DE10228800A1 - Differenzialvorrichtung - Google Patents
DifferenzialvorrichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Differenzialvorrichtung zum Verbinden einer Eingangswelle, einer ersten Ausgangswelle und einer zweiten Ausgangswelle. Die erfindungsgemäße Differenzialvorrichtung umfasst bevorzugt ein Differenzialgehäuse mit einem ersten Seitenrad, einem zweiten Seitenrad, einem Ritzel und einer Hydraulikleitung. Die Differenzialvorrichtung umfasst bevorzugt eine erste Rotationspumpe, die bevorzugt dazu dient, Hydraulikfluid durch die Hydraulikleitung bei der relativen Drehbewegung des Differenzialgehäuses und der ersten Ausgangswelle zu übertragen und einer relativen Drehbewegung des Differenzialgehäuses und der ersten Ausgangswelle bei einer Beschränkung der Übertragung des Hydraulikfluids durch die Hydraulikleitung entgegen zu wirken. Die Differenzialvorrichtung umfasst außerdem bevorzugt ein Ventilsystem, das dazu dient, die Übertragung von Hydraulikfluid durch die Hydraulikleitung selektiv zu begrenzen.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Differenzialvorrichtungen für Kraftfahrzeuge, und insbesondere eine Differenzialvorrichtung mit begrenztem Schlupf zum Verbinden einer Eingangswelle, einer ersten Ausgangswelle und einer zweiten Ausgangswelle.
- In Fahrzeugen mit Vorderradantrieb oder Hinterradantrieb werden typischerweise ein vorderes und ein hinteres Differenzial verwendet, um das Drehmoment und die Bewegung von dem Motor und dem Getriebe des Fahrzeugs auf die linken und rechten Halbwellen zu übertragen, damit die beiden Halbwellen sich mit unterschiedlichen Drehzahlen drehen können, was für das Fahrzeug zu Gunsten effizienter Kurvenfahrt grundsätzlich wichtig ist. Für allradangetriebene Fahrzeuge ist typischerweise ein zentrales Differenzial vorgesehen, damit die vorderen und hinteren Wellen sich mit unterschiedlichen Drehzahlen drehen können, was wiederum für das Fahrzeug zu Gunsten effizienter Kurvenfahrt und zum Vermeiden von Stress (für den Fahrer) grundsätzlich wichtig ist. Wenn jedoch in einem Fahrzeug unter Verwendung eines herkömmlichen Differenzials eines der Räder die Bodenhaftung bzw. Traktion verliert, verliert zwangsweise auch das andere Rad seine Traktion. Um dieses Problem zu überwinden, wurde ein Differenzial mit begrenztem Schlupf entwickelt. Wenn in einem Fahrzeug unter Verwendung eines herkömmlichen Differenzials mit begrenztem Schlupf ein Rad seine Traktion verliert und beginnt, sich schneller zu drehen als das andere Rad, erfasst das herkömmliche Differenzial mit begrenztem Schlupf diese Situation und beschränkt bzw. begrenzt die Drehung des Rads. Da eine erhöhte Traktion in einem Fahrzeug sehr wesentlich ist, insbesondere bei Bedingungen fernab der Straße, besteht ein Bedarf an einer kontinuierlichen Verbesserung des Differenzials mit begrenztem Schlupf.
- Diesem Bedarf wird erfindungsgemäß entsprochen durch die Merkmale des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beispielhaft näher erläutert; in dieser zeigen:
- Fig. 1 eine Querschnittsansicht einer ersten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Differenzialvorrichtung,
- Fig. 2 eine schematische Ansicht der Vorrichtung von Fig. 1 in einem Fahrzeug mit Vorderradantrieb mit Allradantriebsfähigkeiten angeordnet,
- Fig. 3 eine Querschnittsansicht der ersten Rotationspumpe der Vorrichtung von Fig. 1,
- Fig. 4 eine schematische Ansicht der Ventile der Vorrichtung von Fig. 1, und
- Fig. 5 eine Querschnittsansicht der Vorrichtung gemäß der zweiten bevorzugten Ausführungsform.
- Wie in Fig. 1 gezeigt, umfasst die erste Ausführungsform einer Differenzialvorrichtung 10 mit begrenztem Schlupf bzw. Schlupfbegrenzung ein Differenzialgehäuse 12, ein erstes Seitenrad bzw. Seitenzahnrad 14, eine zweites Seitenrad bzw. Seitenzahnrad 16, ein erstes Ritzel bzw. Ritzelzahnrad 18, eine Hydraulikleitung 20, eine erste Rotationspumpe 22 und ein Ventilsystem 24. Das Differenzialgehäuse 12 ist bevorzugt mit einer Eingangswelle 26 verbunden, während das erste Seitenrad 14 und das zweite Seitenrad 16, die bevorzugt innerhalb des Differenzialgehäuses 12 angeordnet sind, bevorzugt mit einer ersten Ausgangswelle bzw. Abtriebswelle 28 bzw. einer zweiten Ausgangswelle bzw. Abtriebswelle 30 verbunden sind. Das erste Ritzel 18, das bevorzugt in dem Differenzialgehäuse 12 angeordnet ist, ist bevorzugt mit dem ersten Seitenrad 14 und dem zweiten Seitenrad 16 verbunden. Die Hydraulikleitung 20 ist bevorzugt mit dem Differenzialgehäuse 12 verbunden. Die erste Rotationspumpe 22 ist bevorzugt mit dem Differenzialgehäuse 12 und der ersten Ausgangswelle 28 verbunden. Das Ventilsystem 24 schließlich ist bevorzugt mit der Hydraulikleitung 20 verbunden.
- Wie in Fig. 2 gezeigt, ist die erste Ausführungsform der Differenzialvorrichtung 10 mit begrenztem Schlupf insbesondere dazu ausgelegt, eine Antriebswelle 32, eine rechte Halbwelle 34 und eine linke Halbwelle 36 eines Vorderradantriebsfahrzeugs 38 mit Allradantriebsfähigkeiten zu verbinden. In dieser Anordnung ist es bekannt, dass die Differenzialvorrichtung 10 mit begrenztem Schlupf gemäß der ersten bevorzugten Ausführungsform ein Hinterachsendifferenzial 40 mit begrenztem Schlupf bildet. Die Differenzialvorrichtung 10 mit begrenztem Schlupf kann jedoch auch in anderen Anordnungen zum Einsatz kommen. Als Beispiel kann die Vorrichtung verwendet werden zum Verbinden einer vorderen Antriebswelle mit einer hinteren Antriebswelle eines Vorderradantriebsfahrzeugs mit Allradantriebsfähigkeiten (bekannt als zentrale Differenzialvorrichtung mit begrenztem Schlupf). Gemäß einer weiteren Alternative kann die Vorrichtung verwendet werden, um einen Transmissions- bzw. Getriebeausgang mit einer hinteren Welle eines Hinterradantriebsfahrzeugs zu verbinden.
- Wie in Fig. 1 gezeigt, umfasst die Differenzialvorrichtung 10 mit begrenztem Schlupf gemäß der ersten bevorzugten Ausführungsform außerdem ein zweites Ritzel bzw. Ritzelzahnrad 42, das bevorzugt in dem Differenzialgehäuse 12 zu liegen kommt und bevorzugt mit der ersten Ausgangswelle 28 und der zweiten Ausgangswelle 30 verbunden ist. Das erste Seitenrad 14, das zweite Seitenrad 16, das erste Ritzel 18 und das zweite Ritzel 42 wirken bevorzugt dahingehend zusammen, die relative Drehbewegung des Differenzialgehäuses 12 zu übertragen und eine der Ausgangswellen 28 und 30 in eine relative Drehbewegung des Differenzialgehäuses 12 und die andere der Ausgangswellen 28 und 30 zu übertragen. Auf diese Weise wirken das Differenzialgehäuse 12, das erste Seitenrad 14, das zweite Seitenrad 16, das erste Ritzel 18 und das zweite Ritzel 42 bevorzugt als herkömmliches Differenzialsystem. In alternativen Ausführungsformen kann die Differenzialvorrichtung 10 mit begrenztem Schlupf andere geeignete Vorrichtungen zum Übertragen der relativen Drehbewegung des Differenzialgehäuses 12 und von einer der Ausgangswellen 28 und 30 in eine relative Drehbewegung des Differenzialgehäuses 12 und der anderen der Ausgangswellen 28 und 30 umfassen.
- Das Differenzialgehäuse 12 gemäß der ersten bevorzugten Ausführungsform umfasst außerdem ein Hohlrad bzw. Ringzahnrad 43. Das Hohlrad 43 dient bevorzugt zum Übertragen einer relativen Drehbewegung der Eingangswelle 26 auf bzw. in eine Drehbewegung des Differenzialgehäuses 12 um eine senkrechte Achse. Das Differenzialgehäuse 12, das das erste Seitenrad 14, das zweite Seitenrad 16, das erste Ritzel 18, das zweite Ritzel 42 und das Hohlrad 43 enthält, ist bevorzugt aus herkömmlichen Bau- bzw. Strukturelementen erstellt, wie etwa Stahl, und mit Hilfe herkömmlicher Verfahren; es können jedoch auch andere geeignete Materialien und andere geeignete Verfahren zum Einsatz kommen.
- Wie in Fig. 3 gezeigt, umfasst die erste Rotationspumpe 22 gemäß der ersten bevorzugten Ausführungsform ein externes Element 44, das mit dem Differenzialgehäuse verbunden ist, und ein internes Element 46, das mit der ersten Ausgangswelle verbunden ist. Die erste Rotationspumpe 22 dient bevorzugt zum Pumpen eines (nicht gezeigten) Hydraulikfluids durch die Hydraulikleitung bei einer relativen Drehbewegung des Differenzialgehäuses und der ersten Ausgangswelle. Die erste Rotationspumpe 22 dient außerdem bevorzugt dazu, einer relativen Drehbewegung des Differenzialgehäuses und der ersten Ausgangswelle bei einer Beschränkung der Übertragung von Hydraulikfluid durch die Hydraulikleitung entgegen zu wirken. Das externe Element 44 weist bevorzugt sich einwärts erstreckende Zähne 48 auf, während das interne Element 46 bevorzugt sich auswärts erstreckende Zähne 50 aufweist. In der bevorzugten Ausführungsform weist das externe Element 44 bevorzugt sieben sich einwärts erstreckende Zähne 48 auf, während das interne Element 46 bevorzugt sechs sich auswärts erstreckende Zähne 50 aufweist. In alternativen Ausführungsformen kann das externe Element 44 jedoch mehr oder weniger als sieben sich einwärts erstreckende Zähne 48 aufweisen und das interne Element 46 kann mehr oder weniger als sechs sich auswärts erstreckende Zähne 50 aufweisen, solange das externe Element 44 mehr sich einwärts erstreckende Zähne 48 aufweist als das interne Element 46 sich auswärts erstreckende Zähne 50 aufweist. Die sich einwärts erstreckenden Zähne 48 des externen Elements 44 sind bevorzugt relativ zur Drehachse des externen Elements 44 verschoben. Auf Grund dieser Zahnanordnung ist die erste Rotationspumpe 22 üblicherweise als Gerotorpumpe 52 bekannt. Die erste Rotationspumpe 22 kann jedoch andere geeignete Elemente enthalten, die, entweder in Kombination mit den vorstehend genannten Elementen oder als Ersatz für diese Elemente, dazu dienen, das Hydraulikfluid bei einer relativen Drehbewegung des Differenzialgehäuses und der ersten Ausgangswelle zu pumpen, um einer relativen Drehbewegung des Differenzialgehäuses und der ersten Ausgangswelle bei einer Beschränkung bzw. Begrenzung der Übertragung des Hydraulikfluids durch die Hydraulikleitung entgegen zu wirken. Die erste Rotationspumpe 22 mit dem externen Element 44 und dem internen Element 46 ist bevorzugt mit herkömmlichen Materialien und mit Hilfe herkömmlicher Verfahren hergestellt; alternativ können jedoch andere geeignete Materialien und andere geeignete Verfahren zum Einsatz kommen.
- Wie in Fig. 1 gezeigt, legt das Differenzialgehäuse 12 gemäß der ersten bevorzugten Ausführungsform einen ersten Abschnitt 54 und einen zweiten Abschnitt 56 der Hydraulikleitung 20 fest. Sowohl der erste Abschnitt 54 wie der zweite Abschnitt 56 der Hydraulikleitung 20 dienen bevorzugt dazu, Hydraulikfluid zu der ersten Rotationspumpe 22 und von dieser weg zu übertragen. In alternativen Ausführungsformen können andere geeignete Vorrichtungen den ersten Abschnitt 54 und den zweiten Abschnitt 56 der Hydraulikleitung 20 festlegen und andere geeignete Vorrichtungen können Hydraulikfluid zu der ersten Rotationspumpe 22 und von dieser weg übertragen.
- Wie in Fig. 4 gezeigt, umfasst das Ventilsystem 24 gemäß der ersten Ausführungsform ein direktionelles Steuerventil 58, ein Druckentlastungsventil 60 und ein Rückschlagventil 62, die jeweils bevorzugt mit der Hydraulikleitung 20 verbunden sind. Während sie sich in einer ersten Richtung dreht, gibt die erste Rotationspumpe 22 Hydraulikfluid durch den ersten Abschnitt 54 der Hydraulikleitung 20 aus. Während sie sich in der anderen Richtung dreht, gibt die erste Rotationspumpe 22 Hydraulikfluid an den zweiten Abschnitt 56 der Hydraulikleitung 20 aus. Das direktionelle Steuerventil 58 dient bevorzugt dazu, das Hydraulikfluid von entweder dem ersten Abschnitt 54 oder dem zweiten Abschnitt 56 der Hydraulikleitung 20 zu dem Druckentlastungsventil 60 wahlweise zu leiten. Das Druckentlastungsventil 60 dient bevorzugt dazu, den maximalen Druck des Hydraulikfluids in der Hydraulikleitung 20 zu steuern. Das Rückschlagventil 62 dient bevorzugt dazu, einen Einwegdurchlass des Hydraulikfluids zu ermöglichen. Das direktionelle Steuerventil 58, das Druckentlastungsventil 60 und das Rückschlagventil 62 wirken bevorzugt zusammen, um die Übertragung von Hydraulikfluid durch die Hydraulikleitung 20 wahlweise zu beschränken. Das Ventilsystem 24 kann selbstverständlich andere geeignete Elemente enthalten, die, entweder in Kombination mit den vorstehend genannten Elementen oder als Ersatz für diese, dazu dienen, die Übertragung von Hydraulikfluid durch die Hydraulikleitung 20 selektiv zu beschränken und den maximalen Druck des Hydraulikfluids in der Hydraulikleitung 20 zu steuern. Das Ventilsystem 24 mit dem direktionellen Steuerventil 58, dem Druckentlastungsventil 60 und dem Rückschlagventil 62 ist bevorzugt aus herkömmlichen Materialien und mit Hilfe herkömmlicher Verfahren hergestellt; alternativ können jedoch andere geeignete Materialien und andere geeignete Verfahren zum Einsatz kommen.
- Wie in Fig. 1 und 4 gezeigt, umfasst die erste bevorzugte Ausführungsform der Differenzialvorrichtung 10 mit begrenztem Schlupf außerdem eine elektrische Steuereinheit 64, die mit dem Ventilsystem 24 verbunden ist. Die elektrische Steuereinheit 64 dient insbesondere dazu, das direktionelle Steuerventil 58 und das Druckentlastungsventil 60 des Ventilsystems 24 zu steuern. Die elektrische Steuereinheit 64 steuert bevorzugt das direktionelle Steuerventil 58, um Ausgangshydraulikfluid der ersten Rotationspumpe 22 zu dem Druckentlastungsventil 60 (ungeachtet der Richtung der ersten Rotationspumpe 22) zu leiten, und sie steuert bevorzugt das Druckentlastungsventil 60 dahingehend, den maximalen Druck des Hydraulikfluids in der Hydraulikleitung 20 zu steuern. In dieser Weise steuert die elektrische Steuereinheit 64 bevorzugt das Ventilsystem 24, um die Übertragung von Hydraulikfluid durch die Hydraulikleitung 20 zu beschränken. Die elektrische Steuereinheit 64 steuert bevorzugt das Ventilsystem 24 bei Empfang eines Schlupfermittlungssignals 66 von einer (nicht gezeigten) Schlupfermittlungsvorrichtung. Die Schlupfermittlungsvorrichtung dient bevorzugt zum Ermitteln eines Schlupfes der Räder des Fahrzeugs und bei dieser Ermittlung dazu, das Schlupfermittlungssignal 66 zu der elektrischen Steuereinheit 64 zu übertragen. Die elektrische Steuereinheit 64 kann jedoch das Ventilsystem 24 beim Empfang anderer geeigneter Signale von anderen geeigneten Vorrichtungen oder beim Ermitteln anderer geeigneter Situationen steuern. Die elektrische Steuereinheit 64 ist bevorzugt mit Hilfe herkömmlicher Materialien und herkömmlicher Verfahren hergestellt; alternativ können jedoch andere geeignete Materialien und andere geeignete Verfahren zum Einsatz kommen.
- Wie in Fig. 1 gezeigt, umfasst die erste bevorzugte Ausführungsform der Differenzialvorrichtung 10 mit begrenztem Schlupf außerdem eine Hydraulikeinheit 68, die dazu dient, das direktionelle Steuerventil 58, das Druckentlastungsventil 60 und das Rückschlagventil 62 des Ventilsystems 24 aufzunehmen. Die Hydraulikeinheit 68 ist bevorzugt mit einer Außenseite 70 des Differenzialgehäuses 12 verbunden. In dieser Weise kann die Hydraulikeinheit 68 ohne Zerlegen des Differenzialgehäuses 12 abgebaut und ersetzt werden. In anderen Ausführungsformen können ein oder mehr Ventile innerhalb der Umgrenzungen des Differenzialgehäuses 12 oder an entfernten Stellen angeordnet sein. Die Hydraulikeinheit 68 ist bevorzugt mit Hilfe herkömmlicher Materialien und herkömmlicher Verfahren hergestellt; alternativ kann sie jedoch aus anderen geeigneten Materialien und mit Hilfe anderer geeigneter Verfahren hergestellt sein.
- Wie in Fig. 5 gezeigt, umfasst die Differenzialvorrichtung 110 gemäß der zweiten bevorzugten Ausführungsform eine zweite Rotationspumpe 72, die mit einem modifizierten Differenzialgehäuse 112 verbunden ist, und eine zweite Ausgangswelle 30. Die zweite Rotationspumpe 72, die bevorzugt strukturell identisch mit der ersten Rotationspumpe 22 ausgelegt ist, dient bevorzugt dazu, Hydraulikfluid durch eine modifizierte Hydraulikleitung 120 bei einer relativen Drehbewegung des modifizierten Differenzialgehäuses 112 und der zweiten Ausgangswelle 30 zu pumpen, und einer relativen Drehbewegung des modifizierten Differenzialgehäuses 112 und der zweiten Ausgangswelle 30 bei einer Beschränkung bzw. Begrenzung der Übertragung des Hydraulikfluids durch die modifizierte Hydraulikleitung 120 entgegen zu wirken. Die modifizierte Hydraulikleitung 120 umfasst bevorzugt einen dritten Abschnitt 74 und einen vierten Abschnitt 76, die bevorzugt dazu dienen, Hydraulikfluid zwischen der ersten Rotationspumpe 22 und der zweiten Rotationspumpe 72 zu übertragen. Der dritte Abschnitt 74 und der vierte Abschnitt 76 der modifizierten Hydraulikleitung 120 sind bevorzugt fluidmäßig mit dem ersten Abschnitt 54 und dem zweiten Abschnitt 56 der modifizierten Hydraulikleitung 120 verbunden. In der zweiten bevorzugten Ausführungsform legt das modifizierte Differenzialgehäuse 112 den dritten Abschnitt 74 und den vierten Abschnitt 76 der modifizierten Hydraulikleitung 120 fest. In alternativen Ausführungsformen können andere geeignete Vorrichtungen den dritten Abschnitt 74 und den vierten Abschnitt 76 der modifizierten Hydraulikleitung 120 festlegen. Wie die erste Rotationspumpe 22 handelt es sich bei der zweiten Rotationspumpe 72 bevorzugt um eine Gerotorpumpe; alternativ kann es sich bei ihr jedoch um eine andere geeignete Vorrichtung handeln. Die zweite Rotationspumpe 72 ist bevorzugt mit Hilfe herkömmlicher Materialien und herkömmlicher Verfahren erstellt; alternativ kann sie jedoch mit Hilfe anderer geeigneter Materialien und anderer geeigneter Verfahren hergestellt sein. Die übrigen Elemente der zweiten bevorzugten Ausführungsform sind bevorzugt identisch zu den Elementen der ersten bevorzugten Ausführungsform.
- Während der bevorzugten Arbeitsweise der Differenzialvorrichtung 10 mit begrenztem Schlupf gemäß der ersten bevorzugten Ausführungsform versetzt ein Motor oder eine andere Vorrichtung die Eingangswelle 26 in Drehung. Das Hohlrad 43 der Differenzialvorrichtung 10 mit begrenztem Schlupf überträgt die Drehbewegung der Eingangswelle 26 auf bzw. in eine Drehbewegung des Differenzialgehäuses 12. Wenn die erste Ausgangswelle 28, die mit einem Rad des Fahrzeugs verbunden ist, sich mit derselben Drehzahl wie das Differenzialgehäuse 12 dreht, pumpt die erste Rotationspumpe 22 kein Hydraulikfluid in die Hydraulikleitung 20. Wenn jedoch die Ausgangswelle 28 sich nicht mit derselben Drehzahl wie das Differenzialgehäuse 12 dreht (d. h., zwischen dem Differenzialgehäuse 12 und der ersten Ausgangwelle 28 liegt eine relative Drehbewegung vor), pumpt die erste Rotationspumpe 22 Hydraulikfluid durch die Hydraulikleitung 20. Der Druck in der Hydraulikleitung 20 ist proportional zum Drehmoment, das auf die erste Ausgangswelle 28 ausgeübt wird; der maximale Druck ist jedoch durch das Druckentlastungsventil 60 begrenzt.
- Zu einem bestimmten Zeitpunkt reicht der Druck in Hydraulikleitung 20 aus, um einem weiteren Pumpen durch die erste Rotationspumpe 22 entgegen zu wirken. Zu diesem Zeitpunkt wirkt die erste Rotationspumpe 22 der relativen Drehbewegung des Differenzialgehäuses 12 und der ersten Ausgangswelle 28 entgegen. Die elektrische Steuereinheit 64 kann jedoch wahlweise das Ventilsystem 24 so steuern, dass Hydraulikfluid aus der Hydraulikleitung 20 freigegeben wird, wodurch der Druck in der Hydraulikleitung 20 verringert wird; alternativ kann die elektrische Steuereinheit 64 das Ventilsystem 24 selektiv so steuern, dass die Übertragung von Hydraulikfluid durch die Hydraulikleitung 20 begrenzt bzw. beschränkt wird, wodurch die erste Rotationspumpe selektiv veranlasst wird, einer relativen Drehbewegung des Differenzialgehäuses und der ersten Ausgangswelle entgegen zu wirken. In dieser Weise kann die Differenzialvorrichtung 10 mit begrenztem Schlupf selektiv als Differenzialvorrichtung 78 mit begrenztem Schlupf wirken.
- Die vorstehend erläuterten Ausführungsformen sind zahlreichen Abwandlungen und Modifikationen zugänglich, die sämtliche im Umfang der anliegenden Ansprüche liegen.
Claims (10)
1. Differenzialvorrichtung zum Verbinden einer
Eingangswelle, einer ersten Ausgangswelle und einer zweiten
Ausgangwelle, aufweisend:
Ein mit der Eingangswelle verbundenes Differenzialgehäuse,
ein erstes Seitenrad, das in dem Differenzialgehäuse angeordnet und mit der ersten Ausgangswelle verbunden ist,
ein zweites Seitenrad, das in dem Differenzialgehäuse angeordnet und mit der zweiten Ausgangswelle verbunden ist,
ein Ritzel, das in dem Differenzialgehäuse angeordnet, mit dem ersten Seitenrad und dem zweiten Seitenrad verbunden und dazu ausgelegt ist, eine relative Drehbewegung des Differenzialgehäuses und von entweder der ersten oder der zweiten Ausgangswelle in eine relative Drehbewegung des Differenzialgehäuses und der anderen der ersten und zweiten Ausgangswellen zu übertragen,
eine Hydraulikleitung, die mit dem Differenzialgehäuse verbunden und dazu ausgelegt ist, ein Hydraulikfluid zu übertragen,
eine erste Rotationspumpe, die mit dem Differenzialgehäuse und der ersten Ausgangswelle verbunden und dazu ausgelegt ist, Hydraulikfluid durch die Hydraulikleitung bei der relativen Drehbewegung des Differenzialgehäuses und der ersten Ausgangswelle zu übertragen und einer relativen Drehbewegung des Differenzialgehäuses und der ersten Ausgangswelle bei einer Beschränkung der Übertragung des Hydraulikfluids durch die Hydraulikleitung entgegen zu wirken, und
ein Ventilsystem, das mit der Hydraulikleitung verbunden und dazu ausgelegt ist, die Übertragung von Hydraulikfluid durch die Hydraulikleitung selektiv zu begrenzen, wodurch die erste Rotationspumpe selektiv veranlasst wird, einer relativen Drehbewegung des Differenzialgehäuses und der ersten Ausgangswelle entgegen zu wirken.
Ein mit der Eingangswelle verbundenes Differenzialgehäuse,
ein erstes Seitenrad, das in dem Differenzialgehäuse angeordnet und mit der ersten Ausgangswelle verbunden ist,
ein zweites Seitenrad, das in dem Differenzialgehäuse angeordnet und mit der zweiten Ausgangswelle verbunden ist,
ein Ritzel, das in dem Differenzialgehäuse angeordnet, mit dem ersten Seitenrad und dem zweiten Seitenrad verbunden und dazu ausgelegt ist, eine relative Drehbewegung des Differenzialgehäuses und von entweder der ersten oder der zweiten Ausgangswelle in eine relative Drehbewegung des Differenzialgehäuses und der anderen der ersten und zweiten Ausgangswellen zu übertragen,
eine Hydraulikleitung, die mit dem Differenzialgehäuse verbunden und dazu ausgelegt ist, ein Hydraulikfluid zu übertragen,
eine erste Rotationspumpe, die mit dem Differenzialgehäuse und der ersten Ausgangswelle verbunden und dazu ausgelegt ist, Hydraulikfluid durch die Hydraulikleitung bei der relativen Drehbewegung des Differenzialgehäuses und der ersten Ausgangswelle zu übertragen und einer relativen Drehbewegung des Differenzialgehäuses und der ersten Ausgangswelle bei einer Beschränkung der Übertragung des Hydraulikfluids durch die Hydraulikleitung entgegen zu wirken, und
ein Ventilsystem, das mit der Hydraulikleitung verbunden und dazu ausgelegt ist, die Übertragung von Hydraulikfluid durch die Hydraulikleitung selektiv zu begrenzen, wodurch die erste Rotationspumpe selektiv veranlasst wird, einer relativen Drehbewegung des Differenzialgehäuses und der ersten Ausgangswelle entgegen zu wirken.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das
Differenzialgehäuse die Hydraulikleitung festlegt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die erste
Rotationspumpe eine Gerotoreinrichtung enthält.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Ventilsystem ein
Druckentlastungsventil umfasst, das mit der
Hydraulikleitung verbunden und dazu ausgelegt ist, den maximalen
Druck des Hydraulikfluids in der Hydraulikleitung
selektiv zu steuern.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, wobei das Ventilsystem ein
direktionelles Steuerventil umfasst, das mit der
Hydraulikleitung verbunden und dazu ausgelegt ist,
Hydraulikfluid selektiv zu dem Druckentlastungsventil zu
leiten.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, außerdem aufweisend eine
Hydraulikeinheit, die mit dem Differenzialgehäuse
verbunden und dazu ausgelegt ist, das direktionelle
Steuerventil und das Druckentlastungsventil aufzunehmen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, außerdem aufweisend eine
elektrische Steuereinheit, die mit dem Ventilsystem
verbunden und dazu ausgelegt ist, das Ventilsystem zu
steuern.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei die elektrische
Steuereinheit außerdem dazu ausgelegt ist, das Ventilsystem
bei Empfang eines Schlupfermittlungssignals zu steuern.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, außerdem aufweisend eine
zweite Rotationspumpe, die mit dem Differenzialgehäuse
und der zweiten Ausgangswelle verbunden und dazu
ausgelegt ist, Hydraulikfluid durch die Hydraulikleitung bei
der relativen Drehbewegung des Differenzialgehäuses und
der zweiten Ausgangswelle zu übertragen und einer
relativen Drehbewegung des Differenzialgehäuses und der zweiten
Ausgangswelle bei einer Beschränkung der Übertragung von
Hydraulikfluid durch die Hydraulikleitung entgegen zu
wirken.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, wobei die erste
Rotationspumpe und die zweite Rotationspumpe beide eine
Gerotoreinrichtung enthalten.
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| US09/908,346 US6544137B2 (en) | 2001-07-18 | 2001-07-18 | Differential device |
Publications (1)
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Family Applications (1)
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| DE10228800A Withdrawn DE10228800A1 (de) | 2001-07-18 | 2002-06-27 | Differenzialvorrichtung |
Country Status (3)
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| DE (1) | DE10228800A1 (de) |
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