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Die Erfindung betrifft ein Feuchtboden-Wischgerät mit einem
Wischerstiel und einem damit verbundenen Mopträger, der mindestens einen aus
saugfähigem
Material bestehenden Wischmop trägt,
der jeweils einen mit dem Mopträger
verbundenen Kopfabschnitt und einen aus herabhängenden Streifen, Fäden oder
Lappen bestehenden Wischabschnitt aufweist und wobei der Mopträger einen
Mopträgerkörper aufweist.
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Rundmops können zwar in einfacher Weise in
auf Eimer aufgesetzten Siebkörben
oder in hebelbetätigten
Pressen ausgepreßt
werden; sie ermöglichen
aber keine genau gesteuerte Bewegung auf dem Boden, insbesondere
in Ecken, Engstellen, auf Treppen und an anderen, schwer zugänglichen
Stellen. Wischmops mit länglicher
Grundrißgestalt
sind hinsichtlich ihrer Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt, insbesondere
auch auf Treppen; für
das Auspressen ist ein erhöhter
Aufwand erforderlich.
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Bei einem bekannten Feuchtboden-Wischgerät der eingangs
genannten Gattung (
EP
0 759 283 A1 ) ist der Kopfabschnitt des Wischmops zwischen
einem länglichen
Mopträgerkörper und
dem Oberteil des Mopträgers
eingeklemmt. Die Unterseite des Mopträgerkörpers liegt frei, so daß die Gefahr besteht,
daß die
zu reinigende Bodenfläche
verkratzt wird, wenn sich bei der Bewegung des Feuchtboden-Wischgeräts über die
Bodenfläche zufällig keine Streifen,
Fäden oder
Lappen zwischen dieser Unterseite des Mopträgerkörpers und der Bodenfläche befinden.
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Es ist auch bekannt (
EP 0 558 800 A1 ) Feuchtboden-Wischgeräte mit einem
länglichen Wischkörper aus
saugfähigem
Material zu versehen, dessen Unterseite im Querschnitt konvex gekrümmt ist,
um eine gute Anpreßmöglichkeit
an die zu reinigende Bodenfläche
zu schaffen. Solche Feuchtboden-Wischgeräte haben jedoch nicht die Vorteile
der mit einem Wischmop aus Streifen, Fäden oder Lappen versehenen
Wischgeräte,
zumal hierzu eine gesonderte Auspreßeinrichtung am Wischgerät selbst erforderlich
ist.
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Aufgabe der Erfindung ist es daher,
ein Feuchtboden-Wischgerät der eingangs
genannten Gattung so auszugestalten, daß bei einfachem Aufbau und
guter Führungsmöglichkeit
eine intensive, aber schonende Reinigungsmöglichkeit der Bodenfläche geschaffen
wird.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
daß der
Mopträgerkörper eine
im Querschnitt mindestens angenähert
konvex vorspringende Unterseite aufweist und im Inneren eines mehrlagigen
Kopfabschnitts des Wischmops angeordnet ist, an dessen beiden Seiten
jeweils herabhängende Streifen,
Fäden oder
Lappen des Wischabschnitts anschließen.
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Der die Unterseite des Mopträgers bildende Mopträgerkörper ist
hierbei vollständig
im Inneren des mehrlagigen Kopfabschnitts aufgenommen. Die mindestens
angenähert
konvex vorspringende Unterseite des Mopträgerkörpers ergibt eine gute Anpressung
an die Bodenoberfläche,
um eine intensive Reinigung auch stark verschmutzter Stellen zu
erreichen. Hierbei bildet der unter dem Mopträgerkörper liegende Teil des Kopfabschnitts
des Wischmops das Reinigungsmaterial, das auf die Bodenfläche gedrückt wird.
Die tangentiale Berührung
zwischen der zu reinigenden Bodenfläche und der konvex gewölbten Unterseite
des Mopträgerkörpers verbindet
die Vorteile einer guten Anpreßbarkeit
des Feuchtboden-Wischgeräts längs eines
schmalen, linienförmigen
Bereichs mit einem geringen Kraftaufwand auch beim Überwinden
von unebenen Bodenstellen. Da die unter dem Mopträgerkörper liegenden
Teile des Wischabschnitts infolge der konvexen Wölbung der Unterseite nach beiden
Seiten von dem linienförmigen
Andrückbereich
weg zunehmend geringer angepreßt
werden und der Abstand zwischen der Bodenfläche und der Unterseite des
Mopträgerkörpers zunimmt,
bleibt in diesen beiden angrenzenden Randbereichen eine ausreichend
hohe Wasserspeicherfähigkeit
erhalten. Deshalb steht in Wischrichtung gesehen vor und hinter
dem Anpreßbereich
immer eine ausreichend große
gespeicherte Wassermenge zur Verfügung, wodurch der Reinigungseffekt
besonders gesteigert wird.
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Die Bewegungsmöglichkeiten werden insbesondere
an schwer zugänglichen
Stellen und auf Treppen wesentlich verbessert. Das Auspressen kann
in einem Siebkorb oder einer Presse erfolgen.
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Die Unterseite des Mopträgerkörpers kann längsverlaufende
Rillen, längsverlaufende
Wülste oder
Rippen aufweisen. Dadurch wird der Reinigungseffekt verstärkt.
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Die Erfindung wird nachfolgend an
Ausführungsbeispielen
näher erläutert, die
in der Zeichnung dargestellt sind. Es zeigt:
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1 ein
Feuchtboden-Wischgerät
in einem senkrechten Längsschnitt,
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2 einen
vergrößerten Querschnitt
längs der
Linie II-II in 1,
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3 eine
abgewandelte Ausführungsform in
einem Querschnitt ähnlich
der 2,
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4 das
Feuchtboden-Wischgerät
nach 1 beim Einsatz
auf einer Bodenfläche
in einem Querschnitt und
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5-8 jeweils im Querschnitt
unterschiedliche Ausführungsformen
des Mopträgerkörpers.
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Das in 1 dargestellte
Feuchtboden-Wischgerät
weist einen Wischerstiel 1 auf, der an einem im Grundriß länglichen
Mopträger 2 um eine
Schwenkachse 3 in einem Gelenk 4 schwenkbar angebracht
ist. Die Schwenkachse 3 verläuft quer zur Längsrichtung
des länglichen
Mopträgers 2.
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Der Mopträger 2 weist ein Oberteil 5 auf,
das beispielsweise mittels Schrauben 6 oder Bolzen mit einem
darunter liegenden Mopträgerkörper 7 verbunden
ist. Ein aus Streifen, Fäden
oder Lappen aus saugfähigem
Material bestehender Wischmop 8 weist einen Kopfabschnitt 9 auf,
der zwischen dem Oberteil 5 und dem Mopträgerkörper 7 aufgenommen
ist.
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Wie man aus den 2 und 4 erkennt,
weist der mehrlagige Kopfabschnitt 9 auf beiden Seiten
jeweils eine Randnaht 10 auf, in der die Streifen, Fäden oder
Lappen zusammengefaßt
sind, die anschließend
an die beiden Randnähte 10 seitlich
herabhängen
und einen Wischabschnitt 11 des Wischmops 8 bilden.
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Der Mopträgerkörper 7 ist – wie im
den 2 und 4 dargestellt – im Inneren
des mehrlagigen Kopfabschnitts 9 angeordnet, so daß eine Schicht 11a aus Streifen,
Fäden oder
Lappen an der Unterseite 13 des Mopträgerkörpers 7 liegt.
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Die Ausführung nach 3 unterscheidet sich von der vorher beschriebenen
Ausführung
dadurch, daß der
Kopfabschnitt 9 nur an der Oberseite des Mopträgerkörpers 7 zwischen
diesem und dem Oberteil 5 angeordnet ist. Die im Querschnitt
konvex gewölbte
Unterseite 13 des Mopträgerkörpers 7 hierbei
eine Schicht 12 aus Reinigungsmaterial, beispielsweise
Textilmaterial oder Kunststoffflies, die am Mopträgerkörper 7 aufgebracht
ist. Bei dieser Ausführungsform
kann auf das bei der Ausführung
nach 2 unter dem Mopträgerkörper 7 liegende
Material 11a aus Fäden,
Streifen oder Lappen des Wischmops 8 verzichtet werden,
da hierfür
die gesonderte Schicht 12 aus Reinigungsmaterial verwendet
wird.
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Die im Querschnitt angenähert konvex
vorspringende Unterseite 13 des Mopträgerkörpers 7 dient dazu,
die Streifen, Fäden
oder Lappen, die den Wischabschnitt 11 bilden, gegen die
zu reinigende Bodenfläche
zu drücken,
wie in 4 gezeigt. Aus 4 ist auch zu erkennen,
daß dieser
Andrückvorgang
wegen der konvexen Form der Unterseite 13 auch bei der üblichen,
geneigten Haltung des Wischerstiels 1 in gleicher Weise
wirkt.
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In den 5-8 sind unterschiedliche Ausführungsformen
der Unterseite 13 des Mopträgerkörpers 7 dargestellt,
der bei den Ausführungen
nach den 1-4 als im Querschnitt gleichmäßig konvex gewölbte Fläche ausgeführt ist.
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Bei der Ausführung nach 5 weist die Unterseite 13 mehrere
längsverlaufende
Rillen 14 mit dazwischen vorspringenden längsverlaufenden Wülsten oder
Rippen 15 auf.
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Bei der Ausführung nach 6 besteht die gesamte Unterseite 13 aus
drei jeweils im Querschnitt konvex gewölbten Wülsten 16 mit zwei
dazwischen liegenden Rillen oder Einkerbungen 17. Bei der
Ausführung
nach 7 ist die im allgemeinen konvex
gewölbte
Unterseite 13 des Mopträgerkörpers durch
längsverlaufende
Einschnitte 18, Kerben oder Rillen unterteilt. Bei der
Ausführung
des Mopträgerkörpers 7 aus
gummielastischem Material bilden die zwischen den Einschnitten 18 verbleibenden
Lippen 19 eine besonders wirksame Reinigungsoberfläche. Ebenso
wie die Rillen 17 bei der Ausführung nach 6 haben die Einschnitte 18 bei
der Ausführung
nach 7 in besonderem
Maße die
Eigenschaft, die Wasseraufnahmefähigkeit
des Feuchtboden-Wischgeräts
zu erhöhen.
Zugleich wird aber auch die Trocknung des Wischmops verbessert,
weil in den Einschnitten 18 an der Rückseite des Wischmops Luft
vorhanden ist.
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Bei der Ausführung nach 8 ist der Mopträgerkörper 7 durch eine
mittige, längsverlaufende Rille 20 in
zwei, jeweils im Querschnitt konvex gewölbte Wülste 21 unterteilt.
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Allen beschriebenen Ausführungsformen
ist gemeinsam, daß das
Feuchtboden-Wischgerät
bei der Führung
am Boden dem Benutzer eine taktile Rückwirkung gibt, die es ihm
ermöglicht,
das Feuchtboden-Wischgerät
in der jeweils gewünschten
Weise über
die zu reinigende Bodenfläche
zu steuern. Dies gilt insbesondere auch für schwierig zu erreichende Ecken
und Randbereiche und ganz besonders auch für Treppen. Bei der Reinigung
von Treppen steht der Benutzer ein oder mehrere Stufen unterhalb
der jeweils zu reinigenden Stufe, so daß sich daraus notwendigerweise
eine Schrägstellung
des Wischerstiels und eine geneigte Haltung des Mopträgerkörpers ergibt.
Gerade in dieser beim Reinigen von Treppen besonders stark geneigten
Haltung kann der Mopträgerkörper zuverlässig so
geführt
werden, daß der
Wischmop alle Ecken und Randbereiche jeder Treppenstufe wirksam
säubert,
zumal gerade auch in dieser geneigten Stellung durch die konvex
gewölbte Unterseite 13 jeweils
ein hoher Anpreßdruck
längs einer
Mantellinie der Unterseite 13 des Mopträgerkörpers 7 ausgeübt werden
kann. Die beschriebene taktile Rückwirkung
für den
Benutzer ist bei den unterschiedlichen beschriebenen Ausführungsformen
unterschiedlich und kann daher für
den jeweiligen Einsatzfall und/oder dem individuellen Wunsch des
Benutzers entsprechend gewählt
werden.
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Da der Wischmop 8 bei allen
dargestellten Ausführungsbeispielen
auswechselbar am Mopträger 2 angebracht
ist, kann das Feuchtbodenwischgerät mit Wischmop 8 nachgerüstet werden.
Es ist beispielsweise auch möglich
als Wischmop 8 ein einfaches Tuch über den Mopträgerkörper 7 zu
hängen und
zu befestigen. Die beiderseits des Mopträgerkörpers 7 herabhängenden
Lappen des Wischtuchs können
dann in der beschriebenen Weise durch die konvex gewölbte Unterseite 13 des
Mopträgerkörpers 7 angedrückt werden.
In der Ausführung
nach 3, bei der eine
gesonderte Schicht 12 von Reinigungsmaterial am Mopträgerkörper 7 vorgesehen
ist, ist auch die Verwendung nach Art eines Schrubbers ohne Wischmop
möglich.