DE10227681A1 - Verfahren zur Anbringung eines Transponders an einem Ventilkörper aus Metall und Transpondermodul zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Anbringung eines Transponders (2) mit einem Chip (3) und einer Spule (4) an einem Druckbehälter (9) aus Metall, insbesondere dem Sicherheitsverschluß des Druckbehälters, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß DOLLAR A die Spule (4) stabförmig aufgewickelt und an ihren Enden mit den elektrischen Anschlüssen (3a, 3b) des Chips (3) unter Bildung eines Transponders (2) elektrisch verbunden wird, DOLLAR A der Transponder (2) in eine Hülle (7) aus einem nicht metallischen Material eingebracht wird, DOLLAR A das so gebildete Transpondermodul (1) vollständig in eine Kavität (8) des Druckbehälters (9) in der Weise eingebracht wird, daß die Spulenachse (X) parallel zur Oberfläche (9a) des Druckbehälters (9) liegt und die Spule (4) zumindest teilweise im Bereich eines Fensters (10) des Druckbehälters (9) positioniert ist, und DOLLAR A die Kavität (8) des Druckbehälters (9) nach dem Einbringen des Transponders (2) mit einem nicht metallischen elastischen Material (11) vergossen wird.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Anbringung eines Transponders mit einem Chip und einer Spule an einem Druckbehälter aus Metall, wie beispielsweise einer Gasflasche und insbesondere dem Sicherheitsverschluß des Druckbehälters, einem Ventil des Druckbehälters oder dem Körper des Druckbehälters selbst. Des weiteren betrifft die Erfindung ein Transpondermodul, das besonders gut geeignet zur Durchführung des Verfahrens ist.
- Transponder bestehend aus einem Chip und einer Spule sind hinlänglich bekannt und werden in unterschiedlichen Be reichen eingesetzt, wo ein berührungsloser Datenaustausch zwischen dem Chip des Transponders und einem Lesegerät stattfinden soll. Der Datenaustausch erfolgt hierbei über elektromagnetische Wechselfelder, wozu der Transponder eine entsprechende Antenne in Form einer Spule besitzt. Die Transpondertechnik kommt beispielsweise bei berührungslos arbeitenden Chipkarten zum Einsatz. Neben solchen Anwendungsfeldern in weitgehend ungestörten Umgebungen gibt es auch Einsatzbereiche, in denen die Transponder direkt auf elektrisch leitenden, insbesondere metallischen Flächen zum Einsatz kommen. Dies ist häufig in der Automatisierungstechnik der Fall, wenn Transponder zur Objektidentifikation verwendet werden.
- In diesem Zusammenhang wird in der
DE 196 22 387 A1 vorgeschlagen, die Spule auf einen flachen Trägerkörper aufzuwickeln und diesen Trägerkörper an der Oberfläche des Metallkörpers über entsprechende Befestigungseinrichtungen in der Weise angzubringen, daß die Achse der Spule etwa parallel zur Oberfläche des Metallkörpers liegt. - Problematisch an diesem Verfahren ist, daß der Transponder im Betrieb empfindlich gegen mechanische und thermische Beanspruchungen, Vibrationen etc. ist.
- Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren anzugeben, mit dem ein Transponder auf einfache Weise und gut geschützt an einem Druckbehälter angebracht werden kann. Des weiteren soll ein Transpondermodul angegeben werden, das für die Durchführung des Verfahrens geeignet ist.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Spule stabförmig aufgewickelt und an ihren Enden mit den elektrischen Anschlüssen des Chips unter Bildung eines Transponders elektrisch verbunden wird, der Transponder in eine Hülle aus einem nicht metallischen Material eingebracht wird, das so gebildete Transpondermodul vollständig in eine Kavität des Druckbehälters in der Weise eingebracht wird, daß die Spulenachse parallel zur Oberfläche des Druckbehälters liegt und die Spule zumindest teilweise im Bereich eines Fensters des Druckbehälters positioniert ist, und die Kavität des Druckbehälters nach dem Einbringen des Transponders mit einem nicht metallischen elastischen Material vergossen wird.
- Aufgrund der stabförmigen Ausbildung der Transponderspule und deren Anordnung im Bereich des Fensters des Druckbehälters kann ein Magnetfeld, das durch die Sendespule eines entsprechenden RF(radio-frequency)-Lesegerätes erzeugt wird, durch das Fenster hindurch die Transponderspule anregen, so daß der Chip des Transponders ausgelesen und auch beschrieben werden kann. Durch die Einbettung des Transponders in der Kavität ist der Transponder dabei gegen Beschädigungen geschützt. Weiterhin ist der Transponder in ein elastisches Material eingebettet, welches den Transponder gegen thermomechanische Spannungen, Schockeinwirkungen, Vibrationen und mechanische Schläge schützt.
- Außerdem ist eine Hülle aus einem nicht metallischen Material vorgesehen, die einerseits einen zusätzlichen Schutz bietet und andererseits aus dem Transpondermodul auch eine geschlossene Einheit bildet, die leicht in die Kavität des Druckbehälters eingebracht und darin positioniert werden kann.
- Im übrigen ist die Kavität des Druckbehälters mit einem elastischen Material vergossen, um dem Transponder einen Schutz gegen mechanische Beschädigungen zu geben und zu fixieren.
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß der Transponder in der Weise in die Kavität eingebracht wird, daß er bis auf den Bereich des Fensters vollständig von Metall umschlossen ist. Hierbei kann es ausreichen, das Fenster des Druckbehälters als einen schmalen Spalt auszubilden, der hinsichtlich der Länge und/oder auch hinsichtlich der Breite kleiner als die Spule sein kann. Auf diese Weise wird erreicht, daß der Transponder sehr gut gegen Beschädigungen geschützt ist. Beispielsweise kann der Transponder in eine als parallel zur Oberfläche des Druckbehälters verlaufende Bohrung eingebracht sein, wobei er dann bis auf die Bohrungsöffnung und die Fensteröffnung vollständig von Metall umschlossen ist.
- Alternativ ist es möglich, den Transponder in eine als Nut ausgebildete Kavität in der Oberfläche des Druckbehälters einzubringen. Bei dieser Ausführungsform ist al lerdings darauf zu achten, daß die Nut so tief ist, daß der Transponder von der Oberfläche des Druckbehälters nicht vorsteht.
- Insbesondere in dem Fall, daß die Kavität als Bohrung ausbildet ist, kann die Hülle zweckmäßigerweise in Rohrform ausgebildet sein, wobei der Transponder dann in die Hülle so eingebracht wird, daß die Spulenachse parallel zur Rohrachse verläuft und somit eine definierte Ausrichtung in Bezug auf die Hülle besitzt.
- Im übrigen kann die rohrförmige Hülle an ihren axialen Enden offen oder auch an einem Ende geschlossen ausgebildet sein.
- Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der Erfindung en wird auf die Unteransprüche sowie die nachfolgende Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung verwiesen. In der Zeichnung zeigt:
-
1 in Schnittansicht ein Transpondermodul gemäß der vorliegenden Erfindung, -
2 in schematischer Draufsicht das Transpondermodul aus1 , das in eine Bohrung eines Sicherheitsverschlusses eines Druckbehälters eingebracht ist, und -
3 die Anordnung aus2 in Seitenansicht. - In
1 ist ein Transpondermodul1 gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt. Dieses Transpondermodul1 umfaßt einen Transponder2 bestehend aus einem Chip3 und einer Spule4 , die stabförmig auf einen Ferritkern5 aufgewickelt ist und an ihren Endbereichen mit den elektrischen Anschlüssen3a ,3b – auch Bondpads genannt – des Chips3 elektrisch verbunden ist. Der Transponder2 ist in eine rohrförmige und an ihrem einen axialen Ende verschlossene Hülle7 eingebracht, die mit einem elastischen Material6 gefüllt ist. Der Transponder2 ist in der Hülle6 dabei so positioniert, daß die Längsachse der Spule4 bzw. des Ferritkerns5 parallel zur Längsachse der Hülle7 liegt. - Das so gebildete Transpondermodul
1 ist in eine Kavität8 eines Druckbehälters9 wie beispielsweise einer Gasflasche – hier dem Sicherheitsverschluß der Gasflasche – aus Metall eingebracht, die als eine parallel zur Oberfläche9a des Sicherheitsverschlusses9 gelegene Bohrung ausgebildet ist, wobei die Bohrung8 mit einem spaltförmigen Fenster10 zu der Oberfläche9a des Sicherheitsverschlusses9 hin öffnet. Das Transpondermodul1 ist dabei in der Weise in der Bohrung8 positioniert, daß die Transponderspule4 im Bereich des Fensters10 liegt, wie dies insbesondere in der Draufsicht von2 gut erkennbar ist, und außerdem das Transpondermodul1 und damit auch die Spule4 etwa parallel zu der Oberfläche9a des Sicherheitsverschlusses9 ausgerichtet ist. - Die Bohrung
8 des Sicherheitsverschlusses9 mit dem darin positionierten Transpondermodul1 ist mit einem Vergußmaterial11 verfüllt, um das Transpondermodul1 zu fixieren und zu schützen. - Im übrigen lassen die
1 bis3 gut erkennen, daß die Länge lTM des Transpondermoduls1 größer ist als die Länge lLF des Lesefensters10 und auch eine größere Breite besitzt. Konkret sind die Abmessungen des Lesefensters10 gerade noch so groß gewählt, daß ein Magnetfeld, das durch die Sendespule eines nicht dargestellten RF-Lesegeräts in das Fenster10 eindringen und die Spule4 anregen kann, so daß der Chip3 des Transponders2 ausgelesen und auch beschrieben werden kann. - In erfindungsgemäßer Weise erfolgt die Einbringung des Transponders
2 in die Bohrung8 des Sicherheitsverschlusses9 in der folgenden Weise:
Zunächst wird in einem ersten Schritt die Spule4 auf den Ferritkern5 aufgewickelt und an ihren Enden mit den elektrischen beiden Anschlüssen3a ,3b des Chips3 unter Bildung des Transponders2 elektrisch verbunden. - Anschließend wird der so gebildete Transponder
2 in die Hülle7 eingebracht und dort so positioniert, daß die Längsachse des Ferritkerns5 etwa parallel zur Längsachse der Hülle7 ausgerichtet ist. In dieser Position wird der Transponder2 fixiert, indem die Hülle7 mit dem elastischen Material6 vergossen wird. - Das so gebildete Transpondermodul
1 wird in die Längsbohrung8 des Sicherheitsverschlusses9 eingebracht und so positioniert, daß einerseits die Längsachse der Hülle7 und damit auch die Längsachse der Spule4 parallel zu der Oberfläche9a des Sicherheitsverschlusses9 ausgerichtet ist und andererseits die Spule4 direkt unterhalb des Fensters10 in dem Sicherheitsverschlusses9 positioniert ist. Anschließend wird das Transpondermodul1 in der Bohrung8 fixiert, indem die Bohrung8 mit dem Vergußmaterial11 verfüllt wird.
Claims (13)
- Verfahren zur Anbringung eines Transponders (
2 ) mit einem Chip (3 ) und einer Spule (4 ) an einem Druckbehälter (9 ) aus Metall, insbesondere dem Sicherheitsverschluß des Druckbehälters, dadurch gekennzeichnet, daß die Spule (4 ) stabförmig aufgewickelt und an ihren Enden mit den elektrischen Anschlüssen (3a ,3b ) des Chips (3 ) unter Bildung eines Transponders (2 ) elektrisch verbunden wird, der Transponder (2 ) in eine Hülle (7 ) aus einem nicht metallischen Material eingebracht wird, das so gebildete Transpondermodul (1 ) vollständig in eine Kavität (8 ) des Druckbehälters (9 ) in der Weise eingebracht wird, daß die Spulenachse (x) parallel zur Oberfläche (9a ) des Druckbehälters (9 ) liegt und die Spule (4 ) zumindest teilweise im Bereich eines Fensters (10 ) des Druckbehälters (9 ) positioniert ist und die Kavität (8 ) des Druckbehälters (9 ) nach dem Einbringen des Transponders (2 ) mit einem nicht metallischen elastischen Material (11 ) vergossen wird. - Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kavität (
8 ) eine Nut in der Oberfläche des Druckbehälters (9 ) ist. - Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Transponder (
2 ) in der Weise in die Kavität (8 ) eingebracht wird, daß er bis auf den Bereich des Fensters (10 ) im wesentlichen vollständig von Metall umschlossen ist. - Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Transponder (
2 ) in eine als parallel zur Oberfläche des Ventilkörpers (9 ) verlaufende Bohrung (8 ) als Kavität eingebracht wird. - Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Fenster (
10 ), in dessen Bereich die Spule (4 ) positioniert wird, kleiner ist als der Transponder (2 ). - Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Fenster (
10 ) eine geringere Länge und/oder geringere Breite als die Spule (4 ) des Transponders (2 ) besitzt. - Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Hülle (
7 ) rohrförmig ist und der Transponder (2 ) in die Hülle (7 ) so eingebracht wird, daß die Spulenachse parallel zur Rohrachse läuft. - Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spule (
4 ) auf einen Ferritkern aufgewickelt wird. - Transpondermodul mit einem Transponder (
2 ), der einen Chip (3 ) und eine damit elektrisch verbundene Spule (4 ) aufweist und in ein elastisches Material (6 ) eingebettet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Spule (4 ) stabförmig aufgewickelt ist, der Transponder (2 ) in eine insbesondere rohrförmig ausgebildete Hülle (7 ) eingebracht ist und die Hülle (7 ) mit dem elastischen Material (6 ) gefüllt ist. - Transpondermodul nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die rohrförmige Hülle (
7 ) an ihren axialen Enden offen ist. - Transpondermodul nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die rohrförmige Hülle (
7 ) an einem axialen Ende geschlossen ausgebildet ist. - Transpondermodul nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die stabförmige Spule (
4 ) auf einen Ferritkern (5 ) aufgewickelt ist. - Transpondermodul nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die stabförmige Spule (
4 ) parallel zur Längsachse der Hülle (7 ) ausgerichtet ist.
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|---|---|---|---|
| DE10227681A DE10227681A1 (de) | 2002-06-20 | 2002-06-20 | Verfahren zur Anbringung eines Transponders an einem Ventilkörper aus Metall und Transpondermodul zur Durchführung des Verfahrens |
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| DE10227681A DE10227681A1 (de) | 2002-06-20 | 2002-06-20 | Verfahren zur Anbringung eines Transponders an einem Ventilkörper aus Metall und Transpondermodul zur Durchführung des Verfahrens |
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| DE10227681A1 true DE10227681A1 (de) | 2004-02-26 |
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| DE10227681A Ceased DE10227681A1 (de) | 2002-06-20 | 2002-06-20 | Verfahren zur Anbringung eines Transponders an einem Ventilkörper aus Metall und Transpondermodul zur Durchführung des Verfahrens |
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