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Die Erfindung bezieht sich auf eine
Anordnung mit einer Entfeuchtungsvorrichtung zum Entfeuchten eines
Wischteils eines Feuchtwischers mit einer Antriebsvorrichtung, durch
die das Wischteil und die Entfeuchtungsvorrichtung relativ zueinander bewegbar
sind.
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Mit dem Begriff Feuchtwischer werden
all die Reinigungsgeräte
bezeichnet, die ein saugfähiges Wischteil
aufweisen, das mit einer Reinigungsflüssigkeit getränkt und
im feuchten Zustand über
die zu reinigenden Flächen
bzw. Gegenstände
geführt
werden kann. Als Reinigungsflüssigkeit
wird im allgemeinen Wasser, gegebenenfalls mit Zusätzen, verwendet. Dies
schließt
jedoch nicht den Einsatz anderer Flüssigkeiten aus. Bekannte Ausführungsformen
für Feuchtwischer
sind beispielsweise Wischmopps und Wischpads, die über ein
fransiges oder flächiges Wischteil
verfügen,
das am Ende eines Stiels befestigt ist. Üblicherweise werden solche
Feuchtwischer zusammen mit einem Behälter zur Aufnahme der Reinigungsflüssigkeit
verwendet. Dabei hat der Reinigungsbehälter meistens eine manuelle
Entfeuchtungseinrichtung, mit der das Wischteil ausgepresst oder
ausgewrungen werden kann. Zum Reinigen wird der Feuchtwischer in
aller Regel mit seinem Wischteil zum Anfeuchten in die Reinigungsflüssigkeit
getaucht, teilweise entfeuchtet, um eine bestimmte, zum Reinigen
optimale Feuchte zu erzielen, und über den zu reinigenden Gegenstand
geführt. Anschließend wird
das Wischteil üblicherweise
in die Reinigungsflüssigkeit
eingetaucht, um den aufgenommenen Schmutz auszuspülen, wobei
das Wischteil wieder angefeuchtet wird. Diese Tätigkeiten werden beim Reinigen
sehr oft wiederholt. Aus der älteren
Patentanmeldung
DE 100 65 369.3 ist
bereits eine Vorrichtung zum Entfeuchten eines Feuchtwischers bekannt,
bei der eine Antriebseinrichtung das Wischteil und wenigstens eine
Befeuchtungseinrichtung zum Befeuchten des Wischteils mit einer
Flüssigkeit
relativ zueinander bewegt werden.
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Es ist die Aufgabe der Erfindung,
die bekannte Anordnung zu verbessern.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer
Anordnung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass der Antriebsvorrichtung
ein Element mit einer rauen Oberflächenform vorgelagert ist, das
in Bewegungsrichtung des Wischteils relativ zu dem Wischteil bewegbar
ist, wobei durch das Element eine Reibbewegung auf das Wischteil
ausübbar
ist.
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Das erfindungsgemäß zusätzlich eingesetzte Element
trägt aufgrund
seiner Oberflächenform dazu
bei, mechanisch die Oberfläche
des Wischteils zu bearbeiten, so dass Schmutzpartikel aus dieser herausgelöst werden.
Unter Schmutzpartikeln sind auch Haare, Flusen und dgl. zu verstehen.
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Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
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Besonders von Vorteil ist das Element,
wenn es eine strukturierte, insbesondere noppen-, waben- oder rillenförmige oder
bürstenartige
Oberflächenform
aufweist.
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In einer einfachen Ausführungsform
ist das Element ein Brett, das sich in einer im wesentlichen zu
dem Wischteil koplanaren Ebene relativ zum Wischbezug bewegt. Als
einfache Bewegungsform ist eine oszillierende Bewegung des Elements
geeignet.
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Alternativ zum Einsatz eines brettförmigen Elements
lässt sich
auch mindestens eine Walze vorsehen, die um eine über ihrer
Länge wenigstens
im wesentlichen den gleichen Abstand von einer von dem Wischteil
aufgespannten Ebene einhaltende Drehachse gedreht wird. Auch die
Walze hat in diesem Fall eine entsprechend strukturierte Oberflächenform,
mit der sie Schmutzpartikel aus dem Wischteil mitreißt.
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Besonders vorteilhaft ist der Einsatz
von mindestens zwei Walzen, die sich gegensinnig zueinander drehen.
Dadurch wird vermieden, dass Schmutzpartikel durch eine der beiden
Walzen, statt, dass sie herausgelöst werden, wieder in das Wischteil
einmassiert werden. Die Reinigungswirkung wird dadurch deutlich
erhöht.
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In einer ebenfalls geeigneten Ausführungsform
sind die Walzen, bezogen auf die Bewegungsrichtung des Wischteils,
zu beiden Seiten der Entfeuchtungseinrichtung angeordnet. Dies bedeutet, dass
zunächst
durch eine erste Walze das Wischteil aufgeraut wird, während dieses
noch durch die vor dem Reinigungsvorgang aufgenommene Reinigungsflüssigkeit
vollständig
angefeuchtet ist. Hingegen bearbeitet die zweite Walze das Wischteil,
nachdem dieses durch die Entfeuchtungseinrichtung entfeuchtet worden ist,
so dass auch solche Schmutzpartikel durch die zweite Walze herausgelöst werden, die
noch in dem Wischteil verblieben sind, nachdem der größte Anteil
von Flüssigkeit
aus dem Wischteil herausgeflossen ist.
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Von besonderem Vorteil ist es, wenn
auf das Element zunächst
Reinigungsflüssigkeit
aufgebracht wird, die dieses anschließend durch seine Wechselwirkung
mit dem Wischteil auf dieses abgibt. Durch die mechanische Wechselwirkung
aufgrund der Oberflächenstruktur
des Elements findet eine starke Bearbeitung der Oberfläche des
Wischteils statt, so dass erhebliche Mengen an Schmutzpartikeln
durch das Zusammenwirken der Reinigungsflüssigkeit, die zwischen den
Rippen, Rillen oder Noppen oder der sonstigen Oberflächenstruktur
des Elements gehalten wird, und dem Wischteil stattfindet.
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Zu diesem Zweck lässt sich mit Vorteil ein Behältnis einsetzen,
in das das Element wenigstens teilweise eintaucht, um aus dem Behältnis Reinigungsflüssigkeit
aufzunehmen, die es anschließend, beispielsweise
aufgrund einer Drehbewegung im Fall der Walze, oder etwa durch Aufsaugen
im Fall eines brettförmigen
Elements, auf die Oberfläche
des Wischteils aufträgt,
um sie dort mechanisch einzumassieren, so dass anschließend schmutzbefrachtete
Flüssigkeit
aus dem Wischteil heraustritt.
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Anstelle des Eintauchens des Elements
in Reinigungsflüssigkeit
lässt sich
diese in einer anderen Ausführungsform
mittels einer Düse
oder mittels mehrerer Düsen
auf die Oberfläche
des Wischteils aufbringen, bevor das Element mit diesem wechselwirkt.
Dabei nimmt das Wischteil genügend
Reinigungsflüssigkeit
auf, die anschließend
durch die mechanische Bearbeitung des Mittels des Elements wenigstens
zum großen
Teil wieder aus diesem herausgepresst wird. Noch verbleibende Feuchtigkeit
wird anschließend
durch die Entfeuchtungseinrichtung aus dem Wischteil herausgetragen.
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In einer geeigneten Ausführungsform
ist unterhalb des Wischteils eine Vorrichtung zur Aufnahme von von
dem Element aus dem Wischteil herausgetragener schmutzhaltiger Flüssigkeit
angeordnet.
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Vorzugsweise tropft die schmutzbefrachtete Flüssigkeit
durch ein Abtropfsieb und gibt oberhalb des Abtropfsiebs oder einer
Filteranordnung- oder einer Sedimentierungsvorrichtung, wie sie
beispielsweise aus der
DE 100
65 369.3 bekannt ist. bereits die gröberen mechanischen Partikel
ab, so dass vorgereinigte Flüssigkeit
dann in das Becken eintritt, nachdem sie die größten Verunreinigungen abgegeben
hat. Auch in dem Becken lässt
sich eine Pumpe zum Ausbringen von Flüssigkeit auf das Wischteil oder
in das Behältnis
oder unmittelbar auf das Element vorsehen.
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In einer anderen Ausgestaltung der
Erfindung ist in dem Becken eine Trennwand vorhanden, durch die
ein erster Teilbereich zur Bevorratung der Reinigungsflüssigkeit
für das
Behältnis
und ein zweiter, die schmutzhaltige Flüssigkeit aufnehmender Teilbereich
voneinander abtrennbar sind. Auch in diesem Fall wird die Reinigungsflüssigkeit
etwa durch eine Pumpe aus dem Becken in das Behältnis befördert, so dass sie in diesem
von dem Reinigungselement auf das Wischteil übertragen wird.
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Mit Vorteil hat das Becken auf seiner
Oberfläche
eine das Abtropfsieb umgebende und an dieses angrenzende Abdeckung,
durch die die schmutzhaltige Flüssigkeit
in das Becken abfließt.
Zusätzlich
ist in dem Behälter
auch eine Öffnung
zum Befüllen
mit der Reinigungsflüssigkeit
vorgesehen.
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Um ein leichtes Einbringen des Wischteils, das
aus einem Halter und einem Wischbezug besteht, in die Antriebsanordnung
zu ermöglichen,
sind, wenn diese als Anpiessanordnung ausgebildet ist, zwei Walzen
vorgesehen, von denen mindestens eine federnd gegenüber der
Oberfläche
des Wischteils gelagert ist.
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In einer Weiterentwicklung der Erfindung
ist ein Sensor vorgesehen, durch den die Antriebsanordnung und/oder
das Element aktivierbar sind, wenn das Wischteil eine vorgegebene
Ortsposition erreicht.
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In einer anderen Ausführungsform
ist zusätzlich
vorgesehen, dass die Pumpe über
den Sensor, insbesondere unter Einsatz eines Zeitgliedes, ein- und
ausschaltbar ist.
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Insgesamt lässt sich der erfindungsgemäß vorgesehene
Arbeitsprozess unter Benutzung eines Wischbezugs in folgende Teilschritte
zergliedern: Zunächst
wird der Wischbezug befeuchtet, so dass wasserlöslicher Schmutz teilweise oder
ganz aus dem Wischbezug geschwemmt wird. Dieser Schritt ist fakultativ
und kann auch weggelassen werden.
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Anschließend wird eine mechanische
Behandlung der Oberfläche
des Wischbezugs vollzogen, um teilweise oder ganz anhaftende Verschmutzungen
zu lösen.
Schließlich
werden diese zusammen mit dem Schmutzwasser, das in dem Wischbezug
enthalten ist, von dem Wischbezug abgeleitet, in dem das Element
das Schmutzwasser aus dem Wischbezug herausdrückt.
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Vorzugsweise wird das Schmutzwasser
anschließend
durch ein Filter geleitet. Der Wischbezug wird nach dem Herausfließen des
Schmutzwassers noch einmal entfeuchtet, so dass er eine voreingestellte
Restfeuchte erhält.
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In einem weiteren Verfahrensschritt
kann vorgesehen sein, dass die Fasern des Wischbezugs mittels einer
Aufrichtwalze wiederaufgerichtet werden.
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Das Element nimmt die Reinigungslösung, d. h.
das Wischwasser, beispielsweise aus einer Wanne auf, die einen Überlauf
hat. In die Wanne wird die Reinigungsflüssigkeit über eine Pumpe gepumpt. Die Menge
an Reinigungsflüssigkeit
wird dabei so bemessen, dass sich eine Mindestmenge an Reinigungsflüssigkeit
in der Wanne, d. h. dem Becken, sammeln kann.
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Das mechanische Element in Form eines Bretts
oder einer Walze hat die Funktion eines Waschbretts. Über die
raue Oberfläche
des Elements tritt eine gute Wechselwirkung zwischen dem Element
und dem zu reinigenden Wischbezug ein. Dies gilt besonders, wenn
das Element eine Rillenstruktur hat, die der Funktion eines Waschbretts
vergleichbar ist. Die Reinigungswalze rotiert mit einer Relativgeschwindigkeit
zum Wischmopp, beispielsweise dreht sie sich gegenläufig zu
der Bewegung des Wischmopps. Der Wischmopp wird mit seinem Wischbezug von
der Auspresseinheit durch das komplette Gerät transportiert. Dabei transportiert
die rotierende Reinigungswalze einerseits Reinigungslösung an
den Wischbezug, den sie beispielsweise aus dem Becken auf diesen
aufträgt,
und andererseits löst
die mechanische Bewegung der Reinigungswalze den Schmutz aus dem
Wischbezug. Anschließend
wird dieser zusammen mit der Reinigungslösung entweder in die Wanne,
bevorzugt aber in einen Behälter transportiert,
in dem entweder ein großer
Flüssigkeitsvorrat
enthalten ist, auf den sich von einem Sieb nicht zurückgehaltener,
in der Reinigungsflüssigkeit gelöster Schmutz
auf eine große
Flüssigkeitsmenge verteilen
kann, sofern dieser als Reinigungsflüssigkeit dient, die über die
Pumpe entweder direkt auf den Wischbezug oder indirekt in die Wanne
oder auf das Element befördert
wird. Anstelle eines einzigen Filters kann auch ein Filtersystem
vorgesehen werden, das dem als Schmutzwasserbehälter dienenden Behälter vorgeordnet
ist. Nachdem der Wischmopp in der Auspresseinheit auf eine vorgestellte
Restfeuchte entfeuchtet worden ist, wird er aus dem Gerät heraustransportiert
oder aus diesem entnommen. Der so gereinigte Wischmopp kann erneut
zur Reinigung von Flächen,
insbesondere nichttextilen Bodenbelägen, eingesetzt werden.
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Eine in Transportrichtung des Wischmopps nach
der Auspresseinheit angeordnete Aufrichtwalze richtet die gegebenenfalls
von der Auspresseinheit zusammengedrückten Fasern wieder auf, um
so die Schmutzaufnahmefähigkeit
des Wischmopps für
einen nachfolgenden Reinigungsvorgang zu verbessern.
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Eine hier nicht näher dargestellte elektronische
Steuerung schaltet den oder die elektrischen Antriebe für die Pumpe,
das Reinigungselement, insbesondere die Reinigungswalze, und die
Anpresseinheit ein bzw. aus.
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Die Anordnung lässt sich vorzugsweise auch mittels
eines Akkus betreiben, so dass sie unabhängig von der Netzspannung zu
benutzen ist.
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Dem Element kann auch eine Befeuchtungsvorrichtung
nachgeordnet sein, beispielsweise durch eine Reinigungsflüssigkeit
an den Wischbezug sprühende
Düsenanordnung,
um dadurch den Reinigungsvorgang zusätzlich zu unterstützen. Prinzipiell ist
es denkbar, mehr als eine einzige Reinigungswalze anzuordnen, insbesondere
in dem Becken oder der Wanne, um den Schmutz aus dem Wischbezug optimal
zu lösen.
Zusätzlich
kann die Reinigungswalze oder die Reinigungswalzen oszillierend
betrieben werden. In diesem Fall schwingen sie in einer zur Fläche des
Wischbezugs senkrechten Ebene und schwingen gegen den Wischbezug.
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Die Walze kann auch als Bürste ausgeführt sein.
In diesem Fall ist allerdings zu beachten, dass aus der Bürste wenigstens
in gewissen Zeitabständen
Flusen, Haare und dergleichen stark haftender Schmutz sich ansammelt,
der wieder entfernt werden muss. Unter einer Bürste im Sinne der Erfindung
wird auch ein umlaufend oder oszillierend angetriebenes Band verstanden.
Das Band wird in einem solchen Fall etwa über zwei Walzen oder über eine
Mehrzahl von Walzen geführt,
so dass eine gute Anpressung zwischen dem Band und dem Wischbezug
vorhanden ist. Das Band kann auch oszillierend ausgeführt sein,
wozu es genügt,
wenn eine der Walzen, über die
das Band läuft,
sich oszillierend bewegt.
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Grundsätzlich kann die oszillierende
Bewegung des Elements auch kreisförmig ausgeführt sein. Dies erhöht die Reinigungswirkung
des Elements.
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Als Material für die Reinigungswalze oder das
Reinigungsband können
Materialien verschiedenster Art verwendet werden, beispielsweise
Metall, Kunststoffe oder Elastomere. Als Kunststoff dient beispielsweise
Polyamid.
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Die Wanne oder das Becken enthält bevorzugt
einen Bereich zur Sedimentierung von Schmutzteilchen. Die Wanne
kann zur Reinigung aus der Anordnung entnommen werden. Anstelle
eines Pumpenlaufrads sind grundsätzlich
auch andere Fördereinrichtungen
zur Förderung
der Reinigungsflüssigkeit
zur Düse
bzw. zu dem Becken denkbar. Hierzu zählen Zahnradpumpen, Schlauchpumpen,
Membranpumpen, Förderpumpen
usw.. Auch druckloses Fördern
von Flüssigkeiten
ist möglich,
sofern keine Düse
zum Einsatz kommt, sondern die Reinigung ausschließlich mit
einer Reinigungswalze erfolgt. In diesem Fall wird die Reinigungsflüssigkeit
mit Hilfe von auf einem Band angeordneten Schöpfkellen oder mittels eines
Schneckenförderers
auf den Wischbezug aufgebracht oder die Walze ist selbst als Schöpfwalze
ausgebildet.
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Das Sieb lässt sich vorzugsweise zur Reinigung
entnehmen. Darüber
hinaus kann eine Vorrichtung angebracht sein, die anzeigt, dass
das gegebenenfalls mehrstufig ausgebildete Sieb gereinigt werden
muss. Vorzugsweise umfasst das Sieb ein mehrstufiges Filtersystem.
Ein notwendiger Reinigungsvorgang kann farblich durch einen gut
erkennbaren Auftriebskörper
sichtbar gemacht werden, der oberhalb der Filter- oder Siebfläche angeordnet
ist. Der Auftriebskörper
wird in Folge des Zusetzens des Filters und des damit verbundenen
Ansteigens des Wasserspiegels angehoben. Dabei taucht entsprechend
dem Wasserspiegel im Filter der Auftriebskörper an einer von außen gut
sichtbaren Linse oder einem durchsichtigen Element auf und zeigt
so dem Benutzer an, dass das Sieb bzw. das Filter gereinigt werden
muss.
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Zur Aufnahme des Schmutzwassers ist
ein Becken vorhanden. Es ist jedoch auch denkbar, dass zwei Becken
vorhanden sind, wobei das eine zur Aufnahme von frischer Reinigungsflüssigkeit
verwendet wird, während
das andere die verschmutzte Reinigungslösung aufnimmt. Beide Behälter können dann gegebenenfalls
separat zum Befüllen
oder Entleeren entnommen werden.
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In einem anderen Ausführungsbeispiel
ist die Auswaschvorrichtung senkrecht angeordnet. Dabei befindet
sich in dem Schmutzwasserbecken eine Reinigungsstruktur mit einer
rauen Oberflächenform. Darüber angeordnet
befindet sich eine motorisch angetriebene Auspressvorrichtung. Diese
weist zwei Walzen auf, von denen wenigstens eine motorisch angetrieben
ist, während
wenigstens die andere oder alternativ beide Walzen federnd so gelagert
sind, dass sie beim Einführen
des Wischmopps nach unten weg schwenken und dabei auf eine voreingestellte
Position zurückkehren.
Entsprechend schwenken sie ebenfalls weg, wenn der Wischmopp wieder
entnommen wird, nachdem der Reinigungsvorgang beendet ist.
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Der gegebenenfalls zweiseitige Wischmopp wird
manuell zwischen die Reinigungsstruktur, die vorzugsweise eine Waschbrettform
und -struktur aufweist, geschoben. Dabei wird die federnd gelagerte, schwenkbare
Walze, die auch als Auspresswalze bezeichnet wird, vom Wischmopp
weggedrückt,
so dass von der Auspressvorrichtung höchstens eine geringe Reibkraft
auf den Wischmopp ausgeübt
wird.
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Nach Erreichen einer vorgegebenen
Position wird der Wischmopp aus der Reinigungsstruktur mittels der
Auspressvorrichtung transportiert. Dabei wird ein Motor über ein
Sensorsignal eingeschaltet, welcher die andere Walze oder alternativ
beide Walzen antreibt, um auf diese Weise das Herausnehmen des Wischmopps
aus der Auswaschvorrichtung zu erleichtern, sowie den Wischmopp
auf eine voreingestellte Restfeuchte zu entfeuchten. Der Motor wird vorzugsweise über ein
Sensorsignal eingeschaltet, so dass der Motor anschließend die
Walze oder beide Walzen antreibt.
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Das Sensorsignal steuert auch das
Ein- bzw. Ausschalten, beispielsweise über ein elektrisches Zeitglied,
einer Pumpe, welche für
eine bestimmte Zeit Wasser aus dem Becken, in dem dieser Reinigungsvorgang
stattfindet, in ein zweites Becken, das das Schmutzwasser aufnimmt, über eine
Düse pumpt.
Dies bewirkt einerseits ein Überlaufen der Reinigungsflüssigkeit
aus dem Reinigungsbehälter
in den Schmutzwasserbehälter
sowie eine gerichtete Strömung
von der Düse
hin, die in dem Bereich des Reinigungsbeckens angeordnet ist, zu
dem Überlauf, über den
das Wasser aus dem Reinigungsbecken in das Schmutzwasserbecken befördert wird.
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Nachstehend wird die Erfindung in
Ausführungsbeispielen
anhand der Zeichnungen näher
erläutert.
Es zeigen:
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1 eine
erste Auswaschvorrichtung für
einen Wischmopp, der im wesentlichen waagrecht durch die Auswaschvorrichtung
hindurchbefördert wird,
im Längsschnitt,
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2 eine
Teilansicht einer zweiten Auswaschvorrichtung im Längsschnitt,
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3 eine
Teilansicht einer dritten Auswaschvorrichtung im Längsschnitt
und
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4 eine
vierte Auswaschvorrichtung für einen
Wischmopp, in der der Wischmopp im wesentlichen senkrecht in die
Auswaschvorrichtung einbringbar und entnehmbar ist, im Längsschnitt.
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Eine Anordnung 1 (1) bildet eine Auswaschvorrichtung
für einen
Wischmopp 2. Der Wischmopp 2 umfasst einen Stiel 3,
an den über
ein Gelenk 4 ein Wischteil 5 angelenkt ist. Das
Wischteil 5 besteht seinerseits aus einem Halter 6 und
einem unter diesem angebrachten Wischtuch 7.
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Die Anordnung 1 umfasst
ein Becken 8, eine Reinigungseinheit 9 und eine
Entfeuchtungsvorrichtung oder Auspresseinheit 10. Die Auspresseinheit 10 umfasst
zwei Anpresswalzen 11, 12, zwischen denen der
Wischmopp 2 hindurchbefördert
wird, um das Wischtuch 7 auszupressen. In der nachfolgend beschriebenen
Erfindung bildet die Auspresseinheit 10 gleichzeitig die
Antriebseinrichtung. Beide können jedoch
auch durch getrennte Bauelemente realisiert werden. Der Drehsinn
der Anpresswalzen 11, 12 ist dabei so gewählt, dass
der Wischmopp 2 in Richtung eines Pfeils A befördert wird.
Wenigstens eine der Anpresswalzen 11, 12 wird
motorisch angetrieben. Die Anpresswalze 11 ist in Richtung
ihrer Drehachse zweigeteilt, so dass in einem zwischen den beiden Teilwalzen
der Anpresswalze 11 der Stiel 3 des Wischmopps 2 hindurchführbar ist.
Die Reinigungseinheit 9 umfasst einen Behälter 13 mit
einer Reinigungsflüssigkeit,
in der sich eine Walze 14 dreht, die auf ihrer Mantelfläche eine Rippenstruktur
mit Rippen 15 aufweist. Mittels der Rippen 15 schöpft die
Walze 14 aus dem Behälter 13 Reinigungsflüssigkeit
und trägt
diese auf die Unterseite des Wischtuchs 7. Dabei wird die
Reinigungsflüssigkeit
fest in das Wischtuch 7 hineingedrückt und teilweise verrieben,
in Abhängigkeit
von der Differenz der Drehgeschwindigkeit der Walze 14 im
Verhältnis
zur Drehgeschwindigkeit der Anpresswalzen 11, 12.
Die Walze 14 dreht sich im selben Drehsinn wie die Anpresswalze 12.
Alternativ dreht sie sich in der entgegengesetzten Richtung. Bevorzugt
hat die Walze 14 eine Relativbewegung gegenüber den
Anpresswalzen 11, 12. Aufgrund der Reibbewegung,
die von der Walze 14 auf das Wischtuch 7 ausgeübt wird,
nimmt die Reinigungsflüssigkeit
Schmutzpartikel auf, die entweder in den Behälter 13 hinter der
Walze 14 zurücktropfen oder
unmittelbar durch ein Sieb 16 in einen von dem Becken 8 umfassten
Schmutzwasserbehälter 17 tropfen.
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Der Behälter 13 ist mit einem Überlauf 18 ausgestattet,
aus dem das Schmutzwasser ebenfalls auf das Sieb 16 tropft.
Der Behälter 8 hat
eine Abdeckung 19, die zu dem Sieb 16 hingeneigt
ist, so dass alle von oben eintretende Feuchtigkeit durch das Sieb 16 hindurch
in den Schmutzwasserbehälter 17 läuft.
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Das Becken 8 umfasst ebenfalls
einen Reinigungswasserbehälter 20.
Der Reinigungswasserbehälter 20 ist
entweder über
eine Trennwand 21 von dem Schmutzwasserbehälter 17 hermetisch
getrennt oder die Trennwand 21 hat eine Filterfunktion
und lässt
Flüssigkeit
aus dem Schmutzwasserbehälter 17 in
den Reinigungswasserbehälter 20 hindurchtreten, wobei
Schmutzpartikel im wesentlichen in dem Schmutzwasserbehälter 17 zurückbleiben.
Somit hat das Sieb 16 eine Vorfilterfunktion, während die Trennwand 21 eine
Feinfilterfunktion ausübt.
Unabhängig
davon, ob der Reinigungswasserbehälter 20 mit dem Schmutzwasserbehälter 17 verbunden
ist oder nicht, ist der Reinigungsbehälter 20 mit einer Pumpe 22 ausgestattet,
die ausgangsseitig über
ein Anschlussrohr 23 mit dem Behälter 13 verbunden
ist und frische Reinigungsflüssigkeit
in diesen fördert.
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Dadurch steht der Walze 14 stets
frisches Reinigungsmittel, insbesondere Reinigungswasser, zur Verfügung, um
dieses auf das Wischtuch 7 aufzubringen. Die Walze 14 vollzieht
vorzugsweise ausschließlich
eine Drehbewegung, es ist jedoch auch nicht ausgeschlossen, dass
die Walze 14 zusätzlich eine
transversale, beispielsweise oszillierende oder schwingende Bewegung
parallel zur Fläche
des Wischtuchs 7 vollzieht.
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Nach der Behandlung durch die Walze 14 durchläuft das
Wischtuch 7 den Zwischenbereich zwischen den Anpresswalzen 11 und 12,
wodurch der größte Teil
der noch in dem Wischtuch 7 verbliebenen Flüssigkeit
aus diesem herausgepresst wird und über die Abdeckung 19 durch
das Sieb 16 in den Schmutzwasserbehälter 17 tropft, so
dass eine gewünschte
Restfeuchtigkeit in dem Wischtuch 7 verbleibt.
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Um das Wischtuch 7 für einen
nachfolgenden Reinigungsvorgang noch besser vorzubereiten, ist vorzugsweise
eine Aufrichtwalze 24 in Bewegungsrichtung des Reinigungstuchs 7 den
Anpresswalzen 11, 12 nachgeordnet. Die Walze 24 weist ähnlich der
Walze 14 Rippen 25 auf, die dazu dienen, die Fasern
des Reinigungstuchs 7 wieder aufzurichten. Hierzu dreht
sich die Aufrichtwalze 24 entgegengesetzt zur Förderrichtung
des Wischtuchs 7.
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In einem anderen Ausführungsbeispiel
weist eine Anordnung 30 (2)
zusätzlich
zu der Walze 14 eine ebenfalls mit Rippen 31 ausgestattete
Aufrichtwalze 32 in dem Behälter 13 auf. Auch
die Aufrichtwalze 31 dreht sich entgegengesetzt zu der
Walze 14 und dient einerseits dazu, mit ihren Rippen 32 von
dem Wischtuch 7 aufgenommene Reinigungsflüssigkeit
aus diesem herauszudrücken
und andererseits die von der Walze 14 glatt gestrichenen
Fasern des Wischtuchs 7 wieder aufzurichten
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Der Einsatz der Aufrichtwalze 31 schließt auch
in der Anordnung 30 nicht aus, dass den Anpresswalzen 11, 12 noch
eine weitere, zusätzliche Aufrichtwalze 24 nachgeordnet
ist, wie sie gemäß der Anordnung 1 vorgesehen
ist.
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In einer Anordnung 40 (3) ist in dem Behälter 13 ein
Element 41 angeordnet, das sich, während die Anpresswalzen 11 und 12 das
Wischteil 5 mit dem Wischtuch 7 in Richtung des
Pfeils A weiterfördern,
oszillierend in Richtung eines Doppelpfeils B bewegt. Das Element 41 hat
auf seiner dem Wischtuch 7 zugewandten Oberseite eine raue
Oberfläche, die
geeignet ist, um Schmutzpartikel aus dem Wischtuch 7 herauszulösen. Der
Reinigungsvorgang des Elements 41 wird unterstützt durch
die Zufuhr von Reinigungsflüssigkeit über das
Anschlussrohr 23. Es ist jedoch auch denkbar, dass das Element 41 ohne jegliche
Flüssigkeitszufuhr
Schmutzpartikel aus dem Wischtuch 7 herauslöst. Dies
ist insbesondere dann möglich,
wenn das Wischtuch 7 einen verhältnismäßig hohen Flüssigkeitsgehalt
aufweist. Mit Vorteil hat das Element 41 auf seiner Oberseite
auch eine noppen-, waben- oder rillenförmige Oberflächenstruktur, wodurch
der Reinigungsvorgang unterstützt
wird. Auch in der Anordnung 40, die im übrigen ausgestaltet ist wie
die Anordnung 1, kann vorgesehen werden, dass eine Aufrichtwalze 24 entweder
zwischen dem Element 41 und der Anpresswalze 12 angeordnet
ist oder in Bewegungsrichtung des Wischtuchs 7 der Anpresswalze 12 nachgeordnet
ist.
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Ferner kann zur Unterstützung der
Reinigung aus nicht dargestellten Düsen ein Strahl, beispielsweise
ein Sprühstrahl,
von Reinigungsflüssigkeit
auf die Unterseite des Wischtuchs 7 gesprüht werden,
so dass Reinigungsflüssigkeit
etwa in Richtungen 42, 43 auf das Wischtuch 7 aufgebracht
wird.
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In einer Anordnung 50 (4) wird ein Wischmopp 51 mit
einem über
ein Gelenk 52 an einem Stiel 53 angebrachten Halter 54 befestigtes Wischtuch 55 gereinigt
werden. Dabei ist der Halter 54 derart ausgebildet, dass
er unterhalb des Gelenks 52 klappbar ist, so dass an seinen
Außenseiten
das Wischtuch 55 aufliegt, so dass dieses zu beiden Seiten
eines aus zwei Teilen 561 und 562 bestehenden Elements 56 gereinigt
wird. Die Teile 561 und 562 liegen jeweils während des
Reinigungsvorgangs des Wischtuchs 55 an dessen äußerer Oberfläche an.
Sie haben eine dem Wischtuch 55 zugewandte Oberflächenstruktur,
die entweder rau ist oder zusätzlich eine
noppen-, waben- oder rillenförmige
Oberflächenstruktur
aufweist. Die Bewegung des zusammengeklappten Halters 54 zusammen
mit dem Wischtuch 55 erfolgt zwischen zwei sich drehenden Anpresswalzen 57, 58,
die sich derart drehen, dass in einem ersten Schritt das Wischtuch 55 auf
dem Halter 54 nach unten geführt wird und nach Beendigung des
Reinigungsvorgangs wieder nach oben geführt wird. Vorstellbar ist jedoch
auch, dass eine in Richtung eines Doppelpfeils D oszillierende Bewegung des
Wischtuchs 55 auf dem Halter 54 stattfindet, wobei
sich dann die Anpresswalzen 57, 58 unter entsprechender
Umkehrung ihres Drehsinns drehen. Mindestens eine der Anpresswalzen 57, 58,
beispielsweise die Anpresswalze 57, ist schwingend über einen
Schwenkarm 59 angeordnet, so dass sie entsprechend der
Dicke des Halters 54 zusammen mit dem Wischtuch 55 von
der Anpresswalze 58 abgeschwenkt werden kann. Zur Begrenzung
der Schwenkbewegung ist ein Anschlag 59 vorgesehen. Durch
die Bewegung der Anpresswalzen 57, 58 wird, wenn
der Halter 54 und das Wischtuch 55 aus dem das
Element 56 enthaltenden Reinigungsmittelbehälter 60 herausgezogen
werden, Feuchtigkeit aus dem Wischtuch 55 herausgedrückt und
rinnt über
einen Überlauf 61 des
Reinigungsmittelbehälters 60 in
einen Schmutzwasserbehälter 62.
Der Schmutzwasserbehälter 62 ist
vorzugsweise mit einem Filter oder einem Sieb 63 ausgestattet,
durch das das von den Anpresswalzen 57, 58 ausgepresste
Schmutzwasser hindurchläuft,
um den groben Schmutz auf der Oberseite des Siebs 63 abzugeben.
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Es ist eine elektronische Steuerung 64 vorhanden,
die den Ablauf des Reinigungsvorgangs steuert. Sie sorgt insbesondere
auch dafür,
dass eine Pumpe 65 aktiviert ist, die Flüssigkeit
aus dem Schmutzwasserbehälter 62 zurück in den
Reinigungsmittelbehälter 60 befördert. Zusätzlich oder
alternativ befördert
die Pumpe 65 Flüssigkeit
aus dem Schmutzwasserbehälter 62 zu
einer Düse 66 die oberhalb
des Reinigungsmittelbehälters 60 angeordnet
ist und die Flüssigkeit
entweder auf eine der Anpresswalzen 57, 58 oder
unmittelbar auf das Wischtuch 55 oder auf eine sonstige
Walze sprüht,
die zur Unterstützung
des Reinigungsvorgangs des Wischtuchs 55 vorgesehen ist.
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In dem Reinigungsmittelbehälter 60 ist
vorzugsweise zusätzlich
ein Sensor vorgesehen, der bei Erhalt eines optischen Signals, wenn
das Wischtuch 55 in den Reinigungsmittelbehälter 60 zwischen
die Teile 561 und 562 eingebracht wird, das Element 56 aktiviert
oder die Düse 66 oder
die Anpresswalzen 57, 58.