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DE10232402A1 - Puffersystem - Google Patents

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Publication number
DE10232402A1
DE10232402A1 DE10232402A DE10232402A DE10232402A1 DE 10232402 A1 DE10232402 A1 DE 10232402A1 DE 10232402 A DE10232402 A DE 10232402A DE 10232402 A DE10232402 A DE 10232402A DE 10232402 A1 DE10232402 A1 DE 10232402A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
buffer
qvl
buffer system
qvw
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE10232402A
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Winkler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Witron Logistik and Informatik GmbH
Original Assignee
Witron Logistik and Informatik GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Witron Logistik and Informatik GmbH filed Critical Witron Logistik and Informatik GmbH
Priority to DE10232402A priority Critical patent/DE10232402A1/de
Publication of DE10232402A1 publication Critical patent/DE10232402A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G37/00Combinations of mechanical conveyors of the same kind, or of different kinds, of interest apart from their application in particular machines or use in particular manufacturing processes
    • B65G37/02Flow-sheets for conveyor combinations in warehouses, magazines or workshops
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05BSPRAYING APPARATUS; ATOMISING APPARATUS; NOZZLES
    • B05B13/00Machines or plants for applying liquids or other fluent materials to surfaces of objects or other work by spraying, not covered by groups B05B1/00 - B05B11/00
    • B05B13/02Means for supporting work; Arrangement or mounting of spray heads; Adaptation or arrangement of means for feeding work
    • B05B13/0221Means for supporting work; Arrangement or mounting of spray heads; Adaptation or arrangement of means for feeding work characterised by the means for moving or conveying the objects or other work, e.g. conveyor belts
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
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    • B05B13/00Machines or plants for applying liquids or other fluent materials to surfaces of objects or other work by spraying, not covered by groups B05B1/00 - B05B11/00
    • B05B13/02Means for supporting work; Arrangement or mounting of spray heads; Adaptation or arrangement of means for feeding work
    • B05B13/04Means for supporting work; Arrangement or mounting of spray heads; Adaptation or arrangement of means for feeding work the spray heads being moved during spraying operation
    • B05B13/0447Installation or apparatus for applying liquid or other fluent material to conveyed separate articles
    • B05B13/0452Installation or apparatus for applying liquid or other fluent material to conveyed separate articles the objects being vehicle components, e.g. vehicle bodies
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05BSPRAYING APPARATUS; ATOMISING APPARATUS; NOZZLES
    • B05B16/00Spray booths
    • B05B16/90Spray booths comprising conveying means for moving objects or other work to be sprayed in and out of the booth, e.g. through the booth

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Automatic Assembly (AREA)
  • Automobile Manufacture Line, Endless Track Vehicle, Trailer (AREA)
  • General Factory Administration (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung offenbart ein Puffersystem für die Produktion von Massenartikeln, eine Produktionslinie zur industriellen Herstellung eines Massenartikels und ein Verfahren zur industriellen Massenherstellung von Artikeln, wobei das Puffersystem mindestens an einen Arbeitsbereich mit Bearbeitungsplätzen anbindbar ist, an denen einzelne Schritte eines Gesamtfertigungsprozesses durchgeführt werden, mindestens eine Reihe von Pufferplätzen, die dem Arbeitsbereich gegenüberliegend angeordnet ist, und mehrere Förderfahrzeuge aufweist, die sich entlang einer Gasse, die zwischen dem Arbeitsbereich und einer Pufferreihe angeordnet ist, bewegen, zum Fördern der Artikel zwischen den Pufferplätzen und dem Arbeitsbereich. Beim erfindungsgemäßen Verfahren durchlaufen Artikel mehrere Bearbeitungsplätze zur Durchführung einzelner Schritte eines Gesamtfertigungsprozesses. Die Artikel werden auf Pufferplätzen wahlfrei gelagert und mit Förderfahrzeugen zwischen den Bearbeitungsplätzen und Pufferplätzen zum Durchlaufen des Gesamtfertigungsprozesses transportiert.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Puffersystem und ein Verfahren für die Produktion von in verschiedenen Varianten herstellbaren Massenartikeln, insbesondere in der Fahrzeugindustrie.
  • Die Fahrzeugindustrie stellt ein hervorragendes Beispiel für die Produktion eines Artikels dar, der zwar in sehr großer Stückzahl hergestellt wird, wobei jedoch eine Vielzahl von verschiedenen Ausführungsformen des Artikels auftreten können. Je nach Ausstattungs-, Farbwunsch etc. des Kunden eines Fahrzeugs werden an einem Produktionstag eine Vielzahl von Varianten desselben Fahrzeugtyps hergestellt, die jeweils unterschiedliche Herstellungsschritte erfordern.
  • Die offengelegte deutsche Patentanmeldung DE 41 22 037 A1 offenbart eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Steuerung einer Linienfertigung, wie sie in Fertigungslinien, die beispielsweise das Färben von Automobilkarosserien durchführen, verwendet werden. Als "Färben" ist hierbei das Versehen von Artikeln mit Farbmaterial bezeichnet. Da nachfolgend meist auf das Färben von Automobilkarosserien Bezug genommen wird, wird im folgenden anstelle des Ausdrucks "Färben" überwiegend der bei dieser Anwendung gebräuchlichere Ausdruck "Lackieren" verwendet. Beim Lackieren wird als Farbmaterial Lack auf die Automobilkarosserien aufgebracht.
  • Herkömmlich werden in Linien, die das Lackieren von Automobilkarosserien durchführen, eine Mehrzahl von Karosserietypen gemischt, und außerdem gibt es eine Mehrzahl vorbestimmter Lackfarben. Entsprechend ist es notwendig, daß ein Fertigungsarbeiter an jeder Karosserie Arbeiten entsprechend dem Karosserietyp und der vorbestimmten Farbe durchführt. An den Karosserien oder Förderhängern, die sich entlang der Linie bewegen, ist eine Identifizierungskarte mit einem Code angebracht, welcher den Fahrzeugtyp, die vorbestimmte Lackfarbe oder dergleichen anzeigt. Der Arbeiter führt unter Beachtung dieser Identifizierungskarten bestimmte Arbeiten durch. Bei einem Prozess, bei dem Arbeiten mittels Robotern durchgeführt werden, werden der Fahrzeugtyp oder die vorbestimmte Farbe von der Identifizierungskarte automatisch abgelesen und die Betriebsanweisungen abgeleitet.
  • Die 8A und 8B zeigen schematisch in einer dreidimensionalen Ansicht eine Lackierlinie gemäß dem Stand der Technik. 8 zeigt eine Linie, die zu bearbeitende Artikel (Automobilkarosserien), die in einem Eingangsabschnitt an einen Hänger gehängt werden, als Transporteinheit, nachfolgend als TE bezeichnet, zu einem Ausgangsabschnitt fördert bzw. transportiert und die mittels einer Vielzahl von entlang des Fördenniegs angeordneten Bearbeitungsstationen gebildet wird. Nachfolgend werden die einzelnen Prozesse (Stationen) dieser Fertigungslinie näher erläutert.
  • Nachdem eine Karosserie B zeitweise in einem Schweißlagerbereich gelagert wurde, wird sie auf einen Hängeförderer gesetzt und zum Vorbearbeitungsabschnitt 801 gefördert. Wenn die Vorbearbeitung durchgeführt wurde, wird eine Elektroabscheidungs-Beschichtung in einem Elektroabscheidungsabschnitt 802 und einem Elektroabscheidungsofen 803 durchgeführt. Als nächstes wird in einer Versiegelungsvorrichtung 804 eine Versiegelungsbearbeitung an den Nähten der Stahlplatten durchgeführt und in einem Grundierungsabschnitt 805 eine Bearbeitung an dem unteren Teil des Bodens durchgeführt. Dann wird über einen Versiegelungsofen 806 ein Inspektionsabschnitt 807 erreicht. Hier wird eine Inspektion der Elektroabscheidungs-Beschichtung durchgeführt. Nach Verlassen des Inspektionsabschnitts 807 wird mittels eines Zwischenlackierabschnitts 808 und eines Zwischenlackierofens 809 eine Zwischenlackierbearbeitung durchgeführt. Nach der Zwischenlackierbearbeitung wird ein Inspektionsabschnitt 811 (vgl. 8B) über einen Speicher 810 mit Speicherreihen zum Ordnen nach Farben (auch als Farbreihenspeicher bezeichnet) erreicht und eine Inspektion der Zwischenlackierung durchgeführt. Als nächstes wird in einem Endlackierabschnitt 812 das Lackieren der vorgegebenen Farbe durchgeführt. Anschließend wird in einem Endlackierofen 814 mittels Einbrennen die Endlackierungsbearbeitung beendet. Eine Karosserie B, an der die Endlackierung beendet wurde, durchläuft in einem Inspektionsabschnitt 815 verschiedene Inspektionen und erreicht über einen Lackierspeicherbereich 818 einen Wachsbearbeitungsabschnitt 819, in dem Wachs aufgetragen wird. Eine mit Wachs bearbeitete Karosserie wird an einen Lackierspeicherbereich 820 geschickt. In den Lackierspeicherbereichen 818 und 820 werden die Karosserien B umgeordnet, um ein effizientes Beschicken der nachfolgenden Prozesse, beispielsweise der Automobilmontagelinie, mit Karosserien B zu ermöglichen. Bei der Automobilmontagebearbeitung unterscheiden sich die Operationen jedes Prozesses je nach Automobiltyp, Bestimmungsort oder der Art von Sonderausstattung, so daß eine hocheffiziente Ordnung der sich entlang der Linie bewegenden Karosserien erforderlich ist. In den Lackierspeicherbereichen 818 und 820 werden die Karosserien B gemäß dieser Forderung umgeordnet. Der Grund dafür, daß die Umordnung in zwei Lackierspeicherbereichen 818 und 820 durchgeführt wird, ist, daß es unmöglich ist, eine ausreichende Umordnung an einer Stelle durchzuführen. Die von dem Lackierspeicherbereich 820 gelieferten Karosserien B werden vorübergehend in einem Automobilmontage-Speicherbereich 821 gehalten und dann zur Automobilmontagebearbeitung geführt. Der automatische Montage-Lager-Bereich 821 kann etwa 100 Karosserien aufnehmen und dient als Puffer für die Karosserien. Aufgrund dieser Pufferfunktion ist es möglich, Gegenstandsbeschaffungszeiten im Automobilmontageprozess einzusparen und eine Anpassung an eine Änderung in der Bearbeitungsmenge im Automobilmontageprozess bereitzustellen.
  • Weiter sind ein Elektroabscheidungs-Pufferspeicher 822, ein Versiegelungs-Pufferspeicher 823, ein Zwischenlackier-Pufferspeicher 824 und ein Endlackier-Pufferspeicher 825 als Schienen ausgebildet, die einen Aufbau derart aufweisen, daß die Karosserien auf ihnen umlaufen. Wenn sich im Lackierprozeß die Karosserien an einem Punkt über einen längeren Zeitraum anhäufen, ergeben sich fehlerhafte Produkte, so daß im allgemeinen ein Bedarf besteht, die Karosserien kontinuierlich zu bewegen. Während Zeiten, beispielsweise bei Nacht, wenn die reguläre Linie angehalten ist, wird die Förderung der Karosserien von der Hauptlinie auf die vorstehend beschriebenen Pufferspeicher 822 bis 825 umgeschaltet und die Karosserien laufen dann auf diesen Pufferspeichern um.
  • Prinzipiell stellt sich bei der Linienfertigung immer das Problem, daß die Fertigungsgeschwindigkeit durch das langsamste Glied der sequentiell angeordneten Fertigungseinrichtungen bestimmt ist. Ferner ist es nur unter zusätzlichem, nicht unerheblichem Aufwand möglich, daß eine in der Fertigungsreihenfolge weiter hinten stehende TE eine vor ihr stehende TE überholt, ohne daß die zu überholende TE aus der Reihenfolge herausgenommen wird und solange gewartet werden muß, bis die hinter ihr stehende TE sie überholt hat. Anders ausgedrückt, ist es nur schwerlich möglich, eine TE beschleunigt zu behandeln, ohne daß es zu erheblichen zeitlichen Verzögerungen für alle anderen TEs kommt. Das bedeutet, daß wenn die Reihenfolge der möglicherweise unterschiedlich zu fertigenden TEs erst einmal festgelegt ist, so läßt sich diese Reihenfolge im nachhinein nur eingeschränkt ändern. Das System gemäß dem Stand der Technik ist somit nicht sehr flexibel.
  • Außerdem ist eine Nachbearbeitung von fehlerhaft gefertigten Gegenständen an dem Fertigungsort, wo der Fehler verursacht wurde, nicht mehr möglich, da dieser Fertigungsort bereits in der sequentiellen Reihenfolge passiert wurde. Dies macht es erforderlich, daß der fehlerhafte Gegenstand zum Zwecke der Nachbearbeitung nochmals die Fertigungslinie von vorne durchläuft oder daß zusätzliche Bearbeitungsplätze nach einer Qualitätskontrolle angeordnet werden, wo festgestellte Mängel beseitigt werden können. Dies ist zum einen zeitaufwendig und zum anderen sehr kostenintensiv.
  • Ein weiterer Nachteil bei herkömmlichen Fertigungslinien, insbesondere in der Automobilindustrie, ist, daß eine einmal etablierte Fertigungslinie nur unter erheblichen Kosten und Aufwand geändert werden kann, was die Anordnung der einzelnen Bearbeitungsplätze betrifft. Es ist durchaus möglich, daß in eine existierende Fertigungslinie ein zusätzlicher Bearbeitungsplatz integriert oder daß die Anordnung der Bearbeitungsplätze verändert werden muß. Auch die Reihenfolge der Prozessschritte kann sich ändern. Dies macht es erforderlich, daß die Fertigungslinie solange angehalten wird, sprich die Produktion still steht, bis neue Bearbeitungsplätze eingerichtet bzw. die Bearbeitungsplätze neu angeordnet sind, was bei einer Fertigungslinie gemäß dem Stand der Technik in der Regel in den Betriebsferien stattfindet, d.h. nur einmal jährlich möglich ist, da die Zeitdauer des nächtlichen Produktionsstillstands für solche Änderungen in aller Regel nicht ausreicht.
  • Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Linienfertigung zu ermöglichen, die flexibel auf äußere Bedingungen reagieren kann, ohne daß es zu nennenswerten Ausfällen bei der Produktion kommt.
  • Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Puffersystem zu schaffen, bei dem ein gegenseitiges Überholen der zu fertigenden Artikel möglich ist.
  • Eine weitere Aufgabe ist es, eine Fertigung zu ermöglichen, bei der die zu fertigenden Artikel die einzelnen Prozessschritte eines Fertigungsprozesses in beliebiger Reihenfolge durchlaufen können.
  • Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Puffersystem zur Anbindung mehrerer Bearbeitungsplätze zur Ausführung einzelner Prozessschritte eines Gesamttertigungsprozesses einer Produktionslinie zur industriellen Herstellung eines Artikels, das aufweist: mehrere Pufferplätze zum wahlfreien Zwischenlagern der Artikel, mehrere einzeln ansteuerbare Förderfahrzeuge zum wahlfreien Transportieren der Artikel zwischen Fertigungsstationen und Pufferplätzen , und eine Steuereinrichtung zur Steuerung des wahlfreien Transports der Artikel mittels der Förderfahrzeuge.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das System auf: mindestens einen anbindbaren Arbeitsbereich mit Bearbeitungsplätzen, an denen einzelne Prozessschritte des Gesamtfertigungsprozesses durchgeführt werden, mindestens eine Reihe von Pufferplätzen, die den Bearbeitungsplätzen gegenüberliegend angeordnet sind, und mehrere Förderfahrzeugen, die sich entlang einer Gasse bewegen, die zwischen dem Arbeitsbereich und einer Pufferreihe angeordnet ist, zum Fördern der Artikel zwischen den Pufferplätzen und den Bearbeitungsplätzen.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das system auf: zwei parallele Pufferreihen, zwei Gassen, die jeweils an einen Arbeitsbereich grenzen und eine Gasse zwischen den parallelen Pufferreihen.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind in der zwischen den Pufferreihen gelegenen Gasse bewegliche Querverschiebungswagen zur Förderung der Artikel zwischen den Pufferplätzen der beiden parallelen Pufferreihen vorgesehen.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind mehrere Pufferreihen und Arbeitsbereiche in übereinander liegenden Ebenen angeordnet und die Förderfahrzeuge mit einer Hebeeinrichtung zum Heben und Senken eines Artikels von einer Ebene zu einer anderen Ebene ausgebildet.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist jede Ebene mindestens eine zwischen den Pufferreihen gelegene Gasse auf.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die zwischen den Pufferreihen gelegenen Gassen jeweils mit einer flexiblen Anzahl von Querverschiebungswagen ausgestattet.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist ferner einen Lift für Förderfahrzeuge, insbesondere für Querverschiebungswage vorgesehen, der an einem der Enden der zwischen den Pufferreihen gelegenen Gasse angeordnet ist, um Förderfahrzeuge von einer Ebene in eine andere Ebene zu fördern.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Querverschiebungswagen Lastaufnahmemittel für Artikel aufweisen, die um eine vertikale Achse rotierbar.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist des weiteren eine Umsetzbrücke zum Umsetzen von Förderfahrzeugen zwischen den Gassen vorgesehen.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das System eine Wartungsbucht für Förderfahrzeuge auf.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Wartungsbucht in einer Pufferreihe oder einem Arbeitsbereich angeordnet.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind manuelle oder automatisierte Bearbeitungsplätze an die Pufferplätze angebunden.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist ein Bearbeitungsplatz ein Einzelfertigungsplatz, dessen Anbindung an die Pufferplätze erfolgt, indem ein Artikel in einer Richtung in den Bearbeitunsplatz hineinbeförderbar und in umgekehrter Richtung herausbeförderbar ist.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung erfolgt die Anbindung eines Bearbeitungsplatzes durch eine vertikale Fertigungsschleife.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung erfolgt die Anbindung eines Bearbeitungsplatzes durch eine horizontale Fertigungsschleife.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das System in der Fahrzeugindustrie, insbesondere zur Lackierung von Autokarosserien und/oder der Montage von Kraftfahrzeugen, nutzbar.
  • Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren offenbart, wobei die Artikel wahlfrei mehrere Bearbeitungsplätze zur Durchführung einzelner Prozessschritte eines Gesamtfertigungsprozesses durchlaufen, die Artikel auf Pufferplätzen wahlfrei zwischengelagert werden, und die Artikel auf einzeln ansteuerbaren Förderfahrzeugen zwischen Bearbeitungsplätzen und Pufferplätzen zum Durchlaufen des Gesamtfertigungsprozesses transportiert werden.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung heben und/oder senken die Förderfahrzeuge mit einer Hebeeinrichtung die Artikel von einer Ebene zu einer anderen Ebene.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung fördert ein Lift Förderfahrzeuge von einer Ebene in eine andere Ebene.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung hat die Förderfahrzeuge ein Lastaufnahmemittel, das um eine vertikale Achse gedreht wird.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden defekte oder zu wartende Förderfahrzeuge (QVW, QVL) in eine Wartungsbucht (40) gefördert.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird ein Prozessschritt des Fertigungsprozesses übersprungen.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird ein Prozessschritt des Fertigungsprozesses wiederholt.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die Prozessschritte des Fertigungsprozesses in beliebiger Reihenfolge durchgeführt.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung die werden Pufferplätze unabhängig von den Prozessschritten des Fertigungsprozesses genutzt.
  • Die vorliegende Erfindung wird in den unabhängigen Ansprüchen definiert. Bevorzugte Ausführungsformen finden sich in den abhängigen Ansprüchen wieder.
  • Weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der Erfindung sind für den Fachmann aus der nachfolgenden Beschreibung zusammen mit den beigefügten Zeichnungen entnehmbar, in denen:
  • 1 eine schematische Draufsicht auf ein Puffersystem gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;
  • 2 einen Querschnitt entlang der Schnittebene II – II aus 1 zeigt;
  • 3 eine schematische, dreidimensionale Ansicht von Elementen des Puffersystems aus 1 zeigt;
  • 4 eine dreidimensionale Seitenansicht von Teilen der 2 zeigt;
  • 5 eine vertikal angebundene Fertigungsschleife in einem System gemäß der vorliegenden Erfindung in einer schematischen dreidimensionalen Ansicht zeigt;
  • 6 eine horizontal angebundene Fertigungsschleife in einem System gemäß der vorliegenden Erfindung in einer schematischen dreidimensionalen Ansicht zeigt;
  • 7 einen Einzelfertigungsplatz in einem System gemäß der vorliegenden Erfindung in einer schematischen dreidimensionalen Ansicht zeigt;
  • 8A und 8B eine Linienfertigung mit Pufferplätzen gemäß dem Stand der Technik zeigen;
  • 9A bis 9D einen Betrieb von mehreren Förderfahrzeugen in einer einzigen Gasse des Puffersystems gemäß der vorliegenden Erfindung zeigen;
  • 10 Transportflüsse im Puffersystem gemäß der 1 zeigt;
  • 11 den primären Transportfluss im Puffersystem zeigt, das dem System der 1 und 10 entspricht;
  • 12 sowohl primäre als auch sekundäre Transportflüsse in einem erfindungsgemäßen System entsprechend der 11 zeigt.
  • Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand eines Beispiels einer Fertigung in der Automobilindustrie, insbesondere beim Lackieren und/oder Endmontieren von Karosserien, erklärt werden. Jedoch ist die Erfindung auch auf andere Bereiche der Produktion von in verschiedenen Varianten herstellbaren Massenartikeln anwendbar.
  • In 1 ist eine schematische Draufsicht auf das erfindungsgemäße Puffersystem gezeigt.
  • Das erfindungsgemäße Puffersystem unterscheidet sich insoweit von dem in einer herkömmlichen Linienfertigung, als daß einzelne Prozessschritte und/oder Gruppen von aufeinanderfolgenden Prozessschritten nicht mehr durch sequentielle Fördervorrichtungen miteinander verkettet sind.
  • In der 1 sieht man mittig zwei horizontal angeordnete parallele Reihen 10 und 11 von Pufferplätzen 1. Auf den Pufferplätzen 1 sind beispielsweise Karosserien (zwischen-) lagerbar. Zwischen den Pufferreihen 10 und 11 ist eine Gasse 14 für Förderfahrzeuge, nachfolgend "Wagengasse" genannt, angeordnet. Am oberen und unteren Rand der 1 sind schematisch zwei Arbeitsbereiche 12 und 13, die an die Pufferplätze angebunden werden können, durch eine gestrichelte Linie angedeutet. In den Arbeitsbereichen 12 und 13 befinden sich Bearbeitungsplätze 20, die nachfolgend noch genauer erläutert werden. Zwischen den Arbeitsbereichen 12 und 13 und den ihnen jeweils gegenüberliegenden Pufferreihen 10 und 11 ist jeweils ein weitere Fahrzeuggasse 15 und 16, nachfolgend als Liftgasse bezeichnet, angeordnet. Ferner ist am linken Rand der 1 eine Brücke 17 mit einer Umsetzbrücke 30 gezeigt, die Förderfahrzeuge zwischen den Gassen 14, 15 und 16 umsetzen kann. Am rechten Rand der 1 ist am Ende der Wagengasse 14 ein Förderfahrzeug-Lift 50 für Förderfahrzeuge gezeigt. Die Pufferreihen 10 und 11 können jeweils durch eine Wartungsbucht 40 unterbrochen sein.
  • Entlang der Liftgassen 15 und 16 können sich sogenannte Querverschiebungslifte, nachfolgend als QVL bezeichnet, bewegen. Unter einem QVL versteht man eine Einheit, die in x-Richtung entlang der Liftgassen verfahrbar ist. Ferner weist ein (QVL eine Lastaufnahmevorrichtung zur Aufnahme beispielsweise einer Karosserie auf. Zusätzlich ist ein QVL mit einer Fördereinrichtung ausgestattet, die es ihm ermöglicht, eine auf der Lastaufnahmevorrichtung abgestellte Karosserie in z-Richtung auf/von Pufferplätzen 1 und auf/von Bearbeitungsplätzen 20 zu fördern. Außerdem umfaßt ein QVL eine Hebeeinrichtung zum Heben und Senken in y-Richtung der Lastaufnahmevorrichtung von einer Puffer- bzw. Fertigungsebene zu einer anderen Puffer- bzw. Fertigungsebene. In der 1 ist jedoch nur eine einzige Fertigungsebene (x-z-Ebene) gezeigt. Ein Puffersystem mit mehreren sich in y-Richtung erstreckenden Ebenen wird später ausführlich erklärt werden.
  • Entlang der Wagengasse 14 bewegen sich Querverschiebungswagen, nachfolgend als QVWs bezeichnet. Die QVWs sind beispielsweise mit Rädern auf Schienen gelagert, so daß sie – angetrieben durch einen Motor – auf den (nicht dargestellten) Schienen, d.h. entlang der Wagengasse 14, in x-Richtung bewegt werden können. Auch die QVWs weisen eine Lastaufnahmevorrichtung zur Aufnahme einer Karosserie auf. Ferner sind die QVWs mit einer Fördereinrichtung (vergleichbar mit der der QVLs) ausgestattet, mit der Karosserien in z-Richtung zwischen Pufferplätzen 1 und Bearbeitungsplätzen 20 oder Pufferplätzen 1 hin- und hergefördert werden können. Zusätzlich läßt sich die Lastaufnahmevorrichtung um eine vertikale Achse, d.h. die y-Achse, rotieren. Dadurch ist es beispielsweise möglich, daß die Lastaufnahmevorrichtung, während sich der QVW entlang der Wagengasse 14 bewegt, um 90° gedreht ist. Die Lastaufnahmevorrichtung des QVW läßt sich auch um 180° drehen, so daß beispielsweise eine Karosserie, die über einen QVL der Liftgasse 15 in z-Richtung aus einem Bearbeitungsplatz 20 des Arbeitsbereichs 12 in einen Bearbeitungsplatz 20 des Arbeitsbereichs 13 über einen QVL der Liftgasse 16 gefördert wird, so orientiert werden kann, daß die Karosserie um 180° gedreht ist. Das bedeutet, die Karosserie wird, egal in welchen Arbeitsbereich sie sich gerade befindet, immer gleich relativ zum momentanen Arbeitsbereich orientiert sein.
  • Wie oben bereits erwähnt kann das erfindungsgemäße Puffersystem mit mehreren Ebenen ausgestattet sein. Bei der Ausführungsform mit nur einer einzigen Ebene ist es nicht zwingend erforderlich, daß in den Liftgassen 15 und 16 Förderfahrzeuge mit Liftfunktion, sprich QVLs, vorgesehen sind. Vielmehr können auch QVWs als Förderfahrzeuge anstatt der QVLs in den Liftgassen 15 und 16 benutzt werden.
  • In den Gassen 14, 15 und 16 können sich jeweils eine Vielzahl von Förderfahrzeugen bewegen. Dabei ist jedem einzelnen Förderfahrzeug ein bestimmter Aktionsbereich bzw. -radius zuweisbar, in dem das entsprechende Fahrzeug entlang der Gasse verfahrbar ist, um Karosserien von Bearbeitungsplätzen 20 in Pufferplätze 1 und umgekehrt oder von Pufferplätzen 1 in andere Pufferplätze 1 umzusetzen. Damit es zu keinen Kollisionen zwischen den Förderfahrzeugen innerhalb einer Gasse kommt, werden die Aktionen (Fahraufträge) jedes Förderfahrzeugs von einer überlagert angeordneten Zentralrecheneinheit (nicht dargestellt) koordiniert, die alle Fahraufträge innerhalb des erfindungsgemäßen Puffersystems steuert, überwacht und gegebenenfalls korrigiert, wodurch Kollisionsfahrten ausgeschlossen werden. Ferner können die Förderfahrzeuge Sicherheitseinrichtungen aufweisen, die eine Kollision mit einem benachbarten Förderfahrzeug verhindern. So könnte beispielsweise mittels Verwendung von Infrarot- oder Laserstrahlen die Entfernung zwischen den einzelnen Förderfahrzeugen ermittelt werden, um bei Unterschreitung eines vorgegebenen Grenzabstands die Aktionen der sich auf einander zu bewegenden Förderfahrzeuge abzubrechen. Somit ist es möglich, dass die Förderfahrzeuge überlappend fahren, ohne zusammenzustoßen; d.h. die Aktionsbereiche können sich überschneiden. Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, dass jede Position, d.h. jeder Pufferplatz 1, von mindestens zwei Förderfahrzeugen angefahren werden kann.
  • Die Aktionsbereiche der Förderfahrzeuge sind variabel. Abhängig von den von den benachbarten Förderfahrzeugen auszuführenden Aktionen bzw. Fahraufträgen kann sich der Aktionsbereich eines sich zwischen zwei Förderfahrzeugen befindlichen Förderfahrzeugs vergrößern oder verkleinern. Dies wird jedoch noch genauer mit Bezug auf die nachfolgende Beschreibung der 9A bis 9D erläutert werden.
  • Ferner ist in der 1 mit B die Breite und mit L die Länge des Puffersystems gemäß der vorliegenden Erfindung gekennzeichnet, wobei die Arbeitsbereiche 12 und 13 nicht berücksichtigt sind. Es sind beliebige Abmessungen realisierbar.
  • Nachfolgend soll kurz anhand des Beispiels einer Karosserielackierung ein möglicher Fertigungsprozess schematisch erläutert werden. Angenommen, eine Karosserie wird in der 1 von links in x-Richtung von dem am weitesten links in der Liftgasse 15 angeordneten QVL in das erfindungsgemäße Puffersystem eingebracht. Ein erster Fertigungsprozessschritt soll beispielsweise an dem am weitesten links im Arbeitsbereich 12 gelegenen Bearbeitungsplatz 20 durchgeführt werden. Dazu wird die Karosserie durch den QVL in z-Richtung in diesen Bearbeitungsplatz 20 gefördert. Die am Bearbeitungsplatz 20 vorgesehenen Fertigungsprozessschritte werden durchgeführt. Bei dem am weitesten links angeordneten Bearbeitungsplatz 20 im Arbeitsbereich 12 handelt es sich um eine sogenannte horizontal angebundene Fertigungsschleife, die später noch ausführlicher erläutert werden wird. Die Karosserie wird in x-Richtung betrachtet von links in eine Schleife eingeführt und verläßt diese rechts. Der von der Karosserie in der Schleife zurückzulegende Weg ist durch Pfeile angedeutet. Während die Karosserie sich in der horizontal angebundenen Fertigungsschleife befindet, fährt ein QVL an den rechts gelegenen Ausgang, um die Karosserie aufzunehmen.
  • Eine horizontal angebundene Fertigungsschleife 80 ist detaillierter in der 6 zu sehen. In der 6 ist die horizontal angebunden Fertigungsschleife mit einer gestrichelten Linie umrandet. Die Fertigungsschleife ist horizontal in der x-z-Ebene gelegen.
  • Kehren wir nun zurück zum Beispiel des Fertigungsprozesses einer Karosserie in der 1 . Die Karosserie befindet sich wieder auf einem QVL der Liftgasse 15, der nicht zwingend der gleiche wie der oben genannte ist, und wird von dort in einen vorbestimmten Pufferplatz 1 der Pufferreihe 10 gefördert, indem sich der QVL in x-Richtung zum entsprechenden Pufferplatz 1 bewegt und die Karosserie dann in z-Richtung in den Pufferplatz fördert. Von dort holt sich ein für diesen Fahrauftrag bestimmter QVW der Wagengasse 14 die Karosserie, um diese auf einen wahlfrei (durch die Zentralrecheneinheit) vorbestimmten Pufferplatz 1 der Pufferreihe 11 zu setzen. Wahlfrei bedeutet, dass die Karosserie auf irgendeinem beliebigen Pufferplatz abgestellt werden kann, der beispielsweise nicht dem bei der herkömmlichen Linienfertigung in der Reihenfolge der abzuarbeitenden Prozessschritte nächsten Pufferplatz entspricht. Während sich die Karosserie auf dem QVW der Wagengasse 14 befindet, ist es möglich, die Karosserie durch Drehen der Lastaufnahmevorrichtung des QVWs um 180° zu drehen. Dies könnte notwendig sein, wenn die Orientierung der Karosserie beim Einbringen in einen Bearbeitungsplatz 20 des Arbeitsbereichs 13 eine Rolle spielt. Nachdem der QVW der Wagengasse 14 die Karosserie auf einen vorbestimmten (wahlfreien) Pufferplatz 1 der Pufferreihe 11 abgestellt hat, wird die Karosserie von einem QVL der Liftgasse 16 mit entsprechendem Fahrauftrag abgeholt und in x-Richtung an einen vorbestimmten (wahlfreien) Bearbeitungsplatz 20 des Arbeitsbereichs 13 gefahren. Auch in diesen wird die Karosserie in z-Richtung wieder hinein- und herausgefördert. Ähnlich wie gerade beschrieben, könnte nun die Karosserie wiederum an einen anderen Bearbeitungsplatz 20 des Arbeitsbereichs 12 transportiert werden. Ferner ist es möglich, daß der QVL der Wagengasse 16 die Karosserie lediglich an einen benachbarten Bearbeitungsplatz 20 des Arbeitsbereichs 13 liefert, der (in x-Richtung) links oder rechts vom letzten Bearbeitungsplatz liegt. Sollte die Karosserie jedoch an einen Bearbeitungsplatz transportiert werden, der erstens auf der gleichen Seite, d.h. im gleichen Arbeitsbereich, und zweitens weit entfernt liegt, so ist es sinnvoll, daß ein QVL die Karosserie aus dem gerade abgearbeiteten Bearbeitungsplatz herausfördert und auf einen (wahl-)freien Pufferplatz 1 der Pufferreihe 11 setzt. Von dort aus holt sich ein QVW der Wagengasse 14 die Karosserie und transportiert sie auf einen Pufferplatz, der dem Zielbearbeitungsplatz zugeordnet ist.
  • Dieser auf einen ersten Blick umständlich erscheinende Weg macht immer dann Sinn, wenn sich in der Liftgasse 16 eine große Anzahl von QVLs bewegen, so daß deren Reichweite bzw. Aktionsbereich in x-Richtung entlang der Liftgasse 16 eingeschränkt ist. Auf der Wagengasse 14, auf der sich in diesem speziellen Beispiel weniger QVWs befinden als QVLs auf der Liftgasse 16, ist die Reichweite in x-Richtung dementsprechend größer, so daß es sinnvoll ist, zur Überbrückung von größeren Distanzen in x-Richtung den "Umweg" über die QVWs mit größerem Aktionsradius zu nehmen. Die QVLs dienen – abgesehen von der z-Richtung – dem Transport der Karosserien auf kurzen Strecken in x-Richtung, bspw. von einem Bearbeitungs- oder Pufferplatz zu einem eng benachbarten Platz des gleichen Arbeitsbereichs. Zusätzlich übernehmen die QVLs, wie später anhand von Puffersystemen mit mehreren Ebenen noch erläutert wird, den Transport der Karosserien in y-Richtung. Die QVWs sind dagegen hauptsächlich für den Transport in x-Richtung, abgesehen von der Förderung in z-Richtung, zuständig. Jedoch können Transporte in x-Richtung auch von den QVLs übernommen werden.
  • In dem in der 1 gezeigten Ausführungsbeispiel der Erfindung beträgt die Länge L des Puffersystems 420 m. Die Breite B beträgt 30 m. In den Liftgassen 15 und 16 befinden sich beispielsweise jeweils sechs QVLs. In der Wagengasse 14 befinden sich beispielsweise vier QVWs. Jede der Pufferreihen 10 und 11 umfaßt beispielsweise 150 Pufferplätze 1, so daß sich eine Gesamtkapazität von 300 Pufferplätzen (pro Ebene) ergibt. Somit können 300 Karosserien gleichzeitig wahlfrei im erfindungsgemäßen Puffersystem gespeichert bzw. befördert werden. Die Karosserien stehen dabei auf sogenannten Skids (nicht dargestellt), wobei die Länge eines Skids etwas geringer als 6 m und die Breite etwas geringer als 2,90 m ist. Bei einem Skid handelt es sich um eine Art von Schlitten mit Kufen.
  • Ausgehend von einer Besetzung mit jeweils sechs QVLs pro Liftgasse, sind in der 1 in der Liftgasse 16 lediglich fünf QVLs dargestellt und in der Liftgasse 15 dagegen sieben. Dies läßt sich dadurch erklären, daß einer der QVLs der Liftgasse 16 mittels der Umsetzbrücke 30, die sich entlang der Brücke 17 bewegt, in die Liftgasse 15 umgesetzt wurde. Dies ist beispielsweise dann notwendig, wenn das Arbeitsaufkommen auf der Seite des Arbeitsbereichs 12 so groß ist, daß die bereits vorgesehenen sechs QVLs nicht ausreichen, um das anfallende Pensum abzuarbeiten. Ferner ist es denkbar, daß entweder ein QVL oder QVW aufgrund eines technischen Defekts ausfällt. In diesem Fall kann das defekte Förderfahrzeug unverzüglich in eine der Wartungsbuchten 40 gefahren werden, wo er umgehend repariert werden kann. Dies hat den Vorteil, daß die Produktion trotz Ausfalls eines Förderfahrzeugs fortgeführt werden kann, ohne daß es zu erheblichen Störungen oder schlimmstenfalls zu einem Stillstand des Gesamtbetriebs kommt. Die Förderfahrzeuge können auch zu Zwecken der regelmäßigen Wartung in die Wartungsbuchten 40 eingefahren werden, ohne daß das Gesamtsystem gestört wird.
  • Für den Fall, daß einer der Bearbeitungsplätze 20 ausfällt, was bei einer herkömmlichen sequentiellen Linienfertigung im schlimmsten Fall den Stillstand der kompletten Linie bedeutete, zumindest spätestens dann, wenn alle Pufferspeicher vollgelaufen waren, kann im erfindungsgemäßen System ein beliebiger anderer Bearbeitungsplatz so umgerüstet werden, daß er den defekten Bearbeitungsplatz ersetzt. Dadurch, daß die Karosserien auch über Kreuz (vom Arbeitsbereich 12 in den Arbeitsbereich 13 und umgekehrt) bewegt werden können, um den neu eingerichteten Bearbeitungsplatz zu erreichen, und auf Grund der großen Kapazität des Pufferspeichers, auf den wahlfrei zugegriffen werden kann, wird die Produktion nie stillstehen.
  • Außerdem ist es möglich, daß Karosserien, die während des Fertigungsprozesses eine höhere Dringlichkeit bzw. Priorität zugeteilt bekommen haben, andere Karosserien, die sich ebenfalls im Fertigungsprozess befinden, überholen können, was in einer sequentiellen Linienförderung nicht bzw. nur unter erheblichen Aufwand möglich war.
  • Das erfindungsgemäße Puffersystem wird noch effizienter und flexibler, wenn man zusätzlich zu der bereits vorhandenen Grundebene weitere Pufferebenen und Arbeitsbereiche in y-Richtung übereinander anordnet.
  • 2 zeigt eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Puffersystems entlang der Schnittebene II – II der 1. 2 wird von links nach rechts (in z-Richtung) erläutert. Ganz links in der 2 ist der Arbeitsbereich 12 dargestellt. Dem Arbeitsbereich 12 folgt eine Liftgasse 15. An die Liftgasse 15 schließen sich vier übereinander in y-Richtung angeordnete Pufferreihen 10, 110, 210 und 310 an. In der Mitte der 2 befinden sich die vier übereinander angeordneten Wagengassen 14, 114, 214, 314. Rechts davon sind ebenfalls vier Pufferreihen 11, 111, 211, 311 übereinander angeordnet, an die die Liftgasse 16 anschließt. Ganz rechts in 2 befindet sich der Arbeitsbereich 13.
  • Ganz unten in 2 findet sich die tiefstgelegene Ebene 0, auf der die Ebenen 100 und 200 sowie 300 (Arbeitsebene nicht dargestellt) aufsitzen. Ebenfalls dargestellt sind Karosserien A. Die QVLs können sich (in der nicht dargestellten x-Richtung) in und aus der Zeichenebene heraus entlang den Gassen 15 und 16 bewegen. Ferner können die QVLs mit ihrer Hebeeinrichtung Karosserien in y-Richtung zwischen unterschiedlichen Ebenen heben und senken, was durch den weißen Pfeil an den QVLs in der 2 angedeutet ist. Die QVWs bewegen sich ebenfalls entlang ihrer ebenenspezifischen Wagengasse in/aus die/der Zeichenebene hinein/heraus.
  • Durch die übereinander angeordneten Ebenen gewinnt man eine zusätzliche Dimension, was wiederum die Effizienz und Flexibilität des Gesamtpuffersystems erhöht. Die Anzahl der QVWs und QVLs pro Wagengasse und Ebene ist variabel. So wird gewährleistet, dass das System unterschiedlichsten Anforderungen gerecht wird. In der Wagengasse 314 der höchsten Ebene kann beispielsweise nur ein einziger QVW benutzt werden, so daß Karosserien möglichst schnell in x-Richtung von einem Ende des Puffersystems an das andere Ende des Puffersystems transportiert werden können.
  • In 3 ist das erfindungsgemäße Puffersystem der 1 und 2 nochmals schematisch in einer dreidimensionalen Ansicht dargestellt. In den zwei Ebenen 0 und 100 befinden sich in x-Richtung jeweils zwei Pufferreihen 11 und 10 bzw. 111 und 110. Mittig zwischen den Pufferreihen bewegen sich QVWs in Wagengassen. Links und/oder rechts gegenüber den Pufferreihen bewegen sich QVLs, mit denen Karosserien sowohl in x-z-Richtung als auch in y-Richtung transportiert werden können.
  • 4 zeigt ähnlich wie 3, jedoch um 90° gedreht, eine schematische dreidimensionale Seitenansicht der 1 mit zusätzlich dargestellten Arbeitsbereich 13. Man erkennt rechts in der 4 die übereinander angeordneten Bearbeitungsplätze 20 und 120, die sich in den Ebenen 0 und 100 befinden. Bei den dargestellten Bearbeitungsplätzen 20 und 120 handelt es sich um sogenannte Einzelfertigungsplätze, die nachfolgend mit Bezug auf 7 beschrieben werden.
  • 5 zeigt eine vertikal angebundene Fertigungsschleife 70. Hier werden die Karosserien in der Ebene 0 in z-Richtung in die Fertigungsschleife eingefahren, manuell bearbeitet und durch einen Vertikallift 71 in y-Richtung auf die nächst höher gelegene Ebene 100 an den Bearbeitungsplatz 120 gehoben. Der Bearbeitungsplatz 120 kann ebenso, wie bereits in der 4 dargestellt, von einer Lauffläche umrandet sein, auf der sich das Bearbeitungspersonal oder ein Roboter befinden kann. Nach abgeschlossener Bearbeitung am Bearbeitungsplatz 120 wird die Karosserie A in z-Richtung in einen QVL gefördert. Der QVL wiederum fährt die Karosserie A in x-Richtung und ggf. in y-Richtung an die nächste durch den Fertigungsprozess vorbestimmte Position. Dabei kann es sich sowohl um einen Pufferplatz 1 der angrenzenden Pufferreihen in einer beliebigen der vier Ebenen 0, 100, 200 oder 300 als auch einen weiteren Bearbeitungsplatz im Arbeitsbereich 13 handeln.
  • 6 zeigt – wie bereits oben erwähnt – eine horizontal angebundene Fertigungsschleife 80. Eine horizontal angebundene Fertigungsschleife ist dadurch gekennzeichnet, daß die Bearbeitung einer Karosserie innerhalb der gleichen (x-z-) Ebene angefangen und abgeschlossen wird, wohingegen bei der vertikal angebundenen Fertigungsschleife ein Ebenenwechsel stattfindet. Bei der in der 6 dargestellten horizontal angebundenen Fertigungsschleife 80 wird eine Karosserie, die auf der Lastaufnahmevorrichtung eines QVLs sitzt, in z-Richtung in die untere Bahn der horizontal angebundenen Fertigungsschleife gefördert, wo sie anschließend entweder vom Personal oder Robotern bearbeitet wird. Es ist durchaus denkbar, daß mehrere Bearbeitungsschritte innerhalb einer Schleife kombiniert bzw. aneinander gereiht werden. Die Karosserien durchwandern im Beispiel der 6 die Schleife im Gegenuhrzeigersinn, um nach abgeschlossener Bearbeitung von der oberen Bahn der horizontal angebundenen Fertigungsschleife durch einen QVL aufgenommen zu werden. Wie bereits mit Bezug auf 5 erläutert, liefert der QVL gemäß seinem Fahrauftrag anschließend die Karosserie entweder an einen Pufferplatz 1 einer beliebigen Ebene oder an einen anderen Bearbeitungsplatz einer beliebigen Ebene.
  • 7 zeigt einen angebundenen Einzelbearbeitungsplatz 60. Einzelbearbeitungsplätze sind dadurch gekennzeichnet, daß Karosserien (in z-Richtung) genauso in sie hinein wie heraus gefördert werden. Im Gegensatz zu Fertigungsschleifen ist der Ort, wo der QVL die Karosserie aufnimmt bzw. abgibt, der gleiche.
  • Der in der 1 gezeigte Lift 50 für Förderfahrzeuge, insbesondere für QVWs ist in den 4 bis 7 nicht dargestellt, jedoch kann er jeweils ganz links oder rechts am Ende der übereinander angeordneten Wagengassen vorgesehen sein. Der Lift 50 der 1 transportiert QVWs aus einer Wagengasse einer ersten Ebene in eine Wagengasse einer anderen Ebene, um eventuell lokal auf einer Ebene auftretende Spitzen im Transportaufkommen besser bewältigen zu können.
  • In den 9A bis 9D ist das Prinzip eines Betriebs von mehreren Förderfahrzeugen in ein und derselben Gasse dargestellt. Bei den in den 9A bis 9D dargestellten Förderfahrzeugen kann es sich sowohl um QVWs als auch um QVLs handeln. In jeder der 9A9D sind jeweils drei Förderfahrzeuge auf einer Schiene einer Wagengasse gezeigt. Die Förderfahrzeuge sind dabei als schwarze Rechtecke dargestellt, wobei deren Aktionsbereich bzw. -radius durch einen schraffierten Hintergrund um das jeweilige Förderfahrzeug dargestellt ist. Ferner sind oberhalb der Gasse zwei Pufferplätze A1 und B1 dargestellt. Unterhalb der Gasse sind ebenfalls zwei Pufferplätze A2 und B2 dargestellt, die Ziel-Pufferplätze für Karosserien darstellen, die auf den oberhalb der Wagengasse angesiedelten Pufferplätzen (mit entsprechendem Bezugsbuchstaben) gelagert sind.
  • In der 9A ist die Ausgangssituation dargestellt. Auf den oberen Pufferplätzen A1 und B1 befindet sich Karosserien, die an die unteren Pufferplätze A2 und B2 transportiert werden sollen. Pufferplätze mit gleichen Bezugsbuchstaben stellen ein zusammengehöriges Paar dar, wobei von dem oberhalb der Gasse gelegenen Pufferplatz die Karosserie an den unterhalb der Gasse gelegenen Pufferplatz zu transportieren ist. Bei dem in den 9A bis 9D dargestellten Fall überkreuzen sich somit die Transportwege. Vom (nicht dargestellten) Koordinationsrechner wird dem mittleren Förderfahrzeug der Auftrag (A) zugeteilt, nachdem er überprüft und festgestellt hat, dass der erforderliche Fahrbereich bzw. Aktionsbereich frei ist. Mit der Zustellung des Auftrags ist der Fahrbereich inklusive dem erforderlichen Sicherheitsbereich für das mittlere Förderfahrzeug reserviert. Der erforderliche Fahrbereich für den Auftrag (B) ist damit nicht verfügbar und kann deshalb zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeführt werden.
  • Nachfolgend wird der Transportablauf im Zusammenhang mit den sich ändernden Fahrbereichen der Förderfahrzeuge erklärt werden.
  • In 9A bewegt sich das mittlere Förderfahrzeug zuerst in x-Richtung vor den Pufferplatz A1, um die dort gelagerte Karosserie in z-Richtung aufzunehmen. Dem mittleren Förderfahrzeug wird der zur Ausführung des Auftrags (A) nötige Aktionsradius reserviert. Für das linke und das rechte Förderfahrzeug ist der Fahrbereich des mittleren Förderfahrzeugs gesperrt. Die benachbarten Förderfahrzeuge dürfen nicht in diesen Bereich fahren.
  • In der 9B hat das mittlere Förderfahrzeug die Karosserie vom Pufferplatz A1 bereits aufgenommen und startet seine Fahrt in x-Richtung zur Abgabeposition, d.h. zum Pufferplatz A2. Der für das mittleren Förderfahrzeug reservierte Bereich reduziert sich auf einen engen Bereich vor der Abgabeposition. Der Transportauftrag (B) ist vom rechten Förderfahrzeug durchzuführen, das die Karosserie abzuholen hat, die auf dem Pufferplatz B1 gelagert ist. Der Fahrbereich für das rechte Förderfahrzeug wird, wenn möglich, reserviert; d.h. es dürfen sich keine anderen Förderfahrzeuge mehr in diesem Bereich befinden und sie dürfen auch nicht in diesen Bereich eindringen, zumindest während der Zeit des Aufenthalts mit dem Auftrag (B) beauftragten Fahrzeugs. Bei Erhalt des Fahrauftrags startet das rechte Förderfahrzeug zur Aufnahmeposition, d.h. zum Pufferplatz B1.
  • In 9C hat das mittlere Förderfahrzeug seine Abgabeposition (A2) erreicht und gibt die Karosserie in z-Richtung ab. Das rechte Förderfahrzeug ist in x-Richtung unterwegs zu seiner Aufnahmeposition (B1).
  • In 9D hat das mittlere Förderfahrzeug seine Karosserie an die Abgabeposition, d.h. an den Pufferplatz A2 in z-Richtung abgegeben. Das rechte Förderfahrzeug hat die Karosserie vom Pufferplatz B1 übernommen und startet anschließend zu seiner Abgabeposition.
  • Müßte nun das mittlere Förderfahrzeug wieder eine Karosserie vom Pufferplatz A1 holen, so würden sich die Fahrbereiche entsprechend der 9B ändern. Das heißt, der Fahrbereich des rechten Förderfahrzeugs wäre kleiner und der Fahrbereich des mittleren Förderfahrzeugs wäre größer als die in der 9D dargestellten. Die Anordnung der Fahrbereiche wäre ähnlich zu denen in der 9A dargestellten Fahrbereiche, da sich das rechte Förderfahrzeug lediglich aus dem für das mittlere Förderfahrzeug reservierten Fahrbereich entfernen müßte und sich somit nicht entgegen der geplanten Bewegungsrichtung des mittleren Förderfahrzeugs bewegen würde.
  • Die Reservierung und Freigabe der Fahrbereiche wird, wie bereits erwähnt, von der Zentralrecheneinheit gesteuert, überwacht und gegebenenfalls korrigiert.
  • Beispielsweise wird ein kompletter Tagesablauf von der Zentralrecheneinheit im voraus geplant bzw. optimiert, wobei sich durch die erfindungsgemäße Anordnung der Pufferplätze, der angebundenen Arbeitsbereiche und der Förderfahrzeuge in mindestens zwei Dimensionen (x, z) erhebliche Vorteile bezüglich der Flexibilität der Planung ergeben, da die Karosserien wahlfrei auf den Pufferplätzen abgestellt werden können.
  • 10 ist ähnlich zur 1 und stellt schematisch einige Steuerungsstrategien dar. In 10 sind mögliche Transportwege bzw. -flüsse von Karosserien durch unterschiedlich eingefärbte Pfeile dargestellt. So zeigen beispielsweise die weißen Pfeile links oben in der 10 den Transportweg einer Karosserie aus einem am weitesten links gelegenen Bearbeitungsplatz 20 (horizontal angebundene Fertigungsschleife) des Arbeitsbereichs 12 in den links davon gelegenen Bearbeitungsplatz 20, wobei ein QVL die Karosserie abholt und an den dritten Pufferplatz 1 von links in der Pufferreihe 10 liefert. Von dort wird die Karosserie von einem anderen QVL abgeholt und an den Zielbearbeitungsplatz 20 geliefert.
  • Der durch die grauen Pfeile dargestellte Transportfluss (rechts neben den weißen Pfeilen) beginnt mit dem Abholen einer Karosserie von einem Bearbeitungsplatz 20 des Arbeitsbereichs 12 durch einen QVL, der diese sofort an den nächsten, in z-Richtung unter ihm gelegenen Pufferplatz 1 der Pufferreihe 10 liefert. Die Karosserie wird von dort von einem QVW der Wagengasse 14 abgeholt und an einen weiter rechts in der Pufferreihe 10 gelegenen Pufferplatz geliefert, um dort von einem weiteren QVL aufgenommen zu werden. Dieser QVL fördert die Karosserie anschließend an einen anderen Bearbeitungsplatz 20 des Arbeitsbereichs 12.
  • Der nächste Transportfluss, der rechts von dem eben beschriebenen Transportfluss durch schwarze Pfeile verdeutlicht ist, beginnt ebenfalls mit der Abholung einer Karosserie aus einem Bearbeitungsplatz 20 des Arbeitsbereichs 12.
  • Die Karosserie wird vom Bearbeitungsplatz 20 in z-Richtung in einen QVL gefördert. Der QVL wird in x-Richtung um einen Pufferplatz nach links verfahren, um die auf ihm abgestellte Karosserie in z-Richtung an diesen Pufferplatz der Pufferreihe 10 zu fördern. Von dort wird die Karosserie in z-Richtung von einem QVW der Wagengasse 14 abgeholt, um in x-Richtung um zwei weitere Plätze nach links verschoben in z-Richtung an die Pufferreihe 11 geliefert zu werden. Ein QVL der Liftgasse 16 holt die Karosserie in z-Richtung von dort ab, um sie an einen Bearbeitungsplatz 20 des Arbeitsbereichs 13 zu liefern. Bei dem eben beschriebenen Transportfluss gilt es zu beachten, daß sich die Karosserie entgegen einem Primärfluss bewegt hat. Unter dem Primärfluss ist die normale Reihenfolge der Prozessschritte zu verstehen. Des weiteren hat die Karosserie in z-Richtung vom Arbeitsbereich 12 in den Arbeitsbereich 13 gewechselt. Zusätzlich gilt es zu beachten, daß in der 10 lediglich zwei der drei Dimensionen dargestellt sind. Durch ein Vorsehen von weiteren Ebenen erhöht sich natürlich die Flexibilität des Gesamtsystems, was die Planung von optimierten Transportflüssen betrifft.
  • Zu guter Letzt sei erwähnt, daß noch ein weiterer Transportfluss in der 10 dargestellt ist. Der unten links in 10 durch schwarze Pfeile verdeutlichte Transportfluss ist vergleichbar mit dem ersten, oben links in 10 durch weiße Pfeile beschriebenen Transportfluss.
  • 11 zeigt noch einmal grob vereinfacht den Aufbau eines erfindungsgemäßen Puffersystems, das ähnlich zu den in den 1 und 10 dargestellten Puffersystemen ist. Jedoch wird auf eine detaillierte Darstellung verzichtet.
  • 11 zeigt die beiden Arbeitsbereiche 12 und 13, die beiden Liftgassen 15 und 16. Die Pufferreihen 10 und 11 und die sich zwischen diesen befindliche Wagengasse 14 sind schematisch durch einen mittigen, grau schattierten Block (10, 11, 14) verdeutlicht. Die Bearbeitungsplätze, die in den 1 und 10 mit der Bezugsziffer 20 bezeichnet sind, sind in der 11 als Blöcke dargestellt. Diese Blöcke sind vergleichbar mit den in den 8A und 8B dargestellten Bearbeitungsstationen wie z.B. 803, 804, 806, 809, 812, 814 usw. Der primäre Transportfluss ist durch Pfeile dargestellt. Von links am Punkt "Start" beginnend durchläuft eine Karosserie den beispielhaft dargestellten Weg durch eine Lackierhalle. In 11 sind nur zwei Dimensionen (x, z) dargestellt. Für einen Fachmann ist es jedoch ein Einfaches, das System um eine weitere Dimension (y) zu erweitern.
  • Der "Start"-Punkt entspricht beispielsweise dem in der 8A dargestellten Schweiß-Lagerbereich, von dem aus die fertig geschweißten Karosserien den in 11 dargestellten Lackierungsprozess durchlaufen. Deshalb wird beispielsweise eine Karosserie auf den in der 1 ganz links in der Pufferreihe 10 dargestellten Pufferplatz 1 abgestellt, um dann von einem in der 11 nicht dargestellten Förderfahrzeuge (QVW oder QVL) an einen Bearbeitungsblock geliefert zu werden. Nach abgeschlossener Bearbeitung holt ein Förderfahrzeug (das gleiche oder ein anderes) die Karosserie ab und fördert sie an irgendeinen, durch den Zentralrechner vorbestimmten, Pufferplatz des mittleren Bereichs (10, 11, 14). Von dort wird die Karosserie von einem weiteren Förderfahrzeug abgeholt und an den nächsten Bearbeitungsblock geliefert. Nach Beendigung des Bearbeitungsprozesses an diesem Bearbeitungsblock wird die Karosse ähnlich wie gerade beschrieben an den rechts dazu gelegenen Bearbeitungsblock geliefert.
  • Von dort wird die Karosserie dann quer zum Mittelbereich, d.h. über die Pufferreihe 10, die Wagengasse 14 und die Pufferreihe 11 an einen Bearbeitungsblock geliefert, der zum Arbeitsbereich 13 gehört. Anschließend findet wiederum ein Arbeitsbereichwechsel statt, diesmal jedoch in den Arbeitsbereich 12.
  • Nach Durchlauf aller Bearbeitungsblocks sind alle Schritte des primären Arbeitsflusses erledigt, so daß die fertig gestellte Karosserie an den Punkt "ENDE" geliefert wird.
  • Die Art und Weise, wie die Karosserie von einem Bearbeitungsbereich in den anderen Bearbeitungsbereich über den Mittelbereich transportiert wird, ist bereits oben beschrieben.
  • Der im Zusammenhang mit der 11 beschriebenen primäre Transportfluss ist aber, wie bereits angedeutet, insoweit idealisiert, daß beispielsweise keine Fehler bei den einzelnen Bearbeitungsplätzen auftreten, die eine Nacharbeitung bzw. Korrektur erfordern würden. Um den primären Fluss nicht zu stören, sind zur Mängelbeseitigung weitere Bearbeitungsplätze notwendig, an denen die Korrekturarbeiten durchgeführt werden können. Dadurch ergeben sich natürlich auch weitere (sekundäre) Transportflüsse, die in 12 dargestellt sind. Jedoch können die Korrekturarbeiten auch an den Bearbeitungsplätzen des primären Transportflusses durchgeführt werden. Das bedeutet, es sind zusätzliche Transportaufträge durchzuführen.
  • 12 stellt den gleichen primären Transportfluss wie die 11 dar. Zusätzlich sind noch sekundäre Transportflüsse durch dünnere Pfeile dargestellt, die die in 11 nicht benutzten Bearbeitungsblöcke in den Transportfluss mit einbeziehen. In diesen Bearbeitungsblöcken werden Korrekturarbeiten durchgeführt.
  • Man erkennt in 12, daß es zu einer Vielzahl von Überschneidungen der Transportwege kommt. Bei einer Fertigungslinie gemäß dem in der 8 dargestellten Stand der Technik ist eine Überkreuzung der Transportwege aufgrund der sequentiellen Anordnung nur schwer möglich. Durch die Verwendung eines erfindungsgemäßen Puffersystems läßt sich der sequentielle Transportfluss durch eine wahlfreie Lagerung auf den Pufferplätzen entkoppeln. Dies steigert die Flexibilität des Gesamtsystems.
  • Abschließend werden die Vorteile einer Fertigung mit einem erfindungsgemäßen Puffersystem gegenüber einer Linienfertigung mit Puffern gemäß dem Stand der Technik erläutert werden.
  • Die Erfindung kommt ohne Stetigförderelemente gemäß dem Stand der Technik aus. Es werden unter anderem zwei verschiedene aktive Förderelemente vorgesehen, nämlich die Querverschiebelifte QVLs und die Querverschiebewagen QVWs. Es gibt jedoch noch weitere Förderfahrzeuge etwa wie Regalfahrzeuge o. ä. Ein Vorteil einer Ausführungsform der Erfindung ist ihre orthogonale Struktur mit (separaten) Elementen für den vertikalen und horizontalen Transportfluss. Die QVLs führen aufgrund ihrer Hebeeinrichtung (auch) die Vertikalbewegung durch. Ein weiterer Vorteil ist, daß sich viele Förderfahrzeuge gleichzeitig entlang einer einzigen Gasse bewegen können, so daß es in der Regel immer ein Förderfahrzeug in einer Gasse geben wird, notfalls für ein anderes Förderfahrzeug einspringen kann oder Spitzen im Arbeitsaufkommen glätten kann.
  • Sollte eines der Förderfahrzeuge ausfallen, so stellt dies lediglich eine minimale, lokal begrenzte Stillstandzeit des Gesamtsystems von wenigen Minuten dar, die unabhängig von der Ausfalldauer des gestörten Fahrzeugs ist. Die Instandsetzung erfolgt in einer Wartungsbucht, ohne daß das Gesamtsystem beeinflusst wird. In 10 ist beispielsweise ein Förderfahrzeug der Wagengasse 16 in eine Wartungsbucht 40 eingefahren, die zwischen Pufferplätzen 1 der Pufferreihe 11 angeordnet ist. An dieser Stelle kann das Wartungspersonal agieren, ohne daß zu befürchten ist, daß es zu Berührungen zwischen dem Wartungspersonal und den im Betrieb befindlichen Förderfahrzeugen kommt. Auch vorbeugende Wartungen an Förderfahrzeugen können in den Wartungsbuchten ohne Beeinflussung des Systembetriebs durchgeführt werden. Dadurch erhöht sich die Zuverlässigkeit des Gesamtsystems, da regelmäßig gewartete Förderfahrzeuge wesentlich effizienter arbeiten als nicht gewartete.
  • Somit enthält das erfindungsgemäße System keinen einzigen sogenannten "Single-Point of Failure", was bedeutet, daß es bei Ausfall eines Förderfahrzeugs zu keinem Stillstand des Gesamtfertigungsprozesses kommen kann. Mit entsprechenden Steuerungsstrategien ist kein Produktionsstillstand zu erwarten, was praktisch einer 100%igen Verfügbarkeit des Systems entspricht.
  • Ein weiterer Vorteil ist die hohe Flexibilität des erfindungsgemäßen Systems auf äußere Einflüsse. Dies wird erreicht durch die vollständige Entkoppelung der Prozessschritte durch die wahlfreie Nutzung der Pufferplätze. Jeder Pufferplatz ist für jeden Prozessschritt nutzbar. Ferner sind flexible Abrufsequenzen zwischen den Prozeßschritten möglich. Prozessanbindungen sind in unterschiedlichen Höhen bzw. Ebenen möglich. Auch können Prozessschritte wiederholt werden. Mit dem erfindungsgemäßen System ist eine optimale Auslastung des Systems als solchem und der Bearbeitungsplätze möglich. Ein zu bearbeitender Gegenstand kann wahlfrei in die Prozessschrittkette bzw. den Transportfluss eingeschleust werden. Andererseits ist auch eine Herausnahme aus der Prozessschrittkette bzw. dem Transportfluss möglich. Zusätzlich können die einzelnen Schritte des (primären und sekundären) Transportflusses flexibel durchlaufen werden, d.h. es gibt keine feste Reihenfolge wie beim Stand der Technik mehr, die durch durchlaufen werden muß.
  • Mit dem erfindungsgemäßen System ist ein Abrufen der Transporteinheiten zu den Bearbeitungsstationen in beliebiger Reihenfolge, ein Überspringen von Bearbeitungsstationen, ein Wiederholen von Bearbeitungsschritten, eine beliebige Reihenfolge der Bearbeitungsschritte möglich. Ferner ist der Puffer unabhängig vom Bearbeitungsschritt nutzbar.
  • Die Anbindung an die Bearbeitungsplätze kann über eine separate Zutransport- und Rücktransportstrecke erfolgen, die in der gleichen Ebene oder übereinanderliegend oder auch horizontal und vertikal versetzt an das Puffersystem angebunden werden können. Des Weiteren sind reversierbare Anbindungen an Bearbeitungsstationen möglich. Einzelne Bearbeitungsstationen sind auch als eine Gruppe von Bearbeitungsstationen anbindbar, die wie bei der herkömmlichen Linienfertigung aufgebaut ist.
  • Die Pufferplätze sind wahlfrei für alle Bearbeitungsschritte nutzbar. Es ist aber auch möglich, Pufferplätze mit besonderen Einrichtungen etwa wie Heizungen, Kühlungen, Klimatisierung, einem Reinraum etc. auszurüsten, die dann nur zur Pufferung vor oder nach bestimmten Bearbeitungsschritten genutzt werden.
  • Es ist klar, dass die Erfindung auch für Fertigungsprozesse anderer Artikel benutzt werden kann. Eine orthogonale Ausrichtung des System ist nicht zwingend erforderlich. Beispielsweise können die Gassen auch beliebig viele Bogenelemente aufweisen, an die die Form der Pufferreihen und Arbeitsbereiche angepasst ist und umgekehrt. Ferner können sich QVLs auch auf Wagengassen und QVWs auch auf Liftgassen bewegen.
  • Für einen Fachmann versteht es sich von selbst, daß aus den vorangegangenen Erläuterungen der verschiedenen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung diese lediglich exemplarisch erklärt wurde und diese auf einfache Art und Weise verändert bzw. abgeändert werden kann, ohne vom Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
  • 0
    0. Ebene
    1
    Pufferplätze
    10
    Pufferreihe, 0. Ebene
    11
    Pufferreihe, 0. Ebene
    12
    Arbeitsbereich, 0. Ebene
    13
    Arbeitsbereich, 0. Ebene
    14
    Wagengasse, 0. Ebene
    15
    Liftgasse
    16
    Liftgasse
    17
    Brücke
    20
    Bearbeitungsplatz, 0. Ebene
    30
    Umsetzbrücke
    40
    Wartungsbucht
    50
    QVW-Lift
    60
    Einzelfertigungsplatz
    70
    Vertikal angebundene Fertigungsschleife
    71
    Vertikallift
    80
    Horizontal angebundene Fertigungsschleife
    100
    1. Ebene
    110
    Pufferreihe, 1. Ebene
    111
    Pufferreihe, 1. Ebene
    113
    Arbeitsbereich, 1. Ebene
    120
    Bearbeitungsplatz, 1. Ebene
    200
    2. Ebene
    220
    Bearbeitungsplatz, 2. Ebene
    300
    3. Ebene
    801
    Vorbereitungsabschnitt
    802
    Elektroabscheidungsabschnitt
    803
    Elektroabscheidungsofen
    804
    Versiegelungsvorrichtung
    805
    Grundierungsabschnitt
    806
    Versiegelungsofen
    807, 811, 815
    Inspektionsabschnitt
    808
    Zwischenlackierabschnitt
    809
    Zwischenlackierofen
    810
    Speicher
    812
    Endlackierabschnitt
    814
    Endlackierofen
    818, 820
    Lackierspeicher
    819
    Wachsbereitungsabschnitt
    821
    Montagespeicher
    822–825
    Pufferspeicher
    A
    Artikel bzw. Automobilkarosserie
    B
    Breite
    L
    Länge
    QVL
    Querverschiebungslift
    QVW
    Querverschiebungswagen

Claims (26)

  1. Puffersystem zur Anbindung mehrerer Bearbeitungsplätze (20) zur Ausführung einzelner Prozessschritte eines Gesamtfertigungsprozesses einer Produktionslinie zur industriellen Herstellung eines Artikels, das aufweist: – mehrere Pufferplätze (1) zum wahlfreien Zwischenlagern der Artikel, – mehrere einzeln ansteuerbare Förderfahrzeuge (QVL, QVW) zum wahlfreien Transportieren der Artikel zwischen Fertigungsstationen (20) und Pufferplätzen (1 ), und – eine Steuereinrichtung zur Steuerung des wahlfreien Transports der Artikel mittels der Förderfahrzeuge (QVL, QVW).
  2. Puffersystem nach Anspruch 1 mit: – mindestens einem anbindbaren Arbeitsbereich (12, 13) mit Bearbeitungsplätzen (20), an denen einzelne Prozessschritte des Gesamtfertigungsprozesses durchgeführt werden, – mindestens einer Reihe (10, 11) von Pufferplätzen (1 ), die den Bearbeitungsplätzen (20) gegenüberliegend angeordnet sind, und – mehreren Förderfahrzeugen (QVL, QVW), die sich entlang einer Gasse (15, 16) bewegen, die zwischen dem Arbeitsbereich (12, 13) und einer Pufferreihe (10, 11) angeordnet ist, zum Fördern der Artikel (A) zwischen den Pufferplätzen (1) und den Bearbeitungsplätzen (20).
  3. Puffersystem nach Anspruch 2, das zwei parallele Pufferreihen (10, 11), zwei Gassen (15, 16), die jeweils an einen Arbeitsbereich (12, 13) grenzen und eine Gasse (14) zwischen den parallelen Pufferreihen (10, 11) umfaßt.
  4. Puffersystem nach Anspruch 3, wobei in der zwischen den Pufferreihen gelegenen Gasse (14) bewegliche Querverschiebungswagen (QVW) zur Förderung der Artikel (A) zwischen den Pufferplätzen der beiden parallelen Pufferreihen (10, 11) vorgesehen sind.
  5. Puffersystem nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei mehrere Pufferreihen (10, 11, 110, 111) und Arbeitsbereiche (12, 13, 112, 113) in übereinander liegenden Ebenen (0, 100, 200, 300) angeordnet, sind, und die Förderfahrzeuge (QVL) mit einer Hebeeinrichtung zum Heben und Senken eines Artikels (A) von einer Ebene (0, 100, 200, 300) zu einer anderen Ebene (0, 100, 200, 300) ausgebildet sind.
  6. Puffersystem nach Anspruch 5, wobei jede Ebene (0, 100, 200, 300) mindestens eine zwischen den Pufferreihen gelegene Gasse (14, 114, 214, 314) aufweist.
  7. Puffersystem nach Anspruch 6, wobei die zwischen den Pufferreihen gelegenen Gassen (14, 114, 214, 314) jeweils mit einer flexiblen Anzahl von Querverschiebungswagen (QVW) ausgestattet sind.
  8. Puffersystem nach einem der Ansprüche 5 bis 7, das ferner einen Lift (50) für Förderfahrzeuge (QVL, QVW), insbesondere für Querverschiebungswagen (QVW) aufweist, der an einem der Enden der zwischen den Pufferreihen gelegenen Gasse (14, 114, 214, 314) angeordnet ist, um Förderfahrzeuge von einer Ebene (0, 100, 200, 300) in eine andere Ebene (0, 100, 200, 300) zu fördern.
  9. Puffersystem nach einem der Ansprüche 3 bis 8, wobei die Querverschiebungswagen (QVW) Lastaufnahmemittel (LAM) für Artikel (A) aufweisen, die um eine vertikale Achse (y) rotierbar sind.
  10. Puffersystem nach Anspruch 3, das des weiteren eine Umsetzbrücke (30) zum Umsetzen von Förderfahrzeugen (QVW, QVL) zwischen den Gassen (14, 15, 16) aufweist.
  11. Puffersystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche mit einer Wartungsbucht (40) für Förderfahrzeuge (QVW, QVL).
  12. Puffersystem nach Anspruch 11, wobei die Wartungsbucht (40) in einer Pufferreihe (10, 11) oder einem Arbeitsbereich (12, 13) angeordnet ist.
  13. Puffersystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei manuelle oder automatisierte Bearbeitungsplätze (20, 120, 220) an die Pufferplätze (1) angebunden sind.
  14. Puffersystem nach Anspruch 13, wobei ein Bearbeitungsplatz (20, 120, 220) ein Einzelfertigungsplatz (60) ist, dessen Anbindung an die Pufferplätze erfolgt, indem ein Artikel (A) in einer Richtung in den Bearbeitunsplatz hineinbeförderbar und in umgekehrter Richtung herausbeförderbar ist.
  15. Puffersystem nach Anspruch 13, wobei die Anbindung eines Bearbeitungsplatzes (20, 120, 220) durch eine vertikale Fertigungsschleife (70) erfolgt.
  16. Puffersystem nach Anspruch 13, wobei die Anbindung eines Bearbeitungsplatzes (20, 120, 220) durch eine horizontale Fertigungsschleife (80) erfolgt.
  17. Puffersystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, das in der Fahrzeugindustrie, insbesondere zur Lackierung von Autokarosserien und/oder der Montage von Kraftfahrzeugen, nutzbar ist.
  18. Verfahren zur Pufferung von Artikeln für die industrielle Massenherstellung derselben, wobei – die Artikel (A) wahlfrei mehrere Bearbeitungsplätze (20) zur Durchführung einzelner Prozessschritte eines Gesamtfertigungsprozesses durchlaufen, – die Artikel auf Pufferplätzen (1) wahlfrei zwischengelagert werden, und – die Artikel auf einzeln ansteuerbaren Förderfahrzeugen (QVL, QVW) zwischen Bearbeitungsplätzen (20) und Pufferplätzen (1) zum Durchlaufen des Gesamtfertigungsprozesses transportiert werden.
  19. Verfahren nach Anspruch 18, wobei die Förderfahrzeuge (QVL) mit einer Hebeeinrichtung die Artikel (A) von einer Ebene (0, 100, 200, 300) zu einer anderen Ebene (0, 100, 200, 300) heben und/oder senken.
  20. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 oder 19, wobei ein Lift (50) Förderfahrzeuge (QVW, QVL) von einer Ebene (0, 100, 200, 300) in eine andere Ebene (0, 100, 200, 300) fördert.
  21. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 20, wobei die Förderfahrzeuge (QVW, QVL) ein Lastaufnahmemittel aufweisen, das um eine vertikale Achse (Y) gedreht wird.
  22. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 21, wobei defekte oder zu wartende Förderfahrzeuge (QVW, QVL) in eine Wartungsbucht (40) gefördert werden.
  23. Verfahren nach Anspruch 19 bis 22, wobei ein Prozessschritt des Fertigungsprozesses übersprungen wird.
  24. Verfahren nach Anspruch 19 bis 23, wobei ein Prozessschritt des Fertigungsprozesses wiederholt wird.
  25. Verfahren nach Anspruch 19 bis 24, wobei die Prozessschritte des Fertigungsprozesses in beliebiger Reihenfolge durchgeführt werden.
  26. Verfahren nach Anspruch 19 bis 25, wobei die Pufferplätze unabhängig von den Prozessschritten des Fertigungsprozesses genutzt werden.
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