DE10220421A1 - Einrichtung zur Abstützung und Führung des Stoßbalkens im Untergestell eines Güterwagens - Google Patents
Einrichtung zur Abstützung und Führung des Stoßbalkens im Untergestell eines Güterwagens Download PDFInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Abstützung und Führung des Stoßbalkens (2) im Untergestell (1) eines Güterwagens, bei dem der Stoßbalken (2) in der Längsmitte des Untergestells (1) längsverschiebbar gelagert ist und der Stoßbalken (2) seitlich aus zwei parallel verlaufenden Doppel-T-Trägern (7) gebildet ist, wobei im Untergestell (1) auswechselbare Elemente zum Stützen und Führen des Stoßbalkens (1) angeordnet sind, die in den durch den Einsatz von Doppel-T-Trägern (7) gebildeten Ausnehmungen zu beiden Seiten des Stoßbalkens (1) eingreifen, und wobei die Stütz- und Führungselemente als Gleitlager oder als Wälzlager ausgebildet sind. Um auch bei langen Güterwagen ein Rückstellen in die Normallage sicherzustellen und um eine Stütz- und Führungseinrichtung bereitzustellen, die mit geringem Aufwand am Untergestell (1) montierbar und justierbar ist, sind die Stütz- und Führungselemente als plattenförmige Klammern (9) ausgebildet, die C-förmig ausgebildete Aussparungen (10) aufweisen, wobei die Klammern (9) paarweise zur Längsachse des Untergestells (1) an dessen Querträger (4) derart fixiert sind, dass sie mit ihren Aussparungen (10) in den Raum für die Aufnahme des Stoßbalkens (2) hineinragen und dabei der der Klammer (9) zugewiesene Bereich des Untergurtes des Doppel-T-Trägers (7) von der Aussparung (10) aufgenommen wird.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Abstützung und Führung des Stoßbalkens im Untergestell eines schienengebundenen Güterwagens, insbesondere für Güterwagen, die zum Transport von stoßempfindlichen Ladegütern eingesetzt werden.
- Eine derartige Einrichtung ist aus der
DE 15 30 165 B2 bekannt. Diese besteht aus einem Stoßbalken, der im Untergestell für Schienenfahrzeuge angeordnet ist und waagerechte, aus dem Fahrbetrieb resultierende Zug- und Stoßkräfte aufnimmt. Der Stoßbalken ist gegenüber dem Untergestell, das die Gewichte des Wagenkastens und der Zuladung aufnimmt, unter Zwischenschaltung eines Langhubstoßverzehrers längsverschiebbar gelagert. Der Stoßbalken ist mit seiner Unterseite auf Stützglieder des Untergestells abgestützt, wobei der Stützbalken mit seitlichem Spiel und unter Einhaltung eines Zwischenraumes zwischen seiner Oberseite und der Oberseite des Untergestells derart gelagert ist, daß der Stoßbalken bei Biegebeanspruchung der Untergestells weitgehend unbeaufschlagt bleibt. - Die beschriebene Ausführung des Stoßbalkens als offenes Kastenprofil und die Art und Weise der Abstützung des Stoßbalkens im Untergestell gewährleistet insbesondere bei langen Schienenfahrzeugen und der damit verbundenen großen Anzahl von notwendigen Stützgliedern die Rückstellung des Stoßbalkens in seine Normallage nicht mehr sicher.
- In der
DE 41 10 986 C1 ist eine Stütz- und Führeinrichtung zur Lagerung eines Stoßbalkens im Untergestell eines Schienenfahrzeuges beschrieben, bei dem der Stoßbalken aus einem Paar seitlichen Längsträgern gebildet wird, die sich in Richtung der Längsachse des Schienenfahrzeuges erstrecken. Die voneinander beabstandeten Längsträger sind durch im Abstand angeordnete Querträger untereinander verbunden. Die Längsträger weisen seitliche, nach außen gerichtete Ausnehmungen auf, in die im Untergestell angeordnete Stütz- und Führungselemente hinein ragen. Die Stütz- und Führungselemente sind als Gleitlager oder Wälzlager ausgebildet, die bezüglich einer Querebene jeweils paarig angeordnet und jeweils in gleicher Bauart, entweder als Gleitlager oder als Wälzlager ausgeführt sind. - Die hier beschrieben Stütz- und Führungseinrichtung ermöglicht auch bei langen Schienenfahrzeugen ein sicheres Zurückführen des Stoßbalkens. Allerdings weist die Einrichtung einen komplizierten Aufbau auf und die Einstellung der vorgesehenen Toleranzen zwischen Stoßbalken einerseits und Stütz- und Führungselement andererseits erfordert die Bereitstellung und Befestigung selten- und höhenverstellbarer Lagerböcke im Untergestell.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Stütz- und Führungseinrichtung zur Lagerung eines Stoßbalkens im Untergestell eines schienengebundenen Güterwagens bereitzustellen, die auch bei langen Güterwagen ein sicheres Rückstellen des Stoßbalkens in seine Normallage gewährleisten.
- Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Stütz- und Führungseinrichtung bereitzustellen, die mit geringem Aufwand am Untergestell montierbar und justierbar ist.
- Diese Aufgaben werden durch die Merkmale des Patentanspruches
1 gelöst. Zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beansprucht. - Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die zugehörigen Zeichnungen, auf die im Ausführungsbeispiel Bezug genommen wird, zeigen in
-
1 einen Querschnitt durch das Untergestell mit dem darin auf erfindungsgemäße Weise geführten Stoßbalken, -
2 eine detaillierte Darstellung der als Stützelement ausgebildeten Klammer und -
3 eine detaillierte Darstellung der als Führungselement ausgebildeten Klammer. - Zur Vereinfachung der Darstellung der erfindungsgemäßen Lösung wird auf die Darstellung des Fahrgestells und die Aufbauten des Güterwagens sowie die Kopfenden des Stoßbalkens
2 verzichtet. - Das Untergestell
1 des Güterwagens wird durch zwei seitliche und beabstandete, in Güterwagenlängsrichtung verlaufende Langträger3 gebildet, die miteinander durch eine Vielzahl von Querträgern4 verbunden sind. Die Langträger3 erfüllen im wesentlichen die Tragfunktion des Güterwagens. Auf den Querträgern4 sind vier Trägerprofile5 angeordnet, die den Fußboden6 des Güterwagens aufnehmen. Der Fußboden6 besteht vorzugsweise aus Multiplexplatten. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel werden die Trägerprofite5 aus U-Profilen gebildet, die sich in Längsrichtung des Güterwagens, parallel zu den Langträgern3 erstrecken. Dabei werden die U-Profile so angeordnet, daß der eine Flansch auf dem Querträger4 aufliegt und mit diesem verbunden wird und der gegenüberliegende Flansch den Fußboden6 trägt. - Der von den beiden inneren Trägerprofilen
5 , die sich mit ihren offenen Seiten gegenüberstehen, der Oberkante des Querträgers4 und der Unterseite des Fußbodens6 eingeschlossene, sich über die gesamte Länge des Güterwagens erstreckende Raum dient der verschiebbaren Aufnahme des sich über die gleiche Länge erstreckenden Stoßbalkens2 . Der Stoßbalken2 wird aus zwei parallel verlaufenden Doppel-T-Trägern7 gebildet, die untereinander durch quer verlaufende Streben8 beabstandet sind. Auf diese Weise gewährleisten Doppel-T-Träger7 und Streben8 einen kompakten Verbund des Stoßbalkens2 . - Die Abstützung und Führung des Stoßbalkens
2 erfolgt über Klammern9 , die Cförmig ausgebildete Aussparungen10 aufweisen. Die Klammern9 werden paarweise am Querträger4 in der Weise fixiert, dass sie mit ihren Aussparungen10 in den Raum für die Aufnahme des Stoßbalkens2 hineinragen. Dabei wird der nach Innen gerichtete Bereich des Untergurtes des Doppel-T-Trägers7 von der Aussparung10 aufgenommen. Die Anzahl und der Abstand der Klammern9 in Wagenlängsrichtung richtet sich nach der Knicklänge des Stoßbalkens2 . - Gemäß der
2 und3 sind die Klammern9 im Bereich der Aussparung10 in besonderer Weise ausgebildet.2 zeigt eine detaillierte Darstellung der als Stützelement ausgebildeten Klammer9 . Im Bereich der Aussparung10 sind an allen Seiten Verschleiß- oder Gleitstücke11 angeordnet, die vorzugsweise mit entsprechend gegenüberliegenden Verschleiß- oder Gleitstücken12 am von der Klammer9 beaufschlagten Bereich des Untergurtes des Doppel-T-Trägers7 korrespondieren. -
3 zeigt eine detaillierte Darstellung der als Führungselement ausgebildeten Klammer9 . Bei dieser Klammer9 sind im Bereich der Aussparung10 Rollen13 derart angeordnet, dass sie der Oberseite, der Unterseite und der Stirnseite des von der Aussparung10 aufgenommenen Bereiches des Untergurtes des Doppel-T-Trägers7 gegenüberstehen. - Die mit Verschleiß- oder Gleitstücken
11 bzw. mit Rollen13 ausgestatteten Klammern9 dienen der leichteren und verschleißarmen Führung des Stoßbalkens2 im Untergestell1 des Güterwagens. Bei der Beaufschlagung des Stoßbalkens2 z .B. im Rangierbetrieb des Güterwagens durch den Aufprall des Stoßbalkens eines benachbarten auflaufenden Güterwagens, erfährt der Stoßbalken2 eine Längsverschiebung im Untergestell1 , die durch eine nicht dargestellte und nicht näher beschriebene Energieverzehr- und Rückstelleinrichtung aus dem Stand der Technik gedämpft wird. Die Rückführung des Stoßbalkens2 in seine Normallage wird durch die erfindungsgemäßen Klammern9 unterstützt. - Der besondere Vorteil der erfindungsgemäßen Einrichtung zur Abstützung und Führung des Stoßbalkens
2 besteht darin, dass die Klammern9 vor dem Fixieren an dem Querträger4 durch Verschweißen oder Verschrauben auf einfache Weise zu dem in seiner Normallage ausgerichteten Stoßbalken2 positioniert werden können. Die Klammern9 sind sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung einstellbar. Winkelfehler des Stoßbalkenuntergurtes können bei der Positionierung ausgeglichen werden.
Claims (5)
- Einrichtung zur Abstützung und Führung des Stoßbalkens im Untergestell eines Güterwagens, bei dem der Stoßbalken in der Längsmitte des Untergestells längsverschiebbar gelagert ist und an seinen Enden jeweils eine Zug- und Stoßeinrichtung trägt und der Stoßbalken seitlich aus zwei parallel verlaufenden Doppel-T-Trägern gebildet ist, die untereinander durch quer verlaufende Streben beabstandet sind, wobei im Untergestell auswechselbare Elemente zum Stützen und Führen des Stoßbalkens angeordnet sind, die in den durch den Einsatz von Doppel-T-Trägern gebildeten Ausnehmungen zu beiden Seiten des Stoßbalkens eingreifen, und wobei die Stütz- und Führungselemente als Gleitlager oder als Wälzlager ausgebildet sind und gleichartige Lager paarweise in einer Querschnittsebene angeordnet sind und die paarweise Anordnung der Gleitlager oder Wälzlager über die Länge des Stoßbalkens beabstandet ausgeführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stütz- und Führungselemente als plattenförmige Klammern (
9 ) ausgebildet sind, die C-förmig ausgebildete Aussparungen (10 ) aufweisen, wobei die Klammern (9 ) paarweise symmetrisch zur Längsachse des Untergestells (1 ) an dessen Querträger (4 ) derart fixiert sind, dass sie mit ihren Aussparungen (10 ) in den Raum für die Aufnahme des Stoßbalkens (2 ) hineinragen und dabei der der Klammer (9 ) zugewiesene Bereich des Untergurtes des Doppel-T-Trägers (7 ) von der Aussparung (10 ) aufgenommen wird. - Einrichtung zur Abstützung und Führung des Stoßbalkens im Untergestell eines Güterwagens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnetθ dass die Klammern (
9 ) in Bezug auf den Untergurt des Doppel-T-Trägers (7 ) des in Normallage ausgerichteten Stoßbalkens (2 ) vor dem Fixieren der Klammer (9 ) an dem Querträger (4 ) in der Ebene des Querträgers (4 ) einstellbar sind. - Einrichtung zur Abstützung und Führung des Stoßbalkens im Untergestell eines Güterwagens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Seiten der Aussparung (
10 ) der Klammer (9 ) mit Verschleißoder Gleitstücken (1 1) ausgestattet sind, die vorzugsweise mit entsprechend gegenüberliegenden Verschleiß- oder Gleitstücken (12 ) am von der Klammer (9 ) beaufschlagten Bereich des Untergurtes des Doppel-T-Trägers (7 ) korrespondieren. - Einrichtung zur Abstützung und Führung des Stoßbalkens im Untergestell eines Güterwagens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Seiten der Aussparung (
10 ) der Klammer (9 ) mit Rollen (13 ) derart ausgestattet sind, daß sie der Oberseite, der Unterseite und der Stirnseite des von der Aussparung (10 ) aufgenommenen Bereiches des Untergurtes des Doppel-T-Trägers (7 ) gegenüberstehen. - Einrichtung zur Abstützung und Führung des Stoßbalkens im Untergestell eines Güterwagens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Klammern (
9 ) paarweise symmetrisch zur Längsachse derart angeordnet sind, daß deren Aussparungen (10 ) den nach Innen gerichteten Bereich des Untergurtes des Doppel-T-Trägers (7 ) aufnehmen und die Klammern (9 ) mit ihrer Rückseite zueinander ausgerichtet sind.
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