Stand der Technik
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Die Erfindung geht aus von einer Brennkraftmaschine nach der
Gattung des Anspruchs 1.
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Eine solche Brennkraftmaschine ist durch die
EP 0 987 431 A2 bekannt. Diese Brennkraftmaschine weist
wenigstens einen Zylinder und eine
Kraftstoffeinspritzeinrichtung auf. Die
Kraftstoffeinspritzeinrichtung weist eine
Kraftstoffhochdruckpumpe und ein mit dieser verbundenes
Kraftstoffeinspritzventil für jeden Zylinder der
Brennkraftmaschine auf. Die Kraftstoffhochdruckpumpe weist
einen zumindest mittelbar durch eine Nockenwelle der
Brennkraftmaschine in einer Hubbewegung angetriebenen
Pumpenkolben auf, der einen Pumpenarbeitsraum begrenzt, der
mit einem Druckraum des Kraftstoffeinspritzventils verbunden
ist. Das Kraftstoffeinspritzventil weist wenigstens ein
Einspritzventilglied auf, durch das wenigstens eine
Einspritzöffnung gesteuert wird und das durch den im
Druckraum herrschenden Druck gegen eine Schließkraft in
Öffnungsrichtung zur Freigabe der wenigstens einen
Einspritzöffnung bewegbar ist. Es ist ein elektrisch
betätigtes Steuerventil vorgesehen, durch das zumindest
mittelbar eine Verbindung des Pumpenarbeitsraums mit einem
Entlastungsbereich gesteuert wird. Üblicherweise wird der
den Pumpenkolben antreibende Nocken der Nockenwelle derart
geformt, daß die Geschwindigkeit des Pumpenkolbens bei
dessen Förderhub zunächst zunimmt und dann wieder abnimmt.
Ein Kraftstoffeinspritzzyklus, während dem das Steuerventil
geschlossen und das Kraftstoffeinspritzventil geöffnet ist,
erfolgt dabei im Bereich der höchsten Geschwindigkeit des
Pumpenkolbens. Hierdurch wird zu Beginn einer
Haupteinspritzung des Krafftstoffeinspritzzyklus ein steiler
Druckanstieg im Pumpenarbeitsraum erreicht. Toleranzbedingte
Verschiebungen der Drehlage des Nockens der Nockenwelle
führen dabei jedoch zu Abweichungen des Drucks während des
Kraftstoffeinspritzzyklus und der während diesem
eingespritzten Kraftstoffmenge.
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Vorteile der Erfindung
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Die erfindungsgemäße Brennkraftmaschine mit den Merkmalen
gemäß Anspruch 1 hat demgegenüber den Vorteil, daß
toleranzbedingte Verschiebungen der Drehlage des Nockens der
Nockenwelle keinen Einfluß auf den Druck während des
Kraftstoffeinspritzzyklus und die während diesem
eingespritzte Kraftstoffmenge haben. Der Nocken ist dabei
derart geformt, daß während des Zeitraums zwischen dem
frühest möglichen Beginn bis zum spätest möglichen Ende
eines Kraftstoffeinspritzzyklus der Pumpenkolben mit
zumindest annähernd konstanter Geschwindigkeit angetrieben
wird. Der Beginn und das Ende des Kraftstoffeinspritzzyklus
können beliebig festgelegt werden, wobei jeweils während des
Kraftstoffeinspritzzyklus der Druckverlauf im
Pumpenarbeitsraum zumindest annähernd gleich ist.
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In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen
Brennkraftmaschine angegeben. Die Ausbildung gemäß Anspruch
3 ermöglicht eine voneinander unabhängige Steuerung des
Druckaufbaus im Pumpenarbeitsraum und der Öffnung des
Kraftstoffeinspritzventils und damit der
Kraftstoffeinspritzung. Dadurch, daß der Pumpenkolben
während des gesamten Kraftstoffeinspritzzyklus mit zumindest
annähernd konstanter Geschwindigkeit angetrieben wird, kann
der Beginn des Kraftstoffeinspritzzyklus, der durch das
weitere Steuerventil bestimmt wird, zu einem beliebigen
Zeitpunkt erfolgen, ohne daß sich hierdurch eine Änderung
des Druckverlaufs während des Kraftstoffeinspritzzyklus
ergibt. Dies ermöglicht eine einfache Steuerung der
Kraftstoffeinspritzung.
Zeichnung
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigen Fig. 1 ausschnittsweise eine
Brennkraftmaschine mit einer Kraftstoffeinspritzeinrichtung
in schematischer Darstellung und Fig. 2 einen Verlauf der
Geschwindigkeit eines Pumpenkolbens der
Kraftstoffeinspritzeinrichtung.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
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In Fig. 1 ausschnittsweise eine Brennkraftmaschine eines
Kraftfahrzeugs dargestellt, wobei lediglich ein Teil eines
Zylinders der Brennkraftmaschine dargestellt ist. Die
Brennkraftmaschine ist vorzugsweise eine selbstzündende
Brennkraftmaschine und weist einen oder mehrere Zylinder
auf. Für jeden Zylinder der Brennkraftmaschine ist eine
Kraftstoffeinspritzeinrichtung vorgesehen, die vorzugsweise
als sogenannte Pumpe-Düse-Einheit ausgebildet ist und die
für jeden Zylinder der Brennkraftmaschine jeweils eine
Kraftstoffhochdruckpumpe 10 und ein mit dieser verbundenes
Kraftstoffeinspritzventil 12 aufweist, die eine gemeinsame
Baueinheit bilden. Alternativ kann die
Kraftstoffeinspritzeinrichtung auch als sogenanntes Pumpe-
Leitung-Düse-System ausgebildet sein, bei dem die
Kraftstoffhochdruckpumpe und das Kraftstoffeinspritzventil
jedes Zylinders getrennt voneinander angeordnet und über
eine Leitung miteinander verbunden sind. Die
Kraftstoffhochdruckpumpe 10 weist einen Pumpenkörper 14 mit
einer Zylinderbohrung 16 auf, in der ein Pumpenkolben 18
dicht geführt ist. Der Pumpenkolben 18 wird zumindest
mittelbar durch einen Nocken 20 einer Nockenwelle 21 der
Brennkraftmaschine entgegen der Kraft einer Rückstellfeder
19 in einer Hubbewegung angetrieben wird. Zwischen dem
Nocken 20 und dem Pumpenkolben 18 kann beispielsweise ein
Kipphebel 23 angeordnet sein, der einerseits auf dem Nocken
20 abläuft und der andererseits zumindest mittelbar am
Pumpenkolben 18 angreift. Der Pumpenkolben 18 begrenzt in
der Zylinderbohrung 16 einen Pumpenarbeitsraum 22, in dem
beim Förderhub des Pumpenkolbens 18 Kraftstoff unter
Hochdruck verdichtet wird. Dem Pumpenarbeitsraum 22 wird
Kraftstoff aus einem Kraftstoffvorratsbehälter 24 des
Kraftfahrzeugs zugeführt, beispielsweise mittels einer
Förderpumpe 25.
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Das Kraftstoffeinspritzventil 12 weist einen mit dem
Pumpenkörper 14 verbundenen Ventilkörper 26 auf, der
mehrteilig ausgebildet sein kann, und in dem wenigstens ein
Einspritzventilglied 28 in einer Bohrung 30
längsverschiebbar geführt ist. Der Ventilkörper 26 weist an
seinem dem Brennraum des Zylinders der Brennkraftmaschine
zugewandten Endbereich wenigstens eine, vorzugsweise mehrere
Einspritzöffnungen 32 auf. Das Einspritzventilglied 28 weist
an seinem dem Brennraum zugewandten Endbereich eine
beispielsweise etwa kegelförmige Dichtfläche 34 auf, die mit
einem im Ventilkörper 26 in dessen dem Brennraum zugewandtem
Endbereich ausgebildeten Ventilsitz 36 zusammenwirkt, von
dem oder nach dem die Einspritzöffnungen 32 abführen. Im
Ventilkörper 26 ist zwischen dem Einspritzventilglied 28 und
der Bohrung 30 zum Ventilsitz 36 hin ein Ringraum 38
vorhanden, der in seinem dem Ventilsitz 36 abgewandten
Endbereich durch eine radiale Erweiterung der Bohrung 30 in
einen das Einspritzventilglied 28 umgebenden Druckraum 40
übergeht. Das Einspritzventilglied 28 weist auf Höhe des
Druckraums 40 durch eine Querschnittsverringerung eine
Druckschulter 42 auf. Am dem Brennraum abgewandten Ende des
Einspritzventilglieds 28 greift eine vorgespannte
Schließfeder 44 an, durch die das Einspritzventilglied 28
zum Ventilsitz 36 hin gedrückt wird. Die Schließfeder 44 ist
in einem Federraum 46 des Ventilkörpers 26 angeordnet, der
sich an die Bohrung 30 anschließt. Es kann vorgesehen sein,
daß das erste Einspritzventilglied 28 des
Kraftstoffeinspritzventils 12 hohl ausgebildet ist und in
diesem ein zweites Einspritzventilglied verschiebbar geführt
ist, durch das wenigstens eine zweite Einspritzöffnung
gesteuert wird.
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An den Federraum 46 schließt sich an dessen der Bohrung 30
abgewandtem Ende im Ventilkörper 26 eine weitere Bohrung 48
an, in der ein Steuerkolben 50 dicht geführt ist, der mit
dem Einspritzventilglied 28 verbunden ist. Die Bohrung 48
ist im Durchmesser kleiner ausgebildet als der Federraum 46.
Der Steuerkolben 50 ist über eine gegenüber diesem im
Durchmesser kleinere Kolbenstange 51 mit dem
Einspritzventilglied 28 verbunden. Der Steuerkolben 50 kann
einstückig mit dem Einspritzventilglied 28 ausgebildet sein,
ist jedoch aus Gründen der Montage vorzugsweise als
separates Teil mit dem Einspritzventilglied 28 verbunden.
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Vom Pumpenarbeitsraum 22 führt durch den Pumpenkörper 14 und
den Ventilkörper 26 ein Kanal 60 zum Druckraum 40 des
Kraftstoffeinspritzventils 12. Vom Pumpenarbeitsraum 22 oder
vom Kanal 60 führt ein Kanal 62 zum Steuerdruckraum 52. In
den Steuerdruckraum 52 mündet außerdem ein Kanal 64, der
eine Verbindung zu einem Entlastungsbereich bildet, als der
zumindest mittelbar der Kraftstoffvorratsbehälter 24 oder
ein anderer Bereich dienen kann, in dem ein geringer Druck
herrscht. Vom Pumpenarbeitsraum 22 oder vom Kanal 60 führt
eine Verbindung 66 zu einem Entlastungsbereich 24 ab, als
der zumindest mittelbar der Kraftstoffvorratsbehälter 24
dienen kann, die durch ein erstes elektrisch betätigtes
Steuerventil 68 gesteuert wird. Das Steuerventil 68 kann wie
in Fig. 1 dargestellt als 2/2-Wegeventil ausgebildet sein.
Die Verbindung 64 des Steuerdruckraums 52 mit dem
Entlastungsbereich 24 wird durch ein zweites elektrisch
betätigtes Steuerventil 70 gesteuert, das als 2/2-Wegeventil
ausgebildet sein kann. In der Verbindung 62 des
Steuerdruckraums 52 mit dem Pumpenarbeitsraum 22 ist eine
Drosselstelle 63 vorgesehen und in der Verbindung des
Steuerdruckraums 52 mit dem Entlastungsraum 24 ist eine
Drosselstelle 65 vorgesehen. Durch geeignete Dimensionierung
der Drosselstellen 63,65 kann der Zufluß von Kraftstoff aus
dem Pumpenarbeitsraum 22 in den Steuerdruckraum 52 und der
Abfluß von Kraftstoff aus dem Steuerdruckraum 52 in einem
erforderlichen Umfang eingestellt werden. Ein ausreichender
Zufluß von Kraftstoff in den Steuerdruckraum 52 ist für ein
schnelles Schließen des Kraftstoffeinspritzventils 12
erforderlich und ein ausreichender Abfluß von Kraftstoff aus
dem Steuerdruckraum 52 ist für ein schnelles Öffnen des
Kraftstoffeinspritzventils 12 erforderlich. Die
Steuerventile 68,70 können einen elektromagnetischen Aktor
oder einen Piezoaktor aufweisen und werden durch eine
elektronische Steuereinrichtung 72 angesteuert.
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Durch den im Steuerdruckraum 52 herrschenden Druck wird über
die diesen begrenzende Stirnfläche des Steuerkolbens 50 eine
die Schließfeder 44 unterstützende Kraft in Schließrichtung
auf das Einspritzventilglied 28 erzeugt. Durch das zweite
Steuerventil 70 wird der Druck im Steuerdruckraum 52
gesteuert, wobei sich bei geschlossenem Steuerventil 70
zumindest annähernd derselbe Druck im Steuerdruckraum 52
einstellt wie im Pumpenarbeitsraum 22 während sich bei
geöffnetem Steuerventil 70 infolge der Verbindung mit dem
Entlastungsbereich 24 ein geringerer Druck im
Steuerdruckraum 52 einstellt als im Pumpenarbeitsraum 22.
Die auf das Einspritzventilglied 28 in der Summe wirkende
Schließkraft ist somit abhängig von der Kraft der
Schließfeder 44 und von dem im Steuerdruckraum 52
herrschenden Druck, der durch das zweite Steuerventil 70
gesteuert wird.
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Nachfolgend wird die Funktion der
Kraftstoffeinspritzeinrichtung erläutert. Beim Saughub des
Pumpenkolbens 18 wird diesem bei geöffnetem erstem
Steuerventil 68 Kraftstoff aus dem Kraftstoffvorratsbehälter
24 mittels der Förderpumpe 25 zugeführt. Beim Förderhub des
Pumpenkolbens 18 beginnt die Kraftstoffeinspritzung mit
einer Voreinspritzung, wobei das erste Steuerventil 68 durch
die Steuereinrichtung 72 geschlossen wird, so daß der
Pumpenarbeitsraum 22 vom Entlastungsbereich 24 getrennt ist
und sich im Pumpenarbeitsraum 22 mit dem Förderhub des
Pumpenkolbens 18 zunehmend Hochdruck aufbaut. Durch die
Steuereinrichtung 72 wird außerdem das zweite Steuerventil
70 geschlossen, so daß der Steuerdruckraum 52 vom
Entlastungsbereich 24 getrennt ist. In diesem Fall baut sich
im Steuerdruckraum 52 Hochdruck zumindest annähernd wie im
Pumpenarbeitsraum 22 auf. Ein Kraftstoffeinspritzzyklus
beginnt mit einer Voreinspritzung einer geringen
Kraftstoffmenge. Zu einem von der Steuereinrichtung 72
abhängig von Betriebsparametern der Brennkraftmaschine, wie
beispielsweise Drehzahl, Last, Temperatur und anderen,
bestimmten Zeitpunkt und für eine bestimmte Zeitdauer wird
zur Voreinspritzung das zweite Steuerventil 70 durch die
Steuereinrichtung 72 geöffnet, so daß der Steuerdruckraum 52
mit dem Entlastungsbereich 24 verbunden ist. Aus dem
Steuerdruckraum 52 kann dann Kraftstoff über die
Drosselstelle 65 zum Entlastungsbereich 24 abströmen, so daß
der Druck im Steuerdruckraum 52 sinkt. Wenn der Druck im
Pumpenarbeitsraum 22 und damit im Druckraum 40 des
Kraftstoffeinspritzventils 12 so groß ist, daß die durch
diesen über die Druckschulter 42 auf das
Einspritzventilglied 28 ausgeübte Druckkraft größer ist als
die Summe der Kraft der Schließfeder 44 und der auf den
Steuerkolben 50 durch den im Steuerdruckraum 52 wirkenden
Restdruck wirkenden Druckkraft, so bewegt sich das
Einspritzventilglied 28 in Öffnungsrichtung 29 und gibt die
wenigstens eine Einspritzöffnung 32 frei. Zur Beendigung der
Voreinspritzung wird durch die Steuereinrichtung 72 das
zweite Steuerventil 70 geschlossen, so daß der
Steuerdruckraum 52 vom Entlastungsbereich 24 getrennt ist.
Das erste Steuerventil 68 bleibt in seiner geschlossenen
Stellung. Im Steuerdruckraum 52 baut sich dabei Hochdruck
wie im Pumpenarbeitsraum 22 auf, so daß auf den Steuerkolben
50 eine große Druckkraft in Schließrichtung wirkt. Da
nunmehr die auf das Einspritzventilglied 28 in
Öffnungsrichtung 29 wirkende Kraft geringer ist als die
Summe der Kraft der Schließfeder 44 und der Druckkraft auf
den Steuerkolben 50 schließt das Kraftstoffeinspritzventil
12. Es können auch mehrere aufeinander folgende
Voreinspritzungen von Kraftstoff vorgesehen sein. Es kann
dabei eine sehr frühe Voreinspritzung erfolgen, um den
Brennraum des Zylinders der Brennkraftmaschine vorzuwärmen,
und anschließend eine weitere Voreinspritzung, um eine
Verbrennung mit langsamem Druckanstieg im Brennraum und
damit ein geringes Verbrennungsgeräusch und eine geringe
Schadstoffentwicklung zu ermöglichen.
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Für eine nachfolgende Haupteinspritzung wird das zweite
Steuerventil 70 durch die Steuereinrichtung 72 wiederum zu
einem von dieser bestimmten Zeitpunkt und für eine bestimmte
Zeitdauer geöffnet, so daß der Druck im Steuerdruckraum 52
sinkt. Das Kraftstoffeinspritzventil 12 öffnet dann infolge
der reduzierten Druckkraft auf den Steuerkolben 50 und das
Einspritzventilglied 28 bewegt sich in Öffnungsrichtung 29.
Bei geöffnetem zweitem Steuerventil 70 fließt eine geringe
Kraftstoffmenge über die Drosselstellen 63, 65 zum
Entlastungsraum 24 ab, jedoch können die Drosselstellen
63, 65 mit kleinem Durchflußquerschnitt ausgebildet werden,
so daß die abströmende Kraftstoffmenge und die Verringerung
des Drucks im Pumpenarbeitsraum 22 gering ist.
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Zur Beendigung der Haupteinspritzung wird das zweite
Steuerventil 70 durch die Steuereinrichtung 72 in seine
geschlossene Schaltstellung gebracht, so daß der
Steuerdruckraum 52 vom Entlastungsbereich 24 getrennt ist
und sich im Steuerdruckraum 52 Hochdruck aufbaut. Auf das
Einspritzventilglied 28 wirkt dann bedingt durch den
Hochdruck im Steuerdruckraum 52 und die Schließfeder 44 in
Schließrichtung eine größere Kraft als in Öffnungsrichtung
29 und das Kraftstoffeinspritzventil 12 schließt. Das erste
Steuerventil 68 kann sich zur Beendigung der
Haupteinspritzung in seiner geöffneten oder geschlossenen
Stellung befinden. Anschließend an die Haupteinspritzung
kann noch eine Nacheinspritzung beim
Kraftstoffeinspritzzyklus erfolgen. Zur Nacheinspritzung
wird das zweite Steuerventil 70 durch die Steuereinrichtung
72 zu einem durch diese bestimmten Zeitpunkt nochmals
geöffnet, so daß das Kraftstoffeinspritzventil 12 infolge
des sinkenden Drucks im Steuerdruckraum 52 öffnet. Zur
Beendigung der Nacheinspritzung wird durch die
Steuereinrichtung 72 das erste Steuerventil 68 geöffnet
und/oder das zweite Steuerventil 70 geschlossen, so daß das
Kraftstoffeinspritzventil 12 schließt. Eine Nacheinspritzung
von Kraftstoff kann beispielsweise erfolgen, um Schadstoffe
im Abgas der Brennkraftmaschine zu verringern und/oder um
eine Nachbehandlung des Abgases beispielsweise in einem
Partikelfilter oder einem Russfilter zu ermöglichen.
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Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß der den Pumpenkolben 18
über den Kipphebel 23 antreibende Nocken 20 der Nockenwelle
21 der Brennkraftmaschine derart geformt ist, daß der
Pumpenkolben 18 zumindest im wesentlichen während des
gesamten Kraftstoffeinspritzzyklus mit zumindest annähernd
konstanter Geschwindigkeit bewegt wird. In Fig. 2 ist der
Verlauf der Geschwindigkeit v des Pumpenkolbens 18 über dem
Drehwinkel φ der Kurbelwelle der Brennkraftmaschine
dargestellt, die die Nockenwelle 21 mit halber Drehzahl
antreibt. Im Bereich von 0° Kurbelwinkel befindet sich der
Kolben des Zylinders der Brennkraftmaschine in seinem oberen
Totpunkt. Ein Kraftstoffeinspritzzyklus erfolgt im Bereich
des oberen Totpunkts des Kolbens um 0° Kurbelwinkel. In
Fig. 2 ist erkennbar, daß der Pumpenkolben 18 zu Beginn
seines Förderhubs zunächst mit zunehmender Geschwindigkeit
bewegt wird, anschließend mit zumindest annähernd konstanter
Geschwindigkeit und anschließend mit abnehmender
Geschwindigkeit. Der Kraftstoffeinspritzzyklus erfolgt
während des zeitlichen Bereichs, in dem der Pumpenkolben 18
mit zumindest annähernd konstanter Geschwindigkeit bewegt
wird.
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Wie bereits vorstehend erläutert sind der Beginn und die
Dauer eines Kraftstoffeinspritzzyklus abhängig von
Betriebsparametern der Brennkraftmaschine. Bei Vollast der
Brennkraftmaschine ist der Beginn des
Kraftstoffeinspritzzyklus am frühesten und die Dauer des
Kraftstoffeinspritzzyklus am längsten, wobei der Beginn und
die Dauer des Kraftstoffeinspritzzyklus außerdem noch von
der Drehzahl der Brennkraftmaschine abhängig sind. In Fig.
2 ist jeweils für Vollast der Brennkraftmaschine mit I
bezeichnet der Beginn und die Dauer eines
Kraftstoffeinspritzzyklus bei geringer Drehzahl, mit II
bezeichnet für mittlere Drehzahl und mit III bezeichnet für
hohe Drehzahl der Brennkraftmaschine dargestellt. Der
Kraftstoffeinspritzzyklus umfasst jeweils eine
Voreinspritzung A, eine Haupteinspritzung B und eine
Nacheinspritzung C. Bei sich mit zumindest annähernd
konstanter Geschwindigkeit bewegendem Pumpenkolben 18 ergibt
sich im Pumpenarbeitsraum 22 näherungsweise ein linearer
Druckanstieg. Bei einer Änderung des Beginns des
Kraftstoffeinspritzzyklus ergibt sich dabei während der
Dauer der Kraftstoffeinspritzung immer zumindest
näherungsweise derselbe Druckverlauf und damit dieselbe
Kraftstoffeinspritzmenge. Der Beginn des
Kraftstoffeinspritzzyklus kann somit weitgehend frei gewählt
werden, ohne daß sich am Druckverlauf und der
Kraftstoffeinspritzmenge während des
Kraftstoffeinspritzzyklus Ännderungen ergeben. Auch
toleranzbedingte Verschiebungen der Drehlage des Nockens 20
haben keinen Einfluß auf die Kraftstoffeinspritzung, solange
diese im Bereich der konstanten Geschwindigkeit des
Pumpenkolbens 18 erfolgt. Die Steuereinrichtung 72 kann
somit einfach aufgebaut sein, da durch diese keine Änderung
des Druckverlaufs und der Einspritzmenge während eines
Kraftstoffeinspritzzyklus abhängig von dessen Beginn
berücksichtigt zu werden braucht.
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Die Höhe der konstanten Geschwindigkeit des Pumpenkolbens 18
wird im Zusammenhang mit hydraulischen Randbedingungen, wie
dem Durchmesser des Pumpenkolbens 18, dem Durchfluß des
Kraftstoffeinspritzventils 12, dem hydraulischen
Wirkungsgrad, sowie sonstigen Anforderungen der
Brennkraftmaschine, wie Druck zu Beginn der
Haupteinspritzung, Spitzendruck während der
Haupteinspritzung, Dauer der Haupteinspritzung, Druckverlauf
während der Haupteinspritzung, bestimmt.
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Eine sehr frühe Voreinspritzung und/oder eine sehr späte
Nacheinspritzung während eines Kraftstoffeinspritzzyklus
kann auch außerhalb des Bereichs erfolgen, in dem der
Pumpenkolben 18 mit zumindest annähernd konstanter
Geschwindigkeit bewegt wird, da hierbei der Druckverlauf
während der Einspritzung nicht von Bedeutung ist.