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DE10216524A1 - Kettentrieb - Google Patents

Kettentrieb

Info

Publication number
DE10216524A1
DE10216524A1 DE2002116524 DE10216524A DE10216524A1 DE 10216524 A1 DE10216524 A1 DE 10216524A1 DE 2002116524 DE2002116524 DE 2002116524 DE 10216524 A DE10216524 A DE 10216524A DE 10216524 A1 DE10216524 A1 DE 10216524A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chain
counter
drive
sprocket
rotation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE2002116524
Other languages
English (en)
Inventor
Siegfried Ebert
Hartmut Meier
Horst Tanzmann
Frank Ebert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ebert Kettenspanntechnik GmbH
Original Assignee
Ebert Kettenspanntechnik GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ebert Kettenspanntechnik GmbH filed Critical Ebert Kettenspanntechnik GmbH
Priority to DE2002116524 priority Critical patent/DE10216524A1/de
Publication of DE10216524A1 publication Critical patent/DE10216524A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H7/00Gearings for conveying rotary motion by endless flexible members
    • F16H7/06Gearings for conveying rotary motion by endless flexible members with chains
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H55/00Elements with teeth or friction surfaces for conveying motion; Worms, pulleys or sheaves for gearing mechanisms
    • F16H55/02Toothed members; Worms
    • F16H55/17Toothed wheels
    • F16H55/18Special devices for taking up backlash
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H55/00Elements with teeth or friction surfaces for conveying motion; Worms, pulleys or sheaves for gearing mechanisms
    • F16H55/02Toothed members; Worms
    • F16H55/30Chain-wheels

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Devices For Conveying Motion By Means Of Endless Flexible Members (AREA)

Abstract

Die Erfindung, insbesondere in Steuerkettentrieben und reversierenden Kettentrieben anwendbar, betrifft umkehrspielfreien Kettentrieb. DOLLAR A Der Mangel bekannter Kettentriebe besteht darin, dass die zum Spannen und Dämpfen von Schwingungen und Beschleunigungen verwendeten hydraulischen Systeme eine hohe Gelenkreibung und die permanente Bremsverzögerung des Kettentriebes verursachen. Das hat den Nachteil bedeutender reibungsbedingter Wirkungsgradverluste des Kettentriebes. Das Problem wird gelöst durch einen Kettentrieb mit zwei nebeneinander und über Mehrfachkettenräder angeordneten Antriebsketten, wobei der Lasttrum einer Antriebskette (1) in Kettenzugkraftrichtung zwischen treibendem Mehrfachkettenrad (3, 8) und angetriebenen Mehrfachkettenrad (4, 13, 14) spielfrei angeordnet, der Lasttrum einer Gegen-Antriebskette (2) um den Phasenwinkel omega versetzt in Gegenrichtung zur Zugkraft zwischen dem in Gegenrichtung treibenden Mehrfachkettenrad und dem in Gegenrichtung getriebenen Mehrfachkettenrad spielfrei angeordnet ist und eines der Mehrfachkettenräder um den Gegendrehwinkel phi = omega phasenverdrehte Zahnlückenprofile (5, 6) aufweist.

Description

  • Sie ist anwendbar für Steuerkettentriebe und für Antriebe von Nebenaggregaten in Brennkraftmaschinen. Diese Kettentriebe weisen Überhol- und Reversierbewegungen infolge der ungleichförmigen Dreh- und Kraftanregungen insbesondere von den Nockenwellen sowie von der Ventildynamik auf.
  • Es ist allgemein bekannt, dass bei Steuerkettentrieben zum Antrieb der Nockenwellen in Brennkraftmaschinen die Kettentriebe mit Vorspannung betrieben werden, um zu vermeiden, dass sich dynamische Kettenkräfte nahe Null einstellen, wodurch Ungleichförmigkeiten, Überhol- und Reversierbeschleunigungen, Überhol- und Reversierspiel sowie daraus resultierend unerwünschte Präzisionsabweichungen der Steuerphasen, verbunden mit Laufgeräusch und Verschleiß des Kettentriebes, eintreten.
  • Um diese dynamischen Kettenkräfte nahe Null zu verhindern, werden allgemein bekannte federbelastete oder hydraulische Kettenspanner gegen die Trume gerichtet und damit der Kettentrieb vorgespannt.
  • Die Kettenspanner wirken als Schienen oder als grundkörpergestützte Verbundteile mit Gleitbelag gegen die schwingungs- und stoßbelasteten Trumabschnitte der Kette. Die Kette wird damit bei entsprechender Spannkraft statisch vollständig und dynamisch nahezu spielfrei gespannt. Je größer die Spannkräfte, desto effektiver werden die dynamisch bedingten Präzisionsabweichungen unterdrückt.
  • Wegen der hohen dynamischen Anregungen in der Kette sind Kettenspannkräfte von mehreren 100 N erforderlich.
  • Prinzipiell wirken die Kettenspanner damit über ihre Geometrie und Anordnung als die Trume auslenkende oder einlenkende Führung sowie über ihre Spannkraft als jeweils krafteintragendes Element zur Erzeugung schwingungsdämpfender Gelenkreibung in der Kette und an den Kontaktstellen des Ketteneingriffs in die Kettenräder sowie als permanente Reibungs-Bremse gegen Reversier- und Überholbeschleunigungen an den Stellen des Gleitkontaktes zwischen Kettenspanner und Kettenlaschen.
  • Diese hohe Gelenkreibung und die permanente Bremsverzögerung des Kettentriebes mittels Kettenspannern hat den Nachteil bedeutender reibungsbedingter Wirkungsgradverluste des Kettentriebes sowie eines hohen mechanischen Aufwandes für die Kettenspanner und die zugehörige hydraulische Steuerung, Druckregelung, Überdruckentlastung bei den auftretenden dynamischen Druckschwankungen. Hinzuzuzählen sind auch die Energieverluste durch Haftreibung zwischen Kettenspanner und Kettenlaschen in den Phasen der Drehrichtungsumkehr.
  • Die Wirkungsgradverluste sind Schleppverluste der Brennkraftmaschine und verursachen höheren Kraftstoffverbrauch und höhere Abgasemission.
  • Die technische Ursache dieses Nachteils ist die von den Kettenspannern auf die Kette vermittelte hohe Spannkraft zur Unterdrückung des Gelenkspiels in den Kettengelenken.
  • Das Ziel der Erfindung besteht in einem in beiden Drehrichtungen spielfreien Kettentrieb mit verbessertem energetischen Wirkungsgrad.
  • Die technische Aufgabe der Erfindung besteht in einem in beiden Drehrichtungen spielfreien Kettentrieb, welcher ohne oder mit weniger Spannkraft auskommt.
  • Diese technische Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
  • Dabei wird von einem Kettentrieb mit mindestens zwei nebeneinander und über mindestens zwei Mehrfachkettenräder angeordneten Antriebsketten ausgegangen.
  • Eine Antriebskette dieses Kettentriebes ist in Kettenzugkraftrichtung zwischen treibenden und angetriebenen Mehrfachkettenrad spielfrei angeordnet, eine weitere Antriebskette dieses Kettentriebes ist um den Phasenwinkel ω versetzt in Gegenrichtung zur Zugkraft zwischen gegenrichtungstreibenden und gegenrichtungsangetriebenen Mehrfachkettenrad spielfrei angeordnet.
  • Eines der zum Kettentrieb gehörenden Mehrfachkettenräder weist ein zu seiner Nabe drehstarres Zahnlückenprofil und ein weiteres zu diesem drehstarren Zahnlückenprofil um den Betrag des Gegendrehwinkels φ phasenverdrehtes und gegen Rückdrehen gesichertes Zahnlückenprofil auf.
  • Die Erfindung beruht demnach auf dem Gedanken, jeweils einen Lasttrum in der Kettenzugkraftrichtung und einen Lasttrum in Gegendrehrichtung spielfrei zu montieren, und eine in beiden Drehrichtungen spielfreie kinematische Wirkungslinie zu schaffen.
  • Je nach Drehrichtung überträgt die Kette ohne Umkehrspiel die Bewegung über den spielfreien Lasttrum in Kettenzugkraftrichtung oder über den spielfreien Lasttrum in der Gegendrehrichtung. Die beiden spielfreien Lasttrume stehen dabei in einer Art Verkonterung zueinander.
  • Es besteht damit in beiden Drehrichtungen eine geschlossene kinematische Kette vom treibenden Kettenrad zum angetriebenen Kettenrad.
  • Hinsichtlich der Phasenpräzision wird das Niveau eines Zahnradgetriebes erreicht. Die Ausgestaltung nach Anspruch 2 geht davon aus, dass die über den Mehrfachkettenrädern angeordneten Antriebsketten in gleicher Übersetzung zueinander sind. Die Ausgestaltung nach Anspruch 3 geht davon aus, dass, sofern diese Bedingung der gleichen Übersetzung eingehalten ist, die Antriebsketten unterschiedlich, insbesondere hinsichtlich der Kettenteilung, dimensioniert sein können. Das ist vorteilhaft, wenn die Belastung in den entgegengesetzten Drehrichtungen unterschiedlich ist.
  • Eine besonders einfache Möglichkeit für das um den Betrag des maximalen Umkehrspiels aus dem Durchhang der Antriebsketten bei deren Drehrichtungsumkehr phasenverdrehtes Zahnlückenprofil besteht in der Variante eines einstückigen oder drehstarr gefügten Mehrfachkettenrades gemäß Anspruch 4. Diese Möglichkeit ist bei Serien-Kettentrieben mit kleinen Fertigungstoleranzen und großer Reproduzierbarkeit der Montagegenauigkeit vorteilhaft.
  • Kompensationsfähiger hinsichtlich von Toleranzen ist ein mehrteiliges Mehrfachkettenrad nach Anspruch 5.
  • Es gestattet das Spielfrei machen der beiden Lasttrume gegeneinander nach dem Auflegen der Kette auf die Kettenräder durch gegensinniges Verdrehen der Zahnlückenprofile. Das anschließende Sichern gegen Rückdrehen kann formschlüssig, z. B. mittels Sicherungsstift oder kraftschlüssig, z. B. mittels Pressverbänden, gegebenenfalls mit zusätzlichem Verkleben (Loctite), erfolgen.
  • Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung weist gemäß Anspruch 6 eine richtungsbetätigte Kupplung zwischen Mitnehmer-Kettenrad und Konter-Kettenrad auf. Wegen ihrer präzisen Klemmbereitschaft in jeder Stellung, ihrer Eignung für hohe Drehzahlen, ihres hohen Verschleißwiderstandes wird eine reibschlüssige richtungsbetätigte Kupplung bevorzugt.
  • Sofern der Gegenstand der Erfindung für einen Kettentrieb mit zwei nebeneinander angeordneten Antriebsketten und über drei Mehrfachkettenräder benutzt wird, muss jede der Antriebsketten jeweils vom treibenden Kettenrad bzw. in Gegenrichtung treibenden Kettenrad in der Zugkraftrichtung bzw. in der Reversierrichtung bis zum Eingriff in das nächstangeordnete Mehrfachkettenrad spielfrei angeordnet sein.
  • Damit ist die Bedingung erfüllt, dass, wenn zwei Drehwinkel (Drehwinkel des getriebenen Mehrfachkettenrades in der Zugkraftrichtung bzw. Drehwinkel des gegenrichtungsgetriebenen Mehrfachkettenrades) einem dritten Drehwinkel (Drehwinkel des phasenverdrehten Mehrfachkettenrades) gleich sind, sie auch untereinander gleich sind. Damit sind die Mehrfachkettenräder des Kettentriebes zueinander spielfrei und in jeder Drehrichtung synchron.
  • Die Erfindung eignet sich besonders für den Einsatz in Kettentrieben mit hohen Präzisionsanforderungen in der Hauptdrehrichtung und in der Gegendrehrichtung sowie in Kettentrieben mit Überholimpulsen in der Hauptdrehrichtung.
  • Die Erfindung soll nachstehend an Ausführungsbeispielen näher erläutert werden:
  • Fig. 1 zeigt die Vorderansicht eines Kettentriebes mit zwei nebeneinander über Mehrfachkettenräder angeordneten Antriebsketten.
  • Fig. 2 zeigt, bezogen auf Fig. 1, ein einstückiges Zweifachkettenrad in Vorderansicht.
  • Fig. 3 zeigt, bezogen auf Fig. 1, ein einstückiges Zweifachkettenrad in Seitenansicht.
  • Fig. 4 zeigt, bezogen auf Fig. 1, ein mehrteiliges Zweifachkettenrad in Seitenansicht.
  • Fig. 5 zeigt, bezogen auf Fig. 1, in Seitenansicht ein mehrteiliges Zweifachkettenrad mit richtungsbetätigter Kupplung.
  • Fig. 6 zeigt die Vorderansicht eines Kettentriebes mit zwei nebeneinander über drei Mehrfachkettenräder angeordneten Antriebsketten.
  • Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besteht der Kettentrieb aus der spielfrei gespannten Antriebskette 1 (im Vordergrund dargestellt) in der Kettenzugkraftrichtung A, der spielfrei gespannten Gegen-Antriebskette 2 (im Hintergrund dargestellt) in der Gegen-Kettenzugkraftrichtung B, dem treibenden Zweifachkettenrad 3 und dem angetriebenen Zweifachkettenrad 4. Das jeweils spielfreie Spannen des Lasttrums der einen Antriebskette gegen die Drehrichtung der anderen Antriebskette bewirkt einen Versatz der Drehphasen der Ketten gegeneinander um den Betrag ω. Die zwei Zahnlückenprofile des treibenden Zweifachkettenrades sind phasenverdreht bis die Lasttrume der beiden Ketten gegeneinander spielfrei sind. Entsprechend des Versatzes der beiden Lasttrume um den Phasenwinkel ω ist eine gleich große Gegenverdrehung der Zahnlückenprofile um den Gegendrehwinkel φ erforderlich. Bei rechtsdrehendem treibenden Zweifachkettenrad wird die Kettenzugkraft über den Lasttrum der Antriebskette 1 übertragen. Bei linksdrehendem Kettentrieb wird die Gegen- Kettenzugkraft über die Antriebskette 2 übertragen.
  • In beiden Drehrichtungen wird damit die Zugkraft über spielfreie Lasttrume übertragen. Es besteht eine in beiden Drehrichtungen spielfreie, über die gegen Rückdrehen gesicherten Zahnlückenprofile des Zweifachkettenrades verlaufende ununterbrochene kinematische Wirkungslinie.
  • Das sonstübliche Umkehrspiel, resultierend aus der zunächst vor der Zugkraftübertragung notwendige Kompensieren des Lostrumdurchhanges, tritt nicht auf.
  • Wie aus Fig. 2 und Fig. 3 ersichtlich, besteht zwischen dem im Hintergrund teilweise verdeckt dargestelltem Zahnlückenprofil 5 und dem im Vordergrund dargestellten Gegen- Zahnlückenprofil 6 eine Phasenverdrehung um den Gegendrehwinkel φ.
  • Die Teilungen von Zahnlückenprofil und Gegen-Zahnlückenprofil sind um den Phasenwinkel ω versetzt.
  • Die Einstückigkeit des Zweifachkettenrades und damit die gemeinsame Nabe 7 sichern die Zahnlückenprofile gegen Rückdrehen des Gegendrehwinkels.
  • Das in Fig. 4 dargestellte mehrteilige Zweifachkettenrad (8) weist den Gegendrehwinkel φ und die Phasenverdrehung ω auf.
  • Die mit dem Zahnlückenprofil verbundene Nabe 9 des Zahnlückenprofils und die mit dem Gegen-Zahnlückenprofil verbundene Gegen-Nabe 10 weisen stirnseitig gegenüberliegende Fügeflächen auf, welche durch eine Klebstoffschicht 11 verbunden sind. Damit sind die verdrehten Zahnlückenprofile gegen Rückdrehen gesichert. Das Zahnlückenprofil ist mit der Antriebswelle über die gefügte Nabe verbunden.
  • Der Vorteil diese Lösung besteht in einer einfachen, variablen Montagefolge des auf der Welle sitzenden zweiteiligen Zweifachkettenrades.
  • Vor Erhärten des Klebstoffes erfolgt das Verdrehen um den Gegendrehwinkel φ, danach bei unbelastetem Kettentrieb das Erhärten.
  • Nach dem Erhärten des Klebstoffes besteht eine feste, Rückdrehsicherung zwischen den Zahnlückenprofilen.
  • Das in Fig. 5 dargestellte mehrteilige Zweifachkettenrad (8) weist den Gegendrehwinkel φ und die Phasenverdrehung ω auf. Das Zahnlückenprofil ist mit der Antriebswelle über seine Nabe verbunden.
  • Das Zahnlückenprofil ist mit dem Gegen-Zahnlückenprofil über eine reibschlüssige Freilaufkupplung 12 verbunden.
  • Die Leerlaufrichtung der Freilaufkupplung ist in der Kettenzugkraftrichtung A angeordnet. Die Sperrichtung der Freilaufkupplung ist in der Ketten-Gegenzugkraftrichtung B angeordnet. Eine derartig angeordnete richtungsbetätigte Kupplung bewirkt das sofortige automatische Nachstellen des Gegendrehwinkels φ auf einen neuen Maximalwert, sobald sich infolge von Verschleiß in einer der Antriebsketten eine Längung eines der Lasttrume ergibt. Die hier beispielsweise erfolgte Festlegung von Leerlaufrichtung und Sperrichtung der Freilaufkupplung berücksichtigt die Priorität der Kettenzugkraftrichtung A.
  • Wie aus Fig. 6 ersichtlich, besteht ein weiterer vorteilhafter Kettentrieb aus der spielfrei gespannten Antriebskette 1 in der Kettenzugkraftrichtung A, der spielfrei gespannten Gegen- Antriebskette 2 in der Gegen-Kettenzugkraftrichtung B, dem treibenden mehrteiligen Zweifachkettenrad 8 und den angetriebenen primären Zweifachkettenrad 13 sowie dem angetriebenen sekundären Zweifachkettenrad 14 im Übersetzungsverhältnis zum treibenden Zweifachkettenrad von i = 0,5.
  • Das jeweils spielfreie Spannen des Lasttrums der einen Antriebskette gegen die Drehrichtung der anderen Antriebskette bewirkt einen Versatz der Drehphasen der Ketten gegeneinander.
  • Die Zahnlückenprofile der angetriebenen Kettenräder sind phasengleich innerhalb eines jeweiligen Zweifachkettenrades. Die Zähnezahlen der angetriebenen Zweifachkettenräder sind gleich.
  • Die zwei Zahnlückenprofile des treibenden Zweifachkettenrades sind phasenverdreht bis die Lasttrume der beiden Ketten gegeneinander spielfrei sind. Entsprechend des Versatzes der beiden Lasttrume um den Phasenwinkel ω ist eine gleich große Gegenverdrehung der Zahnlückenprofile um den Gegendrehwinkel φ erforderlich.
  • Bei rechtsdrehendem treibenden Zweifachkettenrad wird die Kettenzugkraft über den Lasttrum der Antriebskette 1 bis zum primären Zweifachkettenrad 13 und zum sekundären Zweifachkettenrad 14 übertragen. Bei linksdrehendem Kettentrieb wird die Gegen- Kettenzugkraft über die Antriebskette 2 bis zum sekundären Zweifachkettenrad 14 und zum primären Zweifachkettenrad 13 übertragen.
  • Die freien Trume zwischen den angetriebenen bzw. gegen-angetriebenen Kettenrädern sind dabei spielfrei.
  • In beiden Drehrichtungen wird damit die Zugkraft über spielfreie Lasttrume zu den untereinander synchron angetriebenen Zweifachkettenrädern übertragen. Für die kinematische Wirkungslinie bedeutet das Spielfreiheit in beiden Drehrichtungen.
  • In Zugkraftrichtung verläuft die kinematische Wirkungslinie vom treibenden mehrteiligen Zweifachkettenrad 8 über die spielfreie Antriebskette über das primäre Zweifachkettenrad 13 bis zum sekundären Zweifachkettenrad 14.
  • In Gegen-Zugkraftrichtung verläuft die kinematische Wirkungslinie vom gegen-treibenden Zweifachkettenrad über die spielfreie Gegen-Antriebskette 2 über das sekundäre Zweifachkettenrad 14 bis zum primären Zweifachkettenrad 13.
  • Da die zwei Drehwinkel (Drehwinkel des getriebenen Mehrfachkettenrades in der Zugkraftrichtung bzw. Drehwinkel des gegenrichtungsgetriebenen Mehrfachkettenrades in der Gegen-Zugkraftrichtung stets einem dritten Drehwinkel (Drehwinkel des phasenverdrehten Mehrfachkettenrades) gleich sind, sind sie auch untereinander gleich.
  • Durch die Erfüllung der gestellten technischen Aufgabe wird ein in beiden Drehrichtungen spielfreier Kettentrieb geschaffen.
  • Die Vorteile bestehen hauptsächlich im Wegfall stark spannkraftbeauflagter hydraulischer Kettenspannsysteme mit Bremsfunktion gegenüber der Kette sowie der daraus folgenden Wirkungsgradverluste des Kettentriebes.
  • Spann- und Dämpfungselemente sind nur dann noch erforderlich, wenn die jeweiligen Lostrume eine ungünstige Länge aufweisen und geführt werden müssen. Die dazu gegebenenfalls erforderlichen Spannkräfte liegen jedoch mindestens eine Zehnerpotenz unter den Spannkräften, welche mit hydraulischen Kettenspannsystemen auf die Kette zum Spannen und Bremsen von Kettenbeschleunigungen übertragen werden. Bezugszeichenliste 1 Antriebskette
    2 Gegen-Antriebskette
    3 Treibendes Zweifachkettenrad
    4 Angetriebenes Zweifachkettenrad
    5 Zahnlückenprofil
    6 Gegen-Zahnlückenprofil
    7 Gemeinsame Nabe
    8 Mehrteiliges Zweifachkettenrad
    9 Nabe des Zahnlückenprofils
    10 Nabe des Gegen-Zahnlückenprofils
    11 Klebstoffschicht
    12 Richtungsbetätigte Kupplung
    13 Primäres Zweifachkettenrad
    14 Sekundäres Zweifachkettenrad

Claims (6)

1. Kettentrieb mit zwei nebeneinander und über Mehrfachkettenräder angeordneten Antriebsketten, dadurch gekennzeichnet, dass der Lasttrum einer Antriebskette (1) in Kettenzugkraftrichtung zwischen treibenden Mehrfachkettenrad (3, 8) und angetriebenen Mehrfachkettenrad (4, 13, 14) spielfrei angeordnet, der Lasttrum einer Gegen-Antriebskette (2) um den Phasenwinkel ω versetzt in Gegenrichtung zur Zugkraft zwischen dem in Gegenrichtung treibenden Mehrfachkettenrad und dem in Gegenrichtung getriebenen Mehrfachkettenrad spielfrei angeordnet ist und dass eines der Mehrfachkettenräder ein zu seiner Nabe drehstarres Zahnlückenprofil (5) und ein zu diesem drehstarren Zahnlückenprofil um den Betrag des Gegendrehwinkels φ = ω phasenverdrehtes und gegen Rückdrehen gesichertes Gegen-Zahnlückenprofil (6) aufweist.
2. Kettentrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsketten (1, 2) untereinander gleiche Teilung aufweisen und parallel zueinander in die Mehrfachkettenräder (3, 4, 13, 14) eingreifend sind.
3. Kettentrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsketten (1, 2) untereinander ungleiche Teilung aufweisen und in gleicher Übersetzung zueinander in die Mehrfachkettenräder (3, 4, 13, 14) eingreifend sind.
4. Kettentrieb nach Anspruch 1 und Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein einstückiges Mehrfachkettenrad (3) mit um den Betrag des Gegendrehwinkels φ = ω zum Zahnlückenprofil (5) phasenverdrehten Gegen-Zahnlückenprofil (6) mit gemeinsamer Nabe (7).
5. Kettentrieb nach Anspruch 1 bis Anspruch 3, gekennzeichnet durch ein mehrteiliges Mehrfachkettenrad (8) mit der Nabe (9) des Zahnlückenprofils (5) und mit der achsgleich und um den Betrag des Gegendrehwinkels φ = ω phasenverdreht sowie gegen Rückdrehen gesichert verbundenen Gegen-Nabe (10) des Gegen-Zahnlückenprofils (6)
6. Kettentrieb nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine richtungsbetätigte Kupplung (12), vorzugsweise reibschlüssige Freilauf oder Überholkupplung, deren Leerlaufrichtung bzw. Überholrichtung jeweils in Kettenzugkraftrichtung und deren Sperrrichtung in Gegendrehrichtung liegt, zwischen Zahnlückenprofil (5) und Gegen-Zahnlückenprofil (6).
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7762155B2 (en) * 2003-02-27 2010-07-27 The United States Of America As Represented By The Administrator Of The National Aeronautics And Space Administration Partial tooth gear bearings
US8911313B2 (en) 2006-10-24 2014-12-16 Miba Sinter Austria Gmbh Method for the production of a one-piece metallic multiple wheel, preform for the production thereof, and multiple wheel

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