DE10233730A1 - Vorrichtung zum Abwehren von Schnecken von Pflanzungen - Google Patents
Vorrichtung zum Abwehren von Schnecken von PflanzungenInfo
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
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Abstract
Bei einer Vorrichtung zum Abwehren von Schnecken von Pflanzungen mit einer Beetumrandung, dessen untere Berandung in das Erdreich eingelassen und und dessen obere Berandung aus dem Erdreich herausragt, wird vorgeschlagen, an der Beetumradung im Bereich der oberen Berandung eine nach der Beetaußenseite hin spiralig gewundenen Kragen auszubilden, der sich über die Länge der Beetumrandung erstreckt und etwa im tiefsten Punkt der ersten Spiralwindung einen in Längsrichtung der Beetumradung ausgerichteten Spalt aufweist, dessen bei Blick in Richtung zum Spiralinneren erstes Ufer mit nach unten hängenden Fransen/Streifen ausgestattet ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abwehren von Schnecken von Pflanzungen mit einer Beetumrandung, dessen untere Berandung in das Erdreich eingelassen ist und dessen obere Berandung aus dem Erdreich herausragt.
- In vergleichsweise feuchten Gärten zählen Schnecken häufig zu den größten Feinden der Gartenfreunde und Hobbygärtner. Sie vertilgen mit Ausnahme von wenigen Pflanzen fast alles was grün und zart ist. Aus diesem Grunde gibt es zahlreiche Vorrichtungen und Mittel nach dem Stand der Technik, um dieser Schädlinge Herr zu werden.
- Unter dem Namen Bierfalle ist bei Hobbygärtnern eine Vorrichtung bekannt, die aus einer oder mehreren mit Bier angefüllten Schalen besteht. Derart präparierte Schalen werden in dem zu schützenden Beet im Abstand von ein bis zwei Metern aufgestellt. Nach Aussagen von Fachleuten geht von dem Bier für Schnecken ein wohl unwiderstehlicher Geruch aus, dem sie bis in die Schale folgen und dabei in der gefüllten Schale ertrinken.
- Bei einer anderen bekannten Vorrichtung werden zum Schutz von Pflanzungen vor Schnecken an den Beeten aus Plastikmaterial gefertigte Umrandungen aufgestellt, die - in Art eines elektrischen Weidezauns - auf der Oberfläche mit elektrisch leitenden Drähten überzogen sind. Die Drähte weisen einen Abstand von wenigen Millimetern zueinander auf und sind mit einer elektrischen Spannung beaufschlagt. Überdeckt die Schnecke auf ihrem Weg mit ihrem Körper zwei Drähte gleichzeitig, findet ein Stromfluß über ihren Körper hinweg statt, der je nach angelegter Spannung die Schnecke tötet oder zurückschrecken läßt. Die Strom führenden Drähte sind bei dieser Vorrichtung in der Regel auf der nach außen hin gerichteten Seite der Beetumrandung angebracht. Sie bietet daher Schutz vor den in das Beet eindringenden Schnecken.
- Des weiteren werden nach dem Stand der Technik auch chemische Mittel eingesetzt, um Schnecken von Pflanzungen abzuhalten.
- Zu dem wohl ältesten und einfachsten Mittel dieser Art zählt das Ausbringen von Sägemehl auf die von Schnecken gefährdeten Bereiche. Die Schnecken können diese Bereiche nicht ohne Absonderung von erheblichen Mengen von Schleim überqueren und werden hierbei "ausgetrocknet". Das genannte Mittel läßt sich in nachteiliger Weise jedoch nur bei anhaltender Trockenheit anwenden, da durchnäßtes Sägemehl wirkungslos ist.
- Daneben sind auch Giftstoffe nach dem Stand der Technik bekannt, die gegen übergroße Schneckenplagen einsetzbar sind. Die Schnecken werden aufgrund von Duft- oder Lockstoffen, die von diesen Mitteln ausgehen, zur Aufnahme der Giftstoffe veranlaßt und gehen daran zugrunde.
- Allen genannten Vorrichtungen und Mitteln gemeinsam ist eine Vernichtung der Schnecken. Ökologisch eingestellte Gärtnern sehen hierin einen erheblicher Nachteil der bekannten Vorrichtungen.
- Aus diesem Grund sind auch Vorrichtungen oder Mittel zum Abwehren von Schnecken geschaffen worden, die lediglich ein Eindringen der Schnecken in die Pflanzung verhindern.
- Unter anderem ist hierzu eine Vorrichtung bekannt geworden, die aus Schutzhauben für die einzelnen Pflanzen besteht. Die Schutzhauben weisen an ihrem oberen Ende eine zur Belüftung des Pflanzraumes erforderliche Öffnung auf, deren Rand nach außen hin gekrümmt ist und von Schnecken nur schwerlich überwindbar ist. Die genannte Vorrichtung bietet der abgedeckten Pflanze ein pflanzenfreundliches Mikroklima und gleichzeitig einen Schutz vor eindringenden Schnecken. Als Nachteil dieser Vorrichtung ist jedoch anzusehen, daß jede Pflanze eine eigene Schutzhabe erfordert. Der Schutz von ausgedehnten Pflanzungen vor Schnecken mit der genannten Vorrichtung erfordert daher neben einem hohen Zeitbedarf zum Anbringen der Schutzhauben auch einen sehr hohen Materialaufwand. #
- Vor diesem Hintergrund hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung zum Abwehren von Schnecken zu schaffen, welche weder Giftstoffe erfordert noch die Tötung der Schnecken bewirkt, die Nachteile bekannter Vorrichtungen vermeidet und dennoch eine wirksame Abwehr der Schnecken von Pflanzungen gewährleistet.
- Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß
die Beetumrandung im Bereich der oberen Berandung einen nach der Beetaußenseite hin und nach unten zu geformten Kragen aufweist,
der sich über die Länge der Beetumrandung erstreckt,
und etwa im tiefsten Punkt des Kragens in Längsrichtung der Beetumrandung nach unten hängenden Fransen/Streifen ausgestattet ist. - Die vorgeschlagene Vorrichtung geht von einer Beetumrandung aus, die teilweise im Erdreich eingelassen ist und teilweise aus dem Erdreich herausragt. Um diese Umrandung zu einer Barriere für Schnecken zu gestalten, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß der obere Bereich der Umrandung einen nach außen gerichteten Kragen aufweist, der nach unten zu geformt ist. Der Kragen dieser Ausgestaltung erstreckt sich über die ganze Länge der Beetumrandung, also auch über die Ecken und Bögen der Umrandung hinweg.
- Aufgrund der Formung des Kragens nach unten zu wird ein tiefster Punkt definiert, der erfindungsgemäß mit nach unten hängenden Fransen/Streifen versehen ist, die aneinander gereiht sich in Längsrichtung der Beetumrandung erstrecken. Eine Schnecke, die sich auf der Außenseite der Beetumrandung nach oben zu bewegt mit dem Ziel den Innenraum des Beetes zu erreichen, muß auf die Kragenaußenseite gelangen. Erforderlich ist es hierzu, die im tiefsten Punkt des durch den Kragen beschriebenen Verlaufs angebrachten Fransen/Streifen zu überwinden. Dies stellt nach der Kenntnis vorliegender Erfindung ein in der Regel unüberwindbares Hindernis dar, welches das Tier zur Umkehr zwingt. Vorteilhaftes Ergebnis ist, daß die Schnecken vom Innenraum des Beetes abgehalten werden.
- Geometrische Überlegungen im Hinblick auf die vorgeschlagene Vorrichtung haben zum Ergebnis, daß der Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Fransen nicht so groß bemessen werden darf, daß jene Schnecken, die man vom Beet abzuhalten gedenkt, problemlos den Zwischenraum durchkriechen können. Aus diesem Grunde wird vorgeschlagen, daß in Richtung der Beetumrandung gemessen die Breite benachbarter Fransen plus dem dazwischen liegenden Zwischenraum eine Summe von maximal 1 cm ergibt. Diese Bemessung stellt sicher, daß die hier relevanten großen Schnecken den Kragen nicht ohne weiteres überwinden werden können.
- In zweckmäßiger Ausgestaltung ist die Breite einer Franse größer gewählt als die des Zwischenraumes.
- Als besonders bevorzugt empfiehlt sich die Verwendung elastischen Materials für die Fransen/Streifen, da bei der Wahl derartigen Materials die Schnecke beim Versuch der Überwindung der durch die Fransen/Streifen gebildeten Hindernisse eine Bewegung auslöst, die das Tier als unangenehm empfindet und von der Fortsetzung seines Weges abhält.
- Eine wesentliche Verbesserung der Wirkung wird dann erreichbar, wenn der Kragen spiralförmig gewunden ist, etwa im tiefsten Punkt der ersten Spiralwindung einen in Längsrichtung der Beetumrandung ausgerichteten Spalt aufweist an dessen ersten/äußeren Ufer die nach unten hängenden Fransen/Streifen angebracht sind. Dabei meint der Begriff "erstes" jenes Ufer, welches bei Bewegung von außen in Richtung auf den Spiralmittelpunkt als erstes erreicht wird; es handelt sich dabei um das vom Inneren des Beetes aus betrachtet außen liegende Ufer. Dabei ist das erste Ufer dieses Spaltes mit Fransen oder Streifen ausgestattet, deren erste Enden am Spaltufer befestigt sind, während deren andere Enden der Schwerkraft folgend frei nach unten hängen.
- Die vorgesehenen konstruktiven Maßnahmen bei vorliegender Erfindung sind nach einem Kerngedanken der Erfindung so konzipiert, daß sie mehrfache Sicherheit bieten.
- Wenn man den Weg einer Schnecke verfolgt, die auf der Außenseite der Beetumrandung emporklettert, erreicht sie zunächst den nach außen gekrümmten Kragen, der von den auf der Außenseite liegenden weiteren Spiralgängen überdeckt ist. Wegen der geringen verbleibenden freien Durchgangshöhe werden an dieser Stelle Schnecken mit Gehäuse abgefangen, dessen Durchmesser größer als die freie Durchgangshöhe ist.
- Schnecken ohne Gehäuse oder sehr kleinem Gehäuse erreichen im weiteren Verlauf ihres Weges das erste Ufer des genannten Spaltes. Um an dieser Stelle auf die zur Beetinnenseite führende Oberfläche des Kragens zu gelangen, müßte die Schnecke an den am ersten Ufer angebrachten Fransen herabklettern, um die Fransen herum klettern und schließlich auf der anderen Seite der Fransen wieder emporklettern. Da die Fransen jedoch etwa im rechten Winkel zur Oberfläche des Kragens frei herabhängen, bilden sie für die Schnecke ein praktisch unüberwindliches Hindernis.
- Alternativ zu diesem Weg hat die Schnecke die Möglichkeit, den Spalt in seiner Spaltbreite zu überwinden und den ins Innere der Spirale führenden Weg fortzusetzen. Wenngleich der Weg über den Spalt hinweg auch nur selten gelingen dürfte, führt dieser Weg die Schnecke in die enger werdenden Spiralgänge und schließlich zum Ende der Spirale. Auf dem Weg zum Spiralen ende gilt für Schnecken mit Gehäuse das gleich K.O.-Kriterium wie am Anfang der Spiralgänge: Schnecken, deren Gehäuse größer als (die immer kleiner werdende) freie Durchgangshöhe ist, werden abgefangen.
- Am Ende des Spiralganges hat die Schnecke neben der Umkehr nur die Möglichkeit, von der einen Oberfläche des Spiralganges um dessen scharfe Kante herum auf die andere Seite des Spiralganges zu klettern. Dieses Hindernis ist für Schnecken jedoch nur schwerlich überwindbar.
- Schließlich erreichen Schnecken, welche die genannten konstruktiven Maßnahmen zur Abweisung dennoch überwunden haben, auf ihrem Rückweg im spiralig gewundenen Bereich des Kragens wieder den Spalt, dieses Mal vom zweiten Ufer her. Um von dieser Stelle die zur Beetinnenseite führende Oberfläche des Kragens zu erreichen, müßte eine Schnecke sowohl den Spalt in seiner Breite überwinden, als auch die am gegenüberliegenden Ufer angebrachten Fransen herabklettern, um die Fransen herum klettern und schließlich auf der anderen Seite der Fransen wieder emporklettern. Da bereits Fransen für sich allein für Schnecken praktisch unüberwindlich sind, bedeutet die gleichzeitige Überwindung von Spalt und Fransen eine absolute Barriere für die Schnecken.
- Die dargelegten konstruktiven Maßnahmen zur Ausgestaltung der Beetumrandung gemäß vorliegender Erfindung führen dazu, daß die vorgeschlagene Vorrichtung eine für Schnecken unüberwindbare Barriere darstellt. In vorteilhafter Weise werden zur Abwehr der Schnecken dabei weder Giftstoffe angewendet, noch die Tötung der Schnecken vorgenommen. Im Ergebnis wird durch die Erfindung eine einfach aufgebaute und dennoch zuverlässige Vorrichtung zur Abwehr von Schnecken zur Verfügung gestellt.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Beetumrandung aus Folie hergestellt und gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung zwischen Pfosten eingehängt, welche eine Form ähnlich der eines Bischofsstabes aufweisen. Die Pfosten werden im Abstand einiger Meter aufgestellt und weisen vorzugsweise Noppen oder Haken auf, in welche die Folie einhängbar ist. Die Folie wird dabei in Längsrichtung der Beetumrandung durch zwei Folien gebildet, wobei eine Folie den Raum von der Verankerung im Erdreich bis zum ersten Ufer des Spaltes einnimmt, während durch die zweite Folie die Windungen der Spirale vom zweiten Ufer des Spaltes bis zum Spiralenende geformt werden. Der Vorteil dieser Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt in einer sehr flexible Handhabbarkeit der Schneckenbarriere.
- Bei einer anderen vorteilhaften Ausführung der Vorrichtung zur Abwehr von Schnecken wird die Beetumrandung durch Formteile gebildet. Diese Teile sind entweder selbsttragend ausgebildet oder werden zwischen den genannten Pfosten eingehängt. Dabei weisen die Formteile gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung
- - gerade Elemente
- - Rundbögen
- - 90-Grad-Winkel in der Form jeweils eines Außen- oder Innenwinkels
- - Elemente für Einzelpflanzen
- - und dergl. Elemente
- Die Funktionalität dieser Ausführungsform entspricht der bei einer aus Folie gebildeten Beetumrandung. Die Ausbildung der Vorrichtung aus Formteilen verleiht der Vorrichtung jedoch eine hohe Stabilität, die insbesondere in viel belaufenen Gärten mit Vorteil einzusetzen ist.
- Die Wahl des Materials für die Formteile läßt prinzipiell zahlreiche Möglichkeiten zu. Vorgeschlagen wird die Herstellung aus Kunststoff, vorzugsweise aus PVC. Dadurch ist einerseits eine hohe Haltbarkeit der Vorrichtung gewährleistet, andererseits bringt dieses Material auch eine gewisse Elastizität mit sich. Letztere Eigenschaft läßt es zu, daß die einzelnen Elemente durchaus bis zu einem gewissen Grad verbogen werden dürfen, ohne zu Bruch zu gehen. Dadurch ist die Flexibilität bei der Gestaltung von Beetumrandungen in vorteilhafter Weise wesentlich erhöht, so lassen sich beispielsweise Umrandungen im Bereich leicht gekrümmter Beetränder ohne Probleme aus geraden Elementen herstellen.
- Bei der Auswahl des Materials für die Formteile wird des weiteren vorgeschlagen, ein durchsichtiges Material zu verwenden. Damit ist jederzeit ein Einblick in die Spiralgänge des kragenförmigen Teils der Beetumrandung gewährleistet. Die Wirksamkeit der Schneckenbarriere läßt sich somit leicht verfolgen.
- Die vorgeschlagene Vorrichtung läßt sich zum Schutz unterschiedlicher Pflanzungen gegen Schnecken einsetzen. Insbesondere ist gemäß einem Merkmal der Erfindung die Verwendung zum Schutz von
- - von bepflanzten Beeten
- - und/oder von Gruppenpflanzungen
- - und/oder von Einzelpflanzen, vorzugsweise Topfpflanzen,
- Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung lassen sich dem nachfolgenden Teil der Beschreibung entnehmen. In diesem Teil wird ein Ausführungsbeispiel der vorgeschlagenen Vorrichtung zum Abwehren von Schnecken anhand einer Zeichnung näher erläutert.
- Die Figur zeigt eine axiometrische Darstellung der Vorrichtung.
- In Fig. 1 ist eine Vorrichtung zur Abwehr von Schnecken dargestellt, bei welcher die Beetumrandung 1 aus Formteilen 2, 3 und Pfosten 4, 4' aufgebaut ist. Die Zeichnung in vorliegender Figur gibt einen zwischen zwei Pfosten gelegenen Abschnitt der erfindungsgemäßen Vorrichtung wieder. Wie der Figur zu entnehmen ist, weisen die Pfosten eine Form ähnlich der eines Bischofsstabes auf. Sie sind im Abstand von einigen Metern im Erdreich verankert und sind mit (nicht dargestellten) Mitteln zum Befestigen der Formteile ausgestattet. Formteil 2 ist mit seiner unteren Berandung 5 im Erdreich 6 eingelassen und weist an seiner oberen Berandung einen spiralförmig nach außen gebogenen Kragen 7 auf. Es erstreckt sich von der unteren Kante 8 bist zum ersten Ufer 9 eines in Längsrichtung der Beetumrandung angeordneten Spaltes 10. Wie der Figur zu entnehmen ist, sind am ersten Ufer 9 des Spaltes 10 Fransen 11 befestigt, die mit ihrem freien Ende in vertikaler Richtung nach unten hängen. Am zweiten Ufer 12 des Spaltes 10 schließt Formteil 3 an und erstreckt sich, der Windung des Pfostens 4 folgend, bis zum Ende 13 der Spiralwindung.
- Eine Schnecke, die an der Außenseite 14 der Beetumrandung 1 emporklettert, erreicht zunächst den nach außen gekrümmten Kragen 7. Etwa ab Punkt 15 wird dieser Kragen von den auf der Außenseite liegenden weiteren Spiralgängen überdeckt. Wegen der geringen verbleibenden freien Durchgangshöhe 16 werden an dieser Stelle Schnecken mit Gehäuse abgefangen, dessen Durchmesser größer als die freie Durchgangshöhe ist.
- Schnecken, die an dieser Stelle 15 nicht zurückgehalten werden, erreichen im weiteren Verlauf ihres Weges das erste Ufer 9 des Spaltes 10. Die dort angebrachten Fransen 11 verhindern dabei, daß die Schnecken auf die zur Beetinnenseite führende Oberfläche 17 des Kragens 7 gelangen. Ebenso stellt der Spalt 10 ein beträchtliches Hindernis für den weiteren Weg einer Schnecke dar. Schnecken, welche den Spalt 10 dennoch überwinden, werden über den enger werdenden Spiralgang schließlich zum Ende 13 der Spirale geführt. Für Schnecken mit Gehäuse ist der Weg durch den Spiralgang jedoch nur dann noch möglich, wenn der Durchmesser des Gehäuses kleiner als die freie Durchgangshöhe im Spiralgang ist. Am Ende 13 des Spiralganges muß die Schnecke, um weiter zu kommen, von der einen Oberfläche des Spiralganges um dessen scharte Kante herum auf die andere Seite des Spiralganges klettern. Dieses Hindernis bedeutet für Schnecken in aller Regel eine nur schwerlich überwindbare Barriere.
- Schnecken, welche alle bisherigen Barrieren dennoch überwunden haben, erreichen auf ihrem Rückweg im spiralig gewundenen Teil des Kragens 7 wieder den Spalt 10 von der Seite des zweiten Ufers 12 her. An dieser Stelle erreicht die Schnecke die zur Beetinnenseite führende Oberfläche 17 des Kragens 7 nur dann, wenn sie sowohl den Spalt 10 als auch die am gegenüberliegenden Ufer angebrachten Fransen überwinden würde. Dieser Fall ist jedoch auszuschließen, da bereits die bloße Überwindung der Fransen ein unüberwindliches Hindernis darstellt.
- Die vorgeschlagenen konstruktiven Maßnahmen zur Abwehr von Schnecken stellen jede für sich genommen jeweils ein hohes Hindernis für Schnecken dar. Die Anwendung aller Maßnahmen gemäß vorliegender Erfindung führt daher zu einer sicher wirkenden Schneckenbarriere.
Claims (12)
1. Vorrichtung zum Abwehren von Schnecken von Pflanzungen mit einer
Beetumrandung (1), dessen untere Berandung (8) in das Erdreich (6)
eingelassen ist und dessen obere Berandung aus dem Erdreich (6)
herausragt,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Beetumrandung (1) im Bereich der oberen Berandung einen nach der Beetaußenseite hin und nach unten zu geformten Kragen (7) aufweist,
der sich über die Länge der Beetumrandung (1) erstreckt,
und etwa im tiefsten Punkt des Kragens (7) in Längsrichtung der Beetumrandung (1) nach unten hängenden Fransen/Streifen (11) ausgestattet ist.
die Beetumrandung (1) im Bereich der oberen Berandung einen nach der Beetaußenseite hin und nach unten zu geformten Kragen (7) aufweist,
der sich über die Länge der Beetumrandung (1) erstreckt,
und etwa im tiefsten Punkt des Kragens (7) in Längsrichtung der Beetumrandung (1) nach unten hängenden Fransen/Streifen (11) ausgestattet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Breite benachbarter Fransen/Streifen (11) mit dem dazwischen
liegenden Zwischenraum in Richtung der Beetumrandung eine Länge von
max. 1 cm aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Breite einer Franse größer der Breite des Zwischenraumes ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Fransen/Streifen (11) aus elastischem Material bestehen.
5. Vorrichtung zum Abwehren von Schnecken nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kragen (7) spiralig gewunden ist
und etwa im tiefsten Punkt der ersten Spiralwindung einen in Längsrichtung der Beetumrandung (1) ausgerichteten Spalt (10) aufweist
dessen bei Blick in Richtung zum Spiralinneren erstes/äußeres Ufer (9) mit nach unten hängenden Fransen/Streifen (11) ausgestattet ist.
und etwa im tiefsten Punkt der ersten Spiralwindung einen in Längsrichtung der Beetumrandung (1) ausgerichteten Spalt (10) aufweist
dessen bei Blick in Richtung zum Spiralinneren erstes/äußeres Ufer (9) mit nach unten hängenden Fransen/Streifen (11) ausgestattet ist.
6. Vorrichtung zum Abwehren von Schnecken nach einem der Ansprüche
1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Beetumrandung (1) jeweils an Pfosten (4, 4') befestigt ist,
welche eine Form ähnlich der eines Bischofsstabes aufweisen.
die Beetumrandung (1) jeweils an Pfosten (4, 4') befestigt ist,
welche eine Form ähnlich der eines Bischofsstabes aufweisen.
7. Vorrichtung zum Abwehren von Schnecken nach einem der Ansprüche
1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Beetumrandung (1) aus Folie hergestellt ist.
8. Vorrichtung zum Abwehren von Schnecken nach einem der Ansprüche
1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Beetumrandung (1) aus Formteilen (2, 3) gebildet ist.
9. Vorrichtung zum Abwehren von Schnecken nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß
die Formteile (2, 3) unterschiedliche Elemente, wie beispielsweise
gerade Elemente
Rundbögen
90-Grad-Winkel in der Form
jeweils eines Außen- oder Innenwinkels
Elemente für Einzelpflanzen
und dergl.
aufweisen.
die Formteile (2, 3) unterschiedliche Elemente, wie beispielsweise
gerade Elemente
Rundbögen
90-Grad-Winkel in der Form
jeweils eines Außen- oder Innenwinkels
Elemente für Einzelpflanzen
und dergl.
aufweisen.
10. Vorrichtung zum Abwehren von Schnecken nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß
die Formteile (2, 3) aus einem verrottungsfesten Material,
vorzugsweise PVC, gefertigt sind.
11. Vorrichtung zum Abwehren von Schnecken nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß
das Material der Beetumrandung (1) durchsichtig ist.
12. Verwendung der Vorrichtung zum Abwehren von Schnecken nach
einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
sie zum Schutz
von bepflanzten Beeten
und/oder von Gruppenpflanzungen
und/oder von Einzelpflanzen, vorzugsweise Topfpflanzen, gegen Schnecken eingesetzt wird.
sie zum Schutz
von bepflanzten Beeten
und/oder von Gruppenpflanzungen
und/oder von Einzelpflanzen, vorzugsweise Topfpflanzen, gegen Schnecken eingesetzt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10233730A DE10233730A1 (de) | 2001-07-24 | 2002-07-24 | Vorrichtung zum Abwehren von Schnecken von Pflanzungen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10136011 | 2001-07-24 | ||
| DE10233730A DE10233730A1 (de) | 2001-07-24 | 2002-07-24 | Vorrichtung zum Abwehren von Schnecken von Pflanzungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10233730A1 true DE10233730A1 (de) | 2003-02-13 |
Family
ID=7692900
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10233730A Withdrawn DE10233730A1 (de) | 2001-07-24 | 2002-07-24 | Vorrichtung zum Abwehren von Schnecken von Pflanzungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10233730A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004045778A1 (de) * | 2004-09-21 | 2006-04-06 | Otfried Gerlach | Schneckenzaun |
| US8082691B2 (en) * | 2007-11-28 | 2011-12-27 | Bernd Walther | System for repelling small mammals |
| AT16118U1 (de) * | 2015-07-24 | 2019-02-15 | Kulmer Alfred | Einfriedung/Schneckenzaun mit Bürste für Pflanzbeete und Gärten |
| CN112772239A (zh) * | 2021-01-07 | 2021-05-11 | 杭州良渚麟海蔬果专业合作社 | 一种利用防虫网驱避蜗牛的蔬菜绿色防控的方法 |
-
2002
- 2002-07-24 DE DE10233730A patent/DE10233730A1/de not_active Withdrawn
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004045778A1 (de) * | 2004-09-21 | 2006-04-06 | Otfried Gerlach | Schneckenzaun |
| US8082691B2 (en) * | 2007-11-28 | 2011-12-27 | Bernd Walther | System for repelling small mammals |
| AT16118U1 (de) * | 2015-07-24 | 2019-02-15 | Kulmer Alfred | Einfriedung/Schneckenzaun mit Bürste für Pflanzbeete und Gärten |
| CN112772239A (zh) * | 2021-01-07 | 2021-05-11 | 杭州良渚麟海蔬果专业合作社 | 一种利用防虫网驱避蜗牛的蔬菜绿色防控的方法 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
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