DE10216325A1 - Verfahren zum Feinwalzen von Schokoladenmasse - Google Patents
Verfahren zum Feinwalzen von SchokoladenmasseInfo
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Feinwalzen insbesondere von Schokoladenmasse und ähnlichen Produkten, bei dem das Aufgabegut die Walzenspalte zwischen achsparallelen Walzen durchläuft und durch in Gutförderrichtung zunehmende Walzendrehzahlen stufenweise zerkleinert wird, wobei das zerkleinerte Gut von der in Förderrichtung letzten Walze abgenommen und auf ein Förderband aufgegeben wird, dessen Achsen parallel zu den Walzenachsen ausgerichtet sind und dessen Bandbreite an die Breite der Walzen angepasst ist und wobei die Beladung des Förderbandes unter Verwendung von Lastsensoren ermittelt wird, die an beiden Seiten des Förderbandes angeordnet sind und das Gewicht des beladenen Förderbandes messen.
- Bei einem aus DE 196 18 077 C1 bekannten Verfahren, von dem die Erfindung ausgeht, wird die Beladung des Förderbandes integral erfasst und einem Rechner zugeführt, der die Beladung in das Verhältnis zur gewünschten Endfeinheit des Zerkleinerungsgutes setzt, diese Ist-Verhältniszahl mit einem aus einem Sollwertspeicher abgerufenen Vorgabewert vergleicht und den Walzenspalt zwischen den Einzugswalzen so lange verändert, bis die Ist-Verhältniszahl innerhalb vorgegebener Toleranzen mit dem Vorgabewert übereinstimmt. Mit dem bekannten Verfahren ist es möglich, bei einem Wechsel der zu verarbeitenden Schokoladenmasse den Feinheitsgrad des Zerkleinerungsgutes sicher und schnell einzustellen. Dabei kann das Zerkleinerungsergebnis über die Walzenbreite jedoch ungleichmäßig sein. Das ist abhängig von den Einstellungswerten und dem Zustand der Einrichtungen, mit denen der Walzenspalt zwischen den Einzugswalzen eingestellt wird, dem Verschleißzustand der Walzen sowie dem Einzugsverhalten des Verarbeitungsgutes.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs beschriebene Verfahren so weiter zu entwickeln, dass das Zerkleinerungsergebnis über die gesamte Walzenbreite gleichmäßig ist.
- Ausgehend von dem eingangs beschriebenen Verfahren wird die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die von den beidseits des Förderbandes angeordneten Lastsensoren gelieferten Gewichtswerte miteinander verglichen werden und dass zur Beseitigung von Gewichtsunterschieden an einem Ende der Einzugswalzen eine Korrektur des Walzenspaltes vorgenommen wird. An den Enden der Einzugswalzen sind hydraulische Arbeitszylinder und/oder Hebelsysteme vorgesehen, mit denen der Walzenspalt an den Enden der Walzen verstellt werden können. Erfindungsgemäß wird nach Maßgabe der Gewichtswerte die Spaltkorrektur lediglich an einem Ende der Einzugswalzen vorgenommen.
- Erfindungsgemäß wird die Beladung des Förderbandes zur Bestimmung und Regelung der Feinheit des Zerkleinerungsgutes verwendet. Die zur Messung der Beladung verwendeten Lastsensoren sind auf beiden Seiten des Förderbandes angeordnet. Jeder dieser Lastsensoren liefert ein der Beladung und damit Feinheit entsprechendes Messsignal. Das Ziel, eine gleiche Feinheit des Zerkleinerungsgutes über der Walzenbreite zu gewährleisten, wird erreicht, indem die Messsignale miteinander verglichen und bei Abweichungen an einem Ende der Einzugswalzen eine Korrektur des Walzenspaltes vorgenommen wird, bis sich auf beiden Seiten des Förderbandes eine gleiche oder zumindest annähernd gleiche Beladung einstellt. Die Einstellung kann schrittweise erfolgen. Vorzugsweise arbeitet man so, dass die Beladung des Förderbandes auf der dem kleineren Gewichtswert zugeordneten Seite durch einseitige Verstellung des von den Einzugswalzen begrenzten Walzenspaltes erhöht wird, wenn die Summe der von den Lastsensoren gemessenen Gewichtswerte kleiner ist als der Vorgabewert, und dass die Beladung des Förderbandes auf der dem größeren Gewichtswert zugeordneten Seite durch einseitige Verstellung des von den Einzugswalzen begrenzten Walzenspaltes verringert wird, wenn die Summe der von den Lastsensoren gemessenen Gewichtswerte größer ist als der Vorgabewert. Insofern wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren auch die Summe der Gewichtswerte als Regelgröße herangezogen.
- Eine Korrektur des Walzenspaltes erfolgt zweckmäßig nur dann, wenn Toleranzgrenzen überschritten werden. In Abhängigkeit zulässiger Toleranz bezüglich der Feinheit des Zerkleinerungsgutes werden Toleranzbereiche für Gewichtsabweichungen festgelegt, bei deren Überschreitung eine Korrektur des Walzenspaltes vorgenommen wird.
- Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung erläutert. Es zeigen schematisch
- Fig. 1 eine Vorrichtung zum Feinwalzen von Schokoladenmasse und ähnlichen Produkte, z. B. Compound- Massen oder Fettglasuren,
- Fig. 2 die Ansicht A aus Fig. 1.
- Eine Schokoladenmasse durchläuft die Walzenspalte zwischen achsparallelen Walzen 1 bis 5 und wird durch in Gutförderrichtung zunehmenden Walzendrehzahlen stufenweise zerkleinert. Das zerkleinerte Gut wird von der in Förderrichtung letzten Walze 5 beispielsweise mittels eines Rakels 6 abgenommen und auf ein Förderband 7 aufgegeben, dessen Achsen 8 parallel zu den Walzenachsen ausgerichtet und dessen Bandbreite an die Breite der Walzen angepasst ist. Die Beladung des Förderbandes 7 wird unter Verwendung von Lastsensoren 9 ermittelt, die an beiden Seiten des Förderbandes 7 angeordnet sind und das Gewicht des beladenen Förderbandes messen (Fig. 2). Die Gewichtswerte werden einem Rechner 10 zugeführt, der die Summe der Gewichtswerte mit einem Vorgabewert vergleicht und bei Abweichungen von dem Vorgabewert Stelleinrichtungen 11 zur Verstellung des Walzenspaltes zwischen den Einzugswalzen 1, 2 ansteuert. Im Ausführungsbeispiel sind die Stelleinrichtungen in Form einer Kniehebeleinrichtung angedeutet, die durch einen Motor 12 über eine Koppelstange 13 betätigt wird. Zur Erfassung der Stellung der Kniehebeleinrichtung ist ein Sensor 14 vorgesehen. Die beschriebene Anordnung ist doppelt vorgesehen und befindet sich an beiden Enden der Einzugswalzen 1, 2.
- Die von den beidseits des Förderbandes angeordneten Lastsensoren 9 gemessenen Gewichtswerte werden von dem Rechner 10 verglichen. Überschreiten die Differenzen einen vorgegebenen Toleranzbereich, so wird an einem Ende der Einzugswalzen 1, 2 eine Korrektur des Walzenspaltes vorgenommen. Dazu steuert der Rechner 10 die betreffende Stelleinrichtung 11 an. Die Einstellung kann schrittweise erfolgen. Dabei wird die Beladung des Förderbandes 7 auf der dem kleineren Gewichtswert zugeordneten Seite durch einseitige Verstellung des von den Einzugswalzen 1, 2 begrenzten Walzenspaltes erhöht, wenn die Summe der von den Lastsensoren gemessenen Gewichtswerte kleiner ist als der Vorgabewert, und wird die Beladung des Förderbandes auf der dem größeren Gewichtswert zugeordneten Seite durch einseitige Verstellung des von den Einzugswalzen 1, 2 begrenzten Walzenspaltes verringert, wenn die Summe der von den Lastsensoren 9 gemessenen Gewichtswerte größer ist als der Vorgabewert. Mit der beschriebenen Regelung kann schnell erreicht werden, dass die integrale Beladung des Förderbandes 7 einem Vorgabewert entspricht und außerdem über die Breite der Walzen keine Unterschiede auftreten. Erreicht wird ein gleichmäßiges Zerkleinerungsergebnis mit vorgegebener Gutfeinheit.
Claims (3)
wobei das zerkleinerte Gut von der in Förderrichtung letzten Walze abgenommen und auf ein Förderband aufgegeben wird, dessen Achsen parallel zu den Walzenachsen ausgerichtet sind und dessen Bandbreite an die Breite der Walzen angepasst ist, und
wobei die Beladung des Förderbandes unter Verwendung von Lastsensoren ermittelt wird, die an beiden Seiten des Förderbandes angeordnet sind und das Gewicht des beladenen Förderbandes messen,
dadurch gekennzeichnet, dass die von den beidseits des Förderbandes angeordneten Lastsensoren gelieferten Gewichtswerte miteinander verglichen werden und dass zur Beseitigung von Gewichtsunterschieden an einem Ende der Einzugswalzen eine Korrektur des Walzenspaltes vorgenommen wird.
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Applications Claiming Priority (1)
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2002
- 2002-04-13 DE DE2002116325 patent/DE10216325B4/de not_active Expired - Lifetime
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| DE10216325B4 (de) | 2015-03-19 |
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