DE1022278B - UEbertragungsvierpol fuer elektromagnetische Wellen - Google Patents
UEbertragungsvierpol fuer elektromagnetische WellenInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
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- H01P1/00—Auxiliary devices
- H01P1/32—Non-reciprocal transmission devices
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft einen Übertragungsvierpol für elektromagnetische Wellen, der richtiungsabhängi'ge
Übertraguiigseigenschaften besitzt. Ein derartiger
Übertragungsvierpol wird in der Fachsprache häufig auch als Gyrator bezeichnet.
In der Hauptpatentanmeldung ist eine Anordnung dieser Art beschrieben, diie aus einem Koaxialleitungsabschnitt
mit gewendeltem Innenleiter besteht, in dessen Feldbereich ein Stoff mit gyromagnetischem
Effekt angeordnet ist. Eine derartige Anordnung besitzt
richtungsabhängige Übertragungseigenschaften, weil über den Leitungsiabsohnitt übertragene Wellen
wegen der wendeiförmigen Ausbildung des Innenleiters eine zirkularpolarisierte Wellenkomponente besitzen,
die der sogenannten. Faradayschen Polarisationsdrehung unterworfen ist, wenn der Stoff in geeigneter
Richtung vormagnetisiert ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Gegenstand
der Hauptpatenitanmeldung in der Weise weiterzubilden, daß er in der einen Übertragungsrichtung
nmr unwesentliche Übertragungsdämpfung und in der anderen Übertragungsrichtung stark ausgeprägte
Übertrag'Ungsdämpfung besitzt.
Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, daß welknabsorbierendes nicht gyromagnetisches Material
im Feldbereich der Koaxialleitung in derartiger Verteilung angeordnet ist, daß das wellenabsorbierende
Material von Wellen der einen Übertragungsrichtung geringer erfaßt wird als van Wellen der anderen Übertragungs
richtung.
Es ist an sich 'bekannt, daß eine normale Wendelleitung ohne Außenleiter mit gyromagnetischem Material
versehen werden kann und dann bei entsprechender Vormagnetisierung eine Übertragungsleitung bildet,
die in der einen Übertragungsrichtung eine stärkere Ühertragungsdämpfuing besitzt als in der anderen
Übertragungsrichtung. Dort handelt es sich indes um eine Wendelleitung ohne Außenleiter, während es stich
beim Erfindungsgegenstand um ein Doppe'lleitungssystem
handelt. Des weiteren wird bei dieser bekannten Anordnung die richtungsabhängige Übertraguogsdämpfung
durch Resonanzabsorption im gyromagnetischen Stoff hervorgerufen, während beim Erfindungsgegenstand
davon Gebnauch gemacht wird, daß der gyromagnetische Stoff das Feld der zu übertragenden
Wellen je nach der Übertragungsrichtung mehr oder weniger stark konzentriert. Wind daher
entsprechend dem Erfindungsgegenstand verlustbringendes nicht gyromagnetisches Material in bestimmter
Verteilung im Feldraum der Koaxialleitung mit gewendeltem Innenleiter angeordnet, so wird dieses
verlustbringende Material von den Wellen der einen Übertragungsrichtung stärker erfaßt als von den
Wellen der anderen Übertragungsrichtung. Man wird Übertragungsvierpol
für elektromagnetische Wellen
für elektromagnetische Wellen
Zusatz zur Patentanmeldung S 42741 VIII a/21 a4
(Auslegeschrift 1017229)
(Auslegeschrift 1017229)
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Witteisbacherplatz 2
München 2, Witteisbacherplatz 2
Dr. rer. nat. Josef Deutsch, München-Großhadern,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
ag hierdurch frei von dem Nachteil der bekannten Anordnung,
daß eine richtungsabhängige Übertragungsdämpfung nur in dem relativ schmalen Bereich des
Resonanzabsorptionseffektes im gyromagnetischen Stoff möglich ist. Vielmehr kann man mit dem Erfindungsgegenstand
gerade den der bekannten Anordnung verschlossenen Bereich des gyromagnetischen Effektes erschließen, bei dem lediglich eine richtungsabhängige
Phasenbeziehiung gegeben ist.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen
erläutert.
Die Fig. 1 zeigt eine Koaxialleitung, bestehend aus einem Außenleiter 1 mit gewendeltem Innenleiter 2.
Um unerwünschte Reflexionen an den Übergangs stellen von dem normalen Innenleiter 3 auf den gewendelten
Abschnitt 2 zu vermeiden, empfiehlt sich die Anwendung an sich bekannter reflexionsfreier Übergänge.
Zweckmäßig ist hierfür z. B. die in der Fig. 1 dargestellte, an sich bekannte Form, bei der in einem
Abschnitt 4 durch spiral artigen Einschnitt in den vorziugsweise
rohrförmigen Ininenleiter 3 eine langsame Überführung in der Wendelleitung gegeben ist. Im
Innern der Wendelleitung 2 ist wie bei der Anordnung nach der Hauptpatentanmeldung ein stabförmiger
Körper 5 aus einem Stoff, beispielsweise Ferrit, vorgesehen, der den gyromagnetischen Effekt besitzt. Zur
Vermeidung von Reflexionen am dem Stab 5 wird dieser zweckmäßig mit spitz auslaufenden Übergängen 6
versehen. Zur Vormagnetisierung des Stabes 5 dient z. B. eine den Außenleiter \, der aus nicht ferromagne-
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tischen! Material, beispielsweise Kupfer oder Messing,
besteht, umgebende Spule 7, die nach Art eines Solenoids ausgebildet ist und ein in Richtung der Stabbzw.
Innenfeitung verlaufendes Magnetfeld erzeugt. Die Spule wird hierzu mit Gleichstrom entsprechend
gewählter Polarität gespeist. Im Raum zwischen dem wendeiförmigen Innenleiter 2 und dem Außenleiter 1
ist eine vorzugsweise die Innenleiterwendel 2 rohrförmig umschließende Folie 8 aus verlustbringendem
Material, beispielsweise Graphit, verktstbehafteter Keramik usw., angeordnet.
Die Wirkungsweise dieser Anordnung kann man sich wie folgt vorstellen. Wie bereits in der Hauptpatentanmeldung ausgeführt, besitzt eine Reihe von
Stoffen, beispielsweise aus der Gruppe der Ferrite, die
Eigenschaft, bei entsprechender Vormagnetisierung eine dien Stoff durchsetzende, links zirkulär polarisierte
Welle mit anderen Ausbreitutigseigenschaften
zu übertragen als eine rechts zirkulär polarisierte Welle. Zu diesem Zweck muß der gyromagnetische
Stoff vormagnetisiert sein, und zwar derart, daß die Richtung des vormagnetisierenden statischen Magnetfeldes
senkrecht auf den geschlossenen Magnetkraftlinien des Wechselfeldes der zu übertragenden Wellen
steht. Eine gyromagnetische Resonanz tritt dann für die Polarisierung ein, für welche, in Richtung des statischen
Magnetfeldes betrachtet, die magnetische Wechseilkomponente der Wellen im Uhrzeigersinn
liegt. Erhöht man bei einem derartigen Stoff die Stärke des Magnetfeldes vom Wert 0 aus beginnend
kontinuierlich bis weit über den magnetischen Sättigungswert, so zeigt sich zunächst im wesentlichen nur
eine Änderung der Auisbreitungsgeschwmdigkeit der Wellenkomponente, die über die gyromagnetische
Resonanz beeinflußt wird. Ab einem gewissen Wert tritt jedoch eine Absorption dieser Komponente auf.
die bis zur vollständigen Absorption führen kann. Bei weiterer Erhöhung des Magnetfeldes sinkt die gyromagnetische
Resonanzfrequenz unter die Frequenz der zu übertragenden Wellen ab — wenn man diese als
konstant betrachtet —, und es tritt eine unterschiedliche Laufzeit für die Wellen gegensätzlichen Polarisationssinnes
ein, die einen Laufzeitunterschied bedingt. Beim Durchlaufen des vorstehend geschilderten
Magnetisierungsbereichs zeigt sich aber weiterhin, daß der gyromagnetische Stoff bei einer Magnetisierung,
die größer ist als die der gyromagnetischen Resonanz entsprechende Magnetisierung, das elektrische Feld
der Wellen richtungsabhängig konzentriert.
Im Feld von Wellen, die über eine Koaxialleitung mit gewendetem Innenfeiter übertragen werden, tritt
eine Wellenkomponente mit zirkularer Polarisation auf, deren Drehung von der Übertragungsrichtung abhängig
ist. Die Eigenschaft der unterschiedlichen, von der Übertragung abhängigen Feldkonzentration ist
auch bei einer derartigen Leitung gegeben, wenn nur im Feldbereich der Koaxialleitung ein gyromagnetischer
Stoff angeordnet wird, der entsprechend vormagnetisiert ist. Daher liegt für die eine Übertragungsrichtung
das Maximum des elektrischen Feldes in anderem Abstand von der Wendelachse als in der
anderen Übertragungsrichtung. Das heißt mit anderen Worten, bei der Anordnung nach Fig. 1 ist in der
einen Übertragungsrichtung das elektrische Feld stärker dem Innenleiter benachbart als in der anderen
Übertragungsrichtung, in der das elektrische Feld weiter nach außen greift. Durch die Anordnung des
verlustbringenden Materials in diesem weiter außen liegenden Bereich ist daher erreicht, daß das Feld von
Wellen der einen Übertragungsrichtung das weUenabsorbierende
Material stärker erfaßt als das Feld von Wellen der anderen Übertragungsrichtung.
Das verlustbringende Material kann sowohl bei Anordnungen
mit gyromagnetischem Stoff innerhalb der Innenleiterwendel als auch bei Anordnungen mit gyromagnetischen Stoffen außerhalb der Innenleiterwendel
vorgesehen sein. Wird der gyromagnetische Stoff außerhalb der Innenleiterwendel angeordnet, beispielsweise,
wie in Fig. 2 gezeigt, in Form eines die Innenleiterwend'd
2 umschließenden Rohres 5, so empfiehlt es sich, das verlustbringende Material 8 auf der der
Innenleiterwendel 2 zugewandten Oberfläche oder in
Abstand hiervon vorzusehen, beispielsweise in Form einer Schicht oder eines Niederschlags aus wellenabsorbierendein
Material, beispielsweise Graphit, Metalldampf usw.. der auf der Oberfläche des gyromagnetischen
Stoffes oder eines Stützträgers vorgesehen sein kann.
Das gyromagnetische Material kann, wie bereits einleitend ausgeführt, sowohl durch eine Gasentladungsstrecke
als auch durch ein Ferrit, einen Bariumoxyd-Permaneutmagnet
und dergleichen andere Mittel gebildet werden. Dieses Material kann auch zugleich
innerhalb und außerhalb der Innenleiterwendel angeordnet werden, in welchem Fall es sich jedoch
empfiehlt, die beiden Bereiche gleichsinnig zu magnetisieren und außerdem nur in einem der Bereiche das
verlustbringende Material anzuordnen.
Claims (4)
1. Übertragungsvierpol für elektromagnetische
Wellen, der richtungsabhängige Übentragungseigenschaften l>e,sitzt (Gyrator), unter Verwendung
einer Koaxialleitung mit gewendeltem Inmenileiter,
in deren Feldbereich ein vormagnetisierter Stoff, z. B. ein Ferrit, mit gyromagnetischem Effekt angeordnet
ist, nach Patentanmeldung S 42 741 VIII a/21 a4, dadurch gekennzeichnet, daß wellenabsorbierendes
nicht gy rom agnetis dies Material im Feldbereich der Leitung in derartiger Verteilung
angeordnet ist, daß es vom elektrischen Feld von Wellen der einen Übertragungsrichtung geringer
erfaßt wird als von Wellen der anderen Übertragungsrichtung.
2. Anordnung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß das weHen-absorbierende Material an der Oberfläche des Stoffes mit dem gyromagnetischen
Effekt oder in Abstand hiervon vorgesehen ist.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei rohrförmigen die Innenleiterwendel
umschließender Ausbildung des gyromagnetischen Stoffes das verlustbringende Material
an der der Innenleiterwendel zugewandten Oberfläche des gyromagnetischen Stoffes oder in
Abstand hiervon angeordnet ist.
4. Anordnung nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anordnung des
gyromagnetischen Stoffes innerhalb und außerhall · der Innenleiterwendel das verlustbringende Material
nur in einem der Bereiche vorgesehen ist und die beiden Bereiche des gyromagnetischen Stoffes
gleichsinnig magnetisiert bind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DES48870A DE1022278B (de) | 1956-05-29 | 1956-05-29 | UEbertragungsvierpol fuer elektromagnetische Wellen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DES48870A DE1022278B (de) | 1956-05-29 | 1956-05-29 | UEbertragungsvierpol fuer elektromagnetische Wellen |
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| DE1022278B true DE1022278B (de) | 1958-01-09 |
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Family Applications (1)
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| DES48870A Pending DE1022278B (de) | 1956-05-29 | 1956-05-29 | UEbertragungsvierpol fuer elektromagnetische Wellen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1022278B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102013200641A1 (de) * | 2013-01-17 | 2014-07-31 | Siemens Aktiengesellschaft | Pulsgenerator und Verfahren zum Betreiben eines Pulsgenerators |
-
1956
- 1956-05-29 DE DES48870A patent/DE1022278B/de active Pending
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