DE1022878B - Werkzeugmaschine mit horizontaler Arbeitsspindel und horizontal verschiebbarem Spindelkasten - Google Patents
Werkzeugmaschine mit horizontaler Arbeitsspindel und horizontal verschiebbarem SpindelkastenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Werkzeugmaschine mit horizontaler Arbeitsspindel und einem Spindelkasten,
der auf einem Support der Maschine horizontal verschiebbar ist.
Es ist bekannt, daß Werkzeugmaschinen mit horizontaler Spindel, insbesondere Bohrmaschinen, nicht
eine sehr hohe Genauigkeit erreichen können. Dies ist verschiedenen Gründen zuzuschreiben, jedoch besonders
der Tatsache, daß die Erwärmung des Spindelkastens unerwünschte Verstellungen der Spindelachse
verursacht. Tatsächlich vergrößert diese Erwärmung durch Ausdehnung des Spindelkastenkörpers den Abstand
zwischen der Spindelachse und der Ebene der Führungsbahnen des den Spindelkasten tragenden
Ständers oder Schlittens. Besonders störend ist, daß die durch die sich bewegenden Teile entwickelte
Wärme mit der Drehzahl schwankt und daß die Abkühlungsgeschwindigkeit nicht konstant ist, da sie von
dem Unterschied zwischen der Umgebungstemperatur und der Temperatur des Spindelkastens abhängt. Daraus
ergibt sich eine große Unbeständigkeit der Lage der Spindelachse.
Man hat verschiedene Mittel versucht, um diesem Mangel abzuhelfen. Das einfachste besteht darin, einen
Ventilator mit großer Leistung zu verwenden, der die Luft im Inneren des Spindelkastens umwälzt. Jedoch
ist der Ventilator im allgemeinen schwierig unterzubringen und muß mit Ölfiltern ausgestattet sein, die
verhindern, daß die im Inneren des Spindelkastens umgewälzte und mit den vom Getriebe weggeschleuderten
Öltröpfchen gesättigte Luft unmittelbar nach außen abgeführt wird, weil sonst der Ölstand oft erneuert
werden müßte und der Bedienende belästigt werden könnte.
Eine andere Maßnahme, die für auf zwei Führungsbahnen gleitende Spindelkästen anwendbar ist, besteht
darin, daß man die Fläche oder die Flächen dieser Führungsbahnen durch die Spindelachse verlaufen
läßt und die festen oder gleitenden Teile durch bekannte Mittel thermisch abisoliert. Jedenfalls ist diese
Lösung nicht zufriedenstellend, da sie Konstruktionsschwierigkeiten mit sich bringt und das Berichtigen
der Verstellung der Spindelachse nur in einer einzigen Richtung gestattet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die obenerwähnten Mängel abzustellen; sie betrifft eine
Werkzeugmaschine mit horizontaler Arbeitsspindel und mit einem Spindelkasten, der auf einem Support
der Maschine horizontal verschiebbar ist, beispielsweise mittels einer vertikal auf einem Ständer dieser
Maschine beweglichen Traverse.
Die erfindungsgemäße Werkzeugmaschine ist gekennzeichnet durch drei horizontale Führungsbahnen
für die Verschiebung des Spindelkastens, von denen Werkzeugmaschine mit horizontaler
Arbeitsspindel und horizontal
verschiebbarem Spindelkasten
Arbeitsspindel und horizontal
verschiebbarem Spindelkasten
Anmelder:
Societe Genevoise d'instruments
de physique, Genf (Schweiz)
de physique, Genf (Schweiz)
Vertreter: Dipl.-Ing. R. Müller-Börner, Patentanwalt,
Berlin-Dahlem, Podbielskiallee 68
Beansprudite Priorität:
Schweiz vom 20. Oktober 1954
Schweiz vom 20. Oktober 1954
M. Andre Mottu, Genf (Schweiz),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
zwei Führungsbahnen auf verschiedenen Seiten de" Spindelachse derart liegen, daß die mittleren Abschnitte
der sich gegen diese Führungsbahnen abstützenden Flächen des Spindelkastens von einer
durch die Spindelachse verlaufenden schrägen Ebene geschnitten werden, wobei diese Ebene senkrecht auf
einer anderen Ebene steht, die ebenfalls die Spindelachse enthält und den mittleren Abschnitt der sich
gegen die dritte Führungsbahn stützenden Fläche des Spindelkastens schneidet.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Form einer Bohrmaschine dar. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht der Bohrmaschine,
Fig. 2 eine schematische Darstellung der Arbeitsweise und
Fig. 3 eine Teilansicht, in Richtung des Pfeiles von Fig. 1 gesehen.
In Fig. 1 trägt das Bett 1 der Bohrmaschine einmal einen Ständer 2 und außerdem einen auf Führungsbahneu
4 und 5 gleitenden Werkstücktisch 3. Der Ständer 2 ist mit zwei Führungsbahnen 6 und 7 ausgestattet,
auf denen der Support 8 vertikal verstellbar ist. Der Support 8 wird von hydraulischen Kolben 9
und 10 getragen und hat drei horizontale Führungsbahnen 11, 12 und 13, der einen Spindelkasten 14,
dessen Spindel 15 von einem Motor 16 angetrieben wird, trägt und führt.
Die Führungsbahnen 11, 12 und 13 arbeiten mit Rollen 11a und ebenen Flächen 12 a und 13 a (Fig. 3")
des Spindelkastens zusammen. Von den Flächen 12 a
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und 13 α liegt die eine hinter und die andere vor der Achse O der Spindel. Eine durch die mittleren Abschnitte
der Stützflächen 12 a und 13 a verlaufende, schräge Ebene p enthält die Achse O der Spindel,
während eine durch die Achse O und durch den mittleren Teil der Stützlinie der Rollella verlaufende
Ebene q in O senkrecht auf der Ebene ρ steht. Die
Rollen 11a dienen in der Hauptsache zum Abstützen des Spindelkastens, und das in seinem Schwerpunkt G
angreifende GewichtP desselben bildet mit der Gegenkraft
R1 der Führungsbahn 11 ein Kräftepaar, das durch das von den Gegenkräften R2 und R3 der Führungsbahnen
12 und 13 auf den Flächen 12 α und 13 α des Spindelkastens gebildete, entgegengesetzt wirkende
Kräftepaar im Gleichgewicht gehalten wird.
Es kann angenommen werden, daß sich der Support 8 infolge seiner großen Kühlfläche und seiner
verhältnismäßig geringen Berührung mit der von dem Spindelkasten gebildeten Wärmequelle im Verhältnis
zu diesem nur sehr wenig erwärmt. Die Führungsbahnen 11, 12 und 13 können also als feste Bezugsflächen
angesehen werden.
In Fig. 2 sind die Spindelachse O und die Führungsbahnen
11, 12 und 13 schematisch dargestellt. Außerdem sieht man für die Lage des Spindelkastens
bei Umgebungstemperatur die Spuren der bereits erwähnten Ebenen p und q und der vertikal durch die
Spindelachse O verlaufenden Ebene v, wobei α und b
die Entfernung dieser Ebene υ von den Führungsbahnen 12 bzw. 13 darstellen. Wenn die Temperatur
des Spindelkastens höher ist als die Umgebungstemperatur, so sieht man, wie bei starker Übertreibung
der Auswirkungen der Ausdehnung zwecks Verdeutlichung der Zeichnung die Entfernungen α und b auf
O1 bzw. b1 zugenommen haben und ein Kippen des
Spindelkastens hervorrufen.
Infolge der besonderen Anordnung der Rollen 11 a
und der Flächen 12 α und 13 α sowie ihrer Fähigkeit,
sich geringfügig auf den Flächen der Führungsbahnen 11, 12 bzw. 13 zu verschieben, wird nun aber der
Spindelkasten um die Spindelachse O gekippt, die selbst ihre Lage fest beibehält. Hierbei verschieben
sich die Mitten der Stützflächen 12 a und 13 a etwas, und die Ebene p nimmt, indem sie um die Achse O
kippt, die in Fig. 2 mit P1 bezeichnete Lage ein.
Ebenso verschiebt sich die Mitte der sich auf der Führungsbahn 11 abstützenden Linie der Rolle 11a.
und die Ebene q nimmt, nachdem sie um den gleichen
Winkel wie die Ebene/» um die Achse O gekippt ist,
die senkrecht auf P1 stehende Lage q1 ein. Die neue
Lage des Spindelkastens wird durch die neuen Spuren P1, Q1 und Tj der Ebenen p. q und ν definiert. Das
Kippen des Spindelkastens, das in Wirklichkeit äußerst gering ist, ist für die Genauigkeit der Maschine kein Nachteil und gestattet das Erreichen des
Zieles der Erfindung, indem die Lage der Spindelachse in bezug auf den den Spindelkasten tragenden
Support oder Ständer unverändert bleibt.
Vorzugsweise sind zwei sich nach unten abstützende Rollen 11a und eine dritte (nicht dargestellte;,
sich nach oben abstützende Rolle vorgesehen, wobei die Lage der drei Rollen vertikal einstellbar ist.
Claims (2)
1. Werkzeugmaschine mit horizontaler Arbeitsspindel und einem Spindelkasten, der auf einem
Support der Maschine horizontal verschiebbar ist, gekennzeichnet durch drei Führungsbahnen für
die Verschiebung des Spindelkastens, von denen zwei Führungsbahnen (12, 13) auf verschiedenen
Seiten der Spindelachse (O) derart liegen, daß die mittleren Abschnitte der sich gegen diese Führungsbahnen
abstützenden Flächen des Spindelkastens (14) von einer durch die Spindelachse verlaufenden
schrägen Ebene (/>) geschnitten werden, wobei diese Ebene (/») senkrecht auf einer anderen
Ebene (q) steht, die ebenfalls die Spindelachse ent
hält und den mittleren Abschnitt der sich gegen die dritte Führungsbahn (11) stützenden Fläche
des Spindelkastens schneidet.
2. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dritte Führungsbahn (11)
die Form einer Laufschiene hat, auf der mindestens drei am Spindelkasten gelagerte, vertikal
einstellbare Rollen (11 a) laufen, von denen zwei sich nach unten und die andere nach oben stützen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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