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Die Erfindung betrifft eine Stützscheibe für eine Stützscheibenlagerung von Offenend-
Spinnrotoren, mit einem nicht ferromagnetischen scheibenartigen Grundkörper mit wenigstens
einer im Abstand von der Achse der Stützscheibe angeordneten stirnseitigen Sackbohrung, in
welche - zur berührungslosen Drehzahlmessung bei Betrieb - ein zylinderförmiger
Permanentmagnet eingesetzt ist.
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Eine Stützscheibe dieser Art ist durch die DE 43 13 753 A1 Stand der Technik. Bei einer
Ausführung nach dieser Druckschrift sind zwei Permanentmagnete vorgesehen, die als Stifte
ausgebildet und, an den Stirnseiten bündig, in entsprechende Bohrungen fest eingepasst sind. Bei
einer anderen Ausführung sind die Permanentmagnete als tablettenartige Signalgeber in zwei
Sackbohrungen bündig eingepasst.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, den wenigstens einen zylinderförmigen
Permanentmagneten in der ihm zugeordneten stirnseitigen Sackbohrung sicher zu befestigen.
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Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Permanentmagnet mittels eines in die Sackbohrung
eingepassten nicht ferromagnetischen Halteelementes fixiert ist.
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Ein solches Halteelement ist vorteilhaft als die Sackbohrung verschließender Stopfen ausgebildet,
wodurch die Stützscheibe eine strömungsgünstige geschlossene Front aufweist. Dieser Stopfen
kann mit einer zylindrischen Außenfläche in die Sackbohrung eingepresst sein und seinerseits eine
auf den Permanentmagneten aufschiebbare Aufnahmebohrung aufweisen. Zweckmäßig liegt
dabei das Haltelement mit einer axialen Anschlagfläche an einer Stirnseite des
Permanentmagneten an.
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Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels.
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Es zeigen:
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Fig. 1 eine Ansicht auf eine Stützscheibenlagerung von Offenend-Spinnrotoren, von der
Bedienungsseite des Spinnaggregates her gesehen,
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Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II der Fig. 1,
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Fig. 3 in stark vergrößerter Darstellung einen Axialschnitt durch eine erfindungsgemäße
Stützscheibe,
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Fig. 4 in noch weiter vergrößerter Darstellung einen in die Stützscheibe der Fig. 4 eingesetzten
Permanentmagneten.
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Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Stützscheibenlagerung 1 für einen Offenend-Spinnrotor 2
ist Bestandteil eines Offenend-Spinnaggregates. Die Stützscheibenlagerung 1 enthält insgesamt
vier Stützscheiben 3, von denen jeweils zwei auf einer gemeinsamen Welle 4 gelagert sind. Die
Wellen 4 sind mittels Wälzlagern 5 in nicht dargestellten Lagergehäusen gelagert. Die
Stützscheiben 3 sind paarweise so angeordnet, dass hierdurch zwei Keilspalte 6 gebildet werden,
in denen der Schaft 7 des Offenend-Spinnrotors 2 in radialer Richtung gelagert ist. Der Schaft 7
trägt an seinem der Bedienungsseite des Spinnaggregates zugewandten Ende einen Rotorteller 8,
in dessen Innerem in bekannter Weise die Garnbildung stattfindet.
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Der Schaft 7 wird mittels eines Tangentialriemens 9 angetrieben, der zwischen den
Stützscheibenpaaren gegen den Schaft 7 anläuft und gleichzeitig den Schaft 7 in den Keilspalten 6
hält. Der Tangentialriemen 9 ist mittels einer Andrückrolle 10 in der Nähe des Schaftes 7 belastet.
Die Andrückrolle 10 ist um eine Achse 11 frei drehbar in einem mit einer Belastungsfeder 12
belasteten Schwenkarm 13 gelagert, der um eine quer zu dem Tangentialriemen 9 verlaufende
Schwenkachse 14 verschwenkbar ist.
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Die Wellen 4 der Stützscheibenpaare sind in bekannter Weise um einen geringen Winkel derart
windschief zueinander ausgerichtet, dass in Verbindung mit der Laufrichtung A des
Tangentialriemens 9 durch das Abrollen des Schaftes 7 auf den entsprechend den Pfeilrichtungen
B und C sich drehenden Stützscheiben 3 ein Axialschub in Richtung des Pfeils D erzeugt wird, der
den Schaft 7 mit seinem freien Ende in Richtung zu einem Spurlager 15 belastet. Das Spurlager
15 enthält eine von Maschinenschwingungen ständig zu Vibrationen erregte Kugel 16, die auf der
dem Schaft 7 gegenüberliegenden Seite mittels eines Widerlagers 17 gehalten ist, das in einem
Gehäuseteil 18 einstellbar angeordnet ist.
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Die Stützscheiben 3 bestehen jeweils aus einem scheibenartigen Grundkörper 19 sowie einem
damit verbundenen reifenartigen Laufbelag 20, dessen Umfangsfläche 21 die Lauffläche für den
Schaft 7 des Offenend-Spinnrotors 2 bildet. Der Grundkörper 19 besteht zweckmäßigerweise aus
nicht ferromagnetischem Material, beispielsweise aus Kunststoff oder einer Aluminiumlegierung,
der Laufbelag 20 aus einem geeigneten dämpfungsfähigen Kunststoff.
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Es ist bekannt, dass die bei Betrieb ersponnenen Garne durch irgendwelche Ursachen bisweilen
brechen. In einem solchen Falle muss ein bereits ersponnenes Garnende wieder angesponnen,
d. h. mit den dem Inneren des Rotortellers 8 zugeführten Fasern gebunden werden. Dies geschieht
bei vielen praktischen Maschinen beim Hochlaufen des zuvor gebremsten Offenend-Spinnrotors 2.
Dabei ist es wichtig, zu bestimmten Augenblicken des Anspinnens zu wissen, welche momentane
Drehzahl der Offenend-Spinnrotor 2 gerade hat. Dies geschieht in der Praxis durch
berührungsloses Messen der momentanen Drehzahl einer Stützscheibe 3, was indirekt Auskunft
über die momentane Drehzahl des auf den Stützscheibenpaaren gelagerten Schaftes 7 des
Offenend-Spinnrotors 2 gibt.
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Zur berührungslosen Drehzahlmessung ist eine der der Bedienungsseite des Spinnaggregates
zugewandten Stützscheiben 3 an ihrer vorderen Stirnseite 22 in besonderer Ausweise ausgebildet.
Diese Stützscheibe 3 weist wenigstens einen Permanentmagneten 23 auf, auf den nachfolgend
noch genauer eingegangen wird.
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Der den wenigstens einen Permanentmagneten 23 aufweisen Stützscheibe 3 ist im Wartungsfalle
eine Sensoreinrichtung 24 eines nicht dargestellten verfahrbaren Wartungsgerätes zustellbar. Das
Wartungsgerät ist in bekannter Weise längs der Spinnaggregate der Offenend-Spinnmaschine
verfahrbar. Die Sensoreinrichtung 24 kann die Stirnseite 22 der den wenigstens einen
Permanentmagneten 23 enthaltenden Stützscheibe 3 berührungslos abtasten und ist über eine
elektrische Leitung 25 mit einer Auswerteeinrichtung 26 des Wartungsgerätes verbunden. Diese
Auswerteeinrichtung 26 ist ihrerseits in nicht dargestellter Weise beispielsweise mit Steuermotoren
des Wartungsgerätes verbunden. Auf diese Weise lässt sich während des Hochlaufens eines
Offenend-Spinnrotors 2 von seiner gebremsten Position bis zu seiner Betriebsdrehzahl ein
Anspinnvorgang durchführen.
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In Fig. 3 ist in stark vergrößerter Darstellung ein Axialschnitt durch eine erfindungsgemäße
Stützscheibe 3 gezeichnet. Man erkennt den scheibenartigen Grundkörper 19 mit seinem
reifenartigen Laufbelag 20, der eine Umfangsfläche 21 für den Schaft 7 des Offenend-Spinnrotors
2 aufweist. Man erkennt ferner die der Bedienungsseite zugewandte Stirnseite 22, an welcher zur
berührungslosen Drehzahlmessung wenigstens ein zylinderförmiger, vorzugsweise stiftartiger
Permanentmagnet 23 angebracht ist.
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Der Laufbelag 20 ist am Grundkörper 19 mit einer geeigneten Verankerung 27 befestigt.
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Wie aus der vergrößerten Fig. 3 und der noch mehr vergrößert dargestellten Fig. 4 ersichtlich
ist, weist die Stirnseite 22 der hier in Betracht kommenden Stützscheibe 3 wenigstens eine,
vorzugsweise zwei stirnseitige Sackbohrungen 29 auf, die gegenüber der Achse 28 der
Stützscheibe 3 in einem geeigneten Abstand angeordnet sind. In die beiden Sackbohrungen 29 ist
jeweils ein zylinderförmiger, stiftartiger Permanentmagnet 23 eingesetzt und mittels eines nicht
ferromagnetischen Halteelementes 30 fixiert.
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Das beispielsweise aus einem geeigneten Kunststoff bestehende Halteelement 30 liegt mit einer
axialen Anschlagfläche 31 an einer Stirnseite 32 des zugeordneten Permanentmagneten 23 an.
Mit einer zylindrischen Außenfläche 33 ist das Halteelement 30 in die Sackbohrung 29 fest
eingepresst. Das Halteelement 30 weist seinerseits eine auf den Permanentmagneten 23
aufschiebbare Aufnahmebohrung 34 auf.
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Vorteilhaft ist das Halteelement 30 als die Sackbohrung 29 verschließender Stopfen 35 mit einer
der Bedienungsseite zugewandten geschlossenen Stirnseite ausgebildet.