DE10232442C1 - Waschmaschine mit einem Waschaggregat - Google Patents
Waschmaschine mit einem WaschaggregatInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Waschmaschine mit einem Waschaggregat (3), in dem innerhalb eines Laugenbehälters (31) eine Trommel (35) zur Aufnahme von Wäsche (7) drehbar gelagert ist, mit einem Tragrahmen (34), der das Waschaggregat (3) in Form einer durch ein Feder(36, 37)-Dämpfer(32, 33)-System abgestützten schwingenden Einheit aufnimmt, mit einem Gehäuse (1), welches das Waschaggregat (3) umgibt, und mit einem Messsystem zur Erfassung des Gewichts der Trommelbeladung in Form von mindestens einem Kraftaufnehmer (5). Um eine einfache und dennoch genaue Ermittlung des Wäschegewichts zu ermöglichen, wird vorgeschlagen, dass der Tragrahmen (34) mit dem Waschaggregat (3) als vom Gehäuse (1) entkoppelbare Baueinheit ausgebildet ist, dass das Gehäuse (11) mit einem separaten Gehäuserahmen (14) ausgestattet ist und dass der Tragrahmen (34) im Betriebszustand der Waschmaschine auf dem Gehäuserahmen (14) unter Zwischenlage mindestens eines Kraftaufnehmers (5) angeordnet ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Waschmaschine mit einem Waschaggregat, in dem innerhalb eines
Laugenbehälters eine Trommel zur Aufnahme von Wäsche drehbar gelagert ist, mit einem
Tragrahmen, der das Waschaggregat in Form einer durch ein Feder-Dämpfer-System abge
stützten schwingenden Einheit aufnimmt, mit einem Gehäuse, welches das Waschaggregat
umgibt, und mit einem Messsystem zur Erfassung des Gewichts der Trommelbeladung in Form
von mindestens einem Kraftaufnehmer, wobei der Tragrahmen mit dem Waschaggregat als
vom Gehäuse entkoppelbare Baueinheit ausgebildet ist und das Gehäuse mit einem separaten
Gehäuserahmen ausgestattet ist.
Eine solche Waschmaschine ist aus der EP 0 396 058 A1 bekannt.
Bei einer aus der EP 0 294 014 A1 bekannten Waschmaschine fungiert der Gehäuseboden als
Tragrahmen für das Waschaggregat. Die schwingende Abstützung des Waschaggregats ge
genüber dem Tragrahmen erfolgt durch Federbeine. In den gehäuseseitigen Halterungen der
Federbeine sind Kraftaufnehmer angeordnet, mit denen die durch das Waschaggregat her
vorgerufene Gewichtskraft erfasst werden kann und damit eine Berechnung des Gewichts der
in der Trommel befindlichen Wäsche möglich ist. Durch den großen Abstand des Waschaggre
gats zu den Kraftaufnehmern ergeben sich dort bei horizontalen Bewegungen des Aggregats,
die durch unwuchtbedingte Querschwingungen hervorgerufen werden können, hohe Biege
momente in der Einspannstelle, die den Kraftaufnehmer unerwünscht stark belasten.
Aus der DE 20 34 847 A ist eine Waschmaschine bekannt, bei der in den Füßen des
Maschinengehäuses mechanisch-elektrische Wandler als Kraftaufnehmer angeordnet sind.
Hierdurch werden Kräfte, die von außen auf das Gehäuse einwirken, beispielsweise abgestellte
Gegenstände oder Kräfte, die durch den Benutzer aufgebracht werden, bei der Wäschege
wichtsmessung mit berücksichtigt und können so das Messergebnis verfälschen.
Bei der eingangs genannten, aus der EP 0 396 058 A1 bekannten Waschmaschine wird das
gesamte Waschaggregat von einem sogenannten Entkopplungsrahmen getragen. Dieser
Rahmen ist über Blattfedern an der Gehäuserückwand aufgehängt, die Gewichtsmessung
erfolgt über Sensoren an den Blattfedern. Eine solche einseitige Aufhängung nimmt die
unwuchtbedingten Schwingungen des Waschaggregats ungedämpft auf, so dass es bereits bei
mittleren Unwuchten zu starken Gehäuseschwingungen und damit zu Beschädigungen und
zum Wandern der Waschmaschine kommen kann. Außerdem werden kaum erfüllbare
Anforderungen an die Stabilität der Rückwand gestellt.
Der Erfindung stellt sich somit das Problem, bei einer Waschmaschine der eingangs genannten
Art eine einfache und dennoch genaue Ermittlung des Wäschegewichts zu ermöglichen.
Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch eine Waschmaschine mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 gelöst.
Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen darin, dass durch den Tragrahmen
Biegemomente aufgenommen werden, die durch Schwingungen des Waschaggregats
hervorgerufen werden. Hierzu sollte der Rahmen möglichst biegesteif ausgeführt sein. Die
Kraftaufnehmer, die unter diesem Rahmen angeordnet sind, werden dann nur geringfügig
durch Biegemomente belastet. Zusätzliche Vorteile ergeben sich bei Waschmaschinen, bei
denen anstelle von Federbeinen Feder und Dämpfer nebeneinander eingesetzt werden, was
der übliche Einbaufall in gewerblichen Waschautomaten ist. Da für eine ausreichend genaue
Kraftmessung sowohl Feder- als auch Dämpferkräfte in den Aufnehmer geleitet werden
müssen, ergeben sich bei einer Anordnung der Kraftaufnehmer direkt unter dem Feder-
Dämpfer-System durch ungleichmäßige Belastungen der Federwindungen und durch
exzentrische Einleitung der Dämpferkräfte zusätzliche Biegemomente, die den Aufnehmer
ungünstig beanspruchen. Auch diese Biegemomente werden durch den Tragrahmen
aufgenommen. Ein weiterer Vorteil entsteht durch den Schutz der Kraftaufnehmer durch das
Gehäuse. Außerdem ergibt sich bei der Gewichtsmessung eine geringere Taralast, da das
Gehäusegewicht nicht mit gemessen wird.
In einer vorteilhaften Ausführungsform werden vier Auflagepunkten zwischen dem Tragrahmen
und dem Gehäuserahmen verwendet, wobei zwei Auflagepunkte durch Kraftaufnehmer und
zwei weitere Auflagepunkte durch elastische Abstandselemente gebildet werden (Anspruch 2). Hierdurch
werden zwei Kraftaufnehmer eingespart. Außerdem wird gewährleistet, dass die Kraftauf
nehmer auch bei ungünstigen Einbaubedingungen mit der gesamten Messkraft belastet
werden. Ein Aufbau mit vier Auflagerpunkten ist statisch unbestimmt, was bei einer Verwen
dung von steifen Festlagern einer der Kraftsensoren nur geringfügig oder gar nicht belastet
werden könnte.
In zweckmäßigen Ausführungsformen können die zwei Kraftaufnehmer diagonal (Anspruch 3) oder an zwei
benachbarten Auflagepunkten angeordnet sein (Anspruch 4).
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt und
wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Waschmaschine mit allseitig angeordneten Kraftaufnehmern,
Fig. 2 eine Waschmaschine mit Kraftaufnehmern und Kipplagern.
Fig. 3 einen Schemaskizze eines Waschaggregats mit zwei benachbarten Festlagern
Fig. 4 einen Schemaskizze eines Waschaggregats mit zwei diagonalen Festlagern
Die in den Fig. 1 und 2 stark schematisiert dargestellten Waschmaschinen umfassen ein
äußeres Gehäuse (1), welches auf Füßen (15) auf einer stationären Unterlage (2) aufgestellt ist.
Bestandteile des Gehäuses (1) sind zwei Seitenflächen (11, 12), eine Frontwand (nicht dar
gestellt), eine Rückwand (ebenfalls nicht dargestellt) und ein Deckel (13). Als weiteren
Bestandteil besitzt das Gehäuse (1) in seinem untern Bereich einen umlaufenden Gehäuse
rahmen (14), an dem die Füße (15) befestigt sind.
Das Gehäuse (1) umgibt im Betriebszustand ein Waschaggregat, welches den Laugen
behälter (31) der Waschmaschine beinhaltet. Dieser ist als schwingende Einheit auf allen vier
Seiten durch Dämpfer (32, 33) und parallel angeordnete Federn (36, 37) auf einem separaten,
biegesteifen Tragrahmen (34) abgestützt. Der Tragrahmen (34) mit dem Waschaggregat ist auf
diese Weise als vom Gehäuse (1) entkoppelbare Baueinheit ausgebildet.
Die Lagerung der Trommel (35) zur Aufnahme von Wäsche (7) innerhalb und durch den Lau
genbehälter (31) ist von untergeordneter Bedeutung; eine solche Lagerung kann beispielsweise
fliegend durch einen Tragstern (nicht dargestellt) auf der Rückseite des Laugenbehälters (31)
erfolgen.
Zwischen dem Gehäuserahmen (14) und dem Tragrahmen (34) sind Kraftaufnehmer (5)
(s. Fig. 1) angeordnet, welche auf diese Weise vier Auflagepunkte bilden und die Zunahme
der Gewichtskraft auswerten, die durch das Einfüllen der Wäsche (7) in die Trommel (35)
verursacht wird. Geeignete Kraftaufnehmer (5) und geeignete Auswerteschaltungen zur
Erfassung und Weiterverarbeitung ihrer Signale sind allgemein bekannt und deshalb hier nicht
näher beschrieben. Wichtig ist lediglich, dass alle Bestandteile des Gehäuse (1) vom Wasch
aggregat entkoppelt sind, d. h., es wirken keine auf das Gehäuse (1) aufgebrachten Kräfte
auf das Waschaggregat (3) und damit auf die Kraftaufnehmer (5). Dies wird dadurch gewähr
leistet, dass zwischen Gehäuse (1) und Waschaggregat keine tragenden Verbindungen
bestehen.
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform der erfindungsgemäß ausgebildeten Waschmaschine, bei
der nur zwei der Auflagepunkte durch Kraftaufnehmer (5) gebildet werden, im gezeigten
Ausführungsbeispiel zwei benachbarte Punkte (s. a. Fig. 3). Alternativ ist eine diagonale
Anordnung (s. a. Fig. 4) der Kraftaufnehmer (5) möglich. Die beiden anderen Auflagepunkte
werden durch elastische Abstandselemente (6) gebildet, wobei entweder Elastomerlager oder
elastische Festlager verwendet werden können.
Claims (4)
1. Waschmaschine mit einem Waschaggregat, in dem innerhalb eines Laugenbehäl
ters (31) eine Trommel (35) zur Aufnahme von Wäsche (7) drehbar gelagert ist, mit einem
Tragrahmen (34), der das Waschaggregat in Form einer durch ein Feder (36, 37) -
Dämpfer (32, 33) - System abgestützten schwingenden Einheit aufnimmt, mit einem
Gehäuse (1), welches das Waschaggregat umgibt, und mit einem Messsystem zur
Erfassung des Gewichts der Trommelbeladung in Form von mindestens einem Kraftauf
nehmer (5), wobei der Tragrahmen (34) mit dem Waschaggregat als vom Gehäuse (1)
entkoppelbare Baueinheit ausgebildet ist und das Gehäuse (1) mit einem separaten
Gehäuserahmen (14) ausgestattet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Tragrahmen (34) im Betriebszustand der Waschmaschine auf dem Gehäuse
rahmen (14) unter Zwischenlage mindestens eines Kraftaufnehmers (5) angeordnet ist.
2. Waschmaschine nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch die Verwendung von vier Auflagepunkten zwischen dem Trag
rahmen (34) und dem Gehäuserahmen (14), wobei zwei Auflagepunkte durch Kraftauf
nehmer (5) und zwei weitere Auflagepunkte durch elastische Abstandselemente (6) gebildet
werden.
3. Waschmaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zwei Kraftaufnehmer (5) diagonal angeordnet sind.
4. Waschmaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zwei Kraftaufnehmer (5) an zwei benachbarten Auflagepunkten angeordnet sind.
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