DE10217977A1 - Rotor - Google Patents
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Abstract
Es wird ein Rotor (1) einer elektrischen Maschine angegeben mit einem Körper (3), an dessen Umfangsfläche (7) mehrere Permanentmagnete (8) angeordnet sind, die mit einer Halteabdeckung (9) abgedeckt sind. DOLLAR A Man möchte eine Möglichkeit zur Erhöhung der Drehzahl und/oder des Durchmessers zur Verfügung stellen. DOLLAR A Hierzu ist vorgesehen, daß die Halteabdeckung (9) in Umfangsrichtung zwischen Permanentmagneten mit dem Körper (3) verbunden ist.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Rotor einer elektrischen Maschine mit einem Körper, an dessen Umfangsfläche mehrere Permanentmagnete angeordnet sind, die mit einer Halteabdeckung abgedeckt sind.
- Derartige Rotoren werden in permanentmagneterregten Synchronmaschinen eingesetzt. Bei einem Motor wird in dem zu dem Rotor gehörenden Ständer oder Stator ein umlaufendes Drehfeld erzeugt, dem der Rotor synchron folgt. In Abhängigkeit von der Polpaarzahl enthält der Rotor auf einer Umfangsfläche mehrere Gruppen von Permanentmagneten, die innerhalb einer Gruppe alle in die gleiche Richtung magnetisiert sind. Die einzelnen Gruppen wechseln sich dabei in ihrer Magnetisierungsrichtung ab.
- Die Permanentmagnete werden derzeit überwiegend auf den Körper aufgeklebt. Beim Körper kann es sich um einen massiven Körper oder auch um Blechpaket handeln. Anschließend werden die Permanentmagnete mit einer Halteabdeckung abgedeckt. Die Halteabdeckung hat die Aufgabe, die Permanentmagnete am Umfang des Rotors festzuhalten, wenn sich der Rotor dreht und die Fliehkräfte dabei größer werden, als sie durch die Klebebefestigung aufgenommen werden könnten. Bei der Halteabdeckung handelt es sich derzeit zumeist um eine Bandage aus einem Fasermaterial, beispielsweise Glasfaser oder Kohlefaser, oder einen Metalldraht.
- Die Befestigung der Permanentmagnete an der Umfangsfläche des Rotors durch Kleben und derartige Bandagen reicht in vielen Fällen aus. Probleme ergeben sich jedoch insbesondere bei höheren Drehzahlen und auch bei größeren Rotordurchmessern. In diesen Fällen werden die Fliehkräfte auf die Permanentmagnete so groß, daß sich Klebung und/oder Bandagen lösen oder aufreißen. Bereits ein Anriß oder ein Schleifen der Bandage am Stator wirkt wie eine Laufmasche, die sich im Betrieb fortsetzt und so zur Zerstörung des Rotors oder sogar des ganzen Motors führen kann.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zur Erhöhung der Drehzahl und/oder des Durchmessers zur Verfügung zu stellen.
- Diese Aufgabe wird bei einem Rotor der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Halteabdeckung in Umfangsrichtung zwischen Permanentmagneten mit dem Körper verbunden ist.
- Durch diese relativ einfach erscheinende Maßnahme erhält man eine Halteabdeckung mit einer erhöhten Stabilität. Sie wird dort, wo die Zentrifugalkräfte entstehen, zusätzlich am Körper festgehalten. Im Gegensatz zu Bandagen, die einfach nur um den Umfang des Rotors herumgewickelt sind, ist die Halteabdeckung damit in der Lage, größeren Kräften zu widerstehen. Die Halteabdeckung wird in Umfangsrichtung verteilt an mehreren Stellen am Körper festgehalten. Dementsprechend ist die freie Länge zwischen einzelnen Befestigungspunkten, an denen die Zentrifugalkraft die Permantentmagnete gegen die Halteabdeckung drücken könnte, verkleinert. Dementsprechend ergeben sich geringere Spannungen in der Halteabdeckung. Die geringere Belastung auf die Halteabdeckung wiederum führt zu einer vergleichsweise größeren Haltbarkeit. Das Herstellen von Verbindungen zwischen der Halteabdeckung und dem Körper ist problemlos möglich, wenn man dies von Anfang an vorsieht.
- Dabei ist bevorzugt, daß die Halteabdeckung pro Pol mindestens zwei Verbindungen mit dem Körper aufweist. Insbesondere bei höherpoligen Maschinen ergibt sich dadurch eine Befestigung der Halteabdeckung an dem Körper, die hohe Kräfte aushält. Darüber hinaus konzentriert man die Befestigung auf Positionen, wo die entsprechenden Kräfte entstehen, nämlich an den Polen, wo die Permanentmagnete befestigt sind.
- Bevorzugterweise sind pro Pol mehrere Permanentmagnete an der Umfangsfläche angeordnet, und die Halteabdeckung weist zwischen Permanentmagneten eines Pols mindestens eine Verbindung mit dem Körper auf. Die Halteabdeckung wird also innerhalb eines Poles mit dem Körper verbunden. Dies ist eine weitere Maßnahme dafür, die Kräfte auf die Halteabdeckung, die bei der Rotation des Rotors durch die Zentrifugalkräfte auf die Permanentmagnete entstehen, am Ort ihrer Entstehung zu neutralisieren.
- Hierbei ist besonders bevorzugt, daß die Halteabdeckung in jedem Zwischenraum zwischen den Permanentmagneten eine Verbindung mit dem Körper aufweist. Damit ist für jeden Permanentmagneten eine eigene Verbindung zwischen der Halteabdeckung und dem Körper vorgesehen, für einen Permanentmagneten am Rand eines Poles (in Umfangsrichtung gesehen) sogar zwei. Eine derartige Verbindung ist auf jeden Fall in der Lage, die Kräfte aufzunehmen, die von einem einzelnen Permanentmagneten herrühren. Insgesamt ergibt sich also eine ausgesprochen hohe mechanische Stabilität.
- Bevorzugterweise ist der Körper aus einem Stapel geschichteter Blechzuschnitte gebildet, und jeder n-te Blechzuschnitt weist eine eigene Halteabdeckung auf, wobei n eine natürliche Zahl ist. Vorzugsweise ist n = 1, es ist aber auch möglich, n = 2, n = 5, n = 10 oder andere Abstände zu wählen. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, daß die Halteabdeckung in axialer Richtung des Motors in mehrere Abschnitte unterteilt wird, so daß auch bei einer zwar unwahrscheinlichen, aber dennoch möglichen Beschädigung einer Halteabdeckung eines Blechzuschnitts die anderen Halteabdeckungen der anderen Blechzuschnitte noch in der Lage sind, den Permanentmagneten an der Umfangsfläche des Körpers festzuhalten.
- Bevorzugterweise ist die Halteabdeckung einstückig mit dem Blechzuschnitt verbunden. Man kann die Halteabdeckung dann bei dem Herstellen des Blechzuschnitts gleich mitfertigen, beispielsweise dadurch, daß man in den Blechzuschnitt für die einzelnen Permanentmagnete entsprechende Öffnungen vorsieht. Beim Aufeinanderstapeln der Blechzuschnitte ergeben sich dann die entsprechenden Öffnungen, in die die Permanentmagnete eingeführt werden können. Bei dieser Ausgestaltung ergibt sich zwar radial außerhalb der Permanentmagnete eine Materialschicht, die möglicherweise noch magnetisch leitend wirkt. Diese Materialschicht ist aus dem gleichen Material gefertigt, wie der Blechzuschnitt auch. Wenn man diesen Materialbereich nicht so behandeln kann, daß er magnetisch nicht leitend wirkt, dann ist dies auch nicht weiter nachteilig. Innerhalb eines Poles haben sämtliche Permanentmagnete die gleiche magnetische Richtung, so daß ein magnetischer Kurzschluß über die Halteabdeckung nur von untergeordneter Bedeutung ist. Darüber hinaus ist in der Halteabdeckung das magnetische Feld relativ stark, so daß das Material der Halteabdeckung in der Regel weitgehend in die Sättigung gefahren ist, so daß zusätzliche elektrische oder magnetische Verluste im Grunde nicht in nennenswerter Höhe zu befürchten sind. Kleinere Verluste können in Kauf genommen werden, wenn man dafür eine leistungsfähigere Maschine erhält, also eine Maschine, die mit einer höheren Drehzahl arbeiten kann oder die mit einem größeren Durchmesser und damit einem entsprechend höheren Drehmoment arbeiten kann.
- Bevorzugterweise ist die Verbindung zwischen der Halteabdeckung und dem Körper durch einen radial verlaufenden Steg gebildet, an dessen Fuß der Körper auf mindestens einer Seite in Umfangsrichtung eine Vertiefung aufweist. Dadurch wird zwar in unmittelbarer Nähe des Fußes des Steges ein kleiner Luftspalt geschaffen, in dessen Bereich der Permanentmagnet nicht am Blech oder Eisen des Rotorkörpers anliegen kann. Dafür vermeidet man aber, daß scharfe Ecken entstehen, die zu einer Rißbildung am Fuß des Steges führen könnten. Die Befestigung der Halteabdeckung am Körper wird dadurch sicherer gemacht.
- Vorzugsweise ist ein Übergang zwischen dem Steg und der Halteabdeckung abgerundet. Dies betrifft sozusagen die radiale Außenseite des Steges. Auch hier wird eine Rißbildung wirkungsvoll vermieden.
- Bevorzugterweise bilden jeweils zwei Stege, der Körper und die Halteabdeckung eine Tasche mit trapezförmigem Querschnitt, in die ein Permanentmagnet mit rechteckförmigem Querschnitt eingesteckt ist. Bei dieser Ausgestaltung kann man auf ein Kleben des Permanentmagneten an die Umfangsfläche des Körpers völlig verzichten. Das Aufkleben von Permanentmagneten ist ein unbefriedigendes Verfahren aus Sicht der Qualitätssicherung, weil die Vorreinigung der Klebeflächen, das Vorbereiten des Klebeuntergrunds und des Aufbringens einer Klebeschicht von vielen Unsicherheiten belastet sind. Durch das Einstecken der Permanentmagnete in die Taschen werden die Permanentmagnete positioniert und gleichzeitig mechanisch fixiert. Dadurch, daß man einen Permanentmagneten mit rechteckförmigem Querschnitt in eine Tasche mit trapezförmigem Querschnitt einsteckt begrenzt man die Berührungsflächen zwischen dem Permanentmagneten und den Stegen auf relativ schmale Streifen. Dies erleichtert zum einen das Einstecken, verbessert zum anderen aber auch die magnetischen Eigenschaften.
- Bevorzugterweise ist der Stapel durch Teilstapel gebildet, deren axiale Länge der Länge der Permanentmagneten entspricht. Die Permanentmagnete haben in der Regel eine axiale Länge, die wesentlich kürzer ist als die axiale Länge des Rotors. Wenn man nun die Teilstapel auf diese Länge begrenzt, dann erleichtert dies das Einschieben der Permanentmagnete in die Tasche. Man muß nur eine begrenzte Reibung überwinden. Das Einstecken geht schneller. Die Belastung auf die Permanentmagnete bleibt kleiner. Zusätzlich hat diese Ausgestaltung den Vorteil, daß man die einzelnen Teilstapel in Umfangsrichtung etwas gegeneinander versetzen kann, was die magnetischen Eigenschaften des Rotors weiter verbessert.
- Vorzugsweise ist die Halteabdeckung zwischen den Polen unterbrochen. Damit vermeidet man einen magnetischen Kurzschluß durch die Halteabdeckung zwischen den Polen. Dies ist eine relativ einfache Lösung. Man kann die Halteabdeckung zwischen den Polen auf einfache Weise entfernen, beispielsweise dadurch, daß man sie bereits beim Herstellen der Blechzuschnitte entfernt, oder dadurch, daß man beim fertigen Stapel oder beim fertigen Teilstapel die Halteabdeckung aufsägt. Dadurch, daß die Halteabdeckung mehrfach am Körper befestigt ist, ergibt sich durch die Unterbrechung der Halteabdeckung in Umfangsrichtung kein nachteiliger Effekt.
- Bevorzugterweise weist eine Unterbrechung zwischen den Polen eine Breite auf, die der Breite eines Permanentmagneten entspricht. Dies erleichtert die Fertigung. Man kann die Ausnehmungen, die später im Stapel oder im Teilstapel die Taschen zur Aufnahme der Permanentmagnet bilden, im Einzelnutverfahren ausstanzen, d. h. man verwendet eine einzelne Stanze, die jeweils eine einzelne Ausnehmung erzeugt. Nachdem Erzeugen einer Ausnehmung wird der Blechzuschnitt um einen vorbestimmten Winkel weitergedreht. Dies erfolgt unabhängig davon, ob die Ausnehmung später zur Bildung einer Tasche, d. h. zum Aufnehmen eines Permanentmagneten, dient, oder ob die Ausnehmung zur Unterbrechung der Halteabdeckung dienst.
- Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung näher beschrieben. Hierin zeigen:
- Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Rotor,
- Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt einer Tasche aus Fig. 1 und
- Fig. 3 eine schematische Darstellung eines Rotor- Blechpakets.
- Ein Rotor 1 ist, wie aus Fig. 3 hervorgeht, durch ein Blechpaket gebildet, d. h. aus einer Vielzahl von Blechzuschnitten 2, die in Axialrichtung des Rotors aufeinandergestapelt sind. Anstelle der Verwendung eines Stapels von Blechzuschnitten ist es natürlich auch möglich, den Rotor 1 massiv auszubilden. In diesem Fall stellt Fig. 1 eine Draufsicht oder eine Schnittansicht dieses Rotor dar.
- Der Rotor 1 weist einen Körper 3 auf, in dessen Mitte eine zentrische Ausnehmung 4 vorgesehen ist, die zur Aufnahme einer nicht näher dargestellten Rotorachse dient. Die Ausnehmung 4 weist eine Nut 5 auf, in die ein Keil oder eine Feder eingreifen kann, um ein drehfestes Befestigen des Rotors 1 auf der nicht näher dargestellten Achse zu gewährleisten.
- Der Körper 3 weist im vorliegenden Fall drei Polpaare N, S auf. Für jeden Pol ist eine Ausnehmung 6 zwischen der Ausnehmung 4 und der Umfangsfläche vorgesehen. Diese Ausnehmung 6 dient zum einen der Verringerung des Trägheitsmoments des Rotors 1, zum andern aber auch dazu, eine bestimmte Form des Magnetfelds im Rotor 1 zu bewirken, d. h. die Feldlinien entsprechend zu leiten.
- Der Körper 3 weist eine Umfangsfläche 7 auf, an der, wie in Fig. 2 zu erkennen ist, eine Reihe von Permanentmagneten 8 angeordnet sind. Hierbei sind die Permanentmagnete 8 so ausgerichtet, daß alle Permanentmagnete 8 eines Poles die gleiche magnetische Orientierung haben. Die Permanentmagnete benachbarter magnetischer Pole haben einander entgegengesetzte Orientierungen. Die Permantentmagneten 8 sind in Fig. 1 nicht einzeln eingezeichnet. Sie werden gruppen- oder polweise durch ihre Magnetrichtung beschrieben. Dies ist durch die Buchstaben N und S am Umfang des Rotors 1 dargestellt.
- Die Permanentmagnete 8 sind durch eine Halteabdeckung 9 an der Umfangsfläche 7 des Körpers 3 gehalten. Die Halteabdeckung 9 ist jeweils auf beiden Seiten der Permanentmagnete 8 durch Stege 10, 11 mit dem Körper 3 verbunden. Wie aus Fig. 2 zu erkennen ist, bildet der Körper 3 mit den Stegen 10, 11 und der Halteabdeckung 9 eine Tasche 12 mit trapezförmigem Querschnitt, in die der Permanentmagnet 8 mit rechteckförmigen Querschnitt eingesetzt ist. Dadurch ergeben sich Berührungen zwischen dem Permanentmagneten Bund den Stegen 10, 11 nur in einem relativ schmalen Bereich am radial inneren Ende des Permanentmagneten 8. Dies verbessert die Ausbildung des magnetischen Feldes.
- Am Übergang zwischen den Stegen 10, 11 und der Halteabdeckung 9 ist jeweils eine Abrundung 13 vorgesehen. Mit Hilfe dieser Abrundung vermeidet man, daß hier scharfe Ecken entstehen, die eine Rißbildung begünstigen könnten.
- Am Fuß der Stege 10, 11 ist zumindest auf der Seite in Umfangsrichtung, an der sich ein Permanentmagnet 8 befindet, eine Vertiefung 14 vorgesehen. Diese Vertiefung 14 erlaubt ebenfalls einen abgerundeten Übergang zwischen dem Stegen 10, 11 und dem Körper 3, was dazu beiträgt, scharfe Ecken und Kanten zu vermeiden. Die Vertiefung 14 geht mit einer Rundung in die Stege 10, 11 und auch in die Umfangsfläche 7 über. Die Vertiefung 14 stellt zwar einen kleinen Luftspalt zwischen dem Permanentmagneten 8 und dem Körper 3 dar. Da sich dieser Luftspalt aber auf einen außerordentlich kleinen Bereich in Umfangsrichtung beschränkt und der Luftspalt zudem eine relativ geringe Tiefe hat, ist er hinzunehmen. Die geringfügigen magnetischen Verluste, die durch den Luftspalt bedingt sind, werden durch die erhöhte mechanische Stabilität bei weitem ausgeglichen.
- Die Halteabdeckung 9 ist relativ dünn. Ihre Dicke in Radialrichtung liegt in der Größenordnung von 1 bis 1,5 mm. Ein nennenswerter magnetischer Kurzschluß zwischen benachbarten Permanentmagneten 8 tritt also durch die Halteabdeckung 9 nicht auf. Dies ist zum einen dadurch bedingt, daß benachbarte Permanentmagnete 8 alle die gleiche magnetische Richtung haben, so daß das die Halteabdeckung 9 eines Poles durchsetzende Feld radial gerichtet ist. Zum anderen geht das Material der Halteabdeckung 9 aufgrund der hohen magnetischen Feldstärke in die Sättigung, so daß durch die Halteabdeckung 9, wenn sie aus ferromagnetischem Material gebildet ist, keine Störungen bewirkt werden.
- Zwischen den Polen N, S weist die Halteabdeckung 9 Unterbrechungen 15 auf. Die Breite einer Unterbrechung 15 in Umfangsrichtung ist genau so groß, wie die Breite einer Tasche 12 in Umfangsrichtung. Dies hat den Vorteil, daß die Taschen 12 und auch die Unterbrechung 5 im Einzelnutverfahren hergestellt werden können, d. h. die Taschen 12 werden aus dem Blechzuschnitt 2 einzeln ausgestanzt. Zwischen jedem Stanzvorgang wird der Blechzuschnitt 2 um einen vorbestimmten Winkel weitergedreht. Die Darstellung in Fig. 1 ist insoweit nicht maßstäblich. Auch die Form der Unterbrechung 15 wird dann mit der Form der Tasche 12 übereinstimmen, wobei die Halteabdeckung 9 dann später noch entfernt werden kann.
- Dadurch, daß die Halteabdeckung 9 überall da, wo es möglich ist, in Radialrichtung unmittelbar am Körper 3 befestigt ist, kann die Halteabdeckung 9 relativ große Kräfte aufnehmen, ohne daß die Gefahr besteht, daß sie sich dehnt, reißt oder auf andere Weise beschädigt wird. Man kann daher die Permanentmagnete 8 ohne zusätzliche Befestigung, wie etwa Kleben, einfach in die Tasche 12 hineinschieben. Dies ist auch dann möglich, wenn der Rotor 1 mit höheren Drehzahlen betrieben werden soll oder der Rotor 1 einen größeren Durchmesser aufweist. In beiden Betriebsfällen treten teilweise erhebliche Zentrifugalkräfte auf die Permanentmagnete 8 auf, die dann aber von der Halteabdeckung 9 aufgenommen werden könne.
- Dargestellt ist eine Ausbildung, in der die Halteabdeckung 9 einstückig mit dem Blechzuschnitt 2 ausgebildet ist. Dies hat den Vorteil, daß die Halteabdeckung 9 nicht nur für jeden Permanentmagneten 8 zweifach mit dem Körper 3 verbunden ist. Sie ist in Axialrichtung auch mehrfach unterteilt, und zwar so oft, wie es Blechzuschnitte 2 gibt. Eine Beschädigung einer Halteabdeckung 9 in einem Blechzuschnitt führt dann nicht automatisch zum Verlust der Haltekraft für den entsprechenden Permanentmagneten 8. Dieser wird vielmehr von Halteabdeckungen 9 benachbarter Blechzuschnitte gehalten.
- Man kann unter Umständen dafür sorgen, daß die Halteabdeckung 9 nicht mehr magnetisch leitend ist. Wenn die Halteabdeckung 9 einstückig mit dem Blechzuschnitt 2 ausgebildet ist, ist dies natürlich schwierig, ließe sich aber durch eine Umwandlung gewisser Teilbereiche in Edelstahl erreichen. Alternativ dazu kann man die Halteabdeckung 9 mit ihren Stegen 10, 11 auch als getrenntes Teil ausbilden, beispielsweise aus Aluminium oder einen Kunststoff, und den Fuß der Stege 10, 11 mit dem Körper 3 verbinden. Hierzu reicht beispielsweise eine Steckverbindung nach Art eines Hammerkopfes oder eines Schwalbenschwanzes aus, so daß die Stege 10, 11 mit der Halteabdeckung 9 in Axialrichtung in den Körper 3 eingeschoben werden können.
- Wie aus Fig. 3 zu erkennen ist, besteht der Stapel der Blechzuschnitte 2 aus mehreren Teilstapeln 16, 17. Aus Gründen der Übersicht sind hier nur zwei Teilstapel dargestellt. Die Teilstapel 16, 17 sind, wie man durch die Unterbrechungen 15 erkennen kann, in Umfangsrichtung etwas zueinander versetzt. Der Versatz aller Teilstapel des Rotors entspricht dabei etwa einer Ständer- Nut-Breite.
- Die axiale Länge eines Teilstapels 16, 17 entspricht dabei der axialen Länge eines Permanentmagneten 8. Sie liegt also im Bereich einiger Zentimeter. Diese Unterteilung hat zusätzlich den Vorteil, daß das Einstecken der Permanentmagnete 8 in die Taschen 12 einfach wird, d. h. man muß jeden Permanentmagneten 8 nur um eine begrenzte Länge in die Tasche 12 einschieben. Die dabei auftretenden Reibungskräfte sind noch beherrschbar. Sie steigen naturgemäß mit der Länge der Permanentmagnete 8 an.
- Nach dem Einschieben der Permanentmagnete 8 in die Taschen 12 kann man sie natürlich noch im Vakuum imprägnieren oder vergießen. Dies bedeutet eine zusätzliche Fixierung der Permanentmagnete 8 in den Taschen 12, würde aber an sich nicht ausreichen, um die Permanentmagnete 8 zuverlässig 8 an der Umfangsfläche 7 des Körpers 3 festzuhalten.
- Eine Bandage kann entfallen. Eine Bandage im Luftspalt ist immer problematisch, da sich ein Anriß oder Schleifen der Bandage wie eine Laufmasche fortsetzt und so zur Zerstörung des Rotors führen kann. Die mechanische Stabilität des Rotors 1 wird entscheidend erhöht. Dadurch werden Ausfälle reduziert und es können problemlos höhere Motordrehzahlen gefahren werden.
- Berechnungen zeigen, daß durch die Halteabdeckung 9, auch wenn sie aus Eisen besteht, keine nennenswerten Nachteile gebildet werden. Der mechanische Luftspalt läßt sich durch diese neue Anordnung problemlos verkleinern.
- Ein derartiger Rotor 1 läßt sich sowohl manuell als auch maschinell fertigen. Vor allem bei einer Handfertigung verringert sich die Fertigungsdauer. Es ergibt sich eine signifikante Kostenreduzierung. Die Verfahrensunsicherheit beim Verkleben in Handarbeit wird erheblich vermindert. Wenn bislang beim Kleben von einer Vielzahl, beispielsweise 100, Magneten einer nicht hält, führt dies zu einer Zerstörung der Maschine. Mit der neuen Halteabdeckung wird jeder Magnet zuverlässig festgehalten.
- In Fig. 3 ist dargestellt, daß jeder Blechzuschnitt mit einer Halteabdeckung versehen ist. Dies ist jedoch nicht unbedingt erforderlich. In Abhängigkeit von den zu erwartenden Kräften reicht es auch aus, jeden zweiten, fünften oder zehnten Blechzuschnitt mit der Halteabdeckung zu versehen.
Claims (12)
1. Rotor einer elektrischen Maschine mit einem Körper,
an dessen Umfangsfläche mehrere Permanentmagnete
angeordnet sind, die mit einer Halteabdeckung
abgedeckt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die
Halteabdeckung (9) in Umfangsrichtung zwischen
Permanentmagneten (8) mit dem Körper (3) verbunden ist.
2. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Halteabdeckung pro Pol (N, S) mindestens zwei
Verbindungen (10, 11) mit dem Körper (3) aufweist.
3. Rotor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, das pro Pol (N, S) mehrere Permanentmagnete
(8) an der Umfangsfläche (7) angeordnet sind und
die Halteabdeckung (9) zwischen Permanentmagneten
(8) eines Pols mindestens eine Verbindung (10, 11)
mit dem Körper (3) aufweist.
4. Rotor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Halteabdeckung (9) in jedem Zwischenraum
zwischen den Permanentmagneten (8) eine Verbindung
(10, 11) mit dem Körper (3) aufweist.
5. Rotor nach einem Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Körper (3) aus einem Stapel
geschichteter Blechzuschnitte (2) gebildet ist und
jeder Blechzuschnitt (2) eine eigene Halteabdeckung
(9) aufweist.
6. Rotor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Halteabdeckung (9) einstückig mit dem
Blechzuschnitt (2) verbunden ist.
7. Rotor nach einem Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen der
Halteabdeckung (9) und dem Körper (3) durch einen radial
verlaufenden Steg (10, 11) gebildet ist, an dessen
Fuß der Körper (3) auf mindestens einer Seite in
Umfangsrichtung eine Vertiefung (14) aufweist.
8. Rotor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Übergang (14) zwischen dem Steg (10, 11) und
der Halteabdeckung (9) abgerundet ist.
9. Rotor nach Anspruch 7 oder 8, dadurch
gekennzeichnet, daß jeweils zwei Stege (10, 11), der Körper
(3) und die Halteabdeckung (9) eine Tasche (12) mit
trapezförmigem Querschnitt bilden, in die ein
Permanentmagnet (8) mit rechteckförmigem Querschnitt
eingesteckt ist.
10. Rotor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
der Stapel durch Teilstapel (16, 17) gebildet ist,
deren axiale Länge der Länge der Permanentmagneten
(8) entspricht.
11. Rotor nach einem Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Halteabdeckung (9) zwischen
den Polen (N, S) unterbrochen ist.
12. Rotor nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Unterbrechung (15) zwischen den Polen (N, S)
eine Breite aufweist, die der Breite eines
Permanentmagneten entspricht.
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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