[go: up one dir, main page]

DE1022197B - Verfahren zur Herstellung von sehr reinem, insbesondere borfreiem Silicium - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von sehr reinem, insbesondere borfreiem Silicium

Info

Publication number
DE1022197B
DE1022197B DEI12022A DEI0012022A DE1022197B DE 1022197 B DE1022197 B DE 1022197B DE I12022 A DEI12022 A DE I12022A DE I0012022 A DEI0012022 A DE I0012022A DE 1022197 B DE1022197 B DE 1022197B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
silicon
hydride
aluminum hydride
lithium aluminum
boron
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEI12022A
Other languages
English (en)
Inventor
Jack Mccreath Wilson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
International Standard Electric Corp
Original Assignee
International Standard Electric Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by International Standard Electric Corp filed Critical International Standard Electric Corp
Publication of DE1022197B publication Critical patent/DE1022197B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B33/00Silicon; Compounds thereof
    • C01B33/04Hydrides of silicon
    • C01B33/046Purification
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B33/00Silicon; Compounds thereof
    • C01B33/04Hydrides of silicon
    • C01B33/043Monosilane
    • H10P95/00

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Silicon Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von sehr reinem, insbesondere borfreiem Silicium Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von reinem Silicium, insbesondere auf ein Verfahren zur Entfernung von Bor aus Silicium.
  • Bei der Verwendung von Silicium in elektrischen Halbleitergeräten ist Bor eine der am meisten störenden Verunreinigungen. Bor kann aus festem Silicium durch keines der bekannten Verfahren, wie z. B. das Zonenreinigungsverfahren oder wiederholtes Kristallziehen, entfernt werden. In Vorarbeiten wurde ein Verfahren zur Herstellung von sehr reinem Silicium beschrieben, das auf der thermischen Zersetzung von Siliciumwasserstoff (SiH4) beruht. Der Siliciumwasserstoff wird durch chemische Reaktion von Siliciumtetrachlorid und Lithium-Aluminium-Hydrid erhalten. Wenn das Siliciumtetrachlorid (oder das Lithium Aluminium-Hydrid oder das Lösungsmittel für eines von beiden) Borverbindungen als Verunreinigung enthält, was oft der Fall ist, so entsteht Borwasserstoff (Diboran). Borwasserstoff ist leicht flüchtig und zersetzt sich thermisch in Bor und Wasserstoff. Wenn daher ein Gemisch von Siliciumwasserstoff und Borwasserstoff thermisch zersetzt wird, so enthält das entstehende Silicium Bor als Verunreinigung. Man kann deshalb eine Reinigung des Siliciumwasserstoffes durch eine Vorerhitzung unterhalb der Zersetzungstemperatur vornehmen, jedoch kann auf diese Weise das Bor nicht vollständig entfernt werden.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur vollständigen Abscheidung von Borwasserstoff aus Siliciumwasserstoff und damit zur Herstellung von torfreiem Silicium.
  • Zum näheren Verständnis des Verfahrens gemäß der Erfindung soll zunächst die Herstellung von Borwasserstoff durch Reaktion von Bortrichlorid mit Lithium-Aluminium-Hydrid beschrieben werden.
  • Durch mehrere Autoren konnte bereits gezeigt werden, daß die Art und Weise, in der die Reaktionspartner zusammengebracht werden, den Verlauf der keaktion bestimmt. Wenn beispielsweise eine ätherische Aufschwemmung von Lithium-Aluminium-Hydrid zu einer Lösung von Bortrichlorid in Äther zugesetzt wird, so entwickelt sich laufend Borwasserstoff nach der Gleichuni g: Wenn die Reaktionspartner in umgekehrter Reihenfolge zusammengebracht werden und Bortrichlorid dem Lithium Aluniinium-Hydrid zugesetzt wird, so wird nur eine vernachlässigbar geringe Menge von Borwasserstoff entwickelt, bis 50% der stöchiometrischen Menge von Bortrichlorid zugesetzt sind. Diese Erscheinung beruht darauf, daß die Reaktion nach Art einer Stufenreaktion abläuft, bei der als Zwischenprodukt Lithiuni-Bor-Hydrid gebildet wird. Es wird so lange kein Borwasserstoff gebildet, bis sich alles Lithium-Aluminiuin-Hvdrid in Bor-H_vdrid umgewandelt hat.
  • LiA1H4+BC13=LiBH4+AIC13 3LiBH4+BCl3=3LiC1+2B,,H6 Gemäß der Erfindung wird das Verfahren zur Herstellung von Silicium durch Reaktion einer Lösung von Siliciumtetrachlorid mit einer flüssigen Suspension von Lithium Aluminium-Hvdrid und nachfolgende thermische Zersetzung des entstandenen Siliciumwasserstoffes so ausgeführt, daß eine Lösung von Siliciumtetrachlorid zu Lithium-Aluminium-Hydrid zugesetzt wird, so daß stets ein L`berschuß an Lithium-Aluminium-Hvdrid vorhanden ist. Auf diese Weise wird die Bildung von Borwasserstoff aus den Verunreinigungen der Reaktionspartner auf einem Minimum gehalten.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung soll nunmehr im Hinblick auf die Zeichnung beschrieben werden, in der schematisch eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung dargestellt ist.
  • Eine Suspension von Lithium-Aluminium-Hydrid in Tetrahydrofuran befindet sich in dem Reaktionsgefäß 1 und in dem mit einem Hahn versehenen Vorratsgefäß 10, während sich Siliciumtetrachiorid in Tetrahy drofuran gelöst in dem finit einem Hahn versehenen Vorratsgefäß 9 befindet. Ein inertes Gas, z. B. Argon, Stickstoff oder Wasserstoff, wird durch das Rohr 2, den Hahn 3 und den unteren Teil des Gefäßes 5 in das Gefäß 1 geleitet. Dieses Gas spült die Luft aus dem Gefäß 1. Nach einer gewissen Zeit wird eine bestimmte Menge Lithium-Aluminium-Hydrid-Lösung durch Öffnen des Hahnes 8 aus dem Vorratsgefäß 10 in das Gefäß 1 abgelassen. Dabei fließt das Hydrid durch das Rohr 12, das mit Füllkörpern großer Oberfläche gefüllt ist. Danach wird der Hahn 8 geschlossen und der Hahn 7 geöffnet und eine äquivalente stöchiometrische Menge von Silicium-Tetrachlorid aus dem Vorratsgefäß 9 in das Reaktionsgefäß 1 abgelassen. Das Verfahren wird durch abwechselndes Öffnen der Hähne 7 und 8 fortgesetzt. wobei jedesmal äquivalente Mengen von Lithium-Aluminium-Hydrid und Siliciumtetrachlorid in das Gefäß 1 gelangen. Durch Reaktion bildet sich Siliciumwasserstoff, und zwar infolge des L',berschusses von Lithium-Aluminium-Hvdrid fast reiner Siliciumwasserstoff, da das eventuell vorhandene Bor als Lithium-Bor-Hydrid zurückgehalten wird.
  • Eventuell in den Gasstrom gelangendes Siliciumtetrachlorid, welches Bortrichlorid enthalten könnte, wird in der Weise entfernt, daß man den Gasstrom durch die Füllkörpersäule 12 streichen läßt, durch welche die Lösung von Lithiutn-Aluminium-Hydrid fließt. Dadurch wird auch eventuell entstandener Borwasserstoff entfernt, und zwar zwischen dein Reaktionsgefäß 1 und der Füllkörpersäule 12 durch Reaktion mit Lithium Aluminium-Hydrid. Diese Verfahrensstufe kann auch verwendet werden, wenn aus irgendeinem Grunde die erste Stufe des Verfahrens nicht ausgeführt wird. Nach dem Durchlaufen von Kühlern usw., die vermeiden, daß die Reaktionspartner mit dem Gasstrom mitgerissen werden, wird dieser, der nun. allein aus inertem Gas und Siliciumwasserstoff besteht, durch das Rohr 13 in die Apparatur eingelassen, in der Siliciumwasserstoff zersetzt wird.
  • Es soll noch erwähnt werden, daß die Apparatur noch mit den nötigen Ausfriertaschen usw. versehen sein muß, die zwischen die einzelnen Gefäße eingeschaltet werden. Alle Gefäßwände und Rohre müssen aus Quarz hohen Reinheitsgrades bestehen. Insbesondere der Quarz, aus dem das Reaktionsgefäß 1 besteht, und vorzugsweise auch die anderen Teile und Rohre müssen frei von Bor und anderen Stoffen sein, die als störende Verunreinigungen im Silicium auftreten könnten.
  • Wenn der Siliciumwasserstoff nach dem oben beschriebenen Verfahren hergestellt wurde, so liegt der Borgehalt unter der Menge, die mit analytischen Methoden festgestellt werden kann (d. h. weniger als 2.10-7).
  • Es soll noch darauf hingewiesen werden, daß zwischen dem Rohr 13 und der Vorrichtung, in der der Siliciumwasserstoff thermisch zersetzt wird, ein Gefäß eingeschaltet sein kann, das auf eine Temperatur erhitzt ist, die unter der Zersetzungstemperatur von Siliciumwasserstoff liegt, aber hoch genug liegt, um alle anderen Hydride, die sich im Siliciumwasserstoff als Verunreinigung befinden können, zu zersetzen, so daß auch noch geringe Spuren von Borwasserstoff zurückgehalten werden.
  • Weiterhin ist zu bemerken, daß Tetrahydrofuraii zur Bildung der Lösungen oder Suspensionen der Reaktionspartner der Verwendung von Äther infolge der höheren Entzündungstemperatur vorzuziehen ist. Die Explosionsgefahr wird dadurch wesentlich vermindert. Bei Verwendung von Äther in der beschriebenen Apparatur ist das Arbeiten damit ziemlich gefährlich.
  • Die Erfindung ist nicht allein auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von sehr reinem, insbesondere borfreiem Silicium durch Reaktion einer Lösung von Siliciumtetrachlorid finit einer flüssigen Suspension von Lithiuin-Aluniinium-Hydrid und nachfolgende thermische Zersetzung des entwickelten Siliciumwasserstoffes. dadurch gekennzeichnet. claß das Siliciuintetrachlorid zum Lithiuin Aluminiuni-Hydrid in solcher Menge oder in solchem Maße zugegeben wird, daß in der Mischung stets ein Überschuß von Lithium Aluminiuin-Hy drid über die zur vollständigen Reaktion nötige Menge vorhanden ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Siliciumwasserstoff vor der thermischen Zersetzung durch eine flüssige Suspension von Lithium-Aluminiuin-Hydrid geleitet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel für Siliciumtetrachlorid und als Suspensionsmittel für Lithium Aluminium-Hydrid Tetrahydrofuran verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Siliciumwasserstoff durch ein Gefäß geleitet wird, das auf eine Temperatur, die zwischen der Zersetzungstemperatur von Siliciumwasserstoff und der Zersetzungstemperatur der anderen Hydride liegt. erhitzt ist.
DEI12022A 1955-08-16 1956-08-02 Verfahren zur Herstellung von sehr reinem, insbesondere borfreiem Silicium Pending DE1022197B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB1022197X 1955-08-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1022197B true DE1022197B (de) 1958-01-09

Family

ID=10868580

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI12022A Pending DE1022197B (de) 1955-08-16 1956-08-02 Verfahren zur Herstellung von sehr reinem, insbesondere borfreiem Silicium

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1022197B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3043664A (en) * 1958-06-09 1962-07-10 Allied Chem Production of pure silane
US4946268A (en) * 1988-04-28 1990-08-07 Marwitz & Hauser Gmbh Length-adjustable spectacle temple

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3043664A (en) * 1958-06-09 1962-07-10 Allied Chem Production of pure silane
US4946268A (en) * 1988-04-28 1990-08-07 Marwitz & Hauser Gmbh Length-adjustable spectacle temple

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE865160C (de) Verfahren zur Erzeugung einer Germaniumschicht auf einem Germaniumkoerper
Collins Time lag in spontaneous nucleation due to non‐steady state effects
DE1065389B (de) Verfahren zum Reinigen von Siliciumwasserstoff fuer die Herstellung extrem reinen Siliciums fuer Halbleiterzwecke
DE1022197B (de) Verfahren zur Herstellung von sehr reinem, insbesondere borfreiem Silicium
DE1592535B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Uranyl fluoridpulver
DE2627208A1 (de) Superleiter
DE3423611A1 (de) Verfahren zum reinigen von chlorsilanen
DE69801011T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Gasgemisches enthaltend ein Trägergas, eine oxidierendes Gas und ein Silan
DE1806647C3 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Arsen
DE1444502B2 (de) Verfahren zur Regelung der Schärfe von an Galliumarsenid-Einkristallen zu bildenden pn-übergängen
DE1521804A1 (de) Verfahren zum chemischen Polieren von Substraten der III-V Verbindungshalbleiter
DE1244112B (de) Verfahren zur Erzeugung einer Germanium- oder Siliciumschicht auf einer erhitzten Flaeche eines Substrats
DE905069C (de) Verfahren zur Herstellung von Schmelzlingen aus Germanium
DE3001967A1 (de) Verfahren zur extraktion von tritium aus schwerem wasser
AT202980B (de) Verfahren zur Herstellung von Silizium großer Reinheit
DE1107652B (de) Verfahren zur Herstellung von Einzelkristallen von Borphosphid
DE843547C (de) Verfahren zur Reinigung von Edelgasen
DE2032878A1 (de) Verfahren zum Herstellen von versetzungsarmen Siliciumeinkristallen
DE700553C (de) Verfahren zur Trennung von Ammoniak und Kohlendioxyd
DE1567428C (de) Verfahren zur Gewinnung von Brom und Chlorwasserstoff
DE1417736C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Galliumarsenid
DE477266C (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung hochkonzentrierter Schwefelsaeure mittels Stickoxyden
DE522885C (de) Verfahren zur Herstellung von gasfoermigem Fluor
DE1107651B (de) Verfahren zur Reinigung von Phosphor oder Arsen
DE270485C (de)