DE10215871C1 - Projektionsvorrichtung - Google Patents
ProjektionsvorrichtungInfo
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Abstract
Eine Projektionsvorrichtung (1) für ein Arbeitsgerät dient zum optischen Markieren einer mit Hilfe des Arbeitsgeräts (2) zu bearbeitenden Bearbeitungsstelle (3) eines Werkstücks (4), wobei die Projektionsvorrichtung (1) eine insbesondere durch einen Laser gebildete Lichtquelle (5) zum Erzeugen eines auf die Bearbeitungsstelle (3) gerichteten Lichtbündels aufweist. Die Projektionsvorrichtung (1) weist einen Sensor (9) zur Messung der im Arbeitsbereich des Arbeitsgeräts vorliegenden Umgebungslichtverhältnisse und/oder des von der Oberfläche diffus reflektierenden Laserlichts und/oder des von der Oberfläche zum Laser zurück reflektierenden Laserlichts auf. Der Sensor (9) ist über eine Steuereinrichtung (10) mit der Lichtquelle (5) zur Anpassung von deren Strahlleistung verbunden. DOLLAR A Je nach den herrschenden Licht- und/oder Reflexionsverhältnissen wird durch die vom Sensor angesteuerte Steuereinrichtung (10) die Strahlleistung der Lichtquelle so angepasst, dass für den Betrachter eine von diesen Verhältnissen unabhängige, gute Erkennbarkeit der Markierungslinie gegeben ist.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Projektionsvorrichtung zum
optischen Markieren einer mit Hilfe eines Arbeitsgeräts zu be
arbeitenden Bearbeitungsstelle eines Werkstücks, wobei die Pro
jektionsvorrichtung eine insbesondere durch einen Laser gebil
dete Lichtquelle zum Erzeugen eines auf die Bearbeitungsstelle
gerichteten Lichtbündels aufweist.
Eine derartige Projektionsvorrichtung für ein als Tischkreis
säge ausgebildetes Arbeitsgerät ist aus der DE 197 16 035 A1
bekannt.
Auch sind aus der DE 199 53 114 A1 eine Markierungsvorrichtung
zum Projizieren einer optischen Hilfsmarkierung auf ein
Werkstück und aus der DE 696 19 554 T2 eine
Lichtprojektionsvorrichtung mit einer Laserquelle zum
Projizieren einer beleuchteten Linie auf ein zu bearbeitendes
Werkstück bekannt.
Die Projektionsvorrichtungen weisen einen Laser zum Erzeugen
eines auf das Werkstück gerichteten Lichtstrahls auf, in dessen
Strahlengang eine Strahlformungsoptik zum Umformen des
Lichtstrahls in ein Lichtbündel mit linienförmigen Querschnitt
angeordnet ist. In Gebrauchsstellung der Projektionsvorrichtung
ist das Lichtbündel auf das Werkstück gerichtet, um auf diesem
eine Bearbeitungslinie, entlang welcher das Werkstück zum
Beispiel gesägt werden soll, optisch zu markieren. Obwohl sich
solche Projektionsvorrichtungen in der Praxis bewährt haben,
weil sie ein einfaches Markieren der Bearbeitungslinie auf
einem Werkstück ermöglichen, weisen sie dennoch Nachteile auf.
Da das Arbeitsgerät zusammen mit der Projektionsvorrichtung in
hinsichtlich der Helligkeit unterschiedlichen Bereichen einge
setzt werden kann, ergeben sich dementsprechend unterschied
liche Kontraste, so dass die Bearbeitungslinie nicht unter
allen in der Praxis vorkommenden Lichtbedingungen gleich gut
erkennbar ist. Beispielsweise ist die Erkennbarkeit der Be
arbeitungslinie oder dergleichen Markierung bei direkter
Sonneneinstrahlung wesentlich schlechter als bei einer künst
lichen Beleuchtung innerhalb eines Arbeitsraumes.
Außerdem spielt für die Erkennbarkeit auch noch der Pro
jektionsoberfläche eine wesentliche Rolle. Auf hellem, reflek
tierendem Hintergrund ist die Bearbeitungslinie besser er
kennbar als auf dunklem, absorbierendem Hintergrund.
Schließlich ist die Handhabung der Projektionsvorrichtung noch
relativ umständlich, weil die Benutzer des Arbeitsgeräts zum
Bearbeiten des Werkstücks zunächst den Laser und dann das
Arbeitsgerät einschalten müssen. Auch nach Beendigung des
Bearbeitungsvorgangs müssen Laser und Arbeitsgerät getrennt abge
schaltet werden. Dabei kommt es in der Praxis immer wieder vor,
dass ein Benutzer nach Beendigung des Bearbeitungsvorgangs ver
gisst den Laser der Projektionsvorrichtung abzuschalten. Der
Laser verbraucht dadurch unnötig Strom oder die Batterie der
Projektionsvorrichtung entlädt sich vorzeitig.
Es besteht deshalb die Aufgabe, eine Projektionsvorrichtung der
eingangs genannten Art zu schaffen, durch die eine verbesserte
Handhabung eines mit der Projektionsvorrichtung zusammenarbei
tenden Arbeitsgeräts ermöglicht ist.
Die Lösung dieser Aufgabe wird insbesondere vorgeschlagen, dass
die Projektionsvorrichtung einen Sensor zur Messung der im
Arbeitsbereich des Arbeitsgeräts vorliegenden Umgebungslicht
verhältnisse und/oder des von der Oberfläche diffus reflektie
renden Laserlichts und/oder des von der Oberfläche zum Laser
zurück reflektierenden Laserlichts aufweist, und dass der Sen
sor über eine Steuereinrichtung mit der Lichtquelle zur Anpas
sung von deren Strahlleistung verbunden ist.
Je nach den herrschenden Licht- und/oder Reflektionsverhältnis
sen wird durch die vom Sensor angesteuerte Steuereinrichtung
die Strahlleistung der Lichtquelle so angepasst, dass für den
Betrachter eine von diesen Verhältnissen unabhängige, gute Er
kennbarkeit der Markierungslinie gegeben ist.
Die Arbeitssicherheit und die Handhabung des Arbeitsgerätes
sind dadurch auch unter ungünstigen Umgebungs-Lichtverhältnis
sen und/oder Reflektionsverhältnissen wesentlich verbessert.
Der Linienlaserprojektor mit integriertem Lichtintensitäts
sensor kann sehr gut zur Verbesserung der Arbeitssicherheit
eingesetzt werden. Der Sensor speichert den Intensitätswert und
gibt ein Signal, wenn dieser sich plötzlich ändert, zum Bei
spiel, wenn sich die Hand im Strahlfächer befindet.
Es besteht die Möglichkeit, dass der Sensor zur Messung der Um
gebungshelligkeit im Arbeitsbereich ausgebildet ist und
andererseits kann vorgesehen sein, dass der Sensor zur Messung
der von der Lichtquelle, insbesondere dem Laserlicht erzeugten
optischen Markierung diffus zurückreflektierten Lichtleistung
ausgebildet ist.
Beide Maßnahmen können auch in Kombination vorgesehen sein.
Im ersten Fall reagiert die Helligkeitssteuerung in Abhängig
keit von der Umgebungshelligkeit und im zweiten Fall in Abhän
gigkeit von dem jeweiligen Projektionshintergrund beziehungs
weise der Projektionsoberfläche.
Der Lichtsensor kann auch in den Laserprojektor integriert
sein, d. h. zwischen Laserlichtquelle und Strahlformoptik wird
mit Hilfe eines in 45° zum Laserstrahl angeordneten halbdurch
lässigen Spiegels das zurückreflektierende diffuse Laserlicht
auf den Sensor geleitet.
Statt einem Lichtsensor oder einem Temperatursensor oder Be
wegungssensor kann auch ein Entfernungssensor installiert
werden, d. h. der Sensor misst in verlängerter axialer Richtung
der Projektors punktförmig die Entfernung zwischen Laser und
Objekt.
Bei der Messung der Umgebungshelligkeit ist es zweckmäßig, wenn
der Sensor zur Messung der im Arbeitsbereich insbesondere im
Raum vor der Lichtquelle vorliegenden Gesamthelligkeit im
Wellenlängenbereich der Lichtquelle (Laser), insbesondere im
Rot-Spektrum von etwa 600 nm bis etwa 700 nm ausgebildet ist.
Der Wellenlängenbereich der Lichtquelle wird somit mit dem
gleichen Wellenlängenbereich des Umgebungslichts verglichen,
weil die Intensität dieses Wellenlängenbereichs des Umgebungs
lichts für die Erkennbarkeit entscheidend ist.
Anstatt eines rot abstrahlenden Lasers kann auch ein im Bereich
um 530 nm, also grün abstrahlender Laser vorgesehen sein.
Weiterhin ist es zweckmäßig, wenn der Erfassungsbereich des
Sensors in Strahlrichtung einen Winkelbereich von wenigen Grad
in Seitenrichtung und etwa 120° quer zur Seitenrichtung um
fasst.
In der Praxis würde dies bei einem etwa horizontal liegenden
Werkstück bedeuten, dass der Erfassungsbereich in horizontaler
Richtung auf wenige Grad und in vertikaler Richtung auf bei
spielsweise 120° eingeschränkt ist.
Dadurch wird nur der für die Bearbeitung relevante Bereich von
dem Sensor erfasst und gegebenenfalls störenden Umgebungslicht
einflüsse ausgeblendet.
Die Steuereinrichtung ist bei Verwendung eines Lasers als
Lichtquelle zweckmäßigerweise mit einer Leistungsbegrenzung zur
Einhaltung einer vorgegebenen Laserschutzklasse ausgerüstet.
Der Sensor melden somit schnell ansteigende Reflektionswerte
des Laserlichts. Beim Linienlaser bedeutet dies, dass plötzlich
ein Gegenstand (Hand, Kopf, Auge) sehr nahe ist. Es erfolgt
eine schnelle Reduktion der Laserlichtleistung, was auch bei
Überschreitung eines eingestellten Maximalwertes erfolgt.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die
Projektionsvorrichtung zusätzlich zu dem Sensor zur Messung der
im Arbeitsbereich vorliegenden Licht- und/oder Reflektions
verhältnisse einen Sensor aufweist, der zum Ein- und/oder Aus
schalten der Lichtquelle über die Steuereinrichtung mit der
Lichtquelle verbunden ist.
In vorteilhafter Weise ermöglicht der über die Steuereinrich
tung mit der Lichtquelle verbundene Sensor ein automatisches
Einschalten der Lichtquelle bei der Inbetriebnahme und/oder ein
automatisches Abschalten der Lichtquelle bei Außerbetriebnahme
des Arbeitsgeräts. Somit ergibt sich eine entsprechend einfache
Handhabung des Arbeitsgeräts. Wenn die Steuereinrichtung zum
Abschalten der Lichtquelle bei der Außerbetriebnahme des
Arbeitsgeräts ausgebildet ist, ermöglicht die Projektionsvor
richtung geringe Einschaltdauern der Lichtquelle und somit eine
entsprechend lange Lebensdauer einer als Stromversorgung für
die Projektionsvorrichtung vorgesehenen Batterie und auch der
Strahlquelle (Laser). In entsprechender Weise können bei einer
aus einem Akku gespeisten Projektionsvorrichtung die Abstände
zwischen den Ladezyklen des Akkus vergrößert werden. Auch da
durch wird die Handhabung der Projektionsvorrichtung verein
facht.
Die Projektionsvorrichtung weist vorzugsweise eine Strahlfor
mungsoptik zum Umformen des Laserstrahls auf. Die Strahlfor
mungsoptik kann beispielsweise zur Projektion einer durchgehen
den oder unterbrochenen Linie, eines Lichtpunkts, eines Faden
kreuzes oder dergleichen optischen Markierung auf dem Werkstück
ausgebildet sein. Dabei ist es sogar möglich, dass die Markier
vorrichtung zur wechselweisen Darstellung mehrerer unterschied
licher optischer Markierungen ausgebildet ist, um eine vorge
gebene Reihenfolge von Arbeitsschritten zu markieren. Die Pro
jektionsvorrichtung kann aber auch einen Scanner aufweisen,
mittels der ein auf das Werkstück projizierter Lichtpunkt an
unterschiedliche Stellen der zu erzeugenden optischen
Markierung bewegt wird. Der Scanner (flexibler 2D-Projektor)
wird dann zusammen mit der Lichtquelle ein- und ausgeschaltet.
Bei einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung ist vorge
sehen, dass der Sensor ein Schallsensor ist, der zur Detektion
von dem Arbeitsgerät zum Beispiel einer Sägemachine ausge
sandter Schallwellen ausgebildet ist. Die Lichtquelle wird dann
beim Einschalten des Arbeitsgeräts durch dessen Betriebsge
räusch ein- und/oder beim Ausschalten des Arbeitsgeräts ausge
schaltet, wodurch sich die Einschaltdauer der Lichtquelle auf
den Bearbeitungsvorgang reduziert. Der Schallsensor kann bei
spielsweise ein Mikrofon, ein Ultraschall-Sensor oder ein Er
schütterungssensor sein. Gegebenenfalls kann dem Schallsensor
zum Unterdrücken von Fremdschall ein auf das Betriebsgeräusch
des Arbeitsgeräts abgestimmtes Signalfilter nachgeschaltet
sein, das beispielsweise bestimmte Frequenzbereiche aus dem von
dem Schallsensor abgegebenen Messsignal verstärkt oder ab
schwächt. Der Schallsensor ist zweckmäßigerweise unmittelbar an
dem Arbeitsgerät angeordnet, wodurch die Störunempfindlichkeit
gegenüber Fremdgeräuschen zusätzlich verbessert wird.
Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
ist vorgesehen, dass der Sensor ein Bewegungsmelder ist, insbe
sondere ein Infrarot-Bewegungsmelder. Die Lichtquelle wird dann
beispielsweise durch die Bewegung eines an dem Arbeitsgerät be
findlichen Benutzers bereits vor der Inbetriebnahme des
Arbeitsgeräts eingeschaltet, so dass das Werkstück mit der
Bearbeitungsstelle an dem Bearbeitungswerkzeug des Arbeitsgerät
vorpositioniert werden kann. Selbstverständlich ist es aber
auch möglich, dass der Sensor zur Detektion der Bewegung des
Bearbeitungswerkzeugs des Arbeitsgeräts ausgebildet beziehungs
weise angeordnet ist. In diesem Fall ist der Bewegungsmelder
vorzugsweise ein Ultraschall-Bewegungsmelder. Gegebenenfalls
kann vor während oder nach dem Einschalten des Arbeitsgeräts
mittels der Markiervorrichtung zunächst eine blinkende
Markierung auf das Werkstück oder dergleichen projiziert
werden, um den Benutzer vor der Betriebsgefahr des Arbeits
geräts zu warnen. Danach kann dann gegebenenfalls eine konti
nuierlich leuchtende Markierung auf die Bearbeitungsstelle
projiziert werden.
Bei einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung weist die
Steuereinrichtung einen Zeitgeber zum Abschalten der Licht
quelle nach einer vorgegebenen Einschaltdauer auf. Die Ein
schaltdauer der Lichtquelle und somit auch deren Stromverbrauch
können dadurch zusätzlich reduziert werden.
Die Projektionsvorrichtung kann in das Arbeitsgerät integriert
sein. Eine solche Integration ist vor allem dann zweckmäßig,
wenn die Projektionsvorrichtung bereits bei der Fertigung des
Arbeitsgeräts werksseitig in dieses eingebaut wird. So kann
beispielsweise der Sensor in die Schutzabdeckung eines Kreis
sägeblatts einer Tischkreissäge oder in das Griffstück einer
Handkreissäge integriert sein.
Besonders vorteilhaft ist, wenn die Projektionsvorrichtung als
Anbaugerät ausgebildet ist und wenn zum Verbinden der Projek
tionsvorrichtung mit dem Arbeitsgerät eine Haltevorrichtung
vorgesehen ist. Die Projektionsvorrichtung kann dadurch auf
einfache Weise an vorhandenen Arbeitsgeräten nachgerüstet
werden. Die Projektionsvorrichtung kann eine Batterie oder ein
Akku als Stromversorgung aufweisen, so dass eine nachträgliche
störanfällige und umständliche Verkabelung an dem Arbeitsgerät
entfallen kann. In vorteilhafter Weise braucht dann bei der
Montage der Projektionsvorrichtung auch keine Veränderung an
dem Arbeitsgerät vorgenommen zu werden, insbesondere nicht an
der elektrischen Stromversorgung oder anderen sicherheitsrele
vanten Teilen des Arbeitsgeräts. Selbstverständlich kann die
Markiervorrichtung aber auch aus dem Stromnetz mit Strom ver
sorgt werden.
Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand
der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen zum Teil stärker
schematisiert:
Fig. 1 ein als Tischkreissäge ausgebildetes elektrisches
Arbeitsgerät mit einer einen Lichtsensor und einen
Schallsensor aufweisenden Projektionsvorrichtung,
Fig. 2 ein Arbeitsgerät entsprechend Fig. 1, wobei jedoch
anstelle des Schallsensors ein Bewegungsmelder vor
gesehen ist,
Fig. 3 einen vergrößerten Teilausschnitt gemäß Fig. 1 und 2,
welcher die Projektionsvorrichtung mit Lichtsensor
und Schallsensor,
Fig. 4 eine Vorderansicht auf das in Fig. 3 gezeigte
Arbeitsgerät, wobei dieses nur teilweise dargestellt
ist,
Fig. 5 eine Teilseitenansicht des in Fig. 3 gezeigten
Arbeitsgeräts,
Fig. 6 eine schematische Darstellung einer einen Bewegungs
detektor und einen Licht-Sensor aufweisenden Projek
tionsvorrichtung und
Fig. 7 eine schematische Darstellung einer einen Schallsen
sor und einen Licht-Sensor aufweisenden Projektions
vorrichtung.
Eine im ganzen mit 1 bezeichnete Projektionsvorrichtung zum
optischen Markieren einer mit einem Arbeitsgerät 2 zu be
arbeitenden Bearbeitungsstelle 3 eines in Fig. 1 und 2 nur
teilweise dargestellten Werkstücks 4 weist eine als Halbleiter
laser mit einer Laserdiode ausgebildete Lichtquelle 5 zum
Erzeugen eines auf die Bearbeitungsstelle 3 gerichteten
Laserstrahls auf. Dieser dient zum optischen Markieren einer
Bearbeitungsstelle auf dem Werkstück.
Im Strahlengang des Laserstrahls ist eine Strahlformungsoptik 6
(Fig. 3 und 4) angeordnet, die zum Umformen des Laserstrahls in
ein Lichtbündel 7 mit linienförmigem Querschnitt ausgebildet
ist.
In Fig. 1 und 2 sind die Begrenzungsränder des Lichtbündels
jeweils strichpunktiert markiert. Deutlich ist erkennbar, dass
die Projektionsvorrichtung 1 eine optische Linie auf dem Werk
stück 4 beziehungsweise auf dem Werktisch 8 des als Tischkreis
säge ausgebildeten Arbeitsgeräts 2 markiert. In entsprechender
Weise können auch andere optische Markierungen auf dem Werk
stück 4 erzeugt werden, beispielsweise eine unterbrochene
Linie, ein Lichtpunkt oder ein Fadenkreuz.
Zur vereinfachten Handhabung des Arbeitsgerätes kann die Pro
jektionsvorrichtung 1 mit einem Licht-Sensor 9 zur Helligkeits
regulierung des Lasers und/oder mit einem Ein- und Ausschalt
sensor 9a für das Arbeitsgerät ausgerüstet sein.
In den Ausführungsbeispielen sind sowohl ein Licht-Sensor 9 als
auch ein Ein- und Ausschaltsensor 9a vorgesehen.
Der Sensor 9 dient zur Messung der im Arbeitsbereich des
Arbeitsgeräts vorliegenden Licht- und/oder Reflektionsverhält
nisse. Er ist mit einer Steuereinrichtung 10 (Fig. 6, 7) verbun
den, die im Ausführungsbeispiel auch zur Auswertung der Signale
des Ein- und Ausschaltsensor 9a dient.
Die Steuereinrichtung 10 ist mit der Lichtquelle 5 verbunden
und steuert die Strahlleistung der Lichtquelle 5 in Abhängig
keit der vom Sensor 9 gemessenen Helligkeit.
Der Sensor kann zur Messung der Umgebungshelligkeit im Arbeits
bereich ausgebildet sein, um die Strahlleistung des Lasers oder
dergleichen Lichtquelle in Abhängigkeit von der Umgebungshel
ligkeit zu steuern. Dabei wird die Strahlleistung bei großer
Umgebungshelligkeit erhöht und bei geringerer Umgebungshellig
keit reduziert. Die Helligkeitsanpassung der Lichtquelle er
folgt derart, dass für den Betrachter eine etwa gleichbleibende
"subjektiv sichtbare" Lichtmarkierung vorhanden ist. Dadurch
ist die Lichtmarkierung auch bei unterschiedlichen Arbeits
licht-Bedingungen gleich gut erkennbar. Außer für eine verbes
serte Handhabung des Arbeitsgerätes ist dies auch für die
Arbeitssicherheit vorteilhaft. Schließlich ist die gute Erkenn
barkeit der Lichtmarkierung auch Voraussetzung für ein exaktes
Arbeitsergebnis.
Anstatt oder zusätzlich zu der Messung der Umgebungshelligkeit
kann der Licht-Sensor 9 zur Messung der von der Lichtquelle,
insbesondere dem Laserlicht erzeugten optischen Markierung
diffus zurückreflektierten Lichtleistung ausgebildet sein.
Dementsprechend erfolgt die Steuerung der Strahlleistung des
Lasers oder dergleichen Lichtquelle in Abhängigkeit von der re
flektierten Lichtintensität, was wiederum von dem jeweiligen
Projektionshintergrund beziehungsweise der Projektionsober
fläche abhängt.
Insgesamt wird somit je nach den herrschenden Licht- und/oder
Reflektionsverhältnissen durch die vom Licht-Sensor ange
steuerte Steuereinrichtung die Strahlleistung der Lichtquelle
so angepasst, dass für den Betrachter eine von diesen Ver
hältnissen unabhängige, gute Erkennbarkeit gegeben ist.
Die Arbeitssicherheit und die Handhabung des Arbeitsgerätes
sind dadurch auch unter ungünstigen Lichtverhältnissen und/oder
Reflektionsverhältnissen wesentlich verbessert und entsprechen
auch immer der eingestellten Laserschutzklasse.
Bei der Messung der Umgebungshelligkeit ist es zweckmäßig, wenn
der Sensor 9 zur Messung der im Arbeitsbereich insbesondere im
Raum vor der Lichtquelle vorliegenden Gesamthelligkeit im Wel
lenlängenbereich der Lichtquelle (Laser), insbesondere im Rot-
Spektrum von etwa 600 nm bis etwa 700 nm oder im Grün-Spektrum
von etwa 530 nm ausgebildet ist.
Die Lichtintensitätsmessung durch den Sensor 9 erfolgt somit in
dem Wellenlängenbereich, in dem auch der Laser als Lichtquelle
abstrahlt.
Dadurch wird aus dem Gesamtlichtspektrum im Umgebungsbereich
der Projektionsvorrichtung nur der für die Erkennbarkeit der
Lichtmarkierung relevante Teil betrachtet und es kann somit
hinsichtlich der Wellenlänge selektiv eine Bewertung vorgenom
men werden.
Weiterhin ist es zweckmäßig, wenn der Erfassungsbereich des
Sensors 9 in Strahlrichtung einen Winkelbereich von wenigen
Grad in Seitenrichtung und etwa 120° quer zur Seitenrichtung
umfasst.
Dadurch wird nur der bei der Bearbeitung relevante Bereich,
nämlich der in der nahen Umgebung der Lichtmarkierung von dem
Sensor erfasst.
Die Steuereinrichtung 10 ist bei Verwendung eines Lasers als
Lichtquelle zweckmäßigerweise mit einer Leistungsbegrenzung zur
Einhaltung einer vorgegebenen Laserschutzklasse ausgerüstet.
Zum Ein- und Ausschalten des Arbeitsgeräts 2 weist die Projek
tionsvorrichtung 1 im Ausführungsbeispiel einen zusätzlichen
Sensor 9a auf, der zum automatischen Ein- und/oder Ausschalten
der Lichtquelle 5 über die Steuereinrichtung 10 mit der Licht
quelle 5 verbunden ist. Zur Stromversorgung der Lichtquelle 5,
der Steuereinrichtung 10 und des Sensors 9a ist eine Batterie
11 vorgesehen. Gegebenenfalls kann auch eine Netzversorgung
vorgesehen sein.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 6 wird die In-
und/oder Außerbetriebnahme des Arbeitsgerätes detektiert, indem
die von dem Arbeitsgerät 2 ausgesandten Schallwellen gemessen
werden. Der Sensor 9a ist dazu als Schallsensor ausgebildet und
unmittelbar an dem Arbeitsgerät 2 angeordnet. In der Darstel
lung gemäß Fig. 6 mit Funktionsblöcken ist der Projektionsvor
richtung 1 das während des Betriebs Schallwellen aussendende
Arbeitsgerät 2 zugeordnet.
In Fig. 7 ist erkennbar, dass der Messsignalausgang des Sensors
9a über eine Verbindungsleitung 12 mit einem Eingang der
Steuereinrichtung 10 verbunden ist. In der Steuereinrichtung 10
wird das Messsignal mit einem Referenzsignal verglichen. Das
Referenzsignal kann beispielsweise einen festen Signalpegel
aufweisen. Wenn das Messsignal diesen Signalpegel über
schreitet, wird die Lichtquelle 5 über die Stromversorgungs
leitung 13 eingeschaltet. Es ist aber auch denkbar, das
Messsignal in der Steuereinrichtung 10 mit Methoden der Signal
verarbeitung auszuwerten. Dazu kann das Messsignal beispiels
weise gefiltert werden, um für das Geräusch des Arbeitsgeräts 2
charakteristische Frequenzanteile auszuwerten.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist der Sensor 9a als
Infrarot-Bewegungsmelder ausgebildet, der zum Detektieren von
im Detektionsbereich des Sensors 9a befindlichen Objekten abge
strahlter Infrarot-Strahlung einen Infrarot-Detektor aufweist.
Dies kann, wie in der Darstellung gemäß Fig. 6 angedeutet,
durch eine der Projektionsvorrichtung 1 zugeordnete Bedienper
son 17 erfolgen, durch deren Bewegung das Einschalten der Pro
jektionsvorrichtung 1 ausgelöst wird.
In Fig. 2 ist erkennbar, dass der Bewegungsmelder mit seiner
Detektionsrichtung auf dem Werktisch 8 des Arbeitsgeräts 2 aus
gerichtet ist. Bei einer Veränderung des Messsignals des Inf
rarot-Detektors wird eine Bewegung detektiert und über eine
Verbindungsleitung 13 an die Steuereinrichtung 10 gemeldet.
Diese schaltet dann die Lichtquelle 5 für eine vorbestimmte
Zeitdauer ein. Die Steuereinrichtung 10 ist dazu mit einem
Zeitgeber 14 verbunden, der ggf. auch softwaremäßig in die
Steuereinrichtung 10 integriert sein kann.
Der Bewegungsmelder kann allgemein auch ein Temperatursensor
sein, der Wärmestrahlung detektiert und dadurch erkennt, wenn
eine warme Hand in den Lichtfächerbereich der projizierten
Laserlinie kommt.
Wie in Fig. 3 besonders gut erkennbar ist, ist die Projektions
vorrichtung 1 als Anbaugerät ausgebildet, das mit dem Arbeits
gerät 2 verbunden ist. Dazu ist eine in der Zeichnung nicht
näher dargestellte Haltevorrichtung vorgesehen, die an dem Ar
beitsgerät 2 angreift. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3
ist die Haltevorrichtung derart mit einer Schutzabdeckung 16
eines Kreissägeblatts 15 des Arbeitsgeräts 2 verbunden, dass
die Projektionsvorrichtung 1 mit ihrem Detektionsbereich auf
den Werktisch 8 ausgerichtet ist.
Erwähnt sei noch, dass die Steuereinrichtung 10 bevorzugt in
CMOS-Technik aufgebaut ist und gegebenenfalls einen Mikropro
zessor aufweisen kann. Die Steuerelektronik 10 hat auch einen
Eingang, womit der Benutzer die gewünschte Liniensichtbarkeit
und die Laserschutzklasse (maximale Laserlichtintensität/mm2
einstellen kann.
Claims (14)
1. Projektionsvorrichtung (1) für ein Arbeitsgerät zum opti
schen Markieren einer mit Hilfe des Arbeitsgeräts (2) zu
bearbeitenden Bearbeitungsstelle (3) eines Werkstücks (4),
wobei die Projektionsvorrichtung (1) eine insbesondere
durch einen Laser gebildete Lichtquelle (5) zum Erzeugen
eines auf die Bearbeitungsstelle (3) gerichteten Lichtbün
dels aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Projek
tionsvorrichtung (1) einen Sensor (9) zur Messung der im
Arbeitsbereich des Arbeitsgeräts vorliegenden Umgebungs
lichtverhältnisse und/oder des von der Oberfläche diffus
reflektierenden Laserlichts und/oder des von der Ober
fläche zum Laser zurück reflektierenden Laserlichts auf
weist, und dass der Sensor (9) über eine Steuereinrichtung
(10) mit der Lichtquelle (5) zur Anpassung von deren
Strahlleistung verbunden ist.
2. Projektionsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, dass der Sensor (9) zur Messung der Umge
bungshelligkeit im Arbeitsbereich ausgebildet ist.
3. Projektionsvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass der Sensor (9) zur Messung der von
der Lichtquelle, insbesondere dem Laserlicht erzeugten
optischen Markierung diffus zurückreflektierten Lichtleis
tung ausgebildet ist.
4. Projektionsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (9) zur Messung
der im Arbeitsbereich insbesondere im Raum vor der Licht
quelle vorliegenden Gesamthelligkeit im Wellenlängenbe
reich der Lichtquelle (Laser), insbesondere im Rot-
Spektrum von etwa 600 nm bis etwa 700 nm oder im Grün-
Spektrum von etwa 530 nm ausgebildet ist.
5. Projektionsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, dass der Erfassungsbereich des
Sensors (9) in Strahlrichtung einen Winkelbereich von
wenigen Grad in Seitenrichtung und etwa 120° quer zur
Seitenrichtung umfasst.
6. Projektionsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung
einen Steuereingang zur Einstellung der Intensität der
Lichtquelle (5) für eine individuelle Sichtbarkeit
aufweist und dass bei einem Laser als Lichtquelle die
Steuereinrichtung mit einer Leistungsbegrenzung zur Ein
haltung einer vorgegebenen Laserschutzklasse ausgerüstet
ist.
7. Projektionsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, dass die Projektionsvorrichtung
(1) zusätzlich zu dem Sensor zur Messung der im
Arbeitsbereich vorliegenden Licht- und/oder Reflektions
verhältnisse einen Sensor (9a) aufweist, der zum Ein-
und/oder Ausschalten der Lichtquelle (5) über die Steuer
einrichtung (10) mit der Lichtquelle (5) verbunden ist.
8. Projektionsvorrichtung (1) nach Anspruch 7, dadurch ge
kennzeichnet, dass der zusätzliche Sensor (9a) ein Schall
sensor ist, der zur Detektion von dem Arbeitsgerät (2)
ausgesandter Schallwellen ausgebildet ist.
9. Projektionsvorrichtung (1) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch
gekennzeichnet, dass der zusätzliche Sensor (9a) ein Bewe
gungsmelder ist, insbesondere ein Infrarot-Bewegungsmelder
beziehungsweise ein Temperatursensor zum Detektieren der
Wärmestrahlung einer Bedienperson.
10. Projektionsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 7 bis
9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (10)
zum Abschalten der Lichtquelle (5) nach einer vorgegeben
Einschaltdauer einen Zeitgeber (14) aufweist.
11. Projektionsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis
10, dadurch gekennzeichnet, dass sie in das Arbeitsgerät
(2) integriert ist.
12. Projektionsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis
11, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Anbaugerät ausge
bildet ist, das zum Verbinden mit dem Arbeitsgerät (2)
eine Haltevorrichtung aufweist.
13. Projektionsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis
12, dadurch gekennzeichnet, dass der zusätzliche Sensor
(9a) ein Abstandssensor ist.
14. Projektionsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis
13, dadurch gekennzeichnet, dass der Licht-Sensor (9) in
den Laserprojektor integriert ist und dass dazu zwischen
der Laserlichtquelle und der Strahlformoptik ein halb
durchlässiger Spiegel 45° zum Laserstrahl angeordnet ist,
um das zurückreflektierende diffuse Laserlicht auf den
Sensor zu leiten.
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