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Die Erfindung bezieht sich auf einen
Anbauradiallüfter
für ein
Kompaktgerät
der Industrieelektronik mit einem axial in einem Gehäuse angeordneten Lüfterantrieb
mit Luftschaufelrad, wobei das Gehäuse eine mit einem Lüfterschutzgitter
versehene axiale Lufteintrittsöffnung
und eine radiale Luftaustrittsöffnung
aufweist.
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Einen gattungsgemäßen Anbauradiallüfter ist
aus dem Siemens-Katalog
DA 65.4 – 2001
mit dem Titel "SIMODRIVE
611 universal und POSMO", Kapitel
6, Seite 6/27 bekannt. Im Kapitel 7 dieses Katalogs auf der Seite
7/8 ist ein Maßbild
eines 300 mm breiten Leistungsmoduls mit einem gattungsgemäßen Anbaulüfter dargestellt.
Ein derartiger bekannter Anbauradiallüfter weist zum Zwecke der Montage
an einem Leistungsmodul einen umlaufenden Befestigungsflansch auf,
der um die radiale Luftaustrittsöffnung
geführt
ist. Ein derartiger Anbauradiallüfter
wird anschlussfertig ausgeliefert. Derartige Anbauradiallüfter werden
zur internen Entwärmung
bei Leistungsmodulen verwendet, die eine vorbestimmte Leistungsklasse übersteigen.
Derartige Leistungsmodule sind durch eine größere Modulbreite, beispielsweise
300 mm, gekennzeichnet. Den Maßbild ist
zu entnehmen, dass dieser Anbauradiallüfter unter das Leistungsmodul
im Bereich des Kühlkörpers dieses
Leistungsmoduls angebracht ist. Ein derartiges Leistungsmodul ist
in einem Schaltschrank untergebracht. Dabei ist dieses Leistungsmodul
an der Rückwand
des Schaltschrankes angeschraubt. Der Anbauradiallüfter wird
mit mehreren, wenigstens vier Schrauben an dieses im Schaltschrank
eingebauten Moduls angeschraubt. Eine derartige Überkopfmontage ist schwierig
und zeitaufwendig, da einerseits die Anschraubpunkte von unten nicht
sichtbar sind und andererseits während
des Eindrehens der Schrauben der An bauradiallüfter mit einer Hand in der
Montagelage gehalten werden muss.
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Der Erfindung liegt nun die Aufgabe
zugrunde, einen Anbauradiallüfter
anzugeben, bei dem die genannten Nachteile eines bekannten Anbauradiallüfters nicht
mehr auftreten.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
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Dadurch, dass das Gehäuse zweigeteilt
ist, konnte die Befestigungsvorrichtung des Anbauradiallüfters von
der radialen Luftaustrittsöffnung
getrennt werden. Dadurch besteht nun die Möglichkeit, jedes Teil für sich zu
optimieren. Ebenfalls ist dadurch die Montage aus der radialen Luftaustrittsöffnungs-Ebene in eine andere
Ebene verlegt worden, wobei eine Überkopfmontage dabei entfällt. Die
erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung
besteht einerseits aus einer streifenförmig ausgebildeten Betätigungseinrichtung,
die jeweils in einem oberen Eckbereich eines plattenförmigen Teils
des erfindungsgemäßen Anbauradiallüfters angeformt
sind, und andererseits aus einer zum plattenförmigen Teil korrespondierenden
Halteplatte mit einer Führungs-,
Rast- und Einhängvorrichtung.
Durch diesen erfindungsgemäß ausgebildeten
plattenförmigen
Teil des Gehäuses des
Anbauradiallüfters
in Zusammenhang mit der erfindungsgemäß ausgebildeten Halteplatte
treten die genannten Nachteile nicht mehr auf.
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Bei der Montage wird der Anbauradiallüfter in die
Führungsvorrichtung
der am Kompaktgerät
der Industrieelektronik angebrachten Halteplatte geschoben und in
die Einhängevorrichtung
gehängt.
Nach diesen ersten Montageschritt hängt der Anbauradiallüfter unter
dem Kompaktgerät
der Industrieelektronik. Im zweiten Montageschritt wird dieser eingehängte Anbauradiallüfter in
Richtung des Kompaktgerätes
geschoben, wobei dieser Anbauradiallüfter mittels seines plattenförmigen,
abgewinkelten Teils mit der Halteplatte verrastet. Im dritten Montage schritt
wird dieser Anbauradiallüfter
mit der Rückwand
des Schaltschrankes verschraubt, wobei nur zwei Befestigungsschrauben
benötigt
werden.
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In einer vorteilhaften Ausführungsform
weist die Halteplatte zwei Langlochbohrungen auf, die in Flucht
zur Befestigungsschraube der beiden Teile des Gehäuses des
Anbauradiallüfters
angeordnet sind. Beim Einhängen
und bei der Verrastung des Anbauradiallüfters mit der Halteplatte sind
nun diese beiden oberen Befestigungsschrauben des Anbauradiallüfters in
diesen Langlochbohrungen geführt.
Dadurch verringert sich der Abstand zwischen plattenförmigen Teil
des Gehäuses
des Anbauradiallüfters und
einer Rückwand
eines Schaltschrankes erheblich.
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In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform
sind die unteren Eckbereiche des plattenförmigen Teils des Gehäuses des
Anbauradiallüfters
gegenüber
des plattenförmigen
Teils abgesetzt angeordnet. Durch diese abgesetzte Anordnung der
Eckbereiche wird ein vorhandener Abstand zwischen dem Anbauradiallüfter und
einer Rückwand
eines Schaltschrankes ausgeglichen. D.h., dass die abgesetzten Eckbereiche
des plattenförmigen
Teils sich auf einer Rückwand
eines Schaltschrankes abstützen,
wogegen sich die oberen Eckbereiche des plattenförmigen Teils sich auf die Halteplatte
abstützen, die
wiederum sich auf einer Rückwand
eines Schaltschrankes absetzt.
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In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform
weist die radiale Luftaustrittsöffnung
einen zur Lufteintrittsöffnung
des Kompaktgerätes
des der Industrieelektronik korrespondierenden Kragen auf. Dadurch
gelangt die gesamte vom Lüfter
erzeugte radiale Luftströmung
in das Kompaktgerät
und kann vollständig
zur inneren Entwärmung
des Kompaktgerätes
der Industrieelektronik verwendet werden.
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Vorteilhafte Ausgestaltungen sind
den Unteransprüchen
4 bis 8 zu entnehmen.
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Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf
die Zeichnung Bezug genommen, in der eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Anbauradiallüfters schematisch
veranschaulicht ist.
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1 zeigt
eine perspektivische Sicht eines eingebauten Anbauradiallüfters nach
der Erfindung, die
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2 zeigt
einen Teilausschnitt der Halteplatte des Anbauradiallüfters nach 1, wogegen in der
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3 ein
Teilausschnitt der plattenförmig ausgebildeten
Betätigungseinrichtung
des Anbauradiallüfters
nach 1 veranschaulicht
ist.
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Die 1 zeigt
einen montierten erfindungsgemäßen Anbauradiallüfter 2.
In diesem montierten Zustand ist der Anbauradiallüfter 2 unter
einem Kompaktgerät 4 der
Industrieelektronik, beispielsweise einem Leistungsmodul, angeordnet
und mit einer nicht näher
dargestellten Rückwand
eines Schaltschrankes verschraubt. Dazu weist dieser Anbauradiallüfter 2 zwei
Montagebohrungen 6 auf. Die Unterseite 8 eines
Kompaktgerätes 4 der
Industrieelektronik weist eine Lufteintrittsöffnung 10 auf, in
der ein Kragen 12 des Anbauradiallüfters 2 ragt.
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Der Anbauradiallüfter 2 ist zweigeteilt
aufgebaut. Das Gehäuse
dieses Anbauradiallüfters 2 weist einen
wannenförmigen
Teil 14 und einen plattenförmigen Teil 16 auf.
Auf diesen plattenförmigen
Teil 16 ist ein Lüfterantrieb
mit einem Luftschaufelrad axial befestigt. Dieser Lüfterantrieb
mit Luftschaufelrad wird vom wannenförmigen Teil 14 abgedeckt.
Dieser wannenförmige
Teil 14 weist eine axiale Lufteintrittsöffnung 18 auf, die
mittels eines Lüfterschutzgitter 20 verschlossen
ist. In dieser Darstellung ist das Lüfterschutzgitter 20 mit
dem wannenförmigen
Teil 14 verschraubt. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass
das Lüfterschutzgitter 20 integraler
Bestandteil des als Kunststoffteil ausgebildeten wannenförmigen Teils 14 des
Gehäuses
ist.
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In diesen zweiteiligen Gehäuse des
Anbauradiallüfters 2 ist
ebenfalls die Elektronik des Radiallüfters untergebracht. Aus diesem
zweigeteilten Gehäuse
führt nur
ein Anschlusskabel 22 des Lüfters. Diese beiden Teile 14 und 16 des
Gehäuses
des Anbauradiallüfters 2 sind
miteinander verschraubt. Die Schrauben werden von der Rückseite
des plattenförmigen
Teils 16 des Gehäuses
eingeschraubt, so dass auf der dem wannenförmigen Teil 14 des
Gehäuses zugewandten
Seite des plattenförmigen
Teils 16 nur die Gewindebuchsen zu sehen sind.
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Die Eckbereiche 24 und 26 des
plattenförmigen
Teils 16, in denen sich die Montagebohrungen 6 befinden,
sind gegenüber
dem plattenförmigen
Teil 16 versetzt angeordnet. Inwieweit die Rückseite
des plattenförmigen
Teils 16 und die Rückseite
seiner Eckbereiche 24 und 26 zueinander beabstandet
sind, hängt
von der Blechdicke einer Halteplatte 28 ab. Diese Halteplatte 28 ist
Bestandteil eines Kompaktgerätes 4 der
Industrieelektronik. Im eingebauten Zustand des Anbauradiallüfters 2 ist
zwischen der Rückseite
seines plattenförmigen
Teils 16 und der Rückseite
eines nicht näher
dargestellten Schaltschrankes ein Abstand vorhanden, der auszugleichen
ist. Die Größe dieses
Abstandes ist von der Dicke der Halteplatte 28 abhängig, wobei
diese Halteplatte 28 in der 2 ausschnittsweise
dargestellt ist.
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Diese Halteplatte 28 weist
gemäß 2 in seinen Randbereichen
einen laschenförmigen
Teil auf, der zu einer Aufnahme- und
Führungseinheit 30 geformt
ist. Außerdem
weist diese Halteplatte 28 in Flucht vor dem Einführbereich
dieser Aufnahme- und Führungseinheit 30 eine
Noppe 32 auf, der ein zur Halteplatte 28 abgewinkelten
Haken 34 vorgelagert ist. Die Aufnahme- und Führungseinheit 30 ist
eingangsseitig mit einer Lasche 36 versehen, die an dieser
Aufnahme- und Führungseinheit 30 abgewinkelt angebracht
ist. Außerdem
weist diese Halteplatte 28 neben den beiden Aufnahme- und
Führungseinheiten 30 jeweils
ein Langloch 46 auf. Diese Langlöcher 46 dienen zur Befestigung
des Anbauradiallüfters 2 an
einer nicht näher
dargestellten Rückwand
eines Schaltschrankes.
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Der zur dieser Aufnahme- und Führungseinheit 30 der
Halteplatte 28 korrespondierender Teil des plattenförmigen Teils 16 des
Gehäuses
des Anbauradiallüfters 2 ist
in der 3 näher dargestellt. Diese
korrespondierende Betätigungseinrichtung 38 ist
streifenförmig
ausgebildet. Diese streifenförmig ausgebildete
Betätigungseinrichtung 38 ist
in einem abgewinkelten Teil 40 und in einem streifenförmigen Teil 42 unterteilt,
wobei der abgewinkelte Teil 40 einen federnden Rasthaken
und der streifenförmige Teil 42 eine
Führungslasche
bildet. Diese streifenförmig
ausgebildete Betätigungseinrichtung 38 ist
seitwärts
am oberen Randbereich des plattenförmigen Teils 16 des
Gehäuses
das Anbauradiallüfters 2 angebracht.
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Bei der Montage dieses erfindungsgemäßen Anbauradiallüfters 2,
werden die streifenförmigen Teile 42 der
beiden Betätigungseinrichtung 38 jeweils in
einer Aufnahme- und Führungseinheit 30 der
Halteplatte 28 geschoben. Nachdem der Anbauradiallüfter 2 eingeschoben
ist, wird dieser dann mit den abgewinkelten Teilen 40 der
rechten und linken Betätigungseinrichtung 38 auf
jeweils einem Haken 34 der Halteplatte 28 abgesenkt.
Sobald die abgewinkelten Teile 40 der beiden seitwärts angebrachten
Betätigungseinrichtungen 38 sich
auf die Haken 34 abstützen,
wobei die streifenförmigen
Teile 32 der Betätigungseinrichtung 38 noch
zum Teil in einer zugehörigen
Aufnahme- und Führungseinheit 30 stecken,
ist der Anbauradiallüfter 2 unterhalb
eines Kompaktgerätes 4 der
Industrieelektronik eingehängt,
so dass dieser Anbauradiallüfter
2 beim weiteren Montagevorgang nicht mehr per Hand in einer Montagelage gehalten
werden muss. Als nächstes
wird dieser eingehängte
Anbauradiallüfter 2 in
Richtung der Unterseite 8 des Kompaktgerätes 4 geschoben.
Diese Bewegungsrichtung ist in der 1 mittels
des Pfeils 44 gekennzeichnet. Am Ende dieser Schiebbewegung überfährt jeweils
der abgewinkelte Teil 40 der streifenförmig ausgebildeten Betätigungseinrichtung 38 eine
Noppe 32, wodurch der Anbauradiallüfter 2 in seiner Montageposition
eingerastet ist. Dieser abgewinkelte Teil 40 der streifenförmig ausgebildeten
Betätigungseinrichtung 38 und
die korrespondierende Noppe 32 bilden zusammen eine Rastvorrichtung. Bei
dieser Einschubbewegung wird der Kragen 12 des wannenförmigen Teils 14 des
Gehäuses
des Anbauradiallüfters 2 in
die Lufteintrittsöffnung
des Kompaktgerätes 4 der
Industrieelektronik eingeführt.
In dieser Position können
anschließend
in den Montagebohrungen 6 Befestigungsschrauben gedreht
werden, die den Anbauradiallüfter 2 mit
einer Rückwand eines
Schaltschrankes lösbar
verbindet.
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Gegenüber der Montage eines handelsüblichen
Anbauradiallüfters
muss der erfindungsgemäße Anbauradiallüfter 2 während des
Eindrehens von Befestigungsschrauben nicht mehr per Hand in der Montagelage
gehalten werden. Außerdem
entfällt eine Überkopfmontage,
da die Anschraubpunkte nun mehr an der Rückwand eines Schaltschrankes
sich befinden. Somit vereinfacht sich die Montage des erfindungsgemäßen Anbauradiallüfters 2 wesentlich, wobei
auch nur noch zwei Befestigungsschrauben benötigt werden.