Gebiet der Erfindung
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Die Erfindung betrifft neue Trp-p8 (transient receptor
potential protein 8, folgend kurz Trpp8) Splice Varianten
und regulatorische RNA sowie hierdurch codierte Proteine
bzw. Peptide, die Verwendung von aus Trpp8 abgeleiteten
Substanzen zum Screenen nach daran bindenden Substanzen,
sowie die Verwendung von an Trpp8 bindenden Substanzen zur
Diagnose und/oder Behandlung von Krebserkrankungen.
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Hintergrund der Erfindung und Stand der Technik
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Die Kalzium Homeostase regelt wichtige Zellfunktionen, wie
Proliferation, Differenzierung, Invasion, Migration,
Angiogenese und Apoptose. Bei Prostatakrebs spielt Kalzium
eine wichtige Rolle in der Tumorbildung. Es ist jedoch
wenig über die Kalziumkanäle und membrangebundenen Plasma
Rezeptoren bekannt, die den Eintritt und Austritt von
Kalzium in und aus intrazellulären Kalziumreservoirs in
Prostatatumorzellen regeln.
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Trpp8 ist in der Literaturstelle Tsavaler et al., Cancer
Res, 61: 3760-3769 (2001) als Prostata-spezifisches Gen
beschrieben worden, welches vorwiegend in humanen
Prostatatumoren exprimiert wird. Trpp8 wird signifikant
hochreguliert. In Androgen-abhängigen Prostata Zelllinien wird
gemäß dieser Literaturstelle Trpp8 gefunden, nicht jedoch
in Androgen-unabhängigen Zelllinien, welche auch nicht PAP
(prostate acid phosphatase) und PSA (prostate specific
antigen) exprimieren. Es wird vermutet, daß Trpp8 als
Kalzium Kanal Protein funktioniert. Nach neuer Nomenklatur
der Trp-Superfamilie wird Trpp8 zukünftig auch als TRPM8
bezeichnet (Montell et al., Mol Cell, 9, 229-231, 2002).
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Trp Proteine sollen zu den sogenannten store operated
calcium channels (SOC) bzw. capacitative calcium entry
channels (CCE) gehören. In LNCaP Zellen konnte eine
Involvierung in der Apoptose gezeigt werden (Wertz et al., J
Biol Chem, 275: 11470-11477 (2000)).
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Die 5694 bp Trpp8 cDNA hat einen 3312 bp offenen
Leserahmen, welcher für ein 1104 Aminosäuren Protein mit
angeblich sieben transmembranen Domänen codiert mit einem
Molekulargewicht von ca. 127.500 Da. Unveröffentlichte
bioinformatische Analyse der Anmelderin legen jedoch nahe, daß
Trpp8 lediglich 6 transmembrane Domänen aufweist.
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Trpp8 Sequenzen sind in den Literaturstellen US-6,194,152,
US-6,183,968, WO-99/46374, WO-99/09166, WO-01/25273,
WO-01/25272, WO-01/34802, WO-01/46258, WO-01/42467 und
WO-01/1633 beschrieben. Die Literaturstellen US-6,194,152
und WO-01/51633 offenbaren die Verwendung der darin
genannten Sequenzen zur Detektion von Tumorzellen sowie
verschiedener Substanzklassen in allgemeiner Weise zur
Behandlung von Prostatakrebs.
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Prostatakrebs ist eine mit zunehmendem Alter mit
beachtlicher Inzidenz auftretende Erkrankung. Bislang wird
Prostatakrebs im wesentlichen pathologisch diagnostiziert und
meist durch Entfernung der Prostata behandelt. Die
Entfernung der Prostata hat verschiedene nachteilige Effekte auf
einen Patienten. Eine verbesserte Diagnose und Behandlung
dieser Krebsart, insbesondere ohne das Erfordernis einer
Entfernung der Prostata, ist daher in hohem Maße
wünschenswert.
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Technisches Problem der Erfindung
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Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde,
pharmazeutische Zusammensetzungen zur Diagnose und/oder zur
Behandlung von Prostatakrebs-Erkrankungen anzugeben.
Grundzüge der Erfindung sowie bevorzugte
Ausführungsbeispiele
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Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung
zunächst eine Nukleinsäure codierend für eine Trpp8 Splice
Variante oder regulatorische RNA enthaltend eine
Nukleinsäuresequenz gemäß einer der Sequenzen Seq.-ID 1 bis 7,
sowie ein Trpp8 Peptid oder Protein enthaltend eine
Aminosäuresequenz codiert durch eine der
Nukleinsäuresequenzen Seq.-ID 1 bis 7 oder 23 bis 30 oder gemäß Seq.-ID 8,
wobei bekannte Sequenzen enthaltend diese Sequenzen
ausgeschlossen sind. Die Nukleinsäure bzw. das Peptid oder
Protein können insbesondere aus diesen Sequenzen bestehen.
Erfindungsgemäße Nukleinsäuren oder Proteine bzw. Peptide
lassen sich mit den üblichen molekularbiologischen
Methoden herstellen.
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Die Splice Variante (6b) gemäß Seq.-ID 1 enthält 6 Exons
mit einer Länge von 985 Basenpaaren. Exons 1 bis 5 sind
identisch mit bekanntem Vollängen Trpp8. Exon 6 is um 234
Basenpaare verlängert und geht in das poly-A-Signal über.
Eine Teilsequenz ist in Seq.-ID 23 angegeben.
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Die Splice Variante (16b) gemäß Seq.-ID 2 enthält
zumindest 2 Exons mit einem unbekannten 5'-Ende. Exon 15 ist
identisch mit bekanntem Trpp8. Das erfindungsgemäße Exon
16b schließt sich mit 104 Basenpaaren unmittelbar an Exon
16 an und geht in ein poly-A-Signal über. Eine Teilsequenz
ist in Seq.-ID 24 angegeben.
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Die Splice Variante (20b) gemäß Seq.-ID 3 enthält
zumindest 8 Exons mit einem unbekannten 3'-Ende. Exons 19 bis
26 sind identisch mit bekanntem Trpp8. Exon 20b schließt
sich mit 127 Basenpaaren unmittelbar an Exon an. Das poly-
A-Signal beginnt bereits beim Basenpaar 1136. Eine
Teilsequenz ist in Seq.-ID 25 angegeben.
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Die Splice Variante (avant25) gemäß Seq.-ID 4 enthält
zumindest 3 Exons mit einem unbekannten 5'-Ende. Avant25
weist 571 Basenpaare auf, deren Sequenz in bekanntem Trpp8
nicht gefunden wird. Die Sequenz befindet sich im Intron-
Bereich zwischen Exon 24 und 25 von Trpp8. Die Sequenz
geht weiter in Exon 25 und 26 von Trpp8. Exon 26 ist wie
bei 20b abgebrochen. Das poly-A-Signal beginnt beim
Basenpaar 1136. Eine Teilsequenz ist in Seq.-ID 26 angegeben.
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Die Splice Variante (avant13) gemäß Seq.-ID 5 enthält
zumindest 6 Exons mit einem unbekannten 5'-Ende. Avant13
weist ein Exon von 271 Basenpaaren im Intronbereich von
Trpp8 zwischen dessen Exon 12 und 13 auf. Dieses Exon geht
in Exon 21 über, wobei lediglich 20 Basenpaare des
3'-Endes Teil des Transkrips sind. Die Exons 22, 23, 24,
und 26 sind identisch mit der Vollänge von Trpp8, weisen
aber ein anderes Splice Muster auf. Exon 26 ist
abgebrochen und enthält ein poly-A-Signal beginnend beim
Basenpaar 347. Teilsequenzen sind Seq.-ID 27 und 31.
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Die Splice Variante (4a_4b) gemäß Seq.-ID 6 enthält
zumindest 5 Exons. Exon 2x ist ein separates Exon, welches sich
im Intron-Bereich von Trpp8 zwischen Exon 2 und 3 befindet
und aus mindestens 35 Basenpaaren besteht (das 5'-Ende von
Exon 2x ist nicht komplett), und mehrere hundert Basen vor
Exon 3 gemäß bekanntem Trpp8 angeordnet. Exon 3 wird wie
in Trpp8 transkribiert, aber Exon 4 startet 46 Basen
früher als in Trpp8. Die Sequenz setzt sich über Exon 5 zu 6a
fort und endet mit 6b. Teilsequenzen sind in Seq.-ID 28-30
angegeben.
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Im Einzelnen wird auch auf die graphische Darstellung der
jeweiligen Lagen gemäß Abb. 1 hingewiesen.
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Das neue regulatorische Trpp8 Gen gemäß der Sequenzen
Seq.-ID 7 und 8 ist auf dem gegenüberliegenden Strang des
bekannten Trpp8 Gens auf Chromosom 2 angeordnet. Exon 1
des regulatorischen Gens liegt im Intron zwischen Exon 12
und 11 des Trpp8. Exon 2 des neuen Gens umfaßt Exon 11 von
Trpp8 vollständig. Exon 3 des neuen Gens ist zwischen Exon
8 und 7 des Trpp8 angeordnet. Erfindungsgemäße mRNA bindet
möglicherweise bekanntes Trpp8 oder seine Splice Varianten
und beeinflußt deshalb vermutlich die Expression dieser
Gene. Diese Bindung könnte eine Stabilisierung und somit
eine länger andauernde Translation induzieren, könnte aber
auch eine Destabilisierung der mRNA durch Aktivierung der
Abbaumechanismen bewirken. Insofern betrifft die Erfindung
auch ein Verfahren zur Modulation der Trpp8 Expression,
insbesondere deren Destabilisierung, wobei einer
Zielzelle, beispielsweise Prostatatumorzelle, eine
Substanz enthaltend zumindest eine Teilsequenz aus oder die
Vollsequenz gemäß Seq.-ID 7 oder 8 in einer physiologisch
wirksamen Dosis zugeführt wird. Damit eignen sich solche
Substanzen auch zur Herstellung von pharmazeutischen
Zusammensetzungen zur Behandlung von Krebs, insbesondere
Prostatakrebs. Ansonsten geltend die zu den anderen
Erfindungsgegenständen getroffenen Ausführungen analog. Die
Lokalisierung der regulatorischen RNA ist in der Abb. 2 im
Einzelnen dargestellt.
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Die Erfindung betrifft weiterhin verschiedene Verwendungen
der neuen Nukleinsäuren bzw. Peptide oder Protein, ebenso
wie (gleiche) Verwendungen bereits bekannter Trpp8
Nukleinsäuren. Dies sind:
- a) Die Verwendung einer für Trpp8 codierenden Nukleinsäure
und/oder eines Trpp8 Peptids oder Proteins zur Detektion
von Prostatakrebs oder zur Detektion eines Risikos der
Erkrankung an Prostatakrebs, wobei eine
Prostata-Gewebeprobe auf Übertranskription von Trpp8 RNA oder auf
Überexpression eines Trpp8 Proteins untersucht wird, wobei
vorzugsweise eine an für Trpp8 codierende Nukleinsäure oder
eine an Trpp8 Protein oder Peptid bindende
Detektorsubstanz, vorzugsweise enthaltend eine Reportergruppe,
verwendet wird, wobei Bindung besagter Nukleinsäure und/oder
besagten Proteins oder Peptids an die Detektorsubstanz
halbquantitativ oder quantitativ detektiert wird,
- b) die Verwendung einer Trpp8 RNA oder eines Trpp8
Proteins oder Peptids zum Screenen nach daran bindenden
Substanzen, insbesondere prospektiven Wirkstoffen zur
Inhibierung von besagter RNA oder besagtem Protein oder
Peptid, oder prospektiven Detektorsubstanzen, wobei eine
prospektive Substanz oder eine Mischung solcher
prospektiver Substanzen mit besagter RNA oder besagtem Protein oder
Peptid kontaktiert wird, wobei mit einem Bindungsassay
Bindungsereignisse festgestellt werden, und wobei eine
bindende prospektive Substanz, ggf. nach Dekonvolutierung,
selektiert wird,
- c) die Verwendung einer Trpp8 inhibierenden oder daran
bindenden Substanz zur Herstellung einer pharmazeutischen
Zusammensetzung zur Behandlung von Prostatakrebs.
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Die bindende Substanz kann ein Antikörper sein, welcher
durch Immunisierung eines nicht-menschlichen Säugetiers
mit einer Trpp8 cDNA oder mit einem Trpp8 Peptid oder
Protein erhältlich ist. Die Substanz kann aber auch eine
Mimikryverbindung eines Antikörpers gegen ein Trpp8 Peptid
oder Protein, sein. Die Substanz kann schließlich ein
Aptamer, eine antisense RNA oder ein Ribozym sein. Die
Substanz kann zusätzlich eine zytotoxische und/oder
immunstimulierende Komponente tragen bzw. daran gebunden sein.
Die pharmazeutische Zusammensetzung kann zur lokalen
Applikation in Tumorzellen enthaltendem Tumoren hergerichtet
sein.
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Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Diagnose
einer Krebserkrankung, wobei eine erfindungsgemäße
Detektorsubstanz in der Ausführungsform mit einer
Reportergruppe in zu untersuchendes Gewebe (welches im Organismus
verblieben oder daraus entnommen sein kann) appliziert wird,
wobei das zu untersuchende Gewebe dann einer
Detektionsverfahrenstufe unterworfen wird, welche sensitiv für die
Reportergruppe ist, und wobei im Fall der Detektion eines
definierten Mindestwertes der Reportergruppe im Gewebe das
Gewebe als Tumorzellen enthaltend qualifiziert wird, sowie
ein Verfahren zur Behandlung einer
Prostatakrebs-Erkrankung, wobei eine erfindungsgemäße pharmazeutische
Zusammensetzung in einer physiologisch wirksamen Dosis und
üblicher galenischer Herrichtung einem Patienten dargereicht
wird. Es versteht sich, daß ggf. zur Entfernung nicht
gebundener Detektorsubstanz notwendige Waschverfahrensstufen
zwischengeschaltet werden.
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Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß Trpp8,
insbesondere die erfindungsgemäßen Splice Varianten und
regulatorische RNA differentiell in Prostatatumorgewebe
exprimiert wird, i. e. in Prostatatumorgewebe ist die Expression
höher, verglichen mit normalen Zellen gleichen Gewebes.
Dies erlaubt es einerseits, insbesondere diese neuen
Varianten als Marker zur Identifizierung von Tumorzellen in
der Prostata zu nutzen. Auf der anderen Seite bietet die
Inhibierung von Trpp8 bzw. der Varianten, insbesondere
auch bei lokaler Applikation, die Möglichkeit, in die
Prostatatumor-spezifischen Trpp8 Assoziationen mit anderen
Prozessen in den Tumorzellen einzugreifen und somit
letztendlich den Tumorzell-spezifisch veränderten Stoffwechsel
zu stören und zu einem Absterben oder zumindest einer
Wachstumshemmung der Prostatatumorzellen beizutragen.
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Im Rahmen der Erfindung kann es sich empfehlen, im Vorfeld
einer Behandlung mit einer erfindungsgemäßen
pharmazeutischen Zusammensetzung eine Probe aus einem Gewebe, welches
als Tumorgewebe mit anderen Methoden identifiziert ist, zu
entnehmen und die Gewebeprobe auf Expression bzw.
Überexpression von Trpp8 bzw. der Varianten zu untersuchen.
Alternativ kann mit einer erfindungsgemäßen Detektorsubstanz
zur Diagnose in vivo auf Trpp8 Abhängigkeit getestet
werden. Wird eine Expression bzw. Überexpression von Trpp8
gegenüber Normalgewebe gleichen Typs festgestellt, so ist
die Anwendung der erfindungsgemäßen pharmazeutischen
Zusammensetzung indiziert.
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Handelt es sich bei dem Tumor um einem Typus, bei welchem
Tumorzellen Trpp8 bzw. eine der Varianten exprimieren,
Normalzellen gleichen Gewebetyps jedoch nicht oder nur
schwach, so ist es besonders bevorzugt, wenn die an Trpp8
bzw. die Variante bindende Substanz zusätzlich eine
zytotoxische, radioaktive und/oder immunstimulierende
Komponente trägt. Dies führt dann letztendlich dazu, dass
praktisch ausschließlich Tumorzellen getötet, sei es durch die
Zytotoxizitat, sei es durch Angriff durch das stimulierte
Immunsystem, werden, während Normalzellen in dem Gewebe
praktisch vollständig erhalten bleiben. In dieser
Ausführungsform braucht die bindende Substanz selbst nicht
inhibierend auf Trpp8 bzw. die Varianten zu wirken, da die
bindende Substanz dann lediglich als Marker funktionieren
muß, welcher die Komponenten zu Ziel-Tumorzellen trägt. Im
Falle des Einsatzes einer zytotoxischen, radioaktiven
und/oder immunstimulierenden Komponente kann es sich
besonders empfehlen, wenn die pharmazeutische Zusammensetzung
zur lokalen Applikation in Tumorzellen enthaltendem Gewebe
hergerichtet ist, beispielsweise zur Injektion.
Definitionen
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Im Rahmen dieser Beschreibung wird die Bezeichnung Trpp8
als Oberbegriff für alle humanen Isoformen, Splice
Varianten und regulatorische RNA, bekannt oder neu, auf
Nukleinsäuren- oder Aminosäurenbasis, verwendet. Mit
diesen Begriffen mit umfaßt sind auch die ggf. im Rahmen
dieser Beschreibung offenbarten kurzen Sequenzen, welche aus
den verschiedenen Varianten stammen, beispielsweise
Immunisierungssequenzen. Weiterhin mit umfaßt sind auch
Homologe, wobei die Homologie zumindest 80%, vorzugsweise mehr
als 90%, höchstvorzugsweise mehr als 95%, beträgt. Im
Falle der Nukleinsäuresequenzen sind auch komplementäre oder
allelische Varianten mit umfaßt. Weiterhin sind Sequenzen
umfaßt, welche lediglich Teilsequenzen der explizit
offenbarten Sequenzen, beispielsweise ein Exon oder mehrere
Exons, oder komplementärer Sequenzen hierzu darstellen,
mit der Maßgabe, daß diese Teilsequenzen im Falle der
Nukleinsäuren eine für eine Hybridisierung mit einer
erfinsungsgemäßen Nukleinsäure hinreichende Länge, zumindest 50
Basen, aufweisen und im Falle der Proteine bzw. Peptide,
ggf. codiert durch eine Nukleinsäure, mit zumindest
gleicher Affinität an ein protein- oder peptidspezifisches
Zielmoleküle binden. Es versteht sich, daß die Erfindung
auch Expressionskassetten umfaßt, i. e. eine oder mehrere
der erfindungsgemäßen Nukleinsäuresequenzen mit mindestens
einer Kontroll- oder regulatorischen Sequenz. Eine solche
Expressionskassette kann auch eine Sequenz für ein
bekanntes Protein umfassen, wobei im Zuge der Translation ein
Fusionsprotein aus einem bekannten Protein und einem
erfindungsgemäßen Protein oder Peptid entsteht. Ebenso sind
auch antisense Sequenzen zu den vorstehenden
Nukleinsäuresequenzen umfaßt. Mit umfaßt sind auch Expressionsvektoren
enthaltend erfindungsgemäße Nukleinsäuren sowie damit
transformierte Wirtszellen. Schließlich sind RNA sowie
damit korrelierende DNA und umgekehrt umfaßt, ebenso wie
genomische DNA als auch korrelierte cDNA und umgekehrt.
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Als Inhibitor ist eine Verbindung oder Substanz
bezeichnet, welche entweder die Bildung von Trpp8 inhibiert oder
gebildetes Trpp8 in der Aktivität reduziert, bezogen auf
die Trpp8 in vitro oder in vivo Aktivität in Abwesenheit
des Inhibitors. Insofern kann ein Inhibitor einerseits
eine Substanz sein, welche in der Entstehungskaskade von
Trpp8 inhibierend eingreift. Auf der anderen Seite kann
ein Inhibitor eine Substanz sein, welche mit gebildetem
Trpp8 eine Bindung eingeht, und zwar dergestalt, dass
weitere physiologische Wechselwirkungen mit endogenen
Substanzen zumindest reduziert sind.
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Mimikry-Moleküle sind Verbindungen, die den variablen
Bereich, insbesondere den Bindungsbereich eines Antikörpers
nachbilden und an gleicher Stelle eines Zielmoleküls
binden wie der zu Grunde liegende Antikörper.
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Der Begriff der Antikörper umfaßt humane, humanisierte und
nicht humanisierte polyklonale Antikörper, monoklonale
Antikörper und Phage-Display-Antikörper, aber auch chimäre
Antikörper sowie spezifische Fragmente der leichten
und/oder der schweren Kette des variablen Bereiches zu Grunde
liegender Antikörper vorstehender Art. Die Herstellung
bzw. Gewinnung solcher Antikörper mit vorgegebenen
Immunogenen ist dem Durchschnittsfachmann wohl vertraut und
braucht nicht näher erläutert zu werden. Weiterhin umfaßt
der Begriff der Antikörper bispezifische Antikörper.
Bispezifische Antikörper kombinieren eine definierte
Immunzellaktivität mit einer spezifischen Tumorzellerkennung,
wodurch Tumorzellen getötet werden. Ein bispezifischer
Antikörper bindet einerseits an Auslösemoleküle der Immun-
Effektorzelle (z. B. CD3, CD16, CD64) und andererseits an
Antigene der Tumorzielzelle.
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Die galenische Herrichtung einer erfindungsgemäßen
pharmazeutischen Zusammensetzung kann in fachüblicher Weise
erfolgen. Als Gegenionen für ionische Verbindungen kommen
beispielsweise Na+, K+, Li+ oder Cyclohexylammonium in
Frage. Geeignete feste oder flüssige galenische
Zubereitungsformen sind beispielsweise Granulate, Pulver, Dragees,
Tabletten, (Mikro-)Kapseln, Suppositorien, Sirupe, Säfte,
Suspensionen, Emulsionen, Tropfen oder injizierbare
Lösungen (i. v., i. p., i. m.) sowie Präparate mit protrahierter
Wirkstoff-Freigabe, bei deren Herstellung übliche
Hilfsmittel wie Trägerstoffe, Spreng-, Binde-, Überzugs-,
Quellungs-, Gleit- oder Schmiermittel, Geschmacksstoffe,
Süßungsmittel und Lösungsvermittler, Verwendung finden. Als
Hilfsstoffe sei Magnesiumcarbonat, Titandioxid, Lactose,
Mannit und andere Zucker, Talcum, Milcheiweiß, Gelatine,
Stärke, Zellulose und ihre Derivate, tierische und
pflanzliche Öle wie Lebertran, Sonnenblumen-, Erdnuss- oder
Sesamöl, Polyethylenglycole und Lösungsmittel, wie etwa
steriles Wasser und ein- oder mehrwertige Alkohole,
beispielsweise Glycerin, genannt. Eine erfindungsgemäße
pharmazeutische Zusammensetzung ist dadurch herstellbar, dass
mindestens ein erfindungsgemäß verwendeter Trpp8-Inhibitor
in definierter Dosis mit einem pharmazeutisch geeigneten
und physiologisch verträglichen Träger und ggf. weiteren
geeigneten Wirk-, Zusatz- oder Hilfsstoffen mit
definierter Inhibitordosis gemischt und zu der gewünschten
Darreichungsform hergerichtet ist.
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Tumorzellen exprimieren Trpp8 differenziell, wenn
Normalzellen des gleichen Gewebetyps dieses nicht exprimieren.
Tumorzellen überexprimieren Trpp8 spezifisch bzw.
differenziell, wenn Trpp8 im Vergleich zu Normalzellen des
gleichen Gewebes zumindest in doppelter Menge exprimiert
wird.
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Zytotoxische Komponenten bzw. Gruppen sind Verbindungen,
welche direkt oder indirekt Apoptose einleiten oder
zumindest wachstumshemmend wirken. Solche Gruppen bzw.
Verbindungen können neben Radioisotopen (z. B. 188Re, 213Bi,
99mTc, 90Y, 131J, 177Lu) insbesondere Zytostatika
einschließlich sogenannter Prodrugs sein, welche in der
Tumortherapie eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind:
Alkylantien (z. B. Mechlorethamin, Ifosfamid, Chlorambucil,
Cyclophosphamid, Melphalan, Alkylsulfonate, Busulphan,
Nitrosoharnstoffe, Carmustin, Lomustin, Semustin,
Triazene, Dacarbazin), Antimetaboliten (z. B.
Folsäure-Antagonisten, Methotrexat, Pyrimidin-Analoga, Fluoruracil,
Fluordesoxyuridin, Cytarabin, Gemcitabin, Purin-Analoga,
Mercaptopurin), Mitosehemmer (z. B. Vincaalkaloide,
Vincristin, Vinblastin, Paclitaxal, Docetaxel, Protaxel),
Epipodophyllotoxine (z. B. Etoposid, Teniposid), Antibiotika
(z. B. Dactinomycin, Daunorubicin, Idarubicin,
Anthracycline, Bleomycin, L-Asparaginase), Platinkomplexverbindungen
(z. B. Cisplatin), Hormone und verwandte Verbindungen (z. B.
Nebennierensindensteroide, Aminogluthetimid, Gestagene,
Östrogene, Androgene, Antiöstrogene, Tamoxifen,
Steriodanaloga, Flutamid). Bei Bindung einer solchen Verbindung
mit einer an Trpp8 bindenden Substanz erfolgt die Kopplung
dergestalt, daß die Affinität zu Trpp8 um nicht mehr als
90%, vorzugsweise 50%, bezogen auf die Substanz ohne
zytostatische Gruppe, reduziert ist und die zytostatische
Wirkung der Gruppe um nicht mehr als 90%, vorzugsweise 50%,
bezogen auf die Verbindung ohne Substanz, reduziert ist.
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Eine immunstimulierende Komponente ist meist ein Protein
oder ein wirksamer Bestandteil hiervon, welches Zellen des
Immunsystems stimuliert. Beispiele hierfür sind: Zytokine,
wie M-CSF, GM-CSF, G-CSF, Interferone, wie IFN-alpha,
beta, gamma, Interleukine wie IL-1 bis -16 (außer -8), human
LIF, Chemokine wie Rantes, MCAF, MIP-1-alpha, -beta, NAP-1
und IL-8.
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Eine Reportergruppe ist ein Atom, Molekül oder eine
Verbindung, welche in Verbindung mit einem hierauf
abgestellten Assay den Nachweis der Reportergruppe und der somit
mit der Reportergruppe verbundenen Verbindung oder
Substanz ermöglicht. Beispiele für Reportergruppen und
hiermit assoziierte Detektionsmethoden sind: 32P-Labeling und
Intensitätsmessung mittels Phosphoimager. Viele weitere
Beispiele sind dem Durchschnittsfachmann bekannt und
bedürfen nicht der detaillierten Aufzählung.
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Eine an Trpp8 bindende Substanz kann eine Substanz sein,
welche ein Trpp8-Protein oder Trpp8-RNA bindet.
Beispiele
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Im Folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich
bevorzugte Ausführungsformen darstellenden Beispielen und
Abbildungen näher erläutert. Es zeigen:
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Abb. 1: Lokalisierung der erfindungsgemäßen Trpp8
Splice Varianten relativ zu Volllängen Trpp8,
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Abb. 2: Lokalisierung der erfindungsgemäßen Trpp8
regulatorischen RNA auf dem Chromosom 2,
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Abb. 3 bis 9: verschiedene Hammerhead Ribozyme
gegen verschiedene Trpp8 Splice Varianten sowie
regulatorischer RNA, einschließlich Schnittstellen.
Tab. 1
Ergebnisse zur vergleichenden Trpp8 Expression in
Prostatatumor- und -normalgewebe
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In der Abb. 1 ist oben bekanntes Trpp8 in Volllänge
dargestellt. Darunter sind die verschiedenen Splice
Varianten gemäß der Erfindung dargestellt, woraus sich die
Lagen der jeweiligen Exons in den erfindungsgemäßen
Varianten, bezogen auf die Volllänge, entnehmen lassen.
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In der Abb. 2 ist die Lokalisierung der
erfindungsgemäßen regulatorischen RNA bzw. der hierfür codierenden DNA
auf dem Chromosom 2 dargestellt. Die Pfeile zeigen die
Richtung der Transkription. Die erfindungsgemäße RNA
entsteht durch Transkription der Exons nach links, Volllängen
Trpp8 nach rechts.
Methoden
1: Mikrodissektion
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Prostatatumor- und -normalgewebe aus jeweils einem
Patienten wurde gefroren und in 10 µm Proben geschnitten. Nach
einer Färbung mit Hematoxylin wurden die Proben wieder
eingefroren. Aus jedem Patienten wurden zumindest 30
Proben gewonnen. Normal- und Tumorgewebe wurde von einen
Pathologen mit Hilfe eines Mikroskopes identifiziert und
markiert. Die jeweiligen Bereiche wurden unter dem
Mikroskop resektiert unter Verwendung einer Nadel und
jeweils in 100 µl 2% Mercaptoethanol enthaltenden GTC Puffer
bei -80°C eingefroren.
2: Poly-A+-RNA Präparation
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Die Poly-A+-RNA Präparation erfolgte unter Verwendung
eines modifizierten Protokolls gemäß dem Poly-A-Tract 1000
Kit (Amersham, Freiburg, Deutschland). Gewebeproben aus 1
wurden langsam auf Eis aufgetaut, homogenisiert und mit
30µ1 Verdünnungspuffer, enthaltend 1% β-Mercaptoethanol,
sowie biotinyliertem Oligo-dT Primer versetzt, und für 5 min.
auf 70°C erhitzt. Die Proben wurden dann für 5 min.
bei 20°C gehalten und anschließend bei 20000 g für 10 min.
zentrifugiert. Dem Überstand wurden 120 µl gewaschener
Streptavidin-gekoppelter paramagnetischer Partikel (SA-
PMP) zugebenen und bei 20°C für 5 min. inkubiert. Die mRNA
wurde dann durch magnetische Trennung isoliert. Nach drei
Waschschritten mit 0,5 × SSC Lösung wurde die mRNA in
Nuklease-freiem Wasser eluiert, eingedampft unter Vakuum und
umgehend in cDNA prozessiert.
3: cDNA Synthese
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Die mRNA aus 2 wurde in 10 µl Nuklease-freiem Wasser
gelöst. 1 µl T7-dT24-(GGCCAG) Primer (100 pmol/µl) wurde
zugegeben und es wurde bei 70°C für 10 min. inkubiert. Dann
wurde die Probe auf Eis gelegt und 4 µl 5 × Erststrang
Puffer (Invitrogen, Groningen, Niederlande), 2 µl DTT (0,1 M),
1 µl dNTP's (10 mM), und 14 U anti-RNAse (Ambion, Huntingdon,
England) zugegeben, gefolgt von einer Inkubation für 2 min.
bei 37°C. Dann wurden 1 µl Superscript II Reverse
Transkriptase (Invitrogen) zugegeben, gefolgt von einer
Inkubation für 1 h bei 37°C.
4: Zweitstrangsynthese und DNA Reinigung
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Sofort nach der Synthese des ersten Stranges nach 3 wurden
91 µl Wasser, 30 µl 5 × Zweitstrang Puffer, 34 dNTP's
(10 mM), 10 U E. coli DNA-ligase, 40 U DNA Polymerase I und
2 U RNAse H (alle von Invitrogen) zugegeben und die
Mischung wurde für 2 h bei 16°C inkubiert. Dann wurden 10 U
T4 DNA Polymerase (Invitrogen) zugegeben und weitere 5 min.
inkubiert. Die Reaktion wurde durch Zugabe von 10 µl
0,5 mM EDTA gestoppt. Die Reinigung der DNA erfolgte gemäß
den Vorschriften des GFX PCR DNA and Gel Band Purification
Kits (Amersham Biosciences, Buckinghampshire, England).
Gereinigte DNA wurde unter Vakuum eingedampft und bei
-20°C gelagert.
5: In vitro Transkription und cRNA Reinigung
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Die in vitro Transskription wurde gemäß dem
Herstellerprotokoll von Ambion durchgeführt. Das DNA Pellet wurde in
84 Wasser gelöst und 7,5 µl dNTP's (75 mM), 2 µl 10 ×
reaction buffer (Ambion), 2 µl 10 T7 Enzymmix (Ambion) und 14 U
anti-RNAse (Ambion) wurden zugegeben, gefolgt von einer
Inkubation von 6 h bei 37°C. Die Reinigung der erhaltenen
cRNA erfolgte gemäß dem Herstellerprotokoll zum Rneasy
Mini Kit (Qiagen, Hilden, Deutschland). Nach Elution von
der Säule wurde die cRNA eingedampft unter Vakuum und auf
-80°C eingefroren.
6: Zweite in vitro Transskriptionsrunde
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Die zweite Amplifikationsrunde wurde mit nur geringen
Abweichungen von der ersten Runde durchgeführt. Die Synthese
des ersten Stranges erfolgte mit random hexamer primer
(250 ng/µl). Nach Inkubation über 60 min. bei 37°C wurde
das cRNA-cDNA Hybrid bei 37°C für 20 min. mit 2 U RNase H
inkubiert, gefolgt von einem 2-minütigen
Inaktivierungsschritt bei 95°C.
7: Quantitative PCR und Auswertung
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Die Synthese des ersten Stranges erfolgte mit der cRNA aus
6. 1 ng cDNA wurden für die Amplifikation eingesetzt mit
2,5 µl 10x SYBR®Green PCR Puffer, 3 µl Magnesiumchlorid
(25 mM), 2 µl dNTV's (mit dUTP; 12,5 mM) und 0,625 U Ampli
Taq Gold in einem Reaktionsvolumen von 25 µl. Die Reaktion
wurde in einem GeneAmp 5700 Sequence Detection System
(Applied Biosystems, Weiterstadt, Deutschland)
durchgeführt. Die Bedingungen waren: 2 min. 50°C, 10 min. 95°C,
15 s 95°C, 1 min. 60°C, die letzten beiden Phasen in 40
Zyklen. Für 4a_4b wurden die Vorwärts- bzw.
Rückwärtsprimer gemäß Seq.-ID 9 bzw. 10 verwendet, für 6b 11 bzw. 12,
für 16b 13 bzw. 14, für 20b 15 bzw. 16, für avant25 17
bzw. 18, für avant13 19 bzw. 20, und für beta-Aktin 21
bzw. 22. Die Auswertung erfolgte nach der ΔΔCt Methode nach
Herstellervorschrift. Der CT Wert des Kontrollgens beta-
Aktin wurde bei einer Grenze von 0,1 gemessen. Zur
Normalisierung wurde der CT Wert des beta-Aktin vom CT Wert des
untersuchten Gens abgezogen. Dieser normalisierte CT Wert
wurde im Falle der Tumorgewebe auf die Normalgewebe
bezogen bzw. normalisiert, wodurch der ΔΔCt erhalten wird. Wird
dieser Wert als Potenz zur Basis 2 eingesetzt, so wird
eine relative Größe der Über- oder Unterexpression in
Tumorgewebe gegenüber dem Normalgewebe des gleichen
Patienten erhalten.
Beispiel 1
Vergleich der Expression erfindungsgemäßer
Trpp8 Sequenzen in Tumorgewebe gegenüber
Normalgewebe der jeweiligen Patienten
-
Für die Proben jedes Patienten wurden quantitative PCR
Versuche gemäß dem Teil "Methoden" durchgeführt.
Überexpression wurde für 4-fache und höher Werte im Tumorgewebe
und Unterexpression für 0,25-fache und niedriger Werte
definiert. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 1
zusammengefaßt. Zum Vergleich wurde die Expression von Volllängen
Trpp8 aus demselben Patientenkollektiv unter identischen
Bedingungen analysiert.
Tabelle 1
-
Man erkennt, daß die erfindungsgemäßen Gene bzw. Splice
Varianten oder regulatorische RNA mit hoher, teilweise
sehr hoher Spezifität als Marker für Tumorgewebe
fungieren. Entsprechend hoch ist die Anwendungsbreite der
jeweiligen Inhibierung für therapeutische Zwecke mittels der
beschriebenen bindenden Substanzen.
Beispiel 2
Herstellung von Antikörpern
-
Durch Immunisierung mit einem Trpp8 Antigen können in
fachüblicher Weise polyklonale Antikörper und nach
Selektion von Hybridomzellen monoklonale Antikörper hergestellt
werden, welche sowohl im therapeutsichen als auch im
diagnostischen Bereich Anwendung finden können. Als
Immunogene kommen beispielsweise in Frage: i)
Prostatatumorzelllinien, die Trpp8 Splice Varianten endogen exprimieren,
beispielsweise LNCaP, ii) mit Trpp8 Splice Varianten
transient bzw. stabil transfizierte Prostatatumorzelllinien,
iii) mit Trpp8 Splice Varianten transient bzw. stabil
transfizierte Zelllinien wie NIH3T3, COS7, oder HEK293,
oder vi) cDNA der Trpp8 Splice Varianten zur Immunisierung
nicht-menschlicher Säugetiere. Es ist auch die
Immunisierung mittels Peptiden möglich, für welche eine
Splicevariante oder ein Teil hiervon codiert. Schließlich ist eine
Immunisierung mit rekombinant in Insektenzellen
hergestellten Trpp8 Splice Varianten möglich.
Beispiel 3
Antisense Oligonukleotide
-
Ein Beispiel eines antisense Oligonukleotides gegen 6b ist
tcc tgt ccc acc ggt acc tc. Ein Beispiel eines antisense
Oligonukleotides gegen 16b ist tgt gcc ttg gtt tgt acc ta.
Ein Beispiel eines antisense Oligonukleotides gegen 20b
ist cca agt cag gct tac cat cc. Ein Beispiel eines
antisense Oligonukleotides gegen avant13 ist gcg acc agc agg
cag ctg tt. Ein Beispiel eines antisense Oligonukleotides
gegen 4a_4b ist gga ttt cat tga gcg tgg cc. Ein Beispiel
eines antisense Oligonukleotides gegen avant25 ist gaa atc
aga tgg ctt act gg.
Beispiel 4
Ribozyme gegen Trpp8 Splice Varianten sowie
regulatorische RNA
-
In den Abb. 3 bis 9 sind verschiedene Hammerhead
Ribozyme dargestellt welche die in den Abbildungen
angegebenen Trpp8 Splice Varianten bzw. die regulatorische RNA
an den angegebenen Stellen schneiden.
-
Folgend sind Varianten der erfindungsgemäßen Seq.-ID 1 bis
6 angegeben ("vor" = "avant").
SEQUENCE LISTING
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