DE10223871A1 - Vorrichtung zur Geräuschgestaltung bei einem Kraftfahrzeug - Google Patents
Vorrichtung zur Geräuschgestaltung bei einem KraftfahrzeugInfo
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Abstract
Bei einer Vorrichtung zur Geräuschgestaltung bei einem Kraftfahrzeug mit einem Hohlkörper, welcher durch wenigstens eine Schallübertragungseinrichtung in wenigstens zwei Räume geteilt ist, steht ein Raum über eine Eingangsleitung mit einem gasführenden Teil einer in dem Fahrzeug angeordneten Brennkraftmaschine in Verbindung und der andere Raum ist mittels einer Ausgangsleitung an einem Innenraum des Fahrzeugs und/oder an den das Fahrzeug umgebenden Raum akustisch gekoppelt. Die Ausgangsleitung weist wenigstens eine Verzweigung auf, von welcher aus wenigstens zwei Zweigleitungen zu unterschiedlichen Stellen in dem Innenraum und/oder dem das Fahrzeug umgebenden Raum verlaufen.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Geräuschgestaltung bei einem Kraftfahrzeug nach der im Oberbegriff von Anspruch 1 näher definierten Art.
- Eine gattungsgemäße Vorrichtung ist aus der DE 44 35 296 A1 bekannt. Mit solchen Vorrichtungen sollen dem Fahrer des Kraftfahrzeugs insbesondere beim Beschleunigen die von der Brennkraftmaschine erzeugten Geräusche verstärkt übermittelt werden, um zum einen ein intensiveres Fahrerlebnis zu ermöglichen und zum anderen mehr Informationen über den Lastzustand der Brennkraftmaschine weiterzugeben.
- Die Nachteile dieser bekannten Vorrichtung liegen jedoch in ihrem verhältnismäßig geringen Wirkungsgrad sowie dem sehr starren Übertragungsverhalten.
- In der DE 100 42 012 A1 wurde versucht, diesen Wirkungsgrad der gesamten Vorrichtung zu verbessern. Allerdings wird auch dort noch keine optimale Lösung angeboten, insbesondere im Hinblick auf ein flexibleres Übertragungsverhalten.
- Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur Geräuschgestaltung bei einem Kraftfahrzeug zu schaffen, bei welcher die von der Brennkraftmaschine erzeugten Geräusche mit einfachen Mitteln übertragen werden können, wobei insgesamt eine Verbesserung des Übertragungsverhaltens erreicht werden soll.
- Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die in Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst.
- Durch die erfindungsgemäße Verzweigung der Ausgangsleitung mit den wenigstens zwei davon ausgehenden Zweigleitungen ist es möglich, die innerhalb des Hohlkörpers der Vorrichtung erzeugten bzw. verstärkten Geräusche an verschiedene Stellen im oder am Kraftfahrzeug zu leiten. Dadurch ergeben sich verschiedenste Möglichkeiten, die Geräuscherzeugung für die Insassen des Kraftfahrzeugs zu verändern, beispielsweise in Abhängigkeit vom Fahrzeugtyp oder auch auf Wunsch des Käufers.
- Eine Geräusch- bzw. Signalverstärkung wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Zweigleitungen zu verschiedenen Stellen führen, was außerdem auch zu einem räumlichen Klang führt.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie aus dem nachfolgend anhand der Zeichnung prinzipmäßig dargestellten Ausführungsbeispiel.
- Die einzige Figur zeigt eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Geräuschgestaltung.
- An einer gasführenden Leitung 1 einer lediglich schematisch dargestellten Brennkraftmaschine 2, also z. B. an einer Ansaugleitung oder einer Abgasleitung, ist über eine Eingangsleitung 3 eine Vorrichtung 4 zur Gestaltung des Geräuschs der Brennkraftmaschine 2 angebracht, deren prinzipieller Aufbau und Wirkungsweise beispielsweise aus der DE 100 42 012 A1 bekannt sein können. Die Vorrichtung 4 befindet sich, wie auch die gasführende Leitung 1, die Brennkraftmaschine 2 und die Eingangsleitung 3, in einem in seiner Gesamtheit nicht dargestellten Kraftfahrzeug und ist in der Lage, sowohl das Geräusch in einem Innenraum 5 des Kraftfahrzeugs als auch in der Umgebung desselben zu beeinflussen.
- Hierzu weist die Vorrichtung 4 einen Hohlkörper 6 auf, der durch eine im vorliegenden Fall als schwingfähige, gasdichte Membran 7 ausgebildete Schallübertragungseinrichtung in zwei Räume, nämlich einen Eingangsraum 8 und einen Ausgangsraum 9 geteilt ist. Der Eingangsraum 8 ist dabei mit der Eingangsleitung 3 verbunden, wohingegen der Ausgangsraum 9 mit einer Ausgangsleitung 10 verbunden ist. Die in der gasführenden Leitung 1 durch Druckstöße oder Druckunterschiede hervorgerufenen Geräusche werden über die Eingangsleitung 3 in den Eingangsraum 8 des Hohlkörpers 6 eingeleitet, wodurch die Membran 7 beaufschlagt und zum Schwingen angeregt wird. Bei dieser Beaufschlagung schwingt die Membran 7 mit einer für sie typischen Eigenfrequenz, welche durch die in dem Ausgangsraum 9 sich befindliche Luft in die Ausgangsleitung 10 weitergegeben wird. Die Membran 7 besteht, wie bereits erwähnt, aus einem gasdichten Werkstoff, um ein Überströmen von Gasen aus der gasführenden Leitung 1 in die Ausgangsleitung 10 zu verhindern.
- Die Ausgangsleitung 10 weist eine Verzweigung 11 auf, von welcher sich im vorliegenden Fall zwei Zweigleitungen 12 und 13 zu dem Innenraum 5 des Kraftfahrzeugs fortsetzen. Dadurch ist es möglich, die beschriebenen Schwingungen der Schallübertragungseinrichtung bzw. Membran 7 an mehrere Stellen im Innenraum 5 des Kraftfahrzeugs zu leiten, wobei die beiden Zweigleitungen 12 und 13 in nicht dargestellter Weise auch zu einem das Fahrzeug umgebenden Raum geführt werden könnten. Bei den beiden Stellen, an denen die Zweigleitungen 12 und 13 in den Innenraum 5 münden, kann es sich beispielsweise um den Fahrerfußraum und den Beifahrerfußraum handeln, wodurch sichergestellt ist, daß der Fahrer und der Beifahrer denselben Klangeindruck empfinden.
- Auf diese Weise wird im Innenraum 5 des Kraftfahrzeugs ein räumliches Geräusch erzeugt, welches vom Fahrgeräusch bzw. vom Betriebsgeräusch der Brennkraftmaschine 2 abhängt und so dem Fahrer des Kraftfahrzeugs akustische Informationen über den Lastzustand der Brennkraftmaschine 2 gibt und gleichzeitig ein räumliches Klangempfinden vermittelt. In diesem Zusammenhang ist es auch möglich, daß von der Verzweigung 11 eine größere Anzahl an Zweigleitungen abzweigt und/oder daß eine größere Anzahl an Verzweigungen 11 in der Ausgangsleitung 10 vorgesehen ist.
- Am Ausgang der beiden Zweigleitungen 12 und 13, also im vorliegenden Fall am Übergang derselben in den Innenraum 5, befinden sich jeweils Absorptionsmaterialien 14 und 15, die eine Änderung des Klangmusters durch Hinzufügen eines akustischen Widerstandes erzeugen.
- Des weiteren sind im dargestellten Ausführungsbeispiel die beiden Zweigleitungen 12 und 13 unterschiedlich lang, was zu Interferenzen in den beiden Zweigleitungen 12 und 13 führt, wodurch verschiedene Interferenzmuster entstehen und einzelne Frequenzen der durch die Ausgangsleitung 10 übertragenen Geräusche verringert und andere verstärkt werden.
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Geräuschgestaltung bei einem
Kraftfahrzeug mit einem Hohlkörper, welcher durch wenigstens eine
Schallübertragungseinrichtung in wenigstens zwei Räume
geteilt ist, wobei ein Raum über eine Eingangsleitung mit
einem gasführenden Teil einer in dem Fahrzeug
angeordneten Brennkraftmaschine in Verbindung steht, und wobei der
andere Raum mittels einer Ausgangsleitung an einem
Innenraum des Fahrzeugs und/oder an den das Fahrzeug
umgebenden Raum akustisch gekoppelt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Ausgangsleitung (10) wenigstens eine Verzweigung (11)
aufweist, von welcher aus wenigstens zwei Zweigleitungen
(12, 13) zu unterschiedlichen Stellen in dem Innenraum (5)
und/oder dem das Fahrzeug umgebenden Raum verlaufen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
am Übergang wenigstens einer Zweigleitung (12, 13) in den
Innenraum (5) des Fahrzeugs und/oder den das Fahrzeug
umgebenden Raum ein Absorptionsmaterial (14, 15) angeordnet
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Zweigleitungen (12, 13) derart unterschiedliche Längen
aufweisen, daß durch eine sich dadurch ergebende
Interferenz einzelne Frequenzen der durch die Ausgangsleitung
(10) übertragenen Geräusche verringert und andere
verstärkt werden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
zwei Zweigleitungen (12, 13) vorgesehen sind, von denen
eine zu einem Fahrerfußraum und die andere zu einem
Beifahrerfußraum führt.
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