DE10224082A1 - Gestängedurchführung, insbesondere für Betätigungs-Gestänge in Kraftfahrzeugen - Google Patents
Gestängedurchführung, insbesondere für Betätigungs-Gestänge in KraftfahrzeugenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Gestängedurchführung, insbesondere für ein Betätigungs-Gestänge (8) in einem Kraftfahrzeug, mit einer in eine Montageöffnung (2) eines Bauteils (1) einzusetzenden Aufnahmebuchse (4), die eine Durchführöffnung (6) für das Gestänge (8) aufweist. Die Aufnahmebuchse (4) weist zum Ausgleich von seitlichem Bewegungsspiel des Gestänges (8) Spielausgleichsmittel (10) auf, die bevorzugt aus mindestens zwei derart radialelastischen Anlageabschnitten (12) bestehen, dass das Gestänge (8) unter elastischer Verformung der Anlageabschnitte (12) in die Aufnahmebuchse (4) einführbar ist und die Anlageabschnitte (12) zur Seitenführung federelastisch an dem eingeführten Gestänge (8) zur Anlage kommen.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Gestängedurchführung, insbesondere für ein Betätigungs-Gestänge in einem Kraftfahrzeug, mit einer in eine Montageöffnung eines Bauteils einzusetzenden Aufnahmebuchse, die eine Durchführöffnung für das Gestänge aufweist.
- Bei solchen Gestängedurchführungen treten im praktischen Einsatz, vor allem in Kraftfahrzeugen, häufig störende Geräusche durch Bewegung bzw. Vibration des Gestänges innerhalb der Aufnahmebuchse auf. In manchen Fällen kommt es sogar zu derart deutlichen Seitenbewegungen des Gestänges, daß dies für den Anwender nicht mehr akzeptabel ist, zumal diese Seitenbewegungen auch die eigentliche Funktion des Gestänges, beispielsweise eines Türschloß-Verriegelungsgestänges im Bordkantenbereich einer Fahrzeugtür, beeinträchtigen können. Außerdem ist die Montage von Betätigungsgestängen z. B. in der Kfz-Industrie häufig deshalb schwierig, weil die entsprechende Montageöffnung des jeweiligen Bauteils von derjenigen Seite her, von der aus das Gestänge einzuführen ist, nicht direkt sichtbar und zugänglich ist. Deshalb muß die Montage durch ein fühlendes Suchen durch den Monteur durchgeführt werden, was schwierig und zeitaufwändig ist und auch die Gefahr einer Fehlmontage beinhaltet.
- Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Gestängedurchführung der genannten Art mit einfachen und kostengünstigen Mitteln eine Verbesserung der Gebrauchseigenschaften und insbesondere auch eine Montagevereinfachung zu erreichen.
- Erfindungsgemäß wird dies durch Spielausgleichsmittel zum Ausgleich bzw. zur Beseitigung von seitlichem Bewegungsspiel des durchgeführten Gestänges innerhalb der Aufnahmebuchse erreicht. Dadurch werden Bewegungen und Vibrationen des Gestänges innerhalb der Aufnahmebuchse sowie daraus resultierende Geräusche vorteilhafterweise vermieden.
- Diese Spielausgleichsmittel bestehen zweckmäßigerweise aus mindestens zwei derart radialelastisch verformbaren Anlageabschnitten, dass das Gestänge unter elastischer, radial aufweitender Verformung der Anlageabschnitte in die Aufnahmebuchse einführbar ist und die Anlageabschnitte nachfolgend zur Seitenführung federelastisch bzw. kraftschlüssig an dem eingeführten Gestänge zur Anlage kommen. Dadurch wird das Gestänge spielfrei oder zumindest spielminimierend geführt. Zusätzlich wird vorteilhafterweise auch eine Zentrierwirkung des Gestänges bezüglich der Öffnungsachse der Durchführung erreicht. Grundsätzlich sind zwei Anlageabschnitte ausreichend, die bevorzugt diametral gegenüberliegend angeordnet sind. Im Falle von mehreren (mindestens drei) Anlageabschnitten sind diese radialsymmetrisch verteilt angeordnet.
- Im weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung sind die Anlageabschnitte über einen derart großen Bereich hinweg radialelastisch verformbar, dass das Gestänge mit einem verdickten Betätigungsende unter elastischer Verformung der Anlageabschnitte hindurchführbar ist und die Anlageabschnitte nachfolgend trotzdem an einem gegenüber dem Betätigungsende verjüngten Gestängeabschnitt zur federelastischen Anlage gelangen. Bevorzugt sind die Spielausgleichsmittel bzw. die Anlageabschnitte in dieser Hinsicht für ein solches Gestänge ausgelegt, bei dem das Verhältnis der radial gemessenen Dicke des Betätigungsendes zur Dicke des sich anschließenden, verjüngten Gestängeabschnittes im Bereich von bis zu mindestens 2 : 1 liegt.
- In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Aufnahmebuchse einseitig im Anschluß an die Spielausgleichsmittel bzw. an die Anlageabschnitte ein verlängertes, die Montageöffnung des Bauteils überragendes, derart rampen- und/oder trichterartiges Einführhilfselement aufweist, dass das Gestänge mit einem einzuführenden Ende durch gleitende Anlage an bzw. in dem Einführhilfselement durch die Anlageabschnitte und in die Durchführöffnung einführbar ist. Dabei ist die Aufnahmebuchse vorzugsweise derart von einer Außenseite des jeweiligen Bauteils her mit dem Einführhilfselement voran und gegebenenfalls unter elastischer radialer Verformung (Verengung) des Einführhilfselementes in die Montageöffnung einsetzbar, insbesondere einrastbar, dass im eingesetzten Zustand das Einführhilfselement frei in einen Innenraum des Bauteils ragt, während die Aufnahmebuchse auf der Bauteil-Außenseite vorzugsweise im Wesentlichen bündig mit einer die Montageöffnung mündungsseitig umgebenden Bauteilfläche abschließt. Durch diese bevorzugte Ausgestaltung wird die Gestängemontage wesentlich erleichtert und vereinfacht, indem mit dem einzuführenden Stangenende das erfindungsgemäße Einführhilfselement wegen seines im Vergleich zur Durchführöffnung deutlich größeren Erfassungsbereichs leichter und schneller gefunden und dann durch eine entlanggleitende Anlage in die Durchführöffnung eingeführt werden kann. Dazu geht eine Einführgleitfläche des Einführhilfselementes direkt über die Spielausgleichsmittel in die Durchführöffnung der Aufnahmebuchse über. Diese bevorzugte Ausgestaltung führt somit zu einer deutlichen Zeitersparnis bei der Gestängemontage und zu einer wesentlich höheren Montagesicherheit durch Vermeidung von Fehlmontagen.
- Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen sowie der folgenden Beschreibung enthalten.
- Anhand von in der Zeichnung veranschaulichten, bevorzugten Ausführungsbeispielen soll die Erfindung genauer erläutert werden. Dabei zeigen:
- Fig. 1 einen Schnitt durch ein mit einer erfindungsgemäßen Gestängedurchführung ausgestattetes Bauteil,
- Fig. 2 eine Perspektivansicht einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Aufnahmebuchse,
- Fig. 3 eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Aufnahmebuchse wiederum in Perspektivansicht und
- Fig. 4 eine vergrößerte Detailansicht in Pfeilrichtung IV gemäß Fig. 2.
- In Fig. 1 ist ein Teil eines Bauteils 1 im Schnitt dargestellt, wobei es sich beispielsweise um den Bordkantenbereich einer Fahrzeugtür handeln kann. Das Bauteil 1 weist eine Montageöffnung 2 auf, in die eine Aufnahmebuchse 4 eingesetzt ist. Die Aufnahmebuchse 4 weist eine Durchführöffnung 6 für ein Gestänge 8 auf, bei dem es sich im dargestellten Anwendungsbeispiel um eine Verriegelungsstange zur Betätigung einer Türverriegelung handelt.
- Erfindungsgemäß weist die Aufnahmebuchse 4 Spielausgleichsmittel 10 zum Ausgleich von seitlichem Bewegungsspiel des eingeführten Gestänges 8 auf. Im dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispiel bestehen die Spielausgleichsmittel 10 aus zwei diametral gegenüberliegenden, derart radialelastischen Anlageabschnitten 12, dass das Gestänge 8 unter elastischer, radial aufweitender Verformung der Anlageabschnitte 12 (siehe dazu die in Fig. 1 eingezeichneten Pfeile 14) in die Aufnahmebuchse 4 einführbar ist. Die Anlageabschnitte 12 liegen dann zur spielausgleichenden Führung des Gestänges 8 kraftschlüssig, federelastisch an diesem an. Dadurch wird - auch im Falle eines schrägen Einführens des Gestänges 8 - eine Zentrierwirkung erreicht. Jeder Anlageabschnitt 12 besteht aus einem einstückig mit der Aufnahmebuchse 4 verbundenen, sich im wesentlichen parallel zur Öffnungsachse 16 der Durchführöffnung 6 erstreckenden Federarm 18 und einem radial nach innen zur Öffnungsachse 16 weisenden, nasenartigen Anlageelement 20. Dabei sind die Federarme 18 mit Vorteil durch Längsschlitze 22 aus einem im wesentlichen hülsenförmigen Verlängerungsabschnitt der Aufnahmebuchse 4 gebildet.
- Wie sich insbesondere aus Fig. 4 ergibt, sind die Anlageelemente 20 zur Anlage an dem Gestänge 8 etwa kalottenartig zur Öffnungsachse 16 hin konvex gewölbt geformt. Dadurch wird in Kombination mit der Federelastizität der Federarme 18 erreicht, daß das Gestänge spielausgleichend geführt und zentriert wird, so dass eine Geräuschbildung vermieden wird. Durch diese elastische Auslegung können aber vorteilhafterweise keine behindernden Vorspannungen in der Bewegung des Gestänges 8 auftreten. Dies bedeutet, daß der Spielausgleich ohne nennenswerte Erhöhung der Verschiebekräfte ein Klappern bzw. Vibrieren des Gestänges 8 sicher vermeidet.
- Um das Einführen des Gestänges 8 zu erleichtern, weisen die Anlageelemente 20 auf ihrer von der Aufnahmebuchse 4 wegweisenden Seite trichterartige Einführschrägflächen 24 auf. Dadurch ist ein sicheres Einführen des Gestänges 8 auch im Falle eines schrägen Ansetzens mit Zentrierwirkung möglich.
- Bevorzugt sind die Anlageabschnitte 12 über einen derart großen Bewegungsbereich hinweg radialelastisch verformbar, dass die erfindungsgemäße Gestängedurchführung bzw. die Aufnahmebuchse 4 auch für die spezielle, in Fig. 1 veranschaulichte Ausführung des Gestänges 8 geeignet ist. Dieses Gestänge 8 weist ein verdicktes (knopfartiges) Betätigungsende 26 auf, an das sich ein verjüngter Gestängeabschnitt 28 anschließt. Die Radialelastizität der Anlageabschitte 12 ist nun derart ausgelegt, dass das Gestänge 8 mit seinem verdickten Betätigungsende 26 unter entsprechender elastischer Verformung (Pfeile 14) der Anlageabschnitte 12 hindurchführbar ist und die Anlageabschnitte 12 nachfolgend dennoch an dem verjüngten Gestängeabschnitt 28 zur kraftschlüssigen, federelastischen Anlage gelangen. In dieser Hinsicht sind die Spielausgleichsmittel 10 insbesondere für ein Gestänge 8 ausgelegt, bei dem das Verhältnis der radial gemessenen Dicke D1 des Betätigungsendes 26 zur Dicke D2 des sich anschließenden, verjüngten Gestängeabschnittes 28 im Bereich von bis zu mindestens etwa 2 : 1 liegt.
- In der bevorzugten Ausgestaltung ist die Aufnahmebuchse 4 von einer Außenseite 30 des Bauteils 1 her mit den Anlageabschnitten 12 voran in die Montageöffnung 2 einsetzbar, und zwar insbesondere einrastbar. Im eingesetzten Zustand (Fig. 1) ragen die Anlageabschnitte 12 frei in einen Innenraum 32 des Bauteils 1, während die Aufnahmebuchse 4 vorzugsweise auf der Bauteil-Außenseite 30 im Wesentlichen bündig mit einer die Montageöffnung 2 mündungsseitig umgebenden Bauteilfläche 34 abschließt.
- Wie sich auch aus den Fig. 2 und 3 ergibt, weist die Aufnahmebuchse 4 einen hohlzylindrischen, die Durchführöffnung 6 aufweisenden Halteabschnitt 36 auf, der seinerseits Fixiermittel 38 zum lagefixierten Halten der Aufnahmebuchse 4 in der Montageöffnung 2 des Bauteils 1 aufweist. So ist zur Halterung der Aufnahmebuchse 4 in Einführrichtung bzw. Gestänge-Durchführrichtung vorgesehen, dass der Halteabschnitt 36 als Fixiermittel 38 einerseits auf seiner den Anlageabschnitten 12 gegenüberliegenden Seite einen radialen, flanschartigen, ringscheibenförmigen Auflageansatz 40 zur Auflage auf der äußeren Bauteilfläche 34 (bzw. in einer in dieser gebildeten Vertiefung) sowie andererseits im Übergangsbereich zu den Anlageabschnitten 12 mindestens einen radialen Rastansatz 42 zum rastenden Hintergreifen eines zum Bauteil-Innenraum 32 weisenden Öffnungsrandes der Montageöffnung 2 aufweist. In der dargestellten, bevorzugten Ausführung sind (mindestens) zwei in Einsetzrichtung gegeneinander versetzte, insbesondere jeweils ringförmig umlaufende und mit einer widerhaken- bzw. sägezahnartigen Profilkontur ausgebildete Rastansätze 42 vorgesehen, die im an den hohlzylindrischen Halteabschnitt 36 angrenzenden Bereich der Federarme 18 angeordnet und dadurch von den Längsschlitzen 22 in Umfangsrichtung unterbrochen sind. Diese Ausgestaltung gewährleistet eine sichere Halterung auch bei unterschiedlich dicken Bauteilen 1 bzw. unterschiedlichen Längen der Montageöffnung 2, so beispielsweise auch bei mehrschichtigen Anbauteilen. Durch die mehreren, in Einsetzrichtung versetzten Rastansätze 42 wird zudem auch ein spielfreier Sitz der Aufnahmebuchse 4 in der Montageöffnung 2 erreicht, da auch bei unterschiedlich dicken Materialien stets einer der Rastansätze 42 für die entsprechende Verrastung sorgt. Durch die Längsschlitze 22 wird im Bereich der Rastansätze 42 auch eine erhöhte Radialelastizität erreicht, die das Einsetzen erleichtert.
- Die Fixiermittel 38 weisen weiterhin zur Sicherung der Aufnahmebuchse 4 gegen Verdrehen mindestens einen radial vom Außenumfang des Halteabschnittes 32 abstehenden Positionsansatz 36 auf, der in eine korrespondierende Positionsausnehmung innerhalb der Montageöffnung 2 des jeweiligen Bauteils 1 eingreift (in Fig. 1 nicht erkennbar). Es können mehrere Positionsansätze 44 in einer bestimmten, geeigneten Anordnung vorgesehen sein.
- In einer in Fig. 3 veranschaulichten, vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weisen die Anlageabschnitte 12 an ihren freien Enden gemeinsam ein verlängertes, derart rampen- und/oder trichterartiges Einführhilfselement 46 auf, dass das Gestänge 8 mit seinem einzuführenden Ende 26 durch gleitende Anlage an bzw. in dem Einführhilfselement 46 durch die Anlageabschnitte 12 hindurch und in die Durchführöffnung 6 einführbar ist. Wie dargestellt, weist jeder Federarm 18 einen Teil des Einführhilfselementes 46 auf, welches somit ebenfalls durch die Längsschlitze 22 unterteilt ist. Dadurch wird auch in diesem Bereich eine elastische Verformbarkeit gewährleistet, die das Einsetzen in die Montageöffnung 2 des Bauteils 1 erleichtert. Zudem kann dadurch das Einführhilfselement 46 auch rinnenartig mit einer in Richtung seines freien Endes zunehmenden, den Querschnitt der Montageöffnung 2 übersteigenden Rinnenbreite ausgebildet sein, was die Führungsfunktion beim Einführen des Gestänges 8 noch verbessert.
- Weiterhin ist in der Ausgestaltung nach Fig. 3 vorgesehen, dass das Einführhilfselement 46 in seinem freien Endbereich zusätzliche Rastmittel 48 zum rastenden Vorfixieren des Gestänges 8 bei der Montage aufweist. Bei diesen Rastmitteln 48 kann es sich, wie dargestellt, um laschen- oder zungenförmige Ansätze handeln, die das angesetzte Ende des Gestänges 8 rastend umgreifen.
- Die erfindungsgemäße Aufnahmebuchse 4 läßt sich preiswert und wirtschaftlich herstellen, indem sie zusammen mit den Spielausgleichsmitteln 10 und ggf. mit dem Einführhilfselement 46 als einstückiges Kunststoff-Formteil ausgeführt ist.
- Wie sich abschließend noch aus Fig. 1 ergibt, weist die Durchführöffnung 6 der Aufnahmebuchse 4 im Bereich des Halteabschnittes 36 einen Innenquerschnitt auf, der nur geringfügig größer als der Außenquerschnitt des in diesem Bereich anzuordneten Abschnittes (Betätigungsende 26) des Gestänges 8 ist. Vorzugsweise kann dabei innerhalb der Durchführöffnung 6 ein zusätzliches, insbesondere ringstegförmiges Führungselement 50 vorgesehen sein. Dadurch wird eine zusätzliche Seitenführung des Gestänges 8 erreicht.
- Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungs- und Anwendungsbeispiele beschränkt, sondern umfaßt auch alle im Sinne der Erfindung gleichwirkenden Ausführungen. So ist die Erfindung grundsätzlich für alle beliebigen Gestänge-Durchführungen geeignet, also nicht nur für ein Verriegelungsgestänge im Bordkantenbereich einer Fahrzeugtür. Ferner kann es sich anstatt einer im Querschnitt kreisförmigen Durchführöffnung 6 auch um einen beliebigen anderen, z. B. ovalen oder abgerundet rechteckigen Öffnungsquerschnitt in Anpassung an das jeweilige Gestänge handeln, wobei auch der Halteabschnitt 36 von der Hohlzylinderform entsprechend abweichen würde.
Claims (15)
1. Gestängedurchführung, insbesondere für ein Betätigungs-Gestänge (8) in
einem Kraftfahrzeug, mit einer in eine Montageöffnung (2) eines Bauteils (1)
einzusetzenden Aufnahmebuchse (4), die eine Durchführöffnung (6) für das
Gestänge (8) aufweist,
gekennzeichnet durch Spielausgleichsmittel (10) zum Ausgleich
von seitlichem Bewegungsspiel des Gestänges (8) innerhalb der
Aufnahmebuchse (4).
2. Gestängedurchführung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Spielausgleichsmittel (10)
aus mindestens zwei derart radialelastischen Anlageabschnitten (12) bestehen,
dass das Gestänge (8) unter elastischer Verformung der Anlageabschnitte (12)
in die Aufnahmebuchse (4) einführbar ist und die Anlageabschnitte (12) zur
Seitenführung federelastisch an dem eingeführten Gestänge (8) zur Anlage
kommen.
3. Gestängedurchführung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass jeder Anlageabschnitt (12) aus
einem einstückig mit der Aufnahmebuchse (4) verbundenen, sich im
wesentlichen parallel zur Öffnungsachse (16) der Durchführöffnung (6)
erstreckenden Federarm (18) und einem Anlageelement (20) besteht.
4. Gestängedurchführung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Federarme(18)durch
Längsschlitze (22) aus einem im wesentlichen hülsenförmigen
Verlängerungsabschnitt der Aufnahmebuchse (4) gebildet sind.
5. Gestängedurchführung nach einem der Ansprüche 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageelemente (20) zur
Anlage an dem Gestänge (8) konvex gewölbt geformt sind.
6. Gestängedurchführung nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageabschnitte (12)
derart radialelastisch verformbar sind, dass das Gestänge (8) mit einem
verdickten Betätigungsende (26) unter elastischer Verformung der
Anlageabschnitte (12) hindurchführbar ist und die Anlageabschnitte (12) an
einem gegenüber dem Betätigungsende (26) verjüngten Gestängeabschnitt (28)
zur federelastischen Anlage gelangen.
7. Gestängedurchführung nach einem der Ansprüche 2 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmebuchse (4)
derart von einer Außenseite (30) des jeweiligen Bauteils (1) her mit den
Anlageasbschnitten (12) voran und gegebenenfalls unter elastischer, radial
verengender Verformung der Anlageabschnitte (12) in die Montageöffnung (2)
einsetzbar, insbesondere einrastbar ist, dass im eingesetzten Zustand die
Anlageabschnitte (12) frei in einen Innenraum (32) des Bauteils (1) ragen,
während die Aufnahmebuchse (4) auf der Bauteil-Außenseite (30) vorzugsweise
im Wesentlichen bündig mit einer die Montageöffnung (2) mündungsseitig
umgebenden Bauteilfläche (34) abschließt.
8. Gestängedurchführung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmebuchse (4) einen
hohlzylindrischen, die Durchführöffnung (6) aufweisenden Halteabschnitt (36)
aufweist, der Fixiermittel (38) zum lagefixierten Halten der Aufnahmebuchse (4)
in der Montageöffnung (2) des Bauteils (1) aufweist.
9. Gestängedurchführung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der Halteabschnitt (36) der
Aufnahmebuchse (4) als Fixiermittel (38) einerseits auf seiner den
Anlageabschnitten (12) gegenüberliegenden Seite einen radialen, flanschartigen
Auflageansatz (40) zur Auflage auf der äußeren Bauteilfläche (34) sowie
andererseits im Übergangsbereich zu den Anlageabschnitten (12) mindestens
einen radialen Rastansatz (42) zum rastenden Hintergreifen eines zum Bauteil-
Innenraum (32) weisenden Öffnungsrandes der Montageöffnung (2) aufweist.
10. Gestängedurchführung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei in
Einsetzrichtung gegeneinander versetzte, insbesondere jeweils ringförmig
umlaufende und mit widerhakenartiger Profilkontur ausgebildete Rastansätze
(42) vorgesehen sind.
11. Gestängedurchführung nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiermittel (38) mindestens
einen radial vom Außenumfang des Halteabschnittes (36) abstehenden
Positionsansatz (44) zum Eingriff in eine korrespondierende
Positionsausnehmung innerhalb der Montageöffnung (2) des Bauteils (1)
aufweisen.
12. Gestängedurchführung nach einem der Ansprüche 2 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageabschnitte (12) an
ihren freien Enden ein verlängertes, derart rampen- und/oder trichterartiges
Einführhilfselement (46) aufweisen, dass das Gestänge (8) mit einem
einzuführenden Ende (26) durch gleitende Anlage an bzw. in dem
Einführhilfselement (46) durch die Anlageabschnitte (12) hindurch und in die
Durchführöffnung (6) einführbar ist.
13. Gestängedurchführung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass das Einführhilfselement (46) in
seinem freien Endbereich Rastmittel zum rastenden Vorfixieren des Gestänges
(8) bei der Montage aufweist.
14. Gestängedurchführung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmebuchse (4) mit
den Spielausgleichsmitteln (10) und ggf. mit dem Einführhilfselement als
einstückiges Kunststoff-Formteil ausgebildet ist.
15. Gestängedurchführung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die Durchführöffnung (6) der
Aufnahmebuchse (4) einen Innenquerschnitt aufweist, der geringfügig größer
als der Außenquerschnitt des in diesem Bereich anzuordnenden Abschnittes
(26) des Gestänges (8) ist, wobei vorzugsweise innerhalb der Durchführöffnung
(6) ein zusätzliches, insbesondere ringstegförmiges Führungselement (50)
vorgesehen ist.
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| RU2471054C2 (ru) * | 2007-12-21 | 2012-12-27 | Джи Эм Глоубал Текнолоджи Оперейшнз, Инк. | Противопылевое и противоугонное устройство, автомобильные двери и автомобиль с противопылевым и противоугонным устройством |
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