DE1023097B - Anordnung zur Umwandlung einer elliptisch polarisierten Welle hoher Frequenz in einem Hohlleiter in eine linear polarisierte Welle - Google Patents
Anordnung zur Umwandlung einer elliptisch polarisierten Welle hoher Frequenz in einem Hohlleiter in eine linear polarisierte WelleInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf Hohlleiter zum
Übertragen polarisierter elektromagnetischer Wellen hoher Frequenz.
Elektromagnetische cm- und mm-Wellen mit
linearer Polarisation finden üblicherweise in Mikrowellensystemen Verwendung, und häufig wird ein
metallisches Hohlleitersystem benutzt zum Fortleiten der Wellen, das aus einem· symmetrischen
Leiter besteht, der mit einem rechteckigen Leiter gekoppelt ist, der eine polarisierte Eingangs- oder
Ausgangseinrichtung darstellt (der Ausdruck »symmetrischer Leiter« bedeutet hier einen Leiter mit
kreisförmigem, quadratischem oder anderem Querschnitt, der Wellen der gleichen Frequenz führen
kann, die in mehr als einer Ebene polarisiert sind). Häufig muß auch ein symmetrischer Leiter mit einem
Längsschlitz oder einem Seitenzweig od. dgl. zum Abtrennen von in einer bestimmten Ebene polarisierten
Wellen versehen werden. In solchen Fällen ist es vielfach wichtig, daß die Wellen genau linear polarisiert
sind, d. h., daß sie frei von »Elliptizität« oder Komponenten sind, die räumlich um, 90° gegenüber
der Komponente in der gewünschten Ebene verschoben sind; dies ist nicht nur deshalb vorteilhaft,
um eine maximale Abtrennung von Energie in einem gewünschten Kanal zu erzielen, sondern auch um
den Abfluß von Energie zu einem unerwünschten Kanal auf ein Mindestmaß zu beschränken, der sonst
infolge der Elliptizität erfolgen könnte.
Eine elliptisch polarisierte Welle kann dadurch in eine linear polarisierte Welle umgewandelt werden,
daß die Energie der ungewünschten Komponente absorbiert wird, aber es verdient den Vorzug, wenn
möglich, die ungewünschte Komponente in der Phase zu verschieben, so daß sie gleichphasig mit der gewünschten
Komponente wird. Dies kann mit Hilfe von phasenverschiebenden reaktiven Mitteln erfolgen,
die beispielsweise in Form von diametralen Platten oder Stäben im Leiter gestaltet sind. Selbstverständlich
führt ein Phasenverschiebungsglied nur eine richtige Phasenverschiebung für eine einzige Frequenz
durch, obgleich es für andere Frequenzen eine Verbesserung herbeiführen kann. Deshalb· können
derartige Phasenverschiebungsverfahren nur bei Systemen mit verhältnismäßig engen Bändern oder
einem einzigen Kanal zur Anwendung kommen, beispielsweise bei Radarsystemen; andererseits sind
diese Verfahren ideal in den Fällen, daß ein sehr stabiler Oszillator erforderlich ist und infolgedessen
eine gute Isolierung in bezug auf Belastungsänderungen notwendig ist.
Zum Korrigieren von Elliptizität können solche Phasenverschiebungsmittel senkrecht zur gewünschten
Ebene angeordnet werden, aber dies hat den Anordnung zur Umwandlung
einer elliptisch polarisierten Welle
hoher Frequenz in einem Hohlleiter
in eine linear polarisierte Welle
Anmelder:
N. V. Philips' Gloeilampenfabrieken,
Eindhoven (Niederlande)
Eindhoven (Niederlande)
Vertreter: Dr. rer. nat. P. Roßbach, Patentanwalt,
Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 8. August 1955
Großbritannien vom 8. August 1955
Frederick Warren Smith, London,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Nachteil, daß Beseitigung der Elliptizität eine Drehung der Vorzugsebene der Welle zur Folge hat. Dies
ist lästig bei Vorrichtungen wie Zirkulatoren oder Gyratoren, die Faraday-Drehung benutzen, denn
solche Vorrichtungen müssen gegebenenfalls mehrmals nachgestellt werden, um eine Welle zu erzielen,
die genau in einer gewünschten Ebene polarisiert ist.
Wenn dabei die Elliptizität korrigiert werden, muß, wird die Einstellung gestört und müssen die vorhergehenden
Regelungen geändert werden, und dies kann seinerseits wieder Elliptizität einführen.
Ein Beispiel dieser Schwierigkeit wird nachstehend
an Hand der Fig. 1 und 2 der schematischen Zeichnung näher erläutert, in denen an Hand der
Vektoren A und B das bekannteste Verfahren zum Zerlegen einer elliptisch polarisierten Welle in zwei
virtuelle Komponenten dargestellt ist. Bei diesem Verfahren werden die virtuellen Komponenten A
und B so gewählt, daß sie räumlich einen rechten Winkel einschließen, verschiedene Amplitude besitzen
und zeitlich durch einen Phasenunterschied von 90° voneinander getrennt sind (letzteres wird in der Zeichnung
durch die Bezeichnungen Θ — 0 und Θ = 90° dargestellt). Infolgedessen stellt es sich heraus-, daß
diese Komponenten mit der Hauptachse und der Nebenachse der Ellipse zusammenfallen. Unter diesen
Umständen kann die Phase der Komponente B um
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90° verschoben werden, so daß sie gleichphasig mit nenten D und E' eine linear polarisierte Welle in
der Komponente A wird, wodurch eine lineare Polari- einer die ursprüngliche Hauptachse der Ellipse ent-
sation erhalten wird. Dies wird in Fig1. 2 durch einen haltenden Ebene, und eine derartige Welle wird in
neuen Vektor B' (Θ = 0) dargestellt. Dabei ergibt Fig. 4 als ein Vektor F dargestellt. Diese Korrektion
sich jedoch eine lineare Polarisation in der Ebene 5 kann erfindungsgemäß mit Hilfe von einem oder
des resultierenden Vektors C, der einen Winkel Φ mehreren reaktiven Phasen verschiebungsgliedern P
mit der Hauptachse der ursprünglichen Ellipse ein- und P' (Fig. 3) durchgeführt werden, die einen
schließt. Winkel von 45U mit der Hauptachse bilden. Das
Die Erfindung bezweckt, verbesserte Mittel zum Maß der gewünschten Korrektion ist in der Praxis
Ausgleich der Elliptizität in der Polarisation eines io klein im Verhältnis zu dem Verfahren der Fig. 1
Hohlleiters zu schaffen, ohne die Achsen der ent- und 2. da im letzteren Fall die Phasenabweichung
sprechenden Ellipse zu drehen. stets 90° ist, wie gering die Elliptizität auch sein
Bei einer Anordnung zur Umwandlung einer ellip- mag, während in den Fig. 3 und 4 die Phasenabtisch
polarisierten elektromagnetischen Welle hoher weichung χ von dem Wert der Elliptizität abhängig
Frequenz in einem Hohlleiter in eine linear polari- 15 'St, d. h., daß sie in manchen praktischen Fällen
sierte Welle, die aus einem symmetrischen Leiter und etwa von der Größenordnung von wenigen Graden ist
zugehörigen Reaktanzmitteln besteht, die sich in einer oder sogar nur einen Bruchteil eines Grades beträgt.
Ebene durch die Längsachse des Leiters erstrecken. Angenommen, daß die dargestellten Vektoren in übschließt
erfindungsgemäß die Hauptachse der ent- lieber Weise die elektrischen Vektoren der elektrosprechenden
Ellipse einen Winkel von etwa 45° mit 20 magnetischen Welle im Hohlleiter sind, wobei der
der erwähnten Ebene dieser Reaktanzmittel ein. Vektor E in der Phase gegenüber dem Vektor D vor-
Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Er- eilt (d. h.. daß χ positiv ist), so kann eine Korrektion
findung ist der symmetrische Leiter mit einem recht- mittels eines induktiven Elementes P'. das den
eckigen Leiter gekoppelt, und die Reaktanzmittel Vektor E beeinflußt, oder mittels eines kapazitiven
liegen in einer Ebene, die durch die Längsachse des 25 Elementes P, das den Vektor D beeinflußt, oder durch
symmetrischen Leiters geht und einen Winkel von Korrektion an beiden Stellen durchgeführt werden.
45° mit der Hauptachse und Nebenachse des Quer- Wenn χ negativ ist, sind umgekehrte Reaktanzen er-
schnittes des erwähnten rechteckigen Leiters ein- forderlich,
schließt. Diese phasenverschiebende Korrektion erfolgt vor-
Gemäß einer weiteren besonderen Ausführungs- 30 zugsweise mit Hilfe eines diametralen, stabförmigen,
form der Erfindung sind Zweigkopplungsmittel elektrisch leitenden Eintauchgliedes bei P oder P',
vorhanden, z. B. eine Öffnung oder eine Sonde, wobei die in den Hohlleiter hineinragende Länge des
deren Achse in einer Ebene durch die Längsachse Eintauchgliedes bestimmt, ob eine positive oder nega-
liegt, und die Reaktanzmittel liegen in einer Ebene, tive Reaktanz erzeugt wird und welchen Wert sie hat.
die einen Winkel von etwa 45° mit der erwähnten 35 Es können jedoch auch andere reaktive Mittel Ver-
Ebene der Zweigkopplungsmittel einschließt. Wendung finden. Es kann beispielsweise eine leitende
Die Erfindung gründet sich auf die Tatsache, daß oder dielektrische Trennwand zum Erzeugen reakein
anderes und weniger gut bekanntes Verfahren tiver Effekte beider Polaritäten Anwendung finden,
zum Zerlegen einer Ellipse benutzt werden kann, bei oder man kann eine \~ertiefung oder einen Längsdem
die beiden virtuellen Komponenten so gewählt 40 schlitz in der Wand des Leiters verwenden. Auch
sind, daß sie zwar auch räumlich senkrecht auf- kann gemäß einer abgeänderten Ausführungsform der
einander stehen, aber die gleiche Amplitude aufweisen Erfindung der symmetrische Leiter auf an sich be-
und zeitlich durch einen Phasenwinkel 0 voneinander kannte Weise biegsame Wände aufweisen, wobei
getrennt sind, der in einer gewissen Beziehung zur äußere Mittel zum Verformen dieser Wände vorge-Elliptizität
steht. Bei diesem Zerlegungsverfahren 45 sehen sind, so daß ein kreisförmiger Leiter an. einer
stellt sich heraus, daß die zwei Komponenten je bestimmten Stelle einen elliptischen oder ovalen Querräumlich einen Winkel von 45° mit den beiden schnitt erhalten kann, dessen Achsen einen Winkel
Achsen der Ellipse einschließen. Da jede Ellipse so von nahezu 45C mit der gewünschten Polarisationsdargestellt
werden kann, bei geeigneten Werten der el>ene einschließen.
Phasendifferenz 0, ergibt sich die Folgerung, daß 50 Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
der Phasenwinkel einer oder beider Komponenten wird nachstehend an Hand der Fig. 5 und 6 näher ergeändert
werden kann, ohne daß die Orientierung der läutert, in denen ein Zirkulator mit vier Zweigen und
Achsen der Ellipse verschoben wird. Durch dieses einem aus Ferrit bestehenden Faraday-Drehelement
Verfahren kann die Elliptizität auf den extremen dargestellt ist, wobei Fig. 5 ein Axialschnitt und
Fall zurückgeführt werden, daß die Welle in einer 55 Fig. 6 eine Draufsicht auf das Ausgangsende ist.
die ursprüngliche Hauptachse enthaltenden Ebene Der dargestellte Zirkulator besteht aus einem kreislinear polarisiert ist. förmigen zweiteiligen Leiter 1. der aus zwei zylin-
die ursprüngliche Hauptachse enthaltenden Ebene Der dargestellte Zirkulator besteht aus einem kreislinear polarisiert ist. förmigen zweiteiligen Leiter 1. der aus zwei zylin-
Dies wird in. den Fig. 3 und 4 näher erläutert. drischen Teilen zusammengesetzt ist. die in der Mitte
Fig. 3 zeigt eine Ellipse, die in zwei Vektorkompo- der Vorrichtung aneinander anliegen. Ein irisförmiger
nenten D und E gleicher Amplitude zerlegt ist, die 60 Übergang 2. dessen Hauptachse senkrecht verläuft,
beiderseits der Hauptachse der Ellipse liegen und bildet einen Eingang zum Anschluß an einen rechteinen
Winkel von 45°mit dieser Achse einschließen. eckigen Leiter, und ein zweiter irisförmiger ÜberWenn
der Vektor D als Bezugswert genommen wird. gang 3 bildet einen Ausgang und kann an einen rechtwie
dies durch die Bezeichnung 0=0 dargestellt wird, eckigen Ausgangsleiter angeschlossen werden, dessen
kann die Elliptizität durch die Bezeichnung 65 Hauptachse einen Winkel von 45° mit dem Eingangs-0
= + χ in bezug auf den Vektor E ausgedrückt leiter einschließt. Ein erster Seitenzweig 5, der als
werden. Es braucht nur die Komponente E in der ein Anschluß des Systems dient, ist in der Nähe des
Phase in der geeigneten Richtung verschoben zu Überganges 2 derart angebracht, daß er in der Ebene
werden, so daß χ auf Null reduziert wird. Wenn von dessen Hauptachse liegt. Der andere Seitenzweig,
dies erfolgt ist, wird die Resultierende der Kompo- 70 der auch als Anschluß dient, ist bei 6 angegelven und
liegt in der gleichen Ebene wie die Hauptachse des Ausgangsüberganges 3 nahe bei diesem Übergang.
Ein beiderseitig kegelförmiger Ferritrotator 8 mit kreisförmigem Querschnitt ist koaxial im Leiter 1
angebracht und wird von zwei Scheidewänden 9 aus Isoliermaterial, z. B. Schaumpolythen, abgestützt.
Diese Scheidewände sind in einer Metallbuchse 10 angeordnet, die axial zwischen zwei Schultern auf
den beiden Hälften des Leiters 1 durch eine Reihe von auf dem Umfang von angebrachten Spannschlossern
12 festgeklemmt ist.
Für den Betrieb mit verhältnismäßig hohen Leistungswerten sind Mittel zum Kühlen des Ferritelementes
8 vorgesehen, die unter anderem eine Zuführöffnung 13 und Abfuhr öffnungen 14 enthalten,
durch die ein Kühlmittel, beispielsweise Preßluft, umlaufen kann. In den Trägern 9 sind drei Nuten 15
um den Rotator 8 herum vorgesehen, so daß das Kühlmittel von der einen zur anderen Seite der
Träger fließen kann. Um das Kühlmittel zu beschränken, sind Scheiben 11 aus Glimmer oder einem
anderen dielektrischen Material bei jedem Ende des Ferritrotators angebracht, z. B. in der dargestellten
Weise, indem die Scheiben zwischen den Enden der Buchse 10 und den entsprechenden Schaltern der
beiden Teile des Leiters 1 geklemmt sind.
Das Magnetfeld wird durch den Leiter 1 umgebenden Spulen 16 und 17 erzeugt.
Bei diesem Ausführungsbeispiel sind zwei reaktive Phaseiiversehiebungsglieder 18 und 19, die kurz genug
sind, um kapazitiv zu sein, für experimentelle Zwecke unter einem Winkel von 90° zueinander \-orgesehen,
obgleich, wie es einleuchtend sein dürfte, nur eins dieser Glieder erforderlich ist, wenn die Phase der
ungewünschten Polarisationskomponente bekannt ist. Beide Glieder sind hier zylindrische Eintauchglieder,
die durch kreisförmige Öffnungen in der Wand des Leiters 1 hindurchgeführt sind, und jedes Eintauchglied
kanu durch Schrauben, die eine Verlängerung des Eintauchgliedes bilden, von außen hereingestellt
werden. Die beiden Glieder 18 und 19 liegen in einer gemeinsamen Ebene zwischen einem Ende des
Ferritrotators 8 und dem zweiten Seitenzweig 6.
Die dargestellte Ausführungsform eignet sich zum Betrieb in dem X-Frequenzband. Weil es sich um
einen Zirkulator handelt, kann die Vorrichtung auch als Isolator'benutzt werden; wenn die Zweige 5 und 6
mit ihren Wellenwiderständen abgeschlossen sind, wirkt die Vorrichtung als ein Isolator zwischen ihren
Enden 2 und 3. Obgleich zwei Phasenverschiebungsglieder 18 und 19 in einer Querebene zwischen dem
Zweig 6 und dem Ferritrotator dargestellt sind, kann ein einziges Phasenverschiebungsglied entweder
zwischen dem Zweig 5 und dem Rotator oder zwischen dem Rotator und dem Zweig 6 vorgesehen sein, und
seine Orientierung (unter einem Winkel von 45° auf der einen oder anderen Seite des benachbarten
Zweigs 5 oder 6) würde vom der Drehrichtung der ungewünschten Ellipse und. von der Tatsache abhängig
sein, ob das Phasenverschiebungsglied eine Phasenvoreilung oder Phasennacheilung in bezug auf
die Poilarisationskotnponente in seiner Ebene einführen
würde. Die Tatsache, daß das Phasenverschiebungsglied oder Gliederpaar entweder auf der
einen oder auf der anderen. Seite des Ferritrotators angeordnet sein kann, ist vorteilhaft und geht aus der
folgenden Erwägung hervor. Bei einem Faraday-Rotator, der (wie üblich bei Zirkulatoren und Isolatoren)
eine Drehung um 45° herbeiführt, ist, da die Elliptizität durch differentielle Dämpfung der zwei
kreisförmig polarisierten Komponenten einer linear polarisierten Welle herbeigeführt wird, eine an einem
Ende des Rotators durchgeführte Korrektion von gleicher Wirksamkeit für beide Übertragungsrichtungen,
Während die Elliptizität in der einen Richtung unmittelbar auf den Wert 0 herabgesetzt wird,
führen in der anderen Richtung die reaktiven Mittel eine Elliptizität ein, die gleich und entgegengesetzt
derjenigen ist, die durch den Rotator herbeigeführt wird, so daß sie sich aufheben.
Die Erfindung ist in bezug auf nicht reziproke Vorrichtungen mit gyromagnetischen Gliedern beschrieben
worden. Sie kann auch bei reziproken Vorrichtungen mit derartigen Gliedern angewandt werden.
Auch kann die Erfindung bei gyromagnetischen Gliedern Anwendung finden, die andere Prinzipien
als dasjenige der Faraday-Drehung verwenden, das ein axiales polarisierendes Magnetfeld verwendet. Es
können z. B. polarisierende Ouermagnetfelder Anwendung finden zum Erzielen gyromagnetischer Effekte.
In diese letztere Kategorie fallen die Cotton-Mouton-Effelrte, die reziproke Doppelbrechung zur Folge
haben. Auch resonante und nicht resonante Querfeldeffekte
sind mit eingeschlossen, die bei nicht reziproken Vorrichtungen der Gyrator- und Zirkulatorart
Anwendung finden können. Eine weitere Ausbildung eines gyromagnetischen Gliedes führt
nicht reziproke Doppelbrechung herbei, und obgleich es sich stark von. dem Faraday-Drehungsglied unterscheidet,
kann es für den gleichen Zweck Anwendung finden. Bei all diesen anderen Vorrichtungen kann
das Auftreten unerwünschter elliptischer Polarisation dadurch überwunden werden, daß Reaktanzmittel
gemäß der Erfindung vorgesehen werden.
Claims (7)
1. Anordnung zur Umwandlung einer elliptisch polarisierten elektromagnetischen Welle hoher
Frequenz in einem Hohlleiter in eine linear polarisierte Welle, die aus einem symmetrischen Leiter
und Reaktanzmitteln besteht, die sich in einer Ebene durch seine Längsachse erstrecken, dadurch
gekennzeichnet, daß die erwähnte Ebene der Reaktanzmittel mit der Hauptachse der entsprechenden
Ellipse einen Winkel von etwa 45° einschließt.
(Ein symmetrischer Leiter ist ein Hohlleiter, der Wellen der gleichen Frequenz führen kann, die in
mehr als einer Ebene polarisiert sind.)
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der symmetrische Leiter mit
einem rechteckigen Leiter gekoppelt ist und' die Reaktanzmittel einen WTinkel von etwa 45° mit
der Hauptachse und Nebenachse des Querschnittes dieses rechteckigen Leiters einschließen.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Zweigkopplungsmittel vorhanden
sind, wie eine Öffnung oder eine Sonde, deren Achse in einer Ebene durch die Längsachse
liegt, und daß die Reaktanzmittel einen Winkel von etwa 45° mit der' erwähnten Ebene der Zweigkopplungsmittel
einschließen.
4. Anordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche mit einem gyromagnetischen Glied zum
Beeinflussen der Übertragung der Wellen.
5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen. Zirkulator oder Isolator
bildet und aus dem symmetrischen Leiter, Eingangs- und Ausgangsanschlüssen für diesen
Leiter, einem Faraday-Rotator zum Drehen der Welle um einen Winkel von etwa 45°, der koaxial
innerhalb dieses Leiters in der Übertragungsstrecke der Welle zwischen den erwähnten Eingangs-
und Ausgangsanschlüssen angebracht ist, und den Reaktanzmitteln, besteht, die zwischen
einem Ende des Rotators und einem benachbarten Anschluß in einer Ebene durch die Längsachse
des Leiters und unter ,einem. Winkel von etwa 45° zu diesem letzteren Anschluß angeordnet sind.
6. Hohlleiteranordnung nach einem der νοτ-stehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktanzmittel aus einem stabförmigen elektrischleitenden
Eintauchglied bestehen, das in radialer Richtung angebracht ist.
7. Hohlleiteranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Beeinflussung der Reaktanz Mittel vorgesehen sind zum Verformen des Querschnittes eines bestimmten
Teiles des symmetrischen Leiters.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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