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Die vorliegende Erfindung betrifft
einen Trainingsplatz für
Pferde, insbesondere einen Longierplatz. Dieser Trainingsplatz hat
eine im Allgemeinen kreisförmige
Fläche,
die ein Zentrum und einen äußeren Rand
aufweist.
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Unter Longieren wird gemeinhin das
Trainieren von Pferd und/oder Reiter verstanden, indem das Pferd
mit einem Leitseil, der so genannten Longe abgerichtet. Hierfür steht
der Trainer im Zentrum eines Platzes und das Pferd bewegt sich auf
einer kreisförmigen
Bahn um ihn herum. Neben dem Longieren auf einer nicht speziell
dafür hergerichteten
Fläche, beispielsweise
auf einer Wiese, ist es bekannt, die Pferde auf einem speziell dafür vorgesehenen
Platz, einem sogenannten Longierplatz zu longieren. Ein bekannter
Longierplatz ist meist kreisförmig
und weist eine ebene Fläche
auf, auf der sich Trainer und Pferd bewegen. Von der Größe her gesehen,
ist der Longierplatz gewöhnlich
kleiner als ein Reitplatz und weist folglich einen Durchmesser von
ca. 10–20
m auf. Der Untergrund bekannter Longierplätze kann aufgebaut sein wie
ein Reitplatz. So ist in der Regel der Untergrund planiert und teilweise
verfestigt. Ferner kann der Aufbau auch aus einzelnen Schichten bestehen,
wobei sich dann in der Regel über
der Tragschicht eine Ausgleichsschicht befindet, die beispielsweise
aus Splitt oder Rundkies besteht. Über der Ausgleichsschicht befindet
sich in der Regel eine Trenn- oder Befestigungsschicht, die aus
gitterförmigen
Elementen, insbesondere aus Kunststoff bestehen kann. Als Beispiele
seien hier die sogenannten Kunststoffgitterelemente angeführt. Diese
gitterförmigen
Elemente sind in der Regel mit Sandsplitt und/oder Feinkies verfüllt. Darüber befindet
sich dann eine Tretschicht, auf der sich die Pferde bewegen.
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Nachteilig an den bekannten Longierplätzen ist,
dass die Fußgelenke
des Pferdes auf diesen Longierplätzen
stark beansprucht werden. Das Pferd weist als Fußgelenk lediglich ein Walzengelenk
auf. Folglich sollte das Pferd mit dem Fuß stets senkrecht auf den Untergrund
auftreten. Dies ist im Schritt, der langsamsten Gangart eines Pferdes
unproblematisch. Bewegt sich das Pferd jedoch schneller, beispielsweise
im Trab, Tölt,
Pass oder Galopp, so neigt sich das Pferd, um der Fliehkraft entgegenzuwirken in
die entgegengesetzte Richtung, d. h. zum Zentrum des Longierplatzes
hin. Folglich trifft der Fuß des Pferdes
in den schnelleren Gangarten nicht mehr senkrecht auf den Untergrund
auf, wodurch die Gelenke stark beansprucht werden. Diese Neigung
wird umso größer, je
schneller das Pferd läuft.
Dieser Effekt ist besonders stark beim Longieren, da sich das Pferd
in einer verhältnismäßig engen
Kreisbahn bewegt, wodurch die Fliehkräfte sehr stark sind. Folglich
treten Gelenkschäden
dann besonders leicht und häufig
auf.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ist daher, einen Trainingsplatz für Pferde, insbesondere einen
Longierplatz, zur Verfügung
zu stellen, auf dem ein Pferd gelenkschonend trainiert werden kann. Weiterhin
ist es eine Aufgabe, ein Gerät
zur Verfügung
zu stellen, mit dem der erfindungsgemäße Trainingsplatz nach dem
Trainieren eines Pferdes wieder in seinen ursprünglichen Zustand gebracht werden kann.
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Diese Aufgabe wird gelöst durch
einen Trainingsplatz nach Anspruch 1 und ein Abziehgerät nach Anspruch
9. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Der erfindungsgemäße Trainingsplatz für Pferde,
insbesondere ein Longierplatz, weist eine im Allgemeinen kreisförmige Fläche auf,
auf der das Pferd sich bewegen kann. Diese kreisförmige Fläche hat
ein Zentrum und einen äußeren Rand,
wie aus dem Stand der Technik bekannt. Erfindungsgemäß ist nun
vorgesehen, dass die kreisförmige
Fläche
zumindest einen ersten und einen zweiten Bereich aufweist, wobei
sich der zweite Bereich um den ersten Bereich herum erstreckt. Weiterhin
fällt zumindest der
zweite Bereich vom äußeren Rand
in Richtung zum ersten Bereich hin in einem Winkel von etwa 1–15° ab. Anders
ausgedrückt,
weist zumindest der zweite Bereich eine größere Steigung auf und fällt zum
ersten Bereich hin und damit in Richtung zum Zentrum der kreisförmigen Fläche ab.
Vorteilhaft ist nun, dass der Trainer im ersten Bereich steht und
das Pferd, so lange es sich langsam bewegt, beispielsweise im Schritt
so führt,
dass es sich ebenfalls im ersten Bereich bewegt. Bewegt das Pferd
sich schneller, so führt
der Trainer es in dem zweiten Bereich, der in Richtung zum ersten
Bereich hin abfällt. Durch
die leichte Neigung des zweiten Bereiches wird die Neigung des Pferdes
hin zum Zentrum des Longierplatzes, die bei den schnelleren Gangarten auftritt,
ausgeglichen, so dass das Pferd seine Beine stets senkrecht zum
Untergrund aufsetzt. Dadurch werden die Gelenke des Pferdes bestmöglich geschont.
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Da sich Pferde, grob verallgemeinert,
mit drei unterschiedlichen Tempi bewegen, ist vorzugsweise vorgesehen,
dass die kreisförmige
Fläche
zusätzlich zumindest
einen weiteren Bereich aufweist, der sich um den zweiten Bereich
herum erstreckt. Dieser weitere Bereich weist ebenfalls eine Neigung
auf, er fällt vom äußeren Rand
in Richtung zum zweiten Bereich in einem Winkel von etwa 1–15° ab. Folglich
ist besonders bevorzugt, dass die drei Bereiche mit unterschiedlichen
Steigungen ausgestattet sind. So weist der erste, innerste Bereich
vorzugsweise gar keine bzw. eine geringe Steigung in einem Bereich
von 1–3° auf. Der
zweite Bereich, der sich um den ersten Bereich herum erstreckt,
ist dann schon stärker
geneigt, er weist vorzugsweise einen Winkel von 2–7° auf. Der
weitere Bereich, der vom Zentrum am weitesten entfernt ist, hängt schließlich am
stärksten,
er fällt
vorzugsweise mit einem Winkel von 3–10° ab. Somit weist der Trainingsplatz
bevorzugt drei Bereiche mit drei unterschiedlichen Steigungen auf,
die an die drei unterschiedlichen Geschwindigkeiten des Pferdes
angepasst sind. Folglich wird das Pferd vom Trainer in der langsamsten
Gangart, im Schritt, vorzugsweise im ersten Bereich bewegt. Wird
das Pferd schneller, d. h. es läuft
im Trab, Tölt
oder Pass, so führt
der Trainer das Pferd im zweiten Bereich. Im dritten Bereich schließlich wird
das Pferd in der schnellsten Gangart im Galopp bewegt. Dadurch ist die
Neigung des Longierplatzes an die unterschiedlichen Gangarten und
Geschwindigkeiten des Pferdes optimal angepasst und die Gelenke
folglich bestmöglich
geschont. Damit werden die Gelenke des Pferdes auch bei sehr langen
Trainingszeiten nur gering belastet.
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Gemäß noch einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung fällt
der zumindest eine abfallende Bereich in sich ändernden Winkeln ab, so dass der
Trainingsplatz im Querschnitt konkav erscheint. Anders ausgedrückt bedeutet
dies, dass die Steigung im zweiten Bereich und, sofern ein weiterer
Bereich vorgesehen ist, auch diesem, nicht gleichbleibend ist, sondern,
dass sich der Winkel hin zum Zentrum über den Bereich hin ändert. Der
Winkel ist folglich in der Nähe
des äußeren Randes
vergleichsweise groß,
beispielsweise beträgt
er 10°,
und nimmt in Richtung zum ersten Bereich hin fortlaufend ab, so dass
er in der Nähe
des ersten Bereiches 1° oder
annähernd
0° beträgt. Dadurch
nimmt die kreisförmige Fläche des
Longierplatzes eine tellerförmig
gerundete Form an, und weist fließende Übergänge zwischen den einzelnen
geneigten Bereichen auf. Da Pferde in Abhängigkeit von Temperament, Alter
und Größe in den
einzelnen Gangarten unterschiedlich schnell laufen, d. h. dass ein
temperamentvolleres Pferd im Galopp relativ schneller läuft als
ein träges
Pferd, erweist sich diese ggf. auch gestuft konkave Gestaltung des
Trainingsplatzes als sehr vorteilhaft, wenn eine große Anzahl
stark unterschiedlicher Pferde trainiert werden soll. Der Trainer
bzw. das Pferd kann sich dann für
es günstigste
Umlaufbahn aussuchen, auf der es sich bewegt. Dadurch werden die
Gelenke bestmöglich
geschont.
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Das erfindungsgemäße Abziehgerät ist insbesondere
für den
erfindungsgemäßen Trainingsplatz
geeignet. Es weist einen Rahmen mit einem Abziehelement auf, das über eine
Stange vom Zentrum des Trainingsplatzes aus bedienbar und über die kreisförmige Fläche bewegbar
ist. Das Abziehelement bildet die Ausgangsform des Trainingsplatzes somit
exakt nach. Anders ausgedrückt
ist das Abziehelement das Positiv der Oberflächenform des Trainingsplatzes.
Folglich weist das Abziehgerät
zumindest zwei Bereiche auf, sofern mit dem Abziehgerät ein Trainingsplatz
abgezogen werden soll, der aus einem ersten und einem zweiten Bereich
besteht. Weist der abzuziehende Trainingsplatz weitere Bereiche
auf, so weist auch das Abziehelement weitere Abstufungen auf. Jeder
der Bereiche des Abziehelementes ist entsprechend den Bereichen
des Trainingsplatzes geneigt. Mit dem erfindungsgemäßen Abziehgerät kann der
erfindungsgemäße Trainingsplatz
nach der Benutzung wieder exakthergerichtet werden, d. h. in seinen
ursprünglichen
Zustand gebracht werden. Da bedingt durch die Neigung der einzelnen
Bereiche des Trainingsplatzes und die Bewegung des Pferdes die Tretschicht
dazu neigt, sich in Richtung zum Zentrum der kreisförmigen Fläche des Longierplatzes
hinzubewegen, d. h. die Tretschicht in den geneigten Bereichen sozusagen
abgetragen wird, ist es notwendig, die Tretschicht nach dem Training
wieder so herzurichten, dass eine genügende Schichtdicke für das Pferd
verbleibt.
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Dies ist mit dem erfindungsgemäßen Abziehgerät auf einfachste
Art und Weise möglich.
Nach dem Training wird das Abziehgerät in den Trainingsplatz eingebracht
und ausgehend vom Zentrum des Longierplatzes in einer Kreisbahn über die kreisförmige Fläche bewegt,
wodurch die ursprüngliche Oberflächengestaltung
des Longierplatzes wieder hergestellt wird. Da das Abziehelement
bestens an die Form des Longierplatzes angepasst ist, ist dies ohne
grossen Zeit- und Kräfteaufwand
möglich.
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Nachstehend wird die Erfindung anhand
der Zeichnungen näher
erläutert
und beschrieben. Es zeigen:
- 1 eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Trainingsplatz;
- 2 den Trainingsplatz
von 1 im Querschnitt
entlang der strichpunktierten Linie A-A in 1;
- 3 eine Detailansicht
eines Querschnittes eines weiteren Ausführungsbeispieles eines Trainingsplatzes;
- 4 noch ein weiteres
Ausführungsbeispiel
eines Trainingsplatzes und ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Abziehgerätes in Draufsicht;
und
- 5 eine Detailansicht
eines Schnittes durch den Trainingsplatz und das Abziehgerät von 4.
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Der Trainingsplatz 1 der 1 und 2 besteht aus einer kreisförmigen Fläche, die
hier nicht maßstabgetreu
dargestellt ist. Auf dieser kreisförmigen Fläche kann sich das Pferd bewegen.
Sie weist einen äußeren Rand 2 und
ein Zentrum 3 auf. Wie aus 1 ersichtlich,
weist der Trainingsplatz 1 und damit die kreisförmige Fläche des
Ausführungsbeispieles
der 1 und 2 drei Bereiche 4, 5 und 6 auf,
wobei die Bereiche 5 und 6 zur Verdeutlichung
gegenüber
dem Bereich 4 grösser
eingezeichnet sind. Der Bereich 4 befindet sich nahe zum
Zentrum 3 und wird hier als erster Bereich bezeichnet.
Der Bereich 5 umgibt den ersten Bereich 4 und
wird als zweiter Bereich bezeichnet. Zwischen dem zweiten Bereich 5 und dem äußeren Rand 2 erstreckt
sich der weitere Bereich 6. Zur besseren graphischen Darstellbarkeit sind
die einzelnen Bereiche durch die gestrichelten Linien 7 und 8 voneinander
getrennt, die auch der Darstellung der 2 mit aufgenommen wurde. Der äußere Rand 2 bildet
die Randbegrenzung der kreisförmigen
Fläche
und verhindert, dass Material vom Inneren des Trainingsplatzes herausgetragen
wird. Der äußere Rand 2 kann
beispielsweise aus Holz, Kunststoff oder Beton hergestellt sein,
wobei der äußere Rand 2 vorzugsweise
abgerundet ist, um Verletzungen des Pferdes zu vermeiden. Wie aus 2 ersichtlich, sind die
einzelnen Bereiche 4, 5 und 6 unterschiedlich
stark geneigt. Im Ausführungsbeispiel der 1 und 2 ist der erste Bereich 4 eben,
d. h. er weist eine Steigung von 0° auf. Der zweite Bereich 5 ist
in einem Winkel von etwa 5° hin
zum Zentrum 3 geneigt. Der weitere Bereich 6 schließlich fällt in einem
Winkel von etwa 8° zum
zweiten Bereich 5 hin und damit insgesamt um 13° zum Zentrum 3 ab. Beim
Training steht der Trainer im Bereich des Zentrums 3 und
bewegt das Pferd entsprechend dessen Geschwindigkeit in den jeweiligen
Bereichen in einer Kreisbahn an einer Longe um sich herum. Er wird
das Pferd folglich in der langsamsten Gangart, im Schritt, im Bereich 4 bewegen.
Bei höherer
Geschwindigkeit, d. h. im Trab, Tölt oder Pass, wird er das Pferd
im Bereich 5 bewegen und im Galopp läuft das Pferd im Bereich 6.
Es werden somit Spuren zur Verfügung gestellt,
auf denen das Pferd in einer Kreisbahn um den Trainer herum geführt wird.
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3 zeigt
eine Detailansicht des Trainingsplatzes 100. Auch beim
Trainingsplatz 100 ist der Longierplatz mit der kreisförmigen Fläche identisch. Der
Trainingsplatz 100 und damit dessen kreisförmige Fläche weist
eine äußere Begrenzung 102 auf
und ein Zentrum, das in 3 nicht
dargestellt ist. Der Trainingsplatz 100 weist ebenfalls
drei Bereiche auf, einen ersten Bereich 104, einen zweiten
Bereich 105 und einen dritten Bereich 106. Im
Gegensatz zum Ausführungsbeispiel
der 1 und 2 ist der Bereich 104 ebenfalls
geneigt, d. h. er fällt
in Richtung zum Zentrum hin ab. Die Neigungswinkel der Bereiche 104, 105 und 106 sind
im Ausführungsbeispiel
der 3 mit den Winkelangaben α, β und δ bezeichnet. Der
Winkel α beträgt 1°, der Winkel β 3° und der
Winkel δ 5°. Somit nimmt
auch im Ausführungsbeispiel der 3 der Neigungswinkel der
einzelnen Bereiche vom Zentrum hin zum äußeren Rand 102 zu.
Da das Pferd mit zunehmender Geschwindigkeit einen größeren Kreis
beim Laufen bevorzugt, nehmen die auf das Pferd einwirkenden Fliehkräfte ab,
es bleibt folglich leichter auf der Kreisbahn. Diesem Umstand wird
durch die Gestaltung der Winkel α, β und δ der Bereich 104, 105 und 106 Rechnung
getragen.
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Aus 3 wird
ferner der Aufbau des Trainingsplatzes 100 sichtbar. Auf
den Untergrund 50, der eingeebnet wurde, ist eine Ausgleichs-
und Tragschicht 110 aufgebracht. Diese Ausgleichsschicht 110 besteht
beispielsweise aus Splitt oder Rundkies. Über der Ausgleichsschicht 110 ist
die Trenn- oder Befestigungsschicht 111 aufgebracht, die
aus gitterförmigen
Elementen besteht. Diese gitterförmigen Elemente
sind bevorzugt aus Kunststoff hergestellt. Sie werden vorzugsweise
im Verbund verlegt, wodurch die Seitenstabilität gewährleistet ist und die auf die
Befestigungsschicht 111 auftreffenden Kräfte, beispielsweise
durch das Auftreten des Pferdes, werden über die Seiten abgeleitet.
Die gitterförmigen Elemente
sind in der Regel mit Sandsplitt und/oder Feinkies verfüllt. Als
Tretschicht 112 ist ein Schicht aus Sand, Feinkies oder
Holzspänen
vorgesehen. Auf der Tretschicht 112 bewegt sich dann das
Pferd. Durch die geeignete Auswahl des Materials der Tretschicht
wird der Tritt des Pferdes gedämpft,
wodurch die Gelenke weiter geschont werden. Durch den unter 3 beschriebenen Aufbau wird
gewährleistet, dass
Wasser, beispielsweise Regenwasser gut abgeleitet wird, wodurch
der Trainingsplatz 100 auch bei Regenwetter bzw. nach starkem
Regenguss benutzbar bleibt. Aus 3 ist
ferner ersichtlich, dass das Pferd 60 mit seinen Beinen 61 stets
senkrecht auf die Oberfläche
der kreisförmigen
Fläche,
in diesem Falle des Bereiches 106 auftritt, was angedeutet
ist durch das Lot. Würde
folglich das Pferd 60 mit dieser Geschwindigkeit, d. h.
mit dieser Neigung abweichend von der Vertikalen auf einer horizontalen
Fläche
laufen, so würden
die Beine 61 nicht lotrecht auf die entsprechende horizontale
Fläche
auftreffen, sondern mit dem Winkel, mit dem Pferd 60 oder
genauer dessen Beine 61 von der Vertikalen abweichen.
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4 zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel eines
Trainingsplatzes 200 in Draufsicht. Der Trainingsplatz 200 weist
eine kreisförmige
Fläche 201 auf.
Der Trainingsplatz 200 selber, ist, im Gegensatz zu den
Ausführungsbeispielen
der 1 –3 nicht kreisförmig gestaltet,
sondern weist eine rechteckige Form auf. Folglich ist die kreisförmige Fläche 201 in den
Trainingsplatz 200 eingebettet. In der Fläche 220 um
die kreisförmige
Fläche 201 herum
kann beispielsweise Gras angesät
sein. Die kreisförmige
Fläche 201 weist
eine äußere Begrenzung 202 und
ein Zentrum 203 auf. Weiterhin weist die kreisförmige Fläche 201 einen
ersten Bereich 204 und einen zweiten Bereich 205 auf.
Wie sich aus dem Querschnitt der 5 ergibt,
ist sowohl der erste Bereich 204 als auch der zweite Bereich 205 geneigt.
Es ist vorgesehen, dass der erste Bereich 204 in einem
Winkel von 1° geneigt
ist und der Bereich 205 in einem Winkel von 5°. Wie sich
aus dem Querschnitt der 5 ergibt,
weist auch die kreisförmige
Fläche 201 des
Trainingsplatzes 200 einen schichtförmigen Aufbau auf, bestehen
aus Ausgleichs-/Tragschicht 210, Befestigungs-/Trennschicht 211 und
Tretschicht 212.
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In den 4 und 5 ist ferner ein Ausführungsbeispiel
für ein
erfindungsgemäßes Abziehgerät 300 dargestellt.
Das Abziehgerät 300 weist
einen Rahmen 301 auf, an dem ein Abziehelement 302 befestigt
ist. Das Abziehgerät 300 bzw.
das Abziehelement 302 ist über eine Stange 304 vom
Zentrum 203 der kreisförmigen
Fläche 201 aus
bedienbar. Das Abziehgerät 300 ist
somit auf einer Kreisbahn um das Zentrum 203 bewegbar,
angedeutet durch die Pfeile 310, 311. Wie aus 5 ersichtlich, ist die Form
des Abziehelementes 302 an die Form der kreisförmigen Fläche 201 angepasst.
Die kreisförmige
Fläche 201 und
das Abziehelement 202 verhalten sich zueinander somit wie
Positiv und Negativ. Durch die Bewegung des Abziehgerätes 300 über die
kreisförmige Fläche 201 wird
der Aufbau der kreisförmigen
Fläche 201 genau
die Verteilung der Tretschicht 212 entsprechend der Neigung
der Bereiche 205, 204 gewährleistet.
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Wie aus 5 ersichtlich, ist vorzugsweise vorgesehen,
dass das Abziehelement 302 aus der dem Untergrund oder
genauer der kreisförmigen
Fläche 201 zugewandten
Seite eine strukturierte Fläche 303 aufweist.
Diese strukturierte Fläche
kann beispielsweise Noppen oder andere Erhöhungen aufweisen oder aber
mit einem grobmaschigen Textil überzogen
sein. Dadurch wird die Verteilung des Materials der Tragschicht 212 erleichtert,
da die strukturierte Fläche 303 das
Material gut verteilt und mit sich führt. Wie aus 4 ersichtlich erstreckt sich das Abziehelement 302 vollständig über den
zweiten Bereich 205 und teilweise über den ersten Bereich 204. Da
im Bereich des Zentrums 203 sich überwiegend der Trainer aufhält, ist
es ausreichend, wenn das Abziehelement 302 sich lediglich
teilweise über
den ersten Bereich 204 erstreckt. Dadurch wird außerdem die
Handhabung des Abziehgerätes 300 erleichtert, da
zum einen das Gewicht reduziert wird und zum anderen die Fläche des
Abziehelementes 302 dadurch verringert wird. Es ist jedoch
genauso möglich, dass
sich das Abziehelement 302 bis ans Zentrum 203 erstreckt.
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Ein erfindungsgemäßer Trainingsplatz 1, 100, 200,
oder genauer dessen kreisförmige
Flächen,
beispielsweise die kreisförmige
Fläche 201, weisen
eine zum Longieren geeigneten Durchmesser auf, insbesondere einen
Durchmesser von 10– 20 m,
wobei auch andere Abmessungen möglich
sind.