DE10233805A1 - Ringförmige Brennkammer für eine Gasturbine - Google Patents
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Abstract
Description
- TECHNISCHES GEBIET
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Technik von Gasturbinen. Sie betrifft eine ringförmige Brennkammer für eine Gasturbine gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Eine solche Brennkammer, wie sie z.B. in der
3 wiedergegeben ist, ist bei Gasturbinen seit längerem im Einsatz. - STAND DER TECHNIK
- In
3 ist in einer Schnittdarstellung eine ringförmige Brennkammer, eine sogenannte EV-Brennkammer (EV = Environmental), nach dem Stand der Technik wiedergegeben. Die Brennkammer26 , die Teil einer nicht dargestellten Gastur bine ist und von der nur der oberhalb der Turbinenachse liegende Abschnitt wiedergegeben ist, erstreckt sich in Längsrichtung entlang der Turbinenachse in Strömungsrichtung (in3 von rechts nach links). Auf der Eintrittsseite (rechte Seite in3 ) ist auf einem zur Turbinenachse konzentrischen Kreisring eine Anzahl von Brennern27 verteilt angeordnet, die im vorliegenden Fall als sogenannte Doppelkegelbrenner gemässEP 0321809 ausgebildet sind. Dies ist indes keine zwingende Voraussetzung, und es versteht sich von selbst, dass die hier diskutierten Brennkammern auch mit anderen Brennervarianten betrieben werden können. Das aus den Brennern27 austretende, verwirbelte Brennstoff-Luft-Gemisch verbrennt unter Flammenbildung in der auf die Brenner27 folgenden Primärzone30 und die entstehenden heissen Gase treten aus der Brennkammer26 an einem Brennkammeraustritt31 aus und in den nachfolgenden Turbinenteil ein, wo sie unter Arbeitsleistung expandieren. Um die Brennkammerwände29 vor den heissen Gasen zu schützen, sind auf der Innenseite der Brennkammerwände29 spezielle Auskleidungssegmente ("liner segments")28 angeordnet und befestigt. Die Auskleidungssegmente28 sind in axialer Richtung durchgehend ausgebildet und daher so lang wie der Innenraum der Brennkammer26 . Dies hat den Vorteil, dass die Anzahl der Teile und die Länge der undichten Spalte minimal ist. - Nachteilig ist bei der bekannten Konfiguration der Auskleidungssegmente jedoch, dass die Segmente vergleichsweise lang sind. Dies schafft hinsichtlich der Herstellbarkeit und der mechanischen Integrität Probleme. Diese Probleme werden noch grösser und möglicherweise nicht lösbar, wenn für sehr grosse Gasturbinen entsprechend grosse Brennkammern mit sehr langen Auskleidungssegmenten benötigt werden.
- DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
- Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Brennkammer zu schaffen, welche die oben beschriebenen Nachteile bekannter Brennkammern vermeidet und sich durch eine Vereinfachung der Herstellung und Montage sowie eine verbesserte mechanische Stabilität und mechanische und thermische Belastbarkeit auszeichnet.
- Die Aufgabe wird durch die Gesamtheit der Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Der Kern der Erfindung besteht darin, dass bei einer Brennkammer der eingangs genannten Art die Auskleidungssegmente in axialer Richtung in mehrere hintereinander angeordnete Teile unterteilt sind. Durch die Aufteilung werden die einzelnen Teilelemente kleiner, wodurch sich ihre Herstellung vereinfacht und die mechanische Stabilität erhöht. Gleichzeitig vereinfacht sich die Montage der Segmente.
- Es hat sich dabei als besonders günstig herausgestellt, wenn die Auskleidungssegmente gemäss einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung in zwei Teile unterteilt sind, wenn die Auskleidungssegmente dort unterteilt sind, wo die Strömungsgeschwindigkeit der heissen Gase niedrig ist, oder wenn die Auskleidungssegmente derart unterteilt sind, dass die Längen der einzelnen Segmentteile in axialer Richtung in etwa gleich sind.
- Die Montage kann weiter vereinfacht werden, wenn gemäss einer anderen Ausgestaltung der Erfindung die Auskleidungssegmente an Segmentträgern befestigt sind, und die Segmentträger ebenfalls in axialer Richtung in mehrere Teile unterteilt sind.
- Bevorzugt sind die Auskleidungssegmente konvektionsgekühlt.
- Dabei können die unterteilten Auskleidungssegmente separat konvektionsgekühlt sein, wobei das durch die stromabwärts gelegenen Teile der Auskleidungssegmente strömende Kühlmedium in den Heissgasstrom der Brennkammer ausgelassen wird.
- Es ist aber auch denkbar, dass zwischen den unterteilten Auskleidungssegmenten Verbindungskanäle vorgesehen sind, durch welche das konvektiv kühlende Kühl medium vom einen Teil der Auskleidungssegmente in den anderen Teil der Auskleidungssegmente strömen kann.
- Weitere Ausführungsformen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
- KURZE ERLÄUTERUNG DER FIGUREN
- Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit der Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen
-
1 einen Schnitt durch eine in einer Gasturbine angeordnete Brennkammer mit in axialer Richtung unterteilten Auskleidungssegmenten gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung; -
2 einen vergrösserten Ausschnitt aus der Darstellung der1 ; und -
3 einen Schnitt durch eine ringförmige Brennkammer nach dem Stand der Technik. - WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
- In
1 ist ein Schnitt durch eine in einer Gasturbine angeordnete Brennkammer mit in axialer Richtung unterteilten Auskleidungssegmenten gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben. Die Gasturbine10 , von der nur ein oberhalb der Turbinenachse liegender Teil dargestellt ist, weist eine äusseres Turbinengehäuse11 auf welches ein mit komprimierter Luft gefülltes Plenum12 umgibt, in dem die eigentliche ringförmige Brennkammer13 angeordnet ist. Der Strömungsverlauf erfolgt in1 von rechts nach links. Durch die in einem Kopfraum der Brennkammer13 angeordneten Brenner14 ,15 , die in zwei Reihen übereinander liegen, wird das Brennstoff-Luft-Gemisch in die Primärzone32 der Brennkammer13 eingeblasen und verbrennt dort unter Bildung von Flammen. Die entstehenden heissen Gase treten durch den Brennkammeraustritt33 aus der Brennkammer13 aus und in die nachfolgende Turbine ein. Die Brennkammer13 wird durch mehrere Segmentträger18 ,..,21 vom umgebenden Plenum12 abgetrennt. An den Innenwänden der Segmentträger18 ,..,21 sind in axialer Richtung hintereinander erste und zweite Auskleidungssegmente16 und17 befestigt, wobei jeweils innere (in1 untere) und äussere (in1 obere) Auskleidungssegmente vorgesehen sind. Die geteilten Auskleidungssegmente16 ,17 haben in etwa die gleiche (axiale) Länge und sind dort getrennt, wo auch die zugehörigen Segmentträger19 ,20 und18 ,21 aneinanderstossen. Die Stelle, an der die geteilten Auskleidungssegmente16 ,17 aneinanderstossen (Zwischenraum24 in2 ), liegt dort, wo die Strömungsgeschwindigkeit der heissen Gase niedrig ist. Die geteilten Auskleidungssegmente16 ,17 sind in der gleichen Weise konvektionsgekühlt, wie dies bereits bei den ungeteilten Auskleidungssegmente der Fall ist. - Durch die Teilung der Segmentträger
18 ,..,21 wird erreicht, dass der Zusammenbau vereinfacht wird. Dies gilt insbesondere für die innere (untere) Auskleidung. Wenn die innere Auskleidung aus zwei Teilen zusammengebaut wird, kann der Trennungsspalt über die gesamte Länge verschraubt werden. Die Trennungslinie der Segmentträger18 ,21 für die zweiten Auskleidungssegmente17 sind dabei für Schraubbolzen zugänglich, so dass ein Keil nicht länger benötigt wird. - Durch die erfindungsgemässe Aufteilung der Auskleidungssegmente wird es möglich, grössere Brennkammern zu verwirklichen, ohne dass entsprechend grosse Segmente konstruiert werden müssen. Auf diese Weise kann man auf bereits bewährte Segmentgrössen zurückgreifen. Die Erfindung ermöglicht es auch, in unterschiedlichen Gasturbinen dieselben Brenner
14 ,15 und ersten Auskleidungssegmente16 zu verwenden. Angepasst an unterschiedliche Turbineneinlassgeo metrien wird dann nur der Brennkammeraustritt33 mit den zweiten Auskleidungssegmenten17 und deren Segmentträgern18 ,21 . - Die Konfiguration der Auskleidungssegmente
16 ,17 ist so wie bei den EV- und SEV-Brennkammern der bekannten Gasturbinen der Anmelderin vom Typ GT24B und GT26B (siehe dazu den Artikel von D. K. Mukherjee "State-of-the-art gas turbines – a brief update", ABB review 2/1997, S. 4-14 (1997)). Eine Besonderheit ist das Vorsehen von Verbindungskanälen22 ,23 (1 und2 ) zwischen den zweiten Auskleidungssegmenten17 und den ersten Auskleidungssegmenten16 . Durch diese Verbindungskanäle22 ,23 kann die für die konvektive Kühlung der Auskleidungssegmente16 ,17 verwendete Kühlluft von den zweiten Auskleidungssegmenten17 in die ersten Auskleidungssegmente16 strömen und dort zur Kühlung beitragen. Das Kühlsystem der zweiten Auskleidungssegmente17 wird nur mit einem Teil des gesamten Kühlmassenstromes betrieben, um die Strömungsgeschwindigkeiten zur Vermeidung von Druckabfällen in den Verbindungskanälen22 ,23 klein zu halten. Für die Kühlung der ersten Auskleidungssegmente16 wird ein zusätzlicher Teilstrom25 benötigt (2 ). Der Uebergangsbereich zwischen den inneren zweiten und ersten Auskleidungssegmenten17 und16 ist in2 vergrössert dargestellt. - Es ist aber auch denkbar, auf die Verbindungskanäle
22 ,23 zu verzichten und die Kühlungssysteme der ersten und zweiten Auskleidungssegmente16 ,17 getrennt auszubilden. Die Kühlluft aus den zweiten Auskleidungssegmenten17 wird dann in den Heissgasstrom ausgelassen. Die zweiten Auskleidungssegmente17 sind dabei deutlich kürzer und sind für einen minimalen Kühlluftverbrauch optimiert. Der Vorteil der getrennten Kühlung liegt darin, dass auf die herstellungstechnisch aufwendigen Verbindungskanäle22 ,23 verzichtet werden kann, und dass Luft zur Beeinflussung der Heissgas-Temperaturverteilung und zur Kühlung des Spaltes zwischen Brennkammer und Turbine zur Verfügung steht. Erkauft wird dieser Vorteil durch einen reduzierten Luftmassenfluss im Brenner und eine geringe Höhe der Kühlkanäle in den zweiten Auskleidungssegmenten17 . -
- 10
- Gasturbine
- 11
- äusseres Turbinengehäuse
- 12
- Plenum
- 13, 26
- Brennkammer (ringförmig)
- 14, 15, 27
- Brenner
- 16, 17
- Auskleidungssegment
- 18,..,21
- Segmentträger
- 22, 23
- Verbindungskanal
- 24
- Zwischenraum
- 25
- Teilstrom
- 28
- Auskleidungssegment
- 29
- Brennkammerwand
- 30, 32
- Primärzone
- 31, 33
- Brennkammeraustritt
Claims (10)
- Ringförmige Brennkammer (
13 ) für eine Gasturbine (10 ), in welche Brennkammer (13 ) auf einer Eintrittsseite Brenner (14 ,15 ) münden, und welche Brennkammer (13 ) sich in axialer Richtung von der Eintrittsseite zu einer Austrittsseite (33 ) erstreckt und auf den Innenseiten zum Schutz vor den heissen Gasen mit gekühlten Auskleidungssegmenten (16 ,17 ) ausgekleidet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskleidungssegmente (16 ,17 ) in axialer Richtung in mehrere hintereinander angeordnete Teile (16 ,17 ) unterteilt sind. - Brennkammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskleidungssegmente (
16 ,17 ) in zwei Teile (16 ,17 ) unterteilt sind. - Brennkammer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskleidungssegmente (
16 ,17 ) dort unterteilt sind, wo die Strömungsgeschwindigkeit der heissen Gase niedrig ist. - Brennkammer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskleidungssegmente (
16 ,17 ) derart unterteilt sind, dass die Längen der einzelnen Segmentteile (16 ,17 ) in axialer Richtung in etwa gleich sind. - Brennkammer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskleidungssegmente (
16 ,17 ) an Segmentträgern (18 ,..,21 ) befestigt sind, und dass die Segmentträger (18 ,..,21 ) ebenfalls in axialer Richtung in mehrere Teile (18 ,..,21 ) unterteilt sind. - Brennkammer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskleidungssegmente (
16 ,17 ) konvektionsgekühlt sind. - Brennkammer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die unterteilten Auskleidungssegmente (
16 ,17 ) separat konvektionsgekühlt sind. - Brennkammer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das durch die stromabwärts gelegenen Teile (
17 ) der Auskleidungssegmente strömende Kühlmedium in den Heissgasstrom der Brennkammer (13 ) ausgelassen wird. - Brennkammer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den unterteilten Auskleidungssegmenten (
16 ,17 ) Verbindungskanäle (22 ,23 ) vorgesehen sind, durch welche das konvektiv kühlende Kühlmedium vom einen Teil (17 ) der Auskleidungssegmente in den anderen Teil (16 ) der Auskleidungssegmente strömen kann. - Brennkammer nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die stromabwärts gelegenen Teile (
17 ) der Auskleidungssegmente nur von einem Teil des insgesamt für die Kühlung der Auskleidungssegmente vorgesehenen Massenstromes gekühlt werden.
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