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DE10235246A1 - Rufumleitung mit Entscheidung über QSIG-Leitungen - Google Patents

Rufumleitung mit Entscheidung über QSIG-Leitungen Download PDF

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DE10235246A1
DE10235246A1 DE2002135246 DE10235246A DE10235246A1 DE 10235246 A1 DE10235246 A1 DE 10235246A1 DE 2002135246 DE2002135246 DE 2002135246 DE 10235246 A DE10235246 A DE 10235246A DE 10235246 A1 DE10235246 A1 DE 10235246A1
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DE
Germany
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calling
call
called
decision
telecommunication system
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Application number
DE2002135246
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English (en)
Inventor
Dietmar Henneke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Tenovis GmbH and Co KG
Original Assignee
Tenovis GmbH and Co KG
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Application filed by Tenovis GmbH and Co KG filed Critical Tenovis GmbH and Co KG
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Publication of DE10235246A1 publication Critical patent/DE10235246A1/de
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M3/00Automatic or semi-automatic exchanges
    • H04M3/42Systems providing special services or facilities to subscribers
    • H04M3/54Arrangements for diverting calls for one subscriber to another predetermined subscriber

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Sub-Exchange Stations And Push- Button Telephones (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Rufumleitung mit Entscheidung in einem Telekommunikationsnetzwerk, mit einer rufenden (11), einer gerufenen (12) und einer Rufziel-Telekommunikationsanlage (13), wobei eine Verbindung zwischen der rufenden Telekommunikationsanlage (11) und der Rufziel-Telekommunikationsanlage (13) über einen mindestens einen nicht öffentlichen Netzabschnitt aufweisenden Übertragungsweg mit Signalisierung nach QSIG-Standard aufgebaut wird.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur 'Rufumleitung mit Entscheidung' in einem Telekommunikationsnetzwerk nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Eine TK(Telekommunikations)-Anlage stellt im Folgenden eine Vorrichtung dar, die Telekommunikationsendgeräte (TK-Endgeräte) oder ein Telekommunikationsnetzwerk an ein weiteres Telekommunikationsnetzwerk anschließt. TK-Endgeräte sind bekanntermaßen Telefone, netzwerkfähige Rechner mit darauf laufender Kommunikationssoftware, Vermittlungsplätze oder Faxgeräte u.a. Der Begriff 'Gateway' beschreibt im Folgenden einen Server, in welchem der Übergang zwischen dem öffentlichen Telekommunikationsnetzwerk (DSS1) und dem privaten Telekommunikationsnetzwerk (QSIG/PSS1) stattfindet.
  • Unter einer rufenden TK-Anlage wird hier ein System verstanden, von dem eine Erstverbindung aufgebaut wird. Eine solche rufende TK-Anlage wird im folgenden auch als Originating PINX (Private Integrated Services Network Exchange) bezeichnet, was dem hier üblichen englischen Sprachgebrauch entspricht. Eine gerufene TK-Anlage ist ein System, von dem das Rerouting, also die Rufumleitung weggeschickt wird. Eine solche gerufene TK-Anlage wird im folgenden auch als Served User PINX bezeichnet. Unter einer Rufziel-TK-Anlage wird ein System verstanden, in dem sich das Ziel der Rufumleitung befindet. Eine solche Rufziel-TK-Anlage wird im folgenden Diverted-to PINX genannt. Ein Telekommunikationssystem, in dem die Anforderung der Rufumleitung ausgeführt wird, trägt im Weiteren die Bezeichnung Rerouting PINX.
  • Es ist bereits bekannt, das QSIG-Protokoll für private Telekommunikationsnetze einzusetzen. Bei der Vernetzung von TK-Anlagen unterschiedlicher Hersteller stellt dieses Protokoll ein leistungsstarkes, standardisiertes Signalisierungssystem dar. Es ist eine vom Standardisierungsgremium ETSI anerkannte Plattform für Entwicklungen bei der heterogenen Vernetzung von TK-Anlagen. Die Standardisierung erfolgt auf internationaler Ebene durch ISO/IEC und im europäischen Raum durch ETSI und ECMA, wobei eine gegenseitige Harmonisierung der Standards angestrebt wird. Das QSIG-Protokoll heißt offiziell 'D-KanaI-Protokoll am Q-Referenzpunkt'. Der Q-Referenzpunkt ist der logische Signalisierungspunkt zwischen zwei TK-Anlagen. Die physikalische Anbindung erfolgt am C-Referenzpunkt. QSIG arbeitet auf der dritten Schicht, der Vermittlungsschicht des OSI-7-Schichten-Modells.
  • Die Verbindungen zwischen den einzelnen Netzknoten des privaten Telekommunikationsnetzes werden durch Standleitungen und/oder Wählleitungen und/oder IP(Internet-Protokoll)-Strecken (über so genannte IP-Gateways) realisiert, wobei hier beliebige Konfigurationen in einem Netz auftreten können. Solche privaten Telekommunikationsnetze sind über sogenannte Gateways mit dem öffentlichen Telekommunikationsnetz verbindbar. Die Grundlagen des QSIG-Protokolls bilden die Basic Calls (BC), also die Basismeldungen, und das Generic Function Protocol (GF), also generische Funktionen.
  • In BC sind der Verbindungsauf- und -abbau, sowie die Fehlerbehandlung beinhaltet. Aufbau und Abbau von QSIG-Verbindungen zwischen den einzelnen Knoten des privaten Telekommunikationsnetzes werden demnach mittels Meldungen aus dem BC vorgenommen.
  • Das GF stellt die Protokollmechanismen für die Steuerung von Supplementary Services (Ergänzende Dienste) und Additional Network Features (zusätzliche Netzwerkmerkmale) bereit. Die Supplementary Services (SS) sind Leistungsmerkmale, die das QSIG-Protokoll für die Nutzer des TK Netzverbundes zur Verfügung stellt. Unter Addtional Network Features (ANF) finden sich Funktionen, die unabhängig vom Nutzer die Verwaltung von Verbindungen oder die Leistungen des gesamten Netzes verbessern. Für Hersteller, denen die Basis-Leistungsmerkmale von QSIG (automa tischen Rückruf, Rückruf bei frei, Rufumleitung, Anrufüberweisung, Anrufumleitung, Rufabfangen, u.a.) nicht ausreichen, bietet QSIG die Generic Functional Procedures (QSIG GF). Diese standardisierte Methode dient zum Transport von Nicht-Standard-Funktionen und zum Message-Handling im QSIG-Netzwerk.
  • Folgende Standards beschreiben die grundlegende Kommunikation bei QSIG, den sogenannten Basic Call: ETS 300 172 Edition 3, ISO/IEC 11 572 Edition 2 und ECMA 143, 3rd Edition. Die Standards für Rufumleitung, die im Folgenden sogenannte Diversion sind beschrieben in: ETS (European Telecommunications Standard) 300 257, Edition 1; ISO (International Standard Organisation)/IEC (International Electrotechnical Commision) 13873, Edition 1 und ECMA (European Computer Manufacturers Association) 174. Allgemeine Angaben können bei QSIG im Teil Common Information abgelegt werden, welcher die Standards umfaßt: ETS 301 820:2000 und ISO/IEC 15 772:1998. Zusätzliche Leistungsmerkmale können im QSIG Standard Generic Functions hinterlegt werden, welcher umfaßt: ETS 300 239, Edition 2, ISO/IEC 11 582, Edition 1 und ECMA 165.
  • Die angegebenen QSIG-Standards gestatten es, die definierten Funktionen dann zu nutzen, wenn die beteiligten Endgeräte in Anlagen angeschaltet sind, die über QSIG-Leitungen oder QSIG-Wählverbindungen miteinander verbunden sind. Diese QSIG-Funktionen können auch über QSIG-Wählverbindungen genutzt werden, sobald der Betreiber des öffentlichen Netzes ein Interworking mit QSIG zulässt. Bei dieser virtuellen Vernetzung ist somit ein gebührenfreier Aufbau möglich. Kommt es dann zur Gesprächsverbindung, ist diese gebührenpflichtig. Standleitungen bzw. Festverbindungen erübrigen sich hiermit.
  • Der QSIG-Standard von Diversion kennt eine Optimierung mit einer 'abschnittsweisen Wegeumschaltung', welche im folgenden als Forward Switching bezeichnet wird. Dabei wird die Served User PINX zur Rerouting PINX. Wird diese Rerouting-Anforderung von der Originating PINX abgelehnt, weil diese beispielsweise den Service nicht unterstützt, so führt die Served User PINX das Forward Switching (Rerouting) selbst durch. Die ablehnende Anlage wird über die Rufumleitung informiert.
  • Dieses Forward Switching kann auch in der Served User PINX erzwungen werden, indem das Senden der Rerouting-Anforderung unterdrückt und die Rufumleitung unmittelbar selbst ausgeführt wird. In diesem Zusammenhang ist aber eine 'Rufumleitung mit Entscheidung' ebenso wenig möglich wie ein späteres Auslösen der Verbindung (Late Release).
  • Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren bereitzustellen, welches eine 'Rufumleitung mit Entscheidung' in einem Netzverbund mit mindestens abschnittsweiser QSIG-Signalisierung bei reduzierten Kosten ermöglicht.
  • Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren nach Anspruch 1 gelöst.
  • Ein wesentlicher Gedanke des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dass eine Rerouting-Anforderung in die Originating PINX über QSIG geschickt wird und sich somit die rufenden TK-Anlage entscheiden kann, ob ein erneuter Verbindungsaufbau zum Rufumleitungsziel stattfinden soll. Dabei wird der erste Verbindungsaufbau grundsätzlich ausgelöst. Es findet kein erneuter Verbindungsaufbau statt, wenn sich die rufende TK-Anlage dazu entscheidet, das Rufumleitungsziel nicht erreichen zu wollen. Damit wird das Merkmal 'Rufumleitung mit Entscheidung' in einem QSIG-Netzverbund und einem virtuellen QSIG-Netzverbund nutzbar gemacht.
  • Das Verfahren baut auf den Generic Functions (ETS 300239 ISO/IEC 11582, ECMA 165), dem ROSE(Remote Operation Service Element)-Konzept (CCITTX.219/X.229), ASN.1 (X.208/X.209), den Common Information (ETS 301 820: 2000, ISO/IEC 15772: 1998) und Diversion (ETS 300 257, ISO/IEC 13873, ECMA 174) auf.
  • Das ROSE-Konzept definiert die Umgebung, um zusätzliche Funktionen zu realisieren. Es findet Anwendung bei den standardisierten Supplementary Services, es wird aber auch zur Steuerung herstellerspezifischer Supplementary Services eingesetzt. Die ROSE-Aktionen (RO-Invoke, RO-Result, RO-Error, RO-Reject-U, RO-Reject-P) werden auf vier Protokollelemente abgebildet. Solche Protokollelemente werden im Englischen als Application Protocol Data Unit (APDU) bezeichnet. Die vier Proto kollelemente sind: RO-Invoke, RO-Return-Result, RO-Return-Error, RO-Reject. Die ROSE-Protokollelemente werden mittels des FACILITY-Informationselementes übertragen. Das FACILITY-Informationselement wird entweder mit Basic-Calls, d.h. Meldungen wie SETUP, ALERT, CONNECT, PROGRESS oder DISCONNECT übertragen oder, falls keine Basic-Calls zur Verfügung stehen, mit der dann zu verwendenden Meldung FACILITY. Es können mehrere ROSE-Protokollelemente in einem FACILITY-Informationselement enthalten sein.
  • Der Steuerparameter wird in der ersten SETUP-Meldung und dort im Common Information Segment transportiert. Damit wird beim ersten Verbindungsaufbau in der Meldung SETUP die Information abgelegt, dass die gerufene TK-Anlage das Leistungsmerkmal 'Rufumleitung mit Entscheidung (RUE)' aktiviert hat. Diese Information wird im Common Information Fach (CmnExtData: NetDevice: feature-list: RUE) zur Serve User PINX transportiert. Dieses ist wiederum ein Kriterium, um eine Rerouting-Anforderung in die Originating PINX über QSIG ro schicken und sich somit die rufende TK-Anlage entscheiden kann, ob ein erneuter Verbindungsaufbau zum Rufumleitungsziel stattfinden soll. Der erste Verbindungsaufbau wird grundsätzlich ausgelöst, und es findet kein erneuter Verbindungsaufbau statt, wenn sich die rufende TK-Anlage dazu entscheidet, das Rufumleitungsziel nicht erreichen zu wollen. Die Served User PINX wird mit einem DISC (disconnect) ausgelöst und der Vorgang ist beendet. Entscheidet sich die rufende TK-Anlage jedoch für einen erneuten Aufbau zum Rufumleitungsziel, wird die SETUP-Meldung zur Diverted-to PINX geschickt. Weitere Abläufe entsprechen dem QSIG-Standard für Diversion.
  • Die Generic Functions und ROSE gestatten die Definition von Leistungsmerkmalen sowohl auf der Ebene der Standardisierung als auch die Definition proprietärer Merkmale. Das hier beschriebene Verfahren 'Rufumleitung mit Entscheidung' im QSIG-Netzverbund stellt dabei ein proprietäres Merkmal dar. Gleichzeitig ergibt sich eine Wegeoptimierung im QSIG-Netzverbund, wobei bei einer virtuellen Verbindung (QSIG-Wählverbindungen) über das Amt eine Kostenoptimierung hinzutritt, da hier noch Gebühren für einen Zweitaufbau einer Verbindung eingespart werden können.
  • Von Vorteil ist es, wenn das alternative Durchlaufen der Schritte b1 oder b2 des Anspruchs 1 aus der gerufenen TK-Anlage heraus gesteuert wird. Dies wird zum einen durch den QSIG-Standard unterstützt, zum anderen wird eine einfache Prozessführung unter Ausschluss weiterer TK-Anlagen oder beteiligter Endgeräte gewährleistet.
  • Bevorzugt wird eine ROSE Operation in der ersten SETUP-Meldung und dort im Common Information Segment transportiert. Diese ROSE-Operation ist herstellerspezifisch definiert, kann aber netzwerkübergreifend dort verwendet werden, wo Hersteller anderer TK-Anlagen den QSIG-Standard in ihren Geräten unterstützen. In einer Domäne müssen deshalb mindestens die Originating PINX und damit die Rerouting PINX und die Served User PINX dieser propietäre Lösung implementiert haben. Eine Konfiguration zur Rufumleitungsentscheidungsmöglichkeit ist die Zusammenfassung von der Originating PINX und Rerouting PINX.
  • Bevorzugt wird weiterhin die ROSE-Operation in dem Facility-Informationselement abgelegt. Dies entspricht wiederum dem QSIG-Standard und gewährleistet eine Transparenz des Verfahrens auch in heterogener Umgebung, d.h. über Grenzen privater und öffentlicher Netze hinweg und zwischen Anlagen verschiedener Hersteller.
  • Insbesondere wird das Facility-Informationselement mit der Codierung RejectAny-UnrecognizedOperation verschickt wird. Damit wird erzwungen, dass die Served User PINX, die das erfindungsgemäße Verfahren nicht unterstützt, eine Reject-APDU zur Originating PINX schickt, was diese dann als Zurückweisung der 'Rufumleitung mit Entscheidung' wertet. Damit werden auch die TK-Anlagen in das erfindungsgemäße Verfahren einbezogen, die dieses selbst nicht unterstützen.
  • In der Praxis wird die Kommunikationsstrecke zwischen den TK-Anlagen in der Regel QSIG-Festverbindungen und/oder Wählverbindungen umfassen. Damit wird das erfindungsgemäße Verfahren sowohl in privaten Netzen (Festverbindungen) als auch öffentlichen Netzen (Wählverbindungen) nutzbar gemacht, wenn auch in den letzteren das QSIG-Protokoll durch den entsprechenden Netzwerkbetreiber (carrier), wie z.B. ARCOR unterstützt wird.
  • Von besonderem Vorteil ist er, wenn die Kommunikationsstrecke zwischen den TK-Anlagen ganz oder teilweise über QSIG-IP-Gateways oder das Internet geführt ist. Die genannten Gateways bieten dabei Zugänge zu weltverbreiteten Netzwerken, womit das erfindungsgemäße Verfahren für besonders viele Nutzer erreichbar und damit nutzbar wird.
  • Die Rufziel-TK-Anlage kann identisch mit der rufenden oder der gerufenen TK-Anlage sein. Unabhängig davon, welche der beteiligten TK-Anlagen das Rufziel enthält, ist damit eine entsprechende Flexibilität des erfindungsgemäßen Verfahrens gewährleistet.
  • Zum Signalisieren von Meldungen über ISDN werden ausschließlich D-Kanal-Verbindungen genutzt, womit das erfindungsgemäße Verfahren sowohl bei Verbindungen mit als auch ohne Nutzkanalbelegung (ISDN-B-Kanäle), also als reine Signalisierungsverbindung, durchgeführt werden kann.
  • Im folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 den erfindungsgemäßen Verfahrensablauf anhand von zwischen den beteiligten TK-Anlagen ausgetauschten Meldungen im Fall einer erfolgreich durchgeführten Rufumleitung mit Entscheidung;
  • 2 das erfindungsgemäße Verfahren anhand der zwischen den beteiligten TK-Anlagen ausgetauschten Meldungen im Fall ohne Rufumleitungsentscheidungsmöglichkeit; und
  • 3 ein QSIG-Protokollmodell als Blockschaltbild mit dem neuen Merkmal SS-Steuerung für Rufumleitung.
  • Die 1 zeigt das erfindungsgemäße Verfahren anhand der zwischen den beteiligten TK-Anlagen Originating und Rerouting PINX 11, Served User PINX 12 und Diverted-to PINX 13 ausgetauschten Meldungen im Falle einer erfolgreich durchgeführten Rufumleitung mit Entscheidung. In dieser Konstellation wird angenommen, dass das Leistungsmerkmal 'Rufumleitung mit Entscheidung' (RUE) an der Originating PINX 11 aktiviert ist.
  • Die in den ausgetauschten Meldungen SETUP, FACILITY, ALERT und CONNECT im Zuge des Verfahrens übertragenen ROSE-Operationen sind der entsprechenden Meldung jeweils unterhalb des Richtungspfeils zugeordnet. Diese ROSE-Operationen sind: cmnInform.inv (Invoke), callRerouting.inv (Invoke), callRerouting.rr (Return Result), divertingLegInformation2.inv (Invoke) und divertingLegInformation3.inv (Invoke).
  • Will ein Anrufer nun aus der Originating PINX 11, also der rufenden TK-Anlage, eine Verbindung mit der Served User PINX 12, also der gerufenen TK-Anlage, herstellen, wird zunächst beim ersten Verbindungsaufbau die Meldung SETUP an die Served User PINX 12 geschickt. In dieser ist die Information abgelegt, dass in der Originating PINX 11 das Leistungsmerkmal RUE aktiviert ist. Diese Diversion-Information ist in der Common Information (cmnInform.inv) und dort im Fach (CmnExtData: NetDevice: feature-list: RUE) hinterlegt.
  • An der Served User PINX 12 wird nun der Steuerparameter RUE ausgewertet und bei Vorliegen einer Rufumleitung, im vorliegenden Fall von der Served User PINX 12 an die Diverted-to PINX 13, eine Facility-Meldung mit Inhalt callRerouting.inv zurückgegeben. Diese Meldung wird von der Originating PINX mit der Meldung FACI-LITY und dem Inhalt callRerouting.rr bestätigt.
  • Die Originating PINX 11 wird nun zur Rerouting PINX 11 und löst die Verbindung mit der Meldung DISC (disconnect) aus. Dies geschieht grundsätzlich, wenn das Leistungsmerkmal RUE an der Originating PINX 11 unterstützt wird und eine Rufumleitung an der Served User PINX 12 vorliegt.
  • Die Linie L markiert dabei den Status, bei dem der Anrufer nun entscheiden kann, ob ein erneuter Verbindungsaufbau zu der Diverted-to PINX 13, also der Rufziel-TK-Anlage stattfinden soll oder nicht. Dies kann z.B. dann der Fall sein, wenn der Anrufer mit der Rufumleitungsnummer alternativ zum eigentlich gewünschten Gesprächspartner sein Sekretariat oder seine Vertretung erreichen kann. Ist dies für den Anrufer nicht von Interesse, kann er sich auch dafür entscheiden, diese Rufumleitung nicht zu nutzen, d.h. keinen erneuten Verbindungsaufbau, diesmal zur Diverted-to PINX 13 anzufordern.
  • Entscheidet er sich aber für eine Rufumleitung, wird in einer weiteren SETUP-Meldung mit Inhalt divertingLegInformation2.inv ein erster Verbindungsaufbauwunsch an die Diverted-to PINX 13 geschickt. Ist die Diverted-to PINX 13 zum Verbindungsaufbau bereit, schickt diese eine ALERT-Meldung, gefolgt von einer CONNECT-Meldung mit Inhalt divertingLegInformation3.inv an die Originating und Rerouting PINX 11 zurück. Damit ist eine Gesprächsverbindung auch zwischen der Originating bzw. Rerouting PINX 11 und der Diverted-to PINX 13 aufgebaut.
  • Die 2 zeigt den erfindungsgemäßen Verfahrensablauf anhand der zwischen den beteiligten TK-Anlagen Originating PINX 11, Served User PINX und Rerouting PINX 12 und Diverted-to PINX 13 ausgetauschten Meldungen im Fall ohne Rufumleitungsentscheidungsmöglichkeit. Es wird hier davon ausgegangen, dass das TK-Endgerät der Originating PINX 11 das Leistungsmerkmal 'Rufumleitung mit Entscheidung' nicht aktiviert hat.
  • Die in den Meldungen SETUP, FACILITY und CONNECT im Zuge des Verfahrens übertragenen ROSE-Operationen sind hier ebenfalls der entsprechenden Meldung jeweils unterhalb des Richtungspfeils zugeordnet. Diese ROSE-Operationen sind: cmnInform.inv (Invoke), divertingLegInformation1.inv (Invoke), divertingLegInformation2.inv (Invoke) und divertingLegInformation3.inv (Invoke).
  • Wieder wird im ersten Verbindungsaufbau eine SETUP-Meldung mit Inhalt cmnInform.inv an die Served User PINX 12 geschickt. Diesmal ist im Fach (CmnExtData: NetDevice: feature-list: RUE) der Steuerparameter RUE nicht gesetzt. Liegt nun ei ne Rufumleitung an der Served User PINX 12 vor, wird diese zur Rerouting PINX 12 und sendet direkt eine SETUP-Meldung mit Inhalt divertingLegInformation2.inv an die Diverted-to PINX 13, welche das Rufziel enthält.
  • Ist die Diverted-to PINX 13 zum Verbindungsaufbau bereit, sendet diese eine ALERT-Meldung an die Rerouting PINX 12 zurück, welche wiederum die Originating PINX 11 mit der FACILITY-Meldung mit Inhalt diverting LegInformation1.inv über die Rufumleitung informiert. In einer folgenden ALERT-Meldung signalisiert die Rerouting PINX 12 weiterhin ihre Bereitschaft zum Verbindungsaufbau mit der Originating PINX 11. Schließlich wird die Verbindung von der Diverted-to PINX 13 mittels einer CONNECT-Meldung mit Inhalt divertingLegInformation3.inv zu der Rerouting PINX 12 und schließlich von dieser mittels einer CONNECT-Meldung mit Inhalt divertingLegInformation3.inv zu der Originating PINX 11 hergestellt.
  • Damit ist für den Anrufer, welcher das Leistungsmerkmal 'Rufumleitung mit Entscheidung' nicht aktiviert hat, das Rufumleitungsziel in der Diverted-to PINX 13 aus der Originating PINX 11 automatisch erreichbar.
  • Es ist also nicht zwingend erforderlich, eine Rerouting-Anforderung in die Originating PINX 11 über QSIG zu schicken, wenn diese die Funktionalität 'Rufumleitung mit Entscheidung' nicht nutzt. Ist allerdings das Rufumleitungsziel in der Originating PINX 11 zu finden, kann auch auf den in 1 gezeigten Verfahrensablauf zurückgegriffen werden und die Rerouting-Anforderung in die Originating PINX 11 geschickt werden. In diesem Fall würde es Sinn machen, das Rerouting der Originating PINX 11 zu überlassen, da sonst von der Served User PINX 12 ein Zweitaufbau gestartet und dadurch eine zweite QSIG-Leistung benötigt werden würde. Im virtuellen Netzverbund könnte dies auch wiederum Gebühren verursachen.
  • Ist das Rufumleitungsziel aber in der Served User PINX 12 oder aber, wie beschrieben, in der Diverted-to PINX 13 zu finden, ist eine Optimierung mit einer Forward Switching zweckmäßig, wobei die Served User PINX 12 zur Rerouting PINX 12 wird. Diese Optimierung ist im QSIG-Netzverbund eine Wegeoptimierung, bei einer virtuellen Verbindung (QSIG-Wählverbindungen) über das Amt ergibt sich zusätzlich noch ein Kostenvorteil, da hier noch Gebühren für den Zweitaufbau eingespart werden können. Das Rufumleitungsziel als Kriterium einer Wahlbewertung kann nur in der Served User PINX 12 ausgewertet werden.
  • Die ROSE-Operation zur Steuerung des Verfahrens in der Served User PINX 12 wird im Informationselement Facility der SETUP-Meldung für den ersten Verbindungsaufbau mit Inhalt cmnInformation.inv übertragen. Dieses Facility-Informationselement wird mit der Kodierung SourceEntity: EndPINX und DestinationEntity: End-PINX als Kodierung für die Network-Facility-Extension verschickt. Die Kodierung des Facility-Informationselementes für die Interpretation-APDU ist dabei mit RejectAnyUnrecognizedOperation gewählt.
  • In der folgenden Tabelle sind formal die Inhalte der privaten Erweiterungen von Common Information (CMN) aufgelistet. Die formale Definition legt nicht nur den Inhalt der Signalisierung fest, sondern auch einen sogenannten Identifier, der diese Signalisierungsinformation innerhalb von QSIG eindeutig kennzeichnet (cmnInform::={newforgsig Cmn_Inform(12)}.
  • Hier findet sich auch der Speicherplatz des Steuerparameters RUE im Fach CmnExtData: NetDevice: feature-list: RUE.
  • CMN-Extensions
    Figure 00110001
  • Figure 00120001
  • 3 zeigt das QSIG-Protokollmodell als Blockschaltbild mit einer Koordinierungsfunktion (Coordinate Function) 21, einer Rufsteuerung (Call Control) 22 und einer Reihe von SS-Steuerungen (Supplementary Service Control) 23. Das neue Merkmal 'Rufumleitung mit Entscheidung' wird aus der SS-Steuerung für Rufumleitung 23' gesteuert.
  • Zur Kennung dienen weitere Service-Elemente wie ROSE (Remote Operation Service Element), ACSE (Access Control and Signalling Element) und DSE (Distributed Systems Environment). Das erfindungsgemäße Rufumleitungsverfahren 23' ist mit der Koordinierungsfunktion 21 verbunden, über welche die SS-Steuerung für Diversion 23' die Dienste von ROSE nutzt. Die Koordinierungsfunktion 21 ist weiterhin mit der GFT-Steuerung (Generic Functional Transport Control) 24 verbunden.
  • Die GFT-Steuerung 24 zeigt zwei Arten von Diensten. Zum einen die Transportdienstleistung für Protokollelemente zwischen Funktionen, die auf verschiedenen TK-Anlagen ablaufen, und zum anderen den Aufbau und Abbau von Verbindungen ohne Nutzkanalbelegung, welches Signalisierungsverbindungen sind. Die GFT-Steuerung 24 ist mit einer Protokollsteuerung (Protocol Control) 25 verbunden, die die Übertragung von Protokoll-Elementen zwischen benachbarten TK-Anlagen leistet und den Aufbau und Abbau von Signalisierungsverbindungen zwischen benachbarten TK-Anlagen. Auch die Rufsteuerung (Call Control) 22 ist mit der Koordinierungsfunktion 21 und der Protokollsteuerung (Protocol Control) 25 verbunden. Die Protokollsteuerung 25 übergibt bzw. empfängt Daten. Der Signalling Carriage Mechanism (SCM) 26, also der Signalisierungsmechanismus, gibt dann die Meldungen auf eine Leitung 27 oder empfängt sie von der Leitung 27.
  • An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass alle oben beschriebenen Teile für sich alleine gesehen und in jeder Kombination, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte Details als erfindungswesentlich beansprucht werden. Abänderungen hiervon sind dem Fachmann geläufig.
  • 11
    Rufende Telekommunikationsanlage
    12
    Gerufene Telekommunikationsanlage
    13
    Rufziel-Telekommunikationsanlage
    21
    Koordinierungsfunktion
    22
    Rufsteuerung
    23, 23', 23''
    SS-Steuerung
    24
    GFT-Steuerung
    25
    Protokollsteuerung
    26
    Signalisierungsmechanismus
    27
    Leitung

Claims (8)

  1. Verfahren zur Rufumleitung mit Entscheidung in einem Telekommunikationsnetzwerk, mit einer rufenden (11), einer gerufenen (12) und einer Rufziel-Telekommunikationsanlage (13), wobei eine Verbindung zwischen der rufenden Telekommunikationsanlage (11) und der Rufziel-Telekommunikationsanlage (13) über einen mindestens einen nicht-öffentlichen Netzabschnitt aufweisenden Übertragungsweg mit Signalisierung nach QSIG-Standard aufgebaut wird, mit folgenden Schritten: a) Senden eines ersten Verbindungsaufbauwunsches von der rufenden Telekommunikationsanlage (11) an die gerufene Telekommunikationsanlage (12) zusammen mit einer ROSE-Operation cmnInform.inv und mit einem Steuerparameter als Kriterium dafür, ob an der rufenden Telekommunikationsanlage (11) das Leistungsmerkmal Rufumleitung mit Entscheidung aktiviert ist, wobei der Steuerparameter in der ersten SETUP-Meldung und dort im Common-Information-Segment transportiert wird; b) Auswerten des Steuerparameters bei Vorliegen einer Rufumleitung von der gerufenen Telekommunikationsanlage (12) an die Rufziel-Telekommunikationsanlage (13) und nachfolgendes alternatives Durchlaufen der Schritte: b1) Senden einer Rufumleitungs-Anforderung von der gerufenen Telekommunikationsanlage (12) an die rufende Telekommunikationsanlage (11) in dem Fall, in dem die Rufumleitung mit Entscheidung an der rufenden Telekommunikationsanlage aktiviert ist; oder b2) Weiterleiten des ersten Verbindungsaufbauwunsches durch die gerufene Telekommunikationsanlage (12) an die Rufziel-Telekommunikationsanlage (13) in dem Fall, in dem die Rufumleitung mit Entscheidung an der rufenden Telekommunikationsanlage nicht aktiviert ist; c) Auslösen der ersten Kommunikationsstrecke durch die rufende Telekommunikationsanlage (11) als Reaktion auf die Rufumleitungs-Anforderung in Schritt b1 und gegebenenfalls Senden eines zweiten Verbindungsaufbauwunsches von der rufenden Telekommunikationsanlage (11) an die Rufziel-Telekommunikationsanlage (13), wenn das Rufumleitungsziel erreicht werden soll.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das alternative Durchlaufen der Schritte b1 oder b2 aus der gerufenen Telekommunikationsanlage (12) heraus gesteuert wird.
  3. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ROSE-Operation in der ersten SETUP-Meldung und dort im Common-Information-Segment transportiert wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die ROSE-Operation in dem Facility-Informationselement abgelegt ist.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Facility-Informationselement mit der Kodierung RejectAnyUnrecognizedOperation verschickt wird.
  6. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kommunikationsstrecke zwischen der rufenden, gerufenen und Rufziel-Telekommunikationsanlage (11, 12, 13) QSIG Festverbindungen und/oder Wählverbindungen umfasst.
  7. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kommunikationsstrecke zwischen der rufenden, gerufenen und Rufziel-Telekommunikationsanlage (11, 12, 13) ganz oder teilweise über QSIG-IP-Gateways über das Internet verläuft.
  8. Anordnung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rufziel-Telekommunikationsanlage (13) identisch mit der rufenden (11) oder der gerufenen (12) Telekommunikationsanlage ist.
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