DE1023284B - Durch Bimetallspirale gesteuertes Mischventil - Google Patents
Durch Bimetallspirale gesteuertes MischventilInfo
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- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D23/00—Control of temperature
- G05D23/01—Control of temperature without auxiliary power
- G05D23/13—Control of temperature without auxiliary power by varying the mixing ratio of two fluids having different temperatures
- G05D23/1306—Control of temperature without auxiliary power by varying the mixing ratio of two fluids having different temperatures for liquids
- G05D23/132—Control of temperature without auxiliary power by varying the mixing ratio of two fluids having different temperatures for liquids with temperature sensing element
- G05D23/134—Control of temperature without auxiliary power by varying the mixing ratio of two fluids having different temperatures for liquids with temperature sensing element measuring the temperature of mixed fluid
- G05D23/1346—Control of temperature without auxiliary power by varying the mixing ratio of two fluids having different temperatures for liquids with temperature sensing element measuring the temperature of mixed fluid with manual temperature setting means
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Description
DEUTSCHES
In Haushalten mit Heißwasserspeicher ist ein automatisches Mischventil von Vorteil, das das Heißwasser
aus dam Speicher mit dem kalten Leitungswassar zu Warmwasser von gewünschter Temperatur
zum Waschen, Baden, Spülen usw. mischt. Auch in vielen Industriebetrieben werden automatische
Mischventilie zum Herstellen von Flüssigkeiten bestimmter Temperatur aus zwei mit verschiedener
Temperatur zufließenden Flüssigkeiten benötigt, wobei Temperatur und Druck in den Zuleitungen
schwanken können. Es sind automatische Mischventile bekannt, bei denen ein im Strom der Mischflüssigkeit
liegendes Bimetall durch seine von der Temperatur abhängige Deformation die Abschlußorgane
für die Zuleitungen mehr oder weniger weit öffnet. Da hierbei beide öffnungen gleichzeitig teilweise
offen und durch den Mischraum miteinander verbunden sind, besteht dia Möglichkeit, daß beim
Ausbleiben des Druckes in der Kaltwasserleitung heißes Wasser dorthin gelangt. Man hat daher automatische Mischventile mit intermittierender öffnung
der Abschlußorgane gebaut, bei denen ein Bimetallstreifen den Einlaß für die kalte und heiße Flüssigkeit
abwechselnd freigibt. Da immer nur eines der beiden Abschlußorgane geöffnet ist, ist ein Überströmen
von Flüssigkeit aus einer Zuleitung in die andere ausgeschlossen. Bei bekannten Ausführungen
dieser Art betätigt der Bimetallstreifen, der zum direkten Betätigen der. .Ahschlußorgane zu schwach
ist, zwei hydraulische Relais, die mit Hilfe des Drucks in die Zuleitungen die Abschlußorgane entgegen
der Kraft einer Feder abwechselnd öffnen. Das hat den Nachteil, daß ein bestimmter Mindestdruck
in den Zuleitungen für das Arbeiten des Apparates notwendig ist.
Die Erfindung bezweckt, ein automatisches Mischventil zu schaffen, bei dem das Überströmen von
Flüssigkeit aus einer Zuleitung in die andere durch abwechselndes Öffnen der Abschlußorgane verhindert
wird und dessen Funktionieren vom Vorhandensein eines bestimmten Drucks in den Zuleitungen unabhängig ist.
Die Erfindung geht von einem durch eine Bimetallspirale gesteuertes Mischventil mit V-förmiger, um
ihre Kante schwenkbarer Doppelklappe aus, deren beide Flügel je einen Schlitz für den Zufluß der kalten
und der heißen Flüssigkeit abwechselnd öffnen und schließen, und sie besteht darin, daß in die Doppelklappe;
das eine Ende einer Feder drehbar eingehängt ist, die die Doppelklappe an die Dichtungsflächei des
Gehäuses andrückt, wobei das andere Ende der Feder an einen, zwischen zwei Anschlägen schwingenden
Hebel drehbar eingehängt ist, an dem ein Ende der Bimetallspirale angreift, wobei die Einhängpunkte der
Durch Bimetallspirale gesteuertes
Mischventil
Mischventil
Anmelder:
Dipl.-Ing. Dr. Josef Göttinger,
Langenzersdorf, Wien (Österreich)
Langenzersdorf, Wien (Österreich)
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Adam, Patentanwalt,
München-Obermenzing, Anna-Dandler-Str. 10
München-Obermenzing, Anna-Dandler-Str. 10
Beanspruchte Priorität:
Österreich vom 12. Juli 1964
Österreich vom 12. Juli 1964
Dipl.-Ing. Dr. Josef Göttinger,
Langenzersdorf, Wien (Österreich),
ist als Erfinder genannt worden
Feder an der Doppelklappe und am Hebel in der Mittelstellung der Doppelklappe und des Hebels in
einer Flucht mit der Kante der Doppelklappe und dem Lagerpunkt des Hebels liegen.
Eine Veränderung der gewünschten Mischtemperatur erfolgt in bekannter Weise durch Verdrehen
eines Endes der Bimetallspirale mittels eines Handhebels. Da besonders bei Duschanlagen eine geringe
Anzahl von Bedienungshebeln erwünscht ist, ist bei dieser Konstruktion vorgesehen, daß der Mischhebel
zugleich als Absperrhebel benutzt werden kann.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich an Hand der Zeichnung, in welcher ein Ausführungsbeispiel dargestellt ist. Die diese erfinderischen Merkmale
unter Schutz stellenden Unteransprüche gelten nur im Rahmen des Hauptanspruchs.
Fig. 1 stellt einen Längsschnitt durch das Mischventil dar,
Fig. 2 einen Querschnitt in der Ebene II-II von
Fig.l;
Fig. 3 zeigt die gleichen Teile wie Fig. 2, jedoch in einer anderen Arbeitsstellung.
1 ist das Gehäuse mit dem vorderen Gehäusedeckel 2 und dem hinteren Gehäusedeckel 3. 4 bzw. 5 sind die
Zuleitungen für das kalte bzw. heiße Wasser, 6 ist die Ableitung für das Mischwasser. Auf der Dichtungs-
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fläche 7 des Gehäuses befinden sich die Schlitze 8 bzw. 9 für die Zuleitungen des kalten bzw. heißen
Wassers in den Mischraum 36. Die Doppelklappe 10 besitzt zwei Flügel 11,12,, deren Dichtungsflächen den
Schlitzen 8, 9 in der Dichtungsfläche 7 des Gehäuses
gegenüberstehen und - in einer Kante 13 zusammenstoßen,
die auf der Dichtungsfläche 7 aufliegt. Zwei Zäpfchen 14, die aus der Doppelklappe herausstehen,
ragen in zwei zur Dichtungsfläche 7 senkrecht angeordneite
Führungsschlitze 15 und verhindern ein Verschieben der Doppelklappe auf der Dichtungsfläche 7.
Mittels der Achse 16 ist der Hebel 17 drehbar im Gehäuse gelagert. Seine Bewegung wird durch die
Anschläge 18, 19 begrenzt. Er ist mittels der beiden Zapfen 31 mit dem äußeren Ende 21 der Bimetallspirale
20 auf Drehung gekuppelt; jedoch lassen die Bohrungen im Hebel für die beiden Zapfen eine axiale
Bewegung der Bimetallspirale gegen den Hebel zu. Die Bimetallspirale sitzt mit ihrem inneren Ende 22
auf deir Spindel 23 fest, die durch die Stopfbüchse 24
den vorderen Gehäusedeckel durchdringt und den mit einem Zeiger versehenen Handgriff 25 trägt. Die
beiden Blattfedern 26, 27 sind in die Achsen 28, 29 an der Doppelklappe und am Hebel drehbar eingehängt
und durch die vier Zuglaschen 30 miteinander verbunden; die aus den beiden Blattfedern und den vier
Zuglaschen zusammengesetzte Feder drückt die Doppelklappe an dieDichtungsfläche7 im Gehäuse an.
Die Spindel 23 hat einen Gewindeteil 33, für den im vorderen Gehäusedeckel das passende Muttergewinde
eingeschnitten ist; auf der Spindel sitzt frei drehbar, aber axial unverschiebbar, der Ventilteller
34, demgegenüber am vorderen Gehäusedeekel der Ventilsitz 35 angeordnet ist. Zwischen Ventilteller
und Ventilsitz strömt im geöffneten Zustand des Ventils das Mischwasser aus dem Ausgleichsraum 32
des Gehäuses zum Ausfluß 6.
In der in Fig. 2 dargestellten Stellung drückt die zusammengesetzte Feder -26, 27, 30 den Hebel 17 an
den Anschlag 19 und dia Dichtungsfläche des Flügels 12 der Doppelklappe 10 an den Schlitz 9, der die Zuleitung
für das heiße Wasser bildet. Durch den freigegebenen Schlitz 8 strömt kaltes Wasser, und es
sinkt die Temperatur im Mischraum. Die abgekühlte Mischflüssigkeit strömt durch die Windungen der
Bimetallspirale 20 in den Ausgleichsraum 32. Infolge ihrer Abkühlung übt die Bimetallspirale auf den
Hebel ein Drehmoment entgegen dem Uhrzeigersinn aus. Wenn die Abkühlung der Bimeitallspirale
genügend weit fortgeschritten ist, überwindet das von ihr auf den Hebel ausgeübte Drehmoment das ihr
entgegenwirkende Moment der Feder mitsamt den Reibungswiderständen und verdreht den Hebel entgegen
dem Uhrzeigersinn. Während der Drehung vermindert sich das von der Bimetallspirale herrührende
Drehmoment infolge ihrer Entspannung, aber auch das von der Feder auf den Hebel ausgeübte Drehmoment
wird kleiner. Wenn die Bimetallspirale und die Feder derart dimensioniert sind, daß das von der
Bimetallspirale herrührende Drehmoment sich in geringerem Maße vermindert als das ihm entgegenwirkende,
von der Feder auf den Hebel ausgeübte Drehmoment, verdreht sich der Hebel entgegen dem
Uhrzeigersinn, bis er an den Anschlag 18 anstößt. Die damit erreichte Stellung des Hebels ist in Fig. 3
dargestellt. Nun wird die Doppelklappe um ihre Kante im Uhrzeigersinn durch die Feder verdreht, so daß
sie den Schlitz 9 für die Zuleitung des heißen Wassers freigibt und mit der Dichtungsfläche ihres Flügels 11
den Schlitz für die Zuleitung des kalten Wassers abschließt. Das zuströmende heiße Wasser setzt die
Temperatur im Mischraum hinauf und erwärmt die Bimetallspirale, die infolgedessen ein Drehmoment im
Uhrzeigersinn auf den Hebel ausübt. Nun. tritt ein dem eben beschriebenen Vorgang entgegengesetzter
Vorgang ein, durch den der Hebel und die Doppelklappe in die in Fig. 2 dargestellte Stellung zurückgeführt
werden, worauf das Spiel von neuem beginnt.
Dadurch, daß abwechselnd die Zuleitungen für das kalte und für das heiße Wasser abgesperrt werden,
pendelt die Temperatur der Flüssigkeit im Mischraum 36 zwischen einem oberen und einem unteren
Wert. Nach der Bimetallspirale passiert die Flüssigkeit den Ausgleichsraum 32, wodurch die Größe der
Temperaturschwankungen am Austrittsstutzen 6 herabgesetzt wird.
Eine Änderung der gewünschten Mischteniperatur erfolgt durch Verdrehen des inneren Endes 22 der
Bimetallspirale mittels des Handgriffes 25. Bei einer Drehung der Spindel 23 wird der Ventilteller 34 dem
Ventilsitz 35 genähert oder von ihm entfernt. Nach einer Drehung der Spindel im Uhrzeigersinn ergibt
sich die Stellung gemäß Fig. 3; durch die Doppelklappe wird der Zufluß heißen Wassers verhindert;
zugleich ist das Abflußventil gesperrt. Im abgedrehten Zustand ist dadurch ein Überströmen von heißem
Wasser in die Kaltwasserleitung oder umgekehrt verhindert. Beim Aufdrehen fließt zuerst kaltes Wasser
aus, so daß keine Gefahr des Verbrühens besteht.
Durch die Feder wird die Doppelklappe mit ihren Dichtungsflächen mit einer von der Temperatur und
Stellung der Bimetallspirala unabhängigen Kraft an die die Schlitze enthaltende Dichtungsfläche des Gehäuses
gedrückt, so daß keine Spaltverluste entstehen, und das Umschalten der Doppelklappe erfolgt durch
die Feder nach dem Umkippen des Hebels, der von der Bimetallspirale in Abhängigkeit von der Temperatur
im Mischraum aus einer Endlage in die andere gebracht wird.
Das Mischventil kann auch verwendet werden, wenn an Stelle von heißem Wasser Dampf zugeleitet
wird.
Claims (3)
1. Durch Biptnetallspirale gesteuertes Mischventil mit V-förmiger, um ihre Kante schwenkbarer
Doppelklappe, deren beide Flügel je einen Schlitz für den Zufluß der kalten und der heißen Flüssigkeit
abwechselnd öffnen und schließen, dadurch gekennzeichnet, daß in die Doppelklappe (10) das
eine Ende (28) einer Feder (26, 27, 30) drehbar eingehängt ist, die die Doppelklappe (10) an die
Dichtungsfläche (7) des Gehäuses (1) andrückt, wobei das andere Ende (29) der Feder (26,27,30)
an einen zwischen zwei Anschlägen (18, 19) schwingenden Hebel (17) drehbar eingehängt ist,
an dem ein Ende (21) der Bimetallspirale (20) angreift, wobei die Einhängpunkte (28,29) der Feder
(26, 27, 30) an der Doppelklappe (10) und am Hebel (17) in der Mittelstellung der Doppelklappe
(10) und des Hebels (17) in einer Geraden mit der Kante (13) der Doppelklappe (10) liegen.
2. Durch Bimetallspirale gesteuertes Mischventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer Verdrehung des Hebels (17) um einen bestimmten Winkel bei gleichzeitigem Festhalten
der Doppelklappe (10) die Änderung des von der Feder (26, 27, 30) auf den Hebel (17)
ausgeübten Drehmomentes größer als als die Änderung des von der Bimetallspirale (20) herrührenden
Drehmomentes.
3. Durch Bimetallspirale gesteuertes Mischventil nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das dem am Hebel (17) angreifenden Ende (21) entgegengesetzte Ende (22) der "l3imetallspirale (20) an einer Spindel (23) mit
Gewinde (33) befestigt ist, die in einem Mutter-
gewinde im Gehäuse (1) geführt ist und einen Ventilteller (34) trägt, der beim Aufsetzen auf
den Ventilsitz (35) im Gehäuse (1) den Abfluß der Mischflüssigkedt aus dem Gehäuse (1) sperrt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 626098;
österreichische Patentschrift Nr. 27 995;
USA.-Patentschriften Nr. 1 988 026, 2 484 180.
Deutsche Patentschrift Nr. 626098;
österreichische Patentschrift Nr. 27 995;
USA.-Patentschriften Nr. 1 988 026, 2 484 180.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
® 709 850/235 1.58
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT1023284X | 1954-07-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1023284B true DE1023284B (de) | 1958-01-23 |
Family
ID=3684235
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG17422A Pending DE1023284B (de) | 1954-07-12 | 1955-06-20 | Durch Bimetallspirale gesteuertes Mischventil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1023284B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1115086B (de) | 1955-09-02 | 1961-10-12 | Robertshaw Fulton Controls Co | Einrichtung zur regelbaren Mischung von Medien verschiedener Temperatur |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT27995B (de) * | 1906-03-02 | 1907-04-10 | Edwin Ruud | Einrichtung zum selbsttätigen Öffnen und Schließen des Brennstoffventiles für Wassererhitzer u. dgl. |
| US1988026A (en) * | 1932-05-31 | 1935-01-15 | Robertshaw Thermostat Co | Snap acting valve |
| DE626098C (de) * | 1934-01-30 | 1936-02-20 | Hermann Sandvoss | Thermostatisch betaetigtes Ventil fuer Temperaturregler o. dgl. |
| US2484180A (en) * | 1946-05-28 | 1949-10-11 | Max L Mcconnell | Thermostat valve |
-
1955
- 1955-06-20 DE DEG17422A patent/DE1023284B/de active Pending
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT27995B (de) * | 1906-03-02 | 1907-04-10 | Edwin Ruud | Einrichtung zum selbsttätigen Öffnen und Schließen des Brennstoffventiles für Wassererhitzer u. dgl. |
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| DE1115086B (de) | 1955-09-02 | 1961-10-12 | Robertshaw Fulton Controls Co | Einrichtung zur regelbaren Mischung von Medien verschiedener Temperatur |
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