DE10230461B4 - Brecher zum Zerkleinern von sperrigem Gut - Google Patents
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Abstract
Brecher
zum Zerkleinern von sperrigem Gut, insbesondere von Altholz wie
Paletten,
1.1 mit einem Brecherwerk, zum Beispiel einer Walze (1) mit aufgeschweißten Zähnen;
1.2 mit einem Gehäuse zur Aufnahme des Brecherwerkes;
1.3 mit einem Einführschacht (2), der das sperrige Gut aufnimmt und einführt, und der Wände aufweist;
1.4 wenigstens eine der Wände des Einführschachtes weist Elemente (8.1–8.3; 9.1–9.6) auf, welche innere Begrenzungsflächen bilden;
1.5 die Elemente sind derart gestaltet und angeordnet, dass sie einzeln oder in Gruppen parallel zu einer der Wände des Einführschachtes (2) oder quer zu einer solchen Wand hin und hergehende Bewegungen ausführen können,
1.6 eine (5) der Schachtwände ist an ihrem unteren Ende mittels eines Gelenkes (7) schwenkbar gelagert und mittels einer Schwenkeinrichtung (6) um das Gelenk (7) verschwenkbar.
1.1 mit einem Brecherwerk, zum Beispiel einer Walze (1) mit aufgeschweißten Zähnen;
1.2 mit einem Gehäuse zur Aufnahme des Brecherwerkes;
1.3 mit einem Einführschacht (2), der das sperrige Gut aufnimmt und einführt, und der Wände aufweist;
1.4 wenigstens eine der Wände des Einführschachtes weist Elemente (8.1–8.3; 9.1–9.6) auf, welche innere Begrenzungsflächen bilden;
1.5 die Elemente sind derart gestaltet und angeordnet, dass sie einzeln oder in Gruppen parallel zu einer der Wände des Einführschachtes (2) oder quer zu einer solchen Wand hin und hergehende Bewegungen ausführen können,
1.6 eine (5) der Schachtwände ist an ihrem unteren Ende mittels eines Gelenkes (7) schwenkbar gelagert und mittels einer Schwenkeinrichtung (6) um das Gelenk (7) verschwenkbar.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Brecher zum Zerkleinern von sperrigem Gut, insbesondere von Altholz wie Paletten.
- Derartige Brecher haben entsprechend den Abmessungen des Gutes ebenfalls erhebliche Abmessungen und ein erhebliches Gewicht, das beispielsweise 20 t betragen kann. Sie umfassen als wesentliches Element ein Brecherwerk. Dieses kann beispielsweise eine Stachelwalze umfassen, oder eine Walze mit aufgeschweißten, scharfkantigen Zähnen, oder messerartige, ringförmig angeordnete Stäbe. Dieses Brecherwerk befindet sich in einem Gehäuse. Das Gehäuse weist einen Einführschacht auf, durch den das sperrige Gut eingeführt wird, ferner einen Auswurfschacht zum Auswerfen des zerkleinerten Gutes. Dabei können Einführschacht und Auswurfschacht Bestandteile des Gehäuses sein, in dem sie mit diesem mehr oder minder einteilig ausgeführt sind.
- Der Einführschacht ist im allgemeinen trichterförmig gestaltet. Zumindest ist er – in einer Seitenansicht gesehen – häufig derart ausgebildet, daß wenigstens eine seiner Wände geneigt ist, so daß der zur Verfügung stehende Raum sich in Förderrichtung des sperrigen Gutes verjüngt. Diese Verjüngung kann bis zum Brecherwerk hinabreichen. Das Fördern geschieht dabei durch freien Fall. Gleichwohl wäre es denkbar, daß noch irgendwelche Förderhilfen verwendet werden.
- Der Einführschacht ist ein problematisches Bauteil des gesamten Brechers. Es kommt hierbei nämlich immer wieder zu Stauungen und Verstopfungen, meist infolge Brückenbildung des eingeführten Gutes. Dies hat zur Folge, daß der Einführschacht von Zeit zu Zeit freigeräumt werden muß. Da dies von Hand geschieht, ist dies zeitaufwendig, und damit auch teuer.
- Ein solcher Brecher ist beispielsweise aus
DE 75 03 903 U1 bekannt geworden. Dabei sind zwei einander gegenüberliegende Wände des Einführschachtes aus umlaufenden Förderbändern gebildet, die mit Mitnehmern bestückt sind. Die Mitnehmer üben auf das zu bearbeitende Gut eine Kraft aus, die gegen das Brecherwerk gerichtet ist, und pressen somit das Gut gegen das Brecherwerk an. - Dabei kann es jedoch wiederum zu Verklemmungen und Stauungen des Gutes kommen, insbesondere dann, wenn es sich hierbei um sperriges Gut unregelmäßiger Gestalt handelt.
-
DE 34 00 232 A1 beschreibt einen Brecher, bei welchem parallel zu einer der Schachtwände ein Förderschieber vorgesehen ist, mit welchem sich Gut wiederum in Richtung des Brecherwerkes vorschieben läßt. Das Problem des Staus von Gut sowie der Brückenbildung wird damit nicht vermieden. - Gleiches gilt für die Vorrichtung gemäß
DE 92 00 609 U1 . Hierbei sind Hebel durch eine Öffnung in einer der Schachtwände ein- und ausschwenkbar. -
DE 43 16 314 C2 zeigt und beschreibt einen Brecher zum Zerkleinern von sperrigem Gut, insbesondere von Altholz, mit einem Brecherwerk, umfassend eine Walze mit Zähnen, ferner mit einem Gehäuse zur Aufnahme des Brecherwerkes und mit einem Einführschacht zum Aufnehmen des Gutes. Eine Wand des Einführschachtes weist Elemente auf, die die innere Begrenzungsfläche der Wand bilden und die quer zur Wand hin- und hergehende Bewegungen ausführen können. -
DE 32 08 402 A1 beschreibt ebenfalls einen Brecher mit einem Einführschacht und einem Brecherwerk. Auch hierbei sind bewegbare Elemente im Einführschacht vorgesehen. -
DE 100 40 602 A1 beschreibt einen Brecher, bei welchem der Antrieb des Brecherwerkes gesteuert wird. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Brecher zum Zerkleinern von sperrigem Gut derart zu gestalten, daß das Einführen einwandfrei und reibungslos vonstatten geht, insbesondere, daß es keine oder weniger Verstopfungen als seither gibt.
- Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
- Demgemäß wird der Einführschacht wie folgt ausgeführt:
- (1) Wenigstens eine der Wände des Schachtes weist Elemente auf, welche innere Begrenzungsflächen bilden und somit während des Betriebes von Gut berührt sind;
- (2) Die Elemente sind derart gestaltet und angeordnet, daß sie gemeinsam eine Bewegung in Förderrichtung des Gutes; alternativ können auch Bewegungen quer hierzu ausgeführt werden, und zwar in vorwiegend horizontaler Richtung.
- Dabei kann es vorteilhaft sein, zwei einander gegenüberliegende Schachtwände in der dargestellten Weise zu gestalten. Es können aber auch sämtliche Schachtwände wie beschrieben gestaltet werden. Im allgemeinen handelt es sich bei dem Schacht
um einen Hohlkörper von der Gestalt eines vierseitigen Kegelstumpfes, der sich nach unten hin verjüngt. - Ferner ist es zweckmäßig, die betreffende Wand wenigstens auf dem wesentlichen Teil ihrer Längserstreckung aus Elementen der genannten Art aufzubauen, so daß die Wand gewissermaßen segmentiert ist. Die Elemente können durch einen gemeinsamen Antrieb auf und ab bewegt werden, so daß sie sich auf das Brecherwerk zu bewegen beziehungsweise von diesem hinweg bewegen. Sie haben außerdem einzeln oder gruppenweise einen Antrieb, mit welchem sie eine kontrollierte Querbewegung ausführen können. Die Querbewegung kann demgemäß entweder von einem einzelnen Element oder von einer Gruppe von Elementen ausgeführt werden.
- Damit ergeben sich die folgenden Möglichkeiten:
Befindet sich sperriges Gut im Einführschacht, und kommt es an irgendeiner Stelle zu einer Brückenbildung, so kann selektiv ein einziges Element in einen Hohlraum eingefahren werden, bis er am Sperrgut Widerstand findet. Nunmehr können sämtliche Elemente eine Bewegung parallel zur betreffenden Schachtwand ausführen, das heißt entweder in Richtung auf das Brecherwerk, oder von diesem hinweg. Eine Bewegung in Richtung auf das Brecherwerk hat ein Anpressen des Gutes zur Folge. Eine Bewegung im Sinne einer Entfernung vom Brecherwerk hat zur Folge, daß das Gut vom Brecherwerk abgehoben wird. Damit läßt sich beispielsweise eine Brückenbildung oder ein Stau aufheben. - Die beiden Bewegungen verlaufen somit mehr oder minder senkrecht zueinander – je nach dem Grad der Verjüngung des Einführschachtes. Dabei kann insbesondere die Querbewegung unter Zuhilfenahme von Sensoren gesteuert werden. Der einzelne Sensor kann dabei den Abstand zwischen der inneren Begrenzungsfläche des betreffenden Elementes zum Sperrgut erfassen und je nach Ergebnis einen Antrieb des betreffenden Elementes steuern.
- Die Erfindung unterscheidet sich von allen bisher bekannten Vorrichtungen gleicher oder ähnlicher Bauart dadurch, daß wenigstens eine Wand des Einführschachtes in
mehrere Elemente segmentiert ist, die gemeinsam wenigstens einen wesentlichen Teil der inneren Begrenzungsfläche dieser Wand miteinander bilden und die somit unmittelbar nebeneinander angeordnet sind, und daß außerdem diese Elemente zwei Bewegungen ausführen können, die in zwei im wesentlichen aufeinander senkrecht stehenden Richtungen verlaufen. - Die Erfindung ist anhand der Zeichnung näher erläutert. Darin ist im einzelnen folgendes dargestellt:
-
1 zeigt in einer Seitenansicht einen Brecher mit einem Einführschacht, dessen eine Wand Elemente aufweist, die parallel zur Wand verschiebbar sind. -
2 zeigt einen Brecher mit allen Merkmalen von1 sowie mit zusätzlichen Elementen, die in horizontaler Richtung verschiebbar sind. -
3 zeigt einen Brecher mit einer Wand, die ein parallel zu dieser Wand verschiebbares Element aufweist, ferner verschwenkbare Mitnehmernocken. -
4 zeigt einen Brecher ähnlich jenem gemäß3 , jedoch mit feststehenden Mitnehmernocken. - Der in
1 gezeigte Brecher dient zum Zerkleinern von sperrigem Gut. Hierbei kommen beispielsweise gebrauchte Paletten in Betracht, aber auch andere Gegenstände wie Altmöbel oder dergleichen. - Der Brecher umfaßt als wesentliches Element ein Brecherwerk in Gestalt einer Walze
1 mit aufgeschweißten Zähnen. Die Walze1 ist im vorliegenden Falle im Uhrzeigersinn antreibbar. Ein Wechsel des Umlaufsinnes ist möglich. - Der Brecher weist einen Einführschacht
2 auf. Dieser hat vier Wände, von denen die Wände3 ,4 und5 erkennbar sind. - Die Wand
5 weist verschiedene Besonderheiten auf. So ist sie mittels einer Hubvorrichtung6 um einen Drehpunkt7 verschwenkbar- siehe den Doppelpfeil. - Weiterhin weist die Wand
5 drei Elemente8.1 ,8.2 ,8.3 auf. Diese Elemente sind plattenförmig. Sie ruhen auf der Wand5 und sind in Richtung der dargestellten Doppelpfeile auf und ab verschiebbar, somit parallel zur Wand5 . - Jedes Element
8.1 ,8.2 ,8.3 hat einen eigenen Antrieb. Die Elemente lassen sich somit unabhängig voneinander auf und ab bewegen und gleiten hierbei aufeinander beziehungsweise auf der Wand5 . Es ist aber auch denkbar, die Elemente8.1 ,82 und8.3 gruppenweise anzutreiben. Die Anzahl der Elemente kann variieren zwischen einem einzigen und mehreren Elementen. - Der in
2 dargestellte Brecher weist zusätzlich zu den genannten Elementen8.1 ,8.2 ,8.3 weitere Elemente9.1 bis9.6 auf. Die Elemente9.1 bis9.6 können gleich den Elementen8.1 bis8.3 verschoben werden, jedoch in horizontaler Richtung und jeweils unabhängig voneinander. Auch diese Elemente können gruppenweise angetrieben werden. - Es ist möglich, einen Brecher der genannten Art allein mit horizontal verschiebbaren Elementen
9.1 bis9.6 auszustatten, somit ohne die Elemente8.1 bis8.3 . - Bei der Ausführungsform gemäß
3 ist ein einziges Element8 vorgesehen, das parallel zur Wand5 verschiebbar ist. Jedoch ist dieses Element8 mit Nocken10 ,11 ausgestattet. Diese sind frei verdrehbar – siehe den bei Nocken10 dargestellten Doppelpfeil. Beim Abwärtsbewegen von Element8 nehmen die Nocken10 ,11 die richtigen Positionen ein, derart, dass sie das im Einführschacht2 enthaltene Gut nach unten mitnehmen. - Der in
4 gezeigte Brecher ist ähnlich jenem gemäß3 aufgebaut. Die hier gezeigten Nocken12 ,13 ,14 ,15 sind feste Bestandteile des Elementes8 , das wiederum auf und abbewegt werden kann, parallel zur Wand5 . - Es versteht sich, dass alle vier Wände des Einführschachtes
2 so aufgebaut sein können, wie die Wand5 in einer der1 bis4 , oder wie die Wand3 in2 .
Claims (4)
- Brecher zum Zerkleinern von sperrigem Gut, insbesondere von Altholz wie Paletten, 1.1 mit einem Brecherwerk, zum Beispiel einer Walze (
1 ) mit aufgeschweißten Zähnen; 1.2 mit einem Gehäuse zur Aufnahme des Brecherwerkes; 1.3 mit einem Einführschacht (2 ), der das sperrige Gut aufnimmt und einführt, und der Wände aufweist; 1.4 wenigstens eine der Wände des Einführschachtes weist Elemente (8.1 –8.3 ;9.1 –9.6 ) auf, welche innere Begrenzungsflächen bilden; 1.5 die Elemente sind derart gestaltet und angeordnet, dass sie einzeln oder in Gruppen parallel zu einer der Wände des Einführschachtes (2 ) oder quer zu einer solchen Wand hin und hergehende Bewegungen ausführen können, 1.6 eine (5 ) der Schachtwände ist an ihrem unteren Ende mittels eines Gelenkes (7 ) schwenkbar gelagert und mittels einer Schwenkeinrichtung (6 ) um das Gelenk (7 ) verschwenkbar. - Brecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl wandparallele Elemente (
8.1 ,8.2 ,8.3 ) als auch horizontal bewegbare Elemente (9.1 –9.6 ) vorgesehen sind. - Brecher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Element oder Gruppen von Elementen ein eigener Antrieb zugeordnet ist.
- Brecher nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass den Elementen Sensoren zugeordnet sind, um den Abstand zwischen der inneren Begrenzungsfläche des Elementes und dem sperrigen Gut zu erfassen, und dass eine Prozesseinheit vorgesehen ist, die ein vom Sensor erzeugtes Signal aufnimmt und hiermit einen Antrieb steuert.
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