist das Filament 4 bandförmig mit einem rechteckförmigen Querschnitt angelegt, wobei innerhalb dieses Querschnitts ein Lumen bzw. ein Rohrkanal 14 insbesondere zur Medikamentierung der an dem Filament bzw. an der Stentwandung 1 anliegenden Körpergefäße 2 vorgesehen ist. Um an der gewünschten Stelle die Medikamente aus den Filamenten 4 bzw. dem Stent 1 austreten zu lassen können, müssen die Filamente 4 an diesen Stellen mit entsprechenden Auslässen 15 versehen sein. Anstelle der Auslässe 15 kann das Filament 4 auch insgesamt oder abschnittsweise als diffusionspermeable Membran gestaltet sein.
  • Eine weitere abweichende Stentgestaltung ist in 13 gezeigt. Hierbei handelt es sich um einen aus einem Filament 4 gebildeten Stent 1, wobei das Filament 4 zusätzlich mit einem weiteren gleichlangen Filament 16 versehen ist. Das Filament 16 ist in dem in 13 gezeigten Beispiel von anderer Materialstärke als das Filament 4. Auch die Wendelstruktur des weiteren Filaments 16 weicht von der durch das Filament 4 gebildeten Wendelstruktur ab, so dass hierdurch Bereiche unterschiedlicher Materialstärke und Struktur am Stent 1 gebildet werden können. Um in der Implantation eine dauerhafte Verbindung herzustellen, sind das Filament 4 und das weitere Filament 16 an entsprechenden Verbindungsstellen 17 miteinander verklebt oder verschweißt oder sonstig verbunden. Im Unterschied zu Doppelwendel-Lösungen kann ein Stent gemäß 13 mit einem minimalen Durchmesser durch den Katheter implantiert werden.
  • Eine abermals unterschiedliche Wendel- bzw. Stentgestaltung ist in 14 gezeigt. Gemäß dieser Darstellung ist der Stent 1 aus einem Filament 4 gebildet, dessen innere Struktur zu einem wellenförmigen Verlauf der Filamente 4 innerhalb der Wendel 5 führt. Diese Wellenstruktur bewirkt eine höhere Dichte des Stents 1, die ebenfalls eine höhere Stabilität für das pathologische Körpergefäß 2 bietet.
  • Die 15a und 15b zeigen ein weiteres wichtiges Detail des Stentaufbaus, wie es in der hier vorgestellten Form bedarfsweise in Verbindung mit allen Stents angewendet werden kann. Gemäß der Darstellung der 15a und 15b sind die Filamente 4 so ausgestaltet, dass sich jeweils das Filamentende nach außen, also in Richtung der Wandung des Körpergefäßes 2 bewegt und somit nicht in das Durchflusslumen des Stents 1 bzw. des Körpergefäßes 2 ragt. Das ist insbesondere wichtig, um etwaige Verschlüsse oder Thromboseneigungen nicht durch einen derartigen Ansatzpunkt zu unterstützen.
  • Vorstehend ist somit der Aufbau eines Stents aus einem einzigen Filament beschrieben, wobei das einzige Filament gegebenenfalls aus mehreren oder miteinander verbundenen Filamenten gebildet sein kann. Die Besonderheit des Aufbaus des Stents liegt darin, dass eine Spiralform mit einer mehr oder minder geöffneten Offenseite aufgebaut wird. Die Gestaltung der Offenseite aber auch der Wendelstruktur und des Stents 1 insgesamt kann variieren und hat bei der Implantation den großen Vorteil, dass nur ein einziges Filament durch den Katheter 3 transportiert werden muss.
  • 1
    Stent
    2
    Körpergefäß
    3
    Katheter
    4
    Filament
    5
    Wendel
    6
    Schlaufe
    7
    gedachte Linie
    10
    Zentralachse
    11
    distales Ende des Katheders
    12
    Offenbereich
    13
    Kunststoff- oder Metalleinsatz
    14
    Röhrenkanal
    15
    Auslässe
    16
    weiteres Filament
    17
    Verbindungsstelle

Claims (19)

  1. Stent zur Behandlung pathologischer Körpergefäße, die in Form wenigstens eines langgestreckten Filaments, dass mittels einer Implantationsvorrichtung (3) in ein Körpergefäß (2) implantierbar ist und erst am Implantationsort seine bestimmungsgemäße Form einer Spirale einnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Stent (1) zumindest nach der Implantation die Form einer zumindest abschnittsweise geöffneten Spirale mit zumindest mehreren Wendeln (5) aufweist, wobei sich zumindest abschnittsweise der Drehsinn eines Wendels (5) je Wendel (5) wenigstens einmal umdreht.
  2. Stent nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das implantierte Filament (4) im Bereich des geöffneten Spiralabschnitts den Drehsinn des jeweiligen Wendels (5) unter Ausbildung einer Schlaufe (6) ändert.
  3. Stent nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das implantierte Filament (4) im geöffneten Spiralabschnitt den Drehsinn eines jeden Wendels (5) in jeweils gleichen Abständen, vorzugsweise nach Ausbil dung eines zumindest annähernd vollständigen Wendelkreises, ändert.
  4. Stent nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Offenseite der implantierten Spirale zumindest im Wesentlichen entlang einer gedachten geraden Linie (7) verläuft, die parallel zur Zentralachse (10) des Stents (1) liegt.
  5. Stent nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das implantierte Filament (4) im geöffneten Spiralabschnitt den Drehsinn in veränderlichen Abständen ändert.
  6. Stent nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das implantierte Filament (4) im geöffneten Spiralabschnitt den Drehsinn mit zunehmender Länge des Stents (1), vorzugsweise gleichmäßig in zunehmenden Abständen derart ändert, dass die Offenseite des Stents (1) zumindest im Wesentlichen entlang einer gedachten geraden Linie (7) läuft, die in einem Winkel zur Zentralachse (10) des Stents (1) angestellt ist.
  7. Stent nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlaufen (6) des Stents (1) zum Wechsel des Drehsinns unterschiedliche Kurvenradien aufweisen.
  8. Stent nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest in Spiralabschnitten die Filamente (4) einander benachbarter Wendel (5) abschnittsweise, vorzugsweise im Bereich der Schlaufen (6), aneinander anliegen und/oder einander überlappen.
  9. Stent nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Drehsinn der Wendel (5) in vorgegebenen Abschnitte derart ändert, dass sich am Implantationsort ein Offenbereich vorbestimmter Größe (12) des Stents (1) ergibt.
  10. Stent nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Offenbereich (12) des Stents (1) zum Anschluss weiterer Stents und/oder zur Ausbildung einer Stentverzweigung genutzt ist.
  11. Stent nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Filament (4) ein einzelnes vorzugsweise superelastisches, Monofilament oder ein Bündel superelastischer, Filamente (4) ist.
  12. Filament nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Filament (4) bandförmig, insbesondere mit einem rechteckförmigen Querschnitt, ist.
  13. Filament nach Anspruch 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Filament (4) jeweils in dem zur Ausbildung einer Schlaufe (6) zum Wechsel des Drehsinns vorgesehenen Abschnitten mit einer Materialschwächung versehen ist, wobei der Übergang zwischen dem Bereich der Materialschwächung und dem übrigen Filament gestuft oder fließend ausgestaltet ist.
  14. Stent nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Filament (4) im Bereich der Materialschwächung aus einem dünneren Metal oder Kunststoff hergestellt ist.
  15. Stent nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass vorzugsweise aus einem thermoplastischen Material oder aus Metall, hergestellte Filament (49 rohrförmig mit einem durchgehenden Rohrkanal 8149 ausgestaltet ist, wobei das Filament (4) zumindest abschnittsweise perforiert ist und hierdurch Medikamentenabgabe durch den Rohrkanal (14) des Filaments (4) ermöglicht ist.
  16. Stent nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass vorzugsweise die Enden des Filaments (4) mit radiologischen Markierungen versehen sind.
  17. Stent nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stent (1) aus mehreren Filamenten (4) aufgebaut ist, die zumindest an ihrem distalen und proximalen Ende miteinander verbunden sind, wobei die von den beiden miteinander verbundenen Filamenten (4) gebildete Strukturen abschnittsweise verschiedenartig ausgebildet sein können.
  18. Stent nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Filamente (4) zur Ausbildung des Stents (1) zusätzlich zu den zum Wechsel des Drehsinns vorgesehenen Schlaufen (6) und zusätzlich zur Vorzugsrichtung des Filaments (4) mit kleineren Kurvenabschnitten zur Ausbildung einer Wellenstruktur versehen sind.
  19. Stent nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Filamentenden jeweils derart vorgespannt sind, dass sie in Richtung der Außenseite des Stents (1) gewandt sind.
DE2002137981 2002-08-14 2002-08-14 Stent Withdrawn DE10237981A1 (de)

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DE2002137981 DE10237981A1 (de) 2002-08-14 2002-08-14 Stent
DE20312722U DE20312722U1 (de) 2002-08-14 2003-08-14 Mäanderstent

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DE (1) DE10237981A1 (de)

Cited By (1)

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